Info - Bräutigam
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Zusammenfassung -
Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam
| Entstehung: |
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| vom ū zum au/äu | Die Form Braut – Bräute zeigt zwei verschiedene sprachgeschichtliche Entwicklungen. Das lange ū in althochdeutsch und mittelhochdeutsch brūt wurde durch die neuhochdeutsche Diphthongierung zu au, also brūt → Braut. Im Plural stand ursprünglich eine Endung mit i (ahd. brūti). Dieses i veränderte den Stammvokal. Im Mittelhochdeutschen entstand so die Pluralform briute. Aus dem Singular brût wurde später durch die neuhochdeutsche Diphthongierung Braut, aus dem Plural briute entwickelte sich die heutige Form Bräute.
Vor allem im 16. und 17. Jh. wurde die Schreibung von den Druckern unterschiedlich gehandhabt. Aus der alten Form briute entwickelte sich bei den meisten Druckern zunächst breute (Beispiel). Andere Drucker schrieben, mit Bezug auf das Grundwort Braut, bräute, damals noch mit hoch gestelltem e = braͤute ( Beispiel). Die gleiche Entwicklung hat auch die Wortbildung Bräutigam durchgemacht. Hier finden wir z. B. in den Schriften von Luther breutigam (Beispiel) und zur gleichen Zeit bräutigam (Beispiel Braͤutigam). Das Nomen Braut ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich von dem Langvokal u im Mittelalter der Doppellaut (Diphthong) und im Plural mit Umlaut entwickelte. Hier einige weitere Beispiele:
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| Wortbildungen: | Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler, | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ableitungen: | - | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Wortbildungen Braut
Im Vergleich zu Bräutigam gibt es deutlich mehr Wortbildungen mit dem Grundwort Braut. Als Erstglied bezeichnet die Wortbildungen z. B. Personen (Brautvater, Brautmutter, Brautführer), Ausstattung (Brautkleid, Brautschleier, Brautschmuck), Bräuche (Brautsegen, Brautraub), Orte (Brautkammer, Brautgemach, Brautbett), Wirtschaft (Brautpreis, Brautgeld, Brautschatz) usw.
Mit Braut als Letztglied gibt die Wortbildung häufig einen Hinweis auf den Bräutigam, z. B. die Seemannsbraut ist die Braut eines Seemanns, die Räuberbraut die Braut eines Räubers, die Fußballbraut die Braut einer Person, die das Fußballspiel liebt. Das gilt jedoch nicht für alle Wortbildungen. Einige werden in übertragenem Sinne gebraucht (Windsbraut = Wirbelwind), andere beziehen sich nicht auf konkrete Personen (z. B. Gottesbraut für eine christliche Nonne).
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
Etymologie Bräutigam: DWDS, Wiktionary, ZDL; Wörterbuchnetz, hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe
für Regiolekte: BDORheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe;
Etymologie Braut: DWDS, Wiktionary, ZDL; Wörterbuchnetz, hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe
für Regiolekte: BDORheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe;
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