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(Text neu erstellt, Wörterliste "Braut" ergänzt)
 
(Entwicklung vom u zum au/äu eingefügt)
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*'''Mann/-gam:''' ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
*'''Mann/-gam:''' ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
*'''Bräutigam:''' germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
*'''Bräutigam:''' germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
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|style="vertical-align:top;"|'''vom ''ū'' zum ''au/äu'''''
|Die Form ''Braut – Bräute'' zeigt zwei verschiedene sprachgeschichtliche Entwicklungen. Das lange ''ū'' in althochdeutsch und mittelhochdeutsch ''brūt'' wurde durch die neuhochdeutsche Diphthongierung zu ''au'', also ''brūt'' → ''Braut''. Im Plural stand ursprünglich eine Endung mit ''i'' (ahd. ''brūti''). Dieses ''i'' veränderte den Stammvokal. Im Mittelhochdeutschen entstand so die Pluralform ''briute''. Aus dem Singular ''brût'' wurde später durch die neuhochdeutsche Diphthongierung ''Braut'', aus dem Plural ''briute'' entwickelte sich die heutige Form ''Bräute''.
Vor allem im 16. und 17. Jh. wurde die Schreibung von den Druckern unterschiedlich gehandhabt. Aus der alten Form ''briute'' entwickelte sich bei den meisten Druckern zunächst ''breute'' ([https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/nn_prediger_1608?p=72 Beispiel]). Andere Drucker schrieben, mit Bezug auf das Grundwort ''Braut'', ''bräute'', damals noch mit hoch gestelltem ''e'' = ''braͤute'' ( [https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/olearius_reise_1647?p=259 Beispiel]).
Die gleiche Entwicklung hat auch die Wortbildung ''Bräutigam'' durchgemacht. Hier finden wir z. B. in den Schriften von Luther ''breutigam'' ([https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/luther_septembertestament_1522?p=54 Beispiel]) und zur gleichen Zeit ''bräutigam'' ([https://www.deutschestextarchiv.de/book/view/melander_jocoseria02_1605?p=231 Beispiel] ''Braͤutigam'').
Das Nomen ''Braut'' ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich von dem Langvokal ''u'' im Mittelalter der Doppellaut (Diphthong) und im Plural mit Umlaut entwickelte. Hier einige weitere Beispiele:
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|+ Beispielwörter für die Entwicklung zum au/äu
! colspan="2" |althochdeutsch
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! colspan="2" |hochdeutsch
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|būm*
|būmi
|boum/bûm
|böume
|baum
|beume
|Baum
|Bäume
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|brūt
|brūti
|brût
|briute
|braut
|breute
|Braut
|Bräute
|-
|hūs
|hūsir
|hûs
|hiuser
|haus
|heuser
|Haus
|Häuser
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|lūs
|lūsi
|lûs
|liuse
|laus
|leuse
|Laus
|Läuse
|-
|mūs
|mūsi
|mûs
|miuse
|maus
|meuse
|Maus
|Mäuse
|-
|rūm*
|rūmi
|rûm
|rüeme/riume
|raum
|reume
|Raum
|Räume
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|}
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|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
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|}
==Wortbildungen Braut==
==Wortbildungen Braut==
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Version vom 11. Juni 2026, 22:08 Uhr

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Zusammenfassung -

Text fehlt noch

Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam

Entstehung:
  • Braut: germ. *brudi–, ahd. mhd. brūt
  • Mann/-gam: ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
  • Bräutigam: germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
vom ū zum au/äu Die Form Braut – Bräute zeigt zwei verschiedene sprachgeschichtliche Entwicklungen. Das lange ū in althochdeutsch und mittelhochdeutsch brūt wurde durch die neuhochdeutsche Diphthongierung zu au, also brūtBraut. Im Plural stand ursprünglich eine Endung mit i (ahd. brūti). Dieses i veränderte den Stammvokal. Im Mittelhochdeutschen entstand so die Pluralform briute. Aus dem Singular brût wurde später durch die neuhochdeutsche Diphthongierung Braut, aus dem Plural briute entwickelte sich die heutige Form Bräute.

Vor allem im 16. und 17. Jh. wurde die Schreibung von den Druckern unterschiedlich gehandhabt. Aus der alten Form briute entwickelte sich bei den meisten Druckern zunächst breute (Beispiel). Andere Drucker schrieben, mit Bezug auf das Grundwort Braut, bräute, damals noch mit hoch gestelltem e = braͤute ( Beispiel).

Die gleiche Entwicklung hat auch die Wortbildung Bräutigam durchgemacht. Hier finden wir z. B. in den Schriften von Luther breutigam (Beispiel) und zur gleichen Zeit bräutigam (Beispiel Braͤutigam).

Das Nomen Braut ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich von dem Langvokal u im Mittelalter der Doppellaut (Diphthong) und im Plural mit Umlaut entwickelte. Hier einige weitere Beispiele:

Beispielwörter für die Entwicklung zum au/äu
althochdeutsch mittelhochdeutsch frühneuhochdeutsch hochdeutsch
Singular Plural Singular Plural Singular Plural Singular Plural
būm* būmi boum/bûm böume baum beume Baum Bäume
brūt brūti brût briute braut breute Braut Bräute
hūs hūsir hûs hiuser haus heuser Haus Häuser
lūs lūsi lûs liuse laus leuse Laus Läuse
mūs mūsi mûs miuse maus meuse Maus Mäuse
rūm* rūmi rûm rüeme/riume raum reume Raum Räume
Wortbildungen: Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler,
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite Religionen entdecken.

Wortbildungen Braut

Text fehlt noch
Wortbildungen zum Grundwort Braut
Grundwort die Braut, Plural: die Bräute;
Erstglied: Gangsterbraut, Himmelsbraut, Jubelbraut, Kriegsbraut, Märchenbraut, Motorradbraut, Piratenbraut, Räuberbraut, Rockerbraut, Seemannsbraut, Silberbraut, Soldatenbraut, Sonnenbraut, Windsbraut, ...
Letztglied Brautzug, Brautzeit, Brautwerbung, Brautwerberin, Brautwerber, Brautwahl, Brautwagen, Brautvater, Brautunterricht, Brauttag, Brautstrauß, Brautstand, Brautstaat, Brautsegen, Brautschuh, Brautschmuck, Brautschleier, Brautschenke, Brautschau, Brautschatz, Brautraub, Brautradition, Brautpreis, Brautpaar, Brautnacht, Brautmutter, Brautmodenschau, Brautmode, Brautmesse, Brautlinnen, Brautleute, Brautlauf, Brautkutsche, Brautkrone, Brautkranz, Brautkleid, Brautkind, Brautkammer, Brautjungfer, Brautgewand, Brautgeschmeide, Brautgeschenk, Brautgemach, Brautgeld, Brautführerin, Brautführer, Brautfahrt, Brautexamen, Brautente, Brauteltern, Brautbukett, Brautbrief, Brautbouquet, Brautbitterin, Brautbitter, Brautbitte, Brautbieterin, Brautbieter, Brautbett, Brautausstattung, Brautausstatterin, Brautausstatter, Brautamt, Brautaltar, Brautalarm, ...
Ableitungen (äu) Bräutchen, Bräutlein, Bräutigam

Unikales Morphem ?

Das Morphem bräut ist eine Umlautableitung von Braut (Allomorphie). Das Morphem braut kommt isoliert und in vielen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bräut/braut ist daher kein unikales Morphem.
Das Morphem gam kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. In Wortbildungen kommt das Wort nur gemeinsam mit dem Erstglied bräut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem gam ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Etymologie Bräutigam: DWDS, Wiktionary, ZDL; Wörterbuchnetz, hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe

für Regiolekte: BDORheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe;

Etymologie Braut: DWDS, Wiktionary, ZDL; Wörterbuchnetz, hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe

für Regiolekte: BDORheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe;

Wikipedia: Bräutigam, Braut

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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