Info - bräsig
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Das Adjektiv bräsig stammt aus dem Niederdeutschen und bedeutete ursprünglich „kräftig“, „wohlgenährt“ oder „gesund“. Später entwickelte sich daraus die heutige Bedeutung „behäbig“, „schwerfällig“, „träge“ oder „altmodisch“. Bekannt wurde das Wort vor allem durch die Figur des Inspektors Bräsig aus den Werken des niederdeutschen Schriftstellers Fritz Reuter. Die Wortgeschichte zeigt anschaulich, wie sich die Bedeutung eines Wortes im Laufe der Zeit verändern kann. Auf dieser Seite werden die Herkunft, die historische Entwicklung, die Bedeutungsgeschichte, Wortbildungen und die Frage untersucht, ob der erste Wortteil bräs- als unikales Morphem angesehen werden kann.
Weiterführende Informationen zum Wort bräsig
| Entstehung: | niederdeutsch bräsig = wohlgenährt, kräftig, in einigen Regionen (Berlin, Mecklenburg auch in der Bedeutung träge, schwerfällig, faul; vermutlich zu einem niederdeutschen Wortstamm brās/bras mit der Bedeutung „schwer, voll, massig“; Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden; heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet. |
| Wortbildungen: | norddeutsch: blusterbräsig = bauchig, dick, aufgeblasen, stuurbräsig = stur, hartnäckig |
| Ableitungen: | – |
| Interessantes: | 1978 bis 1980 lief im NDR bzw. ARD eine Fernsehserie nach einer Romanvorlage von Fritz Reuter mit dem Namen Onkel Bräsig. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Duden-online (nicht werbefrei), ZDL; Wörterbuchnetz hier vor allem Grimmm, MeckWb, WWb, WWb bras. Plattdeutsch.de,
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |