Weiterführende Informationen
| Entstehung:
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Feld: ahd. feld = Ebene, Breite, leere Fläche, mhd. veld, hd. Feld
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-webel: Nomen: ahd. webil, mhd. weibel; < Verb: ahd. weibōn (10. Jh.), mhd. weiben = hin und her bewegen
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Feldwebel: ist seit dem 16. Jh. belegt. Die Form Feldweibel (nur im süddeutschen Raum und der Schweiz) findet sich seit dem 16. Jh. und wurde ab dem 17. Jh. zunehmend von Feldwebel ersetzt. So finden sich in historischen Korpora zum Wort Feldweibel nur 64 Belege (Quelle). Demgegenüber sind in dem gleichen Zeitraum über 5000 Belege zum Stichwort Feldwebel zu finden (Quelle). In der Gegenwartskorpora des DWDS kommt weder weibel (Quelle) noch webel (Quelle) als isolierte Wörter vor.
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| Wortbildungen:
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Feldwebel, Feldwebelin, Hauptfeldwebel, Kompaniefeldwebel, Oberfeldwebel, Oberstabsfeldwebel, Sanitätsfeldwebel, Stabsfeldwebel, Unterfeldwebel, Vizefeldwebel
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umgangssprachlich abwertend: Feldwebelton (befehlender Ton), Karbolfeldwebel (kommandierende Stations- oder Oberschwester),
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Unikales Morphem ?
| Das Morphem weib in Weibel bzw. weiben ist nur noch in der Schweiz gebräuchlich. Das Morphem web im zweiten Wortteil -webel ist eine Reduktion des Diphthongs ei zu e (Monophthongierung) und kommt heute nur noch in der Wortbildung Feldwebel vor.
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Das Morphem webel kann daher als ein unikales Morphem betrachtet werden.
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Belege/Quellen
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo, DWDS, Wiktionary, Duden,
Rechtschreibung, Etymologie: Duden, DWDS, Wiktionary, IDS
Abbildung: Dienstabzeichen Feldwebel
Etymologie: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Adelung, Goethe, Grimm), Wortbedeutung.info, Wikipedia