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Das Adjektiv ''garstig'' geht auf ältere Wörter zurück, die ''Widerwille, Abscheu'' und ''Ekel'' ausdrückten. Mittelhochdeutsch ''garst'' bezeichnete etwas ''Ranziges'' oder ''übel Riechendes''. Von dieser körperlichen Wahrnehmung entwickelte sich die Bedeutung weiter zu ''unangenehm'' und schließlich zur moralischen Bewertung eines Menschen als ''böse'' oder ''gemein''. Das ältere Wort ''garst'' ist ausgestorben  
Das Adjektiv ''garstig'' geht auf ältere Wörter zurück, die ''Widerwille, Abscheu'' und ''Ekel'' ausdrückten. Mittelhochdeutsch ''garst'' bezeichnete etwas ''Ranziges'' oder ''übel Riechendes''. Von dieser körperlichen Wahrnehmung entwickelte sich die Bedeutung weiter zu ''unangenehm'' und schließlich zur moralischen Bewertung eines Menschen als ''böse'' oder ''gemein''. Das ältere Wort ''garst'' ist ausgestorben  


Auf dieter Seite kannst du mehr über das Adjektiv ''gartig'' erfahren. Hier wird auch der Frage nachgegangen, ob das Morphem ''garst'' als unikales Morphem angesehen werden kann.
Auf dieter Seite kannst du mehr über das Adjektiv ''garstig'' erfahren. Hier wird auch der Frage nachgegangen, ob das Morphem ''garst'' als unikales Morphem angesehen werden kann.





Aktuelle Version vom 4. September 2026, 08:16 Uhr

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Das Adjektiv garstig geht auf ältere Wörter zurück, die Widerwille, Abscheu und Ekel ausdrückten. Mittelhochdeutsch garst bezeichnete etwas Ranziges oder übel Riechendes. Von dieser körperlichen Wahrnehmung entwickelte sich die Bedeutung weiter zu unangenehm und schließlich zur moralischen Bewertung eines Menschen als böse oder gemein. Das ältere Wort garst ist ausgestorben

Auf dieter Seite kannst du mehr über das Adjektiv garstig erfahren. Hier wird auch der Frage nachgegangen, ob das Morphem garst als unikales Morphem angesehen werden kann.


Weiterführende Informationen zum Wort garstig

Entstehung: ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel
gem. *garsta-, *garstaz, *garstja-, *garstjaz = Hass, Bitterkeit
→ ahd. gerstī = Hass, Groll
→ mhd. garst = ranzig, übel riechend (Das Wort garst wird seit dem Mittelalter nur noch vereinzelt verwendet.)
→ nhd. garstig (Seit dem Mittelalter wird garst zunehmend mit der Endung -ig verwendet und ersetzt garst.)
Wortbildungen: -
Ableitungen: Garstigkeit
Interessantes: Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)

Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:

„faul“ (Geruch → Verhalten)
„stinkig“ (Geruch → Stimmung)

Unikales Morphem ?

Das Morphem garst im Wort garstig kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung garstig vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv garstig abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garst ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, ZDL, Duden-online (nicht werbefrei)

Wörterbuchnetz: Adelung, AWb (gersti), AWb, Splett (ahd. garst), BDO (hier Beispiele für regional unterschiedliche Bedeutungen), Goethe, Grimm

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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