Info - drollig: Unterschied zwischen den Versionen
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: → ahd. drāen (= runden, drechseln, erhaben ausarbeiten) | : → ahd. drāen (= runden, drechseln, erhaben ausarbeiten) | ||
:: → mhd. dræjen, dræhen (sich drehend bewegen, wirbeln, drechseln) → hd. drehen | :: → mhd. dræjen, dræhen (sich drehend bewegen, wirbeln, drechseln) → hd. drehen | ||
:: → niederdeutsch: drellen (= drehen) → drillen → ab 17. Jh. ins | :: → niederdeutsch: drellen (= drehen) → drillen → ab 17. Jh. ins Hochdeutsche übernommen | ||
::: → hieraus entwickelte sich mit Ablaut mhd. ''drel'' (= fest gedreht) → ''drall'' | ::: → hieraus entwickelte sich mit Ablaut mhd. ''drel'' (= fest gedreht) → ''drall'' | ||
:: → im | :: → im Niederländischen entwickelte sich aus ''drel'' bzw. ''dril'' mit Ablaut ''drol'' (= rund gedrehter Kegel) | ||
::: → und in übertragener Bedeutung ''Wirbelwind, Knirps, Spaßmacher'' und als Adjektiv | ::: → und in übertragener Bedeutung ''Wirbelwind, Knirps, Spaßmacher'' und als Adjektiv | ||
:::: → in dieser Bedeutung kam das Wort ''drollig'' (= niedlich, possierlich, lustig) im 16. Jh. zunächst in die niederdeutsche Sprache (ndd. drullig, drollig) und wurde von dort ins Hochdeutsche (hd. drollig) übernommen | :::: → in dieser Bedeutung kam das Wort ''drollig'' (= niedlich, possierlich, lustig) im 16. Jh. zunächst in die niederdeutsche Sprache (ndd. drullig, drollig) und wurde von dort ins Hochdeutsche (hd. drollig) übernommen | ||
Aktuelle Version vom 20. Juli 2026, 08:20 Uhr
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Das Wort drollig stammt aus dem Niederdeutschen und bezeichnet heute etwas Lustiges, Possierliches oder Merkwürdiges. Die Infoseite erläutert die verschiedenen Erklärungsansätze zur Herkunft des Wortes und beschreibt seine mögliche Entwicklung über niederdeutsche und niederländische Formen bis zum heutigen Deutsch. Außerdem werden Wortbildungen, Ableitungen sowie die Frage behandelt, ob droll- als unikales Morphem angesehen werden kann.
Weiterführende Informationen zum Wort drollig
| Entstehung: | Die Entstehung des Wortes ist noch nicht vollständig geklärt.
drehen → drollig ie. *ter(ə)- → germ. *þrel- (= reiben, drehen, durchbohren)
Troll → drollig ie. *der(ə)- = laufen, treten, trippeln → germ. *truzlōn = langsam rollen, sich im Kreis drehen → germ. *truzla- = Geistwesen aus der skandinavischen Mythologie
parallel hierzu entwickelte sich
und vor allem in den nordgermanischen Sprachen
Im 18. Jh. vermischen sich die unterschiedlichen Bedeutungen und Entlehnung im Adjektiv drollig |
| Wortbildungen: | drolligerweise, |
| Ableitungen: | Drolligkeit |
| Interessantes: | Das Wort drollig gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.
Im Unterschied zu lustig wirkt drollig oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd. Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig). |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Duden-online, Wiktionary, ZDL;
Wörterbuchnetz: Adelung (Herkunft niedersächsisch drullig), BDO, PfWb, Grimm-2 (nl. drullig > ndd. drullig), Goethe, WestfWb
Niederländisch: drol, drollig, drollig, 16. Jh. Etymologiedatenbank.nl, Digitale Bibliothek (DBNL), Textbeispiele: Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667), Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drollige Bilder (1880)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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