Ausgangsschriften (Übersicht)
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Auf dieser Seite findest du eine Übersicht über alle in Deutschland, Österreich und der Schweiz gebräuchlichen Schulschriften.
Schulschriften
Im deutschsprachigen Raum lernen Kinder in vielen Schulen das Schreiben zunächst mit einer Druckschrift. Darauf aufbauend wird in vielen Schulen anschließend eine verbundene Schriften vermittelt. Diese Tradition ist über hundert Jahre alt und wurde Anfang des vorigen Jahrhunderts (ab 1915 in Preußen) auf Empfehlung einer Kommission unter der Leitung von Ludwig Sütterlin eingeführt. Heute ist diese Vorgehensweise nicht mehr zeitgemäß. Insbesondere durch die Nutzung des Computers ist heute die dominierende Leseschrift die Druckschrift und nicht eine verbundene Handschrift.
Druckschriften
In den Erlassen der einzelnen Bundesländer bezüglich der Vermittlung einer Handschrift werden je nach Bundesland unterschiedliche Vorgaben gemacht. Einzelne Bundesländer (z. B. NRW) verzichten bewusst auf Vorgaben für die Vermittlung einer Handschrift sondern legen nur das Ziel des Schreibunterrichtes fest. Der Schreibunterricht soll dazu führen, dass die Kinder am Ende der Grundschulzeit eine individuelle „gut lesbaren und flüssige Handschrift“ beherrschen.
Verbundene Schriften
In deutschen Schulen werden vor allem drei verbundene Schulschriften vermittelt: die Lateinische Ausgangsschrift, die Vereinfachte Ausgangsschrift und die Schulausgangsschrift. Die Schulschrift in Österreich ähnelt der Vereinfachten Ausgangsschrift, die in der Schweiz gebräuchliche Schulschrift ist aus der Lateinischen Schrift abgeleitet.
Druck- und zugleich Schreibschrift
Die vom Grundschulverband herausgegebene Grundschrift ist eine von der Druckschrift abgeleitete Ausgangsschrift. Einige rechtsausläufige Kleinbuchstaben sind mit einem kleinen Bogen versehen. Dieser soll die Kinder später zu einer verbundenen Schrift unterstützen. Die verbundene Schrift wird demnach direkt aus den Buchstaben der Grundschrift entwickelt. Allerdings ist der auslaufende Bogen bei einigen Kleinbuchstaben für manche Schüler auch irreführend. Sie sind bemüht diese Buchstaben auch dann zu verbinden, wenn der Folgebuchstabe mit einer gegenläufigen Bewegung beginnt. Dies führt dann vor allem bei Kindern mit keiner flüssigen Feinmotorik zu nur schwer lesbaren Texten.
Genau dieses Problem wir bei der älteren Primarschrift (seit 1994) vermieden. Die Primarschrift ist die einzige Ausgangsschrift, die die Besonderheiten des Schreibens mit der linken Hand in einer eigenen Ausgangsschrift berücksichtigt. Die Schrift für Rechtshänder ist leicht kursiv. Die Schrift für Linkshänder hingegen ist steil. Die Schrift ist gleichzeitig eine Ausgangsschrift, aus der heraus sinnvolle (!) Verbindungen zwischen einzelnen Buchstaben hergestellt werden können (nicht müssen). Als Anregung werden Laute, die durch Buchstabenfolgen abgebildet werden (z. B. au, ei, eu, ch) von Beginn an als verbundene Buchstaben eingeführt. Dies bildet die Grundlage dafür, dass Kinder hieraus auch andere sinnvolle Verbindungen selbst entwickeln können. Die Primarschrift kann so von den Kindern - ohne zunächst zwei verschiedene Schriften (Druck- und Schreibschrift) zu lernen - zu einer individuellen „ gut lesbaren, flüssigen Handschrift“ entwickelt werden. Genau dies ist das Ziel des Schreibunterrichts.
Die folgenden Tabellen geben eine Übersicht über die im deutschsprachigen Raum gebräuchlichen Schulschriften. Diese Tabellen stehen auch als Download zur Verfügung.
Wenn du mehr über diese Schrift und sinnvolle Buchstabenverbindungen erfahren möchtest, so findest du weiterführende Informationen mit Übersichten auf der Infoseite.
Buchstaben: A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z
Übersichten: Anlautbilder, Laut-Buchstaben-Zuordnung, Lautgebärden, Ausgangsschriften
Sonderzeichen: Buchstabieralphabet, Blindenschrift, Fingeralphabet, Morsezeichen, Winkeralphabet, Flaggenalphabet
Weiterführende Informationen: Info - Diagramme, Info - Druckschrift als Ausgangsschrift