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=gediegen= | |||
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Das Adjektiv ''gediegen'' ist schon sehr alt und mit dem Verb ''gedeihen'' verwandt. Es kann etwas beschreiben, das hochwertig, solide und sorgfältig gemacht ist. In der Bergmannssprache bedeutet ''gediegen'', dass ein Metall rein und nicht mit anderen Stoffen verbunden vorkommt. In Norddeutschland kann das Wort umgangssprachlich auch „seltsam“ oder „eigenartig“ bedeuten. | |||
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==Wortherkunft== | |||
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|Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort ''gedeihen'' (althochdeutsch ''githīhan'') entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort ''gidigan'', woraus später ''gediegen'' entstand. | |||
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|Das Adjektiv kann ''gut und solide'', ''wertvoll'' oder ''sorgfältig bearbeitet'' bedeuten. | |||
In Norddeutschland wird ''gediegen'' umgangssprachlich auch in der Bedeutung ''seltsam'' oder ''eigenartig'' verwendet. | |||
In der Bergmannssprache bezeichnet man mit ''gediegen'' Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also ''rein'' sind. | |||
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==Hinweise zum Wort ''gediegen''== | |||
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|hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll | |||
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|'''Beispielsatz:''' | |||
|''Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.'' | |||
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|'''Wortinfo:''' | |||
|'''Wortart:''' Adjektiv | |||
'''Worttrennung:''' ge-die-gen | |||
'''Aussprache:''' [ɡəˈdiːɡn̩] | |||
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==Wortformen== | |||
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Das Wort ''gediegen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet. | |||
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|[[Info - gediegen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gediegen''''']] | |||
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=Info - gediegen= | |||
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|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']] | |||
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Das Adjektiv ''gediegen'' geht auf althochdeutsch ''gidigan'' und mittelhochdeutsch ''gedigen'' zurück. Es war ursprünglich das Partizip Perfekt des Verbs ''gedeihen'' und bedeutete zunächst „gut geraten“ oder „gut entwickelt“. Daraus entstanden die heutigen Bedeutungen ''hochwertig, solide'' und ''sorgfältig gearbeitet''. In der Bergmannssprache bezeichnet ''gediegen'' ein Metall, das in reiner Form vorkommt. | |||
Auf dieser Seite erfährst du mehr über das Adjektiv ''gediegen''. Außerdem wird hier der Frage nachgegangen, ob das Morphem ''dieg'' als universales Morphem angesehen werden kann. | |||
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==Weiterführende Informationen zum Wort ''gediegen''== | |||
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| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:''' | |||
|ahd. ''gidigan'', mhd. ''gedigen''; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. ''githīhan'', mhd. ''gedīhen'' = gedeihen | |||
Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“. | |||
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|'''Wortbildungen:''' | |||
|Gediegenheit, gediegenerweise | |||
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|'''Ableitungen:''' | |||
| - | |||
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|'''Interessantes:''' | |||
|In der Bergmannssprache spricht man von ''gediegenem Gold'' oder ''gediegenem Silber'', wenn das Metall in reiner Form vorkommt. | |||
Regional kann ''gediegen'' auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten. | |||
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==Unikales Morphem ?== | |||
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;" | |||
| colspan="2" |Das Morphem ''dieg'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ''ge''- im Adjektiv ''gediegen.'' | |||
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| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]] | |||
|Das Morphem ''dieg'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>. | |||
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[[#top | Seitenanfang]]<br> | |||
==Belege/Quellen== | |||
[https://www.dwds.de/wb/gediegen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/gediegen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00649 Adelung], [https://ewa.saw-leipzig.de/articles/53390/de#84470 EWA], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00867 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03551 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=gediegen ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/gediegen Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/gediegen Duden-online] | |||
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]] | |||
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|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']] | |||
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Aktuelle Version vom 14. August 2026, 15:27 Uhr
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garstig
Mit dem Adjektiv garstig beschreiben wir etwas, das unangenehm, widerlich oder gemein ist. Früher hatte das Wort vor allem mit Ekel und schlechtem Geruch zu tun. Das mittelhochdeutsche Wort garst bedeutete ranzig oder schlecht riechend. Später wurde garstig auch auf das Verhalten von Menschen übertragen. Wer sich garstig verhält, ist also böse, gemein oder besonders unangenehm.
Wortherkunft
Hinweise zum Wort garstig
| Bedeutung: | 1. widerlich, ekelerregend
2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten |
| Beispielsatz: | Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern. |
| Wortinfo: | Wortart: Adjektiv
Worttrennung: gars-tig Aussprache: [ˈɡaʁstɪç] |
Wortformen
Das Wort garstig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| garstig | garstiger | am garstigsten |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort garstig |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - garstig
| zurück zur Wortgeschichte garstig |
Das Adjektiv garstig geht auf ältere Wörter zurück, die Widerwille, Abscheu und Ekel ausdrückten. Mittelhochdeutsch garst bezeichnete etwas Ranziges oder übel Riechendes. Von dieser körperlichen Wahrnehmung entwickelte sich die Bedeutung weiter zu unangenehm und schließlich zur moralischen Bewertung eines Menschen als böse oder gemein. Das ältere Wort garst ist heute nicht mehr gebräuchlich.
Auf diester Seite kannst du mehr über das Adjektiv gartig erfahren. Hier wird auch der Frage nachgegangen, ob das Morphem garst als unikales Morphem angesehen werden kann.
Weiterführende Informationen zum Wort garstig
| Entstehung: | ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. gerstī = Hass, Groll
→ mhd. garst = ranzig, übel riechend → nhd. garstig Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein |
| Wortbildungen: | |
| Ableitungen: | Garstigkeit |
| Interessantes: | Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:
Das ältere Wort garst ist heute nicht mehr gebräuchlich. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe), ZDL, Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| zurück zur Wortgeschichte garstig |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Garaus
Das Wort Garaus bedeutete früher einfach Ende. Es entstand aus dem Ausruf gar aus, also „ganz zu Ende“. Diesen Ruf sollen früher Stadtwachen benutzt haben, wenn am Abend die Stadttore geschlossen wurden. Heute verwenden wir Garaus fast nur noch in der Redewendung jemandem oder etwas den Garaus machen. Damit meinen wir, dass jemand oder etwas getötet, zerstört oder vollständig beseitigt wird.
Wortherkunft
Hinweise zum Wort Garaus
| Bedeutung: | Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen) |
| Beispielsatz: | Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen, Neutrum
Worttrennung: Gar-aus Aussprache: [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s] |
Wortformen
Das Wort Garaus wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | das Garaus | – |
| 2. Fall | Genitiv | des Garaus | – |
| 3. Fall | Dativ | dem Garaus | – |
| 4. Fall | Akkusativ | das Garaus | – |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Garaus |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Garaus
| zurück zur Wortgeschichte Garaus |
Das Nomen Garaus entstand durch Zusammenrückung der Wortgruppe gar aus im Sinne von „vollständig zu Ende“. Der Bestandteil gar geht auf althochdeutsch garo „fertig, vollständig, bereit“ zurück. Heute kommt Garaus fast nur noch in der festen Wendung jemandem oder etwas den Garaus machen mit der Bedeutung „töten, vernichten, beenden“ vor.
Auf dieser Seite erhältst du weiterführende Informationen zum Nomen Garaus. Außerdem wird der Frage nachgegangen, ob die Morpheme gar und aus in diesem Zusammenhang als unikale Morpheme anzusehen sind.
Weiterführende Informationen zum Wort Garaus
| Entstehung: | germ. *garwa- → ahd. garo = fertig, vollständig → mhd. gar = bereit, vollständig, ganz ; gar + aus = zu Ende
Ausruf: gar aus = vollständig vorbei → Substantivierung: das Garaus |
| Wortbildungen: | den Garaus machen (feste Redewendung) |
| Ableitungen: | - |
| Bedeutungs-
entwicklung: |
Das Wort Garaus ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:
Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar. Bei dem Adjektiv gar hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von fertig gegart verengt. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz sh. Adelung, vor allem Grimm-1, Wander (Sprichwörterlexikon Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen Garaus), ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| zurück zur Wortgeschichte Garaus |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
gediegen
Das Adjektiv gediegen ist schon sehr alt und mit dem Verb gedeihen verwandt. Es kann etwas beschreiben, das hochwertig, solide und sorgfältig gemacht ist. In der Bergmannssprache bedeutet gediegen, dass ein Metall rein und nicht mit anderen Stoffen verbunden vorkommt. In Norddeutschland kann das Wort umgangssprachlich auch „seltsam“ oder „eigenartig“ bedeuten.
Wortherkunft
Hinweise zum Wort gediegen
| Bedeutung: | hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll |
| Beispielsatz: | Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet. |
| Wortinfo: | Wortart: Adjektiv
Worttrennung: ge-die-gen Aussprache: [ɡəˈdiːɡn̩] |
Wortformen
Das Wort gediegen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| gediegen | gediegener | am gediegensten |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort gediegen |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - gediegen
| zurück zur Wortgeschichte gediegen |
Das Adjektiv gediegen geht auf althochdeutsch gidigan und mittelhochdeutsch gedigen zurück. Es war ursprünglich das Partizip Perfekt des Verbs gedeihen und bedeutete zunächst „gut geraten“ oder „gut entwickelt“. Daraus entstanden die heutigen Bedeutungen hochwertig, solide und sorgfältig gearbeitet. In der Bergmannssprache bezeichnet gediegen ein Metall, das in reiner Form vorkommt.
Auf dieser Seite erfährst du mehr über das Adjektiv gediegen. Außerdem wird hier der Frage nachgegangen, ob das Morphem dieg als universales Morphem angesehen werden kann.
Weiterführende Informationen zum Wort gediegen
| Entstehung: | ahd. gidigan, mhd. gedigen; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. githīhan, mhd. gedīhen = gedeihen
Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“. |
| Wortbildungen: | Gediegenheit, gediegenerweise |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | In der Bergmannssprache spricht man von gediegenem Gold oder gediegenem Silber, wenn das Metall in reiner Form vorkommt.
Regional kann gediegen auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten. |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem dieg kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ge- im Adjektiv gediegen. | |
| Das Morphem dieg ist daher ein unikales Morphem. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, EWA, Goethe, Grimm), ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| zurück zur Wortgeschichte gediegen |
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