gedeihen

Aus Fragen an Graf Ortho
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Wortherkunft

Herr Alt Das mittelhochdeutsche Verb dīhen bedeutete wachsen, dicht werden. Das Wort ist eng verwandt mit dem Wort dicht. Dieses Verb gibt es heute nicht mehr.

Schon im Mittelalter entwickelte sich daraus das Verb gedīhen = Fortschritte machen. Aus dem lang gesprochenen i entwickelte sich später der Doppellaut ei. So entstand die heutige Form gedeihen.

Eine ähnliche Entwicklung findet man auch bei anderen Wörtern: Früher schrieb man lîhen, rîhe und wīhen. Heute schreiben wir leihen, Reihe und weihen.

Herr WortAlt Schau dir einmal die Vergangenheitsform an. Dort hörst du noch die ältere Aussprache mit langem [iː]: gediehen.

Hinweise zum Wort gedeihen

Bedeutung: sich gut entwickeln; wachsen und erfolgreich werden
Beispielsatz: Die Blumen gedeihen prächtig im warmen Sonnenlicht.
Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ge-dei-hen

Aussprache: [ɡəˈdaɪ̯ən]

Wortformen

Das Verb gedeihen wird stark gebeugt. Man nennt es daher auch unregelmäßiges Verb.

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich gedeihe ich gedieh ich bin gediehen
2. Person du gedeihst du gediehst du bist gediehen
3. Person er/sie/es gedeiht er/sie/es gedieh er/sie/es ist gediehen
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir gedeihen wir gediehen wir sind gediehen
2. Person ihr gedeiht ihr gedieht ihr seid gediehen
3. Person sie gedeihen sie gediehen sie sind gediehen



Weiterführende Informationen zum Grundwort gedeihen
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z