Info - Lautgebärden
Buchstaben: A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z
Auf dieser Seite findest du Hinweise für Lehrerinnen und Lehrer zum Einsatz der Handzeichen im Anfangsunterricht.
Hinweise für den Anfangsunterricht
Lautgebärden (phonomimische Zeichen) sind keine Ersatzsprache wie die Handzeichen für Gehörlose. Sie sind als Hilfe für Kinder im Anfangsunterricht entwickelt worden. Einigen Kindern im Anfangsunterricht fällt es schwer, sich einzelne Laut-Buchstaben-Zuordnungen zu merken.
Die Gebärden sind so gewählt, dass sie eine assoziative Brücke zwischen einem Laut und dem zugehörenden Buchstaben bilden können. Meist verweist das Handzeichen auf einen Begriff mit dem entsprechenden Laut am Wortanfang, z. B. „A wie Arm“ oder „D wie Daumen.“ Darüber hinaus nutzen die Handzeichen auch bildliche oder motorische assoziative Brücken, z. B. „E wie der breite Mund beim Sprechen des Buchstabens“ oder „R - fühle wie der Laut im Rachen gebildet wird.“
Einsatz im Unterricht: Es ist weder sinnvoll noch notwendig, Lautgebärden mit der ganzen Klasse und zu jedem Buchstaben einzuführen. Sie sollten gezielt dort eingesetzt werden, wo ein einzelnes Kind mit einem bestimmten Buchstaben oder einer bestimmten Laut-Buchstaben-Beziehung immer wieder Schwierigkeiten hat.
- Wenn ein Kind beispielsweise Schwierigkeiten hat, die Laute zu den Buchstaben B und D oder D und T auseinander zu halten, dann kann die Lehrperson dem Kind einen kurzen Hinweis durch das passende Handzeichen geben. Eine solche nonverbale Erinnerungshilfe ist sehr viel wirksamer als ein sprachlicher Hinweis, der vom Kind häufig als „ich habe etwas falsch gemacht“ interpretiert wird.
- Manche Kinder erinnern einen Laut über Bilder. Hier helfen die Anlautbilder und das Anlautlineal. Andere Kinder erinnern einen Laut leichter über eine Bewegung oder Geste. Hier können die Lautgebärden eine Hilfe sein.
- Für viele Kinder ist die Verknüpfung zwischen der eigenen Bewegung und einer kurzen Geschichte/Erklärung zur Laut-Buchstaben-Beziehung. Die neben den Bildern stehenden Erklärungen können Lehrer*innen als Anregung für eigene Erklärungen dienen.
Es hat sich bewährt, im Anfangsunterricht Anlauttafeln zu verwenden, die außer dem Klein- und dem Großbuchstaben das entsprechende Anlautbild und die zum Buchstaben gehörende Lautgebärde darstellen. Hierauf können die Kinder dann bei Schwierigkeiten zugreifen.
Quellenangabe und Download
Copyright: Norbert Sommer-Stumpenhorst und Rüdiger Urbanek
Die Lautgebärden wurden erstmals veröffentlicht im Handbuch zur "Lese-Schreib-Lernkiste" (nicht mehr erhältlich):
Norbert Sommer-Stumpenhorst und Rüdiger Urbanek: Lesen- und Schreibenlernen differenziert fördern. Cornelsen, Berlin 1993
Die Bilder können für schulische Zwecke unter Angabe des Copyrights frei genutzt werden.
Copyright: Norbert Sommer-Stumpenhorst und Dr. Rüdiger Urbanek
Ein PDF-Dokument mit den Lautgebärden steht als Download zur Verfügung
Buchstaben: A - B - C - D - E - F - G - H - I - J - K - L - M - N - O - P - Q - R - S - T - U - V - W - X - Y - Z
Übersichten: Anlautbilder, Laut-Buchstaben-Zuordnung, Lautgebärden, Ausgangsschriften
Sonderzeichen: Buchstabieralphabet, Blindenschrift, Fingeralphabet, Morsezeichen, Winkeralphabet, Flaggenalphabet
Weiterführende Informationen: Info - Lautgebärden, Info - Ausgangsschrift, Info - Diagramme,