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|Im Mittelalter hieß es in Süddeutschland ''feist'' und in Mittel- und Norddeutschland ''fett''. [https://klexikon.zum.de/wiki/Martin_Luther Martin Luther] verwendete in seinen späteren Schriften die niederdeutsche Form ''fett''. Mit dem Buchdruck hat sich dieses Wort aus der norddeutschen Sprache in ganz Deutschland verbreitet. | |Im Mittelalter hieß es in Süddeutschland ''feist'' und in Mittel- und Norddeutschland ''fett''. [https://klexikon.zum.de/wiki/Martin_Luther Martin Luther] verwendete in seinen späteren Schriften die niederdeutsche Form ''fett''. Mit dem Buchdruck hat sich dieses Wort aus der norddeutschen Sprache in ganz Deutschland verbreitet. | ||
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Version vom 2. Februar 2026, 18:13 Uhr
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fassen
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fassen
| Ich habe in der Klassenarbeit faßen geschrieben. Meine Lehrerin hat daneben geschrieben: „falsch, mit zwei s, wie Fass“ |
| Halima, Klasse 5, Dorsten |
| In ein Fass wird Wasser gefüllt. Wenn ich etwas anfasse, dann nehme ich es in die Hand. Meine Lehrerin meint, dass anfassen vom Wort Fass abgeleitet ist. Das versteh ich nicht. |
| Karl, Klasse 4, Bremerhaven |
Diskussion
| „Der Vokal [a] im Verb fassen wird kurz gesprochen. Folgt auf einen kurz gesprochenen Vokal nur ein einzelner Konsonant (also s) so wird dieser verdoppelt, also fassen.“ | |
| „Und was hat das jetzt mit dem Fass zu tun? Was meinen Sie Herr Wort? Sie kennen sich doch mit Wörtern aus.“ | |
| „Die Grundbedeutung von fassen war zunächst: in ein Gefäß tun. Heute benutzen wir das Wort für zwei Bedeutungen: | |
| |
| „Das haben Sie sehr schön erklärt, lieber Herr Wort. In welches Gefäß wollte man denn früher was reintun?“, schmunzelte Herr Alt. | |
| „Woher soll ich denn wissen, welche Gefäße die Germanen früher genutzt haben.", konterte Herr Wort etwas verärgert. | |
| „Ich finde, das ist leicht zu erraten.“, antwortete Herr Alt mit einem verschmitzten Lächeln. | |
| „In ein Fass natürlich.“, bemerkte nun Frau Kurz. | |
| Und Frau Unterschied ergänzte: „Es ist leicht zu erfassen, dass ein Fass das Gefäß der Germanen sein muss.“ | |
| Nun war Herr Alt ganz erstaunt. Damit hatte er nicht gerechnet. „Gut geraten!“ Aber Herr Alt klärte dann die anderen doch noch etwas umfassender auf: | |
| „Also: die alten Germanen kannten das Wort *fata-. Das bedeutete Behälter oder Kanne. Es wurde aber auch für Kleid oder Decke genutzt. Das sind Dinge, in die man sich einhüllen oder einpacken konnte. In ein Kleid kann sich eine Person einpacken und in ein Fass kann zum Beispiel Wasser verpackt werden. | |
| Im frühen Mittelalter entstanden aus dem germanischen Wort verschiedene neue Wörter: faʒ = Gefäß, faʒʒa = Bündel, Gepäck, faʒʒōn = in ein Gefäß füllen und gifāʒi = Behälter, Schüssel. | |
| Aus dem altdeutsch faʒ wurde unser Fass, aus faʒʒōn wurde das Verb fassen und aus gifāʒi unser Gefäß. Die alten Bedeutungen dieser Wörter haben sich im Laufe der Zeit allerdings geändert. | |
| Bei den Germanen war das Fass nicht nur ein Gefäß für Wasser, sondern konnte auch eine Decke sein, in die etwas eingepackt wurde. Hieraus entwickelte sich das Verb anfassen im Sinne von etwas mit den Händen umschließen. | |
| Bei vielen Wortbildungen zum Verb fassen bzw. Nomen Fass kann man nur noch sehr entfernt den gemeinsamen Ursprung der Wörter erkennen. | |
| Das ist interessant, Herr Alt. In den nordgermanischen Sprachen hat sich das alte germanische Wort *fata erhalten. So heißt unser Fass in Dänemark fad, in Island, Norwegen und Schweden fat. Hier ist am Anfang ein <f>, also [faːt]. In den Niederlanden wird es vat geschrieben und mit <w> am Wortanfang gesprochen, also [v̊ɑt]. | |
| Interessantes: | Die Kelten waren eine alte Volksgruppe, die bereits lange vor Christi Geburt in Mitteleuropa lebten. Bereits damals bauten sie Fässer aus Holz. Von den Kelten haben die germanischen Stämme und auch die Römer gelernt, wie man Holzfässer bauen kann. Diese sahen schon fast so aus wie die Fässer, die bei uns später für das Lagern von Wein und Bier gebaut wurden.“ |
Weiterführende Informationen
Modellwortschatz
Das Wort fassen gehört zum Modellwortschatz.
Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.
Hinweise zu den Grundwörtern
Informationen zum Wort
| fassen | regelmäßig gebildetes Verb: ich fasse, du fasst, er/sie/es fasst, wir fassen, sie fassen, ihr fasst
gefasst, haben gefasst |
| Fass | Nomen: das Fass, die Fässer |
| Gefäß | Nomen: das Gefäß, die Gefäße |
Wörterlisten
| fassen | Verben: anfassen, auffassen, befassen, einfassen, erfassen, umfassen, verfassen, zufassen |
| Adjektive: fassbar, unfassbar, umfassend | |
| Nomen: Fassung, Auffassung, Erfassung, Verfassung | |
| Fass | Verkleinerungsformen: Fässchen, Fässlein |
| Adjektive: fassförmig, fassweise | |
| Grundwort: a) Bierfass, Güllefass, Pulverfass, Weinfass; b) Edelstahlfass, Holzfass, Kunststofffass | |
| Bestimmungswort: a) Fassbier, Fasswein, b) Fassbinder, Fasshotel, Fassmacher | |
| Gefäß | Grundwort: a) Holzgefäß, Kunststoffgefäß, Metallgefäß, b) Einmachgefäß, Trinkgefäß, Weingefäß, c) Blutgefäß, Herzgefäß |
| Bestimmungswort (vor allem Wörter aus der Medizin): Gefäßchirurgie, Gefäßerkrankung, Gefäßoperation |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort fassen |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
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Info - fassen
Weiterführende Informationen zum Verb fassen
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Modellwortschatz
Das Wort fassen gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.
Herkunft
| fassen | ahd. faʒʒōn (9. Jh.) = in ein Gefäß füllen, beladen, mit etw. einkleiden
mhd. vaʒʒen = ergreifen, mit etw. kleiden, schmücken |
| Fassung | ahd. faʒʒunga (12. Jh.) = Last, Ladung
mhd. vaʒʒunge = Gefäß, Bekleidung, Schmuck |
| Verfassung | mhd. vervaʒʒunge (14. Jh.) = Vertrag, schriftliche Darstellung; seit 18. in der heutigen Bedeutung: Grundgesetz eines Staates |
| Fass | ie. *pē̌d-, *pō̌d-, germ. *fata- = fassen, Gefäß
ahd. faʒʒa (8. Jh.) = Bündel, Gepäck, Gefäß mhd. vaʒ = Gefäß, Behälter, auch Schrein, Sarg, Kleidertruhe |
| Gefäß | ahd. gifāʒi (11. Jh.) = Behälter, Schüssel
mhd. gevæʒe = Schüssel, Teller, Trinkgeschirr aber auch Kleidung, Schmuck, Ausstattung |
Wörterlisten
fassen
Aus dem Verb fassen lassen sich mir einigen Präfixen und Partikeln neue Verben bilden. Diese wiederum sind Grundlage für zahlreiche neue Wortbildungen. Vor allem die Substantivierung mit dem Suffix -ung führt zu vielen Wortbildungen. Besonders das Grundwort Verfassung ist sehr produktiv und führt zu immer neuen Wortbildungen.
In der folgenden Tabelle sind einige Beispiele für diese Wortbildung zusammengestellt. Die meisten Wörter sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) und einige auch mit dem Online Wörterbuch Wiktionary verlinkt.
das Fass
Vom Nomen Fass gibt es rd. 100 Wortbildungen. Die meisten Bestimmungswörter beschreiben die Füllung oder das Material, woraus das Fass (Grundwort) besteht. In der folgenden Tabelle sind einige Wortbildung zusammengestellt und nach Bedeutungen gruppiert.
| Ableitungen (Nomen, Adjektive) |
|---|
| Fässchen, Fässlein |
| fassbeinig, fässerweise, fassförmig, fassweise |
| Fass als Erstglied (Bestimmungswort) |
| 1. Womit kann ein Fass gefüllt werden? |
| Atommüllfass, Bierfass, Branntweinfass, Butterfass, Güllefass, Gurkenfass, Heringsfass, Jauchenfass, Ölfass, Pulverfass, Regenfass, Salzfass, Tintenfass, Wasserfass, Weinfass, ... |
| 2. Aus welchem Material besteht das Fass? |
| Edelstahlfass, Eichenfass, Eichenholzfass, Holzfass, Kunststofffass, Metallfass, Räucherfass, Stahlfass, ... |
| 3. Wofür (für was) wird das Fass genutzt? Übertragene Bedeutung |
| Brühfass, Gärfass, Pökelfass, Waschfass,...
Danaidenfass, ... |
| Fass als Letztglied (Grundwort) |
| Getränk (oder Ding) das aus dem Fass kommt. |
| Fassbier, Fassbrause, Fasswein, ... |
| Teil eines Fasses |
| Fassband, Fasshahn, Fassreifen, Fasswandung, ... |
| sonstige Bedeutungen |
| Fassbinder, Fassbinderei, Fassbombe, Fasshotel, Fassmacher, Fassmaler, ... |
das Gefäß
Wie beim Nomen das Fass so beschreibt auch beim Gefäß. (als Grundwort) das Bestimmungswort das Material und die Nutzung des Gefäßes. Als Bestimmungswort wird Gefäß fast ausschließlich im Sinne von Anatomie und Medizin verwendet. In der folgenden Tabelle sind einige Wortbildungen als Beispiele zusammengestellt.
| Gefäß als Letztglied |
|---|
| Woraus besteht das Gefäß (Material)? |
| Bronzegefäß, Glasgefäß, Holzgefäß, Keramikgefäß, Kunststoffgefäß, Metallgefäß, Plastikgefäß, Steingefäß, Steingutgefäß, Tongefäß, ... |
| Wofür wird das Gefäß genutzt? Womit wird das Gefäß gefüllt? |
| Einmachgefäß, Milchgefäß, Pflanzgefäß, Restmüllgefäß, Trinkgefäß, Wassergefäß, Weingefäß, ... |
| sonstige Bedeutung / Medizin |
| Blutgefäß, Herzgefäß, Herzkranzgefäß, ... |
| Gefäß als Erstglied |
| Begriffe aus der Anatomie/Medizin |
| Gefäßchirurgie, Gefäßentzündung, Gefäßerkrankung, Gefäßerweiterung, Gefäßhaut, Gefäßkrankheit, Gefäßleiden, Gefäßoperation, Gefäßprothese, Gefäßschädigung, Gefäßsystem, Gefäßverkalkung, Gefäßverschluss, Gefäßverstopfung, ... |
| sonstige Bedeutungen |
| Gefäßscherbe, Gefäßpflanze, ... |
Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Du gelangst dann zum Online Wörterbuch Wiktionary. Wörter die in diesem Wörterbuch nicht vorkommen sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt. Dort findest du Informationen zum Wort, zur Wortart, Bedeutung, Herkunft und Beispielsätze. Zu Wörtern die im Stammverzeichnis dieses Wörterbuches nicht eingetragen sind findest du im DWDS Beispielsätze und Informationen zur Häufigkeit dieses Wortes in verschiedenen Textkorpora.
Redensarten
Es gibt einige Redensarten und Mehrwortausdrücke, die das Verb fassen oder das Nomen Fass enthalten. Bei den meisten Redensarten werden diese beiden Grundwörter in übertragenem Sinn erfasst. Die folgende Tabelle enthält einige Redensarten mit einer kurzen Erläuterung. Wenn du mehr zu einer Redensart erfahren möchtest, so findest du im Kapitel Belege/Quellen weiterführende Hinweise.
| fassen | |
|---|---|
| Redewendung | Bedeutung |
| ins Auge fassen | Etwas fest vorhaben oder planen |
| jmdn., etw. in den Blick fassen | Auf etwas aufmerksam werden, es gezielt betrachten |
| jemanden bei seiner Ehre packen / fassen | An den Stolz appellieren |
| Essen fassen | Versorgt werden mit Nahrung (v. a. militärisch) |
| Fuß fassen | In einer neuen Umgebung Erfolg haben oder sich etablieren |
| sich in Geduld fassen | Geduldig sein |
| sich ein Herz fassen | Mut aufbringen |
| Das ist kaum zu fassen! | Etwas ist kaum erklärbar oder begreifbar |
| Da kann man sich nur an den Kopf fassen | Großes Unverständnis ausdrücken |
| sich kurzfassen | Sich knapp ausdrücken |
| neuen Mut fassen | Wieder zuversichtlich werden |
| sich an die eigene Nase fassen | Eigene Fehler erkennen |
| Es ist nicht zu fassen! | Ausdruck großen Erstaunens oder Unverständnisses |
| jemandem in den Schritt fassen | Jemanden unsittlich berühren |
| den Stier bei den Hörnern fassen | Ein Problem direkt angehen |
| einem nackten Mann in die Tasche fassen | Von jemandem etwas verlangen, der selbst nichts hat |
| Tritt fassen | Halt finden, sich stabilisieren |
| jmdn., etw. ins Visier fassen | Jemanden gezielt verfolgen oder angreifen |
| etwas in Worte fassen | Etwas sprachlich ausdrücken |
| das Übel an der Wurzel packen fassen | Ein Problem grundlegend lösen |
| ... | ... |
| Fass | |
| ein Fass aufmachen | Ein Thema öffentlich breit diskutieren |
| ein Fass ohne Boden | Eine Sache, die endlos Geld, Zeit oder Energie verschlingt |
| das schlägt dem Fass den Boden aus | Etwas ist völlig inakzeptabel; das Maß ist voll |
| das Fass ins Rollen bringen | Eine Entwicklung in Gang setzen |
| der Tropfen sein, der das Fass zum Überlaufen bringt | Der letzte Auslöser für eine bereits angespannte Situation sein |
| das Fass zum Überlaufen bringen | Eine Grenze überschreiten; eine Situation eskalieren lassen |
| ... | ... |
Belege/Quellen
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo
Rechtschreibung: fassen: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS; Fass: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS; Gefäß: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS;
Etymologie: Althochdeutsches Wörterbuch AWb: ahd. faʒʒōn, ahd. faʒʒa, ahd. gifāʒi; Mittelhochdeutsches Handwörterbuch: mhd. vaʒʒen, mhd vaʒ, mhd gevæʒe; fassen: Wiktionary, Duden, DWDS, Wörterbuchnetz; Fass: Wiktionary, Duden, DWDS, Wörterbuchnetz; Gefäß: Wiktionary, Duden, DWDS, Wörterbuchnetz;
Redensarten: Duden ‒ Zitate und Aussprüche, 5. Auflage, 2019, Duden ‒ Redewendungen, 5. Auflage, 2020; fassen: DWDS, Phraseo, redensarten-index (nicht werbefrei), Wiktionary, Fass: Brauer-Bund, DWDS, Phraseo, redensarten-index (nicht werbefrei), Wikiquote, Wiktionay,
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Form
| Die Fremdwörter Formel und Formular können auf das lateinische Wort forma und hochdeutsch Form zurückgeführt werden. Gibt es eine Liste, welche Fremdwörter bei uns ebenfalls vom lateinischen formula abgeleitet sind? |
| K., Lehrer Rudolf-Steiner-Schule, Wien,2010 |
Diskussion
| Leider nein! Ich kenne keine solche Liste. Wissen Sie, Frau Fremd mehr? | |
| Nein! Aber ich durchforste einmal meine Datenbanken und Wörterbücher. | |
| Ein Tag später: | Folgende Wörter habe ich gefunden: |
| Adjektive: formal, formell, konform
Nomen: Format, Formel, Formular, Reform, Uniform Verben (Ableitungen mit dem Suffix -ier+en): formieren, formatieren, formulieren; deformieren, informieren, reformieren, transformieren, uniformieren | |
| Diese Wörter hat Frau Fremd vor rund fünfzehn Jahren herausgefunden. Heute weiß sie viel mehr. Sie kann dir sagen, woher und wann die Wörter zu uns gekommen sind und was sie früher einmal bedeutet haben. Möchtest du mehr über Fremdwörter erfahren möchtest, die vom lateinischen forma abgeleitet sind? Auf der Seite weiterführende Informationen zum Nomen Form. |
Weiterführende Informationen
Modellwortschatz
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Info - Form
Weiterführende Informationen zum Wort Form
Modellwortschatz
Das Wort Stichwort gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite).
Du kannst dir zu diesem Wort auch einige Fremdsprachen anhören.
Wortherkunft
Das Nomen Form ist seit dem Mittelalter im deutschen Sprachraum bekannt. Es ist vom lateinischen Wort forma abgeleitet und bedeutete Gestalt, Figur oder Äußeres. Zunächst hieß das Lehnwort forme. Später wurde es - wie viele andere deutsche Nomen - einsilbig = Form. Es sah aus wie ein deutsches Wort und wurde geschrieben wie ein deutsches Wort. Schon Ende des Mittelalters wurde es allgemein wie ein deutsches Wort behandelt.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen dann einige französische Wörter in den deutschen Sprachraum, die auch vom lateinischen forma abgeleitet waren: frz. formule = Formel, frz. informer = informieren, frz. réforme = Reform. Im 17. Jahrhundert folgten dann frz. formel = formal, frz. conforme = konform, frz. déformer = deformieren usw. usf.
Ende des 19. und dann im 20. Jahrhundert folgten dann Ableitungen vom lateinischen forma auf dem Umweg über die englische Sprache, z. B. engl. formative = formativ, engl. performance = Performance, engl. to format = formatieren usw.
Fast Wörtern, die nach dem Mittelalter zu uns eingewandert sind, lassen sich an verschiedenen Merkmalen noch heute leicht als Fremdwörter erkennen. Einen Zusammenhang zum „deutschen“ Wort Form wird dabei kaum noch gesehen. Inzwischen gibt es über 1.500 Wortbildungen in denen das lateinische forma steckt. Weitere 600 Wortbildungen sind vom „deutschen“ Form abgeleitet.
In der folgenden Tabelle sind einige eingewanderte Wörter aufgeführt (Spalte 1). Angegeben wird die lateinische Bedeutung (Spalte 4), die Sprache aus der wir im deutschen Sprachraum das Wort übernommen haben (Spalte 5) und das Jahrhundert, wann dieses Wort bei uns erstmalig aufgetaucht ist (Spalte 6). Nicht immer kann klar bestimmt werden, ob das im deutschsprachigen Raum verbreitete Wort direkt aus dem lateinischen oder durch Vermittlung aus der französischen Sprache abgeleitet ist. Das gilt vor allem für Wörter, die nach dem 15. Jahrhundert erstmalig auftraten und Wörter mit mehreren Bedeutungen. Beispiel: Formation, 16. Jh. lat. formātio (Gestaltung, Gliederung), dann militärisch frz. formation (militärische Aufstellung).
Wenn du mehr über ein einzelnes Wort erfahren möchtest, dann findest du in der letzten Spalte einige Quellenangaben: D = DWDS, E = Etymoline, W = Wiktionary. Weitere verwendete Quellen findest du im Kapitel Belege/Quellen.
| Wort | Wortart | Bedeutung | lat. Urspr. | Zwischensprache | erst. | Anz. | Quelle. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Form | Nomen | Gestalt, äußere Erscheinung | forma | lat. | 13. Jh. | ≥ 1500 | Form |
| Formalität | Nomen | Förmlichkeit, Vorschrift | formalitas | frz. formalité(s) | 16. Jh. | DEW | |
| Format | Nomen | festgelegte Größe, Gestalt, Layout | formātum | frz. format | 16. Jh. | ≥ 165 | DEW |
| formatieren | Verb | in bestimmtes Format bringen (bes. technisch) | formatus | engl. to format > frz. formater | 20. Jh. | DEW | |
| Formation | Nomen | geordnete Anordnung, Gebilde | formātio | lat./frz. formation | 16. Jh. | DEW | |
| formativ | Adjektiv | bildend, prägend | formativus | engl. formative > frz. formatif | 19./15. Jh. | DEW | |
| formbar | Adjektiv | gestaltbar, plastisch | forma | 17. Jh. | DEW | ||
| Formel | Nomen | festgelegter sprachlicher oder mathematischer Ausdruck | formula | lat. | 16. Jh. | ≥ 86 | DEW |
| formell | Adjektiv | förmlich, offiziell | formalis | frz. formel | 18. Jh. | ≥ 3 | DW |
| formieren | Verb | sich ordnen, in Reihe aufstellen, bilden und gestalten | formāre | frz. former | 17. Jh. | ≥ 13 | DEW |
| Formular | Nomen | vorgedrucktes Schriftstück | formularius | lat. | 16. Jh. | ≥ 46 | DEW |
| formulieren | Verb | sprachlich fassen, ausdrücken | formulare | frz. formuler | 19. Jh. | ≥ 45 | DEW |
| Deformation | Nomen | Verformung, Entstellung | dēformātio | lat. | 17. Jh. | DEW | |
| deformieren | Verb | verformen, entstellen | dēformāre | lat. frz. déformer | 16./19. Jh. | ≥ 10 | DEW |
| Informant(in) | Nomen | jemand, der Informationen gibt | informare | engl. informant | 20. Jh. | DEW | |
| Information | Nomen | Mitteilung, Wissen | informatio | lat | 15. Jh. | DEW | |
| informieren | Verb | benachrichtigen, unterrichten | īnformāre | lat. | 14. Jh. | ≥ 434 | DEW |
| konform | Adjektiv | übereinstimmend, angepasst | conformis | lat. | 16. Jh. | ≥ 50 | DW |
| Konformist | Nomen | Anhänger der englischen Staatskirche | cōnformāre | engl. conformists | 19. Jh. | DEW | |
| Konformität | Nomen | Übereinstimmung, Anpassung | conformitas | frz. conformité | 18. Jh. | DEW | |
| Performance | Nomen | Darbietung, Leistung, Aufführung | formare, k.lat. performo | engl. performance > frz. parformer | 20. Jh. | ≥ 19 | DEW |
| Reform | Nomen | grundlegende Verbesserung oder Umgestaltung | reformāre | frz. réforme | 17. Jh. | ≥ 498 | DEW |
| Reformation | Nomen | kirchliche Erneuerungsbewegung, Umgestaltung | reformātio | lat | 15. Jh. | DEW | |
| reformieren | Verb | erneuern, verbessern, verändern | reformāre | lat. | 15. Jh. | DEW | |
| Transformator | Nomen | Gerät zur Umwandlung der Stromspannung | trānsformāre | frz. transformateur | 18. Jh. | DEW | |
| transformieren | Verb | umwandeln, verändern | trānsformāre | lat. | 15. Jh. | ≥ 51 | DEW |
| Uniform | Nomen | einheitliche Kleidung oder Gestalt | uniformis | frz. uniforme | 18. Jh. | ≥ 75 | DEW |
| uniformieren | Verb | gleichmäßig kleiden oder gestalten | uniformis | frz. uniformer | 18. Jh. | DEW |
Wörterlisten
Adjektive: Es gibt nur wenige Adjektive, die direkt als Fremdwort eingewandert sind. Die meisten Adjektive, die form enthalten, sind spätere Wortbildungen. Meist sind dies Umbildungen (Konversionen) von Verben, dessen Partizip II auch als Adjektive verwendet werden können. Beispiel: informieren, Partizip II = informiert, Adjektiv = informiert, informierter, am informiertesten. (Die informierten Mitarbeiter(innen) ...) Reform (Nomen), reformieren (Verb), Präsens 3. Pers. / Imperativ Plural / Partizip II / Adjektiv (nicht steigerbar) = reformiert. (Die reformierten Kirchen ...) Diese Adjektive sind in dieser Tabelle nicht gesondert aufgeführt.
Verben: Bei den Verben ist es ähnlich wie bei den Adjektiven. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind meist zunächst die Nomen in die deutsche Sprache als Fremdwort übernommen worden. Erst später wurden dann aus den Nomen auch Verben abgeleitet. In einigen Fällen wurde das Verb zuerst aus einer anderen Sprache übernommen oder direkt aus der lateinischen Sprache abgeleitet. Dies gilt zum Beispiel für die Verben deformieren, informieren und transformieren.
Nomen: Nicht immer lässt sich eindeutig entscheiden, welche Wortart eines Fremdwortes zuerst in die deutsche Sprache eingewandert ist. In der Regel wurden zunächst Nomen (z. B. in Fachsprachen) übernommen. In der folgenden Tabelle sind nach Möglichkeit die Wörter und die hieraus resultierenden Wortbildungen dem Grundwort zugeordnet, das zuerst in die deutsche Sprache übernommen wurde. Im Zweifelsfall wurde in der folgenden Tabelle das Nomen als Grundwort angenommen.
Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Du gelangst dann zum Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) . Wörter die in diesem Wörterbuch nicht vorkommen sind mit dem Online Wörterbuch Wiktionary verlinkt. Dort findest du Informationen zum Wort, zur Wortart, Bedeutung, Herkunft und Beispielsätze. Zu Wörtern die im Stammverzeichnis dieses Wörterbuches nicht eingetragen sind findest du im DWDS Beispielsätze und Informationen zur Häufigkeit dieses Wortes in verschiedenen Textkorpora.
Belege/Quellen
Quellen Wörter/Wortanalyse:
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz,
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo, DWDS, Wiktionary,
Rechtschreibung: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS
Etymologie: DWDS, Etymoline, Wörterbuchnetz, Wortbedeutung.info, Wikipedia
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=
Fett
=
Fett
| Was ist ein Fettnäpfchen? |
| Hier kann ein Hinweis gegeben werden, wer die Frage gestellt hat. |
Diskussion
Fettnäpfchen
Fett - fett
| Das Wort Fett kommt in gleicher Lautung in zwei verschiedenen Wortarten vor: | ||||||||||||||
| ||||||||||||||
| Man kann nur aus dem Satzzusammenhang herausfinden, ob das Wort als Nomen oder als Adjektiv verwendet wir | ||||||||||||||
| ||||||||||||||
| Wenn du unsicher bist, ob das Wort als Adjektiv oder als Nomen verwendet wird, dann mache die Adjektivprobe: Setze vor das Wort Fett/fett ein beliebiges Adjektiv. Ändert sich die Endung des Adjektivs, dann ist das folgende Wort ein Nomen. | ||||||||||||||
| Beispiele: | ||||||||||||||
| Im Essen ist zu viel heißes Fett. - heiß - heißes - Hier passt sich die Endung an das Nomen das Fett an.
Das Essen ist richtig fett. - Hier ändert sich die Form des Adjektivs richtig nicht. Das Wort fett muss demnach ein Adjektiv sein und mit kleinem Anfangsbuchstaben geschrieben werden | ||||||||||||||
| Im Mittelalter hieß es in Süddeutschland feist und in Mittel- und Norddeutschland fett. Martin Luther verwendete in seinen späteren Schriften die niederdeutsche Form fett. Mit dem Buchdruck hat sich dieses Wort aus der norddeutschen Sprache in ganz Deutschland verbreitet. | ||||||||||||||
| Diese Variante finden wir auch in den nordeuropäischen Ländern, sowie in England und den Niederlanden: | ||||||||||||||
| ||||||||||||||
| Wenn du dich für die Wortbildungen mit Fett' oder fett' interessierst, so findest du weitere Beispiele auf der Seite Infoseite zum Stichwort Fett/fett. Dort findest du auch weitere Redensarten und Sprichwörter. |
Weiterführende Informationen
Modellwortschatz
Das Wort Stichwort gehört zum Modellwortschatz.
Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.
Hinweise zum Wort
| Bedeutung: | a) Fette sind feste chemische Verbindungen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff.
b) Fettzellen sind Körperzellen (bei Tieren und Menschen) die in der Lage sind, Fett zu speichern. c) In der Technik werden Fette als Schmierstoffe verwendet. |
| Beispielsatz: | Bitte Text Beispielsatz(kursiv) einfügen |
| Wortinfo: | Nomen: das Fett (Einzahl, Singular), die Fette (Mehrzahl, Plural)
Adjektiv: fett, fetter, am fettesten Verb: fetten - ich fette, du fettest, er/sie/es fetten, wir/sie fetten, ihr fettet (Das Verb wird heute nur noch im Sinne von etwas einfetten verwendet.) |
| Herkunft: | Im süddeutschen Sprachraum benutzte man das Adjektiv feist. in Mittel- und Norddeutschland war hingegen fett gebräuchlich. Dieses Adjektiv hat sich dann im 16. Jahrhundert durchgesetzt. Die süddeutsche Variante wird heute nur noch umgangssprachlich und abwerten benutzt. |
| Wortbildungen: | Beispiele fehlen noch |
Wortbildungen (Beispiele)
| Die Wortbildungen zum Grundwort Fett sind zum Teil davon abgeleitet woraus das Fett hergestellt wird. Fette können hergestellt werden aus: | |
| A Pflanzen | z. B. Raps, Soja, aus Oliven oder Nüssen. |
| Erdnussfett, Kakaofett, Kokosfett, Palmfett, Pflanzenfett | |
| B Tiere | z. B. aus Milch von Kühen, Schafen, Ziegen usw. oder direkt aus dem Fett von Schweinen, Rindern (Speck) oder von Fischen wie z. B. Makrelen, Aalen oder Haien. |
| Bärenfett, Entenfett, Fettfisch, Gänsefett, Heringsfett, Milchfett, Schweinefett, Tierfett | |
| C Erdöl | Durch weitere Verarbeitung kann auch aus Erdöl Fett hergestellt werden. |
| Fettsäure, Schmierfett | |
| Weitere Wortbildungen können auf die unterschiedlichen Bedeutungen des Grundwortes Fett zurückgeführt werden. | |
| A Stoffliche Bedeutung | Fett als Stoff oder Substanz – etwas, das man anfassen oder sehen kann. |
| Butterfett, Pflanzenfett, Milchfett, Speisefett, Tierfett | |
| B Lebensmittel | Fett als Teil von Essen, beim Kochen oder Braten. |
| Bratfett, Backfett, Pommesfett, Schweinefett, Schmalzfett (oder einfach: Fettbrot), Speisefett | |
| C Körpergewebe | Fett im Körper – als Polster oder Schutz. |
| Körperfett, Bauchfett, Fettpolster, Fettzelle, Fettgewebe, Fettreserve | |
| D technische Verwendung | Fett als Schmiermittel oder Pflegestoff. |
| Maschinenfett, Schmierfett, Fahrradfett, Motorfett, Lederfett, Schuhfett | |
| E Umgangssprachlich | Fett in Redewendungen oder übertragenem Sinn. |
| Fettnäpfchen, Fettschrift (Schrift mit dicken Buchstaben), Fettfinger (umgangssprachlich für schmierige Finger), Fette Jahre (Redewendung) | |
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| Weiterführende Informationen zum Grundwort Fett |
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Weiterführende Informationen zum Nomen Fett
Modellwortschatz
Das Wort Stichwort gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir zu diesem Wort auch einige Fremdsprachen anhören.
Wortherkunft
Ursprünglich bedeuteten die germanische Wörter *faitiða (Verb) und *faita- (Adjektiv) = ein Tier mästen, fett machen. Hierauf ist das Verb veiʒen = fett machen zurückzuführen. Von diesem Verb ist das Adjektiv ahd. feiʒit, feiʒʒit (8. Jh.) und später mhd. veiʒt, veiʒet abgeleitet. Daraus hat sich schließlich das neuhochdeutsche feist entwickelt.
In der niederdeutschen Sprache dominierte mnd. vet und später nd. fett. Seit dem 14. Jh. ist diese Variante auch in mitteldeutschen Dialekten zu finden. Beide Adjektive bedeuteten gemästet, beleibt, fett sein und das Verb veiʒen = fett machen, mästen.
Martin Luther verwendete in seinen Bibelübersetzungen zunächst sowohl die hochdeutsche (feist) als auch die niederdeutsche (fett) Variante. In späteren Bibellausgaben (Ende 16. Jh.) dominiert dann das Adjektiv fett. Danach setzte sich im deutschsprachigen Raum fett an Stelle von feist durch. Heute wird feist nur noch umgangssprachlich und meist abwertend im Sinne von unangenehm fett / dick verwendet.
Wörterliste
| Adjektive | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bedeutung | Beispielwörter | Anz. | Synonyme | Beispielsätze |
| Fettgehalt: hoch / niedrig / Anteil | fettreich, fettarm, fettfrei | 9 | gehältig, mager | Das Produkt ist fettarm. Vollfett-Käse hat einen höheren Energiegehalt. |
| Beschaffenheit / Oberfläche | fettig, fettglänzend, fettfleckig | 7 | ölig, schmierig | Die Hände sind fettig vom Kochen. Die Jacke ist fettfleckig. |
| Chemisch / biologisch (Eigenschaft/Wirkung) | fettlöslich, fettspaltend | 5 | lipophil, lipolytisch | Vitamin A ist fettlöslich. Lipasen wirken fettspaltend. |
| Körper / Konstitution (auch abwertend) | fettleibig, fettbäuchig | 4 | adipös, korpulent | Fettleibige Patienten benötigen besondere Betreuung. Der Kater ist fettbäuchig. |
| Zustand nach Behandlung / Zusatz | befettet, eingefettet, rückfettend | 4 | geölt, gepflegt | Die Dichtung wurde vor der Montage eingefettet. Rückfettende Cremes schützen die Haut. |
| Ernährungstechnologie / Zusammensetzung | fetthaltig, halbfett, vollfett | 7 | gehaltvoll | Fetthaltige Milch enthält mehr Energie. Fettreduzierte Produkte schmecken oft anders. |
| sonstige Bedeutungen | fettdicht, fettgedruckt | 2 | resistent, Typografie | Die Verpackung ist fettdicht. Die Überschrift ist fettgedruckt. |
| Nomen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bedeutung | Beispielwörter | Anz. | Synonyme | Beispielsätze |
| Chemie / Stoffe (Substanz, Molekül, Säure) | Fettsäure, Fettmolekül, Fettsubstanz | 18 | Lipid, Triglycerid, Fettstoff | Fettsäuren sind Bausteine vieler Fette. Die Fettoxidation beeinflusst die Haltbarkeit von Lebensmitteln. |
| Verarbeitung / Industrie (Gewinnung, Trennung, Behandlung) | Fettgewinnung, Entfettung, Fettabscheider | 11 | Aufbereitung, Reinigung | In der Industrie erfolgt die Fettgewinnung mechanisch oder chemisch. Entfettung ist vor dem Lackieren notwendig. |
| Schmierstoffe / technische Fette | Schmierfett, Lagerfett, Maschinenfett | 15 | Schmiermittel, Gleitmittel | Das Lagerfett muss regelmäßig gewechselt werden. Kettenfett schützt vor Korrosion. |
| Nahrungs- und Speisefette (allgemein und pflanzlich) | Pflanzenfett, Nahrungsfett, Speisefett | 17 | Kochfett, Bratfett | Speisefette unterscheiden sich im Rauchpunkt. Palmfett ist bei Raumtemperatur fest. |
| Tierische Fette (nach Tier/Teil) | Schweinefett, Rinderfett, Gänsefett | 21 | Tierfett, Talg | Gänsefett eignet sich zum Schmoren. Körperfett dient als Energiespeicher. |
| Ernährung / Stoffwechsel / Medizin | Fettaufnahme, Fettverdauung, Fettstoffwechsel | 20 | Metabolismus, Lipidstoffwechsel | Ein hoher Blutfettspiegel erhöht das Herz-Kreislauf-Risiko. Die Fettverbrennung steigt bei Ausdauertraining. |
| Anatomie / Gewebe / Zellen | Fettgewebe, Unterhautfettgewebe, Fettzelle | 12 | Fettpolster, Fettreserve | Unterhautfettgewebe dient der Isolation. Fettpölsterchen bilden sich häufig am Bauch. |
| Pathologie / Krankheiten / Symptome | Fettleber, Fettleibigkeit, Fettgeschwulst | 7 | Adipositas, Lipom | Fettleibigkeit erhöht das Diabetesrisiko. Ein Lipom ist eine gutartige Fettgeschwulst. |
| Kulinarik / Gerichte / Lebensmittel | Fettbrot, Fettschnitte, Fettgebäck | 10 | Schmalzbrot, Stulle | In Sachsen isst man gern eine Fettbemme. Fetthering ist eine traditionelle Spezialität. |
| Typografie / Druck / Schrift | Fettdruck, Fettschrift, Fettschreibung | 5 | fette Schrift, Bold | Überschriften stehen meist in Fettdruck. Der Titel ist in Fettschrift gesetzt. |
| Geräte / Materialien / Werkzeuge / Produkte | Fettpresse, Fettstift, Fettseife | 12 | Werkzeug, Produkt | Die Fettpresse erleichtert das Abschmieren. Fettlöser entfernen Küchenrückstände. |
| Umgangssprachlich / derb (Personenbezeichnungen) | Fettsack, Fettwanst, Fettsau | 8 | Beleidigung, Schimpfwort | Solche Schimpfwörter sollte man vermeiden. Die Bezeichnung ist abwertend. |
| Pflanzen / Trivialnamen | Fetthenne, Fettkraut, Fettpflanze | 6 | Sedum, Pinguicula, Sukkulente | Die Fetthenne ist pflegeleicht. Fettkraut ist eine fleischfressende Pflanze. |
| Weitere Einzelfälle / Sammelkategorie | Fettkonsum, Fettbedarf | 19 | Verbrauch, Bedarf | Der Fettkonsum ist gesunken. Die Fettheit wird analytisch bestimmt. |
| sonstige Bedeutungen | Fettauge, Fettnäpfchen, Fettflosse | 12 | Geruch, Redewendung, | Auf der Suppe schwimmt ein Fettauge. Mit seinem Kommentar ist er ins Fettnäpfchen getreten. Manche Fische besitzen eine Fettflosse. |
| Verben | ||||
|---|---|---|---|---|
| Bedeutung | Beispielwörter | Anz. | Synonyme | Beispielsätze |
| Fett hinzufügen / auftragen / anreichern | einfetten, befetten, auffetten | 8 | einschmieren, fetten | Bitte die Dichtung leicht einfetten. Der Bäcker hat den Teig aufgefettet. |
| Fett entfernen / reduzieren / reinigen | entfetten, abfetten, ausfetten | 3 | abreinigen, entfetten | Metallteile müssen vor dem Lackieren entfettet werden. Der Mechaniker hat die Lager abgefettet. |
| Fett einlagern / fett werden (Zustandsänderung) | verfetten | 3 | fett werden | Aufgrund von Bewegungsmangel kann die Leber verfetten. Das Leder ist überfettet und weich. |
| Partizipformen / Resultatszustände | verfettet, überfettet | 2 | fett geworden | Die Maschine ist verfettet. Die Haut ist überfettet und glänzt. |
Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Du gelangst dann zum Online Wörterbuch Wiktionary. Wörter die in diesem Wörterbuch nicht vorkommen sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt. Dort findest du Informationen zum Wort, zur Wortart, Bedeutung, Herkunft und Beispielsätze. Zu Wörtern die im Stammverzeichnis dieses Wörterbuches nicht eingetragen sind findest du im DWDS Beispielsätze und Informationen zur Häufigkeit dieses Wortes in verschiedenen Textkorpora.
Redensarten
Die Wörter Fett und fett werden in einigen Redensarten verwendet. In den meisten Mehrwortausdrücken werden diese Wörter in einem übertragenen Sinn verwendet. Lediglich das 4. Zitat bezieht sich auf die technische Funktion des Schmierfetts. Die Redensarten sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), dem Online-Wörterbuch Wiktionary, Wikiquote oder der Internetseite Aphorismen verlinkt.
| Redensarten / Mehrwortausdrücke | ||
|---|---|---|
| Nr. | Redensart / Ausdruck | Kurzbeschreibung / Bedeutung |
| 1 | das Fett abschöpfen | Den besten oder lohnendsten Teil für sich behalten; den größten Vorteil ziehen. |
| 2 | das Kraut nicht fett machen | Eine Kleinigkeit, die keinen großen Unterschied macht; eine unbedeutende Verbesserung. |
| 3 | das macht den Kohl nicht fett | Eine geringe Zugabe oder Änderung verbessert die Lage kaum; es bleibt unerheblich. |
| 4 | Das Rad, das am lautesten quietscht, bekommt das meiste Fett. | Wer sich am lautesten beschwert, bekommt am meisten Aufmerksamkeit oder Hilfe. (engl. Sprichwort) |
| 5 | den Bock nicht fett machen | Eine Handlung, die nichts verbessert; eine nutzlose oder erfolglose Aktion. |
| 6 | den Braten nicht fett machen | Keine spürbare Verbesserung bewirken; nichts Entscheidendes beitragen. |
| 7 | des Wahnsinns fette Beute | Ironisch: Ausdruck für etwas völlig Verrücktes oder Absurdes (du bist ja des Wahnsinns fette Beute!). |
| 8 | des Wahnsinns fette Beute sein | Verrückt, überdreht oder unrealistisch handeln; nicht bei Verstand sein. |
| 9 | ein fetter Happen | Ein besonders lohnendes Stück / eine große Chance / ein ergiebiges Geschäft. |
| 10 | ein guter Hahn wird selten fett | Wer tüchtig ist oder viel arbeitet, gönnt sich wenig Genuss und legt daher kein Fett an. |
| 11 | hinten ist die Ente fett | Es ist erst vorbei, wenn es wirklich vorbei ist; das Ergebnis steht erst am Ende fest. |
| 12 | leck mich fett | Derb-umgangssprachlich: Ausdruck von Erstaunen, Ärger oder Überraschung („unglaublich!“ / „ich fass es nicht!“). |
| 13 | sein Fett abbekommen / abkriegen / wegbekommen / wegkriegen | Kritik, Strafe oder Ärger abbekommen; zur Rechenschaft gezogen werden. |
| 16 | selber essen macht fett | Ironisch-scherzhaft: Wer alles für sich behält, wird dick; Kritik an Egoismus. |
| 17 | sieben fette Jahre | Zeit des Wohlstands oder Erfolgs (biblisches Bild: sieben fette und sieben magere Jahre). |
| 18 | vom Wiegen wird die Sau nicht fett | Reines Kontrollieren oder Messen bringt keinen Fortschritt; man muss aktiv handeln. |
Belege/Quellen
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo
Wörterliste: Die Bedeutungsgruppen, Beispielwörter und -sätze wurden mit Unterstützung von ChatGPT-5 erstellt.
Rechtschreibung: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS
Etymologie: DWDS, educalingo, Wörterbuchnetz, Adelung, Herders CL, Mecklenburgisches WB, Rheinisches WB, WB bayrischer Mundart, Wortbedeutung.info, Wiktionary, Wikipedia
Redensarten: Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), Wiktionary, Wikiquote, Aphorismen
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fallen
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Fußball
| Warum schreiben wir Fußball? Mein Kumpel Berni meint, dass wir auch Fussball schreiben können. |
| Mattis, Klasse 3, Lörrach |
Diskussion
Fuß oder Fuss?
Fuß und Ball
Wortbildungen
| Nun kannst du das Wort Fußball richtig schreiben. Jetzt werden dir auch viele andere zusammengesetzte Wörter keine Schwierigkeiten bereiten, in denen das Wort Fußball vorkommt. Davon gibt es sehr viele und die meisten Wörter wirst du in keinem Wörterbuch finden. | |
| Hier einige Beispiele mit dem Wort Fußball am Wortanfang: Fußballbundesliga, Fußballländerspiel, Fußballmannschaft, Fußballmeisterschafft, Fußballplatz, Fußballspiel, Fußballspieler, Fußballspielerin, Fußballstadion, Fußballtor, Fußballweltmeister, Fußballweltmeisterschaft, ... | |
| Das Wort Fußball kann auch am Ende eines zusammengesetzten Wortes stehen. Das kommt aber nicht ganz so oft vor. Hier einige Beispiele: Frauenfußball, Hallenfußball, Profifußball, ... | |
| Wenn ein Fußgallspiel ganz langweilig ist, bezeichnen es die Fans gern auch als Angsthasenfußball, Schlafwagenfußball oder Standfußball. Solche Wörter wirst du kaum in einem Wörterbuch finden. Und die Fußballfans erfinden solche Wörter auch immer wieder neu. Daran kannst du sehen, wie lebendig die deutsche Sprache ist. Du kannst dir mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern ja einmal neue Wörter ausdenken, in denen der Fußball vorkommt. | |
| Und selbst im Wortinneren von zusammengesetzten Wörtern kommt der Fußball vor. Hier gibt es aber nur sehr wenige Wörter, zum Beispiel: Hallenfußballmeisterschaft, Jugendfußballmannschaft, Straßenfußballturnier, Weltfußballverband, ... | |
| Das sind ganz schön lange Wörter. Du kannst diese richtig schreiben, wenn du das lange Wort in einzelne Wörter zerlegst, also: Halle+Fuß+Ball+Meister+-schaft = Hallenfußballmeisterschaft, Jugend+Fuß+Ball+Mann+-schaft = Jugendfußballmannschaft. | |
| Viele weitere Wortbeispiele findest du auf der Seite Weiterführende Informationen zum Stichwort Fußball. |
Interessantes
| Die Geschichte des Fußballspiels, so wie wir es heute kennen, beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts in England. Von hier verbreitete sich dieses Spiel zunächst in Europa und dann in der ganzen Welt. Die ersten Vereine in Deutschland gab es bereits 1875. Aber erst der Sieg der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 1954 sorgte für große Begeisterung für dieses Fußballspiel. Viele neue Vereine wurden gegründet, neue Stadien gebaut, unzählige Bücher geschrieben und Filme gedreht. Heute ist Fußball ein Volkssport. In Deutschland gibt es rund 25.000 Fußballvereine mit mehr als 7,5 Millionen Mitgliedern. | |
| Zum Thema Fußball gibt es auch für Kinder viele Informationen im Internet. Hier einige werbefreie Quellen: | |
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englisch football
Ohaball
| Die Idee zu dieser Diskussion kommt von Marc, Klasse 3, Berlin |
Weiterführende Informationen
Modellwortschatz
Das Wort Fußball gehört nicht zum Modellwortschatz. Dort findest du die beiden Wörter, aus denen das Nomen Fußball zusammengesetzt ist.
Du kannst dir auch einige Fremdsprachen zu den Wörtern Ball und Fuß anhören.
Hinweise zum Wort
| Bedeutung: | Mit dem Nomen Fußball wird
a) der Ball bezeichnet, mit dem Fußball gespielt wird b) Mit Fußball kann aber auch das Fußballspiel gemeint sein. Hier gibt es keinen Plural. |
| Beispielsatz: | a) Ich wünsche mir zu Weihnachten einen richtigen Fußball.
b) Ich spiele im Sportunterricht gerne Fußball. |
| Wortinfo: | Nomen: der Fußball, die Fußbälle (Plural nur für die Bedeutung a)
Aussprache: [ˈfuːsˌbal] Worttrennung: Fuß-ball, Fuß-bäl-le |
| Herkunft: | englisch: football (foot = Fuß, ball = Ball) |
Belege/Quellen
Siehe hierzu das Kapitel Belege/Quellen auf der Infoseite.
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Fußball |
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Info - Fußball
Weiterführende Informationen zum Wort Fußball
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Informationen zum Wort
Modellwortschatz
Das Wort Fußball gehört nicht zum Modellwortschatz. Dort findest du die beiden Wörter, aus denen Fußball zusammengesetzt ist:
Fuß: siehe Karteikarte Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.
Ball: siehe Karteikarte Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhöre
Herkunft
engl. football (17. Jh.)
Fremdsprachen
Mit dem Fußballspiel verbreitete sich auch der Name aus der englischen Sprache. In den meisten Ländern Europas (und der Welt) wurde das englische Wort übernommen. (Siehe hierzu in der folgenden Tabelle in der ersten Spalte Gruppe 1 und 2). Einige Länder übersetzten - so wie in Deutschland - die Kombination foot+ball für Fuß+Ball in die Landessprache (Gr. 3). Darüber hinaus gibt es auch viele Länder, die ein eigenes Wort für dieses Ballspiel entwickelt haben (Gr. 4).
| Gr. | Sprache | Kontinent | Fußball | Fuß | Ball |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Dänisch | Europa | fodbold | fod | bold |
| 1 | Englisch | Europa | football | foot | ball |
| 1 | Luxemburgisch | Europa | Foussball | Fouss | Ball |
| 1 | Niederdeutsch | Europa | Football | Foot | ballei |
| 1 | Norwegisch | Europa | fotball | fot | ball |
| 1 | Schwedisch | Europa | fotboll | fot | boll |
| 1 | Westfriesisch | Europa | fuotbal | foet | bal |
| 2 | Albanisch | Europa | futboll | këmbë | top |
| 2 | Aserbaidschanisch | Vorderasien | futbol | Ayaq | top |
| 2 | Baschkirisch | Europa | futbal | Aâq | tup |
| 2 | Baskisch | Europa | futbol | oin | pilota |
| 2 | Bosnisch | Europa | fudbal | stopalo | lopta |
| 2 | Bulgarisch | Europa | futbol | stăpalo | topka |
| 2 | Französisch | Europa | football | pied | balle |
| 2 | Galicisch | Europa | fútbol | pé | pelota |
| 2 | Ido | Plansprache | futbalo | pedo | balono |
| 2 | Kasachisch | Zentralasien | futbol | Ayaq | dop |
| 2 | Katalanisch | Europa | futbol | peu | pilota |
| 2 | Kurmandschi | Vorderasien | futbol | pî | gog |
| 2 | Lettisch | Europa | futbols | pēda | bumba |
| 2 | Litauisch | Europa | futbolas | pėda | kamuolys |
| 2 | Maltesisch | Europa | futbol | sieq | ballun |
| 2 | Mazedonisch | Europa | futbol | stopalo | topka |
| 2 | Okzitanisch | Europa | fotbòl | pè | palma |
| 2 | Portugiesisch | Europa | futebol | pé | bola |
| 2 | Rumänisch | Europa | fotbal | picior | minge |
| 2 | Russisch | Europa | futbol | stopa | mjač |
| 2 | Serbisch | Europa | futbal | stopalo | lopta |
| 2 | Slowakisch | Europa | futbal | noha | lopta |
| 2 | Spanisch | Europa | fútbol | pie | pelota |
| 2 | Tschechisch | Europa | fotbal | noha | míč |
| 2 | Tschetschenisch | Europa | futbol | kog | bürka |
| 2 | Tschuwaschisch | Europa | futbol | Ura lappi | mečĕk |
| 2 | Ukrainisch | Europa | futbol | stopa | m'jač |
| 2 | Ungarisch | Europa | futbal | láb | labda |
| 2 | Wallonisch | Europa | fotbale | pî | bale |
| 2 | Weißrussisch | Europa | futbol | naha | miač |
| 3 | Afrikaans | Afrika | voetbal | Voet | bal |
| 3 | Arabisch | Afrika, Asien, Europa | kuratu-l qadem | qudim | kura |
| 3 | Bretonisch | Europa | mell-droad | troad | mell |
| 3 | Esperanto | Plansprache | piedpilko | piedo | pilko |
| 3 | Estnisch | Europa | jalgpall | jalg | pall |
| 3 | Färöisch | Europa | fótbóltur | fótur | bóltur |
| 3 | Finnisch | Europa | jalkapallo | jalka | pallo |
| 3 | Georgisch | Europa | pekhburti | t'erpi | burt’i |
| 3 | Hausa | Afrika | ƙwallon ƙafa | kafa | ƙwallo |
| 3 | Hebräisch | Vorderasien | kaduregel | regel | khadur |
| 3 | Isländisch | Europa | fótbolti | fótur | bolti |
| 3 | Kornisch | Europa | pel droos | troos | pel |
| 3 | Niederländisch | Europa | voetbal | voet | bal |
| 3 | Nordsamisch | Europa | juolgespábba | juolgi | spábba |
| 3 | Rätoromanisch | Europa | ballapé | pe | balla |
| 3 | Schottisch-Gälisch | Europa | ball-coise | cas, coise | bàl |
| 3 | Türkisch | Europa | ayak topu | ayak | top |
| 3 | Walisisch | Europa | pêl-droed | troed | pêl |
| 4 | Bengalisch | Südasien | Phuṭabala | Pā | Bala |
| 4 | Chinesisch | Asien | zúqiú | Jiǎo | Qiú |
| 4 | Griechisch (Neu-) | Europa | podósfero | pódi | bála |
| 4 | Grönländisch | Europa | arsaanneq | isigak | arsaq |
| 4 | Irisch | Europa | sacar | cos | liathróid |
| 4 | Italienisch | Europa | calcio | piede | palla |
| 4 | Japanisch | Asien | sakkā | ashi | boru |
| 4 | Koreanisch | Asien | chukgu | bal | gong |
| 4 | Kroatisch | Europa | nogomet | noga | lopta |
| 4 | Latein | Europa | pedifollis | pes | pila |
| 4 | Manx | Europa | bluckan coshey | cass | bluckan |
| 4 | Niedersorbisch | Europa | kopańca | noga | balo |
| 4 | Obersorbisch | Europa | kopańca | noha | bul |
| 4 | Polnisch | Europa | piłka nożna | stopa | piłka |
| 4 | Sizilianisch | Europa | palluni, cauciu | pedi | baḍḍa |
| 4 | Slowenisch | Europa | nogomet | stopalo | stopalo |
| 4 | Vietnamesisch | Asien | bóng đá | Chân | quả bóng |
Die Sprachen in der zweiten Spalte sind mit der Internetseite von Wikipedia verlinkt. Die Übersetzungen für die europäischen Standardsprachen wurden den Langenscheidts Universal-Wörterbüchern entnommen. Weitere Übersetzungen erfolgten mit Hilfe von Google-Übersetzer.
Wörterliste
Von der Wortbildung Fußball gibt es mehr als vierhundert weitere Wortbildungen. Bei den allermeisten Wortbildungen (> 300) steht das Nomen Fußball am Wortanfang (Erstglied, Bestimmungswort). Von den Wortbildungen mit Fußball am Wortende (Letztglied, Grundwort) können häufig weitere Wörter mit Fußball im Wortinneren (Binnenglied) gebildet werden, z. B. Weltfußball - Weltfußballbund, Frauenfußball - Frauenfußballabteilung, Frauenfußballerin, Frauenfußballmeisterschaft, Frauenfußballeuropameisterschaft, Frauenfußballweltmeisterschaft, Frauenfußballverein ... Die folgende Tabelle enthält einige Beispielwörter mit Fußball als Erst-, Letzt- und Binnenglied.
Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Du gelangst dann zum Online Wörterbuch Wiktionary. Wörter die in diesem Wörterbuch nicht vorkommen sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt. Dort findest du Informationen zum Wort, zur Wortart, Bedeutung, Herkunft und Beispielsätze. Zu Wörtern die im Stammverzeichnis dieses Wörterbuches nicht eingetragen sind findest du im DWDS Beispielsätze und Informationen zur Häufigkeit dieses Wortes in verschiedenen Textkorpora.
Frauenfußball
Der Frauenfußball war in England und Frankreich bereits Ende des 19. Jh. in Vereinen organisiert. In Deutschland wurden demgegenüber erst ab 1950 Frauenfußballvereine gegründet. Noch 1955 verbot der Deutsche Fußballbund (DFB) seinen angegliederten Vereinen Abteilungen für Frauenfußball (damals noch Damenfußball) einzurichten. In der damaligen Begründung hieß es, „… dass diese Kampfsportart der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd ist. … Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand“ (Quelle: Wikipedia). Auf der DFB-Internetseite zur Geschichte des DFB sind diese diskriminierenden Verbots-Begründungen, die dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetz widersprechen, nicht zu finden (sh. DFB-Historie).
Von diesem DFB-Verbot ließen sich die Frauen nicht abschrecken sondern gründeten in vielen Städten eigene Fußballvereine und 1958 die Deutsche Damen-Fußballvereinigung. 1970 schließlich musste der DFB sein diskriminierendes Verbot aufheben. Es folgten deutsche Meisterschaften (seit 1974, DFB-Pokal (seit 1980) sowie Europa- (1982, 1. Titelgewinn 1989) und Weltmeisterschaften (1991, 1. Titelgewinn 2003).
Diese diskriminierende Haltung (vor allem der Fußballfunktionäre) dem Frauenfußball gegenüber spiegelt sich auch in der Sprache wieder. Bis zur 21. Auflage des Duden-Wörterbuches (1996) findet sich hier nur der Fußballer (aber immerhin schon Fußballspieler, ...spielerin). In der 26. Auflage (2013) gibt es immerhin schon fünf Fußballfrauen: Fußballerin, Fußballfreundin, Fußballlehrerin, Fußballspielerin und Fußballtrainerin. Im DWDS und auch im Wiktionary sind immerhin schon doppelt so viele Weiblichkeitsformen gelistet. Der aktuelle Duden hat inzwischen aufgeholt. In der folgenden Tabelle sind die Wörter mit Weiblichkeitsformen, die im Duden-Wörterbuch, 29. Aufl. 2024, aufgeführt sind unterstrichen. Aber auch in diesen verschiedenen Wortschätzen ist noch Luft nach oben, wie in den Zeilen nur männlich / nur weiblich in der folgenden Tabelle zu entnehmen ist.
| männlich und weiblich | Fußballer, Fußballerin
Fußballamateur - Fußballamateurin, Fußballanhänger - Fußballanhängerin, Fußballbundestrainer - Fußballbundestrainerin, Fußballfanatiker - Fußballfanatikerin, Fußballfreund - Fußballfreundin, Fußballfunktionär - Fußballfunktionärin, Fußballlandesmeister - Fußballlandesmeisterin, Fußballlehrer - Fußballlehrerin, Fußballmanager - Fußballmanagerin, Fußballmeister - Fußballmeisterin, Fußballnationalspieler - Fußballnationalspielerin, Fußballnationaltrainer - Fußballnationaltrainerin, Fußballspieler - Fußballspielerin, Fußballtorhüter - Fußballtorhüterin, Fußballtrainer - Fußballtrainerin, Fußballweltmeister - Fußballweltmeisterin |
|---|---|
| nur männlich | Fußballeuropameister, Fußballexperte, Fußballfachwart, Fußballgott, Fußballkönig, Fußballmuffel, Fußballreporter, Fußballtorwart, Fußballwart, |
| nur weiblich | Fußballbraut, Fußballfrau, |
| englisch | Fußballfan, Fußballprofi, Fußballstar, |
Der Artikel zu englischen Nomen ist in der englischen Sprache geschlechtsneutral immer the. Im Englischen werden die meisten Personenbezeichnungen sowohl für männliche als auch für weibliche Personen genutzt. He is an avid football fan. / She is an avid football fan. Dies ist genau so auch in der deutschen Sprache möglich. Er/Sie ist ein begeisterter Fußballfan. Dabei bleibt die Endung des Adjektivs in der maskulinen Form, also nicht: *Sie ist eine begeisterte Fußballfan.
Bei Personenbezeichnungen wurde (und wird heute) bei der Übernahme des englischen Wortes in die Deutsche Sprache häufig der männliche Artikel der hinzugefügt. Das hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass meist nur von Personenbezeichnungen, die mit -er enden eine Weiblichkeitsform mit -erin gebildet wurde. Soll ausdrücklich eine weibliche Person angesprochen werden ist in diesem Fall eine Ergänzung notwendig, z. B. ... der weibliche Fußballfan ... Kurioser Weise bleibt das Wort Fan unverändert und männlich, obwohl explizit eine Frau gemeint ist. In der Regel wird das Wort Fan geschlechterübergreifend verwendet. Soll ausdrücklich ein bestimmtes Geschlecht gemeint werden, kann auf diese Ergänzung zurückgegriffen werden: Die weiblichen Fußballfans waren zwar in der Mehrheit, dagegen waren die männlichen Fußballfans sehr viel lauter. Gleiches gilt für die Wortbildungen Fußballprofi und Fußballstar.
Redensarten/Zitate
Bei einem Volkssport wie dem Fußballspiel gibt es viele, die hierzu etwas zu sagen haben. Das zeigt sich auch in den verschiedenen Zitatesammlungen zu diesem Stichwort. Die folgende Tabelle enthält einige Beispiele.
Die Zitate sind alle mit der nicht werbefreien Internetseite gutezitate.com verlinkt. Viele weitere Sprüche und Zitate findest du auf den Internetseiten Aphorismen.de (ca. 80), berühmte Zitate.de (ca. 80), Programmwechsel (100),
Belege/Quellen
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo, DWDS, Wiktionary
Rechtschreibung: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS
Etymologie: DWDS, educalingo, Wortbedeutung.info, Wikipedia
Informationen zum Fußballspiel: Die Enzyklopädie Wikipedia hat ein eigenes Portal: Fußball erstellt. Hier sind unzählige Seiten zu diesem Thema zusammengefasst. Außerdem interessant die Seiten: Fußball, Geschichte des Fußballs. Aktuelle Informationen zu Spielen, Regeln, Statistiken findest du auf der Seite des Deutschen Fußballbundes (DFB).
Begriffe zum Fußballspiel: Im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) gibt es ein Themenglossar zum Thema Fußball, in dem viele Begriffe zu diesem Thema erläutert (und mit dem DWDS verlinkt) sind. Diese Seite enthält auch viele Mehrwortausdrücke zum Thema Fußball.
Frauenfußball: Geschichte des Frauenfußballs: ARD-Doku: Mädchen können kein Fußball spielen (04.07.2025), Bundeszentrale für politische Bildung. Die graue Spielzeit, Frauen-Fußball-Verbot, DFB-Historie, Wikipedia; englische geschlechtsneutrale Begriffe: Kysoh.com (nicht werbefrei), Genderwörterbuch
Redensarten/Zitate: Aphorismen.de, berühmte Zitate.de, Programmwechsel, gutezitate.com (nicht werbefrei)
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