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Frieden
| Kannst du uns sagen, ob es eine Pluralform von der Frieden gibt? |
| Klasse 3, Straelen |
| Heißt es eigentlich der Friede oder der Frieden? |
| Moni, Klasse 2, Bremerhaven |
Diskussion
Weiterführende Informationen
Modellwortschatz
Das Wort Frieden gehört zum Modellwortschatz.
Du kannst dir auch einige Fremdsprachen anhören.
Hinweise zum Wort
| Bedeutung: | a) friedliches Miteinander,
b) Verhältnis zwischen Staaten ohne Gewalt, ohne Krieg c) Ruhe, Stille d) religiöse Erfüllung (christliche Religionen) |
| Beispielsatz: | a) Wir wollen einfach nur in Frieden gelassen werden.
b) Nach jahrelanger Auseinandersetzung schlossen die beiden Staaten endlich Frieden. c) Hier konnte er den Frieden in der Natur genießen. d) Der Friede sei mit euch! |
| Wortinfo: | der Friede, die Frieden; der Frieden |
| Herkunft: | Das Wort Friede hat seine Wurzeln in der germanischen Sprache. Im Mittelalter hieß es fridu, später vride und hieraus hat sich das hochdeutsch Friede entwickelt. |
Interessantes
| Phönizier | Vor etwa dreitausend Jahren lebten im heutigen Libanon ein Seefahrervolk, die Phönizier. Sie waren die ersten, die ein Alphabet entwickelten. Das phönizische Alphabet wurde in semitische Sprachen übernommen. Hieraus entwickelte sich später sowohl die hebräische als auch die arabische Sprache. |
|---|---|
| Alphabet | Das phönizische Alphabet bestand nur aus Konsonanten Die Vokale wurden beim Sprechen hinzugefügt. Die Buchstabenfolge s-l-m bedeutete Gesundheit, Ruhe, Glück und Frieden. |
| Schalom | Diese Buchstabenfolge (s-l-m) wurde im hebräischen zu schalom. Am Sabbat, dem siebten Tag in der Woche (Ruhetag) wünschen sich Juden Schabbat Schalom, einen „friedvollen Sabbat“. |
| Salam | Die Buchstabenfolge s-l-m wurden in der arabischen Sprache slim oder salam gesprochen. Hieraus entwickelte sich die arabische Grußformel salām ʿalaikum (səˈlɑːm əˌleɪkʊm) „Der Frieden auf Euch!“ |
| Islam
Muslime |
Auch diese Bezeichnung für die im arabischen Raum weit verbreitete Religion (Islam) ist von der Buchstabenfolge s-l-m abgeleitet. Und auch in der Bezeichnung für die angehörigen dieser Religion, die Muslime steckt das semitische Wort s-l-m. |
Mehr über das Wort Frieden kannst du auf der Seite weiterführende Informationen zum Wort Frieden erfahren. Ddort findest du weitere Vergleiche zwischen verschiedenen Sprachgruppen, zur Herkunft des Wortes und zu den umfangreichen Wortbildungen zum Grundwort Frieden.
Quellen Wörter/Wortanalyse:
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz,
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo
Rechtschreibung: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS
Etymologie: DWDS, educalingo, Wörterbuchnetz, Wortbedeutung.info, Wikipedia
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Frieden |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Friede
Weiterführende Informationen zum Wort Frieden
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Informationen zum Wort
Modellwortschatz
Das Wort Frieden gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.
Herkunft
Das deutsche Wort Friede hat seinen Ursprung im germanischen *friþu-, althochdeutsch fridu, mittelhochdeutsch vride.
Bei den Römern war Pax der Name für die Göttin des Friedens. Bei den Römern war Friede verbunden mit einer vertraglichen Vereinbarung (= pactum). Das lateinische Nomen Pax ist die Grundlage für den Begriff Frieden in den romanischen Sprachen.
Das urslawische Wort *mirъ hatte die Bedeutung Frieden und zugleich Gemeinschaft und Welt. In den meisten slawischen Sprachen haben sich beide Bedeutungen bis heute erhalten. In Russland beispielsweise wurde bis zur Rechtschreibreform (1916) unterschieden zwischen мир = Frieden und мiръ = Welt. Danach übernahm das russische мир wieder wie im urslawischen beide Bedeutungen. Das urslawische Wort hat sich in fast allen slawischen Sprachen erhalten (siehe hierzu das Kapitel Fremdsprachen Gruppe 3).
In der semitischen Schrift gab es noch keine Vokalbuchstaben. Diese wurden beim Sprechen hinzugefügt. Aus der semitischen Buchstabenfolge š-l-m hat sich in der hebräischen Sprache das Wort Schalom (= Frieden, Ruhe, Glück, Gesundheit) und in den arabischen Sprachen salam, silm, salm (= Frieden mit Gott) entwickelt.
Wörterlisten
Es gibt mehr als 600 Wortbildungen, die das Grundmorphem fried enthalten. Die folgende Tabelle gibt Beispiele für Wortbildungen. Diese sind nach der Wortart gruppiert.
| Nomen | Bei den meisten Wortbildungen (≥ 350) steht das Grundmorphem am Wortanfang (Erstglied, Bestimmungswort). |
|---|---|
| Erstglied: | Von wenigen Ausnahmen abgesehen folgt auf dieses Morphem als Bindeglied die Silbe -ens- gefolgt vom Grundwort. Beispiele: Friedenskonferenz, Friedensplan, Friedensbewegung, Friedensnobelpreis, Friedenskongress, Friedensforschung, Friedensstifter, Friedenskongress, ... |
| Bei einigen wenigen Wortbildungen wird das Morphem fried direkt mit dem Grundwort (Letztglied) verbunden. Dies sind meist Substantivierungen von Adjektiven. Beispiele: Friedfertigkeit, Friedlichkeit, Friedlosigkeit, Friedsamkeit. Sehr selten sind direkte Ergänzungen mit Substantiven, Beispiele: Friedfisch, Friedwald, Friedhof Von der Wortbildung Friedhof gibt es allerdings über 75 weitere Wortbildungen, z. B. Friedhofsgärtner, Friedhofsgelände, Friedhofsgebühr, Friedhofskapelle, Friedhofsordnung, Friedhofsverwaltung. Weitere Wortbildungen sh. Binnenglied. | |
| Letztglied: | Am Wortende steht meist der Singular -fried (Beispiel: Störenfried) oder -friede (z. B. Unfriede) . Häufig gibt es zu diesem Singularwort auch das Pluralwort -frieden, das in vielen Online-Wörterbüchern (DWDS, Wiktionary) primär genannt wird. Beispiele: Burgfriede, Hausfrieden/Hausfriede, Seelenfrieden/Seelenfriede, Unfrieden/Unfriede, Weltfrieden/Weltfriede, ... |
| Binnenglied: | Das Morphem -fried- kommt als Binnenglied in der Regel als Ableitung von einer Wortbildung fried- als Erst- (Beispiel: Separatfriedensvertrag) oder -fried als Letztglied, (Beispiele: Nahostfriedensprozesses , Feldfriedensbruch) |
| Die beiden häufigsten Wortbildungen mit fried im Wortinneren sind die Wörter Friedhof (≥ 75) und Weltfriede (≥ 15) | |
| Weltfriede - Beispiele: Weltfriedensbewegung, Weltfriedensdienst, Weltfriedenskonferenz, Weltfriedenskongress, Weltfriedenslager, Weltfriedenslauf, Weltfriedensordnung, Weltfriedensrat, Weltfriedenstag, Weltfriedenstreffen, Weltfriedenszustand, ... | |
| Friedhof - Beispiele: Dorffriedhof, Heldenfriedhof,Nationalfriedhof, Soldatenfriedhof, Stadtfriedhof, Waldfriedhof, ...; Autofriedhof, Datenfriedhof, Schiffsfriedhof, Zugfriedhof, ... | |
| Verben | Das veraltete und heute nur noch selten genutzte Verb frieden (= unter Schutz stellen) kommt heute nur noch mit vorangestelltem Präfix bzw. Partikel vor. Hiervor sind dann weitere Wortbildungen möglich. |
| befrieden, befriedigen, befriedigend (Befriedigung), unbefriedigend | |
| einfrieden (Einfriedung, Einfriedungshecke, Einfriedungsmauer, Einfriedungszaun) | |
| umfrieden (Umfriedung) | |
| zufrieden (Zufriedenheit, Arbeitszufriedenheit, Kundenzufriedenheit, Lebenszufriedenheit, Patientenzufriedenheit, Unzufriedenheit), zufriedenstellen, hochzufrieden, selbstzufrieden, unzufrieden | |
| Adjektive | Aus dem Morphem fried lassen sich mit typischen Adjektivsuffixen einige nicht selten benutzte Adjektive bilden. Beispiele: friedlich (unfriedlich), friedlos, friedsam, friedvoll |
| Mit der Ergänzung -ens- und als Letztglied ein Adjektiv lassen sich viele weitere Adjektive bilden. Beispiele: friedensfähig, friedenstüchtig, friedenswillig, friedliebend, ... |
Die Grundbedeutung des Wortes Friede/Frieden (sicheres Zusammenleben von Staaten und Personengruppen) wird durch verschiedene Wortbildungen erweitert. Die folgende Tabelle gibt Beispiele für zwölf verschiedene Bedeutungsgruppen.
| 1. Friedensschluss & Rechtstexte | umfasst alles, was formal geregelt wird (Vertrag, Abkommen, Resolution usw.) (Verträge, Abkommen, Resolutionen) |
|---|---|
| Friedensabkommen, Friedenskonferenz, Friedensschluss, Friedensverhandlung, Friedensvertrag, ... (≥ 30) | |
| Burgfriede, Landfriede, Präliminarfrieden, Religionsfriede, ... | |
| 2. Friedensprozess & Diplomatie | alles, was den Weg zum Frieden beschreibt (Verhandlungen, Initiativen, Maßnahmen) |
| Friedensangebot, Friedensgespräch, Friedensinitiative, Friedensplan, Friedensprozess, ... (≥ 50) | |
| Verhandlungsfrieden, ... | |
| 3. Friedenssicherung & Einsatz | konkrete Sicherungsmaßnahmen (Peacekeeping, Missionen, Militär) |
| Friedensdelegation, Friedenseinsatz, Friedensmission, Friedenssicherung, Friedenstruppe, ... (≥ 25) | |
| 4. Friedensbewegung & Zivilgesellschaft | gesellschaftliche Friedensarbeit im öffentlichen Raum (Aktivismus, Protest, Kampagnen) |
| Friedensbewegung, Friedensbotschafter, Friedensdemonstration, Friedensfest, Friedensmanifest, Friedensmarsch, ... (≥ 75) | |
| 5. Konflikt & Gegenbegriffe | alles, was Frieden verhindert oder zerstört (Bruch, Gegner, Störung, Gefährdung) |
| Friedensbruch, Friedensdiktat, Friedensfeind, Friedensgegner, Friedensstörer, ... (≥ 10) | |
| Diktatfrieden, Gewaltfrieden, Schandfrieden, Scheinfriede, Unfriede, ... | |
| 6. Organisationen & Gremien | Friedensarbeit als strukturierte Organisation (Vereine, Komitees, Koordination) |
| Friedensbeirat, Friedensbeobachter, Friedensblock, Friedensbund, Friedensbündnis, ... (≥ 20) | |
| 7. Personen & Preise | Personen oder Personengruppen (Titel, Rollen, Auszeichnungen) |
| Friedensfilmpreis, Friedenskanzler, Friedensnobelpreis, Friedensnobelpreisträger, -trägerin, ... (≥ 15) | |
| 8. Religion & Kultur | Friedensbegriffe in Liturgie, Ritualen, Kulturtraditionen (Rituale, Gottesdienst, Friedensgruß etc.) |
| Friedensandacht, Friedensengel, Friedensgebet, Friedensglocke. Friedenskuss, ... (≥ 20) | |
| Gottesfriede, Sonntagsfriede, ... | |
| 9. Symbole, Orte & Objekte | Frieden als sichtbares Zeichen (Zeichen, Denkmäler, Parks, Dinge) |
| Friedensbaum, Friedensfahne, Friedenspfeife, Friedenssymbol, Friedenstaube, ... (≥ 35) | |
| Friedhof, s. o., ... (≥ 60) | |
| 10. Werte, Ideen & Motivation | Frieden als innerer/gesellschaftlicher Wertbegriff (Hoffnung, Wille, Sehnsucht, Konzept) |
| Friedensgedanke, Friedensidee, Friedenssehnsucht, Friedensstifter, Friedenswille, ... (≥ 40) | |
| Hausfriede, Seelenfriede, Weltfriede, ... | |
| 11. Wirtschaft & Ressourcen | alle Begriffe, die mit Wirtschaft zu tun haben (Nutzen, Finanzierung, Dividende, Steuer) |
| Friedensdividende, Friedensproduktion, Friedensware, Friedenswerkstatt, Friedenswirtschaft, ... (≥ 10) | |
| Arbeitsfriede, Betriebsfriede, ... | |
| 12. Wissenschaft, Bildung & Ethik | Frieden als Fachgebiet, Reflexion, Lehre, Ethik (Forschung, Pädagogik, Theorie) |
| Friedenserziehung, Friedensethik, Friedensförderung, Friedensforscher, Friedensforschung, ... (≥ 20) |
Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Du gelangst dann zum Online Wörterbuch Wiktionary. Wörter die in diesem Wörterbuch nicht vorkommen sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt. Dort findest du Informationen zum Wort, zur Wortart, Bedeutung, Herkunft und Beispielsätze. Zu Wörtern die im Stammverzeichnis dieses Wörterbuches nicht eingetragen sind findest du im DWDS Beispielsätze und Informationen zur Häufigkeit dieses Wortes in verschiedenen Textkorpora.
Anregungen für den Unterricht
Rechtschreib- und Sprachunterricht
Sprachgruppen
Das Wort Friede kann im Unterricht gut genutzt werden, um Übersetzungen in verschiedenen Sprachgruppen zu vergleichen. Die Übersetzungen in den europäischen Sprachen sind vor allem in den drei Sprachgruppen der germanischen (Nordeuropa), romanischen (Südeuropa) und slavischen (Osteuropa) Sprachgruppen sind länderübergreifen sehr ähnlich. Auch die vom Semitischen abgeleiteten Sprachen weisen hier sehr viel Ähnlichkeiten auf. Einige Fremdsprachen sind auf der Karteikarte des Modellwortschatzes aufgeführt. Diese Übersetzungen können als Grundlage für weitere Fremdsprachen genutzt werden. Im Kapitel Fremdsprachen ist das Nomen Frieden in viele Fremdsprachen nach Sprachgruppen geordnet zusammengestellt.
Schülerinnen und Schüler können mit Hilfe des Google Übersetzers selbst nach Übersetzungen in die verschiedenen europäischen Sprachen erforschen. Ein Auftrag könnte beispielsweise lauten: „Wie wird das Wort Frieden in anderen Sprachen ausgedrückt. Nutzt hierfür auf eurem Laptop/Notebook/Computer den Google Übersetzer. Wählt im rechten Feld europäische Länder aus. In welchen Ländern gibt es Gemeinsamkeiten (Ähnlichkeiten). Ordnet die Länder nach Sprachgruppen oder nach Regionen.“
Vornamen
Die Vornamen der Schülerinnen und Schüler in einer Klasse sind im Sprachunterricht immer eine gute Gelegenheit, sich über Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Sprachen auszutauschen. Je vielfältiger die in den Familien der Kinder gesprochenen Sprachen sind, desto interessanter wird es. Da viele Namen auf das Wort Frieden zurückgeführt werden können kann es für die Schüler(innen) interessant sein, die Bedeutung von hievon abgeleiteten Vornamen zu erkunden.
Relativ einfach ist es Namen zu finden, die mi Fried-, Frid- oder Fred- beginnen. Schwieriger ist es, wenn diese Wortteile am Wortende oder im Wortinneren vorkommen. Die Aufgabe für die Schülerinnen und Schüler könnte zunächst darin bestehen, entsprechende Vornamen in der Klasse, dem Sportverein oder Schule usw. zu suchen. Im Internet kann die Vornamenliste bei Wikipedia hilfreich sein. Im Kapitel Vornamen findest du für fünf häufig vorkommende Vornamen (Friedrich, Gottfried, Siegfried, Wilfried, Winfried) angegeben, für wie viele Personen mit diesem Vornamen ein Wikipedia-Artikel existiert. Immerhin kommen bei Wikipedia in den Top-100 deutscher Vornamen drei Vornamen vor, die vom germanischen fridu abgeleitet sind: Friedrich (Platz 1), Gottfried (Pl. 70), Siegfried (Pl. 75) und Friederike (Pl. 46).
Eine echte Herausforderung ist es, Vornamen mit romanischem (pax, pace usw.) und slavischem (mir) Ursprung zu finden. Auch hierzu findest du einige Beispiele im Kapitel Vornamen. Interessant ist, dass ausgerechnet die beiden weltweit bekannten Personen, deren Staaten Krieg gegeneinander führen, glauben, den Frieden in ihren Vornamen zu tragen: Wladimir und Wolodymyr. Beide Namen sind slavischen Ursprungs und das slavische Wort für Frieden ist mir oder myr (мир). Warum diese beiden nicht Herrscher des Friedens (vlad / volod = herrschen, besitzen) sind, erfährst du ebenfalls im Kapitel Vornamen.
Frieden oder Krieg
Das kleine Wörtchen Friede kann im Unterricht vielseitig verwendet werden, um ganz unterschiedliche Diskussionen anzuregen. Wie ist die Wirklichkeit in den Ländern Europas und der Welt? In welchen Ländern Europas herrscht Krieg und in welchen Ländern dominiert das friedliche miteinander? Leben wir nicht doch über alle Staaten hinweg in einer friedlichen Welt? Worüber wird aber mehr gesprochen und geschrieben? Was macht das mit uns? Werden hier eher die Ängste oder das friedliche Miteinander (die viel größere Realität) angesprochen. Leben wir mit Personen, die aus anderen Ländern, die zu uns gekommen sind nicht in der überwiegenden Mehrheit friedlich miteinander? Wie aber ist der Eindruck, der uns durch die Presse und dem Internet vermittelt werden?
Interessant ist das Gegensatzpaar Krieg und Frieden. „Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten.“, heißt ein Spruch unter Journalisten. Wie sieht es aus, wenn wir Texte in einer örtlichen Tageszeitung oder die Nachrichten in den verschiedenen TV-Sendern auswerten? Wie häufig kommt der Begriff Friede vor und wie oft werden Wortbildungen mit dem Grundwort Krieg verwendet? Anregungen zur Diskussion liefert die Auswertung von verschiedenen Textauswertungen im Hinblick auf diese beiden Wörtern. m Kapitel Krieg und Frieden (siehe unten) findest du hierzu zwei interessante Diagramme.
Fremdsprachen
Die folgende Tabelle enthält Übersetzungen des Wortes Frieden in verschiedene Sprachgruppen:
- germanische Sprachen (vor allem in Nordeuropa)
- romanische Sprachen (vor allem in Süd- und Westeuropa)
- slavische Sprachen (vor allem in Osteuropa)
- sonstige länderbezogene europäische Sprachen
- semitische Sprachen (hiervon sind vor allem die arabische und hebräische Sprachen abgeleitet)
Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Die Sprache ist mit dem Artikel bei Wikipedia und das Wort mit dem Online Wörterbuch Wiktionary (deutsch/englisch) verlinkt. Wenn weder in der deutschen noch in der englischen Version von Wiktionary ein Eintrag zu finden war wurde die Übersetzung mit der Internetseite von Brilliant Maps verlinkt. Dort findest du eine sehr schöne Länderkarte von Europa mit den Übersetzungen, farblich nach Sprachgruppen unterschieden.
Vornamen
In den germanischen und slavischen Sprachen kommen die alten Wörter für Frieden in vielen Vornamevarianten vor. In beiden Sprachgruppen gibt es über hundert Vornamen, die auf das germanische fridu oder slavische mir zurückgeführt werden können.
In den germanischen Sprachen sind die meisten Vornamen einmalig und relativ selten. Einige wenige Vornamen waren in der Vergangenheit allerdings sehr produktiv und haben viele weitere Vornamen und Kurzformen gebildet. Diese Vornamen sind auch von anderen Sprachen übernommen worden. Die folgende Tabelle enthält die fünf Vornamen mit den meisten Ableitungen. In der Klammer hinter den Namen wird angegeben, wie viele Personen mit diesem Vornamen in Wikipedia-Artikeln vorkommen. Diese Zahlen zeigen vor allem die Bedeutsamkeit eines Vornamens (in der Vergangenheit).
| Friedrich (19.560) |
|---|
| Bedeutung: ahd. rich = mächtig, Herrscher; „friedlicher Herrscher“ |
| Ableitungen (7.454) männlich: Fiete (25), Fred (1.004), Frederik (569), Frido (17), Fridolin (120), Friedel (156), Friedensreich (2), Friederich (103), Friederick, Friedolin (2), Fritz (4.551); weiblich: Frederike (25), Frida (134), Frieda (185), Friede (22), Friederike (470), Fritzi (27), Rieke (28), Rike (14) |
| international (Beispiele): Bedřich (CZ), Federico (ES) (IT), Federigo (IT), Fred (DK) (FR) (NL) (NO) (PT) (SE), Freddie (DK), Freddy (DK) (FR) (NL), Frédéric (FR), Frederick (GB), Frederico (PT), Frederik (DK) (NL), Fredo (IT), Fredric (GB), Fredrick (GB), Fredrik (FI) (NO) (SE), Freek (NL), Fricis (LV), Friderich (DK), Friderik (SI), Friðrekur (IS), Frīdrihs (LV), Friðrik (IS), Fríðrikkur (FO), Fríðrikur (FO) (IS), Frigyes (HU), Frissi (IS), Frits (NL), Fryderyk (PL), Priidik (EE), Priit (EE), Reetu (FI), Retu (FI), Rico (PT), Rietelikki (FI), Rieterik (FI), Rieti (FI), Rietrikki (FI), Rik (NL), Veeti (FI); weiblich: Bedřiška (CZ), Farîtaríka (GL), Federica (IT), Frederica (GB), Frederica (PT), Frederikke (DK), Frédérique (FR), Fredrika (FI), Fredrika (SW), Freida (GB), Fríðrika (FO), Friðrika (IS), Friðrikka (IS), Fridrikka(FO), Frieda (GB), Fryderyka (PL), Rica (GB), Rietriikka (FI), Rietrikka (FI), Riika (FI), Riikka (FI), Rika (SW), Rikke (DK) |
| Gottfried (2.053) |
| Bedeutung: ahd. got = Gott; „göttlicher Friede“ |
| Ableitungen (401) männlich: Göpf (3), Göpfert (20), Götz (368), Govert (10); weiblich: Gottfriede |
| international (Beispiele): Bogomir (BG), Bogomir (SI), Bogumił (PL), Bohumír (CZ), Geoff (GB), Geoffrey (GB), Geoffroi (FR), Geoffroy (FR), Godefridus (NL), Godefroi (FR), Godefroid (FR), Godefroy (FR), Godfrey (GB), Godfried (NL), Goffredo (IT) , Govert (NL), Jeff (GB), Jeffery (GB), Jeffrey (GB) |
| Siegfried (1.490) |
| Bedeutung: ahd. ahd. sigu, sigi = Sieg; „der mit/nach dem Sieg, Frieden schafft“ |
| Ableitungen (378) männlich: Sifrid (2), Sigefrid (0), Sigfrid (40), Sigfried (18), Sigifrid (0); Sigi (42), Siggi (26), Sig (10); weiblich: Sigrid (240) |
| international (Beispiele): Sigfrid (GB), Sigurd (GB), Sigurt (nord.), Sigvard (nord.), Sivert (nord.), Sivrit (nord.) |
| Wilfried (519) |
| Bedeutung: ahd. willio = Wille; „der mit dem Friedenswillen“ |
| Ableitungen (88) männlich: Willfried (10), Wilfrid (72); weiblich: Wilfriede (6) |
| international (Beispiele): Wilfred (GB), Wilfredo (ES), Wilfrid (GB) |
| Winfried (359) |
| Bedeutung: ahd. wini = Freund; „der friedliche Freund“ |
| Ableitungen (70) männlich: Winfred (12), Winfrid (12), Wini (4), Winni (4), Winnie (38), Wynfreth, Wynfried; weiblich: Winfridia |
| Weitere Beispiele bekannter deutscher Vornamen, die auf gem. fridu zurückgeführt werden können |
| Ehrenfried (ahd. ēra = Ehre → ehrenvoller Friede), Friedbert (ahd. bert = glänzend, berühmt → glänzender Friede), Friedemann (ahd. man = Mann → Mann des Friedens), Friedhelm (ahd. helm = Helm, Schutz → Schutz durch Frieden), Friedland (ahd. land = Land → Landfrieden), Gerfried (ahd. ger = Speer → Speerfrieden / Speer des Friedens), Helfried (ahd. helm = Helm, Schutz → Schutz-Friede / Friede als Schutz), Manfried (allem. man → Mann des Friedens), Ottfried (ahd. ot = Besitz, Erbe → Erbfrieden / Besitzfrieden), |
| Es gibt auch Namen, die die Buchstabenfolge fried enthalten jedoch nicht auf germ fridu = Friede zurückzuführen sind. Der bekannteste Name ist Elfriede Dieser Vorname ist aus dem englischen Elfreda in die deutsche Sprache als Elfrieda/Elfriede übernommen worden. Der englische Name ist zusammengesetzt aus altengl. ælf = Elfe und þryþ = Stärke. Er bedeutet daher Elfenstärke / starke Elfe. |
In slavischen Sprachen können die meisten Namensableitungen vom altslavischen mir auf einige wenige Grundnamen zurückgeführt werden. Unterschiede gibt es vor allem in der Schreibung eines Namens in den einzelnen slavischen Landessprachen. Als Beispiel wurde in der folgenden Tabelle diese unterschiedlichen Schreibungen für die Namen Miroslav und Wladimir einmal differenziert nach verschiedenen Landessprachen aufgeführt.
Die Buchstabenfolge mir (мир) kann in slavischen Sprachen in der Regel auf das altslavische миръ = Welt, Frieden zurück geführt werden. Das ist allerdings nicht immer der Fall. Im Mittelalter konkurrierte hiermit das gotische mers (germ. mer, ahd. mera = bedeutend, berühmt). Dieses altgermanische Wort wurde vor allem in Vornamen in den slavischen Sprachen zu mir und damit volksetymologisch als mir = Friede, Welt, umgedeutet. Als Beispiel für solche Umdeutungen werden in der folgenden Tabelle die Namen Miroslav, Tihomir und Wladimir aufgeführt.
| Wort | Bedeutung | Ableitungen |
|---|---|---|
| Bohumír (14) | bogŭ = „Gott“ und mir = „Friede/Welt“ (slaw. mirŭ / миръ)
Bedeutung: „Gottesfriede / Friede Gottes“ (deutsch: Gottfried) |
Bogomir, Bogumir, Bohumíra (w) |
| Dragomir (Драгомир) (18) | dorgŭ / drag = „kostbar, lieb“ → Bedeutung: „dem der Friede kostbar ist“. | Drahomír, Drahomíra (w) |
| Jaromír (65) | jarŭ = „energisch/heftig“ → Bedeutung: „energischer Friede“. | Jaromir, Jaromíra (w) |
| Kazimir (Казимир) (23)
Casimir (189), Kasimir (161) |
altslavisch *kaziti = „verderben, schädigen, zerstören“, *mirъ = Friede / Welt / Ordnung; → Bedeutung: „Zerstörer des Friedens“;
wissenschaftlich umstritten: poln. kazać = befehlen, verkünden Bedeutung: → „Friedensstifter“ |
Casimir, Casimiro, Kasimir, Kasimira, Kazimiera, Kazimierz, Kazimír, Kázmér |
| Lubomír (57) | ľuby = „Liebe“ → Bedeutung: „Liebe zum Frieden“. | Ljubomir (Љубомир), Lubomierz, Ľubomír, Lubomíra, Ľubomíra, Lyubomir / Lubomir (Любомир), Lyubomyr (Любомир), Lyubomyra (Любомира) |
| Mojmír (7) | mojĭ = „mein“ → Bedeutung: „mein Friede“. | Mojmir, Momir (Момир) |
| Radomir (Радомир) (26) | radŭ = „froh, bereitwillig“ → Bedeutung: „froher Friede“. | Radmir (Радмир), Radomír, Radomíra, Radomira (w) (Радомира), Ratimir |
| Sławomir (6) | slava = „Ruhm“ → Bedeutung: „Ruhm des Friedens“. | Slavomir, Slavomír, Slavomíra, Sławomira (w) |
| Zvonimir (26) | zvonŭ = „Klang/Läuten“ → Bedeutung: „Klang des Friedens“. | Dzvonimir (Ѕвонимир), Zvonimira (w) |
| Nicht auf mir = „Friede/Welt“ können folgende Vornamen zurückgeführt werden: | ||
| Miroslav (232)
Miroslaw (73) |
germ. mer = groß, bedeutend, berühmt, -slav = lat. sclavus, Slawe; → Bedeutung: „berühmter Slave“
Erst später wurden volksetymologisch mir und slava = Ruhm, Ehre assoziiert; Bedeutung also nicht „ruhmreicher Friede“, wie gerne angenommen wird. Diese Fehldeutung findet sich auf vielen Namensseiten, wie z. B. auf behind the name, Adazing, |
Míra (RS), Mira (Мира) (div.), Mirče (Мирче) / Mirche (MK), Mircea (RO), Mirco (IT), Mireček (RS), Mirek (PL), Mirka (Мирка) (CS), Mirko (Мирко) (RS), Miro (HR), Miroslava (Мирослава) (div.), Mirosław (PL), Mirosława (PL), Myroslav (Мирослав) (UA), Myroslava (Мирослава) (UA) |
| Tihomir (16) | slawisch ticho = still, ruhig, germ. mera = groß, bedeutend, berühmt → Bedeutung: „große Stille“ oder „stille Größe“
Erst später wurde volksetymologisch mir assoziiert; Bedeutung also nicht „stiller Friede“, wie gerne angenommen wird. |
Tihomira (RS), Tikhomir (Тихомир) (RU) |
| Wladimir (1008)
Vladimir (1308) Wolodymyr (165) |
slawisch vlad (владь) = Macht oder Herrschaft, got. mers = groß, ahd. mari = bedeutend, berühmt → Bedeutung: „groß in seiner Macht“; analog hierzu der deutsche Vorname Waldemar
Erst später wurde volksetymologisch mir assoziiert; Bedeutung also nicht „Friedensherrscher", wie gerne angenommen wird. Eine interessante Übereinstimmung: Der Namenstag von Waldemar und Wladimir ist für beide der 15. Juli |
Uladzimir (Уладзімір) (BY), Vladimír (CZ), Vladímir (ES), Vladimir (Владимир) (RU), Vladimiro (IT), Vlastimír (CZ), Vlastimir (Властимир) (RS), Włodzimierz (PL), Wolodymyr (Володимир) (UA) |
| Diese Fehldeutungen finden sich auf vielen Namensseiten, wie z. B. auf Adazing, behind_the_name, beliebte_vornamen, etymonline, ebenso die vielen Baby-Vornamen-Suche-Seiten im Internet ... Korrekt hingegen auf BabyNamesPedia, baby_vornamen.at, vorname.com, ... | ||
Aus dem lateinischen Wort pax = Frieden haben sich in romanischen Sprachen - anders als in germanischen und slavischen Sprachen - nur sehr wenige Vornamen entwickelt. Diese können auf drei Vornamengruppen eingegrenzt werden:
- Direkt aus dem lateinischen pax = hat sich in römisch‑christlicher Tradition das italienische Pace und hiervon italienisch Paix und spanisch Paz entwickelt.
- Aus lateinisch pacificus, zusammen gesetzt aus pax + facere = Frieden stiftend, haben sich mit gleicher Bedeutung Vornamen in verschiedenen Sprachen entwickelt.
- Das lateinische Adjektiv placidus hat die Bedeutung still, ruhig, friedlich. Hiervon haben sich in romanischen Sprachen verschiedene Vornamen entwickelt mit der Bedeutung der/die Ruhige, Friedliche.
| Sprache | Übersetzung | Aussprache | |
|---|---|---|---|
| 1 | Latein | Pax | [paks] |
| 1 | Englisch | Pace | [ˈpeɪs] |
| 1 | Französisch | Paix | [pɛ] |
| 1 | Italienisch | Pace | [ˈpa.tʃe] |
| 1 | Spanisch | Paz | [paθ] |
| 2 | Latein | Pacificus | [paˈkiː.fi.kus] |
| 2 | Französisch | Pacifique | [pa.si.fik] |
| 2 | Italienisch, Spanisch | Pacifico | [paˈtʃi.fi.ko/paθiˈfiko] |
| 2 | Italienisch, Spanisch | Pacifica | [paˈtʃi.fi.ka/pa.ˈθi.fi.ka] |
| 3 | Latein | Placidus | [ˈpla.ki.dus] |
| 3 | Englisch | Placid | [ˈplæs.ɪd] |
| 3 | Französisch | Placide | [pla.sid] |
| 3 | Italienisch | Placido | [ˈpla.tʃi.do] |
| 3 | Italienisch | Placidia | [plaˈki.di.a] |
| 3 | Portugiesisch | Plácido | [ˈpla.θi.ðo] |
| 3 | Spanisch | Plácido | [ˈpla.si.ðo] |
| 3 | Spanisch | Plácida | [ˈpla.θi.ða] |
Wenn du mehr über einen Vornamen erfahren möchtest, dann klicke auf den Vornamen. Du gelangst dann zu der (nicht werbefreien und englischen) Internetseite Behind the Name.
Aus der semitischen Wurzel š-l-m = Friede, Glück, Gesundheit haben sich die hebräische und arabische Grußformeln Schalom und Salam entwickelt. diese beiden Wörter sind die Grundlage für einige Vornamen im arabischen Raum, die auch in europäische Landessprachen übernommen wurden. Die folgende Tabelle enthält einige Beispiele für Vornamen aus der semitischen Sprache. Diese sind in drei Gruppen zusammengefasst:
- Direkte Ableitung vom semitischen š-l-m
- Ableitungen vom biblischen Namen Salomon, hebräisch Shlomo, arabisch Suleiman. Der Name Salomon findet sich in dieser Form in vielen Bibelübersetzungen und ist auch als Nachname sehr verbreitet.
- Der Name der Religion Islam wird vor allem in arabischen Sprachen auch als Vorname benutzt. Von diesem sind einige wenige weitere Vornamen abgeleitet.
- Muslim wird als allgemeine Bezeichnung für Anhänger Mohameds verwendet, kommt aber auch als Vorname vor.
| Sprache | Vorname | Aussprache | |
|---|---|---|---|
| 1 | Arabisch | Salām | |
| 1 | Arabisch, Indonesisch, Uigurisch | Salām (سلام) | [saˈlaːm] |
| 1 | Arabisch | Abd as-Salām (عبد السلام) | [ʕabd as saˈlaːm] |
| 1 | Arabisch | Salim (سالم) | [ˈsaːlim] |
| 1 | Arabisch | Salima (سالمة) | [ˈsaːlima] |
| 1 | Arabisch, Persisch, Urdu | Salman (سلمان) | [salˈmaːn] |
| 1 | Bengalisch | Salman (সালমান) | [salˈmaːn] |
| 1 | Englisch, Deutsch, Georgisch, Griechisch, (Hebräisch) | Salome | [saˈloːme], [sə.ˈloʊ.mi] |
| 1 | Arabisch | Salim (سالم) | [ˈsaːlim] |
| 1 | Arabisch, Urdu | Saleem (سليم) | [sa.ˈliːm] |
| 1 | Arabisch, Englisch (m/w) | Salem (سالم) | [ˈsaːlim] |
| 1 | Arabisch | Salima (سليمة), Selima (w) | [sa.ˈliː.ma] |
| 1 | Albanisch, Türkisch | Selim | |
| 1 | Arabisch, Türkisch | Selima (سليمة), Selime (w) | [seˈlim] |
| 2 | Hebräisch | Salomon, šəlōmōh (שְׁלֹמֹה) | |
| 2 | Hebräisch | šəlōmōh (שְׁלֹמֹה), šālōm (שָׁלוֹם) | [ˈzaːlomɔ] |
| 2 | Hebräisch | Shlomo | [ʃloˈmo] |
| 2 | Französisch. Biblisch | Salomon | [sa.lo.ˈmon] |
| 2 | Portuguese | Salomão | |
| 2 | Spanisch | Salomón | [sa.lo.ˈmon] |
| 2 | Ungarisch | Salamon | [ˈʃɒ.lɒ.mon] |
| 2 | Arabisch | Suleiman | |
| 2 | Arabisch | Suleiman (سليمان) | [suˈlajmaːn] |
| 2 | Arabisch, Indonesisch, Malaiisch | Sulaiman (سليمان) | [su.laj.ˈmaːn] |
| 2 | Arabisch, Kirgisisch | Sulayman (سليمان), (Сулайман) | [su.laj.ˈmaːn] |
| 2 | Arabisch (Maghrebi) | Slimane | [su.laj.ˈmaːn] |
| 2 | Albanisch, Bosnisch | Sulejman | [sy.lej.ˈman] |
| 2 | Bosnisch | Suljo | |
| 2 | Kasachisch | Süleimen (Сүлеймен) | |
| 2 | Persisch | Soleiman (سلیمان) | [so.lej.ˈmɒːn] |
| 2 | Semitic Mythology | Shalim | |
| 2 | Türkisch, Azerbaijanisch | Süleyman | [sy.lej.ˈman] |
| 2 | Turkmenisch | Süleýman | [sy.lej.ˈman] |
| 2 | West-Afrikanisch | Souleymane | [su.le.man] |
| 3 | Arabisch | Islam (إسلام ) | |
| 3 | Arabisch, Tschetschenisch | Islam (إسلام ), (Ислам) | [ʔis.ˈlaːm] |
| 3 | Arabisch, Tschetschnisch | Islama | [ʔis.ˈlaːma] |
| 3 | Aserbaidschanisch, Kasachisch, Türkisch | İslam | [ʔis.ˈlaːm] |
| 3 | Indonesisch | Islamawati | [ɪs.ˈlaː.ma.ˌwa.ti] |
| 3 | Persisch | Eslam (اسلام) | [ʔis.ˈlaːm] |
| 3 | Tschetschenisch,Baschkirisch | Islambek (Исламбек ), Islambäk (Исламбәк) | |
| 3 | Usbekisch | Islom | [ʔis.ˈlaːm] |
| 4 | Arabisch | Muslim (Moslem) | |
| 4 | Arabisch, Indonesisch, Malaiisch | Muslim (مسلم) | [ˈmus.lim] |
| 4 | Arabisch, Usbekisch, Bengalisch | Muslima (مسلمة) (w) | [ˈmus.li.ma] |
| 4 | Persisch | Moslem (مسلم) | [mos.ˈlem] |
| 4 | Türkisch, Aserbaidschanisch | Müslüm | [mys.ˈlym] |
Wenn du mehr über einen Vornamen erfahren möchtest, dann klicke auf den Vornamen. Du gelangst dann zu der (nicht werbefreien und englischen) Internetseite Behind the Name.
Krieg und Frieden
| Wie sieht es mit der Verwendung der Wörter Friede(n) und Krieg aus? Um dies herauszufinden wurde der Wortschatz der Gegenwartssprache (linkes Diagramm) und er ZDL-Regionalkorpus (ab 1993, rechtes Diagramm) aus dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) ausgewertet. | |
| In diesem linken Diagramm wurden die beiden Wörter Krieg und Frieden über 120 Jahre hinweg ausgewertet. Bei der Analyse wurden die Wortschätze aus Zeitungen und der gesprochenen Sprache nicht mit einbezogen. | Für die Auswertung von Zeitungen steht nur eine begrenzte Datenbasis zur Verfügung. Dieses Diagramm gibt die Auswertung für die letzten zwanzig Jahre wieder. Bei der Analyse werden die Wortschätze aus dem linken Diagramm (durchgezogene Linie) im Vergleich zur Textauswertung Regionaler Zeitungen (gestrichelte Linien) dargestellt. |
| Am Anfang des vorigen Jahrhunderts dominiert das Wort Krieg. Der erste Weltkrieg und die Zeit der Hitler-Diktatur prägten das Leben der Menschen. Die spiegelt sich auch im Gebrauch der Wörter Frieden und Krieg in den ausgewerteten Texten wieder. Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs ging es in den Herzen und Köpfen der Menschen um Frieden. Die Friedensbewegung in den 60er Jahren, die Demonstrationen gegen die Stationierung von Atomwaffen in Deutschland (NATO-Doppelbeschluss) und schließlich die deutsche Wiedervereinigung (1989) zeigen auch in der Sprache deutliche Veränderungen. Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war vom Friedenswillen geprägt. Der Zerfall Jugoslawiens (ab 1991) und der Irakkrieg (2003-2011) brachte dann den Krieg wieder zurück nach Europa, ins aktuelle Leben und ins Gedächtnis und prägte auch die Sprache. | |
| Ganz anders stellt sich die Verwendung der Gegensätze Frieden und Krieg dar, wenn Regionale Zeitungen nach diesen Begriffen durchsucht werden. Das rechte Diagramm zeigt, dass der Gebrauch der beiden Wörter ganz entgegengesetzt zur Benutzung in anderen Textkorpora ausfällt. | |
| Die journalistische Redensart „Schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten.“ scheint sich hier zu bewahrheiten. Einerseits wird in Lebensgeschichten immer noch häufig auf den zweiten Weltkrieg und die Folgezeit Bezug genommen: „Ich war elf Jahre alt und es war Krieg.“ (1), „... (ist er) unbeschadet aus dem Krieg zurückgekehrt.“ (2), „Im Krieg ist hier alles zerstört worden.“ (3). Andererseits wird Krieg gern auch als Vergleich herangezogen: „...wir sind im Krieg mit einem Virus ... (Corona)“ (4) „Die Hooligans verhielten sich vor dem Stadion wie im Krieg.“ (5), „Das ist hier wie im Krieg“, sagt eine Verkäuferin ... (6) „.“ Nicht selten wird auch von einem Krieg gegen etwas oder jemanden berichtet: „Krieg gegen die Natur“ (7), „Krieg gegen das Virus“ (8), „... gegen den Staat“ (9), „... gegen den Terror“ (10), „... gegen das Establishment“ (11), „... gegen die Zukunft (12)“ „... gegen die islamistische Ideologie(13)“ „gegen Krebs“ (14) usw. usf. Und dann gibt es noch die weltweit tatsächlich geführten Kriege: „Krieg gegen Armenien“(15), „Eritrea“ (16), „Aserbaidschan“ (17) „Jemen“ (18), „Syrien“ (19) usw. | |
1) Allgemeine Zeitung, 14.12.2020, 2) Münchner Merkur, 31.12.2020, 3) Rhein-Zeitung, 24.12.2020, 4) Der Tagesspiegel, 15.12.2020, 5) , 6) Rhein-Zeitung, 15.12.2020, 7) Thurgauer Zeitung, 25.08.202, 8) Kieler Nachrichten, 31.12.2020, 9) Oberösterreichische Nachrichten, 14.12.2020, 10) Neue Westfälische, 7.12.2020, 11) Neue Westfälische, 10.12.2020, 12) Frankfurter Rundschau, 21.11.2020, 13) Oberösterreichische Nachrichten, 31.10.2020, 14) General-Anzeiger, 22.09.2020, 15) Kleine Zeitung, 13.12.2020, 16) Frankfurter Rundschau, 09.12.2020, 17) Oberösterreichische Nachrichten, 27.11.2020, 18) Kleine Zeitung, 11.11.2020, 19) Rhein-Zeitung, 10.03.2020,
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Redensarten/Zitate
xx
| Mehrwortausdruck | Bedeutung | |
|---|---|---|
| A | Frieden ist das höchste Gut | Wertschätzung des Friedens als erstrebenswerteste Lebens- oder Staatsbedingung. |
| B | Frieden schaffen | Aktiv dazu beitragen, dass ein friedlicher Zustand entsteht (z. B. durch Vermittlung oder Maßnahmen). |
| B | Frieden stiften | Vermitteln und dafür sorgen, dass Streit endet oder gar nicht entsteht. |
| C | etwas in Frieden lassen | Eine Sache unberührt lassen; nicht weiter daran herumändern oder eingreifen. |
| C | jemanden in Frieden lassen | Jemanden in Ruhe lassen; nicht stören oder belästigen. |
| C | seinen Frieden mit etwas machen | Mit einer Situation abschließen; sie akzeptieren und innerlich zur Ruhe kommen. |
| C | seinen Frieden mit jemandem machen | Sich mit jemandem versöhnen; einen Konflikt beilegen/akzeptabel beenden. |
| C | um des Friedens willen | Aus Rücksicht auf Frieden/Ruhe; um Konflikte zu vermeiden. |
| C | um des lieben Friedens willen | Damit kein Streit entsteht; um die Harmonie/den Hausfrieden zu wahren. |
| C | (mit jdm.) Frieden schließen/machen | Sich versöhnen; einen Streit/Konflikt beenden. |
| D | für Frieden sorgen | dafür sorgen, dass es ruhig/ohne Streit bleibt; Streit schlichten. |
| D | den Frieden bewahren/halten | Den erreichten Frieden bewahren; keinen neuen Streit beginnen oder Konflikte nicht eskalieren lassen. |
| D | es herrscht Frieden | Es ist ruhig; es gibt keinen Streit oder Krieg. |
| D | Gib ihm Frieden! | Lass ihn in Ruhe; bedränge ihn nicht weiter. |
| E | dem Frieden nicht trauen | Misstrauisch gegenüber einer scheinbar ruhigen/friedlichen Lage sein; man erwartet Ärger. |
| E | unter dem Deckmantel des Friedens | etwas tun, das vorgeblich friedlich ist, tatsächlich aber eigennützig/gefährlich. |
| E | Friede, Freude, Eierkuchen | Ironisch: scheinbar perfekte Harmonie; Konflikte/Probleme werden ausgeblendet. |
| F | in Frieden ruhen | Formel für Verstorbene: im Tod Ruhe finden; nicht mehr gestört werden. |
| F | Ruhe in Frieden | Grabformel: Ausdruck des Wunsches, dass der Verstorbene im Tod Frieden findet. |
xxx
| Zitate | Quelle |
|---|---|
| Beispiele für Zitate aus Wikiquote | |
| Denn Frieden ernährt, aber Unfrieden verzehrt. | Johann Peter Hebel, Das wohlfeile Mittagessen |
| Der Friede ist zu wichtig, um ihn den Männern alleine zu überlassen! | Johanna Dohnal, zitiert in: Presseheft zum Film "Die Dohnal" von Sabine Derflinger (2019) |
| Nichts ist mit dem Frieden verloren. Aber alles kann mit dem Krieg verloren sein. | Pius XII., Radiobotschaft vom 24. August 1939 |
| Niemand, der bei Verstand ist, zieht den Krieg dem Frieden vor; denn in diesem begraben die Söhne ihre Väter, in jenem die Väter ihre Söhne. | Herodot, Historien 1, 87, 4 / Krösus |
| Nur eine solidarische Welt kann eine gerechte und friedvolle Welt sein. | Richard von Weizsäcker, Verantwortung für sozialen Fortschritt, Gerechtigkeit und Menschenrechte, 1986 |
| Nur zwischen Glaube und Vertrauen ist Friede. | Friedrich Schiller, "Wallenstein" |
| Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit ihm noch auf dem Weg zum Gericht bist. | Matthäus 5,25 |
| Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen. | Matthäus 5,9 |
| ... | |
| Beispiele für Zitate aus Gute Zitate (nicht werbefrei) | |
| Es gibt keinen Weg zum Frieden, denn Frieden ist der Weg. | Mahatma Gandhi |
| Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen. | Mahatma Gandhi |
| Dauerhafter Frieden beruht auf wechselseitiger Achtung. | Dalai Lama |
| Soldatengräber sind die besten Prediger des Friedens. | Albert Schweitzer |
| Der teuerste Frieden ist billiger als der billigste Krieg. | Alexander Pope |
| Lieber ein mittelmäßiger Frieden als ein glorreicher Krieg. | Maria Theresia |
| Wir sind gegen den Gorilla-Krieg - wir sagen: Frieden schaffen ohne Affen! | Stefan Raab |
| Der Frieden kommt durch Verständigung, nicht durch Vereinbarung. | Sprichwort |
| ... | |
| Weitere Quellen: | |
| Aphorismen (1523), berühmte Zitate (316), bk-Luebeck (47), Gute Zitate (750), phrasio (1), Wikiquote (50), Zitate-online.de (42), Zitatforschung (7) | |
Belege/Quellen
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo, DWDS Frieden, Friedhof, Weltfriede (+ 170). Wiktionary: Frieden, Friedhof, Weltfriede (+ 110)
Rechtschreibung: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS
Etymologie: DWDS, etymonline, Wörterbuchnetz, Wortbedeutung.info, Wikipedia, Wiktionary, Wiktionary-en,
Vornamen: Wikipedia - Liste deutscher Vornamen, Liste von Vornamen, Liste der Namenstage, Arabischer Name, Persondata.toolforge (Quantifizierung der Wikipedia Namensseiten), sowie Friedrich; Siegfried usw. (sh. direkte Verlinkungen der Vornamen);
Einzelseiten zu Vornamen in Fremdsprachen: BabyNamesPedia, behind the name, etymonline, nordic names, ...
Einzelseiten zu deutschen Vornamen: baby_vornamen.at, beliebte_vornamen, vorname.com, ...
Grafik: How to say peace in European Languages - brilliantmaps.com, instagram.com
Mehrwortausdrücke, Redensarten: Zitate: DWDS, Wikipedia, Wiktionary, wissen.de; Aphorismen (1523), berühmte Zitate (316), bk-Luebeck (47), Gute Zitate (750), phrasio (1), Wikiquote (50), Zitate-online.de (42), Zitatforschung (7)
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Form
| Die Fremdwörter Formel und Formular können auf das lateinische Wort forma und hochdeutsch Form zurückgeführt werden. Gibt es eine Liste, welche Fremdwörter bei uns ebenfalls vom lateinischen formula abgeleitet sind? |
| K., Lehrer Rudolf-Steiner-Schule, Wien,2010 |
Diskussion
| Leider nein! Ich kenne keine solche Liste. Wissen Sie, Frau Fremd mehr? | |
| Nein! Aber ich durchforste einmal meine Datenbanken und Wörterbücher. | |
| Ein Tag später: | Folgende Wörter habe ich gefunden: |
| Adjektive: formal, formell, konform
Nomen: Format, Formel, Formular, Reform, Uniform Verben (Ableitungen mit dem Suffix -ier+en): formieren, formatieren, formulieren; deformieren, informieren, reformieren, transformieren, uniformieren | |
| Diese Wörter hat Frau Fremd vor rund fünfzehn Jahren herausgefunden. Heute weiß sie viel mehr. Sie kann dir sagen, woher und wann die Wörter zu uns gekommen sind und was sie früher einmal bedeutet haben. Möchtest du mehr über Fremdwörter erfahren möchtest, die vom lateinischen forma abgeleitet sind? Auf der Seite weiterführende Informationen zum Nomen Form. |
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Modellwortschatz
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Modellwortschatz
Das Wort Stichwort gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite).
Du kannst dir zu diesem Wort auch einige Fremdsprachen anhören.
Wortherkunft
Das Nomen Form ist seit dem Mittelalter im deutschen Sprachraum bekannt. Es ist vom lateinischen Wort forma abgeleitet und bedeutete Gestalt, Figur oder Äußeres. Zunächst hieß das Lehnwort forme. Später wurde es - wie viele andere deutsche Nomen - einsilbig = Form. Es sah aus wie ein deutsches Wort und wurde geschrieben wie ein deutsches Wort. Schon Ende des Mittelalters wurde es allgemein wie ein deutsches Wort behandelt.
Gegen Ende des 15. Jahrhunderts kamen dann einige französische Wörter in den deutschen Sprachraum, die auch vom lateinischen forma abgeleitet waren: frz. formule = Formel, frz. informer = informieren, frz. réforme = Reform. Im 17. Jahrhundert folgten dann frz. formel = formal, frz. conforme = konform, frz. déformer = deformieren usw. usf.
Ende des 19. und dann im 20. Jahrhundert folgten dann Ableitungen vom lateinischen forma auf dem Umweg über die englische Sprache, z. B. engl. formative = formativ, engl. performance = Performance, engl. to format = formatieren usw.
Fast alle Wörter, die nach dem Mittelalter zu uns eingewandert sind, lassen sich an verschiedenen Merkmalen noch heute leicht als Fremdwörter erkennen. Einen Zusammenhang zum „deutschen“ Wort Form wird dabei kaum noch gesehen. Inzwischen gibt es über 1.500 Wortbildungen in denen das lateinische forma steckt. Weitere 600 Wortbildungen sind vom „deutschen“ Form abgeleitet.
In der folgenden Tabelle sind einige eingewanderte Wörter aufgeführt (Spalte 1). Angegeben wird die lateinische Bedeutung (Spalte 4), die Sprache aus der wir im deutschen Sprachraum das Wort übernommen haben (Spalte 5) und das Jahrhundert, wann dieses Wort bei uns erstmalig aufgetaucht ist (Spalte 6). Nicht immer kann klar bestimmt werden, ob das im deutschsprachigen Raum verbreitete Wort direkt aus dem lateinischen oder durch Vermittlung aus der französischen Sprache abgeleitet ist. Das gilt vor allem für Wörter, die nach dem 15. Jahrhundert erstmalig auftraten und Wörter mit mehreren Bedeutungen. Beispiel: Formation, 16. Jh. lat. formātio (Gestaltung, Gliederung), dann militärisch frz. formation (militärische Aufstellung).
Wenn du mehr über ein einzelnes Wort erfahren möchtest, dann findest du in der letzten Spalte einige Quellenangaben: D = DWDS, E = Etymoline, W = Wiktionary. Weitere verwendete Quellen findest du im Kapitel Belege/Quellen.
| Wort | Wortart | Bedeutung | lat. Urspr. | Zwischensprache | erst. | Anz. | Quelle. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Form | Nomen | Gestalt, äußere Erscheinung | forma | lat. | 13. Jh. | ≥ 1500 | Form |
| Formalität | Nomen | Förmlichkeit, Vorschrift | formalitas | frz. formalité(s) | 16. Jh. | DEW | |
| Format | Nomen | festgelegte Größe, Gestalt, Layout | formātum | frz. format | 16. Jh. | ≥ 165 | DEW |
| formatieren | Verb | in bestimmtes Format bringen (bes. technisch) | formatus | engl. to format > frz. formater | 20. Jh. | DEW | |
| Formation | Nomen | geordnete Anordnung, Gebilde | formātio | lat./frz. formation | 16. Jh. | DEW | |
| formativ | Adjektiv | bildend, prägend | formativus | engl. formative > frz. formatif | 19./15. Jh. | DEW | |
| formbar | Adjektiv | gestaltbar, plastisch | forma | 17. Jh. | DEW | ||
| Formel | Nomen | festgelegter sprachlicher oder mathematischer Ausdruck | formula | lat. | 16. Jh. | ≥ 86 | DEW |
| formell | Adjektiv | förmlich, offiziell | formalis | frz. formel | 18. Jh. | ≥ 3 | DW |
| formieren | Verb | sich ordnen, in Reihe aufstellen, bilden und gestalten | formāre | frz. former | 17. Jh. | ≥ 13 | DEW |
| Formular | Nomen | vorgedrucktes Schriftstück | formularius | lat. | 16. Jh. | ≥ 46 | DEW |
| formulieren | Verb | sprachlich fassen, ausdrücken | formulare | frz. formuler | 19. Jh. | ≥ 45 | DEW |
| Deformation | Nomen | Verformung, Entstellung | dēformātio | lat. | 17. Jh. | DEW | |
| deformieren | Verb | verformen, entstellen | dēformāre | lat. frz. déformer | 16./19. Jh. | ≥ 10 | DEW |
| Informant(in) | Nomen | jemand, der Informationen gibt | informare | engl. informant | 20. Jh. | DEW | |
| Information | Nomen | Mitteilung, Wissen | informatio | lat | 15. Jh. | DEW | |
| informieren | Verb | benachrichtigen, unterrichten | īnformāre | lat. | 14. Jh. | ≥ 434 | DEW |
| konform | Adjektiv | übereinstimmend, angepasst | conformis | lat. | 16. Jh. | ≥ 50 | DW |
| Konformist | Nomen | Anhänger der englischen Staatskirche | cōnformāre | engl. conformists | 19. Jh. | DEW | |
| Konformität | Nomen | Übereinstimmung, Anpassung | conformitas | frz. conformité | 18. Jh. | DEW | |
| Performance | Nomen | Darbietung, Leistung, Aufführung | formare, k.lat. performo | engl. performance > frz. parformer | 20. Jh. | ≥ 19 | DEW |
| Reform | Nomen | grundlegende Verbesserung oder Umgestaltung | reformāre | frz. réforme | 17. Jh. | ≥ 498 | DEW |
| Reformation | Nomen | kirchliche Erneuerungsbewegung, Umgestaltung | reformātio | lat | 15. Jh. | DEW | |
| reformieren | Verb | erneuern, verbessern, verändern | reformāre | lat. | 15. Jh. | DEW | |
| Transformator | Nomen | Gerät zur Umwandlung der Stromspannung | trānsformāre | frz. transformateur | 18. Jh. | DEW | |
| transformieren | Verb | umwandeln, verändern | trānsformāre | lat. | 15. Jh. | ≥ 51 | DEW |
| Uniform | Nomen | einheitliche Kleidung oder Gestalt | uniformis | frz. uniforme | 18. Jh. | ≥ 75 | DEW |
| uniformieren | Verb | gleichmäßig kleiden oder gestalten | uniformis | frz. uniformer | 18. Jh. | DEW |
Wörterlisten
Adjektive: Es gibt nur wenige Adjektive, die direkt als Fremdwort eingewandert sind. Die meisten Adjektive, die form enthalten, sind spätere Wortbildungen. Meist sind dies Umbildungen (Konversionen) von Verben, dessen Partizip II auch als Adjektive verwendet werden können. Beispiel: informieren, Partizip II = informiert, Adjektiv = informiert, informierter, am informiertesten. (Die informierten Mitarbeiter(innen) ...) Reform (Nomen), reformieren (Verb), Präsens 3. Pers. / Imperativ Plural / Partizip II / Adjektiv (nicht steigerbar) = reformiert. (Die reformierten Kirchen ...) Diese Adjektive sind in dieser Tabelle nicht gesondert aufgeführt.
Verben: Bei den Verben ist es ähnlich wie bei den Adjektiven. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sind meist zunächst die Nomen in die deutsche Sprache als Fremdwort übernommen worden. Erst später wurden dann aus den Nomen auch Verben abgeleitet. In einigen Fällen wurde das Verb zuerst aus einer anderen Sprache übernommen oder direkt aus der lateinischen Sprache abgeleitet. Dies gilt zum Beispiel für die Verben deformieren, informieren und transformieren.
Nomen: Nicht immer lässt sich eindeutig entscheiden, welche Wortart eines Fremdwortes zuerst in die deutsche Sprache eingewandert ist. In der Regel wurden zunächst Nomen (z. B. in Fachsprachen) übernommen. In der folgenden Tabelle sind nach Möglichkeit die Wörter und die hieraus resultierenden Wortbildungen dem Grundwort zugeordnet, das zuerst in die deutsche Sprache übernommen wurde. Im Zweifelsfall wurde in der folgenden Tabelle das Nomen als Grundwort angenommen.
Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Du gelangst dann zum Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) . Wörter die in diesem Wörterbuch nicht vorkommen sind mit dem Online Wörterbuch Wiktionary verlinkt. Dort findest du Informationen zum Wort, zur Wortart, Bedeutung, Herkunft und Beispielsätze. Zu Wörtern die im Stammverzeichnis dieses Wörterbuches nicht eingetragen sind findest du im DWDS Beispielsätze und Informationen zur Häufigkeit dieses Wortes in verschiedenen Textkorpora.
Belege/Quellen
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz,
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo, DWDS, Wiktionary,
Rechtschreibung: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS
Etymologie: DWDS, Etymoline, Wörterbuchnetz, Wortbedeutung.info, Wikipedia
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Fett
| Was ist ein Fettnäpfchen? |
| Hier kann ein Hinweis gegeben werden, wer die Frage gestellt hat. |
Diskussion
Fettnäpfchen
Fett - fett
| Das Wort Fett kommt in gleicher Lautung in zwei verschiedenen Wortarten vor: | ||||||||||||||
| ||||||||||||||
| Man kann nur aus dem Satzzusammenhang herausfinden, ob das Wort als Nomen oder als Adjektiv verwendet wir | ||||||||||||||
| ||||||||||||||
| Wenn du unsicher bist, ob das Wort als Adjektiv oder als Nomen verwendet wird, dann mache die Adjektivprobe: Setze vor das Wort Fett/fett ein beliebiges Adjektiv. Ändert sich die Endung des Adjektivs, dann ist das folgende Wort ein Nomen. | ||||||||||||||
| Beispiele: | ||||||||||||||
| Im Essen ist zu viel heißes Fett. - Adjektiv: heiß - heißes - Hier passt sich die Endung an das Nomen das Fett an.
Das Essen ist richtig fett. - Hier ändert sich die Form des Adjektivs richtig nicht. Das Wort fett muss demnach ein Adjektiv sein und mit kleinem Anfangsbuchstaben geschrieben werden | ||||||||||||||
| Im Mittelalter hieß es in Süddeutschland feist und in Mittel- und Norddeutschland fett. Martin Luther verwendete in seinen späteren Schriften die niederdeutsche Form fett. Mit dem Buchdruck hat sich dieses Wort aus der norddeutschen Sprache in ganz Deutschland verbreitet. | ||||||||||||||
| Diese Variante finden wir auch in den nordeuropäischen Ländern, sowie in England und den Niederlanden: | ||||||||||||||
| ||||||||||||||
| Wenn du dich für die Wortbildungen mit Fett' oder fett' interessierst, so findest du weitere Beispiele auf der Seite Infoseite zum Stichwort Fett/fett. Dort findest du auch weitere Redensarten und Sprichwörter. |
Weiterführende Informationen
Modellwortschatz
Das Wort Stichwort gehört zum Modellwortschatz.
Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.
Hinweise zum Wort
| Bedeutung: | a) Fette sind feste chemische Verbindungen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff.
b) Fettzellen sind Körperzellen (bei Tieren und Menschen) die in der Lage sind, Fett zu speichern. c) In der Technik werden Fette als Schmierstoffe verwendet. |
| Wortinfo: | Nomen: das Fett (Einzahl, Singular), die Fette (Mehrzahl, Plural)
Adjektiv: fett, fetter, am fettesten Verb: fetten - ich fette, du fettest, er/sie/es fetten, wir/sie fetten, ihr fettet (Das Verb wird heute nur noch im Sinne von etwas einfetten verwendet.) |
| Herkunft: | Im süddeutschen Sprachraum benutzte man das Adjektiv feist. in Mittel- und Norddeutschland war hingegen fett gebräuchlich. Dieses Adjektiv hat sich dann im 16. Jahrhundert durchgesetzt. Die süddeutsche Variante wird heute nur noch umgangssprachlich und abwerten benutzt. |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Fett |
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Info - Fett
Weiterführende Informationen zum Nomen Fett
Modellwortschatz
Das Wort Stichwort gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir zu diesem Wort auch einige Fremdsprachen anhören.
Wortherkunft
Ursprünglich bedeuteten die germanische Wörter *faitiða (Verb) und *faita- (Adjektiv) = ein Tier mästen, fett machen. Hierauf ist das Verb veiʒen = fett machen zurückzuführen. Von diesem Verb ist das Adjektiv ahd. feiʒit, feiʒʒit (8. Jh.) und später mhd. veiʒt, veiʒet abgeleitet. Daraus hat sich schließlich das neuhochdeutsche feist entwickelt.
In der niederdeutschen Sprache dominierte mnd. vet und später nd. fett. Seit dem 14. Jh. ist diese Variante auch in mitteldeutschen Dialekten zu finden. Beide Adjektive bedeuteten gemästet, beleibt, fett sein und das Verb veiʒen = fett machen, mästen.
Martin Luther verwendete in seinen Bibelübersetzungen zunächst sowohl die hochdeutsche (feist) als auch die niederdeutsche (fett) Variante. In späteren Bibellausgaben (Ende 16. Jh.) dominiert dann das Adjektiv fett. Danach setzte sich im deutschsprachigen Raum fett an Stelle von feist durch. Heute wird feist nur noch umgangssprachlich und meist abwertend im Sinne von unangenehm fett / dick verwendet.
Wörterlisten
Es gibt über 250 Wortbildungen zum Grundwort Fett/fett. Die folgenden Tabellen enthalten einige Beispielwörter. In den ersten Tabellen werden die Beispiele nach der Wortart (Adjektive, Nomen, Verben) sortiert. Die darauf folgende Tabelle gibt Beispiele sortiert nach der Bedeutung des Wortes.
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die Wortbildungen zum Grundwort Fett sind zum Teil davon abgeleitet woraus das Fett hergestellt wird. Fette können hergestellt werden aus: | |
| A Pflanzen | z. B. Raps, Soja, aus Oliven oder Nüssen. |
| Erdnussfett, Kakaofett, Kokosfett, Palmfett, Pflanzenfett | |
| B Tiere | z. B. aus Milch von Kühen, Schafen, Ziegen usw. oder direkt aus dem Fett von Schweinen, Rindern (Speck) oder von Fischen wie z. B. Makrelen, Aalen oder Haien. |
| Bärenfett, Entenfett, Fettfisch, Gänsefett, Heringsfett, Milchfett, Schweinefett, Tierfett | |
| C Erdöl | Durch weitere Verarbeitung kann auch aus Erdöl Fett hergestellt werden. |
| Fettsäure, Schmierfett | |
| Weitere Wortbildungen können auf die unterschiedlichen Bedeutungen des Grundwortes Fett zurückgeführt werden. | |
| A Stoffliche Bedeutung | Fett als Stoff oder Substanz – etwas, das man anfassen oder sehen kann. |
| Butterfett, Pflanzenfett, Milchfett, Speisefett, Tierfett | |
| B Lebensmittel | Fett als Teil von Essen, beim Kochen oder Braten. |
| Bratfett, Backfett, Pommesfett, Schweinefett, Schmalzfett, Speisefett | |
| C Körpergewebe | Fett im Körper – als Polster oder Schutz. |
| Körperfett, Bauchfett, Fettpolster, Fettzelle, Fettgewebe, Fettreserve | |
| D technische Verwendung | Fett als Schmiermittel oder Pflegestoff. |
| Maschinenfett, Schmierfett, Fahrradfett, Motorfett, Lederfett, Schuhfett | |
| E Umgangssprachlich | Fett in Redewendungen oder übertragenem Sinn. |
| Fettnäpfchen, Fettschrift (Schrift mit dicken Buchstaben), Fettfinger (umgangssprachlich für schmierige Finger), Fette Jahre (Redewendung) | |
Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Du gelangst dann zum Online Wörterbuch Wiktionary. Wörter die in diesem Wörterbuch nicht vorkommen sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt. Dort findest du Informationen zum Wort, zur Wortart, Bedeutung, Herkunft und Beispielsätze. Zu Wörtern die im Stammverzeichnis dieses Wörterbuches nicht eingetragen sind findest du im DWDS Beispielsätze und Informationen zur Häufigkeit dieses Wortes in verschiedenen Textkorpora.
Redensarten
Die Wörter Fett und fett werden in einigen Redensarten verwendet. In den meisten Mehrwortausdrücken werden diese Wörter in einem übertragenen Sinn verwendet. Lediglich das 4. Zitat bezieht sich auf die technische Funktion des Schmierfetts. Die Redensarten sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), dem Online-Wörterbuch Wiktionary, Wikiquote oder der Internetseite Aphorismen verlinkt.
| Redensarten / Mehrwortausdrücke | ||
|---|---|---|
| Nr. | Redensart / Ausdruck | Kurzbeschreibung / Bedeutung |
| 1 | das Fett abschöpfen | Den besten oder lohnendsten Teil für sich behalten; den größten Vorteil ziehen. |
| 2 | das Kraut nicht fett machen | Eine Kleinigkeit, die keinen großen Unterschied macht; eine unbedeutende Verbesserung. |
| 3 | das macht den Kohl nicht fett | Eine geringe Zugabe oder Änderung verbessert die Lage kaum; es bleibt unerheblich. |
| 4 | Das Rad, das am lautesten quietscht, bekommt das meiste Fett. | Wer sich am lautesten beschwert, bekommt am meisten Aufmerksamkeit oder Hilfe. (engl. Sprichwort) |
| 5 | den Bock nicht fett machen | Eine Handlung, die nichts verbessert; eine nutzlose oder erfolglose Aktion. |
| 6 | den Braten nicht fett machen | Keine spürbare Verbesserung bewirken; nichts Entscheidendes beitragen. |
| 7 | des Wahnsinns fette Beute | Ironisch: Ausdruck für etwas völlig Verrücktes oder Absurdes (du bist ja des Wahnsinns fette Beute!). |
| 8 | des Wahnsinns fette Beute sein | Verrückt, überdreht oder unrealistisch handeln; nicht bei Verstand sein. |
| 9 | ein fetter Happen | Ein besonders lohnendes Stück / eine große Chance / ein ergiebiges Geschäft. |
| 10 | ein guter Hahn wird selten fett | Wer tüchtig ist oder viel arbeitet, gönnt sich wenig Genuss und legt daher kein Fett an. |
| 11 | hinten ist die Ente fett | Es ist erst vorbei, wenn es wirklich vorbei ist; das Ergebnis steht erst am Ende fest. |
| 12 | leck mich fett | Derb-umgangssprachlich: Ausdruck von Erstaunen, Ärger oder Überraschung („unglaublich!“ / „ich fass es nicht!“). |
| 13 | sein Fett abbekommen / abkriegen / wegbekommen / wegkriegen | Kritik, Strafe oder Ärger abbekommen; zur Rechenschaft gezogen werden. |
| 16 | selber essen macht fett | Ironisch-scherzhaft: Wer alles für sich behält, wird dick; Kritik an Egoismus. |
| 17 | sieben fette Jahre | Zeit des Wohlstands oder Erfolgs (biblisches Bild: sieben fette und sieben magere Jahre). |
| 18 | vom Wiegen wird die Sau nicht fett | Reines Kontrollieren oder Messen bringt keinen Fortschritt; man muss aktiv handeln. |
Belege/Quellen
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo
Wörterliste: Die Bedeutungsgruppen, Beispielwörter und -sätze wurden mit Unterstützung von ChatGPT-5 erstellt.
Rechtschreibung: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS
Etymologie: DWDS, educalingo, Wörterbuchnetz, Adelung, Herders CL, Mecklenburgisches WB, Rheinisches WB, WB bayrischer Mundart, Wortbedeutung.info, Wiktionary, Wikipedia
Redensarten: Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS), Wiktionary, Wikiquote, Aphorismen
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fallen
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Fußball
| Warum schreiben wir Fußball? Mein Kumpel Berni meint, dass wir auch Fussball schreiben können. |
| Mattis, Klasse 3, Lörrach |
Diskussion
Fuß oder Fuss?
Fuß und Ball
Wortbildungen
| Nun kannst du das Wort Fußball richtig schreiben. Jetzt werden dir auch viele andere zusammengesetzte Wörter keine Schwierigkeiten bereiten, in denen das Wort Fußball vorkommt. Davon gibt es sehr viele und die meisten Wörter wirst du in keinem Wörterbuch finden. | |
| Hier einige Beispiele mit dem Wort Fußball am Wortanfang: Fußballbundesliga, Fußballländerspiel, Fußballmannschaft, Fußballmeisterschafft, Fußballplatz, Fußballspiel, Fußballspieler, Fußballspielerin, Fußballstadion, Fußballtor, Fußballweltmeister, Fußballweltmeisterschaft, ... | |
| Das Wort Fußball kann auch am Ende eines zusammengesetzten Wortes stehen. Das kommt aber nicht ganz so oft vor. Hier einige Beispiele: Frauenfußball, Hallenfußball, Profifußball, ... | |
| Wenn ein Fußgallspiel ganz langweilig ist, bezeichnen es die Fans gern auch als Angsthasenfußball, Schlafwagenfußball oder Standfußball. Solche Wörter wirst du kaum in einem Wörterbuch finden. Und die Fußballfans erfinden solche Wörter auch immer wieder neu. Daran kannst du sehen, wie lebendig die deutsche Sprache ist. Du kannst dir mit deinen Mitschülerinnen und Mitschülern ja einmal neue Wörter ausdenken, in denen der Fußball vorkommt. | |
| Und selbst im Wortinneren von zusammengesetzten Wörtern kommt der Fußball vor. Hier gibt es aber nur sehr wenige Wörter, zum Beispiel: Hallenfußballmeisterschaft, Jugendfußballmannschaft, Straßenfußballturnier, Weltfußballverband, ... | |
| Das sind ganz schön lange Wörter. Du kannst diese richtig schreiben, wenn du das lange Wort in einzelne Wörter zerlegst, also: Halle+Fuß+Ball+Meister+-schaft = Hallenfußballmeisterschaft, Jugend+Fuß+Ball+Mann+-schaft = Jugendfußballmannschaft. | |
| Viele weitere Wortbeispiele findest du auf der Seite Weiterführende Informationen zum Stichwort Fußball. |
Interessantes
| Die Geschichte des Fußballspiels, so wie wir es heute kennen, beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts in England. Von hier verbreitete sich dieses Spiel zunächst in Europa und dann in der ganzen Welt. Die ersten Vereine in Deutschland gab es bereits 1875. Aber erst der Sieg der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft 1954 sorgte für große Begeisterung für dieses Fußballspiel. Viele neue Vereine wurden gegründet, neue Stadien gebaut, unzählige Bücher geschrieben und Filme gedreht. Heute ist Fußball ein Volkssport. In Deutschland gibt es rund 25.000 Fußballvereine mit mehr als 7,5 Millionen Mitgliedern. | |
| Zum Thema Fußball gibt es auch für Kinder viele Informationen im Internet. Hier einige werbefreie Quellen: | |
|
englisch football
Ohaball
| Die Idee zu dieser Diskussion kommt von Marc, Klasse 3, Berlin |
Weiterführende Informationen
Modellwortschatz
Das Wort Fußball gehört nicht zum Modellwortschatz. Dort findest du die beiden Wörter, aus denen das Nomen Fußball zusammengesetzt ist.
Du kannst dir auch einige Fremdsprachen zu den Wörtern Ball und Fuß anhören.
Hinweise zum Wort
| Bedeutung: | Mit dem Nomen Fußball wird
a) der Ball bezeichnet, mit dem Fußball gespielt wird b) Mit Fußball kann aber auch das Fußballspiel gemeint sein. Hier gibt es keinen Plural. |
| Beispielsatz: | a) Ich wünsche mir zu Weihnachten einen richtigen Fußball.
b) Ich spiele im Sportunterricht gerne Fußball. |
| Wortinfo: | Nomen: der Fußball, die Fußbälle (Plural nur für die Bedeutung a)
Aussprache: [ˈfuːsˌbal] Worttrennung: Fuß-ball, Fuß-bäl-le |
| Herkunft: | englisch: football (foot = Fuß, ball = Ball) |
Belege/Quellen
Siehe hierzu das Kapitel Belege/Quellen auf der Infoseite.
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Fußball |
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Info - Fußball
Weiterführende Informationen zum Wort Fußball
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Informationen zum Wort
Modellwortschatz
Das Wort Fußball gehört nicht zum Modellwortschatz. Dort findest du die beiden Wörter, aus denen Fußball zusammengesetzt ist:
Fuß: siehe Karteikarte Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.
Ball: siehe Karteikarte Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhöre
Herkunft
engl. football (17. Jh.)
Fremdsprachen
Mit dem Fußballspiel verbreitete sich auch der Name aus der englischen Sprache. In den meisten Ländern Europas (und der Welt) wurde das englische Wort übernommen. (Siehe hierzu in der folgenden Tabelle in der ersten Spalte Gruppe 1 und 2). Einige Länder übersetzten - so wie in Deutschland - die Kombination foot+ball für Fuß+Ball in die Landessprache (Gr. 3). Darüber hinaus gibt es auch viele Länder, die ein eigenes Wort für dieses Ballspiel entwickelt haben (Gr. 4).
| Gr. | Sprache | Kontinent | Fußball | Fuß | Ball |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Dänisch | Europa | fodbold | fod | bold |
| 1 | Englisch | Europa | football | foot | ball |
| 1 | Luxemburgisch | Europa | Foussball | Fouss | Ball |
| 1 | Niederdeutsch | Europa | Football | Foot | ballei |
| 1 | Norwegisch | Europa | fotball | fot | ball |
| 1 | Schwedisch | Europa | fotboll | fot | boll |
| 1 | Westfriesisch | Europa | fuotbal | foet | bal |
| 2 | Albanisch | Europa | futboll | këmbë | top |
| 2 | Aserbaidschanisch | Vorderasien | futbol | Ayaq | top |
| 2 | Baschkirisch | Europa | futbal | Aâq | tup |
| 2 | Baskisch | Europa | futbol | oin | pilota |
| 2 | Bosnisch | Europa | fudbal | stopalo | lopta |
| 2 | Bulgarisch | Europa | futbol | stăpalo | topka |
| 2 | Französisch | Europa | football | pied | balle |
| 2 | Galicisch | Europa | fútbol | pé | pelota |
| 2 | Ido | Plansprache | futbalo | pedo | balono |
| 2 | Kasachisch | Zentralasien | futbol | Ayaq | dop |
| 2 | Katalanisch | Europa | futbol | peu | pilota |
| 2 | Kurmandschi | Vorderasien | futbol | pî | gog |
| 2 | Lettisch | Europa | futbols | pēda | bumba |
| 2 | Litauisch | Europa | futbolas | pėda | kamuolys |
| 2 | Maltesisch | Europa | futbol | sieq | ballun |
| 2 | Mazedonisch | Europa | futbol | stopalo | topka |
| 2 | Okzitanisch | Europa | fotbòl | pè | palma |
| 2 | Portugiesisch | Europa | futebol | pé | bola |
| 2 | Rumänisch | Europa | fotbal | picior | minge |
| 2 | Russisch | Europa | futbol | stopa | mjač |
| 2 | Serbisch | Europa | futbal | stopalo | lopta |
| 2 | Slowakisch | Europa | futbal | noha | lopta |
| 2 | Spanisch | Europa | fútbol | pie | pelota |
| 2 | Tschechisch | Europa | fotbal | noha | míč |
| 2 | Tschetschenisch | Europa | futbol | kog | bürka |
| 2 | Tschuwaschisch | Europa | futbol | Ura lappi | mečĕk |
| 2 | Ukrainisch | Europa | futbol | stopa | m'jač |
| 2 | Ungarisch | Europa | futbal | láb | labda |
| 2 | Wallonisch | Europa | fotbale | pî | bale |
| 2 | Weißrussisch | Europa | futbol | naha | miač |
| 3 | Afrikaans | Afrika | voetbal | Voet | bal |
| 3 | Arabisch | Afrika, Asien, Europa | kuratu-l qadem | qudim | kura |
| 3 | Bretonisch | Europa | mell-droad | troad | mell |
| 3 | Esperanto | Plansprache | piedpilko | piedo | pilko |
| 3 | Estnisch | Europa | jalgpall | jalg | pall |
| 3 | Färöisch | Europa | fótbóltur | fótur | bóltur |
| 3 | Finnisch | Europa | jalkapallo | jalka | pallo |
| 3 | Georgisch | Europa | pekhburti | t'erpi | burt’i |
| 3 | Hausa | Afrika | ƙwallon ƙafa | kafa | ƙwallo |
| 3 | Hebräisch | Vorderasien | kaduregel | regel | khadur |
| 3 | Isländisch | Europa | fótbolti | fótur | bolti |
| 3 | Kornisch | Europa | pel droos | troos | pel |
| 3 | Niederländisch | Europa | voetbal | voet | bal |
| 3 | Nordsamisch | Europa | juolgespábba | juolgi | spábba |
| 3 | Rätoromanisch | Europa | ballapé | pe | balla |
| 3 | Schottisch-Gälisch | Europa | ball-coise | cas, coise | bàl |
| 3 | Türkisch | Europa | ayak topu | ayak | top |
| 3 | Walisisch | Europa | pêl-droed | troed | pêl |
| 4 | Bengalisch | Südasien | Phuṭabala | Pā | Bala |
| 4 | Chinesisch | Asien | zúqiú | Jiǎo | Qiú |
| 4 | Griechisch (Neu-) | Europa | podósfero | pódi | bála |
| 4 | Grönländisch | Europa | arsaanneq | isigak | arsaq |
| 4 | Irisch | Europa | sacar | cos | liathróid |
| 4 | Italienisch | Europa | calcio | piede | palla |
| 4 | Japanisch | Asien | sakkā | ashi | boru |
| 4 | Koreanisch | Asien | chukgu | bal | gong |
| 4 | Kroatisch | Europa | nogomet | noga | lopta |
| 4 | Latein | Europa | pedifollis | pes | pila |
| 4 | Manx | Europa | bluckan coshey | cass | bluckan |
| 4 | Niedersorbisch | Europa | kopańca | noga | balo |
| 4 | Obersorbisch | Europa | kopańca | noha | bul |
| 4 | Polnisch | Europa | piłka nożna | stopa | piłka |
| 4 | Sizilianisch | Europa | palluni, cauciu | pedi | baḍḍa |
| 4 | Slowenisch | Europa | nogomet | stopalo | stopalo |
| 4 | Vietnamesisch | Asien | bóng đá | Chân | quả bóng |
Die Sprachen in der zweiten Spalte sind mit der Internetseite von Wikipedia verlinkt. Die Übersetzungen für die europäischen Standardsprachen wurden den Langenscheidts Universal-Wörterbüchern entnommen. Weitere Übersetzungen erfolgten mit Hilfe von Google-Übersetzer.
Wörterliste
Von der Wortbildung Fußball gibt es mehr als vierhundert weitere Wortbildungen. Bei den allermeisten Wortbildungen (> 300) steht das Nomen Fußball am Wortanfang (Erstglied, Bestimmungswort). Von den Wortbildungen mit Fußball am Wortende (Letztglied, Grundwort) können häufig weitere Wörter mit Fußball im Wortinneren (Binnenglied) gebildet werden, z. B. Weltfußball - Weltfußballbund, Frauenfußball - Frauenfußballabteilung, Frauenfußballerin, Frauenfußballmeisterschaft, Frauenfußballeuropameisterschaft, Frauenfußballweltmeisterschaft, Frauenfußballverein ... Die folgende Tabelle enthält einige Beispielwörter mit Fußball als Erst-, Letzt- und Binnenglied.
Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Du gelangst dann zum Online Wörterbuch Wiktionary. Wörter die in diesem Wörterbuch nicht vorkommen sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt. Dort findest du Informationen zum Wort, zur Wortart, Bedeutung, Herkunft und Beispielsätze. Zu Wörtern die im Stammverzeichnis dieses Wörterbuches nicht eingetragen sind findest du im DWDS Beispielsätze und Informationen zur Häufigkeit dieses Wortes in verschiedenen Textkorpora.
Frauenfußball
Der Frauenfußball war in England und Frankreich bereits Ende des 19. Jh. in Vereinen organisiert. In Deutschland wurden demgegenüber erst ab 1950 Frauenfußballvereine gegründet. Noch 1955 verbot der Deutsche Fußballbund (DFB) seinen angegliederten Vereinen Abteilungen für Frauenfußball (damals noch Damenfußball) einzurichten. In der damaligen Begründung hieß es, „… dass diese Kampfsportart der Natur des Weibes im Wesentlichen fremd ist. … Körper und Seele erleiden unweigerlich Schaden und das Zurschaustellen des Körpers verletzt Schicklichkeit und Anstand“ (Quelle: Wikipedia). Auf der DFB-Internetseite zur Geschichte des DFB sind diese diskriminierenden Verbots-Begründungen, die dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetz widersprechen, nicht zu finden (sh. DFB-Historie).
Von diesem DFB-Verbot ließen sich die Frauen nicht abschrecken sondern gründeten in vielen Städten eigene Fußballvereine und 1958 die Deutsche Damen-Fußballvereinigung. 1970 schließlich musste der DFB sein diskriminierendes Verbot aufheben. Es folgten deutsche Meisterschaften (seit 1974, DFB-Pokal (seit 1980) sowie Europa- (1982, 1. Titelgewinn 1989) und Weltmeisterschaften (1991, 1. Titelgewinn 2003).
Diese diskriminierende Haltung (vor allem der Fußballfunktionäre) dem Frauenfußball gegenüber spiegelt sich auch in der Sprache wieder. Bis zur 21. Auflage des Duden-Wörterbuches (1996) findet sich hier nur der Fußballer (aber immerhin schon Fußballspieler, ...spielerin). In der 26. Auflage (2013) gibt es immerhin schon fünf Fußballfrauen: Fußballerin, Fußballfreundin, Fußballlehrerin, Fußballspielerin und Fußballtrainerin. Im DWDS und auch im Wiktionary sind immerhin schon doppelt so viele Weiblichkeitsformen gelistet. Der aktuelle Duden hat inzwischen aufgeholt. In der folgenden Tabelle sind die Wörter mit Weiblichkeitsformen, die im Duden-Wörterbuch, 29. Aufl. 2024, aufgeführt sind unterstrichen. Aber auch in diesen verschiedenen Wortschätzen ist noch Luft nach oben, wie in den Zeilen nur männlich / nur weiblich in der folgenden Tabelle zu entnehmen ist.
| männlich und weiblich | Fußballer, Fußballerin
Fußballamateur - Fußballamateurin, Fußballanhänger - Fußballanhängerin, Fußballbundestrainer - Fußballbundestrainerin, Fußballfanatiker - Fußballfanatikerin, Fußballfreund - Fußballfreundin, Fußballfunktionär - Fußballfunktionärin, Fußballlandesmeister - Fußballlandesmeisterin, Fußballlehrer - Fußballlehrerin, Fußballmanager - Fußballmanagerin, Fußballmeister - Fußballmeisterin, Fußballnationalspieler - Fußballnationalspielerin, Fußballnationaltrainer - Fußballnationaltrainerin, Fußballspieler - Fußballspielerin, Fußballtorhüter - Fußballtorhüterin, Fußballtrainer - Fußballtrainerin, Fußballweltmeister - Fußballweltmeisterin |
|---|---|
| nur männlich | Fußballeuropameister, Fußballexperte, Fußballfachwart, Fußballgott, Fußballkönig, Fußballmuffel, Fußballreporter, Fußballtorwart, Fußballwart, |
| nur weiblich | Fußballbraut, Fußballfrau, |
| englisch | Fußballfan, Fußballprofi, Fußballstar, |
Der Artikel zu englischen Nomen ist in der englischen Sprache geschlechtsneutral immer the. Im Englischen werden die meisten Personenbezeichnungen sowohl für männliche als auch für weibliche Personen genutzt. He is an avid football fan. / She is an avid football fan. Dies ist genau so auch in der deutschen Sprache möglich. Er/Sie ist ein begeisterter Fußballfan. Dabei bleibt die Endung des Adjektivs in der maskulinen Form, also nicht: *Sie ist eine begeisterte Fußballfan.
Bei Personenbezeichnungen wurde (und wird heute) bei der Übernahme des englischen Wortes in die Deutsche Sprache häufig der männliche Artikel der hinzugefügt. Das hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass meist nur von Personenbezeichnungen, die mit -er enden eine Weiblichkeitsform mit -erin gebildet wurde. Soll ausdrücklich eine weibliche Person angesprochen werden ist in diesem Fall eine Ergänzung notwendig, z. B. ... der weibliche Fußballfan ... Kurioser Weise bleibt das Wort Fan unverändert und männlich, obwohl explizit eine Frau gemeint ist. In der Regel wird das Wort Fan geschlechterübergreifend verwendet. Soll ausdrücklich ein bestimmtes Geschlecht gemeint werden, kann auf diese Ergänzung zurückgegriffen werden: Die weiblichen Fußballfans waren zwar in der Mehrheit, dagegen waren die männlichen Fußballfans sehr viel lauter. Gleiches gilt für die Wortbildungen Fußballprofi und Fußballstar.
Redensarten/Zitate
Bei einem Volkssport wie dem Fußballspiel gibt es viele, die hierzu etwas zu sagen haben. Das zeigt sich auch in den verschiedenen Zitatesammlungen zu diesem Stichwort. Die folgende Tabelle enthält einige Beispiele.
Die Zitate sind alle mit der nicht werbefreien Internetseite gutezitate.com verlinkt. Viele weitere Sprüche und Zitate findest du auf den Internetseiten Aphorismen.de (ca. 80), berühmte Zitate.de (ca. 80), Programmwechsel (100),
Belege/Quellen
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo, DWDS, Wiktionary
Rechtschreibung: Wiktionary, Duden, DWDS, IDS
Etymologie: DWDS, educalingo, Wortbedeutung.info, Wikipedia
Informationen zum Fußballspiel: Die Enzyklopädie Wikipedia hat ein eigenes Portal: Fußball erstellt. Hier sind unzählige Seiten zu diesem Thema zusammengefasst. Außerdem interessant die Seiten: Fußball, Geschichte des Fußballs. Aktuelle Informationen zu Spielen, Regeln, Statistiken findest du auf der Seite des Deutschen Fußballbundes (DFB).
Begriffe zum Fußballspiel: Im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) gibt es ein Themenglossar zum Thema Fußball, in dem viele Begriffe zu diesem Thema erläutert (und mit dem DWDS verlinkt) sind. Diese Seite enthält auch viele Mehrwortausdrücke zum Thema Fußball.
Frauenfußball: Geschichte des Frauenfußballs: ARD-Doku: Mädchen können kein Fußball spielen (04.07.2025), Bundeszentrale für politische Bildung. Die graue Spielzeit, Frauen-Fußball-Verbot, DFB-Historie, Wikipedia; englische geschlechtsneutrale Begriffe: Kysoh.com (nicht werbefrei), Genderwörterbuch
Redensarten/Zitate: Aphorismen.de, berühmte Zitate.de, Programmwechsel, gutezitate.com (nicht werbefrei)
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