NoSoSt Entwicklung 2: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Wort ''Buchse'' ist ein Nomen. Es wird regelmäßig dekliniert. Alle Wortformen entsprechen in der Einzahl (Singular) dem Grundwort. In | Das Wort ''Buchse'' ist ein Nomen. Es wird regelmäßig dekliniert. Alle Wortformen entsprechen in der Einzahl (Singular) dem Grundwort. In der Mehrzahl wird in allen Fällen ein '''''n''''' angefügt. | ||
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Das Wort ''Büchse'' ist ein Nomen. Es wird regelmäßig dekliniert. | Das Wort ''Büchse'' ist ein Nomen. Es wird regelmäßig dekliniert. Alle Wortformen entsprechen in der Einzahl (Singular) dem Grundwort. In der Mehrzahl wird in allen Fällen ein '''''n''''' angefügt. | ||
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|die Büchse | |die Büchse | ||
|die | |die Büchse'''<u>n</u>''' | ||
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|der Büchse | |der Büchse | ||
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|der Büchse | |der Büchse | ||
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|die Büchse | |die Büchse | ||
|die Büchsen | |die Büchsen'''<u>n</u>''' | ||
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Version vom 27. März 2026, 22:52 Uhr
Zu Buchsbaum müssen noch die Seiten Buchse und Büchse erstellt werden. Siehe hierzu die Excel-Tabelle.
sh. Beffchen, begehren, behagen, behelligen, bequem, berappen, Bernstein betütern, Bickbeere, Bingelkraut, Bollwerk, Bottich, bräsig, Bräuigam, Brombeere, Brösel, Brosame, Butzemann, Butzenscheibe
Beffchen
Wortherkunft
Hinweise zum Wort Beffchen
| Bedeutung: | Zwei rechteckige Stoffstreifen, die am Halsausschnitt von Amtstrachten getragen werden. |
| Beispielsatz: | Der Pfarrer hat einen Talar mit einem weißen Beffchen. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Neutrum
Worttrennung: Beff·chen Aussprache: [ˈbɛfçən] |
Wortformen
Das Substantiv Beffchen ist sächlich. Mit Ausnahme der 2. Person Einzahl (Genitiv, Singular) entsprechen alle Wortformen dem Grundwort.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | das Beffchen | die Beffchen |
| 2. Fall | Genitiv | des Beffchens | der Beffchen |
| 3. Fall | Dativ | dem Beffchen | den Beffchen |
| 4. Fall | Akkusativ | das Beffchen | die Beffchen |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Beffchen |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Beffchen
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Weiterführende Informationen zum Wort Beffchen
| Entstehung: | mlat. biffa → afrz. bif(f)e → mnl. beffe → nl. bef → mnd. beffe → 17. Jh. hd. Beffe, Pl. Beffen → 18. Jh. Verkleinerungsform: Beffchen
Zunächst war die Beffe ab dem 17. Jahrhundert Teil der bürgerlichen Kleidung. Seit dem 19. Jahrhundert gehört sie zur Amtstracht evangelischer Geistlicher. |
| Wortbildungen: | - |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Bilder von Beffchen findest du bei Wikipedia. Eine kindgerechte Beschreibung findest du auf den Internetseiten Religionen entdecken und Kirche entdecken. Bilder von ehemaligen EKD-Präsidenten mit Beffchen und Talar: Heinrich Bedford-Strohm, Nikolaus Schneider, Margot Käßmann |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Abbildungen: evangelisch.de Religionen entdecken, Wikipedia
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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begehren
Wortherkunft
Hinweise zum Wort begehren
| Bedeutung: |
|
| Beispielsatz: | Sie begehren Einlass in das vornehme Restaurant. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·geh·ren Aussprache: [bəˈɡeːʁən] |
Wortformen
Die Wortformen des Verbs begehren werden regelhaft gebildet. Grundwort: begehren, Hilfsverb: haben
Das Verb wird häufig in gehobener Sprache verwendet.
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich begehre | ich begehrte | ich habe begehrt |
| 2. Person | du begehrst | du begehrtest | du hast begehrt | |
| 3. Person | er/sie/es begehrt | er/sie/es begehrte | er/sie/es hat begehrt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir begehren | wir begehrten | wir haben begehrt |
| 2. Person | ihr begehrt | ihr begehrtet | ihr habt begehrt | |
| 3. Person | sie begehren | sie begehrten | sie haben begehrt | |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort begehren |
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Info - begehren
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Weiterführende Informationen zum Wort begehren
| Entstehung: | ie. *g̑her- = begehren, wünschen → germ. *gerōn → ahd. gerōn → ahd. bigerōn und mhd. gern → mhd. begern, begirn → nhd. begehren |
| Wortbildungen: | sh. Wörterliste begehrlich, Begehrlichkeit; aufbegehren, selten: abbegehren, fortbegehren, heimbegehren, zurückbegehren |
| Ableitungen: | Begehren, Begehr |
| Interessantes: | Die Wortfamilie zeigt eine interessante Bedeutungsentwicklung: Aus einem ursprünglichen Verb für „verlangen“ entstanden verschiedene Wörter wie gern (etwas bereitwillig tun) und Gier (starkes Verlangen).
Das heutige Verb begehren wird meist in gehobener oder formeller Sprache verwendet. Am häufigsten wird begehren im erotischen Sinn (erotisches Verlangen, nach Berührung, Vereinigung) |
Wörterliste
| Verben |
|---|
| begehren, aufbegehren (Aufbegehren), selten: abbegehren, fortbegehren, heimbegehren, zurückbegehren |
| Adjektive |
| begehrt, begehrlich (Begehrlichkeit), begehrenswert, heißbegehrt (heiß begehrt), vielbegehrt |
| Nomen |
| Abrissbegehren, Abwahlbegehren, Asylbegehren, Aufnahmebegehren, Auskunftsbegehren, Auslieferungsbegehren, Ausreisebegehren, Beitrittsbegehren, Bürgerbegehren, Freiheitsbegehren, Initiativbegehren, Klagebegehren, Kreditbegehren, Kündigungsbegehren, Mitgliederbegehren, Räumungsbegehren, Referendumsbegehren, Reformbegehren, Revisionsbegehren, Scheidungsbegehren, Subventionsbegehren, Unterlassungsbegehren, Volksbegehren, |
Unikales Morphem ?
| Aus dem ie. *g̑her- sind das Verb begehren (ahd. gerōn), das Nomen Gier (ahd. girīn) und das Adjektiv gern (ahd. gerno) entstanden. Trotz dieser gemeinsamen indogermanischen Wurzel haben sich hieraus bereits in althochdeutscher Zeit verschiedene Wörter mit verschiedenen Bedeutungen und Schreibungen entwickelt.
Es besteht kein etymologischer Zusammenhang zum Nomen Gehrung (germ. *gaiza-) = Verbindung zweier Holzteile. Das Morphem gehr in begehren kommt nicht isoliert vor. (Das zugehörige Verb ist bereits zum Ende der mittelhochdeutschen Zeit untergegangen.) Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix be- vor. | |
| Das Morphem gehr im Verb begehren muss daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, FWb, Goethe, Grimm-2), ZDL, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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behagen
Wortherkunft
| Bereits im Mittelalter gab es das Wort behagen. Es bedeutete ursprünglich gut tun oder frisch und angenehm wirken.
Das Wort gehört zur Wortfamilie des germanischen Verbs hagan (= hegen, pflegen, schützen). Dieses Verb wurde bereits im Mittelalter nicht mehr verwendet. | |
| Wenn etwas gut gepflegt oder gut versorgt ist, dann fühlt es sich angenehm an. Wir können dann auch sagen: Es behagt mir. | |
| Aus derselben Wortfamilie stammen auch Wörter wie behaglich, Behaglichkeit und unbehaglich. Sie beschreiben ein Gefühl von Wohlsein oder angenehmer Atmosphäre. | |
| In einigen nordischen Ländern hat sich das germanische hagen erhalten. Zwei Beispiele: In Schweden gibt es behaga (= behagen) und behaglig (= behaglich). Dieses Adjektiv gibt es auch in Norwegen behagelig (= behaglich). |
Hinweise zum Wort behagen
| Bedeutung: | gefallen, sich wohlfühlen |
| Beispielsatz: | Die Aufgaben behagen mir nicht. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·ha·gen Aussprache: [bəˈhaːɡn̩] |
Wortformen
Das Verb wird meist unpersönlich verwendet (es behagt mir). Infinitiv: behagen, Partizip II: behagt, Hilfsverb: haben
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich behage | ich behagte | ich habe behagt |
| 2. Person | du behagst | du behagtest | du hast behagt | |
| 3. Person | er/sie/es behagt | er/sie/es behagte | er/sie/es hat behagt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir behagen | wir behagten | wir haben behagt |
| 2. Person | ihr behagt | ihr behagtet | ihr habt behagt | |
| 3. Person | sie behagen | sie behagten | sie haben behagt | |
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Info - behagen
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Weiterführende Informationen zum Wort behagen
| Entstehung: | germ. *hagan = schützen, hegen > ahd. gihagan = gepflegt, genährt < mhd. behagen = frisch, freudig |
| Wortbildungen: | behaglich, Behaglichkeit, unbehaglich, Unbehaglichkeit, urbehaglich; anbehagen, missbehagen |
| Ableitungen: | Behagen |
| Interessantes: | Das Verb behagen wird heute meist unpersönlich verwendet, etwa in der Wendung Es behagt mir. Damit wird ausgedrückt, dass etwas angenehm oder passend erscheint.
Im modernen Sprachgebrauch wird das Verb seltener verwendet als die verwandten Wörter behaglich oder Behaglichkeit. |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem hag kommt in der Wortbildung und Bedeutung behagen nicht isoliert und in Wortbildungen nur mit dem Präfix be- vor.
Ein etymologischer Zusammenhang zu dem Nomen Hag (im Sinne von Hecke, ahd. hag < ie. *kagh-) besteht nicht. | |
| Daher kann hag in dieser Bedeutung als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe, FWB) ZDL Wikipedia Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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hell/behelligen
| Mein Onkel war zu Besuch. Er hat zu mir gesagt, ich sei ein heller Junge. Ich habe das nicht ganz verstanden. Meint er, weil ich immer so lustig bin? Hell ist doch das Gegenteil von dunkel. |
| Ulli, Klasse 2, Regensburg |
| Was hat das Wort behelligen mit dem Adjektiv hell zu tun? |
| Lehrerin, Klasse 4, Magdeburg |
| Wir haben im Kunstunterricht über hell und dunkel gesprochen. Was bedeutet hell, welche Farben verbinden wir mit diesem Adjektiv usw. Ein Schüler hat gemeint, dass hell auch stören kann. Fragende Blicke der anderen Kinder. Er hat dann erzählt, dass seine Oma häufig gesagt hat: Junge, du sollst deinen Vater nicht ständig mit deinem Quatsch behelligen. Damit hat sie gemeint, dass ich meinen Papa nicht ständig stören soll. Ich war ziemlich ratlos. Wie kommt das Adjektiv hell in das Verb behelligen? |
Wortherkunft
heller Junge
behelligen
Hinweise zum Wort behelligen
| Bedeutung: | stören, belästigen |
| Beispielsatz: | Dein Papa muss arbeiten. Du sollst ihn nicht ständig behelligen. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·hel·li·gen Aussprache: [bəˈhɛlɪɡn̩] |
Wortformen
hell
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| hell | heller | am hellsten |
behelligen
Das Verb behelligen wird in den verschiedenen Zeiten regelhaft gebildet. Die zweite Vergangenheitsform (Perfekt) wird mit dem Hilfsverb haben gebildet.
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich behellige | ich behelligte | ich habe behelligt |
| 2. Person | du behelligst | du behelligtest | du hast behelligt | |
| 3. Person | er/sie/es behelligt | er/sie/es behelligte | er/sie/es hat behelligt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir behelligen | wir behelligten | wir haben behelligt |
| 2. Person | ihr behelligt | ihr behelligtet | ihr habt behelligt | |
| 3. Person | sie behelligen | sie behelligten | sie haben behelligt | |
Modellwortschatz
Das Wort hell gehört zum Modellwortschatz.
Du kannst dir auch einige Fremdsprachen anhören.
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Info - hell/behelligen
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Weiterführende Informationen zum Wort behelligen
| Entstehung: | behelligen: ie. *(s)kel-, germ. *halla-, ca. 14. Jh. hellegen, helligen = durch Verfolgung ermüden, plagen, quälen; 16. Jh. behelligen = stören, belästigen, lästig fallen
hell: ie. *kel(ə)- = rufen, schreien, lärmen, klingen; ahd. hel = tönend, mhd. hel = tönend, laut, glänzend, licht; zum gleichen Ursprung gehören auch: hallen, einhellig, misshellig |
| Wortbildungen: | Behelligung, unbehellitgt |
| hell | |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Das Verb behelligen wird heute meist in der Bedeutung „jemanden stören oder belästigen“ verwendet. Es gehört zur gehobenen oder formellen Sprache und kommt besonders in offiziellen Texten oder in der Schriftsprache vor.
Ursprünglich bedeutete das zugrunde liegende Verb helligen „ermüden, quälen oder bedrängen“. Diese Bedeutung hat sich im Laufe der Zeit zu „stören“ oder „belästigen“ abgeschwächt. |
Wörterliste zum Adjektiv hell
| Adjektive | |
|---|---|
| Farbadjektive | hellen, hell, helle, Helle, [1], hellbeige, hellblau, hellblond, hellbraun, hellfarbig, hellgelb, hellglänzend, hellgrau, hellgrün, helllila, hellrosa, hellrot, hellviolett, hellweiß |
| so hell wie ... | ... die Dämmerung: dämmerhell, ... Glas: glashell, glockenhell, kristallhell, mondhell, neonhell, schneehell, silberhell, sonnenhell, sternenhell, tageshell, wasserhell |
| sonstige (Erstglied) | hellauf, helläugig, helldunkel, hellerleuchtet, hellerlicht, hellhaarig, hellhäutig, hellleuchtend, helllicht, helllodernd, hellstrahlend, hellwach |
| sonstige (Letztglied) | überhell, geisteshell, |
| Nomen | |
| Erstglied | Hellraumprojektor, Hellriegel, Hellung, Hellwerden [https://www.dwds.de/wb/Helldunkelmalerei Helldunkelmalerei, |
| Letztglied | Stimmungsaufheller, Stimmungsaufhellung, Tageshelle, Taghelle |
| Wortgruppen | |
| hellhörig, Hellhörigkeit,
hellsichtig, Hellsicht, Hellsichtigkeit, hellsehen, Hellsehen, Hellseher, Hellseherei, Hellseherin, hellseherisch, | |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-Wörterbuch) ZDL Wikipedia Duden-online
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bequem
Wortherkunft
| Das Adjektiv bequem war schon im Mittelalter bekannt. Es bedeutete ursprünglich passen, angemessen oder einrichten. Dieses Adjektiv ist vom Verb bequemen abgeleitet. Das bedeutete früher etwas passend machen, einrichten oder etwas anpassen.
geht auf mittelhochdeutsch bequeme zurück und bedeutete ursprünglich „passend“, „geeignet“ oder „angemessen“. Es gehört zum Verb bequemen im Sinne von „passend machen“, „einrichten“ oder „anpassen“. | |
| Das Adjektiv bequem bedeutet heute angenehm, komfortabel. Etwas, das gut passt oder gut eingerichtet ist, wird als angenehm = bequem empfunden wird. Das Verb bequemen wird heute nur noch sehr selten, meist abwertend gebraucht. | |
| Besonders interessant finde ich den Ursprung von bequem und bequemen. Hierin steckt das althochdeutsche Verb queman. Im Mittelalter hat sich dieses Wort verändert. Aus dem qu am Wortanfang wurde zunächst ein k, also kemen. Aus dem e wurde dann ein o, also komen. Und hieraus ist das Verb kommen in seiner heutigen Bedeutung entstanden. | |
| In den meisten europäischen Sprachen hat sich für unser bequem das französische Wort confortable, englisch = comfortable und bei uns als Fremdwort komfortabel durchgesetzt.
Nur in Schweden finden wir noch den Zusammenhang zu dem alten germanischen Wort queman. Dort heißt bequem = bekväm. |
Hinweise zum Wort bequem
| Bedeutung: | gemütlich, angenehm |
| Beispielsatz: | Das ist ein sehr bequemer Sessel. |
| Wortinfo: | Wortart: Adjektiv
Worttrennung: be·quem Aussprache: [bəˈkveːm] |
Wortformen
Das Wort bequem ist ein Adjektiv.
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| bequem | bequemer | am bequemsten |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort bequem |
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Info - bequem
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Weiterführende Informationen zum Wort bequem
| Entstehung: | 9. Jh. ahd. biquāmi, mhd. bequæme = angemessen, passend, tauglich < ahd. queman = kommen < ie. *gu̯em- = gehen, kommen |
| Wortbildungen: | bequemlich, Bequemlichkeit, superbequem, unbequem, Unbequemlichkeit |
| Ableitungen: | bequemen |
| Interessantes: | Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes bequem war „passend“ oder „angemessen“. Erst später entwickelte sich daraus die heutige Bedeutung „angenehm“, „komfortabel“ oder „leicht zu benutzen“.
Wenn etwas gut „passt“, ist es oft auch angenehm zu benutzen. Auf diese Weise entstand im Laufe der Sprachgeschichte die heutige Bedeutung des Wortes. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-Wörterbuch, Goethe-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Etymologie: DWDS - bequem, kommen, bekommen; Wiktionary: bequem, bequemen, kommen, bekommen; ZDL - bequem, kommen, bekommen
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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betütern
Wortherkunft
Hinweise zum Wort betütern
| Bedeutung: | jemanden besonders oder übertrieben umsorgen |
| Beispielsatz: | Wir lassen uns gern von unserer Mama betütern. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·tü·tern Aussprache: [bəˈtyːtɐn] |
Wortformen
Das Verb betütern wird regelmäßig konjugiert. Infinitiv: betütern Partizip II: betütert Hilfsverb: haben
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich betütere | ich betüterte | ich habe betütert |
| 2. Person | du betüterst | du betütertest | du hast betütert | |
| 3. Person | er/sie/es betütert | er/sie/es betüterte | er/sie/es hat betütert | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir betütern | wir betüterten | wir haben betütert |
| 2. Person | ihr betütert | ihr betütertet | ihr habt betütert | |
| 3. Person | sie betütern | sie betüterten | sie haben betütert | |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort betütern |
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Info - betütern
| [[{{{WORT}}}|zurück zur Wortgeschichte {{{WORT}}}]] |
Weiterführende Informationen zum Wort {{{WORT}}}
| Entstehung: | norddeutsch Tüder = Strick, Seil zum Anbinden von Tieren |
| verwandt: | Tüter, vertütern, betütert |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Umgangssprachlich wird das Verb auch im Sinne von sich einen Schwips antrinken(Herkunft unklar). |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, ZDL; Duden-online (nicht werbefrei)
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Bernstein
Wortherkunft
Hinweise zum Wort Bernstein
| Bedeutung: | fossiles Pflanzenharz von gelber bis dunkelbrauner Farbe (brennbar) |
| Beispielsatz: | Bernstein findet man vor allem an der Ostseeküste. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv (männlich)
Worttrennung: Bern·stein Aussprache: [ˈbɛʁnʃtaɪ̯n] |
Wortformen
Das Wort Bernstein wird meist als Stoffname verwendet und steht deshalb gewöhnlich im Singular.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Bernstein | die Bernsteine |
| 2. Fall | Genitiv | des Bernsteins | der Bernsteine |
| 3. Fall | Dativ | dem Bernstein | den Bernsteinen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Bernstein | die Bernsteine |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bernstein |
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Info - Bernstein
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Weiterführende Informationen zum Wort Bernstein
| Entstehung: | ndd. bernen = brennen; bern(e)stein = Bernstein |
| International: | nl. barnsteen, pl. bursztyn, sv. bärnsten, uk. бурштин (burštyn), fy. barnstien |
| In den meisten europäischen Sprachen ist der Name für Bernstein vom alten arabischen Wort عنبر (`anbar) (= gelb) abgeleitet, z. B.: en. amber, fr. ambre jaune, it. /ambra, es./el./tr./pt. ambar | |
| In den slavischen Sprachen wird das Wort meist vom litauischen gintãras abgeleitet, so z. B. lv. dzintars, be./ru. янтарь (jantarʹ), cs./sb./sk./sl./uk = jantár | |
| Wortbildungen: | Erstglied: Bernsteinanhänger, Bernsteinarmband, Bernsteinauge, Bernsteineinschluss, Bernsteinfischerei, Bernsteingehänge, Bernsteinkette, Bernsteinküste, Bernsteinland, Bernsteinöl, Bernsteinperle, Bernsteinregal, Bernsteinsäure, Bernsteinschmuck, Bernsteinschnecke, Bernsteinspitze, Bernsteinstraße, Bernsteinzimmer
Letztglied: Naturbernstein, Pressbernstein, Rohbernstein Adjektive: bernsteinfarben, bernsteinfarbig, bernsteingelb |
| Ableitungen: | bernsteinern |
| Interessantes: | Für Kinder interessante Seiten: KLexikon, MiniKlexikon, logo, Bloggerbande, Schutzstation Wattenmeer, Planet Wissen, Wikipedia |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (Adelung, Grimm, Goethe), ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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berappen
Wortherkunft
Hinweise zum Wort berappen
| Bedeutung: | etwas (widerwillig) bezahlen |
| Beispielsatz: | Er musste für die Reparatur am Fahrrad viel zu viel berappen. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·rap·pen Aussprache: [bəˈʁapn̩] |
Wortformen
Das Verb berappen wird regelmäßig konjugiert.
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich berappe | ich berappte | ich habe berappt |
| 2. Person | du berappst | du berapptest | du hast berappt | |
| 3. Person | er/sie/es berappt | er/sie/es berappte | er/sie/es hat berappt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir berappen | wir berappten | wir haben berappt |
| 2. Person | ihr berappt | ihr berapptet | ihr habt berappt | |
| 3. Person | sie berappen | sie berappten | sie haben berappt | |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort berappen |
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Info - berappen
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Weiterführende Informationen zum Wort berappen
| Entstehung: | Die Herkunft des Wortes ist unklar.
Die meisten Sprachwissenschaftler halten nur die erste Erklärung als plausibel. |
| Wortbildungen: | - |
| Ableitungen: | - |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Etymologie: Duden-Online, Wikipedia, Baustoff Putz, Entrinden eines Baumstammes, Studentensprache, Lutherbibel Exodus 21,19, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Bingelkraut
Wortherkunft
Hinweise zum Wort Bingelkraut
| Bedeutung: | Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden. |
| Beispielsatz: | Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Neutrum
Worttrennung: Bin·gel·kraut Aussprache: [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt] |
Wortformen
Das Substantiv Bingelkraut ist sächlich.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | das Bingelkraut | die Bingelkräuter |
| 2. Fall | Genitiv | des Bingelkrauts | der Bingelkräuter |
| 3. Fall | Dativ | dem Bingelkraut | den Bingelkräutern |
| 4. Fall | Akkusativ | das Bingelkraut | die Bingelkräuter |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bingelkraut |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Bingelkraut
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Weiterführende Informationen zum Wort Bingelkraut
| Entstehung: | Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. bungo, mhd. bunge = Knolle |
| Wortbildungen: | Waldbingelkraut |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum Bingelkraut findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B. |
| Botanikus, Heilkräuter.de, Mediendatenbank Biologie, Wikipedia. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung mit einer veralteten Annahme zur Herkunft), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Bickbeere
Wortherkunft
Hinweise zum Wort Bickbeere
| Bedeutung: | Heidelbeere, Schwarzbeere |
| Beispielsatz: | Im Herbst sammeln wir Bickbeeren. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, feminin
Worttrennung: Bick·bee·re Aussprache: [ˈbɪkˌbeːʁə] |
Wortformen
Das Substantiv Bickbeere ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein e angehängt.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | die Bickbeere | die Bickbeeren |
| 2. Fall | Genitiv | der Bickbeere | der Bickbeeren |
| 3. Fall | Dativ | der Bickbeere | den Bickbeeren |
| 4. Fall | Akkusativ | die Bickbeere | die Bickbeeren |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bickbeere |
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Info - Bickbeere
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Weiterführende Informationen zum Wort Bickbeere
| Entstehung: | agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch bikbēre, pik = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen. |
| Wortbildungen: | Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Die Bickbeere ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Siehe hierzu die Beschreibung im Kinderlexion und auf der Seite essen-wissen.de. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung) ZDL Wikipedia Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Bollwerk
Wortherkunft
Hinweise zum Wort Bollwerk
| Bedeutung: | a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde
b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz |
| Beispielsatz: | a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.
b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See. c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Neutrum
Worttrennung: Boll·werk Aussprache: [ˈbɔlˌvɛʁk] |
Wortformen
Das Substantiv Bollwerk ist sächlich.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | das Bollwerk | die Bollwerke |
| 2. Fall | Genitiv | des Bollwerks | der Bollwerke |
| 3. Fall | Dativ | dem Bollwerk | den Bollwerken |
| 4. Fall | Akkusativ | das Bollwerk | die Bollwerke |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bollwerk |
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Info - Bollwerk
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Weiterführende Informationen zum Wort Bollwerk
| Entstehung: | 13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk |
| Wortbildungen: | Abwehrbollwerk,
Felsbollwerk, Felsenbollwerk, Festungsbollwerk, Grenzbollwerk, Inselbollwerk |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Das Wort Bollwerk gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.
Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie Bollwerk gegen den Extremismus, Bollwerk der Demokratie oder Bollwerk des Friedens. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint. |
Fremdsprachen
Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:
| Sprache | Bollwerk | Aussprache | Quelle |
|---|---|---|---|
| Deutsch | Bollwerk | [ˈbɔlˌvɛʁk] | Quelle |
| Dänisch | bolværk | [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk] | Quelle |
| Englisch | bulwark | [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US) | Quelley |
| Niederländisch | bolwerk | [ˈbɔlʋɛrk] | Quelle |
| Norwegisch | bolverk | [ˈbuːlværk] | Quelle |
| Schwedisch | bålverk | [ˈboːlværk] | Quelle |
| Französisch | boulevard | [buləvaʁ] | Quelle |
| Spanisch | baluarte | [baluˈaɾte] | Quelle |
| Italienisch | baluardo | [baluˈardo] | Quelle |
| Portugiesisch | baluarte | [baluˈaɾtɨ] | Quelle |
| Polnisch | bulwar | [ˈbulvar] | Quelle |
| Russisch | бульвар (bulvar) | [bʊlʲˈvar] | Quelle |
Unikales Morphem ?
| Obwohl eine historische Verbindung zu Bohle besteht, tritt das Morphem boll heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem boll kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort werk vor. | |
| Das Morphem boll in der Wortbildung Bollwerk wird daher als unikales Morphem betrachtet. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe;), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Bottich
Wortherkunft
| Das Wort geht vermutlich auf mittellateinisch butica („Gefäß, Fass“) oder auf lateinisch apothēca („Aufbewahrungsort, Lagerraum“) zurück. Im Mittelalter entwickelte sich daraus die Form boteche, aus der schließlich das heutige Wort Bottich entstand. |
Hinweise zum Wort Bottich
| Bedeutung: | Fass, größerer Behälter (meist aus Holz oder Kunststoff) |
| Beispielsatz: | Wir sammeln Regenwasser in einem großen Bottich. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Maskulinum
Worttrennung: Bot·tich Aussprache: [ˈbɔtɪç] |
Wortformen
Das Substantiv Bottich ist männlich.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Bottich | die Bottiche |
| 2. Fall | Genitiv | des Bottichs | der Bottiche |
| 3. Fall | Dativ | dem Bottich | den Bottichen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Bottich | die Bottiche |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bottich |
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Info - Bottich
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Weiterführende Informationen zum Wort Bottich
| Entstehung: | Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt:
Aus diesen Formen entwickelte sich im Neuhochdeutschen das Wort Bottich. |
| Böttcher, Bütte: mnd. bȫde, bōde (= Bütte) → 13. Jh. mnd. bȫdeker, 15. Jh. frühnhd. (md.) botticher, büttiger; kein etymologischer Zusammenhang zu Bottich | |
| Wortbildungen: | - |
| Ableitungen: | – |
| Interessantes: | Das Wort Bottich gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die ursprünglich einen Aufbewahrungsort oder Behälter bezeichneten. Dazu gehört auch das Wort Apotheke, das ursprünglich „Lagerraum“ bedeutete.
Heute bezeichnet Bottich meist einen großen offenen Behälter, häufig aus Holz oder Kunststoff. |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem bott im Wort Bottich kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und in keiner weiteren Wortbildung vor.
Einen etymologischen Zusammenhang zum Wort Böttcher gibt es nicht. | |
| Der Wortbestandteil bott kann daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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bräsig
Wortherkunft
| Das Wort kommt aus der niederdeutschen Sprache und bedeutete ursprünglich kräftig, wohlgenährt. | |
| Das Wort bräsig galt lange Zeit als veraltet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird es in Norddeutschland wieder verstärkt benutzt. Es drückt ein langweiliges, wenig flexibles und schwerfälliges Verhalten einer Person aus. | |
| Vergleichbare Bedeutungen finden sich auch in norddeutschen Dialekten, z. B. mecklenburgisch brœsig, westfälisch: bræsig. In den meisten Wörterbüchern wird bräsig mit träge übersetzt, z. B. niederländisch: traag, schwedisch trög, norwegisch: treg oder dänisch træg. |
Hinweise zum Wort bräsig
| Bedeutung: | schwerfällig, träge; begriffsstutzig, langweilig |
| Beispielsatz: | Sie saßen stundenlang auf der Bank und starrten bräsig auf das Treiben im Park.
Die Kinder hockten den ganzen Nachmittag bräsig auf dem Sofa und starrten auf ihr Handy. |
| Wortinfo: | Wortart: Adjektiv
Worttrennung: brä·sig Aussprache: [ˈbrɛːzɪç] |
Wortformen
Das Wort bräsig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| bräsig | bräsiger | am bräsigsten |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort bräsig |
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Info - bräsig
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Weiterführende Informationen zum Wort bräsig
| Entstehung: | niederdeutsch bräsig = wohlgenährt, kräftig; vermutlich zu einem niederdeutschen Wortstamm brās/bras mit der Bedeutung „schwer, voll, massig“. Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet. |
| Wortbildungen: | – |
| Ableitungen: | – |
| Interessantes: | 1978 bis 1980 lief im NDR bzw. ARD eine Fernsehserie nach einer Romanvorlage von Fritz Reuter mit dem Namen Onkel Bräsig. |
Unikales Morphem ?
| Der Morphem bräs im Adjektiv bräsig kommt nicht isoliert vor. Hiervon gib es auch keine weiteren Wortbildungen. | |
| Der Bestandteil bräs kann daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-2, MeckWB, WWb), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Bräutigam
Wortherkunft
| Im frühen Mittelalter hieß der zukünftige Ehemann brūtigomo. Im ersten Teil des Wortes brut kannst du unser heutiges Wort Braut wiederfinden. Der zweite Teil ist auf das althochdeutsche Wort für Mann = gomo zurückzuführen. Dieses Wort ist mit dem lateinischen Wort homo (= Mensch, Mann) verwandt.
Das alte Wort gome gibt es heute nicht mehr. Es wurde schon früh im deutschsprachigen Raum durch Mann ersetzt. |
Fremdsprachen
| Das alte Wort brūtigomo findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder. | ||||||||||||||||||||||||||||
|
Hinweise zum Wort Bräutigam
| Bedeutung: | zukünftiger Ehemann |
| Beispielsatz: | Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen: der Bräutigam
Worttrennung: Bräu-ti-gam Aussprache: [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm] |
Wortformen
Das Grundwort Bräutigam bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird en ergänzt
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Bräutigam | die Bräutigame |
| 2. Fall | Genitiv | des Bräutigams | der Bräutigame |
| 3. Fall | Dativ | dem Bräutigam, dem Bräutigame | den Bräutigamen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Bräutigam | die Bräutigame |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bräutigam |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Bräutigam
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Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam
| Entstehung: |
|
| Wortbildungen: | Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler, |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite Religionen entdecken. |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem bräut ist eine Umlautableitung von Braut (Allomorphie). Das Morphem braut kommt isoliert und in vielen Wortbildungen vor. | |
| Das Morphem bräut/braut ist daher kein unikales Morphem. | |
| Das Morphem gam kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. In Wortbildungen kommt das Wort nur gemeinsam mit dem Erstglied bräut vor. | |
| Das Morphem gam ist daher ein unikales Morphem. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe; für Regiolekte: Rheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe ), ZDL
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Brombeere
Wortherkunft
| Die Brombeere hieß im Mittelalter brāmberi. Im ersten Teil des Wortes steckt das althochdeutsche Wort brāmo. Das bedeutete „Dornenstrauch“. Der zweite Teil des Wortes (beri) ist die Beere. Die brāmberi ist demnach die Beere, die an einem Dornenstrauch wächst. | |
| Die Brombeere ist keine richtige Beere. In der Biologie gehört diese Frucht zur Gruppe der Steinfrüchte. Wenn du genau wissen willst, warum das so ist, dann findest du im Kinderlexikon eine verständliche Beschreibung. | |
| Das Wort ist auch in anderen germanischen Sprachen verbreitet, z. B. englisch bramble (Dornenstrauch) und niederländisch braam. |
Hinweise zum Wort Brombeere
| Bedeutung: | Brombeeren sind blau-schwarze Früchte, die an einem stacheligen Strauch wachsen. |
| Beispielsatz: | Ich esse gerne Brombeeren mit Sahne. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Femininum
Worttrennung: Brom·bee·re Aussprache: [ˈbʁɔmˌbeːʁə] |
Wortformen
Das Substantiv Brombeere ist weiblich. Alle Wortformen in der Einzahl entsprechen dem Grundwort. Alle Pluralformen haben als Zusatz am Ende den Buchstaben n.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | die Brombeere | die Brombeeren |
| 2. Fall | Genitiv | der Brombeere | der Brombeeren |
| 3. Fall | Dativ | der Brombeere | den Brombeeren |
| 4. Fall | Akkusativ | die Brombeere | die Brombeeren |
| weitere Beeren und Früchte auf rechtschreibwiki.de: Himbeere, Moltebeere |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Brombeere
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Weiterführende Informationen zum Wort Brombeere
| Entstehung: |
|
| Wortbildungen: | sh. Wörterliste |
| Ableitungen: | – |
| Interessantes: | Die Brombeere ist keine echte Beere, sondern – wie die Himbeere, die Kratzbeere und die Moltebeere – eine Sammelsteinfrucht.
Viele Bilder zur Brombeere findest du z. B. auf grundschulmaterial.de. Dort sind auch Unterrichtsmaterialien, Bilder und Arbeitsblätter von Beeren und Früchten |
Wörterliste
| Pflanze und Pflanzenteile |
|---|
| Brombeerblatt, Brombeerbusch, Brombeergerank, Brombeergesträuch, Brombeergestrüpp, Brombeerhecke, Brombeerpflanze, Brombeerranke, Brombeerstrauch |
| Tiere (leben an/mit der Pflanze) |
| Brombeergallmilbe, Brombeerperlmuttfalter, Brombeer-Perlmuttfalter, Brombeerspinner, Brombeerzipfelfalter, Brombeer-Zipfelfalter |
| Lebensmittel und Produkte aus der Frucht |
| Brombeercreme, Brombeereis, Brombeerfruchtsaft, Brombeergelee, Brombeerkompott, Brombeerkonfitüre, Brombeerkuchen, Brombeerlikör, Brombeermarmelade, Brombeermilch, Brombeersaft, Brombeerscherbett, Brombeerschnee, Brombeersirup, Brombeerwein |
| sonstiges (Eigenschaften, übertragene Bedeutung) |
| Brombeeraroma, Brombeerton, Brombeerkoalition |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem brom (aus ahd. brāmo = Dornenstrauch) kommt nicht isoliert und in Wortbildungen nur zusammen mit dem Letztglied Beere (Brombeere). | |
| Das Morphem brom muss daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-Wörterbuch) ZDL Wikipedia Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Brösel
Wortherkunft
| Das Wort geht auf das althochdeutsche brōs(a)ma zurück und gehört zur gleichen Wortfamilie wie Brosame. Es bezeichnet ursprünglich etwas „Zerkrümeltes“ oder „Zerriebenes“. | |
| Brösel wird vor allem umgangssprachlich verwendet und bezeichnet kleine Stückchen von Brot, Kuchen oder anderen trockenen Lebensmitteln. Häufig wird auch das Verb bröseln verwendet. |
Hinweise zum Wort Brösel
| Bedeutung: | kleines, trockenes Stückchen von Brot, Kuchen oder Gebäck; Krümel |
| Beispielsatz: | Auf dem Tisch lagen noch einige Brösel vom Kuchen. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Maskulinum
Worttrennung: Brö·sel Aussprache: [ˈbrøːzl̩] |
Wortformen
Das Substantiv Brösel ist männlich und wird häufig im Plural verwendet.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Brösel | die Brösel |
| 2. Fall | Genitiv | des Brösels | der Brösel |
| 3. Fall | Dativ | dem Brösel | den Bröseln |
| 4. Fall | Akkusativ | den Brösel | die Brösel |
| weitere Informationen findest du beim Stichwort Brosame |
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Brosame
Wortherkunft
| Ursprünglich bedeutete das althochdeutsche Wort brōsme „das Zerriebene, das Zerkrümelte“.
Das Wort hat geschichtlich nichts mit dem Wort Brot zu tun, auch wenn später die Bedeutung auf zerbröckeltes Brot eingeengt wurde. | |
| Heute wird das Wort fast nur noch im Plural Brosamen verwendet. Es kommt häufig in festen Wendungen vor, z. B. die Brosamen aufsammeln oder mit Brosamen abgespeist werden. |
Hinweise zum Wort Brosame
| Bedeutung: | winziges Stück von zerbröckeltem Brot oder Gebäck; Krümel
Das Wort wird meist im Plural (Brosamen) und oft im übertragenen Sinn gebraucht. |
| Beispielsatz: | Für mich bleiben nur die Brosamen übrig. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Maskulinum
Worttrennung: Bro·sa·me Aussprache: [ˈbroːzamə] |
Wortformen
Das Substantiv Brosame ist männlich und wird meist im Plural verwendet.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Brosame | die Brosamen |
| 2. Fall | Genitiv | des Brosamens | der Brosamen |
| 3. Fall | Dativ | dem Brosamen | den Brosamen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Brosamen | die Brosamen |
| zur Wortgeschichte Brösel |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Brosame |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Brosame
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Weiterführende Informationen zum Wort Brosame
| Entstehung: | ie. *bhrē̌us- = zerbrechen, zerschlagen, zerkrümeln → 8. Jh. ahd. brōs(a)ma → mhd. brosem(e), brosme → nhd. Brosame
16. Jh. Verkürzung von spätmhd. brosemlīn, frühnhd. bröslein → nhd. Brösel | |
| Wortbildungen: | Bosame -
Brösel: bröselig, Brotbrösel, Kuchenbrösel, Semmelbrösel, Speckbrösel, Tabakbrösel, Zwiebackbrösel | |
| Ableitungen: | Brösel, broseln | |
| Interessantes: | Eine gute Beschreibung zu Brösel und Brosamen findest du bei Wikipedia.
Martin Luther verwendet den Begriff Brosamen in seiner Bibelübersetzung: Neues Testament, Mathäus 15,27. In anderen Übersetzungen finden wir Brotkrumen, Brosamlein, Krümel, Brootbrocken, Die Stelle im Matthäus Evangelium in der Luther den hebräischen Begriff mit Brosame übersetzt ist aus verschiedenen Gründen interessant und für viele unverständlich und verwirrend: Jesus, der sich nur für an sein Volk, die Juden wendet und die andern, Heiden mit Hunden vergleicht?!. Wer mehr zu dieser Bibelstelle und verschiedenen Erklärungen interessiert finden bei gutefrage.net oder auf YouTube in der Scetch-Bibel interessante Interpretationen. |
- |
Unikales Morphem ?
| Das Wort Brosame lässt sich historisch in mehrere Bestandteile zerlegen (bros + -ame). Diese Bestandteile kommen heute nicht mehr als selbstständige Wörter vor. Das Morphem bros kommt mit Umlaut im Wort Brösel vor (Allomorphie). | |
| Das Morphem bros kommt nicht isoliert (wegen Bösel) vor. Es ist daher kein nikales Morphem. | |
| Das Morphem ame ist Bestandteil des Wortes Brosame. Es kommt nicht isoliert und nur in diesem Wort vor. Im Wort Brösel (mhd. brosemlin) ist dieses Morphem nicht mehr enthalten. | |
| Das Morphem ame kann daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Goethe, Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Butzemann
Wortherkunft
| Das Wort butz oder Butze ist eine verkürzte Form von Butzemann. Es kann auf das alte Wort bōzen = schlagen, stoßen, poltern zurückgeführt werden. Der Butzemann ist demnach ursprünglich ein Poltergeist oder Klopfgeist. | |
| Der Name Butzemann ist heute vor allem durch das Kinderlied Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann bekannt. Die Figur erscheint darin als lustige, tanzende Gestalt und hat ihren ursprünglich unheimlichen Charakter weitgehend verloren. | |
| Bi-Ba-Butzemann | Den Text, Noten und die Musikbeispiele findest du im Internet, zum Beispiel auf der Seite von Sing-Kinderlieder Labbe-Idee. |
Hinweise zum Wort Butzemann
| Bedeutung: | Kobold, Waldgeist, Poltergeist; Figur, mit der Kinder erschreckt werden (Kinderschreck) |
| Beispielsatz: | Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Kreis herum, wi-di-bum. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen, maskulin
Worttrennung: But-ze-mann Aussprache: [ˈbʊtsəˌman] |
Wortformen
Das Wort Butzemann ist ein Nomen. Es wird regelmäßig dekliniert.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Butzemann | die Butzemänner |
| 2. Fall | Genitiv | des Butzemanns / Butzemannes | der Butzemänner |
| 3. Fall | Dativ | dem Butzemann | den Butzemännern |
| 4. Fall | Akkusativ | den Butzemann | die Butzemänner |
| siehe auch die Wortgeschichten Butzenscheibe und putzig |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Butzemann |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Butzemann
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Weiterführende Informationen zum Wort Butzemann
| Entstehung: | mhd. butz(e) = Kobold, Schreckgestalt; verwandt mit ahd. bōʒen = stoßen, schlagen
Butzemann = Zusammensetzung aus Butz (Schreckgestalt) + Mann, beleg seit dem 15. Jh. ursprüngliche Bedeutung: Poltergeist, Klopfgeist → später: Kinderschreck → heute oft spielerisch (Kinderlied) |
| Wortbildungen: | verbutzen (landschaftlich verkleiden, vermummen) |
| Ableitungen: | Butz, putzig |
| Interessantes: | Die Bedeutungsentwicklung zeigt eine typische Abschwächung: von einer unheimlichen Spukgestalt zu einer harmlosen Figur im Kinderlied.
Das Kinderlied Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann ist seit dem 19. Jahrhundert verbreitet und prägt die heutige Vorstellung stark. |
| weitere Information bei Wikipedia; siehe auch Butzenscheibe |
Unikales Morphem ?
| Das Wort Butzemann lässt sich formal in die Bestandteile Butz und Mann zerlegen.
Das Morphem butz kommt heute kaum noch isoliert in der Bedeutung „Kobold, Schreckgestalt“ vor. Es existiert nur noch in wenigen Ableitungen wie Butzemann oder verbutzen. Vom Nomen Butz (mhd. butze = Poltergeistist) ist auch das Adjektiv putzig (= drollig, seit 18. Jh.). | |
| Das Morphem butz kommt kommt (wenn auch nur selten) isoliert vor (Butz, Butze) und auch in Wortbildungen (wenn auch selten und nur regional) in verbutzen. Vom Grundwort Butz ist auch das Adjektiv putzig abgeleitet.. | |
| Das Morphem butz ist daher kein unikales Morphem. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| siehe auch die Wortgeschichten Butzenscheibe und putzig |
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Butzenscheibe
Wortherkunft
| Die Butzenscheibe ist eine runde, meist in Blei gefasste Glasscheibe. Charakteristisch ist die kleine Verdickung oder Wölbung in der Mitte. | |
| Butzenscheiben werden seit dem Mittelalter hergestellt (ab etwa dem 12. Jahrhundert). Der Begriff Butzen stammt vermutlich aus dem oberdeutschen Sprachraum und bedeutete ursprünglich Klumpen, Verdickung, rundes Gebilde. Erst im 19. Jahrhundert wurde daraus die Bezeichnung Butzenscheibe üblich. | |
| Englisch: bull’s-eye glass; Französisch: verre en cul de bouteille; Niederländisch: butzensglas |
Hinweise zum Wort Butzenscheibe
| Bedeutung: | Runde, meist in Blei gefasste Glasscheibe mit einer kleinen Erhöhung in der Mitte. |
| Beispielsatz: | Die alten Fenster der Kirche bestehen aus vielen kleinen Butzenscheiben. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen, feminin
Worttrennung: But-zen-schei-be Aussprache: [ˈbʊt͡sn̩ˌʃaɪ̯bə] |
Wortformen
Das Wort Butzenscheibe ist ein Nomen. Es wird regelhaft dekliniert.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | die Butzenscheibe | die Butzenscheiben |
| 2. Fall | Genitiv | der Butzenscheibe | der Butzenscheiben |
| 3. Fall | Dativ | der Butzenscheibe | den Butzenscheiben |
| 4. Fall | Akkusativ | die Butzenscheibe | die Butzenscheiben |
| siehe auch die Wortgeschichten Butzemann und putzig |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Butzenscheibe |
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Info - Butzenscheibe
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Weiterführende Informationen zum Wort Butzenscheibe
| Entstehung: | Butzen = 15. Jh. Klumpen, Verdickung, rundes Gebilde (oberdeutsch)
Butzenscheibe = 19. Jh. Glasscheibe mit verdicktem, rundem Mittelteil |
| Wortbildungen: | Butzenfenster, Butzenglas,Butzenglasscheibe, Butzenscheibenfenster |
| Ableitungen: | Butzen (Grundwort), Butzenglas |
| Interessantes: | Butzenscheiben waren besonders im Mittelalter und in der frühen Neuzeit verbreitet, da große Glasscheiben schwer herzustellen waren. Die Herstellung erfolgte traditionell durch Glasblasen: Dabei entstand am Ende der Glasröhre eine Verdickung (Butzen), die als charakteristisches Merkmal sichtbar blieb.
Typisch sind sie heute noch in alten Häusern, Kirchen oder als dekoratives Element in Gaststätten. Das leicht unregelmäßige Glas erzeugt ein charakteristisches Lichtspiel. |
| Ausführliche Informationen findest du bei Wikipedia. Wie werden (und wurden) Butzenscheiben hergestellt? Hierzu findest du eine gute Beschreibung und einen anschaulichen Film auf der Seite der Glashüllte Lamberts. | |
| Abgrenzungen: | Butzen (gelegentlich auch verkürzt Butz) = Klumpen, Unreinigkeit, auch Kerngehäuse von Obst. > Butzenscheibe, hierzu gehören auch die Verben putzen, verputzen und das Nomen Putz
Butz = kleines Kind > Butzemann (= Kobold ...), hierzu gehören auch das Adjektiv putzig und das Nomen Bützel. Butze = kleine Bude, Verschlag aus Holz |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem butzen kommt zwar heute nur noch selten vor, ist aber regional und in Fachsprache weiterhin belegt (z. B. Butzenglas). Das Morphem butzen kommt isoliert und in verschiedenen Wortbildungen vor. | |
| Das Morphem butzen ist daher in dieser Bedeutung kein unikales Morphem. | |
Belege/Quellen
Butzen: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (sh. Grimm-2), ZDL, Duden-online
Butzenscheibe: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (sh. Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| siehe auch die Wortgeschichten Butzemann und putzig |
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putzig
Wortherkunft
| Das Adjektiv putzig wird heute verwendet, um etwas als niedlich, drollig oder liebenswert zu beschreiben. Häufig bezieht es sich auf kleine Kinder oder Tiere, die durch ihr Verhalten besonders charmant wirken. | |
| Das Wort putzig verbreitete sich im 18. Jahrhundert zunächst in Norddeutschland.
Vermutlich ist es auf Butze = Kobold, Knirps zurückzuführen. Das Adjektiv bedeutete ursprünglich: „sich wie ein kleiner Kobold oder Knirps verhalten“. | |
| Englisch: cute, funny; Französisch: mignon, drôle; Niederländisch: schattig |
Hinweise zum Wort putzig
| Bedeutung: | niedlich, drollig, lustig, ein wenig sonderbar auf angenehme Weise |
| Beispielsatz: | Der kleine Hund sieht wirklich putzig aus. |
| Wortinfo: | Wortart: Adjektiv
Worttrennung: put-zig Aussprache: [ˈpʊt͡sɪç] |
Wortformen
Das Wort putzig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| putzig | putziger | am putzigsten |
| siehe auch die Wortgeschichten Butzemann und Butzenscheibe |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort putzig |
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Info - putzig
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Weiterführende Informationen zum Wort putzig
| Entstehung: | Mitte des 18. Jahrhunderts; abgeleitet von norddeutsch Butze = Kobold, kleines Wesen
→ Bedeutungsentwicklung: Kobold, kleines Wesen → kleines, lebhaftes Verhalten → niedlich, drollig |
| Wortbildungen: | putzigerweise, Putzigkeit |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Das Wort gehört zur gleichen Wortfamilie wie Butz, Butze und Butzemann.
Es zeigt eine typische Bedeutungsentwicklung: unheimliches Wesen → kleines Wesen → niedliches Verhalten Solche Bedeutungsverschiebungen sind in der Kindersprache häufig, da ursprünglich bedrohliche Figuren „verniedlicht“ werden. |
Unikales Morphem ?
| Das Wort putzig lässt sich auf das Morphem putz zurückführen, das mit Butz (Kobold, kleines Wesen) verwandt ist.
Dieses Morphem kommt heute nicht mehr isoliert in dieser Bedeutung vor. Es ist nur noch in wenigen Ableitungen wie putzigerweise oder Putzigkeit erhalten. | |
| Darüber hinaus besteht ein historischer Bedeutungszusammenhang zur Wortfamilie Butz (Butze, Butzemann), sodass die ursprüngliche Bedeutung noch rekonstruierbar ist. | |
| Das Morphem putz in der Bedeutung von putzig ist daher kein unikales Morphem. | |
| Es gibt weder einen Bedeutungs- noch ein etymologischer Zusammenhang zwischen dem Morphem putz in putzig und dem Morphem putz in putzen (saubermachen) sowie dem Nomen Putz (= Gemisch aus Wasser, Sand und einem Bindungsmittel). | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (Grimm), ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| siehe auch die Wortgeschichten Butzemann und Butzenscheibe |
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Buchse
Wortherkunft
| Das Wort Buchse bezeichnet heute meist eine kleine Dose oder runde Hülse. In der Elektrotechnik ist damit oft ein röhrenförmiges Bauteil gemeint, in das etwas eingesetzt wird (Stecker, Steckdose). | |
| In der Fachsprache wird Buchse auch im Maschinenbau verwendet. Hier werden meist runde Bauteile gemeint, in die eine Achse oder Welle gesteckt wird. | |
| Das Wort geht auf lat. buxus = Buchsbaum zurück. Aus dem harten Holz des Buchsbaums wurden früher kleine Dosen hergestellt. Diese nannte man Buchsen. Der Name ging dann vom Material (Buchsbaum) auf den Gegenstand (Dose) über. Mit der Industrialisierung wurde der Begriff zunächst im Maschinenbau verwendet. Im 20. Jahrhundert wurde das Wort Buchse dann auch in der Elektrotechnik zunächst auf Steckdosen angewendet, später dann auf alle Elektrostecker. |
Hinweise zum Wort Buchse
| Bedeutung: | 1. kleine Dose, Behälter
2. röhrenförmiges Bauteil (z. B. Lagerbuchse, Steckbuchse) |
| Beispielsatz: | Du kannst schon einmal den Stecker von der Lampe in die Buchse stecken.
Die Schraube sitzt fest in der Metallbuchse. Die Achse passt perfekt in die Lagerbuchse. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen, feminin
Worttrennung: Buch-se Aussprache: [ˈbʊksə] |
Wortformen
Das Wort Buchse ist ein Nomen. Es wird regelmäßig dekliniert. Alle Wortformen entsprechen in der Einzahl (Singular) dem Grundwort. In der Mehrzahl wird in allen Fällen ein n angefügt.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | die Buchse | die Buchsen |
| 2. Fall | Genitiv | der Buchse | der Buchsen |
| 3. Fall | Dativ | der Buchse | den Buchsen |
| 4. Fall | Akkusativ | die Buchse | die Buchsen |
| siehe auch die Wortgeschichten Büchse und Buchsbaum |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Buchse |
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Info - Buchse
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Weiterführende Informationen zum Wort Buchse
| Entstehung: | lat. buxus = Buchsbaum → ahd. buhsa = Dose aus Buchsbaumholz → mhd. buhse → nhd. Buchse
Bedeutungsentwicklung:
|
| Wortbildungen: | Steckbuchse, Lagerbuchse, Buchsenverbindung |
| Ableitungen: | Büchse (lautliche Variante mit Bedeutungsverschiebung), buchsen (selten) |
| Interessantes: | Das Wort Buchse gehört zur gleichen Wortfamilie wie Buchsbaum und Büchse.
Besonders interessant ist die Bedeutungsverschiebung:
Die Form Büchse entwickelte sich später zu einer eigenen Bedeutung (z. B. Gewehr, Dose). |
Belege/Quellen
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Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| siehe auch die Wortgeschichten Büchse und Buchsbaum |
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Büchse
Wortherkunft
| Das Wort Büchse bezeichnet heute sowohl eine Dose als auch – in einer übertragenen Bedeutung – ein Gewehr. Beide Bedeutungen gehen auf die Vorstellung eines röhrenförmigen oder hohlen Gegenstands zurück. | |
| Das Wort geht wie Buchse auf lat. buxus = Buchsbaum zurück. Daraus entstand ahd. buhsa = Dose aus Buchsbaumholz.
Später entwickelte sich daraus die Form Büchse. Die Bedeutung erweiterte sich: Von der kleinen Dose wurde der Begriff auf röhrenförmige Gegenstände übertragen – schließlich auch auf Feuerwaffen. | |
| Englisch: box, tin; rifle, gun; Französisch: boîte; fusil; Niederländisch: bus |
Hinweise zum Wort Büchse
| Bedeutung: | 1. Dose, Behälter (z. B. Konservendose)
2. Gewehr (umgangssprachlich) |
| Beispielsatz: | Er nahm die Büchse aus dem Schrank.
Die Erbsen sind noch in der Büchse. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen, feminin
Worttrennung: Büch-se Aussprache: [ˈbʏksə] |
Wortformen
Das Wort Büchse ist ein Nomen. Es wird regelmäßig dekliniert. Alle Wortformen entsprechen in der Einzahl (Singular) dem Grundwort. In der Mehrzahl wird in allen Fällen ein n angefügt.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | die Büchse | die Büchsen |
| 2. Fall | Genitiv | der Büchse | der Büchsen |
| 3. Fall | Dativ | der Büchse | den Büchsen |
| 4. Fall | Akkusativ | die Büchse | die Büchsenn |
| siehe auch die Wortgeschichten Buchse und Buchsbaum |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Büchse |
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Info - Büchse
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Weiterführende Informationen zum Wort Büchse
| Entstehung: | lat. buxus = Buchsbaum → ahd. buhsa = Dose → mhd. buhse → nhd. Büchse
Bedeutungsentwicklung:
|
| Wortbildungen: | Büchsenmacher, Büchsenfleisch, Konservendose („Büchse“ umgangssprachlich) |
| Ableitungen: | Buchse (Parallelform), büchsig (selten), Büchslein (veraltet) |
| Interessantes: | Das Wort Büchse gehört zur gleichen Wortfamilie wie Buchsbaum und Buchse.
Besonders auffällig ist die starke Bedeutungsverschiebung:
Die übertragene Bedeutung „Gewehr“ entstand durch die Ähnlichkeit der Form (Röhre). Die Redewendung „die Büchse der Pandora öffnen“ geht auf die griechische Mythologie zurück. |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (Grimm), ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| siehe auch die Wortgeschichten Buchse und Buchsbaum |
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