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Bingelkraut

Wortherkunft

Herr Alt Der Name Bingel geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort bunge (= Knolle) zurück. Das ist ein Hinweis auf die knollenartige Wurzel der Pflanze.

Der zweite Bestandteil Kraut bezeichnet allgemein eine krautige Pflanze.

Frau Fremd Das Wort Bingelkraut kommt fast ausschließlich im deutschen Sprachraum vor. Im Niederdeutschen heißt es Büngel, in anderen Regionen auch Hundskohl, Schuttbingel oder Wintergrün. In den Niederlanden heißt diese Pflanze bingelkruid.

Hinweise zum Wort Bingelkraut

Bedeutung: Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden.
Beispielsatz: Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Bin·gel·kraut

Aussprache: [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt]

Wortformen

Das Substantiv Bingelkraut ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bingelkraut die Bingelkräuter
2. Fall Genitiv des Bingelkrauts der Bingelkräuter
3. Fall Dativ dem Bingelkraut den Bingelkräutern
4. Fall Akkusativ das Bingelkraut die Bingelkräuter



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bingelkraut
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bingelkraut

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Weiterführende Informationen zum Wort Bingelkraut

Entstehung: Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. bungo, mhd. bunge = Knolle
Wortbildungen: Waldbingelkraut
Ableitungen: -
Interessantes: Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum Bingelkraut findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B.
Botanikus, Heilkräuter.de, Mediendatenbank Biologie, Wikipedia.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bingel kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort Kraut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bing bzw. bingel kommt in dieser Bedeutung ist ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung mit einer veralteten Annahme zur Herkunft), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Bickbeere

Wortherkunft

Herr Alt Der erste Bestandteil Bick geht vermutlich auf das niederdeutsche Wort pik (= Pech) zurück. Damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Herr Wort Diese Beere wird je nach Region unterschiedlich benannt:
Blaubeere, Heidelbeere, Heubeere (süddeutsch), Mollbeere, Moosbeere, Schwarzbeere, Staulbeere (Pfalz), Waldbeere, Wildbeere, Zeckbeere

Hinweise zum Wort Bickbeere

Bedeutung: Heidelbeere, Schwarzbeere
Beispielsatz: Im Herbst sammeln wir Bickbeeren.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, feminin

Worttrennung: Bick·bee·re

Aussprache: [ˈbɪkˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Bickbeere ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein e angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Bickbeere die Bickbeeren
2. Fall Genitiv der Bickbeere der Bickbeeren
3. Fall Dativ der Bickbeere den Bickbeeren
4. Fall Akkusativ die Bickbeere die Bickbeeren



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bickbeere
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bickbeere

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Weiterführende Informationen zum Wort Bickbeere

Entstehung: agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch bikbēre, pik = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Wortbildungen: Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze
Ableitungen: -
Interessantes: Die Bickbeere ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Siehe hierzu die Beschreibung im Kinderlexion und auf der Seite essen-wissen.de.

Unikales Morphem ?

Das Wort Bickbeere besteht aus den Bestandteilen Bick und Beere. Das Morphem bick kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und auch in keiner weiteren Wortbildung vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bick muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung) ZDL Wikipedia Duden-online

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Bollwerk

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort wurde zum Ende des Mittelalters aus der niederdeutschen Sprache übernommen. Es ist eine Zusammensetzung aus Bohle und Werk.

Als bole bzw. bolle bezeichnete man früher ein dickes Holzbrett bzw. einen Baumstamm. Hieraus entwickelte sich später das Wort Bohle (= sehr starkes Brett).

Das Bollwerk war also ursprünglich ein Schutzbau aus Holzbohlen.

Zunächst bezeichnete man so ein mit Erde und Holzstämmen befestigtes Ufer. Später wurde der Begriff auch im militärischen Sinne für eine Befestigungsanlage verwendet.
Heute wird das Wort auch im übertragenen Sinn gebraucht, etwa als Bollwerk gegen den Krieg oder ein Bollwerk des Friedens.
Frau Fremd Das mittelhochdeutsche Wort bollwerc findet sich auch in nordgermanischen Sprachen.
Sprache Bollwerk Aussprache
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk]
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk]
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US)
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk]
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk]
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk]

Hinweise zum Wort Bollwerk

Bedeutung: a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde

b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen

c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz

Beispielsatz: a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.

b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See.

c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit.

Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Boll·werk

Aussprache: [ˈbɔlˌvɛʁk]

Wortformen

Das Substantiv Bollwerk ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bollwerk die Bollwerke
2. Fall Genitiv des Bollwerks der Bollwerke
3. Fall Dativ dem Bollwerk den Bollwerken
4. Fall Akkusativ das Bollwerk die Bollwerke



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bollwerk
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Weiterführende Informationen zum Wort Bollwerk

Entstehung: 13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk
Wortbildungen: Abwehrbollwerk,

Felsbollwerk, Felsenbollwerk, Festungsbollwerk, Grenzbollwerk, Inselbollwerk

Ableitungen: -
Interessantes: Das Wort Bollwerk gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.

Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie Bollwerk gegen den Extremismus, Bollwerk der Demokratie oder Bollwerk des Friedens. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint.

Fremdsprachen

Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:

Ableitungen vom ndd. bolwerc bzw. nl. bolwerk in andere Sprachen
Sprache Bollwerk Aussprache Quelle
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk] Quelle
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk] Quelle
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US) Quelley
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk] Quelle
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk] Quelle
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk] Quelle
Französisch boulevard [buləvaʁ] Quelle
Spanisch baluarte [baluˈaɾte] Quelle
Italienisch baluardo [baluˈardo] Quelle
Portugiesisch baluarte [baluˈaɾtɨ] Quelle
Polnisch bulwar [ˈbulvar] Quelle
Russisch бульвар (bulvar) [bʊlʲˈvar] Quelle

Unikales Morphem ?

Obwohl eine historische Verbindung zu Bohle besteht, tritt das Morphem boll heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem boll kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort werk vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem boll in der Wortbildung Bollwerk wird daher als unikales Morphem betrachtet.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe;), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Bottich

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht vermutlich auf mittellateinisch butica („Gefäß, Fass“) oder auf lateinisch apothēca („Aufbewahrungsort, Lagerraum“) zurück. Im Mittelalter entwickelte sich daraus die Form boteche, aus der schließlich das heutige Wort Bottich entstand.

Hinweise zum Wort Bottich

Bedeutung: Fass, größerer Behälter (meist aus Holz oder Kunststoff)
Beispielsatz: Wir sammeln Regenwasser in einem großen Bottich.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bot·tich

Aussprache: [ˈbɔtɪç]

Wortformen

Das Substantiv Bottich ist männlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bottich die Bottiche
2. Fall Genitiv des Bottichs der Bottiche
3. Fall Dativ dem Bottich den Bottichen
4. Fall Akkusativ den Bottich die Bottiche



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bottich
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Weiterführende Informationen zum Wort Bottich

Entstehung: Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt:
  1. griech. apothḗkē (ἀποθήκη) → lat. apothēca = Aufbewahrungsort, Lagerraum (vgl. Apotheke)
  2. mlat. butica = Gefäß, Behälter → ahd. botega → mhd. boteche

Aus diesen Formen entwickelte sich im Neuhochdeutschen das Wort Bottich.

Böttcher, Bütte: mnd. bȫde, bōde (= Bütte) → 13. Jh. mnd. bȫdeker, 15. Jh. frühnhd. (md.) botticher, büttiger; kein etymologischer Zusammenhang zu Bottich
Wortbildungen: -
Ableitungen:
Interessantes: Das Wort Bottich gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die ursprünglich einen Aufbewahrungsort oder Behälter bezeichneten. Dazu gehört auch das Wort Apotheke, das ursprünglich „Lagerraum“ bedeutete.

Heute bezeichnet Bottich meist einen großen offenen Behälter, häufig aus Holz oder Kunststoff.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bott im Wort Bottich kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und in keiner weiteren Wortbildung vor.

Einen etymologischen Zusammenhang zum Wort Böttcher gibt es nicht.

Pik-Kreis-gruen.jpg Der Wortbestandteil bott kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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bräsig

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort kommt aus der niederdeutschen Sprache und bedeutete ursprünglich kräftig, wohlgenährt.
Herr Wort Das Wort bräsig galt lange Zeit als veraltet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird es in Norddeutschland wieder verstärkt benutzt. Es drückt ein langweiliges, wenig flexibles und schwerfälliges Verhalten einer Person aus.
Frau Fremd Vergleichbare Bedeutungen finden sich auch in norddeutschen Dialekten, z. B. mecklenburgisch brœsig, westfälisch: bræsig. In den meisten Wörterbüchern wird bräsig mit träge übersetzt, z. B. niederländisch: traag, schwedisch trög, norwegisch: treg oder dänisch træg.

Hinweise zum Wort bräsig

Bedeutung: schwerfällig, träge; begriffsstutzig, langweilig
Beispielsatz: Sie saßen stundenlang auf der Bank und starrten bräsig auf das Treiben im Park.

Die Kinder hockten den ganzen Nachmittag bräsig auf dem Sofa und starrten auf ihr Handy.

Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: brä·sig

Aussprache: [ˈbrɛːzɪç]

Wortformen

Das Wort bräsig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
bräsig bräsiger am bräsigsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort bräsig
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Info - bräsig

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Weiterführende Informationen zum Wort bräsig

Entstehung: niederdeutsch bräsig = wohlgenährt, kräftig; vermutlich zu einem niederdeutschen Wortstamm brās/bras mit der Bedeutung „schwer, voll, massig“. Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet.
Wortbildungen:
Ableitungen:
Interessantes: 1978 bis 1980 lief im NDR bzw. ARD eine Fernsehserie nach einer Romanvorlage von Fritz Reuter mit dem Namen Onkel Bräsig.

Unikales Morphem ?

Der Morphem bräs im Adjektiv bräsig kommt nicht isoliert vor. Hiervon gib es auch keine weiteren Wortbildungen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Der Bestandteil bräs kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-2, MeckWB, WWb), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Bräutigam

Wortherkunft

Herr Alt Im frühen Mittelalter hieß der zukünftige Ehemann brūtigomo. Im ersten Teil des Wortes brut kannst du unser heutiges Wort Braut wiederfinden. Der zweite Teil ist auf das althochdeutsche Wort für Mann = gomo zurückzuführen. Dieses Wort ist mit dem lateinischen Wort homo (= Mensch, Mann) verwandt.

Das alte Wort gome gibt es heute nicht mehr. Es wurde schon früh im deutschsprachigen Raum durch Mann ersetzt.

Fremdsprachen

Frau Fremd Das alte Wort brūtigomo findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder.
Sprache Wort Aussprache Quelle
Dänisch brudgom [ˈbʁuðˌkʌm] Den Danske Ordbog
Isländisch brúðgumi [ˈpruːðkʏmɪ] Íslensk orðabók
Englisch bridegroom [ˈbɹaɪdɡɹuːm] Oxford Learner’s
Niederländisch bruidegom [ˈbrœy̯dəɣɔm] Van Dale
Norwegisch brudgom [ˈbrʉːdɡʊm] Bokmålsordboka
Schwedisch brudgum [ˈbrʉːdɡɵm] Svensk Ordbok

Hinweise zum Wort Bräutigam

Bedeutung: zukünftiger Ehemann
Beispielsatz: Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar.
Wortinfo: Wortart: Nomen: der Bräutigam

Worttrennung: Bräu-ti-gam

Aussprache: [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm]

Wortformen

Das Grundwort Bräutigam bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird en ergänzt

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bräutigam die Bräutigame
2. Fall Genitiv des Bräutigams der Bräutigame
3. Fall Dativ dem Bräutigam, dem Bräutigame den Bräutigamen
4. Fall Akkusativ den Bräutigam die Bräutigame



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bräutigam
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Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam

Entstehung:
  • Braut: germ. *brudi–, ahd. mhd. brūt
  • Mann/-gam: ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
  • Bräutigam: germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
Wortbildungen: Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler,
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite Religionen entdecken.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bräut ist eine Umlautableitung von Braut (Allomorphie). Das Morphem braut kommt isoliert und in vielen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bräut/braut ist daher kein unikales Morphem.
Das Morphem gam kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. In Wortbildungen kommt das Wort nur gemeinsam mit dem Erstglied bräut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem gam ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe; für Regiolekte: Rheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe ), ZDL

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Brombeere

Wortherkunft

Herr Alt Die Brombeere hieß im Mittelalter brāmberi. Im ersten Teil des Wortes steckt das althochdeutsche Wort brāmo. Das bedeutete „Dornenstrauch“. Der zweite Teil des Wortes (beri) ist die Beere. Die brāmberi ist demnach die Beere, die an einem Dornenstrauch wächst.
Herr Wort Die Brombeere ist keine richtige Beere. In der Biologie gehört diese Frucht zur Gruppe der Steinfrüchte. Wenn du genau wissen willst, warum das so ist, dann findest du im Kinderlexikon eine verständliche Beschreibung.
Frau Fremd Das Wort ist auch in anderen germanischen Sprachen verbreitet, z. B. englisch bramble (Dornenstrauch) und niederländisch braam.

Hinweise zum Wort Brombeere

Bedeutung: Brombeeren sind blau-schwarze Früchte, die an einem stacheligen Strauch wachsen.
Beispielsatz: Ich esse gerne Brombeeren mit Sahne.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Femininum

Worttrennung: Brom·bee·re

Aussprache: [ˈbʁɔmˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Brombeere ist weiblich. Alle Wortformen in der Einzahl entsprechen dem Grundwort. Alle Pluralformen haben als Zusatz am Ende den Buchstaben n.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Brombeere die Brombeeren
2. Fall Genitiv der Brombeere der Brombeeren
3. Fall Dativ der Brombeere den Brombeeren
4. Fall Akkusativ die Brombeere die Brombeeren



weitere Beeren und Früchte auf rechtschreibwiki.de: Himbeere, Moltebeere

Weiterführende Informationen zum Grundwort Brombeere

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Weiterführende Informationen zum Wort Brombeere

Entstehung:
ie. *bhrem-, *bhrom- = borstig, Dorn → ahd. brāmo, brāma → mhd. brāme = Dornenstrauch
ie. *bhā-, *bhō- = glänzen → ahd. beri → nhd. Beere
10. Jh. ahd. brāmberi, mhd. brāmber
Wortbildungen: sh. Wörterliste
Ableitungen:
Interessantes: Die Brombeere ist keine echte Beere, sondern – wie die Himbeere, die Kratzbeere und die Moltebeere – eine Sammelsteinfrucht.

Viele Bilder zur Brombeere findest du z. B. auf grundschulmaterial.de. Dort sind auch Unterrichtsmaterialien, Bilder und Arbeitsblätter von Beeren und Früchten

Wörterliste

Wortbildungen mit Brombeere als Erstglied (Bestimmungswort)
Pflanze und Pflanzenteile
Brombeerblatt, Brombeerbusch, Brombeergerank, Brombeergesträuch, Brombeergestrüpp, Brombeerhecke, Brombeerpflanze, Brombeerranke, Brombeerstrauch
Tiere (leben an/mit der Pflanze)
Brombeergallmilbe, Brombeerperlmuttfalter, Brombeer-Perlmuttfalter, Brombeerspinner, Brombeerzipfelfalter, Brombeer-Zipfelfalter
Lebensmittel und Produkte aus der Frucht
Brombeercreme, Brombeereis, Brombeerfruchtsaft, Brombeergelee, Brombeerkompott, Brombeerkonfitüre, Brombeerkuchen, Brombeerlikör, Brombeermarmelade, Brombeermilch, Brombeersaft, Brombeerscherbett, Brombeerschnee, Brombeersirup, Brombeerwein
sonstiges (Eigenschaften, übertragene Bedeutung)
Brombeeraroma, Brombeerton, Brombeerkoalition

Unikales Morphem ?

Das Morphem brom (aus ahd. brāmo = Dornenstrauch) kommt nicht isoliert und in Wortbildungen nur zusammen mit dem Letztglied Beere (Brombeere).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem brom muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

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Brösel

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht auf das althochdeutsche brōs(a)ma zurück und gehört zur gleichen Wortfamilie wie Brosame. Es bezeichnet ursprünglich etwas „Zerkrümeltes“ oder „Zerriebenes“.
Herr Wort Brösel wird vor allem umgangssprachlich verwendet und bezeichnet kleine Stückchen von Brot, Kuchen oder anderen trockenen Lebensmitteln. Häufig wird auch das Verb bröseln verwendet.

Hinweise zum Wort Brösel

Bedeutung: kleines, trockenes Stückchen von Brot, Kuchen oder Gebäck; Krümel
Beispielsatz: Auf dem Tisch lagen noch einige Brösel vom Kuchen.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Brö·sel

Aussprache: [ˈbrøːzl̩]

Wortformen

Das Substantiv Brösel ist männlich und wird häufig im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brösel die Brösel
2. Fall Genitiv des Brösels der Brösel
3. Fall Dativ dem Brösel den Bröseln
4. Fall Akkusativ den Brösel die Brösel



weitere Informationen findest du beim Stichwort Brosame
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Brosame

Wortherkunft

Herr Alt Ursprünglich bedeutete das althochdeutsche Wort brōsme „das Zerriebene, das Zerkrümelte“.

Das Wort hat geschichtlich nichts mit dem Wort Brot zu tun, auch wenn später die Bedeutung auf zerbröckeltes Brot eingeengt wurde.

Herr Wort Heute wird das Wort fast nur noch im Plural Brosamen verwendet. Es kommt häufig in festen Wendungen vor, z. B. die Brosamen aufsammeln oder mit Brosamen abgespeist werden.

Hinweise zum Wort Brosame

Bedeutung: winziges Stück von zerbröckeltem Brot oder Gebäck; Krümel

Das Wort wird meist im Plural (Brosamen) und oft im übertragenen Sinn gebraucht.

Beispielsatz: Für mich bleiben nur die Brosamen übrig.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bro·sa·me

Aussprache: [ˈbroːzamə]

Wortformen

Das Substantiv Brosame ist männlich und wird meist im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brosame die Brosamen
2. Fall Genitiv des Brosamens der Brosamen
3. Fall Dativ dem Brosamen den Brosamen
4. Fall Akkusativ den Brosamen die Brosamen



zur Wortgeschichte Brösel
Weiterführende Informationen zum Grundwort Brosame
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Info - Brosame

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Weiterführende Informationen zum Wort Brosame

Entstehung: ie. *bhrē̌us- = zerbrechen, zerschlagen, zerkrümeln → 8. Jh. ahd. brōs(a)ma → mhd. brosem(e), brosme → nhd. Brosame

16. Jh. Verkürzung von spätmhd. brosemlīn, frühnhd. bröslein → nhd. Brösel

Wortbildungen: Bosame -

Brösel: bröselig, Brotbrösel, Kuchenbrösel, Semmelbrösel, Speckbrösel, Tabakbrösel, Zwiebackbrösel

Ableitungen: Brösel, broseln
Interessantes: Eine gute Beschreibung zu Brösel und Brosamen findest du bei Wikipedia.

Martin Luther verwendet den Begriff Brosamen in seiner Bibelübersetzung: Neues Testament, Mathäus 15,27. In anderen Übersetzungen finden wir Brotkrumen, Brosamlein, Krümel, Brootbrocken,

Die Stelle im Matthäus Evangelium in der Luther den hebräischen Begriff mit Brosame übersetzt ist aus verschiedenen Gründen interessant und für viele unverständlich und verwirrend: Jesus, der sich nur für an sein Volk, die Juden wendet und die andern, Heiden mit Hunden vergleicht?!. Wer mehr zu dieser Bibelstelle und verschiedenen Erklärungen interessiert finden bei gutefrage.net oder auf YouTube in der Scetch-Bibel interessante Interpretationen.

-

Unikales Morphem ?

Das Wort Brosame lässt sich historisch in mehrere Bestandteile zerlegen (bros + -ame). Diese Bestandteile kommen heute nicht mehr als selbstständige Wörter vor. Das Morphem bros kommt mit Umlaut im Wort Brösel vor (Allomorphie).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bros kommt nicht isoliert (wegen Bösel) vor. Es ist daher kein nikales Morphem.
Das Morphem ame ist Bestandteil des Wortes Brosame. Es kommt nicht isoliert und nur in diesem Wort vor. Im Wort Brösel (mhd. brosemlin) ist dieses Morphem nicht mehr enthalten.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ame kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Butz (Wortgruppe)

Diskussion

Bi-GO-Wort.jpg Die Wortgruppe Butz, Butze, butzen und mit Umlaut Bütze und bützen ist aus mehreren Gründen interessant. Hier die beiden wichtigsten:
  • Das Nomen Butz ist sehr häufig eine Verkürzung der Nomen Butze oder Butzen. Oft ist nicht zu unterscheiden, welches Grundwort (welcher Fall) gemeint ist. Schau dir einmal die Tabellen im Kapitel Wortformen an. Dort kannst du sehen, dass die Grundwörter oft in der Form Butzen gebraucht werden.
  • Am häufigsten kommen die Grundwörter in regionalen Dialekten vor. Sie sind vor allem in Norddeutschland (Niedersachsen, Mecklenburg), dem Rheinland und im Süden (Österreich, Bayern, Rheinland-Pfalz) gebräuchlich. In diesen regionalen Dialekten gibt es sehr viele Wortbildungen mit diesen Grundwörtern.
Bi-GO-Alt.jpg Butzen: Das althochdeutsche Wort bōʒan bedeutete schlagen oder auch stoßen. Später änderte sich die Endung. aus dem a wurde ein e = bōʒen. Zum Ende des Mittelalters entstand dann das Verb butzen. Das Verb ist nach dem Mittelalter untergegangen. Das Nomen hingegen ist erhalten geblieben.

Nicht alle Bedeutungen der Wörter Butz, Butze, Butzen können sicher auf das althochdeutsche Wort bōʒan zurückgeführt werden. Wie diese Wörter in den verschiedenen Dialekten entstanden sind ist unklar.

Es gab im Mittelalter noch ein zweites Wort, das ganz ähnlich klang:
Bi-GO-Wort.jpg Das Nomen Butzen bedeutete zunächst Stoß, Schlag. Hier waren die Leute bei der Erfindung neuer Wörter sehr einfallsreich. Wenn zum Beispiel im Frühjahr kräftiger Hagel, Schnee oder Regen vom Himmel stieß und auf den Boden schlug, nannte man dies in einigen Regionen Bayerns Aprilbutzen, Frühjahrsbutzen oder Gewitterbutzen. Wenn zwei Personen, die ihre Münder aufeinander stoßen, dann geben sie sich im Rheinland ein Bützchen. Ein Butz oder Bütz ist in Köln ein Kuss.
In einigen Regionen wurde die verkürzte Form Butz(e) auch für die abgeschlagenen Teile benutzt. So bezeichnete man in in Süddeutschland den Abfall als Butz oder Apfelbutz, Birnenbutz, Gemüsebutz usw. Und der Abfalleimer war dann der Bützigeimer.
Aus den „abgeschlagenen Teile“ = Butzen, wurden später auch andere Klumpen, Reste und kleine Teile als Butzen bezeichnet. Hier ein paar Beispiele: Der getrocknete Schleim in der Nase, heißt bei den einen Butzenpöpel oder Nasenbutzen und bei den anderen heißt er Bettelbutzen oder Rotzbutzen. Der Kot von Tieren heißt Butzebeer oder Mistbutzen, kleine Kartoffeln sind Erdbirnenbutzen, die Kerne von Obst werden Gebütz genannt und ein Brotkrümel ist eine Segebütze.
Die Wörter Butz, Butze oder Butzen haben einen richtigen Siegeszug vor allem in Süddeutschland, Österreich, im Rheinland und Mecklenburg angetreten. Es gibt kaum einen Bereich, in dem nicht gebutz und gebützt wird. Fallobst wird zum Bützelzeug, kleine Jungen sind Butzelbuben, ein freches Kind ist ein Krabutz und ein liebes Kind nennt man Zuckerbutzel, die Früchte des Weißdorns sind Butzenhiefer, Haberbutzen, Hollerbutzen oder Nagelbutz.
Das Gebutze macht auch vor Tieren und Pflanzen nicht Halt: Tannenzapfen sind Fichtenbutzen, Tannenbutzen oder Föhrenbutzen. Früchte, die von Vögeln gefressen werden, sind Vogelbutzen, Haferbutz oder Hollerbutz. Den jüngsten Vogel in einem Nest nennt man Nestbutzel, das kleinste Ferkel Adenbutzel, ein in der Entwicklung zurückgebliebenes Tier heißt Bollerbutz und kleine niedliche Tiere bekommen den Kosenamen Butzi oder Butzerl.
Bi-GO-Kurz.jpg Hallo! Wir haben verstanden! Butz ist das Lieblingswort in vielen Dialekten. Sie brauchen hier nicht ihre ganze Wörterlisten aufzuzählen. Es reicht!
Bi-GO-Alt.jpg Ja, vielleicht noch nicht ganz. Es gibt noch eine Bedeutungsgruppe, die der Kollege Wort noch nicht genannt hat: der Butzemann oder ganz kurz: der Butz. Das war früher ein Schreckgespenst, ein Kobold oder Poltergeist. Das Wort buz gab es in dieser Bedeutung auch schon im Mittelalter. Mehr zu dieser Bedeutung findest du auf der Seite Butzemann.
Bi-GO-Wort.jpg Jetzt bleibt uns nur noch eine Antwort auf die Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Verben butzen und putzen?
Bi-GO-Alt.jpg Dieses Wort wurde erst im 15. Jahrhundert bekannt. Vermutlich ist es vom Nomen Butzen abgeleitet. Als Butzen bezeichnete man unter anderem Verunreinigungen und Schmutzklümpchen. Wenn man diesen Schmutz reinigt, dann nannte man dies butzen und in einigen Regionen putzen. Diese Form mit p am Anfang hat sich dann durchgesetzt.
Bi-GO-Wort.jpg Der Butzen war unter anderem der verhärtete Schleim in der Nase. Den kannst du wegmachen, wenn du dir die Nase putzt. Wenn Obst oder Gemüse geerntet wurden, dann waren diese oft voller Erde, sie waren schmutzig. Nimm als Beispiel die Kartoffel. Wenn sie geerntet werden klebt an ihnen Erde = Erdklumpen = Butzen. Um sie zu entfernen muss man die Kartoffeln putzen. Später wurde das Wort putzen dann ganz allgemein für reinigen und sauber machen (säubern) verwendet.
Bi-GO-Kurz.jpg Warum macht ihr beiden Männer das immer so kompliziert? Mal ganz kurz: Ich butze (stoße aus Versehen natürlich) an meinen Teller. Der fällt butz auf den Boden. Da liegt nun mein Frühstück in kleinen Butzen (= Krümeln, Klumpen) auf dem Boden. Die muss ich jetzt sauber putzen. So passt alles zusammen. Butz! (Ich meine natürlich Schluss! Punkt!)
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Hinweise zum Wort Butz

Grundwörter: der Butz, die Butze, der Butzen
Ableitungen: mit Umlaut: Bütz, Bütze, Bützen

Verben: butzen, bützen

Adjektive: butz, bützig (in einigen Dialekten auch als Nomen Bützig)

Personenbezeichnung: Butzer, sehr selten auch Butzerin, Bützer

Wortinfo: Worttrennung: But-ze, But-zen, but-zen, Büt-ze, büt-zen

Aussprache: [bʊts], [ˈbʊt͡sə], [ˈbʊt͡sə], [ˈbʊt͡sn̩], [ˈbʏt͡sə], [ˈbʏt͡sn̩]

Wortformen

Im Sinne von Schreckgestalt, Kobold werden zwei Formen verwendet, die Nomen der Butz oder der Butze. In beiden Fällen werden alle Formen (mit Ausnahme des 1. Falls Einzahl) mit der Endung -en, also Butzen gebildet.

Butze Singular Plural
1. Fall Nominativ der Butz, der Butze die Butzen
2. Fall Genitiv des Butzen der Butzen
3. Fall Dativ dem Butzen den Butzen
4. Fall Akkusativ den Butzen die Butzen

Vom Nomen Butze gibt es zwei unterschiedliche Formen. Im Sinne von Schreckgespenst ist das Wort männlich (der Butze). Hier werden alle Fälle so wie beim Wort Butz gebildet (siehe die Tabelle oben). in allen anderen Bedeutungen ist das Grundwort Butze weiblich. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) bleiben unverändert die Butze. In allen Fällen der Mehrzahl wird die Endung mit -en gebildet, also Butzen gebildet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Butze die Butzen
2. Fall Genitiv der Butze der Butzen
3. Fall Dativ der Butze den Butzen
4. Fall Akkusativ die Butze die Butzen

In allen Bedeutungsgruppen werden die Fälle des Nomens Butzen gleich gebildet. Mit Ausnahme des 2. Falls Einzahl (Singular) bleibt die Form des Grundwortes erhalten:

Butze Singular Plural
1. Fall Nominativ der Butzen die Butzen
2. Fall Genitiv des Butzens der Butzen
3. Fall Dativ dem Butzen den Butzen
4. Fall Akkusativ den Butzen die Butzen

Auf den ersten Blick klingt das alles sehr kompliziert. Wenn du jedoch genauer hinschaust, dann wird es doch etwas einfacher. In der Mehrzahl (Plural) werden alle Fälle für die Wörter Butz, Butze und Butzen ganz gleich mit Butzen gebildet. Das gilt auch für viele Fälle in der Einzahl (Singular). Hier brauchst du dir nur zwei Ausnahmen merken: Wird das Wort Butze im Sinne von die kleine Hütte oder die Schlafnische verwendet, dann sind alle Formen in der Einzahl (Singular) Butze. Beim Wort Butzen wird im zweiten Fall (Genitiv) ein s ergänzt, des Butzens.

Das Verb bützen wird in den verschiedenen Zeitformen (Konjugation) regelhaft gebildet. Man sagt dazu auch: das Verb ist ein schwaches Verb.

bützen Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich bütze ich bützte ich habe gebützt
2. Person du bützt du bütztest du hast gebützt
3. Person er/sie/es bützt er/sie/es bützte er/sie/es hat gebützt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir bützen wir bützten wir haben gebützt
2. Person ihr bützt ihr bütztet ihr habt gebützt
3. Person sie bützen sie bützten sie haben gebützt

Ursprung und Bedeutung der Wortgruppe Butze

Bedeutungsursprung der Wortgruppe
Wortursprung Das Die Wortgruppe Butz hatte früher die Bedeutung stoßen, schlagen. Hieraus haben sich in den verschiedenen Regionen weitere Gruppen entwickelt.
1. Stoß, Schlag
2. Kern, Klumpen, Rest
3. regionale Besonderheiten

Vermutlich hat die vierte Bedeutungsgruppe eine andere Herkunft. Allerdings ist die genaue Herkunft nicht geklärt.

4. Schreckgespenst, Kobold

Auch das Wort putzen ist mit diesen Bedeutungsgruppen (vor allem der Gruppe 2) verwandt. In südlichen Dialekten meist butzen, in nördlichen putzen. Diese Variante gelangte dann ins Hochdeutsche.

5. etwas säubern, reinigen, von Schmutz befreien, schön machen
Beispielsätze:

1. Der Ziegenbock gab ihm einen heftigen Butz (Stoß).

Wenn du nicht aufpasst, butzt (stößt) du noch gegen die Wand.

2. Die Butzen der Äpfel (Kerne) kommen auf den Kompost.

Sie hatte kleine Butzen (Krümel, Klumpen) im Auge.

3. Er wohnte in einer kleinen Butze. (Bude/Hütte)

Gib mir ein Bützchen! (Küsschen)
Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz! (Kosenamen)
Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten.
Die Butzen gaben dem Fenster ein besonders schönes Aussehen. (Butzenscheibe)

4. Das Kind fürchtete sich vor dem Butz im Dunkeln.

Im Fasching zog ein Butzen durch die Straßen.
Es tanz ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Kreis herum.
Bedeutungsgruppen zu den Wörtern Butz, Butze, Butzen, Bütze, butzen und bützen
1. a) Stoß / Bewegung Er gab ihm einen kräftigen Butz gegen die Brust.

Beim Rangeln hat er mich so gebutzt, dass ich fast gefallen wäre.

1. b) Spiel Die Kinder spielten Butzen und stießen ihre Köpfe gegeneinander.

Beim Butzspiel musste man den Gegner mit einem geschickten Stoß treffen.

1. c) Kuss Die Mutter gab dem Kind einen liebevollen Bütz auf die Wange.

„Komm her, ich geb dir noch einen Butzi, bevor du gehst!“

2. a) Kern / Rest / Klumpen Vom Apfel blieb nur noch der Butzen übrig.

In der Suppe schwamm ein kleiner Fettbutzen.

2. b) Schmutz / Körper Das Kind hatte einen dicken Nasenbutzen unter der Nase.

Am Kerzendocht hing ein schwarzer Butzen aus Ruß.

2. c) Menge / Bündel Er band das Heu zu mehreren kleinen Butzen zusammen.

Auf dem Feld lagen noch einige Butzen Stroh.

2. d) Körper (von Pers.) Sie hat den Butzen (Haarknoten) sehr schon geknotet.

Der Butzen (Eiterbläschen) sollte sich einmal dein Hausarzt ansehen.

3. a) Personen Du kleiner Butz, was hast du wieder angestellt?

Der Butzenknecht musste den Hof sauber halten.

3. b) Tier / Landwirtschaft Das kleinste Ferkel nannten sie im Dorf den Butzen.

Im Garten stand ein Butzen, um die Vögel zu verscheuchen.

3. c) Raum Sie wohnten in einer kleinen Butze am Waldrand.

Die alte Butzenstube war eng und niedrig.

3. d) Wetter Am Nachmittag gingen schwere Regenbutzen nieder.

Der Schnee kam in dichten Butzen vom Himmel.

3. e) Sonstiges Er hat das Essen butz und gar aufgegessen.

Im Keller lag noch ein Butz altes Holz herum.

4. Schreckgestalt „Pass auf, sonst holt dich der Butzemann!“, rief die Großmutter.

Die Kinder fürchteten sich vor dem alten Butzen im Wald.

5. butzen II (reinigen / ordnen / bearbeiten) Sie musste die ganze Küche butzen, bevor Besuch kam.

Nach dem Schlachten wurde alles gründlich gebutzt.

Belege/Quellen

Bayerns Dialekte Online, Kölnisch Wörterbuch (nicht werbefrei), Mecklenburgisches Wörterbuch, Mundarten in Österreich, Pfälzisches Wörterbuch, Rheinisches Wörterbuch


Weiterführende Informationen zu den Grundwörtern Butz, Butze, Butzen
siehe auch die Wörterseiten Butzemann, Butzenscheibe und putzig
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Info - Butz (Wortgruppe)

zurück zur Wortgeschichte Butz (Wortgruppe)

Die Wortfamilie um Butz, Butze, Butzen, Bütz, Butzel, Butzi usw. gehört zu den besonders vielgestaltigen und komplexen Bereichen des deutschen Dialektwortschatzes. Zahlreiche Belege aus dialektalen Wörterbüchern zeigen eine außerordentliche Bedeutungsvielfalt, die von konkreten Sachbezeichnungen über Körper- und Naturphänomene bis hin zu Figuren des Volksglaubens reicht.

Bedeutungsgruppen

Aus der Bedeutung Butz = Stoß, Schlag hat sich die Bedeutung Kern, Klumpen und hieraus viele verschiedene regionale Bedeutungen. Ob die Bedeutung Butz = Schreckgestalt/Kobold ebenfalls aus stoßen und schlagen entwickelt hat ist umstritten. Sehr wahrscheinlich ist, dass auch das Verb putzen auf die Wortgruppe Butz zurückgeführt werden kann. Es ergeben sich daher fünf Bedeutungsgruppen:

1. Stoß

Beschreibung: Grundbedeutung „stoßen, schlagen, berühren“
Beispielwörter: butzen, Butz, Butzekopf
Beispielsätze: Pass auf, sonst butzt du noch gegen die Tür! Der Widder gab ihm einen heftigen Butz gegen das Bein.

2. Kern / Klumpen

Beschreibung: rundliche Masse, Rest, verdichteter Bestandteil
Beispielwörter: Butzen, Bütz, Hagebutz, Fettbutzen
Beispielsätze: Die Kinder sammelten die Apfelbutzen im Korb. In der Suppe schwamm noch ein kleiner Fettbutzen.

3. regional / sekundär

Beschreibung: regionale Erweiterungen, Übertragungen und Neubildungen
Beispielwörter: Butzknecht, Butzbar, butzig, Butzilein
Beispielsätze: Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten. Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz!

4. Schreckgestalt

Beschreibung: traditionelle Angst- und Maskenfiguren
Beispielwörter: Butzemann, Butzenbär, Butzenmärtel
Beispielsätze: Mit dem Butzen drohte man früher unartigen Kindern. Der Butzemann versteckt sich angeblich im Keller.

Eine Auswertung der Wörterbuchbelege zeigt, dass es sich nicht um ein einheitliches Bedeutungsfeld handelt, sondern um ein komplexes Netz mehrerer Bedeutungsfelder, die sich regional unterschiedlich entfaltet haben.

1 a) Stoß / Bewegung

Beschreibung: körperliche Einwirkung, Stoß, Anprall, drückende Bewegung
Beispiele: butzen, Butz, Butzekopf, Butzelbock

1 b) Spiel

Beschreibung: spielerische Stoßhandlungen, oft körperliche Spiele (v. a. Kopfstoßen)
Beispiele: Butzen (Spiel), Fingerbutzeln, Butzelbock

1 c) Kuss / Zuneigung

Beschreibung: abgeschwächte Berührung im Sinne von Kuss, Zärtlichkeit, Koseform
Beispiele: Bütz, Butzi, Butzilein, Schnuckibutzi

2 a) Kern / Rest / Klumpen

Beschreibung: fester, abgesetzter Bestandteil; Rest, Kern oder rundlicher Klumpen
Beispiele: Apfelbutzen, Hagebutz, Fettbutzen, Erdäpfelsbutz

2 b) Schmutz / Körper

Beschreibung: körperliche oder stoffliche Rückstände, meist unangenehme Substanzen
Beispiele: Nasenbutzen, Rotzbutzen, Mistbutzen, Dochtbutzen

2 c) Menge / Bündel

Beschreibung: zusammengefasste Masse, Bündel oder Ansammlung von Material
Beispiele: Heubützig, Butzwelle, Barnbützig

2 d) Körper (von Personen)

Beschreibung: Knoten, Bläschen, Schmutz am Körper
Beispiele: Haarbutz, Eiterbutzen, Adenbutzen, Bauchbutzen

3 a) Personen

Beschreibung: Bezeichnungen für Menschen, oft bewertend, verkleinernd oder scherzhaft
Beispiele: Butz (Kind), Butzelbub, Butzknecht, Butzeknösel

3 b) Tier- und Landwirtschaft

Beschreibung: Bezeichnungen für Tiere, Pflanzen oder landwirtschaftliche Objekte
Beispiele: Butzen (Ferkel), Strohbutzen, Hagebutz, Butzenbock

3 c) Raum

Beschreibung: kleine, oft einfache oder beengte Räume, Hütten oder Stuben
Beispiele: Butze, Butzenstube, Butzenkammer

3 d). Wetter

Beschreibung: kurze, stoßartige oder klumpenartige Niederschläge
Beispiele: Schauerbutzen, Regenbutzen, Aprilbutzen

3 e) Sonstiges

Beschreibung: feste Redewendungen, übertragene Bedeutungen, unspezifische Verwendungen
Beispiele: butz und gar, Butz (Rest), Butzware

4. Schreckgestalt

Beschreibung: furchterregende Figur des Volksglaubens oder Brauchtums
Beispiele: Butzemann, Butzenbär, Butzenkerl, Faschingbutz

5. butzen II

Beschreibung: eigenständige Verbgruppe mit Bedeutungen wie reinigen, ordnen, bearbeiten
Beispiele: butzen (putzen), aufbutzen, hineinbutzen, Abbutz

Entstehung

ahd. bōʒan = schlagen, stoßen, mhd. bōʒen → ca. 14. Jh. butzen; ab ca. 16. Jh. ist das Verb untergegangen; die Nomen Butz, Butz, Butzen und regional auch Bütz, Bütz, Bütze sind in verschiedenen Dialekten erhalten geblieben.

mhd. butz = Kobold, Schreckgestalt → Bedeutungserweiterung: Kobold → kleiner Mensch → Klumpen → Gegenstand → Handlung

Bedeutung der Grundwörter

Die Wortgruppe Butz ist eine der vielfältigsten Wortgruppen in verschiedenen Dialekten und Regiolekten. Diese Wörter kommen sowohl in Norddeutschland und dem Rheinland als auch in Hessen, Süddeutschland, Elsass, Luxemburg, Österreich und der Schweiz vor. Bereits die Grundwörter werden - je nach Region - mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für die Bedeutungsvielfalt der Grundwörter. Die Tabelle beschränkt sich beispielhaft auf die Regionen Mecklenburg (MeckWB), Rheinland (RhWB), die Pfalz (PfWB) und Bayern (BDO). Weitere Wörterbuchquellen findest du im Kapitel Belege/Quellen. Die Tabelle ist nach den Grundwörtern geordnet. Du kannst diese aber auch nach den Spalten (Bedeutung, Gruppe, Ursprung, Quelle) sortieren und mehr über die Bedeutungen und Dialekte erfahren.

Die Bedeutungen der Grundwörter Butz, Butze, Butzen und mit Umlaut Bütz, Bütze, Bützen
Lemma Bedeutung Gruppe Ursprung Quelle
Butz Stoß, Schlag 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Butz I,
Butz Stoß (in Redewendungen) 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Butz, Bed. 1a,
Butz Wurfhölzchen 1b) Spiel 1. Stoß PfWB: Butz1, Bed. 3
Butz Kuss 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Butz, Bed. 2
Butz Auswuchs 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 12
Butz Narbe am Obst 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen RhWB: Butz, Bed. 1b
Butz große Menge 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 15
Butz Strohwisch 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 16a
Butz Strauß 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 16b
Butz Haarbüschel 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 16c
Butz Kerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butz Haarknoten 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butz unreinliche Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär PfWB: Butz1, Bed. 2
Butz Schutzmann 3a) Personen 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 4
Butz durchtriebener Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butz kleiner Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butz Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 6
Butz Polizist 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butz III,
Butz dummer Kerl 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butz VI, Bed. 2
Butz Gelbschnabel 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butz, Bed. 4
Butz Schwein 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär PfWB: Butz1, Bed. 1
Butz Rinderkrankheit 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 17
Butz kleiner Hund 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butz Vogel, Kauz 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butz kleines Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butz Kalb-Rind-Stufe 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär RhWB: Butz VI, Bed. 1
Butz dunkle Wolke 3d) Wetter 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 14a
Butz Regenschauer 3d) Wetter 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 14b
Butz Grasplatz 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 13
Butz Waschkessel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: Butz IV,
Butz Schnaps 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: Butz, Bed. 3
Butz Fastnachtsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB: Butz2, Bed. 1
Butz Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB: Butz2, Bed. 3
Butz Wildscheuche 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB: Butz2, Bed. 5
Bütz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz kleiner Brotlaib 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz Kuss 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Butz, Bed. 2
butz (Adv.) plötzlich, sofort 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß MeckWB: butz,
butz (Interj.) Laut beim Aufprall („bums“) 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß MeckWB: butz,
Butze Obstrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen FWB: Butze,
Butze Dochtrest 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen FWB: Butze, Bed. 4
Butze Tintenklecks 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 8
Butze Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen FWB: Butze, Bed. 3
Butze Eiterpfropf 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 7b
Butze Streifen, wo die Saat zu dicht steht (aneinanderstößt) 1a) Stoß / Bewegung 3. regional/sekundär BDO
Butze kleines mageres Mädchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butze dicke, kleine Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butze Raum unter Treppe 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butze,
Butze Verschlag 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butze,
Butze Alkoven 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butz,
Butze Wiege 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butzebaba,
Butze Gespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt FWB: Butze, Bed. 1
Bütze Beule, Vertiefung durch Stoß, Schlag 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB, 2a
Bütze Stoß 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Bütz(e), Bed. 1
Bütze Klickerkaule 1b) Spiel 1. Stoß RhWB: Bütz(e), Bed. 2b
Bütze Wurfklicker 1b) Spiel 1. Stoß RhWB: Bütz(e), Bed. 3
Bütze Brüste 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Kerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen ElsWB: Butzen,
Butzen Hagebutten(krone) 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen MeckWB: Butzen1,
Butzen Kelchrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 11b
Butzen Maiskolbenrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 11c
Butzen Erdschollen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen RhWB: Butzen I,
Butzen Metallplättchen in Stoffknöpfen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen RhWB: Butzen I,I
Butzen Augengries 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen FWB: Butze, Bed. 5
Butzen Nasenpopel 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB: Butzen III, Bed. 2a
Butzen Knospe, Blüte 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen Blütenrest an der Frucht 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen abgeschnittener Baumstamm 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen Quaste, am spitzen Ende einer Zipfelmütze 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen verkohltes Dochtende 2b) Schmutz 3. regional/sekundär BDO
Butzen Dreschabfall 2b) Schmutz 3. regional/sekundär BDO
Butzen Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Knoten in den Haaren 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Eiterbläschen 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen körperliches Leiden, Gebrechen 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Vorspringender Kehlkopf 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen unreinlicher, schmutziger Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen dicker, kleiner Mann 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen auffallend körperlich schwaches Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen körperlich schwächstes Kind in der Klasse 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen ungezogener Junge 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen kleiner Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butzen III, Bed. 3
Butzen Schneegestöber 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Butzen Aprilschauer 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Butzen Wolke 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Butzen Gewitterwolke 3d) Wetter 3. regional/sekundär RhWB: Butzen III, Bed. 2c
Butzen Verbotszeichen für den Schäfer 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzen Krautstrunk 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzen Holzschuhe 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär MeckWB: Butzen2,
butzen jdmd. hauen, prügeln 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB
butzen hüpfen 1b) Spiel 1. Stoß RhWB
butzen Mensch: kräftigen Stuhlang haben 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen RhWB
butzen Nachgeburt der Kuh ausstoßen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen RhWB
butzen eine Arbeit bewältigen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
butzen übertr.: etw. heimlich und schnell wegnehmen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
butzen stoßen, anprallen 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß MeckWB: butzen,
butzen stoßen, schlagen 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß PfWB: Butz 2,
butzen Kartenspiel 1b) Spiel 1. Stoß MeckWB: butzen,
butzen Murmeln werfen 1b) Spiel 1. Stoß MeckWB: butzen,
butzen Korn messen 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär MeckWB: butzen,
butzen verschwinden, sich davonmachen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 1a/1γ,
butzen schmücken 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 1c,
butzen stehlen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 2a,
butzen prügeln 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 2c,
butzen jmdn. ausschimpfen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 2d,
butzen putzen, reinigen 5) butzen II Abl. putzen RhWB: butzen I,I
bützen hüpfen 1b) Spiel 1. Stoß RhWB
bützen küssen 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Butz/Bütz,
Butzer kleines stämmiges Kind 3a) Personen 2. Kern, Klumpen MeckWB
Butzer Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzer zurückgebliebenes Schwein 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzer großer Schnaps 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär MeckWB
Butzer Murmelspiel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär MeckWB
Bützer dicker Schmiedehammer 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Bützer
Bützer Schläger am Dreschflegel 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Bützer
Bützer jemand, der küsst 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Bützer
Bützer Schwätzer 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Bützer
Butzig Getreidereste 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzig Kartoffelschale 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
butzig klumpig, voller Klumpen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzig klumpig, voller Klumpen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzig verwirrtes Haar 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
butzig winzig, putzig, niedlich 3e) Sonstiges 4. Schreckgestalt BDO
Bützig auf die Tenne gefallene Futter- oder Getreidereste 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Rest der Kartoffel nach dem Reiben 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Getreidereste auf dem Feld, nach dem Mähdreschen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Reste, Rückstand 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Restgetreide auf dem Acker 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall, Kehricht 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall von Obst und Gemüse 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Kehricht 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Schmutz, Krümel 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Spreu, Streu, Pflanzenabfälle 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Fallobst, minderwertiges Obst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Kleinholz zum Feuermachen 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig minderwertig, verkümmertes Obst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Nadelstreu 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig kleine, minderwertige Kartoffel 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Reisig, zerkleinerte Äste 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Unterholz 2c) Menge / Bündel 3. regional/sekundär BDO
Bützig sozial niedrig gestellte Personen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützig Ackerunkraut 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO

In dieser Tabelle sind nur die Grundwörter aufgeführt. In den Regiolekten werden diese Grundwörter durchaus sehr verschieden gesprochen und geschrieben. Hier als Beispiel das Grundwort Bützig, wie es in Franken (Oberbayern) geschrieben und gesprochen wird. Allein im Raum Würzburg - Nürnberg finden sich im Umkreis von rd. 100 km über 50 verschiedene Schreibung dieses einen Grundwortes Bützig. Und diese Variationen in den verschiedenen Städten und Kreisen beziehen sich nur auf die eine Bedeutung Abfall beim Gemüseputzen. Hier einige Beispiele:

Bützig, Bäize, Bäizi , Bë.izi, Beetzi, beidsi , Beizi, Bēj̄tzi , Bejzi, Belzi, Beutzi, Beūzi, Bēzi, Bidsich, Bidzi, Biedsi, Biezzi, Bittzl, Bitze, Bitzich, Bitzl, Bīzi , Bödzi, Boidzi, Böidzi, Böitzi, Böizi, Böizzi, Bötze, Bötzisch, Böüdzi, Bözi , Bözzich, Budzi, Butzi, Butzich, Peŭtzi , Pöitzi, Pöitzich, Pöizi, Pöizich, Pörzich, Pötzi , Potzich, Pötzich, Pötzig, Pöützi, Pöüzi, ...

Die Wörter sind mit der Quelle im Fränkischen Wörterbuch (FWb) verlinkt. Dort findest du auch die Ortsangaben zu den regionalen Wörtern. Eine visualisierte Karte kann über Bayerns Dialekte Online unter dem Stichwort Bützig abgerufen werden.

Wortbildungen

Zu den verschiedenen Grundwörtern haben sich in verschiedenen Regiolekten viele Wortbildungen mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen (siehe Kap. Bedeutungsgruppen) gebildet. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für Wortbildungen. In die Tabelle wurden exemplarisch nur Wortbildungen aus den mecklenburgischen, rheinischen und bayerischen Wörterbüchern aufgenommen.

Einzelne Wörter haben regional unterschiedliche Bedeutungen. In diesen Fällen wurde das Wort mehrfach aufgenommen, damit diese den Bedeutungsgruppen besser zugeordnet werden können. Beispiel: Aprilbutz = jmd. der in den April geschickt wurde, Aprilbutzen = Aprilschauer, Aprilenbutzen = am 1. April geborene Person; Gebutzel/Gebützel = a) minderwertiges Obst oder Gemüse, b) kleine Kartoffel, c) Abfall beim Gemüseputzen, d) Fallobst.

Die letzte Spalte enthält zur Wortbildung die Quelle. Nicht aufgenommen wurden schriftliche regionale Varianten der Wortbildungen. Die Tabelle ist nach Spalten sortierbar. So können die Wörter nach Bedeutungen gruppiert werden.

Das Wort Frieden in verschiedenen Sprachen
Wortbildung Bedeutung Gruppe Ursprung Quelle
Abbutz Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abbutzet Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abbutzig Kartoffelschale 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abbützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abfallbützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Adamsbützel Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Adamsbutzen Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Adenbutzel Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Adenbutzel Nesthäkchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Adenbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Aderbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Aderenbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Ägenbütz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbutz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbütz Apfelkerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbutzel Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbutzen Apfelkerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB
Apfelbutzen Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Apfelbützlein Apfelblüte / Butzen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Aprilbutz Aprilscherz-Person 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Aprilbutzen Aprilschauer 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Aprilenbutzen am 1. April geborene Person 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Atenbutz Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Atenbutz kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Atenbutzel Nesthäkchen, jüngstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Audabutzel zuletzt geschlüpfter Vogel eines Geleges 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Augenbutzen Augenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Augenbutzen hart arbeitender Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Ausbutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Barnbützig Futterreste 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bauchbutz Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Bauchbutzel Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Bäumebützig Nadelstreu 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Behängbutzen Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Bettelbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Birnbutzen Kerngehäuse Birne 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Birnenbützel Pilzart 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Birnenbutzen Essensrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Blühbutzen Knospe 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bollerbutz zurückgebliebenes Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzbar Schüssel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzbergerei Geheimniskrämerei 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzbirne Birnensorte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen RhWB
Bützche Schnaps 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Bützche(n) Küsschen 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzdig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzebaba Wiege, Bett 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB
Butzebacken dicke Backen 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzebalg dicker Mensch / Krug 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzebarg sagenhafter Berg 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB
Butzebeer Schafkot 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen MeckWB
Butzecker Frucht der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzehändchen Kusshand 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzeimer Putzeimer 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzekall Geschwätz 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzeknösel eingebildeter Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzekopf Kopfstoß / Starrkopf 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB
Butzelarbeit grobe Arbeit 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzelbär Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzelbirne minderwertige Birne 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelbock Zusammenstoßen der Köpfe im Spiel 1b) Spiel 1. Stoß BDO
Butzelbock Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelbockerlein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützelböser Mann (abwertend) 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzelbub kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzeleinstag Geburtstag 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzelgemüse Kleingemüse 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelkuh Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelküh Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelkühlein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelkuhsel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelmaß Getränk 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzelmocke(r)lein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelmockel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelpack Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelware Kinderschar 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzelware kleines Getier, kleine Tiere 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzelzeug minderwertiges Obst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützelzeug Fallobst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Butzemann Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzemärtel Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzemockel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenäschen kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzenbäkeler Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenbär Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenbengel kleiner Bub 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenberchte weibliche Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzenbock Mostrückstand 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenbock Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenbock Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenbünkel nettes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenhäfelein Weißdornfrucht 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenhänschen kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzenhiefe Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenkerl Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenklein sehr klein 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzenkuh Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenleiner kleine Bremse 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzenmäckler verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenmann Schreckgespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenmaukes Schreckgespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenmummel Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzennelleschen kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzennickel kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenofen Ofen 3c) Raum 3. regional/sekundär RhWB
Butzenscheibe kleine Glasscheibe 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenstiel Stiel an einem abgenagten Kernhaus 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzentanz Tanz der Fastnachtbutzen 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzenteufel Nesthäkchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenteufel Faschingsgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzenweg Scharfrichter 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenwubelein alte Frau (Kinderschreck) 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzepöpel verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzerach Kerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzeratz Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzerl kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzerl kleines Getier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Bützerlein Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzernickel kleiner Finger 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzet Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzethomas Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzewatz Traumgespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzgasten eingemessenes Korn 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen MeckWB
Bützgeschirr scherzhaft, großer Mund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzgickel gefallsüchtiges Weib 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzgockel Hahn ohne Schwanz 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Bützgrete Mädchen, das gerne küsst 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Bützhand(chen) Kusshand 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzhenne Henne ohne Schwanz 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzhiefe Heckenrose, Frucht der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzhobel Hobel mit Doppeleisen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzholz Glätteholz des Schusters 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzi Kosename für Hunde 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzi Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzi Kosename (Hund) 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzi kleiner Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzi kleiner Hund 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzibär Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzibercht Weihnachtsschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzicht Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützigbauern Männer, die den Müll abholen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigeimer Abfallkorb beim Gemüseputzen 5) butzen II Abl. putzen BDO
Butzigel im Wachstum zurückgebliebenes Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzigelein kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigholer Männer, die den Müll abholen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigkörblein Abfallkorb beim Gemüseputzen 5) butzen II Abl. putzen BDO
Butziglein schwächstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bütziglein Kartoffelrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützigmänner Männer, die den Müll abholen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigschaufel Kehrichtschaufel 5) butzen II Abl. putzen BDO
Bützigschäufelein Kehrichtschaufel 5) butzen II Abl. putzen BDO
Butzilein Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzilein Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Bützjan Klatschmaul 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzjunge Arbeiter (Junge) in der Eisengießerei 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzkamm geschniegelt Mann 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzkäthe Putzmacherin 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzkaul ein Kind, dass nicht essen will 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Bützke Klickerkaule 1b) Spiel 1. Stoß RhWB
Butzknecht Reinigungsarbeiter 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzlappen Putzlappen / Prügel 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzlein Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzlein Haselblüte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützlein Kuss 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Bützlein Kartoffelrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützlein Unterholz 2c) Menge / Bündel 3. regional/sekundär BDO
Bützlein Knecht Ruprecht 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzlumpen Zunge 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär RhWB
Butzlumpen Lumpen 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzmachersche Modistin (Herstellerin von Kopfbedeckungen) 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzmamsell putzsüchtige Frau 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Bützmamsell kussüchtiges Weib 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzmann Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Bützmann Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Bützmattes einer, der gerne küsst 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Bützmäulchen Schmollmund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzmesser Werkzeug 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzmichel alte Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzmockelein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützmöngke Schmollmund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzmühle Reinigungsmaschine 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butznarr sich auffällig kleidende Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzschäpel Kornmaß 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen MeckWB
Bützschnüss Schmollmund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzschürze Zierschürze 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butztag Putztag 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butztuch Reinigungstuch, Putzlumpen 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzwelle Bündel Holz 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Butzwolle Reißwolle zum Reinigen von Maschinen 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Dochtbutzen verkohltes Dochtende 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Eiterbutzen Eiterbläschen 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Erdapfelbutzen Rest der Kartoffel nach dem Reiben 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Erdäpfelbutzen Kartoffelkeim 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Erdäpfelsbutz Rest der Kartoffel nach dem Reiben 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Erdbirnbützel Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Erdbirnenbutzel minderwertige Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Estbutzel große Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Estbutzel jüngstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Faschingbutz maskierte Faschingsgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Fasebutz Fastnachtsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Fasnachtbutz maskierte Faschingsgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Feldbutzen Vogelscheuche 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Fembutz Verbotszeichen für den Schäfer 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Fichtenbutzel Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fichtenbutzelein Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fichtenbutzelkuh Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fingerbutzeln Kinderspiel 1b) Spiel 1. Stoß BDO
Fingerbutzlein Kinderspiel, bei dem man sich wechselweise mit angefeuchteten Fingern auf die Finger schlug, bis sie weh taten 1b) Spiel 1. Stoß BDO
Föhrenbutzel Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fohrenbutzelein Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Föhrenbutzelkuh Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Forchenbutzenkuh Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Frühjahrsbutzen Aprilschauer, (Graupel-, Regen-, Schnee-) 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Fürchtebutzen Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Gartenbutz Vogelscheuche 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Gebütz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Gebütze Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebutzel minderwertiges Obst oder Gemüse 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützel kleine Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützel Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützel Fallobst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Fallobst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Holzabfall 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Kleinholz 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützlein Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemeindsbutz Gemeindediener, Amtsschimmel 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Gemeindsbutz Verwirren, Verknoten, Durcheinander von Wollfäden 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Gemüsebutzel Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemüsebutzen Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemüsebutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemüsegebützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gestellbutzen Angeberin 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Gewitterbutze kleine Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Gewitterbutzen alleinstehender Baum 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Gewitterbutzen Aprilschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Gräckelbutzen engstirniger Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Grasbutzen Erdstück (Grassode) 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Grasbutzen Grasnarbe 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutz Keim, Trieb der Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutz Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutzel Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutzen Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutzen Haarbüschel 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen PfWB
Haberbutzen Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hafenbutzelein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hafenbutzen Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Haferbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Haferbutzelein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagebutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagebutze Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagelbutz Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutz Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutze Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutzenlaus Kerne der Hagebutte 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutzenreis Reisig der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hainbutzel Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hakenbütze Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Hängebutze Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hemdbutzel kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Hennenbutzen Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Herzbützelein Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Heubützig Futterreste 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Hiefelbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hiefelbutzen Heckenrose, Frucht der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hohlbeerbutzen Fruchtboden 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Holderbutzen Holunderstrauch 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hollebutz Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Hollebutzer Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Hollerbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Holzbutzeland Landschaft 3c) Raum 3. regional/sekundär BDO
Holzbutzen Spottname 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Holzbutzenland abgelegene Gegend 3c) Raum 3. regional/sekundär BDO
Honigbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hühnerbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hundsbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hutbutzen Mitte des Hutes 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Judebutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kienföhrenbutzelkuh Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Klettenbutzen Klette (Pflanze) 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kollerbutz im Wachstum zurückgebliebenes Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Krabutz Frechdachs 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Krenbützig Abfall beim Meerrettichputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Kuhbutzel Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kühbutzel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kühebutzen Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Magenbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Maibutzen Blumenstrauß 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB
Maienbutzen Regenschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Mehlbutzlein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Mistbutzen Schmutzklumpen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen PfWB
Nachbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Nachtbutzer Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Nackenbutz nacktes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Nagelbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Näsbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Nasenbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Nasenbutzen Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen PfWB
Näsenbutzen Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Nestbutz jüngster Vogel im Nest 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Nestbutzel kleiner Brotlaib 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Nestbutzel jüngstes Kind einer Familie 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Nestbutzel jüngster Vogel im Nest 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Nestbutzen kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Netzbutzel jüngstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Ofenbutzelein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Patakenbützelein Kartoffelrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Pfändbutz Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Pfengbutzen Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Pfingstenbutz Brauchtumsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Pflasterbutz Fasnachtsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Rasenbutzen aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Ratenbutzel Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Ratenbutzel Nesthäkchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Ratenbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Regenbutzer Regenschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Rollenbutzelein kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Rotzbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Saubutz unfolgsames Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Schauerbutzen Aprilschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Scherbutzen Auswuchs, Beule 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Schlehenbutzen Schlehenpflanze 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Schneebutzen Schneegestöber 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Schnuckebutzi Liebkosung 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnuckibutz Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnuckibutzi Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnuckibutzi Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnurrebutzel übermäßig buschiger Schnurrbart 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Schulbutzelein körperlich schwächstes Kind in der Klasse 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Segebütze Brotschnipsel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Sternbutzen Sternschnuppe 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Strohbutz Strohpuppe 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Strohbutzen Vogel (Goldammer) 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Tannenbutzel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Tatterbutzen Verbotszeichen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Tatzenbutzel körperlich schwächstes Kind in der Klasse 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Tatzenbützel schwächstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Tintenbutzen Tintenklecks 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen PfWB
Vogelbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Vogelbutzen Frucht 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Vögelbutzen Schlehenfrucht 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Wasenbutzen aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Wegbutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Wildbutz grober Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Wildbutz lebhafter Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Zuckerbutzel Lieblingskind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
butzab vollständig weg 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
bützchesnett zum Küssen einladend 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
butzelicht fein/zart 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzelig klumpig 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzelig klein/zart 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzelig Kind von kleinem Wuchs 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
butzenklein ganz klein 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
butzet astig (Holz) 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzfinster ganz dunkel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
bützinackt ganz nackt 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
butzlicht klumpig 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzlicht Gemeindediener, Amtsschimmel 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
butzlicht fein, zart veranlagt 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzlicht kleinwüchsig 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butznüchter vollkommen nüchtern 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
kleinbutzelicht von kleinem Wuchs 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
kleinbutzig winzig 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
radibutz vollständig 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
rutzundbutz vollständig 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
verbutzt im Wachstum zurückgeblieben 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
zusammenbutzig Getreidereste 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
zusammengebutzt verfilzt (Haar) 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
abbutzen einen Verweis erhalten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
aprilenbutzen graupeln 3d) Wetter 1. Stoß BDO
aufbützen aufhetzen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
ausbutzen Rebstock säubern 5) butzen II Abl. putzen RhWB
butzbergen Verstecken spielen 1b) Spiel 3. regional/sekundär BDO
derbutzeln im Wachstum zurückgeblieben 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
derbutzen im Wachstum zurückgeblieben 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
einbutzeln sich warm anziehen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
einbutzen sich warm anziehen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
einbutzen Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
fasnachtbutzen maskiert gehen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
hineinbutzen eng ansetzen 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß BDO
verbutzen etw. vergessen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
verbutzen jdmd. abkanzeln 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
verbutzen verputzen 5) butzen II Abl. putzen RhWB
zusammenbutzen etwas eng ansetzen, z. B. beim Schreiben 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß BDO
zusammenbutzlen Papier zerknittern 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß BDO

Belege/Quellen

Quellen für die Grundwörter (Einzelnachweise für Wortbildungen sind in den Tabellen verlinkt):

Bayerns Dialekte Online (BDO): Butz, Bütz, Butze, Bütze, Butzen, Butzer, butzig, Butzig, Bützig,

Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): Butz, Butze II, Butzen, Bützel, bützen,

Kölsch-Wörterbuch (nicht werbefrei): Butz/Bütze, Butz/Butze, Butzel, Bützje,

Lothringisches Wörterbuch (LothWb): Botze, botzen, Butze, butzen I, butzen II,

Mecklenburgisches Wörterbuch (MeckWB): Butz, Butzen, butzen, Butzer,

Mittelhochdeutsches Wörterbuch (FindeB): Butze,

Mittelniederdeutsches Wörterbuch (MNWB): butze,

Pfälzisches Wörterbuch (PfWb): Butz I, Butz II, Butzel, butzen, Butzer, Putz, Pütz, Putzel, putzen,

Rheinisches Wörterbuch (RhWb): Botz/Bötz, Butz, Bütz(e), Bützer, butzen I, butzen II, butzen III, Butzen III,

Schweizerisches Idiotikon: Butz, Bützel, butzen (putznen) und über 250 weitere Wortbildungen

Westfälisches Wörterbuch (WestWb): But, Bütteken, Buts, Buttek, Buttel, ...

Wiktionary: Butz, Butze, Butzen,

Wörterbuch der Bayerischen Mundarten in Österreich (WBÖ): Putz. Putze, Putzen

Wörterbuch der elsässischen Mundart (ElsWB): Butz, Butz II, Butze, Butze II, butzen, Butzer, bützlen,

Wörterbuch der luxemburgischen Mundart (WLM): Butz, butzech, ...



siehe auch die Wörterseiten Butzemann, Butzenscheibe und putzig
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drollig

drollig und Info - drollig müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch


Wortherkunft

Herr Wort Das Wort drollig wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:
  • niedlich, süß, knuddelig - Du hast aber sehr drollige Puppen.
  • spaßig, witzig, lustig - Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.
  • eigenartig, merkwürdig, seltsam - Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.
Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen drollig = lustig, possenhaft.

Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche drolle zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.

Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort droll (= spaßig, komisch).

Hinweise zum Wort drollig

Bedeutung: auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
Beispielsatz: Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: drol-lig

Aussprache: [ˈdʁɔlɪç]

Adjektiv / Adverb Das Wort drollig kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im Kinderlexikon wird dir am Beispiel von drollig der Unterschied erklärt.

Wortformen

Das Wort drollig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
drollig drolliger am drolligsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort drollig
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Info - drollig

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Weiterführende Informationen zum Wort drollig

Entstehung: niederländisch nl. drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann → nl. drollig = Spaßmacher, Knirps → mittelniederdeutsch drolle = Spaßmacher, lustige Figur → niederdeutsch drollig = lustig

möglicherweise verwandt mit engl. droll ←

Wortbildungen: drolligerweise,
Ableitungen: Drolligkeit
Interessantes: Das Wort drollig gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.

Im Unterschied zu lustig wirkt drollig oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.

Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig).

Unikales Morphem ?

Das ursprüngliche niederländische Wort drol ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung drollig übernommen worden. Das Morphem droll kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung drollig vor (drolligerweise, Drolligkeit).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem droll in der Wortbildung drollig kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.
Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen frz. drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen drol bzw. drollig.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung (Herkunft niedersächsisch drullig), Grimm-2 (nl drullig > ndd drullig), Goethe), ZDL, Duden-online

Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. Etymologiedatenbank.nl, Digitale Bibliothek (DBNL), Textbeispiele: Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667), Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Damhirsch

Wortherkunft

Herr Wort Der Damhirsch ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
Interessantes: Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im Kinderlexikon interessante Bilder und Beschreibungen.

Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im Zootier-Lexikon.

Herr Alt Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter tamo oder tame. Daraus entwickelte sich Dam-.

Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. Hirsch, Bock oder Wild. So entstand das zusammengesetzte Wort Damhirsch.

Frau Fremd Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama

Hinweise zum Wort Damhirsch

Bedeutung: mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
Beispielsatz: Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.
Wortinfo: Wortart: Nomen, maskulin

Worttrennung: Dam-hirsch

Aussprache: [ˈdamˌhɪʁʃ]

Wortformen

Das Wort Damhirsch ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Damhirsch die Damhirsche
2. Fall Genitiv des Damhirsches der Damhirsche
3. Fall Dativ dem Damhirsch den Damhirschen
4. Fall Akkusativ den Damhirsch die Damhirschee



Weiterführende Informationen zum Grundwort Damhirsch
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Info - Damhirsch

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Weiterführende Informationen zum Wort Damhirsch

Entstehung: ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen → griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma → 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird Dam zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen Hirsch oder Bock = Damhirsch, Dambock.

ahd. tamo, tame = Wild → mhd. dam → nhd. Dam (Wildart) + Hirsch (männliches Tier mit Geweih)

Damhirsch = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“

Wortbildungen: Dam: Dambock, Damleder, Damtier, Damwild (Damwildgehege);

Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout

Ableitungen: -
Rechtschreibung: Das a im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort Damhirsch fälschlich mit doppeltem m geschrieben wird (falsch: *Dammhirsch).
Interessantes: Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.

Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.

Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (Dam) und genauer Bestimmung (Hirsch).

Unikales Morphem ?

Das Morphem dam ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dam ist in dieser Bedeutung daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe Adelung, Goethe, Grimm-1, Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Dienstag

Wortherkunft

Herr Alt Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung Thing. Der germanische Gott Tyr war der Beschützer dieser Versammlung.

Der Name Dienstag geht auf das alte Wort thingsus zurück. Diese bedeutete Beschützer des Things. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort Dienstag.

Der Wortteil dien hat also nichts mit dem Verb dienen zu tun.

Fremdsprachen

Frau Fremd In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den Dienstag vom Germanischen Gott Tyr bzw. thingsus abgeleitet. Hier einige Beispiele:
Sprache Wochentag Aussprache
Deutsch Dienstag [ˈdiːnstaːk]
Dänisch tirsdag [ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
Englisch Tuesday [ˈtjuːzdeɪ]
Niederländisch dinsdag [ˈdɪnz.dɑx]
Norwegisch tirsdag [ˈtiːʂdɑːɡ]
Schwedisch tisdag [ˈtiːsdaɡ]

Hinweise zum Wort Dienstag

Bedeutung: der zweite Tag der Woche
Beispielsatz: Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.
Wortinfo: Wortart: Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural

Worttrennung: Diens-tag

Aussprache: [ˈdiːnstaːk]

Wortformen

Das Grundwort Dienstag wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein s angehängt.

Singular Plural (selten)
1. Fall Nominativ der Dienstag die Dienstage
2. Fall Genitiv des Dienstags, des Dienstages der Dienstage
3. Fall Dativ dem Dienstag den Dienstagen
4. Fall Akkusativ den Dienstag die Dienstage



Weiterführende Informationen zum Grundwort Dienstag
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Info - Dienstag

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Weiterführende Informationen zum Wort Dienstag

Entstehung: Bei den Römern hieß der Kriegsgott Mārs. Danach ist auch der Planet Mars benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).

Das Wort hängt mit dem germanischen Thing zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott Tyr (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.

Daraus entwickelte sich im 12. Jh. ahd. ziestag, mhd. ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name dingesdach, dinstag am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -

Wochentage

Die Römer nannten die Wochentage nach den damals bekannten Planeten der Erde. Die einzelnen Planeten waren für die Römer zugleich Götter. Die Germanen übernahmen dieses System. Sie änderten die Namen und benannten die Wochentage nach ihren Göttern. Als die Christen die germanischen Länder missionierten versuchten sie, diese heidnischen Namen der Wochentage umzubenennen. Dies konnten sie jedoch nur bei dem Mittwoch (Mitte der Woche) und dem Samstag (Ableitung vom hebräischen Sabbat = Ruhetag) durchsetzen.
Die Zählung der Wochentage begann bei den Römern mit dem Sonnengot (Sonntag). Erst mit Beschluss der UNO 1978 setzte sich weltweit die heute gebräuchliche Zählung mit dem Montag als ersten Tag der Woche durch.

röm. Zählung Römische Planeten Germanische Götter germanisch Mythologie seit 1978 UNO Tag Wochentag heute
2 Mond Mani Gott des Mondes 1 Montag germ. Gott
3 Mars Tyr/Tiu/ Ziu, Thingsus Gott des Krieges und des Rechts 2 Dienstag germ. Gott
4 Merkur Wodan, Odin, Futhark Hauptgott der Germanen 3 Mittwoch Mitte der Woche
5 Jupiter Donar, Thor Gott des Donners 4 Donnerstag germ. Gott
6 Venus Frija/Frigg Schutzgöttin der Ehe und des Lebens 5 Freitag germ. Gott
7 Saturn Saturn; Sabbat Gott der Aussaat; Ruhetag (Judentum) 6 Samstag hebr. Sabbat
1 Sonne Sonne, Sol Sonnengott (lat. männl. / germ. weibl.) 7 Sonntag röm./germ. Gott

Unikales Morphem ?

Das Morphem dien kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dien in der Wortbildung Dienstag kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, OWID, ZDL

Fremdsprachen: Dänisch, Englisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Duckdalbe

Wortherkunft

Herr Alt Vermutlich stammt das Wort Duckdalbe aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb duiken = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort dalbe.

Die Duckdalbe ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens eingetaucht oder eingerammt ist.

Herr Fremd
ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg
Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort dukdalve zugrunde.

Hinweise zum Wort Duckdalbe

Bedeutung: Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg
20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg
Beispielsatz: Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.
Wortinfo: Wortart: Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben

Worttrennung: Duck-dal-be

Aussprache: [ˈdʊkˌdalbə]

Unterschied:
20260304 Dalben.jpg
Meist wird ein einzelner Pfahl als Dalbe und eine Pfahlgruppe als Duckdalbe bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also Duckdalben. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei Dalben, also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.

Wortformen

In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein n angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Duckdalbe die Duckdalben
2. Fall Genitiv der Duckdalbe der Duckdalben
3. Fall Dativ der Duckdalbe den Duckdalben
4. Fall Akkusativ die Duckdalbe die Duckdalben



Weiterführende Informationen zum Grundwort Duckdalbe
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Info - Duckdalbe

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Weiterführende Informationen zum Wort Duckdalbe

Entstehung: Die Herkunft des Wortes Duckdalbe ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
  1. Das Wort Duckdalbe stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten duiken = (ein)tauchen und dalbe = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die Duckdalbe ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
  2. Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch Duque de Alba) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand (Bildersturm) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben duque de Alba. Auch in Dänemark ist die Bezeichnung duc d’albe geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
  3. Als eher unwahrscheinlich gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben (an)docken = etwas fest verbinden oder ducken = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch dalle/dallen = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
Wortbildungen: Zum Bestandteil dalbe gibt es mehrere Wortbildungen:

Anlegedalbe, Eisbrecherdalbe, Führungsdalbe, Leitdalbe, Leuchtfeuerdalbe, Schutzdalbe, Streichdalbe, Vertäuungsdalbe

Interessantes: Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort Dalbe.

Sprachvergleich

In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff Duckdalbe vom niederländischen dukdalve abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff Dalbe bezeichnet.

Sprache Dalbe Duckdalbe Quellen
Deutsch Dalbe Duckdalbe Wikipedia
Niederländisch dalf dukdalf / dukdalve Wikipedia
Norwegisch dalbe / pæle dykdalb Wikipedia
Dänisch dalbe dukdalbe / duc d’albe Wikipedia
Schwedisch dykdalb Wikipedia
Englisch dolphin Wikipedia
Französisch duc-d’Albe Wikipedia
Spanisch duque de Alba Wikipedia

Unikales Morphem ?

Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ducken.

Das Morphem duck kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung Duckdalbe.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem duck ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem dalbe kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dalbe ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Etymologie und Rechtschreibung: DWDS, OWID, ZDL, Wikipedia, Duden-online

Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich).

Landkarte: Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich) mit Hilfe von ChatGPT erstellt.

Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von Wikipedia und elbetreff.de (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen


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dunnemals

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet dunn so viel wie dann oder damals.

Das Wort dunnemals ist eine Verkürzung von anno dunnemals. Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: damals, vor langer Zeit.

Hinweise zum Wort dunnemals

Bedeutung: damals
Beispielsatz: Dunnemals gab es noch eine Volksschule.
Wortinfo: Wortart: Adverb

Worttrennung: dun-ne-mals

Aussprache: [ˈdʊnəmaːls]

Wortformen

Das Wort dunnemals ist ein Adverb. Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.



Weiterführende Informationen zum Grundwort dunnemals
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Info - dunnemals

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Weiterführende Informationen zum Wort dunnemals

Entstehung: 19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen dunn = dann, damals.

Es entwickelte sich aus der Redewendung anno dunnemals.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Das lateinische Wort anno bedeutet im Jahre. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.

Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für vor langer Zeit:

  • anno dazumal - damals, vor langer Zeit
  • anno dunnemals - damals
  • anno Tobak - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort Tabak stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel Tobago, die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich Tobak und hieraus unser heutiges Wort Tabak entwickelt.)
  • anno pief - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
  • anno Tuck - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
  • anno Leipzig-einundleipzig - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 (mehr)

Unikales Morphem ?

Das Morphem dunn(e) kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dunn(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL

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Eberesche

Wortherkunft

Herr Wort Der erste Teil des Wortes (eber) hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort eburo bedeutete rötlich braun.

Die Blätter der Eberesche ähneln den Blättern einer Esche. Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.

Die rohen Beeren der Eberesche sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.

Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch Vogelbeere genannt.

Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen. Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
Wenn du mehr über die Eberesche wissen möchtest, dann findest du auf der Infoseite weitere Hinweise.

Hinweise zum Wort Eberesche

Bedeutung: Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
Beispielsatz: Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Eber-esche

Aussprache: [ˈeːbɐˌʔɛʃə]

Wortformen

In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) e und für die Mehrzahl (Plural) en:
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eberesche die Ebereschen
2. Fall Genitiv der Eberesche der Ebereschen
3. Fall Dativ der Eberesche den Ebereschen
4. Fall Akkusativ die Eberesche die Ebereschen



Weiterführende Informationen zum Grundwort Eberesche
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Info - Eberesche

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Weiterführende Informationen zum Wort Eberesche

Entstehung: ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; ahd. asc, mhd. asch = Esche; frühnhd. eberboum, eberasch, hd. Eberesche
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:Botanikus, Ökolandbau, NABU
Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum Baum des Jahres. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: Baum des Jahres 1997: die Eberesche.

Unikales Morphem ?

Das Morphem eber kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit Esche vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem Eber (= männliches Schwein, ahd. ebur, mhd. eber) besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem eber ist in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Abbildungen: Wikipedia: Eberesche: 1 a) Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2, 1 b) Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0, Wikipedia: Esche: 2 a) Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0, 2 b) CC BY-SA 3.0

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Eierschecke

Wortherkunft

Herr Alt Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.

Hinweise zum Wort Eierschecke

Bedeutung: Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
Beispielsatz: Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Ei-er-sche-cke

Aussprache: [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort Eierschecke und in der Mehrzahl (Plural) Eierschecken verwendet.
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eierschecke die Eierschecken
2. Fall Genitiv der Eierschecke der Eierschecken
3. Fall Dativ der Eierschecke den Eierschecken
4. Fall Akkusativ die Eierschecke die Eierschecken



Weiterführende Informationen zum Grundwort Eierschecke
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Info - Eierschecke

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Weiterführende Informationen zum Wort Eierschecke

Entstehung: Schecke: ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde (sh. Quelle). Eierschecke: Im 14. Jh. war Schecke die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. Quelle).
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Kochrezepte (nicht werbefrei): Die Eierschecke, Dresdener Eierschecke, Freiberger Eierschecke,

Unikales Morphem ?

Das Morphem scheck(e) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem scheck(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Entstehung: Wikipedia, Mittelhochdeutsches Wörterbuch (BMZ), Mittelhochdeutsches Handwörterbuch (Lexer),

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Elfenbein

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort für helfant (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort helfenbein. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das helfenbein war also ein Knochen des Elefanten.

Hinweise zum Wort Elfenbein

Bedeutung: Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
Beispielsatz: Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: El-fen-bein

Aussprache: [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Elfenbein verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ das Elfenbein die Elfenbeine
2. Fall Genitiv des Elfenbeins, des Elfenbeines der Elfenbeine
3. Fall Dativ dem Elfenbein, dem Elfenbeine den Elfenbeinen
4. Fall Akkusativ das Elfenbein die Elfenbeine
Weiterführende Informationen zum Grundwort Elfenbein
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Info - Elfenbein

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Weiterführende Informationen zum Wort Elfenbein

Entstehung: Elefant: griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch elfenbein (in Angleichung an griech. und lat. ohne h)
Wortbildungen:

Elfenbein:

Adjektive: elfenbeinartig, elfenbeinern, elfenbeinfarben

Nomen: Elfenbeinarbeit, Elfenbeinbüste, Elfenbeinexport, Elfenbeinfächer, Elfenbeinfarbe, Elfenbeinfigur, Elfenbeingegenstand, Elfenbeingriff, Elfenbeinhandel, Elfenbeinhändler, Elfenbeinimitation, Elfenbeinjäger, Elfenbeinkamm, Elfenbeinkästchen, Elfenbeinknopf, Elfenbeinkopf, Elfenbeinkugel,Elfenbeinlöffel,Elfenbeinpalast, Elfenbeinporzellan, Elfenbeinschnitzerei, Elfenbeinthron, Elfenbeinturm (Redensart), Elfenbeinturm , Mammutelfenbein, ...

Namen: Länder: Elfenbeinküste (Land in Afrika)

Pflanzen: Elfenbein-Mannstreu (Pflanze), Elfenbeinröhrling (Pilzart), Elfenbeinschneckling (Pilzart),

Tiere: Elfenbein-Federlibelle (Libellenart), Elfenbein-Flechtenbärchen (Schmetterling), Elfenbeinmöwe (Mövenart), Elfenbeinspecht (Vogelart), ...

sonstiges: Elfenbeinturm (Metapher), Elfenbeinmuseum in Schloss Erbach
Ableitungen: -
Interessantes: Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon (Elefant, Elfenbein) und im Mini-Klexikon (Elefant, Elfenbein). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe Löwenzahn.

Unikales Morphem ?

Das Morphem elfen kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen bein bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort elf oder den Elfen (Fabelwesen) gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem elfen ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

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emsig

{{DISPLAYTITLE:emsig}}


Wortherkunft

Herr Alt Aus dem alten Adjektiv emiʒ (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -ig, zunächst emiʒʒig, später emʒic. in der Bedeutung häufig, eifrig.
Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.

Hinweise zum Wort emsig

Bedeutung: ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
Beispielsatz: Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: em-sig

Aussprache: [ˈɛmzɪç]

Wortformen

Das Adjektiv emsig wird regelhaft gesteigert.:
Grundstufe (Positiv) Vergleichsstufe (Komparativ) Höchststufe (Superlativ)
emsig emsiger am emsigsten

Weiterführende Informationen zum Grundwort emsig
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Info - emsig

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Weiterführende Informationen zum Wort emsig

Entstehung: ahd. emiʒʒīg, emeʒʒīg, mhd. emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
Wortbildungen: -
Ableitungen: Emsigkeit

Unikales Morphem ?

Das Morphem ems im Adjektiv emsig kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= Emsigkeit). Die Grundlage ist die Wortbildung ems + ig. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ems ist daher in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Engerling

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort angar = Made, Larve wurde später enger und dann die Verkleinerungsform Engerling.

Hinweise zum Wort Engerling

Bedeutung: Der Engerling ist die Larve eines Maikäfert
Beispielsatz: Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: En-ger-ling, En-ger-lin-ge

Aussprache: [ˈɛŋɐlɪŋ]

Interessantes: Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im Klexikon. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG
Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Engerling verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein s angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Engerling die Engerlinge
2. Fall Genitiv des Engerlings der Engerlinge
3. Fall Dativ dem Engerling den Engerlingen
4. Fall Akkusativ den Engerling die Engerlinge

Weiterführende Informationen zum Grundwort Engerling
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Info - Engerling

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Weiterführende Informationen zum Wort Engerling

Entstehung: ie. *angu̯(h)- = Schlange, ahd. angar, mhd. anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; ahd. engiring, engirling, mhd. engerlinc.
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der Scarabaeoidea, also auch die Larven Blatthornkäfer, Erdkäfer, Hirschkäfer, Mistkäfer, Rosenkäfer und weltweit über 35.000 weitere Arten. (Quelle).

Unikales Morphem ?

Das Morphem enger kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als Engerling ist nicht verwandt mit dem Adjektiv eng.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem enger ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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entbehren

{{DISPLAYTITLE:entbehren}} entbehrlich, Entbehrung #REDIRECT [[entbehren]]


Wortherkunft

Herr Alt Das mittelhochdeutsche Verb enbern ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs beran, bern = tragen. Die erste Silbe en ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also etwas nicht tragen oder etwas nicht bei sich tragen. Das, was man nicht bei sich tragen kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus enbern = nicht tragen die Bedeutung ermangeln und vermissen entwickelt.
Herr Wort Das untergegangene Verb beran (bern) ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
  • gebären, mittelhochdeutsch gebern = zu Ende getragen, dazu gehört auch das Nomen Geburt
  • Eimer, mittelhochdeutsch einber = ein Behälter, den man mit einer Hand tragen kann
  • Zuber, zu = zwei, also ein Behälter, den man mit zwei Händen tragen muss

Hinweise zum Wort entbehren

Bedeutung: etwas oder jemanden vermissen
Beispiel: Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.

Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.

Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ent-beh-ren

Aussprache: [ɛntˈbeːʁən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich entbehre ich entbehrte ich habe entbehrt
2. Person du entbehrst du entbehrtest du hast entbehrt
3. Person er/sie/es entbehrt er/sie/es entbehrte er/sie/es hat entbehrt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir entbehren wir entbehrten wir haben entbehrt
2. Person ihr entbehrt ihr entbehrtet ihr habt entbehrt
3. Person sie entbehren sie entbehrten sie haben entbehrt

Weiterführende Informationen zum Grundwort entbehren
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Info - entbehren

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Weiterführende Informationen zum Wort entbehren

Entstehung: Aus dem Verb ahd. beran, mhd. bern = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = nein, nicht (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = nicht tragen entwickelt. Das ursprüngliche Verb (beran, bern) ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. in- und mittelhochdeutsch en- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ent- angepasst worden.
Wortbildungen:

(entbehren):

Nomen: Entbehrung, Entbehrlichkeit, Unentbehrlichkeit

Adjektive: entbehrlich, entbehrt, entbehrungsreich, entbehrungsvoll, langentbehrt, unentbehrlich

verwandte Wörter: Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter gebären, Geburt, Eimer und Zuber. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
  • Bürde = im übertragenen Sinn eine Last tragen - ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
  • Bahre = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
  • Gebärde = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
  • gebaren = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
  • gebühren (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
Das mittelhochdeutsche Präfix en- (ahd. in-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb bern in der Bedeutung heben, erhaben auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: empor (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), empören (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter Berg (* bherg̑os-, germ. *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und Burg (germ. *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb beran verwandt, von Birgit (die Erhabene) und Ingeborg (die Hüterin) bis Augsburg und Wittenberg.

Unikales Morphem ?

Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb beran, ber ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ber nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ent-. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ent- + behr abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem behr ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

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erwähnen

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ge-wähenen = sagen, berichten, gedenken abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
Das Verb erwähnen ist nicht verwandt mit dem Nomen Wahn und dem hiervon abgeleiteten Verb wähnen.

Hinweise zum Wort erwähnen

Bedeutung: a) etwas beiläufig anmerken

b) etwas urkundlich nennen, anführen

Beispielsatz: a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.

b) Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.

Wortinfo: Wortart: Verb

; ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt

Worttrennung: er-wäh-nen

Aussprache: [ɛɐ̯ˈvɛːnən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich erwähne ich erwähnte ich habe erwähnt
2. Person du erwähnst du erwähntest du hast erwähnt
3. Person er/sie/es erwähnt er/sie/es erwähnte er/sie/es hat erwähnt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir erwähnen wir erwähnten wir haben erwähnt
2. Person ihr erwähnt ihr erwähntet ihr habt erwähnt
3. Person sie erwähnen sie erwähnten sie haben erwähnt



Weiterführende Informationen zum Grundwort erwähnen
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Info - erwähnen

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Weiterführende Informationen zum Wort erwähnen

Entstehung: ahd. giwahanen neben giwahan, mhd. gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt

in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. DWDS); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung

Bedeutungs-

Unterschied:

Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt. In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat. Im ersten Beispiel bedeutet erwähnen, dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
Wortbildungen: Adjektivbildungen: ersterwähnt, erwähnenswert, erwähntermaßen, obenerwähnt, vorerwähnt, unerwähnt, ...

Nomenbildungen: Ersterwähnung, Nichterwähnung, Obenerwähnte, ...

Ableitungen: Grundwort: erwähnen, Adjektiv: erwähnt, Nomen: Erwähnung

Unikales Morphem ?

Das Morphem wähn kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix er- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem wähn in erwähnen und wähn im Verb wähnen (Grundwort Wahn).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem wähn ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

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Flederwisch

Wortherkunft

Herr Alt
20260226 Plumeau.jpg
Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben vlederen (= flattern) und wischen.

Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch federwisch.

In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.

Hinweise zum Wort Flederwisch

Bedeutung: a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben

früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.

b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.

Beispielsatz: a) Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.

b) Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch

Wortinfo: Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache: [ˈfleːdɐˌvɪʃ]

Wortformen

Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e ergänzt, im 3. Fall (Dativ) en.
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Flederwisch die Flederwische
2. Fall Genitiv des Flederwischs, des Flederwisches der Flederwische
3. Fall Dativ dem Flederwisch, dem Flederwische den Flederwischen
4. Fall Akkusativ den Flederwisch die Flederwische

Weiterführende Informationen zum Grundwort Flederwisch
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Info - Flederwisch

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Weiterführende Informationen zum Wort Flederwisch

Entstehung: fledern: mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch

wischen: ahd. wisken, mhd. wischen, wüschen

Ableitungen und Wortbildungen: fledern: hierzu Flederbeer, Fledermaus, Fledertier, zerfledern

fleddern: (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. vlederen abgeleitet), zerfleddern, Leichenfledderer, ...

Interessantes: Bei Wikipedia ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen Handfeger oder Staubwedel beschreibt.

Unikales Morphem ?

Das Morphem fleder kommt isoliert im Verb fledern vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem fleder ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Goethe, Grimm), OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info, Flederwisch

Abbildung: Flederwisch

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Firlefanz

Wortherkunft

Herr Alt Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde virelai. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort firlifanz entstanden. Die Bedeutung überflüssiges Zeug und Unsinn hat sich hieraus erst später entwickelt.

Hinweise zum Wort Firlefanz

Bedeutung: überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
Beispielsatz: Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Fir-le-fanz

Aussprache: [ˈfɪʁləˌfants]

Wortformen

In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein es angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein e an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird e durch en ersetzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Firlefanz die Firlefanze
2. Fall Genitiv des Firlefanzes der Firlefanze
3. Fall Dativ dem Firlefanz den Firlefanzen
4. Fall Akkusativ den Firlefanz die Firlefanze



Weiterführende Informationen zum Grundwort Firlefanz
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Info - Firlefanz

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Weiterführende Informationen zum Wort Firlefanz

Entstehung: Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = Gedicht und afrz. virelai = Ringel-, Reigenlied zugrunde. Der zweite Teil des Wortes fanz könnte von mhd. tanz abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort alefanz = Schalk, Possen liegt.
Wortbildungen: Firlefanzerei, veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
Ableitungen: -

Unikales Morphem ?

Die Morpheme firle und fanz kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Die Morpheme firle und fanz sind daher unikale Morpheme.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Adelung, Goethe, Grimm), OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info, Wikipedia

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garstig

Wortherkunft

Herr Wort Das Wort garstig beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
Herr Alt Das Wort geht auf mittelhochdeutsch garst zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.

Verwandt ist althochdeutsch gerstī = Hass, Groll.

Ursprünglich bezeichnete garstig also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.

Hinweise zum Wort garstig

Bedeutung: 1. widerlich, ekelerregend

2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten

Beispielsatz: Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: gars-tig

Aussprache: [ˈɡaʁstɪç]

Wortformen

Das Wort garstig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
garstig garstiger am garstigsten



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Weiterführende Informationen zum Wort garstig

Entstehung: ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. gerstī = Hass, Groll

→ mhd. garst = ranzig, übel riechend → nhd. garstig

Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein

Wortbildungen:
Ableitungen: Garstigkeit
Interessantes: Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)

Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:

„faul“ (Geruch → Verhalten)
„stinkig“ (Geruch → Stimmung)

Das ältere Wort garst ist heute nicht mehr gebräuchlich.

Unikales Morphem ?

Das Morphem garst im Wort garstig kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung garstig vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv garstig abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garst ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe), ZDL, Duden-online

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Garaus

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv gar bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, aus bedeutete „zu Ende“.

Das Nomen Garaus entstand aus dem Ausruf gar aus. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.

Die Verbindung gar aus bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen Garaus in der Bedeutung Ende.

Herr Wort Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung jemanden den Garaus machen vor und bedeutet jemanden töten, also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.

Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).

Hinweise zum Wort Garaus

Bedeutung: Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
Beispielsatz: Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.
Wortinfo: Wortart: Nomen, Neutrum

Worttrennung: Gar-aus

Aussprache: [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]

Wortformen

Das Wort Garaus wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Garaus
2. Fall Genitiv des Garaus
3. Fall Dativ dem Garaus
4. Fall Akkusativ das Garaus



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Weiterführende Informationen zum Wort Garaus

Entstehung: germ. *garwa- → ahd. garo = fertig, vollständig → mhd. gar = bereit, vollständig, ganz ; gar + aus = zu Ende

Ausruf: gar aus = vollständig vorbei → Substantivierung: das Garaus

Wortbildungen: den Garaus machen (feste Redewendung)
Ableitungen: -
Bedeutungs-

entwicklung:

Das Wort Garaus ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.

Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:

„jemandem den Garaus machen“

Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.

Bei dem Adjektiv gar hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von fertig gegart verengt.

Unikales Morphem ?

Das Wort Garaus ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv gar und dem Adverb aus. Das Adjektiv gar wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv gar gesehen.

Einerseits: Das Morphem gar (als Adjektiv gar) kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.

Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem gar ist demnach kein unikales Morphem.
Andererseits: Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv gar (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem gar im Nomen Garaus gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung jemandem oder etwas den Garaus machen (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garaus kann daher auch als ein unikales Morphem betrachtet werden.
Das Adjektiv gar (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = vollständig, gerüstet, bereit gemacht hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = fertig gekocht, gebraten, gebacken etc.

Auch das Morphem gar in Garaus hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung vollständig, vorbei in der Wortgruppe gar aus ist eine Redewendung entstanden, die auf jmdn. oder etw. töten, vernichten eingeschränkt ist.

Pik-Kreis-blau.jpg Wenn nur das Morphem gar isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem gar bis zur Klärung zunächst als unklar eingestuft.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz sh. Adelung, vor allem Grimm-1, Wander (Sprichwörterlexikon Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen Garaus), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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gediegen

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort gedeihen (althochdeutsch githīhan) entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort gidigan, woraus später gediegen entstand.
Herr Wort Das Adjektiv kann gut und solide, wertvoll oder sorgfältig bearbeitet bedeuten.

In Norddeutschland wird gediegen umgangssprachlich auch in der Bedeutung seltsam oder eigenartig verwendet.

In der Bergmannssprache bezeichnet man mit gediegen Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also rein sind.

Hinweise zum Wort gediegen

Bedeutung: hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
Beispielsatz: Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-die-gen

Aussprache: [ɡəˈdiːɡn̩]

Wortformen

Das Wort gediegen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
gediegen gediegener am gediegensten



Weiterführende Informationen zum Grundwort gediegen
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Info - gediegen

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Weiterführende Informationen zum Wort gediegen

Entstehung: ahd. gidigan, mhd. gedigen; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. githīhan, mhd. gedīhen = gedeihen

Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.

Wortbildungen: Gediegenheit, gediegenerweise
Ableitungen: -
Interessantes: In der Bergmannssprache spricht man von gediegenem Gold oder gediegenem Silber, wenn das Metall in reiner Form vorkommt.

Regional kann gediegen auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.

Unikales Morphem ?

Das Morphem dieg kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ge- im Adjektiv gediegen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dieg ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, EWA, Goethe, Grimm), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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Hagebutte

Wortherkunft

Herr Alt Der erste Teil des Wortes Hag ist vom mittelhochdeutschen Wort hac abgeleitet. So nannte man früher eine Umzäunung, ein Gehege oder einen mit Gebüsch umzäunten Ort. Zur Einfriedung wurden oft Hagebutten oder Hagedorn verwendet.
Die Herkunft des zweiten Wortteils (butt) ist nicht eindeutig geklärt. Einige Sprachwissenschaftler leiten butte vom mittelhochdeutschen butz = Knoten, Klumpen ab. Andere sehen einen Zusammenhang mit dem niederländischen Wort but = stumpf.
Herr Wort Als Hagebutte bezeichnet man die roten Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten, besonders der Heckenrose.

Hinweise zum Wort Hagebutte

Bedeutung: Rote Scheinfrucht verschiedener Rosenarten
Beispielsatz: Im Herbst leuchten die roten Hagebutten an den Hecken.
Wortinfo: Wortart: Nomen, feminin

Worttrennung: Ha-ge-but-te

Aussprache: [ˈhaːɡəˌbʊtə]

Wortformen

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Hagebutte die Hagebutten
2. Fall Genitiv der Hagebutte der Hagebutten
3. Fall Dativ der Hagebutte den Hagebutten
4. Fall Akkusativ die Hagebutte die Hagebutten



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Weiterführende Informationen zum Wort Hagebutte

Entstehung: ahd. haganbutta, mhd. hagenbutz

butte möglicherweise aus dem niederländischen but = stumpf abgeleitet.

Einige Autoren sehen auch einen Zusammenhang mit butz = Klumpen, Knoten, Kerngehäuse.

Der erste Wortteil hag bedeutete ursprünglich: Umzäunung, Hecke, eingehegter Ort.

Von hag sind auch die Wörter Hecke, Hain, Gehege und Hagedorn abgeleitet.

Wortbildungen: Hagebuttenmarmelade, Hagebuttentee, Hagebuttenkern, Hagebuttenstrauch
Ableitungen: Hagedorn, Hecke, Gehege
Interessantes: Die Hagebutte ist botanisch keine echte Beere, sondern eine sogenannte Sammelnussfrucht.

Die Früchte enthalten sehr viel Vitamin C und werden häufig zu Tee oder Marmelade verarbeitet.

Unikales Morphem ?

Das Morphem butt(e) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und nur in wenigen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem butt(e) ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem hag(e) kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem hag(e) ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe, Grimm), BDO, ZDL, Wikipedia, Duden-online

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