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== Wörterliste zum Adjektiv ''hell''== | == Wörterliste zum Adjektiv ''hell''== | ||
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Version vom 14. März 2026, 23:25 Uhr
behelligen
| Was hat das Wort behelligen mit dem Adjektiv hell zu tun? |
| Lehrerin, Klasse 4, Magdeburg |
| Wir haben im Kunstunterricht über hell und dunkel gesprochen. Was bedeutet hell, welche Farben verbinden wir mit diesem Adjektiv usw. Ein Schüler hat gemeint, dass hell auch stören kann. Fragende Blicke der anderen Kinder. Er hat dann erzählt, dass seine Oma häufig gesagt hat: Junge, du sollst deinen Vater nicht ständig mit deinem Quatsch behelligen. Damit hat sie gemeint, dass ich meinen Papa nicht ständig stören soll. Ich war ziemlich ratlos. Wie kommt das Adjektiv hell in das Verb behelligen? |
Wortherkunft
Hinweise zum Wort behelligen
| Bedeutung: | stören, belästigen |
| Beispielsatz: | Dein Papa muss arbeiten. Du sollst ihn nicht ständig behelligen. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·hel·li·gen Aussprache: [bəˈhɛlɪɡn̩] |
Wortformen
Das Verb behelligen wird in den verschiedenen Zeiten regelhaft gebildet. Die zweite Vergangenheitsform (Perfekt) wird mit dem Hilfsverb haben gebildet.
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich behellige | ich behelligte | ich habe behelligt |
| 2. Person | du behelligst | du behelligtest | du hast behelligt | |
| 3. Person | er/sie/es behelligt | er/sie/es behelligte | er/sie/es hat behelligt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir behelligen | wir behelligten | wir haben behelligt |
| 2. Person | ihr behelligt | ihr behelligtet | ihr habt behelligt | |
| 3. Person | sie behelligen | sie behelligten | sie haben behelligt | |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort behelligen |
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Info - behelligen
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Weiterführende Informationen zum Wort behelligen
| Entstehung: | behelligen: ie. *(s)kel-, germ. *halla-, ca. 14. Jh. hellegen, helligen = durch Verfolgung ermüden, plagen, quälen; 16. Jh. behelligen = stören, belästigen, lästig fallen
hell: ie. *kel(ə)- = rufen, schreien, lärmen, klingen; ahd. hel = tönend, mhd. hel = tönend, laut, glänzend, licht; zum gleichen Ursprung gehören auch: hallen, einhellig, misshellig |
| Wortbildungen: | Behelligung, unbehellitgt |
| hell | |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Das Verb behelligen wird heute meist in der Bedeutung „jemanden stören oder belästigen“ verwendet. Es gehört zur gehobenen oder formellen Sprache und kommt besonders in offiziellen Texten oder in der Schriftsprache vor.
Ursprünglich bedeutete das zugrunde liegende Verb helligen „ermüden, quälen oder bedrängen“. Diese Bedeutung hat sich im Laufe der Zeit zu „stören“ oder „belästigen“ abgeschwächt. |
Wörterliste zum Adjektiv hell
| Farbadjektive | |
|---|---|
| xxx | |
| xxx | |
| xxx | |
| xxx | |
| xxx | |
| xxx | |
| xxx | |
| xxx |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-Wörterbuch) ZDL Wikipedia Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
bequem
Hinweise zum Wort bequem
| Bedeutung: | gemütlich, angenehm |
| Beispielsatz: | Das ist ein sehr bequemer Sessel. |
| Wortinfo: | Wortart: Adjektiv
Worttrennung: be·quem Aussprache: [bəˈkveːm] |
Wortformen
Das Wort bequem ist ein Adjektiv.
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| bequem | bequemer | am bequemsten |
Wortherkunft
| Das Adjektiv bequem war schon im Mittelalter bekannt. Es bedeutete ursprünglich passen, angemessen oder einrichten. Dieses Adjektiv ist vom Verb bequemen abgeleitet. Das bedeutete früher etwas passend machen, einrichten oder etwas anpassen.
geht auf mittelhochdeutsch bequeme zurück und bedeutete ursprünglich „passend“, „geeignet“ oder „angemessen“. Es gehört zum Verb bequemen im Sinne von „passend machen“, „einrichten“ oder „anpassen“. | |
| Das Adjektiv bequem bedeutet heute angenehm, komfortabel. Etwas, das gut passt oder gut eingerichtet ist, wird als angenehm = bequem empfunden wird. Das Verb bequemen wird heute nur noch sehr selten, meist abwertend gebraucht. | |
| Besonders interessant finde ich den Ursprung von bequem und bequemen. Hierin steckt das althochdeutsche Verb queman. Im Mittelalter hat sich dieses Wort verändert. Aus dem qu am Wortanfang wurde zunächst ein k, also kemen. Aus dem e wurde dann ein o, also komen. Und hieraus ist das Verb kommen in seiner heutigen Bedeutung entstanden. | |
| In den meisten europäischen Sprachen hat sich für unser bequem das französische Wort confortable, englisch = comfortable und bei uns als Fremdwort komfortabel durchgesetzt.
Nur in Schweden finden wir noch den Zusammenhang zu dem alten germanischen Wort queman. Dort heißt bequem = bekväm. |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort bequem |
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Info - bequem
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Weiterführende Informationen zum Wort bequem
| Entstehung: | 9. Jh. ahd. biquāmi, mhd. bequæme = angemessen, passend, tauglich < ahd. queman = kommen < ie. *gu̯em- = gehen, kommen |
| Wortbildungen: | bequemlich, Bequemlichkeit, superbequem, unbequem, Unbequemlichkeit |
| Ableitungen: | bequemen |
| Interessantes: | Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes bequem war „passend“ oder „angemessen“. Erst später entwickelte sich daraus die heutige Bedeutung „angenehm“, „komfortabel“ oder „leicht zu benutzen“.
Wenn etwas gut „passt“, ist es oft auch angenehm zu benutzen. Auf diese Weise entstand im Laufe der Sprachgeschichte die heutige Bedeutung des Wortes. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-Wörterbuch, Goethe-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Etymologie: DWDS - bequem, kommen, bekommen; Wiktionary: bequem, bequemen, kommen, bekommen; ZDL - bequem, kommen, bekommen
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Dienstag
Hinweise zum Wort Dienstag
| Bedeutung: | der zweite Tag der Woche |
| Beispielsatz: | Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural
Worttrennung: Diens-tag Aussprache: [ˈdiːnstaːk] |
Wortformen
Das Grundwort Dienstag wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein s angehängt.
| Singular | Plural (selten) | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Dienstag | die Dienstage |
| 2. Fall | Genitiv | des Dienstags, des Dienstages | der Dienstage |
| 3. Fall | Dativ | dem Dienstag | den Dienstagen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Dienstag | die Dienstage |
Wortherkunft
Fremdsprachen
| In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den Dienstag vom Germanischen Gott Tyr bzw. thingsus abgeleitet. Hier einige Beispiele: | ||||||||||||||||||||||||||||
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| Weiterführende Informationen zum Grundwort Dienstag |
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Info - Dienstag
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Weiterführende Informationen zum Wort Dienstag
| Entstehung: | Der Name des Wochentages geht auf den germanischen Gott Tyr zurück.
Im Althochdeutschen lautete der Name Ziestag oder Thingstag. Das Wort hängt mit dem germanischen Thing zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott Tyr galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt. |
| Wortbildungen: | - |
| Ableitungen: | - |
Wochentage
Die Römer nannten die Wochentage nach den damals bekannten Planeten der Erde. Die einzelnen Planeten waren für die Römer zugleich Götter. Die Germanen übernahmen dieses System. Sie änderten die Namen und benannten die Wochentage nach ihren Göttern. Als die Christen die germanischen Länder missionierten versuchten sie, diese heidnischen Namen der Wochentage umzubenennen. Dies konnten sie jedoch nur bei dem Mittwoch (Mitte der Woche) und dem Samstag (Ableitung vom hebräischen Sabbat = Ruhetag) durchsetzen.
Die Zählung der Wochentage begann bei den Römern mit dem Sonnengot (Sonntag). Erst mit Beschluss der UNO 1978 setzte sich weltweit die heute gebräuchliche Zählung mit dem Montag als ersten Tag der Woche durch.
| röm. Zählung | Römische Planeten | Germanische Götter | germanisch Mythologie | seit 1978 UNO | Tag | Wochentag heute |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | Mond | Mani | Gott des Mondes | 1 | Montag | germ. Gott |
| 3 | Mars | Tyr/Tiu/ Ziu, Thingsus | Gott des Krieges und des Rechts | 2 | Dienstag | germ. Gott |
| 4 | Merkur | Wodan, Odin, Futhark | Hauptgott der Germanen | 3 | Mittwoch | Mitte der Woche |
| 5 | Jupiter | Donar, Thor | Gott des Donners | 4 | Donnerstag | germ. Gott |
| 6 | Venus | Frija/Frigg | Schutzgöttin der Ehe und des Lebens | 5 | Freitag | germ. Gott |
| 7 | Saturn | Saturn; Sabbat | Gott der Aussaat; Ruhetag (Judentum) | 6 | Samstag | hebr. Sabbat |
| 1 | Sonne | Sonne, Sol | Sonnengott (lat. männl. / germ. weibl.) | 7 | Sonntag | röm./germ. Gott |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem dien kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. | |
| Das Morphem dien in der Wortbildung Dienstag kann daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, OWID, ZDL
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Duckdalbe
Hinweise zum Wort Duckdalbe
| Bedeutung: | Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können. | ||
| Beispielsatz: | Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe. | ||
| Wortinfo: | Wortart: Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben
Worttrennung: Duck-dal-be Aussprache: [ˈdʊkˌdalbə] | ||
| Unterschied: | Meist wird ein einzelner Pfahl als Dalbe und eine Pfahlgruppe als Duckdalbe bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also Duckdalben. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei Dalben, also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können. | ||
Wortformen
In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein n angehängt.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | die Duckdalbe | die Duckdalben |
| 2. Fall | Genitiv | der Duckdalbe | der Duckdalben |
| 3. Fall | Dativ | der Duckdalbe | den Duckdalben |
| 4. Fall | Akkusativ | die Duckdalbe | die Duckdalben |
Wortherkunft
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Duckdalbe |
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Info - Duckdalbe
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Weiterführende Informationen zum Wort Duckdalbe
| Entstehung: | Die Herkunft des Wortes Duckdalbe ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze: |
| |
| Wortbildungen: | Zum Bestandteil dalbe gibt es mehrere Wortbildungen:
Anlegedalbe, Eisbrecherdalbe, Führungsdalbe, Leitdalbe, Leuchtfeuerdalbe, Schutzdalbe, Streichdalbe, Vertäuungsdalbe |
| Interessantes: | Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort Dalbe. |
Sprachvergleich
In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff Duckdalbe vom niederländischen dukdalve abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff Dalbe bezeichnet.
| Sprache | Dalbe | Duckdalbe | Quellen |
|---|---|---|---|
| Deutsch | Dalbe | Duckdalbe | Wikipedia |
| Niederländisch | dalf | dukdalf / dukdalve | Wikipedia |
| Norwegisch | dalbe / pæle | dykdalb | Wikipedia |
| Dänisch | dalbe | dukdalbe / duc d’albe | Wikipedia |
| Schwedisch | dykdalb | Wikipedia | |
| Englisch | dolphin | Wikipedia | |
| Französisch | duc-d’Albe | Wikipedia | |
| Spanisch | duque de Alba | Wikipedia | |
Unikales Morphem ?
Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ducken.
Belege/Quellen
Etymologie und Rechtschreibung: DWDS, OWID, ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich).
Landkarte: Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich) mit Hilfe von ChatGPT erstellt.
Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von Wikipedia und elbetreff.de (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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dunnemals
Hinweise zum Wort dunnemals
| Bedeutung: | damals |
| Beispielsatz: | Dunnemals gab es noch eine Volksschule. |
| Wortinfo: | Wortart: Adverb
Worttrennung: dun-ne-mals Aussprache: [ˈdʊnəmaːls] |
Wortformen
Das Wort dunnemals ist ein Adverb. Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.
Wortherkunft
| Weiterführende Informationen zum Grundwort dunnemals |
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Info - dunnemals
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Weiterführende Informationen zum Wort dunnemals
| Entstehung: | 19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen dunn = dann, damals.
Es entwickelte sich aus der Redewendung anno dunnemals. |
| Wortbildungen: | - |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Das lateinische Wort anno bedeutet im Jahre. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.
Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für vor langer Zeit:
|
Unikales Morphem ?
| Das Morphem dunn(e) kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor. | |
| Das Morphem dunn(e) ist daher ein unikales Morphem. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Bräutigam
Hinweise zum Wort Bräutigam
| Bedeutung: | zukünftiger Ehemann |
| Beispielsatz: | Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen: der Bräutigam
Worttrennung: Bräu-ti-gam Aussprache: [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm] |
Wortformen
Das Grundwort Bräutigam bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird en ergänzt
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Bräutigam | die Bräutigame |
| 2. Fall | Genitiv | des Bräutigams | der Bräutigame |
| 3. Fall | Dativ | dem Bräutigam, dem Bräutigame | den Bräutigamen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Bräutigam | die Bräutigame |
Wortherkunft
Fremdsprachen
| Das alte Wort brūtigomo findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder. | ||||||||||||||||||||||||||||
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| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bräutigam |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Bräutigam
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Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam
| Entstehung: |
|
| Wortbildungen: | Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler, |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite Religionen entdecken. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe; für Regiolekte: Rheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe ), ZDL
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Bollwerk
Hinweise zum Wort Bollwerk
| Bedeutung: | a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde
b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz |
| Beispielsatz: | a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.
b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See. c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Neutrum
Worttrennung: Boll·werk Aussprache: [ˈbɔlˌvɛʁk] |
Wortformen
Das Substantiv Bollwerk ist sächlich.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | das Bollwerk | die Bollwerke |
| 2. Fall | Genitiv | des Bollwerks | der Bollwerke |
| 3. Fall | Dativ | dem Bollwerk | den Bollwerken |
| 4. Fall | Akkusativ | das Bollwerk | die Bollwerke |
Wortherkunft
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bollwerk |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Bollwerk
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Weiterführende Informationen zum Wort Bollwerk
| Entstehung: | 13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk |
| Wortbildungen: | Abwehrbollwerk,
Felsbollwerk, Felsenbollwerk, Festungsbollwerk, Grenzbollwerk, Inselbollwerk |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Das Wort Bollwerk gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.
Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie Bollwerk gegen den Extremismus, Bollwerk der Demokratie oder Bollwerk des Friedens. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint. |
Fremdsprachen
Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:
| Sprache | Bollwerk | Aussprache | Quelle |
|---|---|---|---|
| Deutsch | Bollwerk | [ˈbɔlˌvɛʁk] | Quelle |
| Dänisch | bolværk | [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk] | Quelle |
| Englisch | bulwark | [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US) | Quelley |
| Niederländisch | bolwerk | [ˈbɔlʋɛrk] | Quelle |
| Norwegisch | bolverk | [ˈbuːlværk] | Quelle |
| Schwedisch | bålverk | [ˈboːlværk] | Quelle |
| Französisch | boulevard | [buləvaʁ] | Quelle |
| Spanisch | baluarte | [baluˈaɾte] | Quelle |
| Italienisch | baluardo | [baluˈardo] | Quelle |
| Portugiesisch | baluarte | [baluˈaɾtɨ] | Quelle |
| Polnisch | bulwar | [ˈbulvar] | Quelle |
| Russisch | бульвар (bulvar) | [bʊlʲˈvar] | Quelle |
Unikales Morphem ?
| Obwohl eine historische Verbindung zu Bohle besteht, tritt das Morphem boll heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem boll kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort werk vor. | |
| Das Morphem boll in der Wortbildung Bollwerk wird daher als unikales Morphem betrachtet. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe;), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Bingelkraut
Hinweise zum Wort Bingelkraut
| Bedeutung: | Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden. |
| Beispielsatz: | Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Neutrum
Worttrennung: Bin·gel·kraut Aussprache: [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt] |
Wortformen
Das Substantiv Bingelkraut ist sächlich.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | das Bingelkraut | die Bingelkräuter |
| 2. Fall | Genitiv | des Bingelkrauts | der Bingelkräuter |
| 3. Fall | Dativ | dem Bingelkraut | den Bingelkräutern |
| 4. Fall | Akkusativ | das Bingelkraut | die Bingelkräuter |
Wortherkunft
| Der Name Bingel geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort bunge (= Knolle) zurück. Das ist ein Hinweis auf die knollenartige Wurzel der Pflanze.
Der zweite Bestandteil Kraut bezeichnet allgemein eine krautige Pflanze. | |
| Das Wort Bingelkraut kommt fast ausschließlich im deutschen Sprachraum vor. Im Niederdeutschen heißt es Büngel, in anderen Regionen auch Hundskohl, Schuttbingel oder Wintergrün. In den Niederlanden heißt diese Pflanze bingelkruid. |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bingelkraut |
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Info - Bingelkraut
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Weiterführende Informationen zum Wort Bingelkraut
| Entstehung: | Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. bungo, mhd. bunge = Knolle |
| Wortbildungen: | Waldbingelkraut |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum Bingelkraut findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B. |
| Botanikus, Heilkräuter.de, Mediendatenbank Biologie, Wikipedia. |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem bingel kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort Kraut vor. | |
| Das Morphem bing bzw. bingel kommt in dieser Bedeutung ist ein unikales Morphem. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung mit einer veralteten Annahme zur Herkunft), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| zurück zur Wortgeschichte Bingelkraut |
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Bickbeere
Hinweise zum Wort Bickbeere
| Bedeutung: | Heidelbeere, Schwarzbeere |
| Beispielsatz: | Im Herbst sammeln wir Bickbeeren. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, feminin
Worttrennung: Bick·bee·re Aussprache: [ˈbɪkˌbeːʁə] |
Wortformen
Das Substantiv Bickbeere ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein e angehängt.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | die Bickbeere | die Bickbeeren |
| 2. Fall | Genitiv | der Bickbeere | der Bickbeeren |
| 3. Fall | Dativ | der Bickbeere | den Bickbeeren |
| 4. Fall | Akkusativ | die Bickbeere | die Bickbeeren |
Wortherkunft
| Der erste Bestandteil Bick geht vermutlich auf das niederdeutsche Wort pik (= Pech) zurück. Damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen. | |
| Diese Beere wird je nach Region unterschiedlich benannt: | |
| Blaubeere, Heidelbeere, Heubeere (süddeutsch), Mollbeere, Moosbeere, Schwarzbeere, Staulbeere (Pfalz), Waldbeere, Wildbeere, Zeckbeere |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bickbeere |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Bickbeere
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Weiterführende Informationen zum Wort Bickbeere
| Entstehung: | agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch bikbēre, pik = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen. |
| Wortbildungen: | Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Die Bickbeere ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Siehe hierzu die Beschreibung im Kinderlexion und auf der Seite essen-wissen.de. |
Unikales Morphem ?
| Das Wort Bickbeere besteht aus den Bestandteilen Bick und Beere. Das Morphem bick kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und auch in keiner weiteren Wortbildung vor. | |
| Das Morphem bick muss daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung) ZDL Wikipedia Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
| zurück zur Wortgeschichte Bickbeere |
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betütern
Hinweise zum Wort betütern
| Bedeutung: | jemanden besonders oder übertrieben umsorgen |
| Beispielsatz: | Wir lassen uns gern von unserer Mama betütern. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·tü·tern Aussprache: [bəˈtyːtɐn] |
Wortformen
Das Verb betütern wird regelmäßig konjugiert. Infinitiv: betütern Partizip II: betütert Hilfsverb: haben
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich betütere | ich betüterte | ich habe betütert |
| 2. Person | du betüterst | du betütertest | du hast betütert | |
| 3. Person | er/sie/es betütert | er/sie/es betüterte | er/sie/es hat betütert | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir betütern | wir betüterten | wir haben betütert |
| 2. Person | ihr betütert | ihr betütertet | ihr habt betütert | |
| 3. Person | sie betütern | sie betüterten | sie haben betütert | |
Wortherkunft
| Das Verb stammt von dem norddeutschen Wort Tüder (Seil zum Anbinden eines weidenden Tiers). Ein Tier wurde mit einem solchen Seil festgebunden, damit es sich beim Weiden nicht zu weit entfernen konnte.
Übertragen entwickelte sich daraus die Bedeutung, jemanden besonders eng zu betreuen oder zu umsorgen – oft so sehr, dass es als übertrieben empfunden wird. |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort betütern |
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Info - betütern
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| Entstehung: | norddeutsch Tüder = Strick, Seil zum Anbinden von Tieren |
| verwandt: | Tüter, vertütern, betütert |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Umgangssprachlich wird das Verb auch im Sinne von sich einen Schwips antrinken(Herkunft unklar). |
Unikales Morphem ?
| Das Verb tüdern ist eine regionale Variante zum Verb tütern. Dieses Verb kommt ebenfalls nur noch als Regiolekt vor. Im der hochdeutschen Sprache kann es demgegenüber als ausgestorben bzw. veraltet angesehen werden. Daraus folgt: Als Dialektvariante gehört tüdern zur Wortfamilie tütern. Das Morphem tüd bzw. tüt kommt in dieser Bedeutung mit der Verbendung -ern isoliert vor. Das Verb betütern ist demnach eine Wortbildung zu tütern | |
| Das Morphem tüt(ern) ist daher kein unikales Morpheme. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, ZDL; Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
Bernstein
Hinweise zum Wort Bernstein
| Bedeutung: | fossiles Pflanzenharz von gelber bis dunkelbrauner Farbe (brennbar) |
| Beispielsatz: | Bernstein findet man vor allem an der Ostseeküste. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv (männlich)
Worttrennung: Bern·stein Aussprache: [ˈbɛʁnʃtaɪ̯n] |
Wortformen
Das Wort Bernstein wird meist als Stoffname verwendet und steht deshalb gewöhnlich im Singular.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Bernstein | die Bernsteine |
| 2. Fall | Genitiv | des Bernsteins | der Bernsteine |
| 3. Fall | Dativ | dem Bernstein | den Bernsteinen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Bernstein | die Bernsteine |
Wortherkunft
| Da Bernstein brennbar ist, nannte man ihn früher auch Brennstein. Das niederdeutsche Wort für brennen ist bernen. Hieraus ist das Wort Bernstein entstanden. | |
| Das Wort Bernstein wird fast nur im deutschsprachigen Raum verwendet. Ebenfalls vom niederdeutschen bernen abgeleitet sind: | |
| niederländisch: barnsteen, polnisch: bursztyn, schwedisch: bärnsten, ukrainisch: бурштин (burštyn) |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bernstein |
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Info - Bernstein
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Weiterführende Informationen zum Wort Bernstein
| Entstehung: | ndd. bernen = brennen; bern(e)stein = Bernstein |
| International: | nl. barnsteen, pl. bursztyn, sv. bärnsten, uk. бурштин (burštyn), fy. barnstien |
| In den meisten europäischen Sprachen ist der Name für Bernstein vom alten arabischen Wort عنبر (`anbar) (= gelb) abgeleitet, z. B.: en. amber, fr. ambre jaune, it. /ambra, es./el./tr./pt. ambar | |
| In den slavischen Sprachen wird das Wort meist vom litauischen gintãras abgeleitet, so z. B. lv. dzintars, be./ru. янтарь (jantarʹ), cs./sb./sk./sl./uk = jantár | |
| Wortbildungen: | Erstglied: Bernsteinanhänger, Bernsteinarmband, Bernsteinauge, Bernsteineinschluss, Bernsteinfischerei, Bernsteingehänge, Bernsteinkette, Bernsteinküste, Bernsteinland, Bernsteinöl, Bernsteinperle, Bernsteinregal, Bernsteinsäure, Bernsteinschmuck, Bernsteinschnecke, Bernsteinspitze, Bernsteinstraße, Bernsteinzimmer
Letztglied: Naturbernstein, Pressbernstein, Rohbernstein Adjektive: bernsteinfarben, bernsteinfarbig, bernsteingelb |
| Ableitungen: | bernsteinern |
| Interessantes: | Für Kinder interessante Seiten: KLexikon, MiniKlexikon, logo, Bloggerbande, Schutzstation Wattenmeer, Planet Wissen, Wikipedia |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem bern kommt nicht isoliert vor und in dieser Bedeutung nur in Wortbildungen zusammen mit dem Wort Stein. Nicht berücksichtigt werden bei der Bestimmung der Unikalität dieses Morphems das Vorkommen des Morphems in Eigennamen. | |
| Das Morphem bern muss daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (Adelung, Grimm, Goethe), ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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berappen
Hinweise zum Wort berappen
| Bedeutung: | etwas (widerwillig) bezahlen |
| Beispielsatz: | Er musste für die Reparatur am Fahrrad viel zu viel berappen. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·rap·pen Aussprache: [bəˈʁapn̩] |
Wortformen
Das Verb berappen wird regelmäßig konjugiert.
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich berappe | ich berappte | ich habe berappt |
| 2. Person | du berappst | du berapptest | du hast berappt | |
| 3. Person | er/sie/es berappt | er/sie/es berappte | er/sie/es hat berappt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir berappen | wir berappten | wir haben berappt |
| 2. Person | ihr berappt | ihr berapptet | ihr habt berappt | |
| 3. Person | sie berappen | sie berappten | sie haben berappt | |
Wortherkunft
| Die Herkunft des Verbs ist nicht vollständig geklärt. Das Wort stammt aus der Studentensprache und ist seit dem 19. Jahrhundert belegt. Wahrscheinlich gehört es zu dem rotwelschen Wort rabbes = Zins, Gewinn, Geldbetrag. Daraus könnte sich die Bedeutung Geld zahlen, etwas abgeben entwickelt haben. | |
| Duden und andere etymologische Wörterbücher geben als wahrscheinlichste Erklärung eine Herkunft aus der Studenten- und Gaunersprache an. Das Wort ist also ein gutes Beispiel dafür, dass sich umgangssprachliche Ausdrücke aus Sondersprachen in der Alltagssprache festsetzen können. |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort berappen |
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Info - berappen
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Weiterführende Informationen zum Wort berappen
| Entstehung: | Die Herkunft des Wortes ist unklar.
Die meisten Sprachwissenschaftler halten nur die erste Erklärung als plausibel. |
| Wortbildungen: | - |
| Ableitungen: | - |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem rapp kommt im heutigen Deutsch in dieser Bedeutung nicht als selbstständiges Wort vor und erscheint nur in der Wortbildung berappen. Historisch könnte es auf das heute nicht mehr gebräuchliche rotwelsche Wort rabbes („Zins, Geldbetrag“) zurückgehen. | |
| Das Morphem rapp in der Wortbildung berappen kann daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Etymologie: Duden-Online, Wikipedia, Baustoff Putz, Entrinden eines Baumstammes, Studentensprache, Lutherbibel Exodus 21,19, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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