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Die bereits erstellen Seiten ''billig'' und ''putzig'' müssen korrigiert werden. Beide Wörter sind keine unikalen Morpheme
Zu ''Buchsbaum'' müssen noch die Seiten ''Buchse'' und ''Büchse'' erstellt werden. Siehe hierzu die Excel-Tabelle.
<div style="color:red;">
Die bereits erstelle Seite ''billig'' muss korrigiert werden. Das Wort ist kein unikales Morphem
Die Seiten Aschenputtel und Aschenbrödel müssen aktualisiert werden (Wörterseiten ersetzen durch neue Wörterseiten und Infoseiten).
</div>
sh. behelligen, bequem, berappen, Bernstein betütern, Bickbeere, Bingelkraut, Bollwerk, Bottich, bräsig, Bräuigam, Brombeere, Brösel, Brosame, Butzemann, Butzenscheibe
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#REDIRECT [[hell]] - neue Seite für behelligen mit Weiterleitung zu ''hell''
{{DISPLAYTITLE:hell}}
= hell/behelligen =
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffff00;font-size: 1.2em"
|Mein Onkel war zu Besuch. Er hat zu mir gesagt, ich sei ein ''heller Junge''. Ich habe das nicht ganz verstanden. Meint er, weil ich immer so lustig bin? Hell ist doch das Gegenteil von dunkel.
|}
{| style="width: 100%; text-align: right"
|Ulli, Klasse 2, Regensburg
|-
|}
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffff00;font-size: 1.2em"
| Was hat das Wort ''behelligen'' mit dem Adjektiv ''hell'' zu tun?
|}
{| style="width: 100%; text-align: right"
|Lehrerin, Klasse 4, Magdeburg
|- style="text-align: left"
|Wir haben im Kunstunterricht über ''hell und dunkel'' gesprochen. Was bedeutet ''hell'', welche Farben verbinden wir mit diesem Adjektiv usw. Ein Schüler hat gemeint, dass ''hell'' auch ''stören'' kann. Fragende Blicke der anderen Kinder. Er hat dann erzählt, dass seine Oma häufig gesagt hat: ''Junge, du sollst deinen Vater nicht ständig mit deinem Quatsch behelligen''. Damit hat sie gemeint, dass ich meinen Papa nicht ständig ''stören'' soll. Ich war ziemlich ratlos. Wie kommt das Adjektiv ''hell'' in das Verb ''behelligen''?
|-
|}


= Bingelkraut =
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__TOC__


== Wortherkunft ==
==Wortherkunft==
 
=== heller Junge ===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Zunächst bedeutete das Adjektiv '''''hell''''' nur ''hell tönend''. Später wurde es auch in anderen Zusammenhängen benutzt: ''helle Farben'', ''hell und dunkel''.
|-
||Heute wird das Adjektiv in verschiedenen Redensarten auch im übertragenen Sinne verwendet: ''ein helles Köpfchen'' (= kluge, intelligente Person), ''das ist der helle Wahnsinn'' (= Ausdruck der Bewunderung), ''er hat seine helle Freude an etwas'' (im Sinne von ''großer Freude'').
|-
|
|Dein Onkel hat gemeint, dass du ein ''sehr kluger Junge'' bist. Du bist neugierig und stellst kluge Fragen. Das zeigt: Dein Onkel hat recht.
|-
|}
=== behelligen ===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Die beiden Wörter ''hell'' und ''behelligen'' sind nicht unmittelbar miteinander verwandt. Im Mittelalter hieß das Adjektiv ''hel''. Es meinte zunächst nur ''helle Töne''.
|Der Name ''Bingel'' geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort ''bunge'' (= Knolle) zurück. Das ist ein Hinweis auf die knollenartige Wurzel der Pflanze.  


Das Verb ''behelligen'' ist erst vor rund fünfhundert Jahren entstanden. Im Mittelalter gab es noch das Verb ''helligen''. Das bedeutete ''ermüden, jemanden quälen''. Dieses Verb gibt es heute nicht mehr. Nur die Ableitung mit der Vorsilbe (Präfix) ''be-'' wird heute noch benutzt, allerdings nur noch selten.
Der zweite Bestandteil ''Kraut'' bezeichnet allgemein eine krautige Pflanze.
|-
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Das '''Verb''' '''''behelligen''''' bedeutet heute ''jemanden belästigen''.
|Das Wort ''Bingelkraut'' kommt fast ausschließlich im deutschen Sprachraum vor. Im Niederdeutschen heißt es ''Büngel'', in anderen Regionen auch ''Hundskohl'', ''Schuttbingel'' oder ''Wintergrün''. In den Niederlanden heißt diese Pflanze ''bingelkruid''.
|-
|Deine Oma hat also gemeint, dass du deinen Papa ''nicht belästigen'' sollst, weil er gerade arbeitet.
|-
|-
|}
|}


==Hinweise zum Wort ''behelligen''==
==Hinweise zum Wort ''Bingelkraut''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|stören, belästigen
|Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Dein Papa muss arbeiten. Du sollst ihn nicht ständig behelligen.''
|''Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
|'''Wortart:''' Substantiv, Neutrum


'''Worttrennung:''' be·hel·li·gen
'''Worttrennung:''' Bin·gel·kraut


'''Aussprache:''' [bəˈhɛlɪɡn̩]
'''Aussprache:''' [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt]
|-
|-
|}
|}


==Wortformen==
==Wortformen==
===hell===
<div style="font-size: 1.2em>
Das Wort ''hell'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen (Komparativ, Superlativ) werden regelhaft gebildet.</div>
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|style="width: 26%"|hell
|style="width: 37%"|heller
|style="width: 37%"|am hellsten
|-
|}
===behelligen===
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Verb ''behelligen'' wird in den verschiedenen Zeiten regelhaft gebildet. Die zweite Vergangenheitsform (Perfekt) wird mit dem Hilfsverb ''haben'' gebildet.
Das Substantiv ''Bingelkraut'' ist sächlich.
</div>
</div>


{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
| colspan="2" |
!style="width: 14%"|
!Gegenwart
!style="width: 20%"|
(Präsens)
!style="width: 33%"|Singular
!1. Vergangenheit
!style="width: 33%"|Plural
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
!style="text-align:left"|1. Fall
(Singular)
!Nominativ
! style="width: 13%" |1. Person
|das Bingelkraut
| style="width: 25%" |ich behellige
|die Bingelkräuter
| style="width: 25%" |ich behelligte
| style="width: 25%" |ich habe behelligt
|-
|-
!2. Person
!style="text-align:left"|2. Fall
|du behelligst
!Genitiv
|du behelligtest
|des Bingelkrauts
|du hast behelligt
|der Bingelkräuter
|-
|-
!3. Person
!style="text-align:left"|3. Fall
|er/sie/es behelligt
!Dativ
|er/sie/es behelligte
|dem Bingelkraut
|er/sie/es hat behelligt
|den Bingelkräutern
|-
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
!style="text-align:left"|4. Fall
(Plural)
!Akkusativ
!1. Person
|das Bingelkraut
|wir behelligen
|die Bingelkräuter
|wir behelligten
|wir haben behelligt
|-
!2. Person
|ihr behelligt
|ihr behelligtet
|ihr habt behelligt
|-
!3. Person
|sie behelligen
|sie behelligten
|sie haben behelligt
|-
|-
|}
|}
== Modellwortschatz ==
Das Wort '''hell''' gehört zum '''Modellwortschatz'''.
<gallery widths="300px" heights="200px" perrow="2">
File:MWS-469-VS.jpg
File:MWS-469-RS.jpg
</gallery>
Du kannst dir auch einige [https://cloude.collishop.de/mws/index.php?n=469 Fremdsprachen] anhören.


</br>
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - behelligen | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''behelligen''''' ]]
|[[Info - Bingelkraut | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bingelkraut''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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----
 
=Info - Bingelkraut=
= Info - hell/behelligen =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[behelligen|'''zurück zur Wortgeschichte ''behelligen''''' ]]
|[[Bingelkraut|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bingelkraut''''' ]]
|}
|}
----
----
__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''behelligen''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bingelkraut''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|'''[https://www.dwds.de/wb/behelligen#etymwb-1 behelligen]:''' ie. *(s)kel-, germ. *halla-, ca. 14. Jh. ''hellegen'', ''helligen'' = durch Verfolgung ermüden, plagen, quälen; 16. Jh. ''behelligen'' = stören, belästigen, lästig fallen
| Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. ''bungo'', mhd. ''bunge'' = Knolle
 
'''[https://www.dwds.de/wb/hell#etymwb-1 hell]:''' ie. *kel(ə)- = rufen, schreien, lärmen, klingen; ahd. ''hel'' = tönend, mhd. ''hel'' = tönend, laut, glänzend, licht; zum gleichen Ursprung gehören auch: [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Hall hallen], [https://www.dwds.de/wb/einhellig#etymwb-1 einhellig], [https://www.dwds.de/wb/etymwb/mi%C3%9Fhellig misshellig]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
| [https://www.dwds.de/wb/Behelligung Behelligung], [https://de.wiktionary.org/wiki/unbehelligt unbehellitgt]
|Waldbingelkraut
|-
|[https://de.wiktionary.org/wiki/hell hell]
|
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
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|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|'''Interessantes:'''
|Das Verb ''behelligen'' wird heute meist in der Bedeutung „jemanden stören oder belästigen“ verwendet. Es gehört zur gehobenen oder formellen Sprache und kommt besonders in offiziellen Texten oder in der Schriftsprache vor.
|Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum ''Bingelkraut'' findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B.  
 
Ursprünglich bedeutete das zugrunde liegende Verb ''helligen'' „ermüden, quälen oder bedrängen“. Diese Bedeutung hat sich im Laufe der Zeit zu „stören“ oder „belästigen“ abgeschwächt.
|}
== Wörterliste zum Adjektiv ''hell''==
{| class="wikitable" style="width: 100%; vertical-align:top;"
! colspan="2" |Adjektive
|-
|-
! style="width: 15%; vertical-align:top;text-align:left" |Farbadjektive
|
|[https://www.dwds.de/wb/hellen hellen], [https://www.dwds.de/wb/hell hell], [https://www.dwds.de/wb/helle helle], [https://www.dwds.de/wb/Helle Helle], [https://www.dwds.de/wb/], [https://www.dwds.de/wb/hellbeige hellbeige], [https://www.dwds.de/wb/hellblau hellblau], [https://www.dwds.de/wb/hellblond hellblond], [https://www.dwds.de/wb/hellbraun hellbraun], [https://www.dwds.de/wb/hellfarbig hellfarbig], [https://www.dwds.de/wb/hellgelb hellgelb], [https://www.dwds.de/wb/hellglänzend hellglänzend], [https://www.dwds.de/wb/hellgrau hellgrau], [https://www.dwds.de/wb/hellgrün hellgrün], [https://www.dwds.de/wb/helllila helllila], [https://www.dwds.de/wb/hellrosa hellrosa], [https://www.dwds.de/wb/hellrot hellrot], [https://www.dwds.de/wb/hellviolett hellviolett], [https://www.dwds.de/wb/hellweiß hellweiß]
|[https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/bingelkraut Botanikus], [https://heilkraeuter.de/lexikon/bingelkraut.htm Heilkräuter.de], [https://www.digitalefolien.de/biologie/pflanzen/frueh/waldbi.html#fotos Mediendatenbank Biologie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bingelkr%C3%A4uter Wikipedia].
|-
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |so hell wie ...
|}
|... die Dämmerung: [https://www.dwds.de/wb/dämmerhell dämmerhell], ... Glas: [https://www.dwds.de/wb/glashell glashell], [https://www.dwds.de/wb/glockenhell glockenhell], [https://www.dwds.de/wb/kristallhell kristallhell], [https://www.dwds.de/wb/mondhell mondhell], [https://www.dwds.de/wb/neonhell neonhell], [https://www.dwds.de/wb/schneehell schneehell], [https://www.dwds.de/wb/silberhell silberhell], [https://www.dwds.de/wb/sonnenhell sonnenhell], [https://www.dwds.de/wb/sternenhell sternenhell], [https://www.dwds.de/wb/tageshell tageshell], [https://www.dwds.de/wb/wasserhell wasserhell]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |sonstige (Erstglied)
|[https://www.dwds.de/wb/hellauf hellauf], [https://www.dwds.de/wb/helläugig helläugig], [https://www.dwds.de/wb/helldunkel helldunkel], [https://www.dwds.de/wb/hellerleuchtet hellerleuchtet], [https://www.dwds.de/wb/hellerlicht hellerlicht], [https://www.dwds.de/wb/hellhaarig hellhaarig], [https://www.dwds.de/wb/hellhäutig hellhäutig], [https://www.dwds.de/wb/hellleuchtend hellleuchtend], [https://www.dwds.de/wb/helllicht helllicht], [https://www.dwds.de/wb/helllodernd helllodernd], [https://www.dwds.de/wb/hellstrahlend hellstrahlend], [https://www.dwds.de/wb/hellwach hellwach]
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |sonstige (Letztglied)
|[https://www.dwds.de/wb/überhell überhell], [https://www.dwds.de/wb/geisteshell geisteshell],
|-
! colspan="2" |Nomen
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Erstglied
|[https://www.dwds.de/wb/Hellraumprojektor Hellraumprojektor], [https://www.dwds.de/wb/Hellriegel Hellriegel], [https://www.dwds.de/wb/Hellung Hellung], [https://www.dwds.de/wb/Hellwerden Hellwerden [https://www.dwds.de/wb/Helldunkelmalerei Helldunkelmalerei],
|-
! style="vertical-align:top;text-align:left" |Letztglied
|[https://www.dwds.de/wb/Stimmungsaufheller Stimmungsaufheller], [https://www.dwds.de/wb/Stimmungsaufhellung Stimmungsaufhellung], [https://www.dwds.de/wb/Tageshelle Tageshelle], [https://www.dwds.de/wb/Taghelle Taghelle]
|-
! colspan="2" |Wortgruppen
|-
!
|[https://www.dwds.de/wb/hellhörig hellhörig], [https://www.dwds.de/wb/Hellhörigkeit Hellhörigkeit],
[https://www.dwds.de/wb/hellsichtig hellsichtig], [https://www.dwds.de/wb/Hellsicht Hellsicht], [https://www.dwds.de/wb/Hellsichtigkeit Hellsichtigkeit],  
 
[https://www.dwds.de/wb/hellsehen hellsehen], [https://www.dwds.de/wb/Hellsehen Hellsehen], [https://www.dwds.de/wb/Hellseher Hellseher], [https://www.dwds.de/wb/Hellseherei Hellseherei], [https://www.dwds.de/wb/Hellseherin Hellseherin],  [https://www.dwds.de/wb/hellseherisch hellseherisch],
 
[https://www.dwds.de/wb/aufhellen aufhellen], [https://www.dwds.de/wb/Aufheller Aufheller], [https://www.dwds.de/wb/Aufhellung Aufhellung], [https://www.dwds.de/wb/aufgehellt aufgehellt],
 
[https://www.dwds.de/wb/erhellen erhellen], [https://www.dwds.de/wb/erhellt erhellt], [https://www.dwds.de/wb/Erhellung Erhellung],
|-
|}


==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''hellig'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor, sondern nur mit der Vorsilbe ''be-''.
| colspan="2" |Das Morphem ''bingel'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort ''Kraut'' vor.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''hellig'' ist in dieser Bedeutung <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|Das Morphem ''bing'' bzw. ''bingel'' kommt in dieser Bedeutung ist <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
Zeile 230: Zeile 126:
==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/behelligen DWDS]   
[https://www.dwds.de/wb/Bingelkraut DWDS],  
[https://de.wiktionary.org/wiki/behelligen Wiktionary]   
[https://de.wiktionary.org/wiki/Bingelkraut Wiktionary],  
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem 
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe hier  
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B06223 Grimm-Wörterbuch])   
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B02659 Adelung] mit einer veralteten Annahme zur Herkunft),  
[https://www.zdl.org/?q=behelligen ZDL]   
[https://www.zdl.org/?q=Bingelkraut ZDL],  
[https://de.wikipedia.org/wiki/behelligen Wikipedia]   
[https://de.wikipedia.org/wiki/Bingelkr%C3%A4uter Wikipedia],  
[https://www.duden.de/rechtschreibung/behelligen Duden-online]
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Bingelkraut Duden-online] (nicht werbefrei)


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[behelligen|'''zurück zur Wortgeschichte ''behelligen''''' ]]
|[[Bingelkraut|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bingelkraut''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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----
----
 
= Bickbeere =
= bequem =
{{DISPLAYTITLE:bequem}}
__TOC__
__TOC__


==Hinweise zum Wort ''bequem''==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|gemütlich, angenehm
|Der erste Bestandteil ''Bick'' geht vermutlich auf das niederdeutsche Wort ''pik'' (= Pech) zurück. Damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Beispielsatz:'''
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|''Das ist ein sehr bequemer Sessel.''
|Diese Beere wird je nach Region unterschiedlich benannt:
|- style="vertical-align:top;"
|-
|''Blaubeere, Heidelbeere, Heubeere (süddeutsch), Mollbeere, Moosbeere, Schwarzbeere, Staulbeere (Pfalz), Waldbeere, Wildbeere, Zeckbeere''
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Bickbeere''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Heidelbeere, Schwarzbeere
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Im Herbst sammeln wir Bickbeeren.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
|'''Wortart:''' Substantiv, feminin


'''Worttrennung:''' be·quem
'''Worttrennung:''' Bick·bee·re


'''Aussprache:''' [bəˈkveːm]
'''Aussprache:''' [ˈbɪkˌbeːʁə]
|-
|-
|}
|}
Zeile 273: Zeile 179:
==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''bequem'' ist ein Adjektiv.
Das Substantiv ''Bickbeere'' ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein ''e'' angehängt.
</div>
</div>


{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="text-align:left"|1. Fall
!style="width: 30%"|Komparativ
!Nominativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|die Bickbeere
|die Bickbeeren
|-
|-
|bequem
!style="text-align:left"|2. Fall
|bequemer
!Genitiv
|am bequemsten
|der Bickbeere
|-
|der Bickbeeren
|}
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv ''bequem'' war schon im Mittelalter bekannt. Es bedeutete ursprünglich ''passen, angemessen'' oder ''einrichten''. Dieses Adjektiv ist vom Verb ''bequemen'' abgeleitet. Das bedeutete früher ''etwas passend machen, einrichten'' oder ''etwas anpassen''.
 
geht auf mittelhochdeutsch ''bequeme'' zurück und bedeutete ursprünglich „passend“, „geeignet“ oder „angemessen“. Es gehört zum Verb ''bequemen'' im Sinne von „passend machen“, „einrichten“ oder „anpassen“.
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
!style="text-align:left"|3. Fall
|Das Adjektiv ''bequem'' bedeutet heute ''angenehm, komfortabel.'' Etwas, das gut passt oder gut eingerichtet ist, wird als angenehm = ''bequem'' empfunden wird. Das Verb ''bequemen'' wird heute nur noch sehr selten, meist abwertend gebraucht.
!Dativ
|der Bickbeere
|den Bickbeeren
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
!style="text-align:left"|4. Fall
| Besonders interessant finde ich den Ursprung von ''bequem'' und ''bequemen''. Hierin steckt das althochdeutsche Verb ''queman''. Im Mittelalter hat sich dieses Wort verändert. Aus dem ''qu'' am Wortanfang wurde zunächst ein ''k'', also ''kemen''. Aus dem ''e'' wurde dann ein ''o'', also ''komen''. Und hieraus ist das Verb ''kommen'' in seiner heutigen Bedeutung entstanden.
!Akkusativ
|-
|die Bickbeere
|style="vertical-align:top;"|[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|die Bickbeeren
|In den meisten europäischen Sprachen hat sich für unser bequem das französische Wort [https://fr.wiktionary.org/wiki/confortable ''confortable''], englisch = [[wikt:comfortable|''comfortable'']] und bei uns als Fremdwort [https://de.wiktionary.org/wiki/komfortabel ''komfortabel''] durchgesetzt.
Nur in Schweden finden wir noch den Zusammenhang zu dem alten germanischen Wort ''queman''. Dort heißt ''bequem'' = ''bekväm.''
|-
|-
|}
|}
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - bequem | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''bequem''''' ]]
|[[Info - Bickbeere | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bickbeere''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=Info - Bickbeere=
=Info - bequem=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[bequem|'''zurück zur Wortgeschichte ''bequem''''' ]]
|[[Bickbeere|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bickbeere''''' ]]
|}
|}
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__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''bequem''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bickbeere''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| 9. Jh. ahd. ''biquāmi'', mhd. ''bequæme'' = angemessen, passend, tauglich < ahd. ''queman'' = kommen < ie. *gu̯em- = gehen, kommen
| agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch ''bikbēre'', ''pik'' = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
| [https://www.dwds.de/wb/bequemlich bequemlich], [https://www.dwds.de/wb/Bequemlichkeit Bequemlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/superbequem superbequem], [https://www.dwds.de/wb/unbequem unbequem], [https://www.dwds.de/wb/Unbequemlichkeit Unbequemlichkeit]
|Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
|[https://de.wiktionary.org/wiki/bequemen bequemen]
| -
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|'''Interessantes:'''
|Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes ''bequem'' war „passend“ oder „angemessen“. Erst später entwickelte sich daraus die heutige Bedeutung „angenehm“, „komfortabel“ oder „leicht zu benutzen“.
|Die ''Bickbeere'' ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte ''Heidelbeere'' (''Vaccinium myrtillus''). Siehe hierzu die Beschreibung im [https://klexikon.zum.de/wiki/Heidelbeere Kinderlexion] und auf der Seite [https://essen-wissen.de/wissen/heidelbeere/ essen-wissen.de].
 
|-
Wenn etwas gut „passt“, ist es oft auch angenehm zu benutzen. Auf diese Weise entstand im Laufe der Sprachgeschichte die heutige Bedeutung des Wortes.
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Wort ''bequem'' besteht aus dem Präfix ''be-'' und dem Wortbestandteil ''quem''. In mittelhochdeutscher Zeit sind aus diesem Morphem die Verben ''kommen'' und ''bequemen'' entstanden. Einerseits hat sich die Bedeutung (''bequemen'') mit der Zeit geändert und andererseits die Schreibung (''kommen''). Heute wird kein Zusammenhang mehr zwischen diesen beiden Verben gesehen.
| colspan="2" |Das Wort ''Bickbeere'' besteht aus den Bestandteilen ''Bick'' und ''Beere''. Das Morphem ''bick'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und auch in keiner weiteren Wortbildung vor.
Im heutigen Deutsch kommt ''quem'' nicht als selbstständiges Wort vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix ''be''- vor.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Aus diesem Grunde kann das Morphem ''quem'' im Adjektiv ''bequem'' als ein <span style="color:green">'''unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|Das Morphem ''bick'' muss daher <span style="color:green">'''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|-
|}
|}
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==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/bequem DWDS],  
[https://www.dwds.de/wb/Bickbeere DWDS]   
[https://de.wiktionary.org/wiki/bequem Wiktionary],  
[https://de.wiktionary.org/wiki/Heidelbeere Wiktionary]   
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem   
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem   
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B01396 Adelung], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B02440 Adelung])   
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B02209 Grimm-Wörterbuch], 
[https://www.zdl.org/?q=Bickbeere ZDL]   
[https://woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=B01746 Goethe-Wörterbuch]),  
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heidelbeere Wikipedia]   
[https://www.zdl.org/?q=bequem ZDL],  
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Bickbeere Duden-online]
[https://de.wikipedia.org/wiki/bequem Wikipedia],  
[https://www.duden.de/rechtschreibung/bequem Duden-online] (nicht werbefrei)
 
'''Etymologie:''' DWDS - [https://www.dwds.de/wb/bequem#etymwb-1 bequem], [https://www.dwds.de/wb/kommen#etymwb-1 kommen], [https://www.dwds.de/wb/bekommen#etymwb-1 bekommen]; Wiktionary: [https://de.wiktionary.org/wiki/bequem bequem], [https://de.wiktionary.org/wiki/bequemen bequemen], [https://de.wiktionary.org/wiki/kommen kommen], [https://de.wiktionary.org/wiki/bekommen bekommen]; ZDL - [https://www.zdl.org/?q=bequem bequem], [https://www.zdl.org/?q=kommen kommen], [https://www.zdl.org/?q=bekommen bekommen]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[bequem|'''zurück zur Wortgeschichte ''bequem''''' ]]
|[[Bickbeere|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bickbeere''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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----
=Dienstag=
= Bollwerk =
__TOC__
__TOC__


==Hinweise zum Wort ''Dienstag''==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|der zweite Tag der Woche
|Das Wort wurde zum Ende des Mittelalters aus der niederdeutschen Sprache übernommen. Es ist eine Zusammensetzung aus ''Bohle'' und ''Werk''.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural


'''Worttrennung:''' Diens-tag
Als ''bole'' bzw. ''bolle'' bezeichnete man früher ein dickes Holzbrett bzw. einen Baumstamm. Hieraus entwickelte sich später das Wort ''Bohle'' (= sehr starkes Brett).


'''Aussprache:''' [ˈdiːnstaːk]
Das ''Bollwerk'' war also ursprünglich ein Schutzbau aus Holzbohlen.
|-
|
|Zunächst bezeichnete man so ein mit Erde und Holzstämmen befestigtes Ufer. Später wurde der Begriff auch im militärischen Sinne für eine Befestigungsanlage verwendet.
|-
|-
|}
|
 
|Heute wird das Wort auch im übertragenen Sinn gebraucht, etwa als ''Bollwerk gegen den Krieg'' oder ''ein Bollwerk des Friedens''.
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Grundwort ''Dienstag'' wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein ''s'' angehängt.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 41%"|Singular
!style="width: 25%"|Plural (selten)
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
!Nominativ
|Das mittelhochdeutsche Wort ''bollwerc'' findet sich auch in nordgermanischen Sprachen.
|der Dienstag
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
|
!Genitiv
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto"
|des Dienstag'''<u>s</u>''', des Dienstag'''<u>es</u>'''
! style="width: 34% " |Sprache
|der Dienstag'''<u>e</u>'''
! style="width: 33% " | Bollwerk
! style="width: 33% " |Aussprache
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Deutsch
!Dativ
|Bollwerk
|dem Dienstag
|[ˈbɔlˌvɛʁk]
|den Dienstag'''<u>en</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Dänisch
!Akkusativ
|bolværk
|den Dienstag
|[ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk]
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
!Englisch
|bulwark
|[ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US)
|-
!Niederländisch
|bolwerk
|[ˈbɔlʋɛrk]
|-
!Norwegisch
|bolverk
|[ˈbuːlværk]
|-
!Schwedisch
|bålverk
|[ˈboːlværk]
|-
|}
|-
|-
|}
|}


== Wortherkunft ==
==Hinweise zum Wort ''Bollwerk''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung ''Thing''. Der germanische Gott Tyr war der Beschützer dieser Versammlung.
|a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde


Der Name ''Dienstag'' geht auf eine alte Form ''thingsus'' zurück. Diese bedeutete ''Beschützer des Things''. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort ''Dienstag''.
b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen


Der Wortteil ''dien'' hat also nichts mit dem Verb ''dienen'' zu tun.
c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz
|-
|- style="vertical-align:top;"
|}
|'''Beispielsatz:'''
== Fremdsprachen ==
|''a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.''
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
 
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
''b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See.''
|In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den ''Dienstag'' vom Germanischen Gott ''Tyr'' bzw. ''thingsus'' abgeleitet. Hier einige Beispiele:
 
''c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Substantiv, Neutrum
 
'''Worttrennung:''' Boll·werk
 
'''Aussprache:''' [ˈbɔlˌvɛʁk]
|-
|-
|
|}
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto"
 
! Sprache
==Wortformen==
! Wochentag
<div style="font-size:1.2em">
! Aussprache
Das Substantiv ''Bollwerk'' ist sächlich.
! Quelle
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!Deutsch
!style="text-align:left"|1. Fall
|Dienstag
!Nominativ
|[ˈdiːnstaːk]
|das Bollwerk
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Wiktionary]
|die Bollwerke
|-
|-
!Dänisch
!style="text-align:left"|2. Fall
|tirsdag
!Genitiv
|[ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
|des Bollwerks
|[https://da.wiktionary.org/wiki/tirsdag Wiktionary]
|der Bollwerke
|-
|-
!Englisch
!style="text-align:left"|3. Fall
|Tuesday
!Dativ
|[ˈtjuːzdeɪ]
|dem Bollwerk
|[https://en.wiktionary.org/wiki/Tuesday Wiktionary]
|den Bollwerken
|-
|-
!Niederländisch
!style="text-align:left"|4. Fall
|dinsdag
!Akkusativ
|[ˈdɪnz.dɑx]
|das Bollwerk
|[https://nl.wiktionary.org/wiki/dinsdag Wiktionary]
|die Bollwerke
|-
!Norwegisch
|tirsdag
|[ˈtiːʂdɑːɡ]
|[https://no.wiktionary.org/wiki/tirsdag Wiktionary]
|-
!Schwedisch
|tisdag
|[ˈtiːsdaɡ]
|[https://sv.wiktionary.org/wiki/tisdag Wiktionary]
|-
|}
|-
|-
|}
|}
Zeile 490: Zeile 390:
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - Dienstag| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Dienstag''''']]
|[[Info - Bollwerk | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bollwerk''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


=Info - Dienstag=
----
= Info - Bollwerk =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|[[Bollwerk|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bollwerk''''' ]]
|}
|}
----
----
__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Dienstag''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bollwerk''==
 
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Der Name des Wochentages geht auf den germanischen Gott '''Tyr''' zurück.
|13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk
 
Im Althochdeutschen lautete der Name ''Ziestag'' oder ''Thingstag''. Das Wort hängt mit dem germanischen ''Thing'' zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht.
 
Der Gott Tyr galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
| -
|[https://www.dwds.de/wb/Abwehrbollwerk Abwehrbollwerk],
[https://www.dwds.de/wb/Felsbollwerk Felsbollwerk], 
[https://www.dwds.de/wb/Felsenbollwerk Felsenbollwerk],
[https://www.dwds.de/wb/Festungsbollwerk Festungsbollwerk],
[https://www.dwds.de/wb/Grenzbollwerk Grenzbollwerk],
[https://www.dwds.de/wb/Inselbollwerk Inselbollwerk]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
| -
| -
|}
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''Bollwerk'' gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.


== Wochentage ==
Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie ''Bollwerk gegen den Extremismus'', ''Bollwerk der Demokratie'' oder ''Bollwerk des Friedens''. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint.
{{Wochentage}}
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dien'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''dien'' in der Wortbildung ''Dienstag'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|}
|}
 
==Fremdsprachen==
[[#top | Seitenanfang]]<br>
Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:
 
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto"
==Belege/Quellen==
|+ Ableitungen vom ndd. ''bolwerc'' bzw. nl. ''bolwerk'' in andere Sprachen
 
! Sprache
[https://www.dwds.de/wb/Dienstag DWDS], 
! Bollwerk
[https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Wiktionary], 
! Aussprache
[https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz], 
! Quelle
[https://www.owid.de/suche/wort?wort=Dienstag OWID],  
|-
[https://www.zdl.org/?q=Dienstag ZDL]
!Deutsch
 
|Bollwerk
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|[ˈbɔlˌvɛʁk]
 
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Bollwerk Quelle]
<br>
|-
----
!Dänisch
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|bolværk
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|[ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk]
|}
|[https://ordnet.dk/ddo/ordbog?query=bolv%C3%A6rk Quelle]
{{WörterABC-Tabelle}}
|-
__INDEX__
!Englisch
----
|bulwark
=Duckdalbe=
|[ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US)
__TOC__
|[https://www.oed.com/dictionary/bulwark_n Quelley]
 
|-
==Hinweise zum Wort ''Duckdalbe''==
!Niederländisch
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|bolwerk
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|[ˈbɔlʋɛrk]
| style="width: 55%; vertical-align:top;"|Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
|[https://www.vandale.nl/gratis-woordenboek/nederlands/betekenis/bolwerk Quelle]
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg|right|x150px]]
|-
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg|right|x150px]]
!Norwegisch
|- style="vertical-align:top;"
|bolverk
|'''Beispielsatz:'''
|[ˈbuːlværk]
|''Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.''
|[https://ordbokene.no/bm,nn/search?q=bolverk Quelle]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Wortinfo:'''
!Schwedisch
|'''Wortart:''' Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben
|bålverk
 
|[ˈboːlværk]
'''Worttrennung:''' Duck-dal-be
|[https://svenska.se/saob/?id=B_4533-0215.1 Quelle]
 
'''Aussprache:''' [ˈdʊkˌdalbə]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Unterschied:'''
| colspan="3" |[[file:20260304 Dalben.jpg|right|x75px]]Meist wird ein einzelner Pfahl als ''Dalbe'' und eine Pfahlgruppe als ''Duckdalbe'' bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also ''Duckdalben''. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei ''Dalben'', also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''n'' angehängt.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Französisch
!Nominativ
|boulevard
|die Duckdalbe
|[buləvaʁ]
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|[https://www.cnrtl.fr/definition/boulevard Quelle]
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Spanisch
!Genitiv
|baluarte
|der Duckdalbe
|[baluˈaɾte]
|der Duckdalb'''<u>en</u>'''
|[https://dle.rae.es/baluarte Quelle]
|-
!Italienisch
|baluardo
|[baluˈardo]
|[https://www.treccani.it/vocabolario/baluardo/ Quelle]
|-
!Portugiesisch
|baluarte
|[baluˈaɾtɨ]
|[https://dicionario.priberam.org/baluarte Quelle]
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Polnisch
!Dativ
|bulwar
|der Duckdalbe
|[ˈbulvar]
|den Duckdalb'''<u>en</u>'''
|[https://sjp.pwn.pl/slowniki/bulwar.html Quelle]
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Russisch
!Akkusativ
|бульвар (bulvar)
|die Duckdalbe
|[bʊlʲˈvar]
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|[https://gramota.ru/slovari/dic/?word=%D0%B1%D1%83%D0%BB%D1%8C%D0%B2%D0%B0%D1%80 Quelle]
|-
|-
|}
|}


== Wortherkunft ==
==Unikales Morphem ?==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| colspan="2" |Obwohl eine historische Verbindung zu ''Bohle'' besteht, tritt das Morphem ''boll'' heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem ''boll'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort ''werk'' vor.
| colspan="2" |Vermutlich stammt das Wort ''Duckdalbe'' aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb ''duiken'' = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort ''dalbe''.
|-
 
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
Die ''Duckdalbe'' ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens ''eingetaucht'' oder eingerammt ist.
|Das Morphem ''boll'' in der Wortbildung ''Bollwerk'' wird daher  <span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet.
|-  
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Herr Fremd|Herr Fremd]]
| colspan="2" |[[file:ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg | rechts | 320px]]Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort ''dukdalve'' zugrunde.
|-
|-
|}
|}


</br>
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/Bollwerk DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bollwerk Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B03524 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B04528 Grimm-2], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=B04027 Goethe];), [https://www.zdl.org/?q=Bollwerk ZDL]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Bollwerk Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Bollwerk Duden-online] (nicht werbefrei)
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Duckdalbe| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Duckdalbe''''']]
|[[Bollwerk|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bollwerk''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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= Bottich =
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=Info - Duckdalbe=
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort geht vermutlich auf mittellateinisch ''butica'' („Gefäß, Fass“) oder auf lateinisch ''apothēca'' („Aufbewahrungsort, Lagerraum“) zurück. Im Mittelalter entwickelte sich daraus die Form ''boteche'', aus der schließlich das heutige Wort ''Bottich'' entstand.
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|}
|}
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__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Duckdalbe''==
==Hinweise zum Wort ''Bottich''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Die Herkunft des Wortes ''Duckdalbe'' ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
|Fass, größerer Behälter (meist aus Holz oder Kunststoff)
|-
|- style="vertical-align:top;"
|
|'''Beispielsatz:'''
|
|''Wir sammeln Regenwasser in einem großen Bottich.''
# Das Wort ''Duckdalbe'' stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten '''''duiken''''' = (ein)tauchen  und '''''dalbe''''' = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die ''Duckdalbe'' ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
# Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch [https://de.wikipedia.org/wiki/Fernando_%C3%81lvarez_de_Toledo,_Herzog_von_Alba#Statthalter_der_Niederlande '''Duque de Alba''']) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand ([https://de.wikipedia.org/wiki/Reformatorischer_Bildersturm#Niederlande Bildersturm]) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben ''duque de Alba.''  Auch in Dänemark ist die Bezeichnung ''duc d’albe'' geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
# Als '''eher unwahrscheinlich''' gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben ''(an)docken'' = etwas fest verbinden oder ''ducken'' = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch ''dalle/dallen'' = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortinfo:'''
|Zum Bestandteil ''dalbe'' gibt es mehrere Wortbildungen:
|'''Wortart:''' Substantiv, Maskulinum
 
'''Worttrennung:''' Bot·tich


[https://www.dwds.de/wb/Anlegedalbe Anlegedalbe], 
'''Aussprache:''' [ˈbɔtɪç]
[https://www.dwds.de/wb/Eisbrecherdalbe Eisbrecherdalbe], 
|-
[https://www.dwds.de/wb/F%C3%BChrungsdalbe Führungsdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leitdalbe Leitdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leuchtfeuerdalbe Leuchtfeuerdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Schutzdalbe Schutzdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Streichdalbe Streichdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Vert%C3%A4uungsdalbe Vertäuungsdalbe]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe '''Dalbe'''].
|}
|}


==Sprachvergleich==
==Wortformen==
In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff ''Duckdalbe'' vom niederländischen ''dukdalve'' abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff ''Dalbe'' bezeichnet.
<div style="font-size:1.2em">
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto;"
Das Substantiv [https://www.dwds.de/wb/Bottich ''Bottich''] ist männlich.
!style="width: 25%; |Sprache
</div>
!style="width: 25%; |Dalbe
 
!style="width: 35%; |Duckdalbe
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 15%; |Quellen
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
|Deutsch
!style="text-align:left"|1. Fall
|Dalbe
!Nominativ
|Duckdalbe
|der Bottich
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia]
|die Bottich'''<u>e</u>'''
|-
|-
|Niederländisch
!style="text-align:left"|2. Fall
|dalf
!Genitiv
|dukdalf / dukdalve
|des Bottich'''<u>s</u>'''
|[https://nl.wikipedia.org/wiki/Dukdalf Wikipedia]
|der Bottich'''<u>e</u>'''
|-
|-
|Norwegisch
!style="text-align:left"|3. Fall
|dalbe / pæle
!Dativ
|dykdalb
|dem Bottich
|[https://no.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|den Bottich'''<u>en</u>'''
|-
|-
|Dänisch
!style="text-align:left"|4. Fall
|dalbe
!Akkusativ
|dukdalbe / duc d’albe
|den Bottich
|[https://da.wikipedia.org/wiki/Duc_d%27albe Wikipedia]
|die Bottich'''<u>e</u>'''
|-
|-
|Schwedisch
| colspan="2" style="text-align:center"|dykdalb
|[https://sv.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|-
|Englisch
| colspan="2" style="text-align:center" |dolphin
|[[wikipedia:Dolphin_(structure)|Wikipedia]]
|-
|Französisch
| colspan="2" style="text-align:center" |duc-d’Albe
|[https://fr.wikipedia.org/wiki/Duc-d%27Albe Wikipedia]
|-
|Spanisch
| colspan="2" style="text-align:center" |duque de Alba
|[https://es.wikipedia.org/wiki/Duque_de_Alba_(obra_mar%C3%ADtima) Wikipedia]
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
</br>
Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ''ducken''.
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{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| colspan="2" |Das Morphem ''duck'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung ''Duckdalbe''.
|[[Info - Bottich | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bottich''''' ]]
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''duck'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''dalbe'' kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''dalbe'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|}
|}
 
{{WörterABC-Tabelle}}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
__INDEX__
 
==Belege/Quellen==
'''Etymologie und Rechtschreibung:''' [https://www.dwds.de/wb/Duckdalbe DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Duckdalbe OWID], [https://www.zdl.org/?q=Duckdalbe ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Duckdalbe Duden-online]
 
Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]).
 
'''Landkarte:''' Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]) mit Hilfe von [https://chatgpt.com/ ChatGPT] erstellt.
 
Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia] und [http://www.elbetreff.de/Elbearchiv/elbe/flussbauwerke/f_flussbauwerke.htm elbetreff.de] (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


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= Info - Bottich =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
|[[Bottich|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bottich''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
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=dunnemals=
__TOC__
__TOC__


==Hinweise zum Wort ''dunnemals''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bottich''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|damals
|Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt:
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Dunnemals gab es noch eine Volksschule.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adverb


'''Worttrennung:''' dun-ne-mals
# griech. ''apothḗkē'' (ἀποθήκη) → lat. ''apothēca'' = Aufbewahrungsort, Lagerraum (vgl. ''Apotheke'')
# mlat. ''butica'' = Gefäß, Behälter → ahd. ''botega'' → mhd. ''boteche''


'''Aussprache:''' [ˈdʊnəmaːls]
Aus diesen Formen entwickelte sich im Neuhochdeutschen das Wort ''Bottich''.
|-
|-
|}
|
|[https://www.dwds.de/wb/B%C3%B6ttcher Böttcher], [https://www.dwds.de/wb/B%C3%BCtte Bütte]: <abbr>mnd.</abbr> bȫde, bōde (= [https://www.dwds.de/wb/B%C3%BCtte#etymwb-1 Bütte]) → 13. Jh. <abbr>mnd.</abbr> bȫdeker, 15. Jh. <abbr>frühnhd.</abbr> (<abbr>md.</abbr>) botticher, büttiger; kein etymologischer Zusammenhang zu [https://www.dwds.de/wb/Bottich Bottich]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| –
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''Bottich'' gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die ursprünglich einen Aufbewahrungsort oder Behälter bezeichneten. Dazu gehört auch das Wort ''Apotheke'', das ursprünglich „Lagerraum“ bedeutete.


==Wortformen==
Heute bezeichnet ''Bottich'' meist einen großen offenen Behälter, häufig aus Holz oder Kunststoff.
<div style="font-size:1.2em">
|}
Das Wort ''dunnemals'' ist ein '''Adverb'''. 
Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.
</div>


== Wortherkunft ==
==Unikales Morphem ?==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| colspan="2" |Das Morphem ''bott'' im Wort Bottich kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und in keiner weiteren Wortbildung vor.
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet ''dunn'' so viel wie ''dann'' oder ''damals''.
Einen etymologischen Zusammenhang zum Wort [https://www.dwds.de/wb/B%C3%B6ttcher#etymwb-1 ''Böttcher''] gibt es nicht.
 
|-
Das Wort ''dunnemals'' ist eine Verkürzung von ''anno dunnemals''. 
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: ''damals, vor langer Zeit''.
|Der Wortbestandteil ''bott'' kann daher als <span style="color:green">'''unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|-
|}
|}


</br>
[[#top | Seitenanfang]]<br>
----
 
{| style="width: 100%; text-align:center;"
==Belege/Quellen==
|[[Info - dunnemals| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''dunnemals''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__


[https://www.dwds.de/wb/Bottich DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bottich Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B03634 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B08745 Grimm-Wörterbuch]), [https://www.zdl.org/?q=Bottich ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bottich Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Bottich Duden-online] (nicht werbefrei)
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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= Info - dunnemals =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|[[Bottich|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bottich''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
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= bräsig =
__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''dunnemals''==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen ''dunn'' = dann, damals.
|Das Wort kommt aus der niederdeutschen Sprache und bedeutete ursprünglich ''kräftig, wohlgenährt''.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort ''bräsig'' galt lange Zeit als veraltet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird es in Norddeutschland wieder verstärkt benutzt. Es drückt ein ''langweiliges, wenig flexibles'' und ''schwerfälliges'' Verhalten einer Person aus.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Vergleichbare Bedeutungen finden sich auch in norddeutschen Dialekten, z. B. mecklenburgisch ''brœsig'', westfälisch: ''bræsig.'' In den meisten Wörterbüchern wird ''bräsig'' mit ''träge'' übersetzt, z. B. niederländisch: ''traag'', schwedisch ''trög'', norwegisch: ''treg'' oder dänisch ''træg''.
|-
|}


Es entwickelte sich aus der Redewendung ''anno dunnemals''.
==Hinweise zum Wort ''bräsig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|schwerfällig, träge; begriffsstutzig, langweilig
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Beispielsatz:'''
| -
|''Sie saßen stundenlang auf der Bank und starrten bräsig auf das Treiben im Park.''
 
''Die Kinder hockten den ganzen Nachmittag bräsig auf dem Sofa und starrten auf ihr Handy.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Wortinfo:'''
| -
|'''Wortart:''' Adjektiv
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das lateinische Wort ''anno'' bedeutet ''im Jahre''. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.


Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für ''vor langer Zeit'':
'''Worttrennung:''' brä·sig


*''anno dazumal'' - damals, vor langer Zeit
'''Aussprache:''' [ˈbrɛːzɪç]
*''anno dunnemals'' - damals
|-
*''anno Tobak'' - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort ''Tabak'' stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel ''Tobago'', die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich ''Tobak'' und hieraus unser heutiges Wort ''Tabak'' entwickelt.)
*''anno pief'' - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
*''anno Tuck'' - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
*''anno Leipzig-einundleipzig'' - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 ([https://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig#Trivia/Redewendung mehr])
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
==Wortformen==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
<div style="font-size:1.2em">
| colspan="2" |Das Morphem ''dunn(e)'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Das Wort ''bräsig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|bräsig
|Das Morphem ''dunn(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|bräsiger
|am bräsigsten
|-
|-
|}
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - bräsig | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''bräsig''''' ]]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__


==Belege/Quellen==
----
 
= Info - bräsig =
[https://www.dwds.de/wb/dunnemals DWDS],
{| style="width: 100%; text-align:center;"
[https://de.wiktionary.org/wiki/dunnemals Wiktionary],
|[[bräsig|'''zurück zur Wortgeschichte ''bräsig''''' ]]
[https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz],
|}
[https://www.zdl.org/?q=dunnemals ZDL]
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''bräsig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|niederdeutsch ''bräsig'' = wohlgenährt, kräftig; vermutlich zu einem niederdeutschen Wortstamm ''brās/bras'' mit der Bedeutung „schwer, voll, massig“. Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden. Heute wird ''bräsig'' vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet. Heute wird ''bräsig'' vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| –
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| –
|-
|'''Interessantes:'''
|1978 bis 1980 lief im NDR bzw. ARD eine Fernsehserie nach einer Romanvorlage von [https://de.wikipedia.org/wiki/Fritz_Reuter Fritz Reuter] mit dem Namen [https://de.wikipedia.org/wiki/Onkel_Br%C3%A4sig Onkel Bräsig].
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Der Morphem ''bräs'' im Adjektiv ''bräsig'' kommt nicht isoliert vor. Hiervon gib es auch keine weiteren Wortbildungen.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Der Bestandteil ''bräs'' kann daher als <span style="color:green">'''unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/bräsig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/bräsig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B04963 Grimm-2], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B04821 MeckWB], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B04790 WWb]), [https://www.zdl.org/?q=bräsig ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Onkel_Br%C3%A4sig Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/braesig Duden-online] (nicht werbefrei)


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|[[bräsig|'''zurück zur Wortgeschichte ''bräsig''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 851: Zeile 758:


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=Bräutigam=
=Bräutigam=
__TOC__
__TOC__


==Hinweise zum Wort ''Bräutigam''==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|zukünftiger Ehemann
|Im frühen Mittelalter hieß der zukünftige Ehemann ''brūtigomo''. Im ersten Teil des Wortes ''brut'' kannst du unser heutiges Wort ''Braut'' wiederfinden. Der zweite Teil ist auf das althochdeutsche Wort für Mann = ''gomo'' zurückzuführen. Dieses Wort ist mit dem lateinischen Wort ''homo'' (= Mensch, Mann) verwandt.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen: der Bräutigam


'''Worttrennung:''' Bräu-ti-gam
Das alte Wort ''gome'' gibt es heute nicht mehr. Es wurde schon früh im deutschsprachigen Raum durch ''Mann'' ersetzt.
 
'''Aussprache:''' [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm]
|-
|-
|}
|}
 
== Fremdsprachen ==
==Wortformen==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
<div style="font-size:1.2em">
Das Grundwort ''Bräutigam'' bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit. 
In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''e'' angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird ''en'' ergänzt
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 65%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 41%"|Singular
!style="width: 25%"|Plural
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
!Nominativ
|Das alte Wort ''brūtigomo'' findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder.
|der Bräutigam
|die Bräutigam'''<u>e</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
|
!Genitiv
|des Bräutigam'''<u>s</u>'''
|der Bräutigam'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Bräutigam, dem Bräutigam'''<u>e</u>'''
|den Bräutigam'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Bräutigam
|die Bräutigam'''<u>e</u>'''
|-
|}
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Im frühen Mittelalter hieß der zukünftige Ehemann ''brūtigomo''. Im ersten Teil des Wortes ''brut'' kannst du unser heutiges Wort ''Braut'' wiederfinden. Der zweite Teil ist auf das althochdeutsche Wort für Mann = ''gomo'' zurückzuführen. Dieses Wort ist mit dem lateinischen Wort ''homo'' (= Mensch, Mann) verwandt.
 
Das alte Wort ''gome'' gibt es heute nicht mehr. Es wurde schon früh im deutschsprachigen Raum durch ''Mann'' ersetzt.
|-
|}
== Fremdsprachen ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Das alte Wort ''brūtigomo'' findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder.
|-
|
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto;"
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto;"
! style="width: 22% | Sprache
! style="width: 22% " | Sprache
! style="width: 22% | Wort
! style="width: 22% " | Wort
! style="width: 22% | Aussprache
! style="width: 22% " | Aussprache
! style="width: 34% | Quelle
! style="width: 34% " | Quelle
|-
|-
|Dänisch
|Dänisch
Zeile 959: Zeile 816:
|}
|}


</br>
==Hinweise zum Wort ''Bräutigam''==
----
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|[[Info - Bräutigam| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bräutigam''''']]
|zukünftiger Ehemann
|}
|- style="vertical-align:top;"
{{WörterABC-Tabelle}}
|'''Beispielsatz:'''
__INDEX__
|''Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen: der Bräutigam
 
'''Worttrennung:''' Bräu-ti-gam


----
'''Aussprache:''' [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm]
=Info - Bräutigam=
|-
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Bräutigam|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bräutigam''''']]
|}
|}
----
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bräutigam''==
==Wortformen==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
<div style="font-size:1.2em">
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
Das Grundwort ''Bräutigam'' bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit.
|
In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''e'' angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird ''en'' ergänzt
*'''Braut:''' germ. *brudi–, ahd. mhd. brūt
</div>
*'''Mann/-gam:''' ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
*'''Bräutigam:''' germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Jubelbr%C3%A4utigam Jubelbräutigam], [https://www.dwds.de/wb/Seelenbr%C3%A4utigam Seelenbräutigam], [https://www.dwds.de/wb/Silberbr%C3%A4utigam Silberbräutigam]; veraltet: [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07472 Bräutigamsabend], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07473 Bräutigamsgabe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07474 Bräutigamsliebe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07475 Bräutigamsprobe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07476 Bräutigamsthaler],
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite [https://www.religionen-entdecken.de/suche?qtype=frage&suche=Heirat&religion=All Religionen entdecken].
|-
|}


==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 65%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
!style="width: 14%"|
| colspan="2" |Das Morphem ''bräut'' ist eine Umlautableitung von ''Braut'' (Allomorphie). Das Morphem ''braut'' kommt isoliert und in vielen Wortbildungen vor.
!style="width: 20%"|
!style="width: 41%"|Singular
!style="width: 25%"|Plural
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
!style="text-align:left"|1. Fall
|Das Morphem ''bräut/braut'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
!Nominativ
|der Bräutigam
|die Bräutigam'''<u>e</u>'''
|-
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''gam'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. In Wortbildungen kommt das Wort nur gemeinsam mit dem Erstglied ''bräut'' vor.
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Bräutigam'''<u>s</u>'''
|der Bräutigam'''<u>e</u>'''
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
!style="text-align:left"|3. Fall
|Das Morphem ''gam'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
!Dativ
|dem Bräutigam, dem Bräutigam'''<u>e</u>'''
|den Bräutigam'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Bräutigam
|die Bräutigam'''<u>e</u>'''
|-
|-
|}
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Bräutigam| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bräutigam''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__


==Belege/Quellen==
----


[https://www.dwds.de/wb/Br%C3%A4utigam DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Br%C3%A4utigam Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B03902 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B05140 Grimm-2], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=B04345 Goethe]; für Regiolekte: [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B06970 Rheinisches WB], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B04957 Mecklenburgisches WB], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B05781 Pfälzisches WB], [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/rsrec/sn/shwb/entry/Br%C3%A4utigam Südhessisches WB]; veraltete Wörter: [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07471 Campe] ), [https://www.zdl.org/?q=Br%C3%A4utigam ZDL]
=Info - Bräutigam=
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Bräutigam|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bräutigam''''']]
|[[Bräutigam|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bräutigam''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
----
= Bollwerk =
__TOC__
__TOC__


==Hinweise zum Wort ''Bollwerk''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bräutigam''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde
|
 
*'''Braut:''' germ. *brudi–, ahd. mhd. brūt
b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen
*'''Mann/-gam:''' ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
 
*'''Bräutigam:''' germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Jubelbr%C3%A4utigam Jubelbräutigam], [https://www.dwds.de/wb/Seelenbr%C3%A4utigam Seelenbräutigam], [https://www.dwds.de/wb/Silberbr%C3%A4utigam Silberbräutigam]; veraltet: [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07472 Bräutigamsabend], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07473 Bräutigamsgabe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07474 Bräutigamsliebe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07475 Bräutigamsprobe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07476 Bräutigamsthaler],
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Ableitungen:'''
|''a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.''
| -
 
''b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See.''
 
''c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Interessantes:'''
|'''Wortart:''' Substantiv, Neutrum
|Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite [https://www.religionen-entdecken.de/suche?qtype=frage&suche=Heirat&religion=All Religionen entdecken].
 
'''Worttrennung:''' Boll·werk
 
'''Aussprache:''' [ˈbɔlˌvɛʁk]
|-
|-
|}
|}


==Wortformen==
==Unikales Morphem ?==
<div style="font-size:1.2em">
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
Das Substantiv ''Bollwerk'' ist sächlich.
| colspan="2" |Das Morphem ''bräut'' ist eine Umlautableitung von ''Braut'' (Allomorphie). Das Morphem ''braut'' kommt isoliert und in vielen Wortbildungen vor.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
!Nominativ
|Das Morphem ''bräut/braut'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|das Bollwerk
|die Bollwerke
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
| colspan="2" |Das Morphem ''gam'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. In Wortbildungen kommt das Wort nur gemeinsam mit dem Erstglied ''bräut'' vor.
!Genitiv
|des Bollwerks
|der Bollwerke
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
!Dativ
|Das Morphem ''gam'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|dem Bollwerk
|den Bollwerken
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|das Bollwerk
|die Bollwerke
|-
|-
|}
|}


== Wortherkunft ==
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/Br%C3%A4utigam DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Br%C3%A4utigam Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B03902 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B05140 Grimm-2], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=B04345 Goethe]; für Regiolekte: [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B06970 Rheinisches WB], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B04957 Mecklenburgisches WB], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B05781 Pfälzisches WB], [https://www.lagis-hessen.de/de/subjects/rsrec/sn/shwb/entry/Br%C3%A4utigam Südhessisches WB]; veraltete Wörter: [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=B07471 Campe] ), [https://www.zdl.org/?q=Br%C3%A4utigam ZDL]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Bräutigam|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bräutigam''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
= Brombeere =
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort wurde zum Ende des Mittelalters aus der niederdeutschen Sprache übernommen. Es ist eine Zusammensetzung aus ''Bohle'' und ''Werk''.  
|Die ''Brombeere'' hieß im Mittelalter ''brāmberi''. Im ersten Teil des Wortes steckt das althochdeutsche Wort ''brāmo''. Das bedeutete „Dornenstrauch“. Der zweite Teil des Wortes (''beri'') ist die Beere. Die ''brāmberi'' ist demnach die ''Beere'', die an einem ''Dornenstrauch'' wächst.
 
Als ''bole'' bzw. ''bolle'' bezeichnete man früher ein dickes Holzbrett bzw. einen Baumstamm. Hieraus entwickelte sich später das Wort ''Bohle'' (= sehr starkes Brett).
 
Das ''Bollwerk'' war also ursprünglich ein Schutzbau aus Holzbohlen.
|-
|-
|
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Zunächst bezeichnete man so ein mit Erde und Holzstämmen befestigtes Ufer. Später wurde der Begriff auch im militärischen Sinne für eine Befestigungsanlage verwendet.
|Die ''Brombeere'' ist keine richtige Beere. In der Biologie gehört diese Frucht zur Gruppe der ''Steinfrüchte''. Wenn du genau wissen willst, warum das so ist, dann findest du im [https://klexikon.zum.de/wiki/Brombeere Kinderlexikon] eine verständliche Beschreibung.
|-
|-
|
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Heute wird das Wort auch im übertragenen Sinn gebraucht, etwa als ''Bollwerk gegen den Krieg'' oder ''ein Bollwerk des Friedens''.
|Das Wort ist auch in anderen germanischen Sprachen verbreitet, z. B. englisch ''bramble'' (Dornenstrauch) und niederländisch ''braam''.
|-
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|}
|Das mittelhochdeutsche Wort ''bollwerc'' findet sich auch in nordgermanischen Sprachen.
 
==Hinweise zum Wort ''Brombeere''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Brombeeren sind blau-schwarze Früchte, die an einem stacheligen Strauch wachsen.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Ich esse gerne Brombeeren mit Sahne.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Substantiv, Femininum
 
'''Worttrennung:''' Brom·bee·re
 
'''Aussprache:''' [ˈbʁɔmˌbeːʁə]
|-
|-
|
|}
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto"
 
! style="width: 34% |Sprache
==Wortformen==
! style="width: 33% | Bollwerk
<div style="font-size:1.2em">
! style="width: 33% |Aussprache
Das Substantiv ''Brombeere'' ist weiblich. Alle Wortformen in der Einzahl entsprechen dem Grundwort. Alle Pluralformen haben als Zusatz am Ende den Buchstaben ''n''.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!Deutsch
!style="text-align:left"|1. Fall
|Bollwerk
!Nominativ
|[ˈbɔlˌvɛʁk]
|die Brombeere
|die Brombeere'''<u>n</u>'''
|-
|-
!Dänisch
!style="text-align:left"|2. Fall
|bolværk
!Genitiv
|[ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk]
|der Brombeere
|der Brombeere'''<u>n</u>'''
|-
|-
!Englisch
!style="text-align:left"|3. Fall
|bulwark
!Dativ
|[ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US)
|der Brombeere
|den Brombeere'''<u>n</u>'''
|-
|-
!Niederländisch
!style="text-align:left"|4. Fall
|bolwerk
!Akkusativ
|[ˈbɔlʋɛrk]
|die Brombeere
|-
|die Brombeere'''<u>n</u>'''
!Norwegisch
|bolverk
|[ˈbuːlværk]
|-
!Schwedisch
|bålverk
|[ˈboːlværk]
|-
|}
|-
|-
|}
|}
Zeile 1.141: Zeile 1.003:
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - Bollwerk | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bollwerk''''' ]]
|'''weitere Beeren und Früchte auf [[Hauptseite|rechtschreibwiki.de]]: ''[[Himbeere]], [[Moltebeere]]'''''
[[Info - Brombeere |'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Brombeere''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 1.147: Zeile 1.010:


----
----
= Info - Bollwerk =
= Info - Brombeere =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Bollwerk|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bollwerk''''' ]]
|[[Brombeere|'''zurück zur Wortgeschichte ''Brombeere''''' ]]
|}
|}
----
----
__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bollwerk''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Brombeere''==
 
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk
|
:ie. *bhrem-, *bhrom- = borstig, Dorn → ahd. ''brāmo'', ''brāma'' → mhd. ''brāme'' = Dornenstrauch 
:ie. *bhā-, *bhō- = glänzen → ahd. ''beri'' → nhd. ''Beere'' 
:10. Jh. ahd. ''brāmberi'', mhd. ''brāmber''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Abwehrbollwerk Abwehrbollwerk],
|sh. Wörterliste
[https://www.dwds.de/wb/Felsbollwerk Felsbollwerk], 
[https://www.dwds.de/wb/Felsenbollwerk Felsenbollwerk],
[https://www.dwds.de/wb/Festungsbollwerk Festungsbollwerk],
[https://www.dwds.de/wb/Grenzbollwerk Grenzbollwerk],
[https://www.dwds.de/wb/Inselbollwerk Inselbollwerk]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
| -
|
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''Bollwerk'' gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.  
|Die [https://de.wikipedia.org/wiki/Brombeere_(Frucht) ''Brombeere''] ist keine echte Beere, sondern – wie die [https://de.wikipedia.org/wiki/Himbeere ''Himbeere''], die [https://de.wikipedia.org/wiki/Kratzbeere Kratzbeere] und die [https://de.wikipedia.org/wiki/Moltebeere ''Moltebeere''] – eine [https://de.wikipedia.org/wiki/Sammelsteinfrucht Sammelsteinfrucht].


Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie ''Bollwerk gegen den Extremismus'', ''Bollwerk der Demokratie'' oder ''Bollwerk des Friedens''. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint.
Viele Bilder zur Brombeere findest du z. B. auf [https://www.grundschulmaterial.de/medien/p/1/?q=brombeere grundschulmaterial.de]. Dort sind auch Unterrichtsmaterialien, Bilder und Arbeitsblätter von Beeren und Früchten
|}
|}
==Fremdsprachen==
 
Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:
==Wörterliste==
{| class="wikitable sortable  mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto"
{| class="wikitable" style="width: 100%; margin:auto"
|+ Ableitungen vom ndd. ''bolwerc'' bzw. nl. ''bolwerk'' in andere Sprachen
|+Wortbildungen mit ''Brombeere'' als Erstglied (Bestimmungswort)
! Sprache
! style="width: 10%;" |Pflanze und Pflanzenteile
! Bollwerk
|-
! Aussprache
|[https://www.dwds.de/wb/Brombeerblatt Brombeerblatt], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerbusch Brombeerbusch], [https://www.dwds.de/wb/Brombeergerank Brombeergerank], [https://www.dwds.de/wb/Brombeergesträuch Brombeergesträuch], [https://www.dwds.de/wb/Brombeergestrüpp Brombeergestrüpp], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerhecke Brombeerhecke], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerpflanze Brombeerpflanze], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerranke Brombeerranke], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerstrauch Brombeerstrauch]
! Quelle
|-
!Tiere (leben an/mit der Pflanze)
|-
|-
!Deutsch
|[https://www.dwds.de/wb/Brombeergallmilbe Brombeergallmilbe], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerperlmuttfalter Brombeerperlmuttfalter], [https://www.dwds.de/wb/Brombeer-Perlmuttfalter Brombeer-Perlmuttfalter], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerspinner Brombeerspinner], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerzipfelfalter Brombeerzipfelfalter], [https://www.dwds.de/wb/Brombeer-Zipfelfalter Brombeer-Zipfelfalter]
|Bollwerk
|[ˈbɔlˌvɛʁk]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Bollwerk Quelle]
|-
|-
!Dänisch
!Lebensmittel und Produkte aus der Frucht
|bolværk
|[ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk]
|[https://ordnet.dk/ddo/ordbog?query=bolv%C3%A6rk Quelle]
|-
|-
!Englisch
|[https://www.dwds.de/wb/Brombeercreme Brombeercreme], [https://www.dwds.de/wb/Brombeereis Brombeereis], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerfruchtsaft Brombeerfruchtsaft], [https://www.dwds.de/wb/Brombeergelee Brombeergelee], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerkompott Brombeerkompott], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerkonfitüre Brombeerkonfitüre], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerkuchen Brombeerkuchen], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerlikör Brombeerlikör], [https://www.dwds.de/wb/Brombeermarmelade Brombeermarmelade], [https://www.dwds.de/wb/Brombeermilch Brombeermilch], [https://www.dwds.de/wb/Brombeersaft Brombeersaft], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerscherbett Brombeerscherbett], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerschnee Brombeerschnee], [https://www.dwds.de/wb/Brombeersirup Brombeersirup], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerwein Brombeerwein]
|bulwark
|[ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US)
|[https://www.oed.com/dictionary/bulwark_n Quelley]
|-
|-
!Niederländisch
!sonstiges (Eigenschaften, übertragene Bedeutung)
|bolwerk
|[ˈbɔlʋɛrk]
|[https://www.vandale.nl/gratis-woordenboek/nederlands/betekenis/bolwerk Quelle]
|-
|-
!Norwegisch
|[https://www.dwds.de/wb/Brombeeraroma Brombeeraroma], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerton Brombeerton], [https://www.dwds.de/wb/Brombeerkoalition Brombeerkoalition]
|bolverk
|[ˈbuːlværk]
|[https://ordbokene.no/bm,nn/search?q=bolverk Quelle]
|-
|-
!Schwedisch
|}
|bålverk
==Unikales Morphem ?==
|[ˈboːlværk]
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|[https://svenska.se/saob/?id=B_4533-0215.1 Quelle]
| colspan="2" |Das Morphem ''brom'' (aus ahd. ''brāmo'' = Dornenstrauch) kommt nicht isoliert und in Wortbildungen nur zusammen mit dem Letztglied Beere (Brombeere).
|-
|-
!Französisch
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|boulevard
|Das Morphem ''brom'' muss daher als <span style="color:green">'''unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|[buləvaʁ]
|[https://www.cnrtl.fr/definition/boulevard Quelle]
|-
!Spanisch
|baluarte
|[baluˈaɾte]
|[https://dle.rae.es/baluarte Quelle]
|-
!Italienisch
|baluardo
|[baluˈardo]
|[https://www.treccani.it/vocabolario/baluardo/ Quelle]
|-
!Portugiesisch
|baluarte
|[baluˈaɾtɨ]
|[https://dicionario.priberam.org/baluarte Quelle]
|-
!Polnisch
|bulwar
|[ˈbulvar]
|[https://sjp.pwn.pl/slowniki/bulwar.html Quelle]
|-
!Russisch
|бульвар (bulvar)
|[bʊlʲˈvar]
|[https://gramota.ru/slovari/dic/?word=%D0%B1%D1%83%D0%BB%D1%8C%D0%B2%D0%B0%D1%80 Quelle]
|-
|-
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
[[#top | Seitenanfang]]<br>
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
 
| colspan="2" |Obwohl eine historische Verbindung zu ''Bohle'' besteht, tritt das Morphem ''boll'' heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem ''boll'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort ''werk'' vor.
==Belege/Quellen==
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''boll'' in der Wortbildung ''Bollwerk'' wird daher  <span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet.
|-
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
[https://www.dwds.de/wb/Brombeere DWDS]
 
[https://de.wiktionary.org/wiki/Brombeere Wiktionary]
==Belege/Quellen==
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem
 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B20605 Grimm-Wörterbuch])
[https://www.dwds.de/wb/Bollwerk DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bollwerk Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B03524 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B04528 Grimm-2], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=B04027 Goethe];), [https://www.zdl.org/?q=Bollwerk ZDL]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Bollwerk Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Bollwerk Duden-online] (nicht werbefrei)
[https://www.zdl.org/?q=Brombeere ZDL]
[https://de.wikipedia.org/wiki/Brombeere Wikipedia]
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Brombeere Duden-online] (nicht werbefrei)


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
Zeile 1.267: Zeile 1.083:
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Bollwerk|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bollwerk''''' ]]
|[[Brombeere|'''zurück zur Wortgeschichte ''Brombeere''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 1.273: Zeile 1.089:


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----
= Bingelkraut =
= Brösel =
__TOC__
__TOC__


==Hinweise zum Wort ''Bingelkraut''==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort geht auf das althochdeutsche ''brōs(a)ma'' zurück und gehört zur gleichen Wortfamilie wie ''Brosame''. Es bezeichnet ursprünglich etwas „Zerkrümeltes“ oder „Zerriebenes“.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|''Brösel'' wird vor allem umgangssprachlich verwendet und bezeichnet kleine Stückchen von Brot, Kuchen oder anderen trockenen Lebensmitteln. Häufig wird auch das Verb ''bröseln'' verwendet.
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Brösel''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden.
|kleines, trockenes Stückchen von Brot, Kuchen oder Gebäck; Krümel
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus.''
|''Auf dem Tisch lagen noch einige Brösel vom Kuchen.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Substantiv, Neutrum
|'''Wortart:''' Substantiv, Maskulinum


'''Worttrennung:''' Bin·gel·kraut
'''Worttrennung:''' Brö·sel


'''Aussprache:''' [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt]
'''Aussprache:''' [ˈbrøːzl̩]
|-
|-
|}
|}
Zeile 1.295: Zeile 1.121:
==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Substantiv ''Bingelkraut'' ist sächlich.
Das Substantiv ''Brösel'' ist männlich und wird häufig im Plural verwendet.
</div>
</div>


Zeile 1.306: Zeile 1.132:
!style="text-align:left"|1. Fall
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
!Nominativ
|das Bingelkraut
|der Brösel
|die Bingelkräuter
|die Brösel
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
!Genitiv
|des Bingelkrauts
|des Brösels
|der Bingelkräuter
|der Brösel
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
!Dativ
|dem Bingelkraut
|dem Brösel
|den Bingelkräutern
|den Bröseln
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
!Akkusativ
|das Bingelkraut
|den Brösel
|die Bingelkräuter
|die Brösel
|-
|-
|}
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Der Name ''Bingel'' geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort ''bunge'' (= Knolle) zurück. Das ist ein Hinweis auf die knollenartige Wurzel der Pflanze.
 
Der zweite Bestandteil ''Kraut'' bezeichnet allgemein eine krautige Pflanze.
|-
|style="vertical-align:top;"|[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Das Wort ''Bingelkraut'' kommt fast ausschließlich im deutschen Sprachraum vor. Im Niederdeutschen heißt es ''Büngel'', in anderen Regionen auch ''Hundskohl'', ''Schuttbingel'' oder ''Wintergrün''. In den Niederlanden heißt diese Pflanze ''bingelkruid''.
|-
|}
|}


Zeile 1.341: Zeile 1.155:
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - Bingelkraut | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bingelkraut''''' ]]
|[[Brosame | '''weitere Informationen findest du beim Stichwort ''Brosame''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 1.347: Zeile 1.161:


----
----
=Info - Bingelkraut=
= Brosame =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
__TOC__
|[[Bingelkraut|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bingelkraut''''' ]]
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Ursprünglich bedeutete das althochdeutsche Wort ''brōsme'' „das Zerriebene, das Zerkrümelte“.
 
Das Wort hat geschichtlich nichts mit dem Wort ''Brot'' zu tun, auch wenn später die Bedeutung auf zerbröckeltes Brot eingeengt wurde.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Heute wird das Wort fast nur noch im Plural ''Brosamen'' verwendet. Es kommt häufig in festen Wendungen vor, z. B. ''die Brosamen aufsammeln'' oder ''mit Brosamen abgespeist werden''.
|-
|}
|}
----
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bingelkraut''==
==Hinweise zum Wort ''Brosame''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. ''bungo'', mhd. ''bunge'' = Knolle
|winziges Stück von zerbröckeltem Brot oder Gebäck; Krümel
 
Das Wort wird meist im Plural (''Brosamen'') und oft im übertragenen Sinn gebraucht.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Beispielsatz:'''
|Waldbingelkraut
|''Für mich bleiben nur die Brosamen übrig.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Wortinfo:'''
| -
|'''Wortart:''' Substantiv, Maskulinum
|- style="vertical-align:top;"
 
|'''Interessantes:'''
'''Worttrennung:''' Bro·sa·me
|Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum ''Bingelkraut'' findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B.
|-
|
|[https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/bingelkraut Botanikus], [https://heilkraeuter.de/lexikon/bingelkraut.htm Heilkräuter.de], [https://www.digitalefolien.de/biologie/pflanzen/frueh/waldbi.html#fotos Mediendatenbank Biologie], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bingelkr%C3%A4uter Wikipedia].
|-
|}


==Unikales Morphem ?==
'''Aussprache:''' [ˈbroːzamə]
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''bingel'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort ''Kraut'' vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''bing'' bzw. ''bingel'' kommt in dieser Bedeutung ist <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Substantiv ''Brosame'' ist männlich und wird meist im Plural verwendet.
</div>


==Belege/Quellen==
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
 
!style="width: 14%"|
[https://www.dwds.de/wb/Bingelkraut DWDS], 
!style="width: 20%"|
[https://de.wiktionary.org/wiki/Bingelkraut Wiktionary], 
!style="width: 33%"|Singular
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe hier
!style="width: 33%"|Plural
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B02659 Adelung] mit einer veralteten Annahme zur Herkunft), 
|-
[https://www.zdl.org/?q=Bingelkraut ZDL], 
!style="text-align:left"|1. Fall
[https://de.wikipedia.org/wiki/Bingelkr%C3%A4uter Wikipedia], 
!Nominativ
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Bingelkraut Duden-online] (nicht werbefrei)
|der Brosame
|die Brosamen
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Brosamens
|der Brosamen
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Brosamen
|den Brosamen
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Brosamen
|die Brosamen
|-
|}


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
</br>
 
<br>
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Bingelkraut|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bingelkraut''''' ]]
|[[Brösel|'''zur Wortgeschichte ''Brösel''''' ]]
|}
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Brosame | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Brosame''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__
----


= Info - Brosame =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Brosame|'''zurück zur Wortgeschichte ''Brosame''''' ]]
|}
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----
= Bickbeere =
__TOC__
__TOC__


==Hinweise zum Wort ''Bickbeere''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Brosame''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Heidelbeere, Schwarzbeere
|ie. *bhrē̌us- = zerbrechen, zerschlagen, zerkrümeln → 8. Jh. ahd. ''brōs(a)ma'' → mhd. ''brosem(e)'', ''brosme'' → nhd. ''Brosame''
 
16. Jh. Verkürzung von spätmhd. brosemlīn, frühnhd. bröslein → nhd. ''Brösel''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| [https://www.dwds.de/wb/Brosame '''Bosame'''] -
[https://www.dwds.de/wb/Br%C3%B6sel '''Brösel''']: [https://www.dwds.de/wb/br%C3%B6selig bröselig], [https://www.dwds.de/wb/Brotbr%C3%B6sel Brotbrösel], [https://www.dwds.de/wb/Kuchenbr%C3%B6sel Kuchenbrösel], [https://www.dwds.de/wb/Semmelbr%C3%B6sel Semmelbrösel], [https://www.dwds.de/wb/Speckbr%C3%B6sel Speckbrösel], [https://www.dwds.de/wb/Tabakbr%C3%B6sel Tabakbrösel], [https://www.dwds.de/wb/Zwiebackbr%C3%B6sel Zwiebackbrösel]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Ableitungen:'''
|''Im Herbst sammeln wir Bickbeeren.''
|[https://www.dwds.de/wb/Brösel Brösel], [https://www.dwds.de/wb/broseln broseln]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Interessantes:'''
|'''Wortart:''' Substantiv, feminin
|Eine gute Beschreibung zu ''Brösel'' und ''Brosamen'' findest du bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%BCmel Wikipedia].
 
Martin Luther verwendet den Begriff ''Brosamen'' in seiner Bibelübersetzung: [https://www.bibleserver.com/LUT/Matth%C3%A4us15%2C27 Neues Testament, Mathäus 15,27]. In anderen Übersetzungen finden wir [https://www.bibeltv.de/bibelthek/E%C3%9C/mt-15-27 Brotkrumen], [https://bibeltext.com/matthew/15-27.htm Brosamlein], [https://www.bible.com/de/bible/73/MAT.15.HFA Krümel], [https://bibeltext.com/bairisch/matthew/15.htm Brootbrocken],  


'''Worttrennung:''' Bick·bee·re
Die Stelle im Matthäus Evangelium in der Luther den hebräischen Begriff mit ''Brosame'' übersetzt ist aus verschiedenen Gründen interessant und für viele unverständlich und verwirrend: Jesus, der sich nur für ''an sein Volk'', die Juden wendet und ''die andern, Heiden'' mit Hunden vergleicht?!. Wer mehr zu dieser Bibelstelle und verschiedenen Erklärungen interessiert finden bei [https://www.gutefrage.net/frage/matthaeus-1527-die-kaanaeische-frau--jesus gutefrage.net] oder auf YouTube in der [https://www.youtube.com/watch?v=qu_hKsr2x2c Scetch-Bibel] interessante Interpretationen.
| -
|}


'''Aussprache:''' [ˈbɪkˌbeːʁə]
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Wort ''Brosame'' lässt sich historisch in mehrere Bestandteile zerlegen (''bros'' + ''-ame''). Diese Bestandteile kommen heute nicht mehr als selbstständige Wörter vor. Das Morphem ''bros'' kommt mit Umlaut im Wort ''[[Brösel]]'' vor (Allomorphie).
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''bros'' kommt nicht isoliert (wegen ''Bösel'') vor. Es ist daher <span style="color:red">'''kein nikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''ame'' ist Bestandteil des Wortes ''Brosame''. Es kommt nicht isoliert und nur in diesem Wort vor. Im Wort ''Brösel'' (mhd. brosemlin) ist dieses Morphem nicht mehr enthalten.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''ame'' kann daher als <span style="color:green">'''unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|-
|}
|}


==Wortformen==
[[#top | Seitenanfang]]<br>
<div style="font-size:1.2em">
 
Das Substantiv ''Bickbeere'' ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein ''e'' angehängt.
==Belege/Quellen==
</div>


{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
[https://www.dwds.de/wb/Brosame DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Brosame Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem  [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B04137 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=B04635 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=B05477 Grimm-2]), [https://www.zdl.org/?q=Brosame ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Brosame Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Brosame Duden-online] (nicht werbefrei)
!style="width: 14%"|
 
!style="width: 20%"|
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
!style="width: 33%"|Singular
 
!style="width: 33%"|Plural
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Brosame|'''zurück zur Wortgeschichte ''Brösel''''' ]]
|}
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Brosame|'''zurück zur Wortgeschichte ''Brosame''''' ]]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
= Butz (Wortgruppe) =
__TOC__
 
==Diskussion==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px]]
|Die Wortgruppe ''Butz, Butze, butzen'' und mit Umlaut ''Bütze'' und ''bützen'' ist aus mehreren Gründen interessant. Hier die beiden wichtigsten:
 
* Das Nomen ''Butz'' ist sehr häufig eine Verkürzung der Nomen ''Butze'' oder ''Butzen''. Oft ist nicht zu unterscheiden, welches Grundwort (welcher Fall) gemeint ist. Schau dir einmal die Tabellen im Kapitel Wortformen an. Dort kannst du sehen, dass die Grundwörter oft in der Form ''Butzen'' gebraucht werden.
*Am häufigsten kommen die Grundwörter in regionalen Dialekten vor. Sie sind vor allem in Norddeutschland (Niedersachsen, Mecklenburg), dem Rheinland und im Süden (Österreich, Bayern, Rheinland-Pfalz) gebräuchlich. In diesen regionalen Dialekten gibt es sehr viele Wortbildungen mit diesen Grundwörtern.
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px]]
!Nominativ
|'''''Butzen:''''' Das althochdeutsche Wort ''bōʒan'' bedeutete ''schlagen'' oder auch ''stoßen''. Später änderte sich die Endung. aus dem ''a'' wurde ein ''e'' = ''bōʒen''. Zum Ende des Mittelalters entstand dann das Verb ''butzen''. Das Verb ist nach dem Mittelalter untergegangen. Das Nomen hingegen ist erhalten geblieben.
|die Bickbeere
Nicht alle Bedeutungen der Wörter '''''Butz, Butze, Butzen''''' können sicher auf das althochdeutsche Wort ''bōʒan'' zurückgeführt werden. Wie diese Wörter in den verschiedenen Dialekten entstanden sind ist unklar.
|die Bickbeeren
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
|
!Genitiv
|Es gab im Mittelalter noch ein zweites Wort, das ganz ähnlich klang:
|der Bickbeere
|der Bickbeeren
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
| style="vertical-align:top" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px]]
!Dativ
|Das Nomen Butzen bedeutete zunächst ''Stoß, Schlag''. Hier waren die Leute bei der Erfindung neuer Wörter sehr einfallsreich. Wenn zum Beispiel im Frühjahr kräftiger Hagel, Schnee oder Regen vom Himmel ''stieß'' und auf den Boden ''schlug'', nannte man dies in einigen Regionen Bayerns ''Aprilbutzen, Frühjahrsbutzen'' oder ''Gewitterbutzen''. Wenn zwei Personen, die ihre Münder aufeinander ''stoßen'', dann geben sie sich im Rheinland ein ''Bützchen''. Ein ''Butz'' oder ''Bütz'' ist in Köln ein Kuss.
|der Bickbeere
|den Bickbeeren
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
|
!Akkusativ
|In einigen Regionen wurde die verkürzte Form ''Butz(e)'' auch für die abgeschlagenen Teile benutzt. So bezeichnete man in in Süddeutschland den Abfall als ''Butz'' oder ''Apfelbutz, Birnenbutz, Gemüsebutz'' usw. Und der Abfalleimer war dann der ''Bützigeimer''.
|die Bickbeere
|-
|die Bickbeeren
|
|Aus den „abgeschlagenen Teile“ = ''Butzen'', wurden später auch andere Klumpen, Reste und kleine Teile als ''Butzen'' bezeichnet. Hier ein paar Beispiele: Der getrocknete Schleim in der Nase, heißt bei den einen ''Butzenpöpel'' oder ''Nasenbutzen'' und bei den anderen heißt er ''Bettelbutzen'' oder ''Rotzbutzen''. Der Kot von Tieren heißt ''Butzebeer'' oder ''Mistbutzen'', kleine Kartoffeln sind ''Erdbirnenbutzen'', die Kerne von Obst werden ''Gebütz'' genannt und ein Brotkrümel ist eine ''Segebütze''.
|-
|
|Die Wörter ''Butz, Butze'' oder ''Butzen'' haben einen richtigen Siegeszug vor allem in Süddeutschland, Österreich, im Rheinland und Mecklenburg angetreten. Es gibt kaum einen Bereich, in dem nicht ''gebutz'' und ''gebützt'' wird. Fallobst wird zum ''Bützelzeug'', kleine Jungen sind ''Butzelbuben'', ein freches Kind ist ein ''Krabutz'' und ein liebes Kind nennt man ''Zuckerbutzel'', die Früchte des Weißdorns sind ''Butzenhiefer, Haberbutzen, Hollerbutzen'' oder ''Nagelbutz''.
|-
|
|Das Gebutze macht auch vor Tieren und Pflanzen nicht Halt: Tannenzapfen sind ''Fichtenbutzen'', ''Tannenbutzen'' oder ''Föhrenbutzen.'' Früchte, die von Vögeln gefressen werden, sind ''Vogelbutzen, Haferbutz'' oder ''Hollerbutz''. Den jüngsten Vogel in einem Nest nennt man ''Nestbutzel'', das kleinste Ferkel ''Adenbutzel'', ein in der Entwicklung zurückgebliebenes Tier heißt ''Bollerbutz'' und kleine niedliche Tiere bekommen den Kosenamen ''Butzi'' oder ''Butzerl.''
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Kurz.jpg | 120px]]
|Hallo! Wir haben verstanden! ''Butz'' ist das Lieblingswort in vielen Dialekten. Sie brauchen hier nicht ihre ganze Wörterlisten aufzuzählen. Es reicht!
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px]]
|Ja, vielleicht noch nicht ganz. Es gibt noch eine Bedeutungsgruppe, die der Kollege Wort noch nicht genannt hat: der [[Butzemann]] oder ganz kurz: der [[Butzemann|Butz]]. Das war früher ein Schreckgespenst, ein Kobold oder Poltergeist. Das Wort ''buz'' gab es in dieser Bedeutung auch schon im Mittelalter. Mehr zu dieser Bedeutung findest du auf der Seite [[Butzemann]].
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px]]
|Jetzt bleibt uns nur noch eine Antwort auf die Frage: ''Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Verben ''butzen'' und ''putzen''?
|-
|-
|}
|style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px]]
 
|Dieses Wort wurde erst im 15. Jahrhundert bekannt. Vermutlich ist es vom Nomen ''Butzen'' abgeleitet. Als ''Butzen'' bezeichnete man unter anderem ''Verunreinigungen'' und ''Schmutzklümpchen''. Wenn man diesen Schmutz reinigt, dann nannte man dies ''butzen'' und in einigen Regionen ''putzen''. Diese Form mit ''p'' am Anfang hat sich dann durchgesetzt.
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Der erste Bestandteil ''Bick'' geht vermutlich auf das niederdeutsche Wort ''pik'' (= Pech) zurück. Damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
|-
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px]]
|Diese Beere wird je nach Region unterschiedlich benannt:
|Der ''Butzen'' war unter anderem der verhärtete Schleim in der Nase. Den kannst du wegmachen, wenn du dir die Nase ''putzt''. Wenn Obst oder Gemüse geerntet wurden, dann waren diese oft voller Erde, sie waren ''schmutzig''. Nimm als Beispiel die Kartoffel. Wenn sie geerntet werden klebt an ihnen Erde = ''Erdklumpen'' = ''Butzen''. Um sie zu entfernen muss man die Kartoffeln ''putzen''. Später wurde das Wort ''putzen'' dann ganz allgemein für ''reinigen'' und ''sauber machen'' (säubern) verwendet.
|-
|-
|''Blaubeere, Heidelbeere, Heubeere (süddeutsch), Mollbeere, Moosbeere, Schwarzbeere, Staulbeere (Pfalz), Waldbeere, Wildbeere, Zeckbeere''
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Kurz.jpg | 120px]]
|Warum macht ihr beiden Männer das immer so kompliziert? Mal ganz kurz: Ich ''butze'' (stoße aus Versehen natürlich) an meinen Teller. Der fällt ''butz'' auf den Boden. Da liegt nun mein Frühstück in kleinen ''Butzen'' (= Krümeln, Klumpen) auf dem Boden. Die muss ich jetzt sauber ''putzen''. So passt alles zusammen. Butz! (Ich meine natürlich Schluss! Punkt!)
|-
|-
|}
|}


</br>
{|style="width: 100%"
----
|- style="vertical-align:top; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| [[File:Pik-Linie.jpg]]
|[[Info - Bickbeere | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bickbeere''''' ]]
|-
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
__INDEX__
 
==Hinweise zum Wort ''Butz''==
 
{| class="wikitable" style="width: 100%; font-size: 1.2em"
|-
!style="width:20%; vertical-align:top;text-align:left"|Grundwörter:
|''der Butz, die Butze, der Butzen''
|-
!style="vertical-align:top;text-align:left"|Ableitungen:
|mit Umlaut: ''Bütz, Bütze, Bützen''
Verben: ''butzen, bützen''


----
Adjektive: ''butz, bützig'' (in einigen Dialekten auch als Nomen ''Bützig'')
=Info - Bickbeere=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Bickbeere|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bickbeere''''' ]]
|}
----
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bickbeere''==
Personenbezeichnung: ''Butzer'', sehr selten auch ''Butzerin'', ''Bützer''  
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch ''bikbēre'', ''pik'' = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Die ''Bickbeere'' ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte ''Heidelbeere'' (''Vaccinium myrtillus''). Siehe hierzu die Beschreibung im [https://klexikon.zum.de/wiki/Heidelbeere Kinderlexion] und auf der Seite [https://essen-wissen.de/wissen/heidelbeere/ essen-wissen.de].
|-
|-
!style="vertical-align:top;text-align:left"|Wortinfo:
|Worttrennung: But-ze, But-zen, but-zen, Büt-ze, büt-zen
Aussprache: [bʊts], [ˈbʊt͡sə], [ˈbʊt͡sə], [ˈbʊt͡sn̩], [ˈbʏt͡sə], [ˈbʏt͡sn̩]
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
==Wortformen==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
<div style="font-size:1.2em">
| colspan="2" |Das Wort ''Bickbeere'' besteht aus den Bestandteilen ''Bick'' und ''Beere''. Das Morphem ''bick'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und auch in keiner weiteren Wortbildung vor.
Im Sinne von ''Schreckgestalt, Kobold'' werden zwei Formen verwendet, die '''Nomen  ''der Butz''''' oder '''''der Butze'''''. In beiden Fällen werden alle Formen (mit Ausnahme des 1. Falls Einzahl) mit der Endung -''en'', also ''Butzen'' gebildet.
</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
! colspan="2" style="width: 14%" |Butze
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
! style="text-align:left" |1. Fall
! style="width: 20%" |Nominativ
|der Butz, der Butze
|die Butzen
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
! style="text-align:left" |2. Fall
|Das Morphem ''bick'' muss daher <span style="color:green">'''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
!Genitiv
|des Butzen
|der Butzen
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|dem Butzen
|den Butzen
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|den Butzen
|die Butzen
|-
|-
|}
|}
 
<div style="font-size:1.2em">
[[#top | Seitenanfang]]<br>
Vom '''Nomen ''Butze''''' gibt es zwei unterschiedliche Formen. Im Sinne von Schreckgespenst ist das Wort männlich (der Butze). Hier werden alle Fälle so wie beim Wort Butz gebildet (siehe die Tabelle oben). in allen anderen Bedeutungen ist das Grundwort Butze weiblich. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) bleiben unverändert ''die Butze''. In allen Fällen der Mehrzahl wird die Endung mit -''en'' gebildet, also ''Butzen'' gebildet.
 
</div>
==Belege/Quellen==
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
 
!style="width: 14%"|
[https://www.dwds.de/wb/Bickbeere DWDS] 
!style="width: 20%"|
[https://de.wiktionary.org/wiki/Heidelbeere Wiktionary] 
!style="width: 33%"|Singular
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem 
!style="width: 33%"|Plural
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B02440 Adelung]) 
|-
[https://www.zdl.org/?q=Bickbeere ZDL] 
!style="text-align:left"|1. Fall
[https://de.wikipedia.org/wiki/Heidelbeere Wikipedia] 
!Nominativ
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Bickbeere Duden-online]
|die Butze
 
|die Butzen
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|-
 
!style="text-align:left"|2. Fall
<br>
!Genitiv
----
|der Butze
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|der Butzen
|[[Bickbeere|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bickbeere''''' ]]
|-
|}
!style="text-align:left"|3. Fall
{{WörterABC-Tabelle}}
!Dativ
__INDEX__
|der Butze
 
|den Butzen
----
|-
= betütern =
!style="text-align:left"|4. Fall
__TOC__
!Akkusativ
 
|die Butze
==Hinweise zum Wort ''betütern''==
|die Butzen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| jemanden besonders oder übertrieben umsorgen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Wir lassen uns gern von unserer Mama betütern.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
 
'''Worttrennung:''' be·tü·tern
 
'''Aussprache:''' [bəˈtyːtɐn]
|-
|-
|}
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Verb ''betütern'' wird regelmäßig konjugiert. Infinitiv: betütern  Partizip II: betütert  Hilfsverb: haben
In allen Bedeutungsgruppen werden die Fälle des '''Nomens ''Butzen''''' gleich gebildet. Mit Ausnahme des 2. Falls Einzahl (Singular) bleibt die Form des Grundwortes erhalten:
</div>
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
! colspan="2" style="width: 14%" |Butze
| colspan="2" |
! style="width: 33%" |Singular
!Gegenwart
! style="width: 33%" |Plural
(Präsens)
|-
!1. Vergangenheit
! style="text-align:left" |1. Fall
(Präteritum)
! style="width: 20%" |Nominativ
!2. Vergangenheit
|der Butzen
(Perfekt)
|die Butzen
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
|des Butzens
|der Butzen
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|dem Butzen
|den Butzen
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|den Butzen
|die Butzen
|-
|}
<div style="font-size:1.2em">
Auf den ersten Blick klingt das alles sehr kompliziert. Wenn du jedoch genauer hinschaust, dann wird es doch etwas einfacher. In der Mehrzahl (Plural) werden alle Fälle für die Wörter ''Butz'', ''Butze'' und ''Butzen'' ganz gleich mit ''Butzen'' gebildet. Das gilt auch für viele Fälle in der Einzahl (Singular). Hier brauchst du dir nur zwei Ausnahmen merken: Wird das Wort ''Butze'' im Sinne von ''<u>die</u> kleine Hütte'' oder ''<u>die</u> Schlafnische'' verwendet, dann sind alle Formen in der Einzahl (Singular) ''Butze''. Beim Wort ''Butzen'' wird im zweiten Fall (Genitiv) ein ''s'' ergänzt, ''des Butzen'''s'''''.
 
Das '''Verb ''bützen''''' wird in den verschiedenen Zeitformen (Konjugation) regelhaft gebildet. Man sagt dazu auch: das Verb ist ein schwaches Verb.
</div>
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
| colspan="2" style="text-align:center"|'''bützen'''
!Gegenwart
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
(Singular)
(Singular)
! style="width: 13%" |1. Person
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 25%" |ich betütere
|ich bütze
| style="width: 25%" |ich betüterte
|ich bützte
| style="width: 25%" |ich habe betütert
|ich habe gebützt
|-
|-
!2. Person
!2. Person
|du betüterst
|du bützt
|du betütertest
|du bütztest
|du hast betütert
|du hast gebützt
|-
|-
!3. Person
!3. Person
|er/sie/es betütert
|er/sie/es bützt
|er/sie/es betüterte
|er/sie/es bützte
|er/sie/es hat betütert
|er/sie/es hat gebützt
|-
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
(Plural)
!1. Person
!1. Person
|wir betütern
|wir bützen
|wir betüterten
|wir bützten
|wir haben betütert
|wir haben gebützt
|-
|-
!2. Person
!2. Person
|ihr betütert
|ihr bützt
|ihr betütertet
|ihr bütztet
|ihr habt betütert
|ihr habt gebützt
|-
|-
!3. Person
!3. Person
|sie betütern
|sie bützen
|sie betüterten
|sie bützten
|sie haben betütert
|sie haben gebützt
|-
|-
|}
|}


== Wortherkunft ==
== Ursprung und Bedeutung der Wortgruppe ''Butze'' ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 100%; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|+ Bedeutungsursprung der Wortgruppe
|Das Verb stammt von dem norddeutschen Wort ''Tüder'' (Seil zum Anbinden eines weidenden Tiers). Ein Tier wurde mit einem solchen Seil festgebunden, damit es sich beim Weiden nicht zu weit entfernen konnte.
!style="width:20%; text-align:left;vertical-align:top"|Wortursprung
|Das Die Wortgruppe ''Butz'' hatte früher die Bedeutung ''stoßen, schlagen''. Hieraus haben sich in den verschiedenen Regionen weitere Gruppen entwickelt.


Übertragen entwickelte sich daraus die Bedeutung, jemanden besonders eng zu betreuen oder zu umsorgen – oft so sehr, dass es als übertrieben empfunden wird.
:1. Stoß, Schlag
:2. Kern, Klumpen, Rest
:3. regionale Besonderheiten
Vermutlich hat die vierte Bedeutungsgruppe eine andere Herkunft. Allerdings ist die genaue Herkunft nicht geklärt.
:4. Schreckgespenst, Kobold
Auch das Wort ''putzen'' ist mit diesen Bedeutungsgruppen (vor allem der Gruppe 2) verwandt. In südlichen Dialekten meist ''butzen'', in nördlichen ''putzen''. Diese Variante gelangte dann ins Hochdeutsche.
:5. etwas säubern, reinigen, von Schmutz befreien, schön machen
|-
|-
|}
!style="vertical-align:top;text-align:left"|Beispielsätze:
|
1. ''Der Ziegenbock gab ihm einen heftigen Butz'' (Stoß)''.''
:''Wenn du nicht aufpasst, butzt'' (stößt) ''du noch gegen die Wand.''
 
2. ''Die Butzen der Äpfel'' (Kerne) ''kommen auf den Kompost.''
:''Sie hatte kleine Butzen'' (Krümel, Klumpen) ''im Auge.''
 
3. ''Er wohnte in einer kleinen Butze.'' (Bude/Hütte)
:''Gib mir ein Bützchen!'' (Küsschen)
:''Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz!'' (Kosenamen)
:''Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten.''
:''Die Butzen gaben dem Fenster ein besonders schönes Aussehen.'' (Butzenscheibe)


</br>
4. ''Das Kind fürchtete sich vor dem Butz im Dunkeln.''
----
:''Im Fasching zog ein Butzen durch die Straßen.''
{| style="width: 100%; text-align:center;"
:„''Es tanz ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Kreis herum.''
|[[Info - betütern | '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''betütern''''' ]]
|-
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__


----
{| class="wikitable" style="width: 100%; font-size: 1.2em"
= Info - betütern =
|+ Bedeutungsgruppen zu den Wörtern ''Butz, Butze, Butzen, Bütze, butzen'' und ''bützen''
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[{{{WORT}}}|'''zurück zur Wortgeschichte ''{{{WORT}}}''''']]
!style="width:20%; text-align:left;vertical-align:top"|1. a) Stoß / Bewegung
|}
|Er gab ihm einen kräftigen ''Butz'' gegen die Brust.
----
Beim Rangeln hat er mich so ''gebutzt'', dass ich fast gefallen wäre.
__TOC__
|-
 
!style="text-align:left;vertical-align:top"|1. b) Spiel
==Weiterführende Informationen zum Wort ''{{{WORT}}}''==
|Die Kinder spielten ''Butzen'' und stießen ihre Köpfe gegeneinander.
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
Beim ''Butzspiel'' musste man den Gegner mit einem geschickten Stoß treffen.
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|-
|norddeutsch ''Tüder'' = Strick, Seil zum Anbinden von Tieren
!style="text-align:left;vertical-align:top"|1. c) Kuss
|- style="vertical-align:top;"
|Die Mutter gab dem Kind einen liebevollen ''Bütz'' auf die Wange.
|'''verwandt:'''
„Komm her, ich geb dir noch einen ''Butzi'', bevor du gehst!“
|Tüter, vertütern, betütert
|-
|- style="vertical-align:top;"
!style="text-align:left;vertical-align:top"|2. a) Kern / Rest / Klumpen
|'''Ableitungen:'''
|Vom Apfel blieb nur noch der ''Butzen'' übrig.
| -
In der Suppe schwamm ein kleiner ''Fettbutzen''.
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Interessantes:'''
!style="text-align:left;vertical-align:top"|2. b) Schmutz / Körper
|Umgangssprachlich wird das Verb auch im Sinne von ''sich einen Schwips antrinken''(Herkunft unklar).
|Das Kind hatte einen dicken ''Nasenbutzen'' unter der Nase.
|}
Am Kerzendocht hing ein schwarzer ''Butzen'' aus Ruß.
 
|-
==Unikales Morphem ?==
!style="text-align:left;vertical-align:top"|2. c) Menge / Bündel
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|Er band das Heu zu mehreren kleinen ''Butzen'' zusammen.
Auf dem Feld lagen noch einige ''Butzen'' Stroh.
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|2. d) Körper (von Pers.)
|Sie hat den ''Butzen'' (Haarknoten) sehr schon geknotet.
Der ''Butzen'' (Eiterbläschen) sollte sich einmal dein Hausarzt ansehen.
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. a) Personen
|Du kleiner ''Butz'', was hast du wieder angestellt?
Der ''Butzenknecht'' musste den Hof sauber halten.
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. b) Tier / Landwirtschaft
|Das kleinste Ferkel nannten sie im Dorf den ''Butzen''.
Im Garten stand ein ''Butzen'', um die Vögel zu verscheuchen.  
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. c) Raum
|Sie wohnten in einer kleinen ''Butze'' am Waldrand.
Die alte ''Butzenstube'' war eng und niedrig.
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. d) Wetter
|Am Nachmittag gingen schwere ''Regenbutzen'' nieder.
Der Schnee kam in dichten ''Butzen'' vom Himmel.
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. e) Sonstiges
|Er hat das Essen ''butz'' und gar aufgegessen.
Im Keller lag noch ein ''Butz'' altes Holz herum.
|-
|-
| colspan="2" |Das Verb ''tüdern'' ist eine regionale Variante zum Verb ''tütern''. Dieses Verb kommt ebenfalls nur noch als Regiolekt vor. Im der hochdeutschen Sprache kann es demgegenüber als ausgestorben bzw. veraltet angesehen werden. Daraus folgt: Als Dialektvariante gehört ''tüdern'' zur Wortfamilie ''tütern''. Das Morphem ''tüd'' bzw. ''tüt'' kommt in dieser Bedeutung mit der Verbendung ''-ern'' isoliert vor. Das Verb ''betütern'' ist demnach eine Wortbildung zu ''tütern
! style="text-align:left;vertical-align:top" |4. Schreckgestalt
|„Pass auf, sonst holt dich der ''Butzemann''!“, rief die Großmutter.
Die Kinder fürchteten sich vor dem alten ''Butzen'' im Wald.  
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
! style="text-align:left;vertical-align:top" |5. butzen II (reinigen / ordnen / bearbeiten)
|Das Morphem ''tüt(ern)'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morpheme'''</span>.  
|Sie musste die ganze Küche ''butzen'', bevor Besuch kam.
Nach dem Schlachten wurde alles gründlich ''gebutzt''.  
|-
|-
|}
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
Belege/Quellen


==Belege/Quellen==
[https://bdo.badw.de/ Bayerns Dialekte Online], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/ Kölnisch Wörterbuch] (nicht werbefrei), Mecklenburgisches Wörterbuch, [https://lioe.dioe.at/ Mundarten in Österreich], Pfälzisches Wörterbuch, Rheinisches Wörterbuch<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Butz | '''Weiterführende Informationen zu den Grundwörtern ''Butz, Butze, Butzen''''']]
|-
|siehe auch die Wörterseiten '''''[[Butzemann]]'', ''[[Butzenscheibe]]''''' und '''''[[putzig]]'''''
|-
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
 
= Info - Butz (Wortgruppe) =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Butz (Wortgruppe)|'''zurück zur Wortgeschichte ''Butz (Wortgruppe)''''']]
|}
----
Die Wortfamilie um ''Butz, Butze, Butzen, Bütz, Butzel, Butzi'' usw. gehört zu den besonders vielgestaltigen und komplexen Bereichen des deutschen Dialektwortschatzes. Zahlreiche Belege aus dialektalen Wörterbüchern zeigen eine außerordentliche Bedeutungsvielfalt, die von konkreten Sachbezeichnungen über Körper- und Naturphänomene bis hin zu Figuren des Volksglaubens reicht.
__TOC__
==Bedeutungsgruppen==
Aus der Bedeutung ''Butz = Stoß, Schlag'' hat sich die Bedeutung ''Kern, Klumpen'' und hieraus viele verschiedene regionale Bedeutungen. Ob die Bedeutung ''Butz = Schreckgestalt/Kobold'' ebenfalls aus stoßen und schlagen entwickelt hat ist  umstritten. Sehr wahrscheinlich ist, dass auch das Verb ''putzen'' auf die Wortgruppe ''Butz'' zurückgeführt werden kann. Es ergeben sich daher fünf Bedeutungsgruppen:
 
'''1. Stoß'''
:'''Beschreibung:''' Grundbedeutung „stoßen, schlagen, berühren“
::'''Beispielwörter:''' butzen, Butz, Butzekopf
::'''Beispielsätze:''' ''Pass auf, sonst butzt du noch gegen die Tür! Der Widder gab ihm einen heftigen Butz gegen das Bein.''
 
'''2. Kern / Klumpen'''
:'''Beschreibung:''' rundliche Masse, Rest, verdichteter Bestandteil
::'''Beispielwörter:''' Butzen, Bütz, Hagebutz, Fettbutzen
::'''Beispielsätze:''' ''Die Kinder sammelten die Apfelbutzen im Korb. In der Suppe schwamm noch ein kleiner Fettbutzen.''
 
'''3. regional / sekundär'''
:'''Beschreibung:''' regionale Erweiterungen, Übertragungen und Neubildungen
::'''Beispielwörter:''' Butzknecht, Butzbar, butzig, Butzilein
::'''Beispielsätze:''' ''Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten. Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz!''
'''4. Schreckgestalt'''
:'''Beschreibung:''' traditionelle Angst- und Maskenfiguren
::'''Beispielwörter:''' Butzemann, Butzenbär, Butzenmärtel
::'''Beispielsätze:''' ''Mit dem Butzen drohte man früher unartigen Kindern. Der Butzemann versteckt sich angeblich im Keller.''
Eine Auswertung der Wörterbuchbelege zeigt, dass es sich nicht um ein einheitliches Bedeutungsfeld handelt, sondern um ein komplexes Netz mehrerer Bedeutungsfelder, die sich regional unterschiedlich entfaltet haben.
 
'''1 a) Stoß / Bewegung'''
:'''Beschreibung:''' körperliche Einwirkung, Stoß, Anprall, drückende Bewegung
::'''Beispiele:''' butzen, Butz, Butzekopf, Butzelbock


[https://www.dwds.de/wb/betütern DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/https://de.wiktionary.org/wiki/t%C3%BCdern Wiktionary], [https://www.zdl.org/?q={{{Wort}}} ZDL]; [https://www.duden.de/rechtschreibung/betütern Duden-online] (nicht werbefrei)
''' 1 b) Spiel '''
:'''Beschreibung:''' spielerische Stoßhandlungen, oft körperliche Spiele (v. a. Kopfstoßen)
::'''Beispiele:''' Butzen (Spiel), Fingerbutzeln, Butzelbock


'''1 c) Kuss / Zuneigung '''
:'''Beschreibung:''' abgeschwächte Berührung im Sinne von Kuss, Zärtlichkeit, Koseform
::'''Beispiele:''' Bütz, Butzi, Butzilein, Schnuckibutzi


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
''' 2 a) Kern / Rest / Klumpen '''
:'''Beschreibung:''' fester, abgesetzter Bestandteil; Rest, Kern oder rundlicher Klumpen
::'''Beispiele:''' Apfelbutzen, Hagebutz, Fettbutzen, Erdäpfelsbutz


__INDEX____TOC____INDEX____TOC____INDEX____TOC__
''' 2 b) Schmutz / Körper '''
----
:'''Beschreibung:''' körperliche oder stoffliche Rückstände, meist unangenehme Substanzen
__INDEX__
::'''Beispiele:''' Nasenbutzen, Rotzbutzen, Mistbutzen, Dochtbutzen
= Bernstein =
__TOC__


==Hinweise zum Wort ''Bernstein''==
'''2 c) Menge / Bündel '''
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
:'''Beschreibung:''' zusammengefasste Masse, Bündel oder Ansammlung von Material
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
::'''Beispiele:''' Heubützig, Butzwelle, Barnbützig
|fossiles Pflanzenharz von gelber bis dunkelbrauner Farbe (brennbar)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Bernstein findet man vor allem an der Ostseeküste.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Substantiv (männlich)


'''Worttrennung:''' Bern·stein
''' 2 d) Körper (von Personen)'''
:'''Beschreibung:''' Knoten, Bläschen, Schmutz am Körper
::'''Beispiele:''' Haarbutz, Eiterbutzen, Adenbutzen, Bauchbutzen


'''Aussprache:''' [ˈbɛʁnʃtaɪ̯n]
''' 3 a) Personen '''
|-
:'''Beschreibung:''' Bezeichnungen für Menschen, oft bewertend, verkleinernd oder scherzhaft
|}
::'''Beispiele:''' Butz (Kind), Butzelbub, Butzknecht, Butzeknösel


==Wortformen==
''' 3 b) Tier- und Landwirtschaft '''
<div style="font-size:1.2em">
:'''Beschreibung:''' Bezeichnungen für Tiere, Pflanzen oder landwirtschaftliche Objekte
Das Wort ''Bernstein'' wird meist als Stoffname verwendet und steht deshalb gewöhnlich im Singular.
::'''Beispiele:''' Butzen (Ferkel), Strohbutzen, Hagebutz, Butzenbock
</div>


{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
''' 3 c) Raum '''
!style="width: 14%"|
:'''Beschreibung:''' kleine, oft einfache oder beengte Räume, Hütten oder Stuben
!style="width: 20%"|
::'''Beispiele:''' Butze, Butzenstube, Butzenkammer
!style="width: 33%"|Singular
 
!style="width: 33%"|Plural
'''3 d). Wetter'''
:'''Beschreibung:''' kurze, stoßartige oder klumpenartige Niederschläge
::'''Beispiele:''' Schauerbutzen, Regenbutzen, Aprilbutzen
 
''' 3 e) Sonstiges '''
:'''Beschreibung:''' feste Redewendungen, übertragene Bedeutungen, unspezifische Verwendungen
::'''Beispiele:''' butz und gar, Butz (Rest), Butzware
 
''' 4. Schreckgestalt '''
:'''Beschreibung:''' furchterregende Figur des Volksglaubens oder Brauchtums
::'''Beispiele:''' Butzemann, Butzenbär, Butzenkerl, Faschingbutz
 
''' 5. ''butzen II'' '''
:'''Beschreibung:''' eigenständige Verbgruppe mit Bedeutungen wie reinigen, ordnen, bearbeiten
::'''Beispiele:''' butzen (putzen), aufbutzen, hineinbutzen, Abbutz
 
==Entstehung==
ahd. ''bōʒan'' = ''schlagen,'' ''stoßen,'' mhd.  ''bōʒen →'' ca. 14. Jh. ''butzen;'' ab ca. 16. Jh. ist das Verb untergegangen; die Nomen ''Butz, Butz, Butzen'' und regional auch Bütz, ''Bütz, Bütze'' sind in verschiedenen Dialekten erhalten geblieben.
 
mhd. butz = Kobold, Schreckgestalt  → Bedeutungserweiterung: Kobold → kleiner Mensch → Klumpen → Gegenstand → Handlung
 
== Bedeutung der Grundwörter ==
Die Wortgruppe Butz ist eine der vielfältigsten Wortgruppen in verschiedenen Dialekten und Regiolekten. Diese Wörter kommen sowohl in Norddeutschland und dem Rheinland als auch in Hessen, Süddeutschland, Elsass, Luxemburg, Österreich und der Schweiz vor. Bereits die Grundwörter werden - je nach Region - mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für die Bedeutungsvielfalt der Grundwörter. Die Tabelle beschränkt sich beispielhaft auf die Regionen Mecklenburg (MeckWB), Rheinland (RhWB), die Pfalz (PfWB) und Bayern (BDO). Weitere Wörterbuchquellen findest du im Kapitel [[Info - Butz (Wortgruppe)#Belege/Quellen|Belege/Quellen]]. Die Tabelle ist nach den Grundwörtern geordnet. Du kannst diese aber auch nach den Spalten (Bedeutung, Gruppe, Ursprung, Quelle) sortieren und mehr über die Bedeutungen und Dialekte erfahren.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+Die Bedeutungen der Grundwörter ''Butz, Butze, Butzen'' und mit Umlaut ''Bütz, Bütze, Bützen''
! style="width: 10%" |Lemma
! style="width: 30%" |Bedeutung
! style="width: 20%" |Gruppe
! style="width: 20%" |Ursprung
! style="width: 20%" |Quelle
|-
|Butz
|Stoß, Schlag
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz I, ]
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
|Butz
!Nominativ
|Stoß (in Redewendungen)
|der Bernstein
|1a) Stoß / Bewegung
|die Bernsteine
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 1a, ]
|-
|Butz
|Wurfhölzchen
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 3 ]
|-
|Butz
|Kuss
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 2 ]
|-
|Butz
|Auswuchs
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 12 ]
|-
|Butz
|Narbe am Obst
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 1b ]
|-
|Butz
|große Menge
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 15 ]
|-
|Butz
|Strohwisch
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16a ]
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
|Butz
!Genitiv
|Strauß
|des Bernsteins
|2c) Menge / Bündel
|der Bernsteine
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16b ]
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
|Butz
!Dativ
|Haarbüschel
|dem Bernstein
|2c) Menge / Bündel
|den Bernsteinen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16c ]
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
|Butz
!Akkusativ
|Kerngehäuse
|den Bernstein
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|die Bernsteine
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|-
|}
|Butz
 
|Haarknoten
== Wortherkunft ==
|2d) Körper Pers.
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|3. regional/sekundär
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|Da ''Bernstein'' brennbar ist, nannte man ihn früher auch ''Brennstein''. Das niederdeutsche Wort für ''brennen'' ist ''bernen''. Hieraus ist das Wort ''Bernstein'' entstanden.
|-
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Butz
|Das Wort Bernstein wird fast nur im deutschsprachigen Raum verwendet. Ebenfalls vom niederdeutschen ''bernen'' abgeleitet sind:
|unreinliche Frau
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 2 ]
|-
|-
|niederländisch: ''barnsteen'', polnisch: ''bursztyn'', schwedisch: ''bärnsten'', ukrainisch: бурштин (burštyn)
|Butz
|Schutzmann
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 4 ]
|-
|-
|}
|Butz
 
|durchtriebener Mensch
</br>
|3a) Personen
----
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|[[Info - Bernstein| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Bernstein''''']]
|-
|}
|Butz
{{WörterABC-Tabelle}}
|kleiner Mensch
__INDEX__
|3a) Personen
 
|3. regional/sekundär
----
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
----
|-
=Info - Bernstein=
|Butz
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|Kind
|[[Bernstein|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bernstein''''']]
|3a) Personen
|}
|3. regional/sekundär
----
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 6 ]
__TOC__
|-
 
|Butz
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Bernstein''==
|Polizist
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|3a) Personen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|3. regional/sekundär
|ndd. bernen = brennen; bern(e)stein = Bernstein
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz III, ]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''International:'''
|Butz
|[https://nl.wiktionary.org/wiki/barnsteen nl.] barnsteen, [https://pl.wiktionary.org/wiki/bursztyn pl.] bursztyn, [https://sv.wiktionary.org/wiki/b%C3%A4rnsten sv.] bärnsten, [https://uk.wiktionary.org/wiki/%D0%B1%D1%83%D1%80%D1%88%D1%82%D0%B8%D0%BD uk.] бурштин (burštyn), fy. barnstien
|dummer Kerl
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10285 RhWB: Butz VI, Bed. 2 ]
|-
|Butz
|Gelbschnabel
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 4 ]
|-
|Butz
|Schwein
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 1 ]
|-
|Butz
|Rinderkrankheit
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 17 ]
|-
|Butz
|kleiner Hund
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|Butz
|Vogel, Kauz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|Butz
|kleines Tier
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|Butz
|Kalb-Rind-Stufe
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10285 RhWB: Butz VI, Bed. 1 ]
|-
|Butz
|dunkle Wolke
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 14a ]
|-
|Butz
|Regenschauer
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 14b ]
|-
|Butz
|Grasplatz
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 13 ]
|-
|-
|
|Butz
|In den meisten europäischen Sprachen ist der Name für Bernstein vom alten arabischen Wort عنبر (`anbar) (= gelb) abgeleitet, z. B.: [[wikt:amber|en]]. amber, [https://fr.wiktionary.org/wiki/ambre_jaune fr]. ambre jaune, [https://it.wiktionary.org/wiki/ambra it.] /ambra, es./[https://el.wiktionary.org/wiki/ambar el.]/[https://tr.wiktionary.org/wiki/ambar tr.]/pt. ambar
|Waschkessel
|- style="vertical-align:top;"
|3e) Sonstiges
|
|3. regional/sekundär
|In den slavischen Sprachen wird das Wort meist vom litauischen ''gintãras'' abgeleitet, so z. B. [https://lv.wiktionary.org/wiki/dzintars lv]. dzintars, be./[https://ru.wiktionary.org/wiki/%D1%8F%D0%BD%D1%82%D0%B0%D1%80%D1%8C ru]. янтарь (jantarʹ), [https://cs.wiktionary.org/wiki/jantar cs]./sb./sk./[https://sl.wikipedia.org/wiki/Jantar sl]./uk = jantár
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz IV, ]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Wortbildungen:'''
|Butz
|'''Erstglied:''' [https://www.dwds.de/wb/Bernsteinanhänger Bernsteinanhänger], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bernsteinarmband Bernsteinarmband], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteinauge Bernsteinauge], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteineinschluss Bernsteineinschluss], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteinfischerei Bernsteinfischerei], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteingehänge Bernsteingehänge], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteinkette Bernsteinkette], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bernsteinküste Bernsteinküste], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteinland Bernsteinland], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bernsteinöl Bernsteinöl], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteinperle Bernsteinperle], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bernsteinregal Bernsteinregal], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bernsteinsäure Bernsteinsäure], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteinschmuck Bernsteinschmuck], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteinschnecke Bernsteinschnecke], [https://www.dwds.de/wb/Bernsteinspitze Bernsteinspitze], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bernsteinstraße Bernsteinstraße], [https://de.wiktionary.org/wiki/Bernsteinzimmer Bernsteinzimmer]
|Schnaps
 
|3e) Sonstiges
'''Letztglied:''' [https://www.dwds.de/wb/Naturbernstein Naturbernstein], [https://www.dwds.de/wb/Pressbernstein Pressbernstein], [https://www.dwds.de/wb/Rohbernstein Rohbernstein]
|3. regional/sekundär
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 3 ]
'''Adjektive:''' [https://www.dwds.de/wb/bernsteinfarben bernsteinfarben], [https://de.wiktionary.org/wiki/bernsteinfarbig bernsteinfarbig], [https://www.dwds.de/wb/bernsteingelb bernsteingelb]
|-
|- style="vertical-align:top;"
|Butz
|'''Ableitungen:'''
|Fastnachtsfigur
|[https://de.wiktionary.org/wiki/bernsteinern bernsteinern]
|4) Schreckgestalt
|- style="vertical-align:top;"
|4. Schreckgestalt
|'''Interessantes:'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 1 ]
|Für Kinder interessante Seiten: [https://klexikon.zum.de/wiki/Bernstein KLexikon], [https://miniklexikon.zum.de/wiki/Bernstein MiniKlexikon], [https://www.logo.de/bernstein-kurz-erklaert-100.html logo], [https://www.die-bloggerbande.de/bernstein/ Bloggerbande], [https://www.schutzstation-wattenmeer.de/wissen/wattenmeer/landschaft/bernstein/ Schutzstation Wattenmeer], [https://www.planet-wissen.de/natur/schmuck/bernstein/index.html Planet Wissen], [https://de.wikipedia.org/wiki/Bernstein Wikipedia]
|-
|}
|Butz
 
|Schreckgestalt
==Unikales Morphem ?==
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 3 ]
|-
|Butz
|Wildscheuche
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 5 ]
|-
|Bütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|Bütz
|kleiner Brotlaib
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|Bütz
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|Bütz
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|Bütz
|Kuss
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 2 ]
|-
|butz (Adv.)
|plötzlich, sofort
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butz, ]
|-
|butz (Interj.)
|Laut beim Aufprall („bums“)
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butz, ]
|-
|Butze
|Obstrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, ]
|-
|Butze
|Dochtrest
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 4 ]
|-
|Butze
|Tintenklecks
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 8 ]
|-
|Butze
|Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 3 ]
|-
|Butze
|Eiterpfropf
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 7b ]
|-
|Butze
|Streifen, wo die Saat zu dicht steht (aneinanderstößt)
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|-
|Butze
|kleines mageres Mädchen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|-
|Butze
|dicke, kleine Frau
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|-
|Butze
|Raum unter Treppe
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butze, ]
|-
|Butze
|Verschlag
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butze, ]
|-
|Butze
|Alkoven
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butz, ]
|-
|Butze
|Wiege
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzebaba, ]
|-
|Butze
|Gespenst
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 1 ]
|-
|Bütze
|Beule, Vertiefung durch Stoß, Schlag
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 RhWB, 2a]
|-
|Bütze
|Stoß
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 1 ]
|-
|Bütze
|Klickerkaule
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 2b ]
|-
|Bütze
|Wurfklicker
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 3 ]
|-
|Bütze
|Brüste
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Bütze BDO]
|-
|Butzen
|Kerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02572#0 ElsWB: Butzen, ]
|-
|Butzen
|Hagebutten(krone)
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzen1, ]
|-
|Butzen
|Kelchrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 11b ]
|-
|Butzen
|Maiskolbenrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 11c ]
|-
|Butzen
|Erdschollen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen I, ]
|-
|Butzen
|Metallplättchen in Stoffknöpfen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10372 RhWB: Butzen I,I ]
|-
|Butzen
|Augengries
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 5 ]
|-
|Butzen
|Nasenpopel
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 2a ]
|-
|Butzen
|Knospe, Blüte
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Blütenrest an der Frucht
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|abgeschnittener Baumstamm
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Quaste, am spitzen Ende einer Zipfelmütze
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|verkohltes Dochtende
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Dreschabfall
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Adamsapfel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Knoten in den Haaren
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Eiterbläschen
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|körperliches Leiden, Gebrechen
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Vorspringender Kehlkopf
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|unreinlicher, schmutziger Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|dicker, kleiner Mann
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|auffallend körperlich schwaches Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|ungezogener Junge
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|kleiner Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 3 ]
|-
|Butzen
|Schneegestöber
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Aprilschauer
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Wolke
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Gewitterwolke
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 2c ]
|-
|Butzen
|Verbotszeichen für den Schäfer
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Krautstrunk
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Holzschuhe
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzen2, ]
|-
|butzen
|jdmd. hauen, prügeln
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|butzen
|hüpfen
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 RhWB]
|-
|butzen
|Mensch: kräftigen Stuhlang haben
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|butzen
|Nachgeburt der Kuh ausstoßen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|butzen
|eine Arbeit bewältigen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|butzen
|übertr.: etw. heimlich und schnell wegnehmen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|butzen
|stoßen, anprallen
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|butzen
|stoßen, schlagen
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz 2, ]
|-
|butzen
|Kartenspiel
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|butzen
|Murmeln werfen
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|butzen
|Korn messen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|butzen
|verschwinden, sich davonmachen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB: butzen II 1a/1γ, ]
|-
|butzen
|schmücken
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB: butzen II 1c, ]
|-
|butzen
|stehlen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB: butzen II 2a, ]
|-
|butzen
|prügeln
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10337 RhWB: butzen II 2c, ]
|-
|butzen
|jmdn. ausschimpfen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10338 RhWB: butzen II 2d, ]
|-
|butzen
|putzen, reinigen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB: butzen I,I ]
|-
|bützen
|hüpfen
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10370 RhWB]
|-
|bützen
|küssen
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz/Bütz, ]
|-
|Butzer
|kleines stämmiges Kind
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|-
|Butzer
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzer BDO]
|-
|Butzer
|zurückgebliebenes Schwein
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzer BDO]
|-
|Butzer
|großer Schnaps
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|-
|Butzer
|Murmelspiel
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|-
|Bützer
|dicker Schmiedehammer
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
|-
|Bützer
|Schläger am Dreschflegel
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
|-
|Bützer
|jemand, der küsst
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB: Bützer]
|-
|Bützer
|Schwätzer
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
|-
|Butzig
|Getreidereste
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|-
|Butzig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|-
|Butzig
|Kartoffelschale
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|-
|butzig
|klumpig, voller Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|butzig
|klumpig, voller Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|butzig
|verwirrtes Haar
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|butzig
|winzig, putzig, niedlich
|3e) Sonstiges
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|Bützig
|auf die Tenne gefallene Futter- oder Getreidereste
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Getreidereste auf dem Feld, nach dem Mähdreschen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Reste, Rückstand
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Restgetreide auf dem Acker
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Abfall, Kehricht
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Abfall von Obst und Gemüse
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Kehricht
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Schmutz, Krümel
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Spreu, Streu, Pflanzenabfälle
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Fallobst, minderwertiges Obst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Kleinholz zum Feuermachen
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|minderwertig, verkümmertes Obst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Nadelstreu
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|kleine, minderwertige Kartoffel
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Reisig, zerkleinerte Äste
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Unterholz
|2c) Menge / Bündel
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|sozial niedrig gestellte Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Ackerunkraut
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|}
In dieser Tabelle sind nur die Grundwörter aufgeführt. In den Regiolekten werden diese Grundwörter durchaus sehr verschieden gesprochen und geschrieben. Hier als Beispiel das Grundwort ''Bützig,'' wie es in Franken (Oberbayern) geschrieben und gesprochen wird. Allein im Raum Würzburg - Nürnberg finden sich im Umkreis von rd. 100 km über 50 verschiedene Schreibung dieses einen Grundwortes ''Bützig.'' Und diese Variationen in den verschiedenen Städten und Kreisen beziehen sich nur auf die eine Bedeutung ''Abfall beim Gemüseputzen''. Hier einige Beispiele:
 
[https://bdo.badw.de/suche?lemma=B%C3%BCtzig&options%5bexact%5d=1&options%5bcase%5d=1&options%5bhighlight%5d=0 Bützig], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=des%20B%C3%A4ize&Ort=Baudenbach&direct=1 Bäize], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%A4izi&Ort=Mainbernheim&direct=1 Bäizi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%ABizi&Ort=Krapfenau&direct=1 Bë.izi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Beetzi&Ort=Uffenheim&direct=1 Beetzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=beidsi&Ort=R%C3%BCdisbronn&direct=1 beidsi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=B%C3%BCtzig&Lemma=&Grundform=B%C3%BCtzig&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=Schauerheim&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Beizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=s%C2%B4%20B%C4%93j%CC%84tzi&Ort=Ippesheim&direct=1 Bēj̄tzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=%C3%A4s%20Bejzi&Ort=Weigenheim&direct=1 Bejzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Belzi&Ort=Hellmitzheim&direct=1 Belzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Beutzi&Ort=Zeuzleben&direct=1 Beutzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Be%C5%ABzi&Ort=Sommerach&direct=1 Beūzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20B%C4%93zi&Ort=Schalkhausen&direct=1 Bēzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bidsich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Bidsich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bidzi&Ort=Lauf%20a.d.Pegnitz&direct=1 Bidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20B%20i%20edsi&Ort=N%C3%BCrnberg&direct=1 Biedsi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Biezzi&Ort=Kirchfarrnbach&direct=1 Biezzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bittzl&Ort=Unterasbach&direct=1 Bittzl], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitze&Ort=Kersbach&direct=1 Bitze], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitzich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Bitzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitzl&Ort=Wassertr%C3%BCdingen&direct=1 Bitzl], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=die%20B%C4%ABzi&Ort=Baiersdorf&direct=1 Bīzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6dzi&Ort=Forchheim&direct=1 Bödzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Boidzi&Ort=Himmelstadt&direct=1 Boidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6idzi&Ort=B%C3%BCchelberg&direct=1 Böidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=d(i)%20B%C3%B6itzi&Ort=Th%C3%BCngen&direct=1 Böitzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6izi%20(das)&Ort=Buchbrunn&direct=1 Böizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6izzi&Ort=Br%C3%BCnnstadt&direct=1 Böizzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6tze&Ort=Wolkshausen&direct=1 Bötze], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6tzisch&Ort=Niedernberg&direct=1 Bötzisch], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6%C3%BCdzi&Ort=Reichenberg&direct=1 Böüdzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6zi&Ort=Holzkirchhausen&direct=1 Bözi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6zzich&Ort=Schondra&direct=1 Bözzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=d%C3%B6s%20Budzi&Ort=Immeldorf&direct=1 Budzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Butzi&Ort=Steinbach&direct=1 Butzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Butzich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Butzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Pe%C5%ADtzi&Ort=Untereisenheim&direct=1 Peŭtzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6itzi&Ort=Kleinochsenfurt&direct=1 Pöitzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6itzich&Ort=Wollbach&direct=1 Pöitzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6izi&Ort=Dipbach&direct=1 Pöizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6izich&Ort=Stadelschwarzach&direct=1 Pöizich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6rzich&Ort=R%C3%BCssenbach&direct=1 Pörzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzi&Ort=Steinmark&direct=1 Pötzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Potzich&Ort=Oberhaid&direct=1 Potzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzich&Ort=Bamberg&direct=1 Pötzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzig&Ort=Allertshausen&direct=1 Pötzig], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20P%C3%B6%C3%BCtzi&Ort=Obervolkach&direct=1 Pöützi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=des%20P%C3%B6%C3%BCzi&Ort=Gambach&direct=1 Pöüzi], ...
 
Die Wörter sind mit der Quelle im [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?section=home Fränkischen Wörterbuch] (FWb) verlinkt. Dort findest du auch die Ortsangaben zu den regionalen Wörtern. Eine visualisierte Karte kann über [https://bdo.badw.de/ Bayerns Dialekte Online] unter dem Stichwort [https://bdo.badw.de/suche?lemma=B%C3%BCtzig&options%5bexact%5d=1&options%5bcase%5d=1&options%5bhighlight%5d=0 ''Bützig''] abgerufen werden.
 
==Wortbildungen==
Zu den verschiedenen Grundwörtern haben sich in verschiedenen Regiolekten viele Wortbildungen mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen (siehe Kap. [[Butz (Wortgruppen)#Bedeutungsgruppen|Bedeutungsgruppen]]) gebildet. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für Wortbildungen. In die Tabelle wurden exemplarisch nur Wortbildungen aus den mecklenburgischen, rheinischen und bayerischen Wörterbüchern aufgenommen.
 
Einzelne Wörter haben regional unterschiedliche Bedeutungen. In diesen Fällen wurde das Wort mehrfach aufgenommen, damit diese den Bedeutungsgruppen besser zugeordnet werden können. Beispiel: [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=*Aprilbutz&Lemma=&Grundform=&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Aprilbutz] = jmd. der in den April geschickt wurde, [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=Aprilbutzen&Lemma=&Grundform=&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Aprilbutzen] = Aprilschauer, [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilenbutzen Aprilenbutzen] = am 1. April geborene Person; Gebutzel/Gebützel = a) minderwertiges Obst oder Gemüse, b) kleine Kartoffel, c) Abfall beim Gemüseputzen, d) Fallobst.
 
Die letzte Spalte enthält zur Wortbildung die Quelle. Nicht aufgenommen wurden schriftliche regionale Varianten der Wortbildungen. Die Tabelle ist nach Spalten sortierbar. So können die Wörter nach Bedeutungen gruppiert werden.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+ Das Wort ''Frieden'' in verschiedenen Sprachen
! style="width: 15%" |Wortbildung
! style="width: 41%" |Bedeutung
! style="width: 18%" |Gruppe
! style="width: 18%" |Ursprung
! style="width: 8%" |Quelle
|-
|Abbutz
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutz BDO]
|-
|Abbutzet
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutzet BDO]
|-
|Abbutzig
|Kartoffelschale
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutzig BDO]
|-
|Abbützig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbützig BDO]
|-
|Abfallbützig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abfallbützig BDO]
|-
|Adamsbützel
|Adamsapfel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adamsbützel BDO]
|-
|Adamsbutzen
|Adamsapfel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adamsbutzen BDO]
|-
|Adenbutzel
|Bauchnabel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
|-
|Adenbutzel
|Nesthäkchen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
|-
|Adenbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
|-
|Aderbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aderbutzel BDO]
|-
|Aderenbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aderenbutzel BDO]
|-
|Ägenbütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ägenbütz BDO]
|-
|Apfelbutz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutz BDO]
|-
|Apfelbütz
|Apfelkerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbütz BDO]
|-
|Apfelbutzel
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutzel BDO]
|-
|Apfelbutzen
|Apfelkerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Apfelbutzen
|Adamsapfel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutzen BDO]
|-
|Apfelbützlein
|Apfelblüte / Butzen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbützlein BDO]
|-
|Aprilbutz
|Aprilscherz-Person
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilbutz BDO]
|-
|Aprilbutzen
|Aprilschauer
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilbutzen BDO]
|-
|Aprilenbutzen
|am 1. April geborene Person
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilenbutzen BDO]
|-
|Atenbutz
|Bauchnabel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutz BDO]
|-
|Atenbutz
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutz BDO]
|-
|Atenbutzel
|Nesthäkchen, jüngstes Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutzel BDO]
|-
|Audabutzel
|zuletzt geschlüpfter Vogel eines Geleges
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Audabutzel BDO]
|-
|Augenbutzen
|Augenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Augenbutzen BDO]
|-
|Augenbutzen
|hart arbeitender Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Augenbutzen BDO]
|-
|Ausbutzig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ausbutzig BDO]
|-
|Barnbützig
|Futterreste
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Barnbützig BDO]
|-
|Bauchbutz
|Bauchnabel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bauchbutz BDO]
|-
|Bauchbutzel
|Bauchnabel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bauchbutzel BDO]
|-
|Bäumebützig
|Nadelstreu
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bäumebützig BDO]
|-
|Behängbutzen
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Behängbutzen BDO]
|-
|Bettelbutzen
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bettelbutzen BDO]
|-
|Birnbutzen
|Kerngehäuse Birne
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnbutzen BDO]
|-
|Birnenbützel
|Pilzart
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnenbützel BDO]
|-
|Birnenbutzen
|Essensrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnenbutzen BDO]
|-
|Blühbutzen
|Knospe
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Blühbutzen BDO]
|-
|Bollerbutz
|zurückgebliebenes Tier
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bollerbutz BDO]
|-
|Butzbar
|Schüssel
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB]
|-
|Butzbergerei
|Geheimniskrämerei
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzbergerei BDO]
|-
|Butzbirne
|Birnensorte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB]
|-
|Bützche
|Schnaps
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 RhWB]
|-
|Bützche(n)
|Küsschen
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 RhWB]
|-
|Butzdig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzdig BDO]
|-
|Butzebaba
|Wiege, Bett
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|Butzebacken
|dicke Backen
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|-
|Butzebalg
|dicker Mensch / Krug
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|-
|Butzebarg
|sagenhafter Berg
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|Butzebeer
|Schafkot
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|Butzecker
|Frucht der Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzecker BDO]
|-
|Butzehändchen
|Kusshand
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10320 RhWB]
|-
|Butzeimer
|Putzeimer
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10342 RhWB]
|-
|Butzekall
|Geschwätz
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB]
|-
|Butzeknösel
|eingebildeter Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB]
|-
|Butzekopf
|Kopfstoß / Starrkopf
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|-
|Butzelarbeit
|grobe Arbeit
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelarbeit BDO]
|-
|Butzelbär
|Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbär BDO]
|-
|Butzelbirne
|minderwertige Birne
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbirne BDO]
|-
|Butzelbock
|Zusammenstoßen der Köpfe im Spiel
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbock BDO]
|-
|Butzelbock
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbock BDO]
|-
|Butzelbockerlein
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbockerlein BDO]
|-
|Bützelböser
|Mann (abwertend)
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützelböser BDO]
|-
|Butzelbub
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbub BDO]
|-
|Butzeleinstag
|Geburtstag
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzeleinstag BDO]
|-
|Butzelgemüse
|Kleingemüse
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelgemüse BDO]
|-
|Butzelkuh
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkuh BDO]
|-
|Butzelküh
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelküh BDO]
|-
|Butzelkühlein
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkühlein BDO]
|-
|Butzelkuhsel
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkuhsel BDO]
|-
|Butzelmaß
|Getränk
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmaß BDO]
|-
|Butzelmocke(r)lein
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmocke(r)lein BDO]
|-
|Butzelmockel
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmockel BDO]
|-
|Butzelpack
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelpack BDO]
|-
|Butzelware
|Kinderschar
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelware BDO]
|-
|Butzelware
|kleines Getier, kleine Tiere
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelware BDO]
|-
|Butzelzeug
|minderwertiges Obst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelzeug BDO]
|-
|Bützelzeug
|Fallobst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützelzeug BDO]
|-
|Butzemann
|Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemann BDO]
|-
|Butzemärtel
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemärtel BDO]
|-
|Butzemockel
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemockel BDO]
|-
|Butzenäschen
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|-
|Butzenbäkeler
|Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbäkeler BDO]
|-
|Butzenbär
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|Butzenbengel
|kleiner Bub
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbengel BDO]
|-
|Butzenberchte
|weibliche Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenberchte BDO]
|-
|Butzenbock
|Mostrückstand
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbock BDO]
|-
|Butzenbock
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbock BDO]
|-
|Butzenbock
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|Butzenbünkel
|nettes Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbünkel BDO]
|-
|Butzenhäfelein
|Weißdornfrucht
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenhäfelein BDO]
|-
|Butzenhänschen
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|Butzenhiefe
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenhiefe BDO]
|-
|Butzenkerl
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|Butzenklein
|sehr klein
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|Butzenkuh
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenkuh BDO]
|-
|Butzenleiner
|kleine Bremse
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenleiner BDO]
|-
|Butzenmäckler
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenmäckler BDO]
|-
|Butzenmann
|Schreckgespenst
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|Butzenmaukes
|Schreckgespenst
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|Butzenmummel
|Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenmummel BDO]
|-
|Butzennelleschen
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10382 RhWB]
|-
|Butzennickel
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzennickel BDO]
|-
|Butzenofen
|Ofen
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|Butzenscheibe
|kleine Glasscheibe
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenscheibe BDO]
|-
|Butzenstiel
|Stiel an einem abgenagten Kernhaus
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenstiel BDO]
|-
|Butzentanz
|Tanz der Fastnachtbutzen
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzentanz BDO]
|-
|Butzenteufel
|Nesthäkchen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenteufel BDO]
|-
|Butzenteufel
|Faschingsgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenteufel BDO]
|-
|Butzenweg
|Scharfrichter
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenweg BDO]
|-
|Butzenwubelein
|alte Frau (Kinderschreck)
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenwubelein BDO]
|-
|Butzepöpel
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzepöpel BDO]
|-
|Butzerach
|Kerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerach BDO]
|-
|Butzeratz
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzeratz BDO]
|-
|Butzerl
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerl BDO]
|-
|Butzerl
|kleines Getier
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerl BDO]
|-
|Bützerlein
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützerlein BDO]
|-
|Butzernickel
|kleiner Finger
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzernickel BDO]
|-
|Butzet
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzet BDO]
|-
|Butzethomas
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzethomas BDO]
|-
|Butzewatz
|Traumgespenst
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzewatz BDO]
|-
|Butzgasten
|eingemessenes Korn
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|Bützgeschirr
|scherzhaft, großer Mund
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10326 RhWB]
|-
|Butzgickel
|gefallsüchtiges Weib
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10343 RhWB]
|-
|Butzgockel
|Hahn ohne Schwanz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzgockel BDO]
|-
|Bützgrete
|Mädchen, das gerne küsst
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10327 RhWB]
|-
|Bützhand(chen)
|Kusshand
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10328 RhWB]
|-
|Butzhenne
|Henne ohne Schwanz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzhenne BDO]
|-
|Butzhiefe
|Heckenrose, Frucht der Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzhiefe BDO]
|-
|Butzhobel
|Hobel mit Doppeleisen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10344 RhWB]
|-
|Butzholz
|Glätteholz des Schusters
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10345 RhWB]
|-
|Butzi
|Kosename für Hunde
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|Butzi
|Anrede unter Verliebten
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|Butzi
|Kosename (Hund)
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|Butzi
|kleiner Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|Butzi
|kleiner Hund
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|Butzibär
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzibär BDO]
|-
|Butzibercht
|Weihnachtsschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzibercht BDO]
|-
|Butzicht
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzicht BDO]
|-
|Bützigbauern
|Männer, die den Müll abholen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigbauern BDO]
|-
|Bützigeimer
|Abfallkorb beim Gemüseputzen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigeimer BDO]
|-
|Butzigel
|im Wachstum zurückgebliebenes Tier
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzigel BDO]
|-
|Butzigelein
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzigelein BDO]
|-
|Bützigholer
|Männer, die den Müll abholen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigholer BDO]
|-
|Bützigkörblein
|Abfallkorb beim Gemüseputzen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigkörblein BDO]
|-
|Butziglein
|schwächstes Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butziglein BDO]
|-
|Bütziglein
|Kartoffelrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütziglein BDO]
|-
|Bützigmänner
|Männer, die den Müll abholen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigmänner BDO]
|-
|Bützigschaufel
|Kehrichtschaufel
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigschaufel BDO]
|-
|Bützigschäufelein
|Kehrichtschaufel
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigschäufelein BDO]
|-
|Butzilein
|Anrede unter Verliebten
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzilein BDO]
|-
|Butzilein
|Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzilein BDO]
|-
|Bützjan
|Klatschmaul
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10329 RhWB]
|-
|Butzjunge
|Arbeiter (Junge) in der Eisengießerei
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzkamm
|geschniegelt Mann
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzkäthe
|Putzmacherin
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10349 RhWB]
|-
|Butzkaul
|ein Kind, dass nicht essen will
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10350 RhWB]
|-
|Bützke
|Klickerkaule
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 RhWB]
|-
|Butzknecht
|Reinigungsarbeiter
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzlappen
|Putzlappen / Prügel
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10352 RhWB]
|-
|Butzlein
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzlein BDO]
|-
|Butzlein
|Haselblüte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzlein BDO]
|-
|Bützlein
|Kuss
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|Bützlein
|Kartoffelrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|Bützlein
|Unterholz
|2c) Menge / Bündel
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|Bützlein
|Knecht Ruprecht
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|Butzlumpen
|Zunge
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzlumpen
|Lumpen
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzmachersche
|Modistin (Herstellerin von Kopfbedeckungen)
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10354 RhWB]
|-
|Butzmamsell
|putzsüchtige Frau
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10355 RhWB]
|-
|Bützmamsell
|kussüchtiges Weib
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10330 RhWB]
|-
|Butzmann
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzmann BDO]
|-
|Bützmann
|Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützmann BDO]
|-
|Bützmattes
|einer, der gerne küsst
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10331 RhWB]
|-
|Bützmäulchen
|Schmollmund
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|-
|Butzmesser
|Werkzeug
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|Butzmichel
|alte Frau
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10358 RhWB]
|-
|Butzmockelein
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzmockelein BDO]
|-
|Bützmöngke
|Schmollmund
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|-
|Butzmühle
|Reinigungsmaschine
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|Butznarr
|sich auffällig kleidende Frau
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10360 RhWB]
|-
|Butzschäpel
|Kornmaß
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|Bützschnüss
|Schmollmund
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|-
|Butzschürze
|Zierschürze
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|Butztag
|Putztag
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|Butztuch
|Reinigungstuch, Putzlumpen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|Butzwelle
|Bündel Holz
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzwelle BDO]
|-
|Butzwolle
|Reißwolle zum Reinigen von Maschinen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|Dochtbutzen
|verkohltes Dochtende
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Dochtbutzen BDO]
|-
|Eiterbutzen
|Eiterbläschen
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Eiterbutzen BDO]
|-
|Erdapfelbutzen
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdapfelbutzen BDO]
|-
|Erdäpfelbutzen
|Kartoffelkeim
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdäpfelbutzen BDO]
|-
|Erdäpfelsbutz
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdäpfelsbutz BDO]
|-
|Erdbirnbützel
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdbirnbützel BDO]
|-
|Erdbirnenbutzel
|minderwertige Kartoffel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdbirnenbutzel BDO]
|-
|Estbutzel
|große Kartoffel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Estbutzel BDO]
|-
|Estbutzel
|jüngstes Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Estbutzel BDO]
|-
|Faschingbutz
|maskierte Faschingsgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Faschingbutz BDO]
|-
|Fasebutz
|Fastnachtsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Fasnachtbutz
|maskierte Faschingsgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fasnachtbutz BDO]
|-
|Feldbutzen
|Vogelscheuche
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Feldbutzen BDO]
|-
|Fembutz
|Verbotszeichen für den Schäfer
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fembutz BDO]
|-
|Fichtenbutzel
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzel BDO]
|-
|Fichtenbutzelein
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzelein BDO]
|-
|Fichtenbutzelkuh
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzelkuh BDO]
|-
|Fingerbutzeln
|Kinderspiel
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fingerbutzeln BDO]
|-
|Fingerbutzlein
|Kinderspiel, bei dem man sich wechselweise mit angefeuchteten Fingern auf die Finger schlug, bis sie weh taten
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fingerbutzlein BDO]
|-
|Föhrenbutzel
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Föhrenbutzel BDO]
|-
|Fohrenbutzelein
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fohrenbutzelein BDO]
|-
|Föhrenbutzelkuh
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Föhrenbutzelkuh BDO]
|-
|Forchenbutzenkuh
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Forchenbutzenkuh BDO]
|-
|Frühjahrsbutzen
|Aprilschauer, (Graupel-, Regen-, Schnee-)
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Frühjahrsbutzen BDO]
|-
|Fürchtebutzen
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Gartenbutz
|Vogelscheuche
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Gebütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebütz BDO]
|-
|Gebütze
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebütze BDO]
|-
|Gebutzel
|minderwertiges Obst oder Gemüse
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebutzel BDO]
|-
|Gebützel
|kleine Kartoffel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|-
|Gebützel
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|-
|Gebützel
|Fallobst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|-
|Gebutzig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebutzig BDO]
|-
|Gebützig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|Gebützig
|Fallobst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|Gebützig
|Holzabfall
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|Gebützig
|Kleinholz
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|Gebützlein
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützlein BDO]
|-
|Gemeindsbutz
|Gemeindediener, Amtsschimmel
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemeindsbutz BDO]
|-
|Gemeindsbutz
|Verwirren, Verknoten, Durcheinander von Wollfäden
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemeindsbutz BDO]
|-
|Gemüsebutzel
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzel BDO]
|-
|Gemüsebutzen
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzen BDO]
|-
|Gemüsebutzig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzig BDO]
|-
|Gemüsegebützig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsegebützig BDO]
|-
|Gestellbutzen
|Angeberin
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gestellbutzen BDO]
|-
|Gewitterbutze
|kleine Frau
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutze BDO]
|-
|Gewitterbutzen
|alleinstehender Baum
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutzen BDO]
|-
|Gewitterbutzen
|Aprilschauer
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutzen BDO]
|-
|Gräckelbutzen
|engstirniger Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gräckelbutzen BDO]
|-
|Grasbutzen
|Erdstück (Grassode)
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Grasbutzen BDO]
|-
|Grasbutzen
|Grasnarbe
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Grasbutzen BDO]
|-
|Haarbutz
|Keim, Trieb der Kartoffel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutz BDO]
|-
|Haarbutz
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutz BDO]
|-
|Haarbutzel
|Hagebutte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutzel BDO]
|-
|Haarbutzen
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutzen BDO]
|-
|Haarbutzen
|Haarbüschel
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Haberbutzen
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haberbutzen BDO]
|-
|Hafenbutzelein
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hafenbutzelein BDO]
|-
|Hafenbutzen
|Hagebutte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hafenbutzen BDO]
|-
|Haferbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haferbutz BDO]
|-
|Haferbutzelein
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haferbutzelein BDO]
|-
|Hagebutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutz BDO]
|-
|Hagebutze
|Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutze BDO]
|-
|Hagelbutz
|Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagelbutz BDO]
|-
|Hagenbutz
|Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutz BDO]
|-
|Hagenbutze
|Hagebutte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutze BDO]
|-
|Hagenbutzenlaus
|Kerne der Hagebutte
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutzenlaus BDO]
|-
|Hagenbutzenreis
|Reisig der Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutzenreis BDO]
|-
|Hainbutzel
|Hagebutte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hainbutzel BDO]
|-
|Hakenbütze
|Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hakenbütze BDO]
|-
|Hängebutze
|Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hängebutze BDO]
|-
|Hemdbutzel
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hemdbutzel BDO]
|-
|Hennenbutzen
|Hagebutte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hennenbutzen BDO]
|-
|Herzbützelein
|Anrede unter Verliebten
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Herzbützelein BDO]
|-
|Heubützig
|Futterreste
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Heubützig BDO]
|-
|Hiefelbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hiefelbutz BDO]
|-
|Hiefelbutzen
|Heckenrose, Frucht der Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hiefelbutzen BDO]
|-
|Hohlbeerbutzen
|Fruchtboden
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hohlbeerbutzen BDO]
|-
|Holderbutzen
|Holunderstrauch
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holderbutzen BDO]
|-
|Hollebutz
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollebutz BDO]
|-
|Hollebutzer
|Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollebutzer BDO]
|-
|Hollerbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollerbutz BDO]
|-
|Holzbutzeland
|Landschaft
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzeland BDO]
|-
|Holzbutzen
|Spottname
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzen BDO]
|-
|Holzbutzenland
|abgelegene Gegend
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzenland BDO]
|-
|Honigbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Honigbutz BDO]
|-
|Hühnerbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hühnerbutz BDO]
|-
|Hundsbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hundsbutz BDO]
|-
|Hutbutzen
|Mitte des Hutes
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hutbutzen BDO]
|-
|Judebutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Judebutz BDO]
|-
|Kienföhrenbutzelkuh
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kienföhrenbutzelkuh BDO]
|-
|Klettenbutzen
|Klette (Pflanze)
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Klettenbutzen BDO]
|-
|Kollerbutz
|im Wachstum zurückgebliebenes Tier
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kollerbutz BDO]
|-
|Krabutz
|Frechdachs
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Krabutz BDO]
|-
|Krenbützig
|Abfall beim Meerrettichputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Krenbützig BDO]
|-
|Kuhbutzel
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kuhbutzel BDO]
|-
|Kühbutzel
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kühbutzel BDO]
|-
|Kühebutzen
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kühebutzen BDO]
|-
|Magenbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Magenbutz BDO]
|-
|Maibutzen
|Blumenstrauß
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Maienbutzen
|Regenschauer
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Maienbutzen BDO]
|-
|Mehlbutzlein
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Mehlbutzlein BDO]
|-
|Mistbutzen
|Schmutzklumpen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Nachbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nachbutzel BDO]
|-
|Nachtbutzer
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nachtbutzer BDO]
|-
|Nackenbutz
|nacktes Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nackenbutz BDO]
|-
|Nagelbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nagelbutz BDO]
|-
|Näsbutzen
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Näsbutzen BDO]
|-
|Nasenbutzen
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nasenbutzen BDO]
|-
|Nasenbutzen
|Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Näsenbutzen
|Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Näsenbutzen BDO]
|-
|Nestbutz
|jüngster Vogel im Nest
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutz BDO]
|-
|Nestbutzel
|kleiner Brotlaib
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|-
|Nestbutzel
|jüngstes Kind einer Familie
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|-
|Nestbutzel
|jüngster Vogel im Nest
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|-
|Nestbutzen
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzen BDO]
|-
|Netzbutzel
|jüngstes Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Netzbutzel BDO]
|-
|Ofenbutzelein
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ofenbutzelein BDO]
|-
|Patakenbützelein
|Kartoffelrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Patakenbützelein BDO]
|-
|Pfändbutz
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pfändbutz BDO]
|-
|Pfengbutzen
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pfengbutzen BDO]
|-
|Pfingstenbutz
|Brauchtumsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Pflasterbutz
|Fasnachtsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pflasterbutz BDO]
|-
|Rasenbutzen
|aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rasenbutzen BDO]
|-
|Ratenbutzel
|Bauchnabel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|-
|Ratenbutzel
|Nesthäkchen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|-
|Ratenbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|-
|Regenbutzer
|Regenschauer
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Regenbutzer BDO]
|-
|Rollenbutzelein
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rollenbutzelein BDO]
|-
|Rotzbutzen
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rotzbutzen BDO]
|-
|Saubutz
|unfolgsames Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Saubutz BDO]
|-
|Schauerbutzen
|Aprilschauer
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schauerbutzen BDO]
|-
|Scherbutzen
|Auswuchs, Beule
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Scherbutzen BDO]
|-
|Schlehenbutzen
|Schlehenpflanze
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schlehenbutzen BDO]
|-
|Schneebutzen
|Schneegestöber
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schneebutzen BDO]
|-
|Schnuckebutzi
|Liebkosung
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckebutzi BDO]
|-
|Schnuckibutz
|Anrede unter Verliebten
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutz BDO]
|-
|Schnuckibutzi
|Anrede unter Verliebten
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutzi BDO]
|-
|Schnuckibutzi
|Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutzi BDO]
|-
|Schnurrebutzel
|übermäßig buschiger Schnurrbart
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnurrebutzel BDO]
|-
|Schulbutzelein
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schulbutzelein BDO]
|-
|Segebütze
|Brotschnipsel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Segebütze BDO]
|-
|Sternbutzen
|Sternschnuppe
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Sternbutzen BDO]
|-
|Strohbutz
|Strohpuppe
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Strohbutz BDO]
|-
|Strohbutzen
|Vogel (Goldammer)
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Strohbutzen BDO]
|-
|Tannenbutzel
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tannenbutzel BDO]
|-
|Tatterbutzen
|Verbotszeichen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatterbutzen BDO]
|-
|Tatzenbutzel
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatzenbutzel BDO]
|-
|Tatzenbützel
|schwächstes Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatzenbützel BDO]
|-
|Tintenbutzen
|Tintenklecks
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Vogelbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vogelbutz BDO]
|-
|Vogelbutzen
|Frucht
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vogelbutzen BDO]
|-
|Vögelbutzen
|Schlehenfrucht
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vögelbutzen BDO]
|-
|Wasenbutzen
|aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wasenbutzen BDO]
|-
|Wegbutzig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wegbutzig BDO]
|-
|Wildbutz
|grober Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wildbutz BDO]
|-
|Wildbutz
|lebhafter Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wildbutz BDO]
|-
|Zuckerbutzel
|Lieblingskind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Zuckerbutzel BDO]
|-
|butzab
|vollständig weg
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzab BDO]
|-
|bützchesnett
|zum Küssen einladend
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10333 RhWB]
|-
|butzelicht
|fein/zart
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelicht BDO]
|-
|butzelig
|klumpig
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|-
|butzelig
|klein/zart
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|-
|butzelig
|Kind von kleinem Wuchs
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|-
|butzenklein
|ganz klein
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzenklein BDO]
|-
|butzet
|astig (Holz)
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzet BDO]
|-
|butzfinster
|ganz dunkel
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzfinster BDO]
|-
|bützinackt
|ganz nackt
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=bützinackt BDO]
|-
|butzlicht
|klumpig
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butzlicht
|Gemeindediener, Amtsschimmel
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butzlicht
|fein, zart veranlagt
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butzlicht
|kleinwüchsig
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butznüchter
|vollkommen nüchtern
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butznüchter BDO]
|-
|kleinbutzelicht
|von kleinem Wuchs
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=kleinbutzelicht BDO]
|-
|kleinbutzig
|winzig
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=kleinbutzig BDO]
|-
|radibutz
|vollständig
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=radibutz BDO]
|-
|rutzundbutz
|vollständig
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=rutzundbutz BDO]
|-
|verbutzt
|im Wachstum zurückgeblieben
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=verbutzt BDO]
|-
|zusammenbutzig
|Getreidereste
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzig BDO]
|-
|zusammengebutzt
|verfilzt (Haar)
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammengebutzt BDO]
|-
|abbutzen
|einen Verweis erhalten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10337 RhWB]
|-
|aprilenbutzen
|graupeln
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=aprilenbutzen BDO]
|-
|aufbützen
|aufhetzen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=aufbützen BDO]
|-
|ausbutzen
|Rebstock säubern
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10338 RhWB]
|-
|butzbergen
|Verstecken spielen
|1b) Spiel
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzbergen BDO]
|-
|derbutzeln
|im Wachstum zurückgeblieben
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=derbutzeln BDO]
|-
|derbutzen
|im Wachstum zurückgeblieben
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=derbutzen BDO]
|-
|einbutzeln
|sich warm anziehen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzeln BDO]
|-
|einbutzen
|sich warm anziehen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzen BDO]
|-
|einbutzen
|Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzen BDO]
|-
|fasnachtbutzen
|maskiert gehen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=fasnachtbutzen BDO]
|-
|hineinbutzen
|eng ansetzen
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=hineinbutzen BDO]
|-
|verbutzen
|etw. vergessen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|verbutzen
|jdmd. abkanzeln
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|verbutzen
|verputzen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|zusammenbutzen
|etwas eng ansetzen, z. B. beim Schreiben
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzen BDO]
|-
|zusammenbutzlen
|Papier zerknittern
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzlen BDO]
|-
|}
 
== Belege/Quellen ==
Quellen für die Grundwörter (Einzelnachweise für Wortbildungen sind in den Tabellen verlinkt):
 
Bayerns Dialekte Online (BDO): [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butz&options&#x5B;exact&#x5D;=1&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;highlight&#x5D;=0 Butz], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtz&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bütz], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butze&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butze], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtze&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bütze], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzen&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzen], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzer&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzer], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=butzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 butzig], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzig], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bützig],
 
Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): [https://www.dwds.de/wb/Butz Butz], [https://www.dwds.de/wb/Butze#2 Butze II], [https://www.dwds.de/wb/Butzen Butzen], [https://www.dwds.de/wb/B%C3%BCtzel Bützel], [https://www.dwds.de/wb/b%C3%BCtzen bützen],
 
Kölsch-Wörterbuch (nicht werbefrei): [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butz-buetze-auf-deutsch-7065.html#google_vignette Butz/Bütze], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butze-auf-deutsch-6985.html Butz/Butze], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butzele-auf-deutsch-6273.html Butzel], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/buetzjer-auf-deutsch-7071.html Bützje],
 
Lothringisches Wörterbuch (LothWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01310 Botze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01312 botzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01795 Butze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01797 butzen I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01798 butzen II],
 
Mecklenburgisches Wörterbuch (MeckWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06224 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06228 Butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06230 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 Butzer],
 
Mittelhochdeutsches Wörterbuch (FindeB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=B02496 Butze],
 
Mittelniederdeutsches Wörterbuch (MNWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MNWB&lemid=B06399 butze],
 
Pfälzisches Wörterbuch (PfWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816 Butz I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817 Butz II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07828 Butzel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07838 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07856 Butzer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07821 Putz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07822 Pütz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07829 Putzel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07839 putzen],
 
Rheinisches Wörterbuch (RhWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B06242 Botz/Bötz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 Bütz(e)], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 Bützer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10308 butzen I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 butzen II], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 butzen III], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 Butzen III],
 
Schweizerisches Idiotikon: [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42011/mode/1up Butz], [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42011/mode/1up Bützel],  [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42009/mode/1up butzen] (putznen) und über 250 weitere Wortbildungen
 
Westfälisches Wörterbuch (WestWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07505 But], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07506 Bütteken], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07513 Buts], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07517 Buttek], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07518 Buttel], ...
 
Wiktionary: [https://de.wiktionary.org/wiki/Butz Butz], [https://de.wiktionary.org/wiki/Butze Butze], [https://de.wiktionary.org/wiki/Butzen Butzen],
 
Wörterbuch der Bayerischen Mundarten in Österreich (WBÖ): [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putz_2 Putz]. [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putze_1 Putze], [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putzen Putzen]
 
Wörterbuch der elsässischen Mundart (ElsWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02555 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02555 Butz II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02570 Butze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02572 Butze II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02583 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02595 Butzer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02614 bützlen],
 
Wörterbuch der luxemburgischen Mundart (WLM): [https://dico.uni.lu/?sigle=WLM#1 Butz], [https://dico.uni.lu/?sigle=WLM#2 butzech], ...
 
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|siehe auch die Wörterseiten '''''[[Butzemann]]'', ''[[Butzenscheibe]]''''' und '''''[[putzig]]'''''
|-
|[[Butz (Wortgruppe)| '''zurück zur Wörterseite ''Butz (Wortgruppe)''''']]
|-
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
= drollig =
<div style="color:red"> ''drollig'' und ''Info - drollig'' müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch </div>
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort ''drollig'' wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:
 
* niedlich, süß, knuddelig -  ''Du hast aber sehr drollige Puppen.''
 
* spaßig, witzig, lustig - ''Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.''
 
* eigenartig, merkwürdig, seltsam - ''Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.''
|-
|
|
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen ''drollig'' = lustig, possenhaft.
 
Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche ''drolle'' zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.
 
Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort ''droll'' (= spaßig, komisch).
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''drollig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' drol-lig
 
'''Aussprache:''' [ˈdʁɔlɪç]
|-
|'''Adjektiv / Adverb'''
|Das Wort ''drollig'' kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im [https://klexikon.zum.de/wiki/Adverb Kinderlexikon] wird dir am Beispiel von ''drollig'' der Unterschied erklärt.
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''drollig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|drollig
|drolliger
|am drolligsten
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - drollig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''drollig''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
= Info - drollig =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''drollig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|niederländisch <abbr>nl.</abbr> drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann → nl. drollig = Spaßmacher, Knirps → mittelniederdeutsch ''drolle'' = Spaßmacher, lustige Figur → niederdeutsch ''drollig'' = lustig
möglicherweise verwandt mit engl. ''droll ←''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/drolligerweise drolligerweise],
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Drolligkeit Drolligkeit]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''drollig'' gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.
 
Im Unterschied zu ''lustig'' wirkt ''drollig'' oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.
 
Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig).
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''bern'' kommt nicht isoliert vor und in dieser Bedeutung nur in Wortbildungen zusammen mit dem Wort ''Stein''. Nicht berücksichtigt werden bei der Bestimmung der Unikalität dieses Morphems das Vorkommen des Morphems in Eigennamen.
| colspan="2" |Das ursprüngliche niederländische Wort ''drol'' ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung ''drollig'' übernommen worden. Das Morphem ''droll'' kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung ''drollig'' vor (''drolligerweise, Drolligkeit'').
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''bern'' muss daher <span style="color:green">'''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|Das Morphem ''droll'' in der Wortbildung ''drollig'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
| colspan="2" |Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen <abbr>frz.</abbr> drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen ''drol'' bzw. ''drollig''.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/drollig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/drollig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe hier [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D01140 Adelung] (Herkunft niedersächsisch ''drullig''), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D13733 Grimm-2] (nl drullig > ndd drullig), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D02289 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=drollig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/drollig Duden-online]
 
Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. [https://www.etymologiebank.nl/trefwoord/drollig Etymologiedatenbank.nl], [https://www.dbnl.org/zoek/solr/index.php?zoek=drollig&prefilter=&subform_values=&f_id=&size=10&sort=relevantie&weergave=lijst Digitale Bibliothek (DBNL)], Textbeispiele: [https://www.dbnl.org/tekst/else006lacc01_01/ Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667)], [https://www.dbnl.org/tekst/hoff049ders02_01/ Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
= Damhirsch =
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Der ''Damhirsch'' ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
|-
|
|-
|'''Interessantes:'''
|Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im [https://klexikon.zum.de/wiki/Damhirsch Kinderlexikon] interessante Bilder und Beschreibungen.
Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im [https://www.zootier-lexikon.org/saeugetiere-mammalia/paarzeher/hirsche-hirschferkel-und-moschustiere-cervidae-tragulidae-moschidae/europaeischer-damhirsch-dama-dama Zootier-Lexikon.]
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter ''tamo'' oder ''tame''. Daraus entwickelte sich ''Dam-''.
 
Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. ''Hirsch'', ''Bock'' oder ''Wild''. So entstand das zusammengesetzte Wort ''Damhirsch''.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Damhirsch''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, maskulin
 
'''Worttrennung:''' Dam-hirsch
 
'''Aussprache:''' [ˈdamˌhɪʁʃ]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Damhirsch'' ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|der Damhirsch
|die Damhirsch'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Damhirsch'''<u>es</u>'''
|der Damhirsch'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Damhirsch
|den Damhirsch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Damhirsch
|die Damhirsche'''<u>e</u>'''
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Damhirsch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Damhirsch''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
= Info - Damhirsch =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Damhirsch''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen → griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma → 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird ''Dam'' zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen ''Hirsch'' oder ''Bock'' = ''Damhirsch'', ''Dambock''.
 
ahd. ''tamo'', ''tame'' = Wild → mhd. ''dam'' → nhd. ''Dam'' (Wildart) 
+ ''Hirsch'' (männliches Tier mit Geweih)
 
→ ''Damhirsch'' = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Dam: [https://www.dwds.de/wb/Dambock Dambock], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damleder Damleder], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damtier Damtier], [https://www.dwds.de/wb/Damwild Damwild] ([https://www.dwds.de/wb/Damwildgehege Damwildgehege]);
Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|-
|'''Rechtschreibung:'''
|Das ''a'' im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort ''Damhirsch'' fälschlich mit doppeltem ''m'' geschrieben wird (falsch: *''Dammhirsch'').
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.
 
Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.
 
Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (''Dam'') und genauer Bestimmung (''Hirsch'').
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''dam'' ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''dam'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/Damhirsch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Damhirsch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D00084 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D00225 Goethe], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=D00306 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D01329 Grimm-2]), [https://www.zdl.org/?q=Damhirsch ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Damhirsch Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damhirsch Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=Dienstag=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung ''Thing''. Der germanische Gott ''Tyr'' war der Beschützer dieser Versammlung.
 
Der Name ''Dienstag'' geht auf das alte Wort ''thingsus'' zurück. Diese bedeutete ''Beschützer des Things''. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort ''Dienstag''.
 
Der Wortteil ''dien'' hat also nichts mit dem Verb ''dienen'' zu tun.
|-
|}
== Fremdsprachen ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den ''Dienstag'' vom Germanischen Gott ''Tyr'' bzw. ''thingsus'' abgeleitet. Hier einige Beispiele:
|-
|
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto"
! Sprache
! Wochentag
! Aussprache
|-
!Deutsch
|Dienstag
|[ˈdiːnstaːk]
|-
!Dänisch
|tirsdag
|[ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
|-
!Englisch
|Tuesday
|[ˈtjuːzdeɪ]
|-
!Niederländisch
|dinsdag
|[ˈdɪnz.dɑx]
|-
!Norwegisch
|tirsdag
|[ˈtiːʂdɑːɡ]
|-
!Schwedisch
|tisdag
|[ˈtiːsdaɡ]
|-
|}
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Dienstag''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|der zweite Tag der Woche
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural
 
'''Worttrennung:''' Diens-tag
 
'''Aussprache:''' [ˈdiːnstaːk]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Grundwort ''Dienstag'' wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein ''s'' angehängt.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 41%"|Singular
!style="width: 25%"|Plural (selten)
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|der Dienstag
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Dienstag'''<u>s</u>''', des Dienstag'''<u>es</u>'''
|der Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Dienstag
|den Dienstag'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Dienstag
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
|}
 
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Dienstag| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Dienstag''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
=Info - Dienstag=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|}
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__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Dienstag''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Bei den Römern hieß der Kriegsgott ''Mārs''. Danach ist auch der Planet ''Mars'' benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).
 
Das Wort hängt mit dem germanischen ''Thing'' zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott ''Tyr'' (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.
 
Daraus entwickelte sich im 12. Jh. <abbr>ahd.</abbr> ziestag, <abbr>mhd.</abbr> ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name ''dingesdach, dinstag'' am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|}
 
== Wochentage ==
{{Wochentage}}
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dien'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''dien'' in der Wortbildung ''Dienstag'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/Dienstag DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Wiktionary],  [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz],  [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Dienstag OWID],  [https://www.zdl.org/?q=Dienstag ZDL]
 
'''Fremdsprachen:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Dänisch], [[wikt:Tuesday|Englisch]], [https://nl.wiktionary.org/wiki/dinsdag Niederländisch], [https://no.wiktionary.org/wiki/tirsdag Norwegisch], [https://sv.wiktionary.org/wiki/tisdag Schwedisch]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Duckdalbe=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| colspan="2" |Vermutlich stammt das Wort ''Duckdalbe'' aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb ''duiken'' = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort ''dalbe''.
 
Die ''Duckdalbe'' ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens ''eingetaucht'' oder eingerammt ist.
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Herr Fremd|Herr Fremd]]
| colspan="2" |[[file:ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg | rechts | 320px]]Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort ''dukdalve'' zugrunde.
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Duckdalbe''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 55%; vertical-align:top;"|Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg|right|x150px]]
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg|right|x150px]]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben
 
'''Worttrennung:''' Duck-dal-be
 
'''Aussprache:''' [ˈdʊkˌdalbə]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Unterschied:'''
| colspan="3" |[[file:20260304 Dalben.jpg|right|x75px]]Meist wird ein einzelner Pfahl als ''Dalbe'' und eine Pfahlgruppe als ''Duckdalbe'' bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also ''Duckdalben''. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei ''Dalben'', also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''n'' angehängt.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|die Duckdalbe
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|der Duckdalbe
|der Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|der Duckdalbe
|den Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|die Duckdalbe
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Duckdalbe| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Duckdalbe''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - Duckdalbe=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Duckdalbe''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Die Herkunft des Wortes ''Duckdalbe'' ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
|-
|
|
# Das Wort ''Duckdalbe'' stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten '''''duiken''''' = (ein)tauchen  und '''''dalbe''''' = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die ''Duckdalbe'' ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
# Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch [https://de.wikipedia.org/wiki/Fernando_%C3%81lvarez_de_Toledo,_Herzog_von_Alba#Statthalter_der_Niederlande '''Duque de Alba''']) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand ([https://de.wikipedia.org/wiki/Reformatorischer_Bildersturm#Niederlande Bildersturm]) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben ''duque de Alba.''  Auch in Dänemark ist die Bezeichnung ''duc d’albe'' geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
# Als '''eher unwahrscheinlich''' gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben ''(an)docken'' = etwas fest verbinden oder ''ducken'' = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch ''dalle/dallen'' = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Zum Bestandteil ''dalbe'' gibt es mehrere Wortbildungen:
 
[https://www.dwds.de/wb/Anlegedalbe Anlegedalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Eisbrecherdalbe Eisbrecherdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/F%C3%BChrungsdalbe Führungsdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leitdalbe Leitdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leuchtfeuerdalbe Leuchtfeuerdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Schutzdalbe Schutzdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Streichdalbe Streichdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Vert%C3%A4uungsdalbe Vertäuungsdalbe]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe '''Dalbe'''].
|}
 
==Sprachvergleich==
In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff ''Duckdalbe'' vom niederländischen ''dukdalve'' abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff ''Dalbe'' bezeichnet.
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto;"
!style="width: 25%; |Sprache
!style="width: 25%; |Dalbe
!style="width: 35%; |Duckdalbe
!style="width: 15%; |Quellen
|-
|Deutsch
|Dalbe
|Duckdalbe
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia]
|-
|Niederländisch
|dalf
|dukdalf / dukdalve
|[https://nl.wikipedia.org/wiki/Dukdalf Wikipedia]
|-
|Norwegisch
|dalbe / pæle
|dykdalb
|[https://no.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|-
|Dänisch
|dalbe
|dukdalbe / duc d’albe
|[https://da.wikipedia.org/wiki/Duc_d%27albe Wikipedia]
|-
|Schwedisch
| colspan="2" style="text-align:center"|dykdalb
|[https://sv.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|-
|Englisch
| colspan="2" style="text-align:center" |dolphin
|[[wikipedia:Dolphin_(structure)|Wikipedia]]
|-
|Französisch
| colspan="2" style="text-align:center" |duc-d’Albe
|[https://fr.wikipedia.org/wiki/Duc-d%27Albe Wikipedia]
|-
|Spanisch
| colspan="2" style="text-align:center" |duque de Alba
|[https://es.wikipedia.org/wiki/Duque_de_Alba_(obra_mar%C3%ADtima) Wikipedia]
|}
 
==Unikales Morphem ?==
Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ''ducken''.
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''duck'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung ''Duckdalbe''.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''duck'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''dalbe'' kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''dalbe'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
'''Etymologie und Rechtschreibung:''' [https://www.dwds.de/wb/Duckdalbe DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Duckdalbe OWID], [https://www.zdl.org/?q=Duckdalbe ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Duckdalbe Duden-online]
 
Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]).
 
'''Landkarte:''' Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]) mit Hilfe von [https://chatgpt.com/ ChatGPT] erstellt.
 
Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia] und [http://www.elbetreff.de/Elbearchiv/elbe/flussbauwerke/f_flussbauwerke.htm elbetreff.de] (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=dunnemals=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet ''dunn'' so viel wie ''dann'' oder ''damals''.
 
Das Wort ''dunnemals'' ist eine Verkürzung von ''anno dunnemals''. 
Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: ''damals, vor langer Zeit''.
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''dunnemals''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|damals
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Dunnemals gab es noch eine Volksschule.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adverb
 
'''Worttrennung:''' dun-ne-mals
 
'''Aussprache:''' [ˈdʊnəmaːls]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''dunnemals'' ist ein '''Adverb'''. 
Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.
</div>
 
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - dunnemals| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''dunnemals''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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= Info - dunnemals =
 
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''dunnemals''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen ''dunn'' = dann, damals.
 
Es entwickelte sich aus der Redewendung ''anno dunnemals''.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das lateinische Wort ''anno'' bedeutet ''im Jahre''. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.
 
Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für ''vor langer Zeit'':
 
*''anno dazumal'' - damals, vor langer Zeit
*''anno dunnemals'' - damals
*''anno Tobak'' - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort ''Tabak'' stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel ''Tobago'', die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich ''Tobak'' und hieraus unser heutiges Wort ''Tabak'' entwickelt.)
*''anno pief'' - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
*''anno Tuck'' - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
*''anno Leipzig-einundleipzig'' - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 ([https://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig#Trivia/Redewendung mehr])
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dunn(e)'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''dunn(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/dunnemals DWDS], 
[https://de.wiktionary.org/wiki/dunnemals Wiktionary], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz], 
[https://www.zdl.org/?q=dunnemals ZDL]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=Eberesche=
__TOC__
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| Der erste Teil des Wortes (''eber'') hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort ''eburo'' bedeutete ''rötlich braun''.
Die Blätter der ''Eberesche'' ähneln den Blättern einer ''Esche.'' Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.
|-
|
|Die rohen Beeren der ''Eberesche'' sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.
Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch ''Vogelbeere'' genannt.
|-
|
|Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen.  Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der  Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
|-
|
|
<gallery mode="nolines" perrow="4" widths="200px">
file:20260212_Vogelbeere_allee.jpg|Eberesche Baum-Allee
file:20260212_Werne-12-07-08_126a.jpg|Eberesche Blatt, Früchte
file:20260212_Fraxinus-excelsior-male-leaves.jpg|Esche Blatt
file:20260212_20121021Esche_Hockenheim.jpg|Esche im Herbst
</gallery>
|-
|
|Wenn du mehr über die ''Eberesche'' wissen möchtest, dann findest du auf der [[Info - Eberesche| Infoseite]] weitere Hinweise.
|-
|}
 
== Hinweise zum Wort ''Eberesche'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Eber-esche
 
'''Aussprache:''' [ˈeːbɐˌʔɛʃə]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em"> In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) ''e'' und für die Mehrzahl (Plural) ''en'':</div>
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
!style="width: 20%"|Nominativ
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
|der Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
|den Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| [[Info - Eberesche|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eberesche''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
=Info - Eberesche=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|}
----
 
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eberesche'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; <abbr>ahd.</abbr> asc, <abbr>mhd.</abbr> asch = Esche; <abbr>frühnhd.</abbr> eberboum, eberasch, hd. Eberesche
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
 
|-style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
| Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:[https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/eberesche Botanikus], [https://www.oekolandbau.de/umwelt-und-gesellschaft/biodiversitaet/vielfalt-der-wildtiere-und-pflanzen/wir-stellen-vor-die-wildpflanze-des-monats/pflanze-des-monats-januar-2022-eberesche/ Ökolandbau], [https://nabu-leverkusen.de/natur-in-leverkusen/pflanzen/baeume/eberesche/ NABU]
|-
|
|Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum ''Baum des Jahres''. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: [https://www.sdw.de/fileadmin/Bundesverband/01_Dateien/Baum_des_Jahres/1997_Baum_des_Jahres_Eberesche.pdf Baum des Jahres 1997: die Eberesche].
|}
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''eber'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit ''Esche'' vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem ''Eber'' (= männliches Schwein, ahd. ebur, <abbr>mhd.</abbr> eber) besteht nicht.
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''eber'' ist in dieser Bedeutung <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
 
[https://www.dwds.de/wb/Eberesche DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Eberesche Wiktionary], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eberesche OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eberesche ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eberesche Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eberesche wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eberesche Wortbedeutung.info]
 
'''Abbildungen:''' Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelbeere Eberesche]: 1 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4407020 Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2], 1 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28748507 Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0], Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Esche Esche]: 2 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22300978 Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0],  2 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=232790 CC BY-SA 3.0]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Eierschecke=
__TOC__
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.
|-
|
|-
|}
 
== Hinweise zum Wort ''Eierschecke'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Ei-er-sche-cke
 
'''Aussprache:''' [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]
|-
|}
 
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort ''Eierschecke'' und in der Mehrzahl (Plural) ''Eierschecken'' verwendet.</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 14%" |
! style="width: 20%" |
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
! style="width: 20%" |Nominativ
|die Eierschecke
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
|der Eierschecke
|der Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|der Eierschecke
|den Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|die Eierschecke
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
|}
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| '''[[Info - Eierschecke|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eierschecke'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
= Info - Eierschecke =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|}
----
 
__TOC__
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eierschecke'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| '''Schecke:''' ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - ''eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde'' (sh. [[Eierschecke#Belege/Quellen|Quelle]]). Eierschecke: Im 14. Jh. war ''Schecke'' die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Quelle]).
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
 
|-style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
| Kochrezepte (nicht werbefrei): [https://eierschecken.de/ Die Eierschecke], [https://www.ddr-rezepte.de/suess/dresdner-eierschecke/ Dresdener Eierschecke], [https://de.wikibooks.org/wiki/Kochbuch/_Freiberger_Eierschecke Freiberger Eierschecke],
|}
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''scheck(e)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''scheck(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
 
[https://www.dwds.de/wb/Eierschecke DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eierschecke OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eierschecke ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eierschecke Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eierschecke wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eierschecke Wortbedeutung.info]
 
'''Entstehung:''' [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Wikipedia], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=S00990 Mittelhochdeutsches Wörterbuch] (BMZ), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Lexer&lemid=S01227#0 Mittelhochdeutsches Handwörterbuch] (Lexer),
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=Elfenbein=
__TOC__
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus dem althochdeutschen Wort für ''helfant'' (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort ''helfenbein''. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das ''helfenbein'' war also ein ''Knochen des Elefanten''.
|-
|
|-
|}
 
== Hinweise zum Wort ''Elfenbein'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' El-fen-bein
 
'''Aussprache:''' [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]
|-
|}
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Elfenbein'' verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''n'' ergänzt.:</div>
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 12%" |
! style="width: 15%" |
! style="width: 40%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
! style="width: 20%" |Nominativ
|das Elfenbein
|die Elfenbein'''e'''
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
|des Elfenbein'''s''', des Elfenbein'''es'''
|der Elfenbein'''e'''
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|dem Elfenbein, dem Elfenbein'''e'''
|den Elfenbein'''en'''
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|das Elfenbein
|die Elfenbein'''e'''
|-
|}
 
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| '''[[Info - Elfenbein|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Elfenbein'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
= Info - Elfenbein =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|}
----
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Elfenbein'' ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Entstehung:'''
| '''Elefant:''' griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch ''elfenbein'' (in Angleichung an  griech. und lat. ohne ''h'')
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Wortbildungen:'''
[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Elfenbein]:
|'''Adjektive:''' [https://www.dwds.de/wb/elfenbeinartig?o=Elfenbeinartig elfenbeinartig], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinern elfenbeinern], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinfarben elfenbeinfarben]
'''Nomen:''' [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinarbeit Elfenbeinarbeit], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinbüste Elfenbeinbüste], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinexport Elfenbeinexport], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfächer Elfenbeinfächer], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfarbe Elfenbeinfarbe], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinfigur Elfenbeinfigur], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeingegenstand Elfenbeingegenstand], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeingriff Elfenbeingriff], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhandel Elfenbeinhandel], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhändler Elfenbeinhändler], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinimitation Elfenbeinimitation], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinjäger Elfenbeinjäger], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkamm Elfenbeinkamm], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkästchen Elfenbeinkästchen], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinknopf Elfenbeinknopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkopf Elfenbeinkopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkugel Elfenbeinkugel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinlöffel Elfenbeinlöffel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinpalast Elfenbeinpalast], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinporzellan Elfenbeinporzellan], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinschnitzerei Elfenbeinschnitzerei],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinthron Elfenbeinthron], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Redensart), [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] , [https://de.wiktionary.org/wiki/Mammutelfenbein Mammutelfenbein], ...
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Namen:'''
|Länder: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeink%C3%BCste Elfenbeinküste] (Land in Afrika)
Pflanzen: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Mannstreu Elfenbein-Mannstreu] (Pflanze), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-R%C3%B6hrling Elfenbeinröhrling] (Pilzart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Schneckling Elfenbeinschneckling] (Pilzart),
 
Tiere: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Federlibelle Elfenbein-Federlibelle] (Libellenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Flechtenb%C3%A4rchen Elfenbein-Flechtenbärchen] (Schmetterling), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinm%C3%B6we Elfenbeinmöwe] (Mövenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinspecht Elfenbeinspecht] (Vogelart), ...
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''sonstiges:'''
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Metapher), Elfenbeinmuseum in [https://www.schloesser-hessen.de/de/schloss-erbach/elfenbeinmuseum Schloss Erbach]
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Ableitungen:'''
| -
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Interessantes:'''
| Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon ([https://klexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://klexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]) und im Mini-Klexikon ([https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe [https://www.kika.de/loewenzahn/videos/suedafrika-elefanten-zwei-100 Löwenzahn].
|}
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''elfen'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen ''bein'' bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort ''elf'' oder ''den'' ''Elfen'' (Fabelwesen) gibt es nicht.
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''elfen'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
 
[https://www.dwds.de/wb/Elfenbein DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01152 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01616 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E03854 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Elfenbein OWID], [https://www.zdl.org/?q=Elfenbein ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Elfenbein Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Elfenbein wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Elfenbein Wortbedeutung.info]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=emsig=
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:emsig}}</nowiki>
 
----
__TOC__
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus dem alten Adjektiv ''emiʒ'' (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -''ig'', zunächst ''emiʒʒig'', später  ''emʒic''. in der Bedeutung ''häufig, eifrig''.
|-
| Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.
|-
|}
== Hinweise zum Wort ''emsig'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Adjektiv
'''Worttrennung:''' em-sig
 
'''Aussprache:''' [ˈɛmzɪç]
|-
|}
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> Das Adjektiv ''emsig'' wird regelhaft gesteigert.:</div>
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 30%" |Grundstufe (Positiv)
! style="width: 30%" |Vergleichsstufe (Komparativ)
! style="width: 40%" |Höchststufe (Superlativ)
|-
|emsig
|emsiger
|am emsigsten
|-
|}
 
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| '''[[Info - emsig|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''emsig'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
= Info - emsig =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|}
----
__TOC__
== Weiterführende Informationen zum Wort ''emsig'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| <abbr>ahd.</abbr> emiʒʒīg, emeʒʒīg, <abbr>mhd.</abbr> emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| Emsigkeit
|}
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''ems'' im Adjektiv ''emsig'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= ''Emsigkeit''). Die Grundlage ist die Wortbildung ''ems + ig''. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''ems'' ist daher in dieser Bedeutung<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
[https://www.dwds.de/wb/emsig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/emsig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01209 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01890 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04194 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=emsig OWID], [https://www.zdl.org/?q=emsig ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/emsig Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=emsig wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/emsig Wortbedeutung.info]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=Engerling=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Aus dem althochdeutschen Wort ''angar'' = ''Made, Larve'' wurde später ''enger'' und dann die Verkleinerungsform ''Engerling''.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Engerling''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Der ''Engerling'' ist die Larve eines Maikäfert
|
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.''
|-
| style="vertical-align:top;"|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' En-ger-ling, En-ger-lin-ge
 
'''Aussprache:''' [ˈɛŋɐlɪŋ]
|
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
| style="vertical-align:top;"|Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im [https://klexikon.zum.de/wiki/Maik%C3%A4fer Klexikon]. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
| rowspan="2" style="width:15%; vertical-align:top" |[[file:20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG|right|150px]]
|-
|Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.
|-
|}
 
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Engerling'' verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''s'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein ''n'' ergänzt.:</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 14%" |
! style="width: 20%" |
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
! style="width: 20%" |Nominativ
|der Engerling
|die Engerling'''<u>e</u>'''
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
|des Engerling'''<u>s</u>'''
|der Engerling'''<u>e</u>'''
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|dem Engerling
|den Engerling'''<u>en</u>'''
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|den Engerling
|die Engerling'''<u>e</u>'''
|-
|}
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| [[Info - Engerling|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Engerling''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
= Info - Engerling =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Engerling''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|<abbr>ie.</abbr> *angu̯(h)- = Schlange, <abbr>ahd.</abbr> angar, <abbr>mhd.</abbr> anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; <abbr>ahd.</abbr> engiring, engirling, <abbr>mhd.</abbr> engerlinc.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
 
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Scarabaeoidea], also auch die Larven [https://de.wikipedia.org/wiki/Blatthornk%C3%A4fer Blatthornkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Erdk%C3%A4fer Erdkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hirschk%C3%A4fer Hirschkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Mistk%C3%A4fer Mistkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenk%C3%A4fer Rosenkäfer] und weltweit über 35.000 weitere Arten. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Quelle]).
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''enger'' kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als ''Engerling'' ist nicht verwandt mit dem Adjektiv ''eng''.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''enger'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Engerling DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Engerling Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01252 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04446 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/184464 OWID], [https://www.zdl.org/?q=Engerling ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Engerling Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Engerling wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Engerling/ Wortbedeutung.info]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=entbehren=
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:entbehren}}</nowiki>
entbehrlich, Entbehrung <nowiki>#REDIRECT [[entbehren]]</nowiki>
----
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Das mittelhochdeutsche Verb ''enbern'' ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs ''beran, bern = tragen.'' Die erste Silbe ''en'' ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also ''etwas'' ''nicht tragen'' oder ''etwas nicht bei sich tragen.'' Das, was man ''nicht bei sich tragen'' kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus ''enbern = nicht tragen'' die Bedeutung ''ermangeln'' und ''vermissen'' entwickelt.
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das untergegangene Verb ''beran'' (''bern'') ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
|-
|
*'''''gebären''''', mittelhochdeutsch ''gebern'' = ''zu Ende '''getragen''''', dazu gehört auch das Nomen ''[https://klexikon.zum.de/wiki/Geburt Geburt]''
*'''''Eimer''''', mittelhochdeutsch ''einber'' = ein Behälter, den man mit '''''ein'''er'' Hand '''''tragen''''' kann
*'''''Zuber''', '''zu''' ='' zwei, also ein Behälter, den man mit ''zwei'' Händen '''''tragen''''' muss
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''entbehren''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|etwas oder jemanden vermissen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispiel:'''
|''Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.''
 
''Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
'''Worttrennung:''' ent-beh-ren
 
'''Aussprache:''' [ɛntˈbeːʁən]
|-
|}
 
== Wortformem (Flexion) ==
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
| colspan="2" |
!Gegenwart
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
(Singular)
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 25%" |ich entbehre
| style="width: 25%" |ich entbehrte
| style="width: 25%" |ich habe entbehrt
|-
!2. Person
|du entbehrst
|du entbehrtest
|du hast entbehrt
|-
!3. Person
|er/sie/es entbehrt
|er/sie/es entbehrte
|er/sie/es hat entbehrt
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir entbehren
|wir entbehrten
|wir haben entbehrt
|-
!2. Person
|ihr entbehrt
|ihr entbehrtet
|ihr habt entbehrt
|-
!3. Person
|sie entbehren
|sie entbehrten
|sie haben entbehrt
|-
|}
 
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| [[Info - entbehren|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''entbehren''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
= Info - entbehren =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|}
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__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''entbehren''==
{| style="width: 100%; "
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Aus dem Verb ahd. ''beran'', mhd. ''bern'' = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = ''nein, nicht'' (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = ''nicht tragen'' entwickelt. Das ursprüngliche Verb (''beran, bern'') ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. ''in''- und mittelhochdeutsch ''en''- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ''ent''- angepasst worden.
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
([https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren entbehren]):
| Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Entbehrung Entbehrung], [https://www.dwds.de/wb/Entbehrlichkeit Entbehrlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Unentbehrlichkeit Unentbehrlichkeit]
Adjektive: [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehrlich entbehrlich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrt entbehrt], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsreich entbehrungsreich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsvoll entbehrungsvoll], [https://www.dwds.de/wb/langentbehrt langentbehrt], [https://www.dwds.de/wb/unentbehrlich unentbehrlich]
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''verwandte Wörter:'''
|Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter ''gebären, Geburt, Eimer'' und ''Zuber''. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
|-
!
|
*'''Bürde''' = im übertragenen Sinn ''eine Last tragen'' -  ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
*'''Bahre''' = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
*'''Gebärde''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
*'''gebaren''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
*'''gebühren''' (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
|-
!
|Das mittelhochdeutsche Präfix ''en''- (ahd. ''in''-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb ''bern'' in der Bedeutung ''heben, erhaben'' auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: '''''empor''''' (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), '''''empören''''' (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter '''''Berg''''' (* bherg̑os-, <abbr>germ.</abbr> *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und '''''Burg''''' (<abbr>germ.</abbr> *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb ''beran'' verwandt, von '''''Birgit''''' (die Erhabene) und '''''Ingeborg''''' (die Hüterin) bis '''''Augsburg''''' und '''''Wittenberg'''''.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb ''beran, ber'' ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ''ber'' nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ''ent-''. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ''ent-'' + ''behr'' abgeleitet.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''behr'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/entbehren DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01271 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04551 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/125066 OWID], [https://www.zdl.org/?q=entbehren ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/entbehren Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=entbehren wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/entbehren/ Wortbedeutung.info]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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=erwähnen=
__TOC__
==Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ''ge-wähenen'' = ''sagen, berichten, gedenken'' abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
|-
| Das Verb ''erwähnen'' ist nicht verwandt mit dem Nomen ''Wahn'' und dem hiervon abgeleiteten Verb ''wähnen''.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''erwähnen'' ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| a) etwas beiläufig anmerken
 
b) etwas urkundlich nennen, anführen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.''
 
b) ''Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
<nowiki>;</nowiki> ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt
 
'''Worttrennung:''' er-wäh-nen
 
'''Aussprache:''' [ɛɐ̯ˈvɛːnən]
|-
|}
 
== Wortformem (Flexion) ==
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
| colspan="2" |
!Gegenwart
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
(Singular)
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 25%" |ich erwähne
| style="width: 25%" |ich erwähnte
| style="width: 25%" |ich habe erwähnt
|-
!2. Person
|du erwähnst
|du erwähntest
|du hast erwähnt
|-
!3. Person
|er/sie/es erwähnt
|er/sie/es erwähnte
|er/sie/es hat erwähnt
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir erwähnen
|wir erwähnten
|wir haben erwähnt
|-
!2. Person
|ihr erwähnt
|ihr erwähntet
|ihr habt erwähnt
|-
!3. Person
|sie erwähnen
|sie erwähnten
|sie haben erwähnt
|-
|}
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
| '''[[Info - erwähnen|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''erwähnen'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
=Info - erwähnen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|}
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__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''erwähnen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
| style="width:15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|<abbr>ahd.</abbr> giwahanen neben giwahan, <abbr>mhd.</abbr> gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt
in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. [https://www.dwds.de/wb/Wahn#etymwb-1 DWDS]); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Bedeutungs-'''
 
'''Unterschied:'''
|''Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt.'' ''In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat.'' Im ersten Beispiel bedeutet ''erwähnen'', dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
|-
|  style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
|Adjektivbildungen: [https://www.dwds.de/wb/ersterwähnt ersterwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnenswert erwähnenswert], [https://www.dwds.de/wb/erwähntermaßen erwähntermaßen], [https://www.dwds.de/wb/obenerwähnt obenerwähnt], [https://www.dwds.de/wb/vorerwähnt vorerwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/unerwähnt unerwähnt], ...
Nomenbildungen: [https://www.dwds.de/wb/Ersterwähnung Ersterwähnung],  [https://www.dwds.de/wb/Nichterwähnung Nichterwähnung], [https://www.dwds.de/wb/Obenerwähnte Obenerwähnte], ...
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen:'''
|Grundwort: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnen erwähnen], Adjektiv: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnt erwähnt], Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Erwähnung Erwähnung]
|}
 
== Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''wähn'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix ''er''- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem ''wähn'' in ''erwähnen'' und ''wähn'' im Verb ''wähnen'' (Grundwort ''Wahn'').
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''wähn'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen ==
[https://www.dwds.de/wb/erwähnen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/erw%C3%A4hnen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E02122 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E03726 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E08969 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=erwähnen OWID], [https://www.zdl.org/?q=erwähnen ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/erwähnen Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=erwähnen wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/erwähnen Wortbedeutung.info]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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=Flederwisch=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|[[file:20260226_Plumeau.jpg|right|x150px]]Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben ''vlederen'' (= flattern) und ''wischen''.
 
Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch ''federwisch''.
 
In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Flederwisch''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben
 
früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.
 
b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|a) ''Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.''
 
b) ''Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache:  [ˈfleːdɐˌvɪʃ]
|- style="vertical-align:top;"
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em"> Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''e'' ergänzt, im 3. Fall (Dativ) ''en''.</div>
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 12%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 42%"|Singular
!style="width: 26%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|der Flederwisch
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Flederwisch'''<u>s</u>''', des Flederwisch'''<u>es</u>'''
|der Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
| dem Flederwisch, dem Flederwisch<u>'''e'''</u>
|den Flederwisch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Flederwisch
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
|}
 
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Flederwisch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Flederwisch''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - Flederwisch =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Flederwisch''==
{| style="width: 100%;"
|-
| style="width: 15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch
'''[https://www.dwds.de/wb/wischen wischen]:''' ahd. ''wisken,'' mhd. wischen, wüschen
|- style="vertical-align:top;"
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen und Wortbildungen:'''
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' hierzu [https://www.dwds.de/wb/Flederbeer Flederbeer], [[Fledermaus]],  [https://www.dwds.de/wb/Fledertier Fledertier], [https://www.dwds.de/wb/zerfledern zerfledern]
'''[https://de.wiktionary.org/wiki/fleddern fleddern]:''' (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. ''vlederen'' abgeleitet), [https://www.dwds.de/wb/zerfleddern zerfleddern], [https://de.wiktionary.org/wiki/Leichenfledderer Leichenfledderer], ...
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
|Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Wikipedia] ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen ''Handfeger'' oder ''Staubwedel'' beschreibt.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''fleder'' kommt isoliert im Verb ''fledern'' vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''fleder'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Flederwisch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02259 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F05453 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Flederwisch OWID], [https://www.zdl.org/?q=Flederwisch ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Flederwisch Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Flederwisch wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Flederwisch/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Flederwisch]
 
'''Abbildung:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch#/media/Datei:Plumeau.jpg Flederwisch]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Firlefanz=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde ''virelai''. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort ''firlifanz'' entstanden. Die Bedeutung ''überflüssiges Zeug'' und ''Unsinn'' hat sich hieraus erst später entwickelt.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Firlefanz''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.''
|- style="vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
 
'''Worttrennung:''' Fir-le-fanz
 
'''Aussprache:''' [ˈfɪʁləˌfants]
|-
|}
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''es'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein ''e'' an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''e'' durch ''en'' ersetzt.:</div>
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
!style="width: 20%"|Nominativ
|der Firlefanz
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Firlefanz'''<u>es</u>'''
|der Firlefanz'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Firlefanz
|den Firlefanz'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Firlefanz
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Firlefanz| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Firlefanz''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - Firlefanz=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|}
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__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Firlefanz''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = ''Gedicht'' und afrz. virelai = ''Ringel-, Reigenlied'' zugrunde. Der zweite Teil des Wortes ''fanz'' könnte von mhd. ''tanz'' abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort ''alefanz'' = ''Schalk, Possen'' liegt.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| [https://www.dwds.de/wb/Firlefanzerei Firlefanzerei], veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' sind daher<span style="color:green"> '''unikale Morpheme'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/Firlefanz DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Firlefanz Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=F01441 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02013 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F04549 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Firlefanz OWID], [https://www.zdl.org/?q=Firlefanz ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Firlefanz Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Firlefanz wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Firlefanz/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Firlefanz Wikipedia]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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= garstig =
{{DISPLAYTITLE:garstig}}
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort ''garstig'' beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort geht auf mittelhochdeutsch ''garst'' zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.
 
Verwandt ist althochdeutsch ''gerstī'' = Hass, Groll.
 
Ursprünglich bezeichnete ''garstig'' also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''garstig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|1. widerlich, ekelerregend 
2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' gars-tig
 
'''Aussprache:''' [ˈɡaʁstɪç]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''garstig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|garstig
|garstiger
|am garstigsten
|-
|}
 
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - garstig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''garstig''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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= Info - garstig =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|}
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__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''garstig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. ''gerstī'' = Hass, Groll 
→ mhd. ''garst'' = ranzig, übel riechend 
→ nhd. ''garstig''
 
Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Garstigkeit Garstigkeit]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
: körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)
 
Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:
: „faul“ (Geruch → Verhalten) 
: „stinkig“ (Geruch → Stimmung)
 
Das ältere Wort ''garst'' ist heute nicht mehr gebräuchlich.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''garst'' im Wort ''garstig'' kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung ''garstig'' vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv ''garstig'' abgeleitet.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''garst'' ist daher ein<span style="color:green"> '''unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/garstig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/garstig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00307 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00271 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=garstig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/garstig Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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= Garaus =
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv ''gar'' bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, ''aus'' bedeutete „zu Ende“.
Das Nomen ''Garaus'' entstand aus dem Ausruf ''gar aus''. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.
 
Die Verbindung ''gar aus'' bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen ''Garaus'' in der Bedeutung ''Ende''.
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung ''jemanden den Garaus machen vor'' und bedeutet ''jemanden töten'', also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.
Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Garaus''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, Neutrum
 
'''Worttrennung:''' Gar-aus
 
'''Aussprache:''' [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Garaus'' wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|das Garaus
|–
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Garaus
|–
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Garaus
|–
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|das Garaus
|–
|-
|}
 
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Garaus| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Garaus''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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= Info - Garaus =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
|}
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__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Garaus''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|germ. *garwa- → ahd. ''garo'' = fertig, vollständig → mhd. ''gar'' = bereit, vollständig, ganz ; ''gar'' + ''aus'' = zu Ende
Ausruf: ''gar aus'' = vollständig vorbei → Substantivierung: ''das Garaus''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|den Garaus machen (feste Redewendung)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Bedeutungs-'''
'''entwicklung:'''
|Das Wort ''Garaus'' ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
: eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.
 
Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:
: „jemandem den Garaus machen“ 
 
Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.
 
Bei dem Adjektiv ''gar'' hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von ''fertig'' ''gegart'' verengt.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Wort ''Garaus'' ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv ''gar'' und dem Adverb ''aus''. Das Adjektiv ''gar'' wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv ''gar'' gesehen.
'''Einerseits''': Das Morphem ''gar'' (als Adjektiv ''gar'') kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem gar ist demnach <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |'''Andererseits:''' Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv ''gar'' (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem ''gar'' im Nomen ''Garaus'' gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung ''jemandem oder etwas den Garaus machen'' (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem garaus kann daher auch als <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
| colspan="2" |Das Adjektiv ''gar'' (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = ''vollständig, gerüstet, bereit gemacht'' hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = ''fertig gekocht, gebraten, gebacken'' etc.
Auch das Morphem ''gar'' in ''Garaus'' hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung ''vollständig, vorbei'' in der Wortgruppe ''gar aus'' ist eine Redewendung entstanden, die auf ''jmdn. oder etw. töten, vernichten'' eingeschränkt ist.
|-
|[[File:Pik-Kreis-blau.jpg]]
|Wenn nur das Morphem ''gar'' isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem ''gar'' bis zur Klärung zunächst als <span style="color:blue">'''unklar'''</span> eingestuft.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/Garaus DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Garaus Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] sh. [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00218 Adelung], vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G01053 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Wander&lemid=G00113 Wander] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Wanders_Deutsches_Sprichw%C3%B6rter-Lexikon Sprichwörterlexikon] Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen ''Garaus''), [https://www.zdl.org/?q=Garaus ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Garaus Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Garaus Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=gediegen=
{{DISPLAYTITLE:gediegen}}
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort ''gedeihen'' (althochdeutsch ''githīhan'') entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort ''gidigan'', woraus später ''gediegen'' entstand.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Adjektiv kann ''gut und solide'', ''wertvoll'' oder ''sorgfältig bearbeitet'' bedeuten.
 
In Norddeutschland wird ''gediegen'' umgangssprachlich auch in der Bedeutung ''seltsam'' oder ''eigenartig'' verwendet.
 
In der Bergmannssprache bezeichnet man mit ''gediegen'' Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also ''rein'' sind.
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''gediegen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' ge-die-gen
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈdiːɡn̩]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''gediegen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|style="width: 26%"|gediegen
|style="width: 37%"|gediegener
|style="width: 37%"|am gediegensten
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - gediegen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gediegen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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=Info - gediegen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|}
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__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''gediegen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ahd. ''gidigan'', mhd. ''gedigen''; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. ''githīhan'', mhd. ''gedīhen'' = gedeihen
 
Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Gediegenheit, gediegenerweise
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|In der Bergmannssprache spricht man von ''gediegenem Gold'' oder ''gediegenem Silber'', wenn das Metall in reiner Form vorkommt.
 
Regional kann ''gediegen'' auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dieg'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ''ge''- im Adjektiv ''gediegen.''
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''dieg'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/gediegen DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/gediegen Wiktionary],  [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00649 Adelung], [https://ewa.saw-leipzig.de/articles/53390/de#84470 EWA], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00867 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03551 Grimm]),  [https://www.zdl.org/?q=gediegen ZDL],  [https://de.wikipedia.org/wiki/gediegen Wikipedia],  [https://www.duden.de/rechtschreibung/gediegen Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
 
=gedunsen=
{{DISPLAYTITLE:gedunsen}}
Weiterleitung einrichten #Redirekt[[aufgedunsen]]
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv ist vom ausgestorbenen althochdeutschen Verb ''dinsan'' = ''ziehen, zerren, schleppen'' abgeleitet.
 
Aus der Wortgruppe ''sich dinsen'' entwickelte sich die Bedeutung ''sich ausdehnen''. Daraus entstand später das heute selten gebrauchte Wort ''gedunsen''.
 
Im Mittelalter lautete die Form zunächst ''githinsan''. Später entwickelte sich daraus ''gedunsen''.
 
Wenn etwas ''aufgedunsen'' ist, dann ist es geschwollen oder ausgedehnt.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Grundwort ''dinsen'' wird heute nicht mehr gebraucht. Man sagt auch: ''Das Wort ist ausgestorben.''
 
Auch die Ableitung ''gedunsen'' kommt heute nur noch selten vor. Häufiger verwendet man das Wort ''aufgedunsen''.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Englisch: swollen, puffed up
 
Französisch: gonflé
 
Lateinisch: tumidus
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''gedunsen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|geschwollen, ausgedehnt, aufgetrieben
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Nach dem Stich war seine Hand ganz gedunsen.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' ge-dun-sen
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈdʊnzən]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''gedunsen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden heute kaum verwendet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|style="width: 26%"|gedunsen
|style="width: 37%"|gedunsener
|style="width: 37%"|am gedunsensten
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - gedunsen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gedunsen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - gedunsen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''gedunsen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *tens = hin und herziehen
 
got. ''at-þinsan'' = heranziehen
 
ahd. ''thinsan'', ''dinsan'', mhd. ''dinsen'' = ziehen, zerren, schleppen
 
8. Jh. ahd. ''thinsan''; 9. Jh. ''githinsan'', später ''gedunsen''
 
15. Jh. ''aufdinsen'', ''aufdunsen'', später ''aufgedunsen''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|aufgedunsen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|Dunst, gedunsen wirken
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das ursprüngliche Verb ''dinsen'' ist ausgestorben. Erhalten blieb das alte Morphem nur noch in wenigen Wörtern wie ''gedunsen'' oder ''aufgedunsen''.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''duns'' beziehungsweise die ältere Form ''dins'' kommt heute nicht mehr selbstständig vor. Es erscheint fast nur noch in den Wörtern ''gedunsen'' und ''aufgedunsen''.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''duns'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Präfix ''ge-'' kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''ge-'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/gedunsen DWDS], 
[https://de.wiktionary.org/wiki/gedunsen Wiktionary], 
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz], 
[https://www.zdl.org/?q=gedunsen ZDL], 
[https://www.duden.de/rechtschreibung/gedunsen Duden-online]
 
gedunsen: 
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00825 AWb], 
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00829 AWb-2], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=D00448 BMZ], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00667 Adelung], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03660 Grimm]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=Gefahr=
<div style="color:red">Frage: Autofahren ist gefährlich - Stimmt das? Was hat Gefahr / gefährlich mit fahren zu tun?</div>
 
----
 
=Hagebutte=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Der erste Teil des Wortes ''Hag'' ist vom mittelhochdeutschen Wort ''hac'' abgeleitet. So nannte man früher eine Umzäunung, ein Gehege oder einen mit Gebüsch umzäunten Ort. Zur Einfriedung wurden oft ''Hagebutten'' oder ''Hagedorn'' verwendet.
|-
|Die Herkunft des zweiten Wortteils (''butt'') ist nicht eindeutig geklärt. Einige Sprachwissenschaftler leiten ''butte'' vom mittelhochdeutschen ''butz'' = Knoten, Klumpen ab. Andere sehen einen Zusammenhang mit dem niederländischen Wort ''but'' = stumpf.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Als ''Hagebutte'' bezeichnet man die roten Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten, besonders der Heckenrose.
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Hagebutte''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Rote Scheinfrucht verschiedener Rosenarten
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Im Herbst leuchten die roten Hagebutten an den Hecken.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, feminin
 
'''Worttrennung:''' Ha-ge-but-te
 
'''Aussprache:''' [ˈhaːɡəˌbʊtə]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|die Hagebutte
|die Hagebutten
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|der Hagebutte
|der Hagebutten
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|der Hagebutte
|den Hagebutten
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|die Hagebutte
|die Hagebutten
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Hagebutte| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Hagebutte''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - Hagebutte=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Hagebutte|'''zurück zur Wortgeschichte ''Hagebutte''''']]
|}
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__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Hagebutte''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ahd. ''haganbutta'', mhd. ''hagenbutz''
 
''butte'' möglicherweise aus dem niederländischen ''but'' = stumpf abgeleitet.
 
Einige Autoren sehen auch einen Zusammenhang mit ''butz'' = Klumpen, Knoten, Kerngehäuse.
 
Der erste Wortteil ''hag'' bedeutete ursprünglich: Umzäunung, Hecke, eingehegter Ort.
 
Von ''hag'' sind auch die Wörter ''Hecke'', ''Hain'', ''Gehege'' und ''Hagedorn'' abgeleitet.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Hagebuttenmarmelade, Hagebuttentee, Hagebuttenkern, Hagebuttenstrauch
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|Hagedorn, Hecke, Gehege
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Die Hagebutte ist botanisch keine echte Beere, sondern eine sogenannte Sammelnussfrucht.
 
Die Früchte enthalten sehr viel Vitamin C und werden häufig zu Tee oder Marmelade verarbeitet.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''butt(e)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und nur in wenigen anderen Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''butt(e)'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''hag(e)'' kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''hag(e)'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
Zeile 1.789: Zeile 7.492:
==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/Bernstein DWDS],   
[https://www.dwds.de/wb/Hagebutte DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Hagebutte Wiktionary],  [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=H00231 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=H00102 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=H00688 Grimm]), [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutte&stichwort BDO], [https://www.zdl.org/?q=Hagebutte ZDL],  [https://de.wikipedia.org/wiki/Hagebutte Wikipedia],  [https://www.duden.de/rechtschreibung/Hagebutte Duden-online]
[https://de.wiktionary.org/wiki/Bernstein Wiktionary],   
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (Adelung, Grimm, Goethe),
[https://www.zdl.org/?q=Bernstein ZDL],   
[https://de.wikipedia.org/wiki/Bernstein Wikipedia],   
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Bernstein Duden-online]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
Zeile 1.801: Zeile 7.499:
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Bernstein|'''zurück zur Wortgeschichte ''Bernstein''''']]
|[[Hagebutte|'''zurück zur Wortgeschichte ''Hagebutte''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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= berappen =
{{DISPLAYTITLE:berappen}}
__TOC__
 
==Hinweise zum Wort ''berappen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|etwas (widerwillig) bezahlen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Er musste für die Reparatur am Fahrrad viel zu viel berappen.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
 
'''Worttrennung:''' be·rap·pen
 
'''Aussprache:''' [bəˈʁapn̩]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Verb ''berappen'' wird regelmäßig konjugiert.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
| colspan="2" |
!Gegenwart
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
(Singular)
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 25%" |ich berappe
| style="width: 25%" |ich berappte
| style="width: 25%" |ich habe berappt
|-
!2. Person
|du berappst
|du berapptest
|du hast berappt
|-
!3. Person
|er/sie/es berappt
|er/sie/es berappte
|er/sie/es hat berappt
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir berappen
|wir berappten
|wir haben berappt
|-
!2. Person
|ihr berappt
|ihr berapptet
|ihr habt berappt
|-
!3. Person
|sie berappen
|sie berappten
|sie haben berappt
|-
|}
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Die Herkunft des Verbs ist nicht vollständig geklärt. Das Wort stammt aus der Studentensprache und ist seit dem 19. Jahrhundert belegt. Wahrscheinlich gehört es zu dem rotwelschen Wort ''rabbes'' = ''Zins, Gewinn, Geldbetrag''. Daraus könnte sich die Bedeutung ''Geld zahlen, etwas abgeben'' entwickelt haben.
|-
|style="vertical-align:top;"|[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Duden und andere etymologische Wörterbücher geben als wahrscheinlichste Erklärung eine Herkunft aus der Studenten- und Gaunersprache an. Das Wort ist also ein gutes Beispiel dafür, dass sich umgangssprachliche Ausdrücke aus Sondersprachen in der Alltagssprache festsetzen können.
|-
|}
 
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - berappen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''berappen''''' ]]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__
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= Info - berappen =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[berappen|'''zurück zur Wortgeschichte ''berappen''''' ]]
|}
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__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''berappen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Die Herkunft des Wortes ist unklar.
# Rotwelsch ''rabbes'' = Zins, Gewinn, Geldbetrag. Daraus könnte ein Verb ''berappen'' = Geld zahlen, etwas abgeben entstanden sein. Verbreitung im 19. Jh. über Studentensprache.
# ''Rappen'' = kleine Münze (Schweiz). Aus dem Mehrwortausdruck ''mit Rappen zahlen'' könnte das Verb ''berappen'' entstanden sein.
# ''Rappe'' = schwarzes Pferd, Ableitung von schwarzem Rabe. Der ''Adler'' auf der Geldmünze (Schweiz) wird umgangssprachlich auch abwertend als ''Rabe'' verspottet. Hieraus könnte sich ebenfalls ''mit Rappen bezahlen'' = ''berappen'' entwickelt haben.
# ''berappen'' = Eine Wand mit Mörtel belegen. Kein Zusammenhang zur Bedeutung ''bezahlen'' bekannt.
# hebräisch: ''rapo, jerappe'' (רַפֹּא יְרַפֵּא) (Exodus 21,19); ''er soll ihm nur den Arbeitsausfall ersetzen und für seine Heilung sorgen''. Über Jiddisch, Rotwelsch und Studentensprache könnte sich hieraus ''berappen'' = bezahlen entwickelt haben.
Die meisten Sprachwissenschaftler halten nur die erste Erklärung als plausibel.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''rapp'' kommt im heutigen Deutsch in dieser Bedeutung nicht als selbstständiges Wort vor und erscheint nur in der Wortbildung ''berappen''. Historisch könnte es auf das heute nicht mehr gebräuchliche rotwelsche Wort ''rabbes'' („Zins, Geldbetrag“) zurückgehen.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''rapp'' in der Wortbildung ''berappen'' kann daher <span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/berappen DWDS], 
[https://de.wiktionary.org/wiki/berappen Wiktionary], 
[https://www.zdl.org/?q=berappen ZDL], 
[https://de.wikipedia.org/wiki/Berappen Wikipedia], 
[https://www.duden.de/rechtschreibung/berappen_bezahlen Duden-online] (nicht werbefrei)
'''Etymologie:''' 
[https://www.duden.de/rechtschreibung/berappen_bezahlen Duden-Online], 
[https://de.wikipedia.org/wiki/Berappen Wikipedia], 
[https://de.wikipedia.org/wiki/Putz_(Baustoff) Baustoff Putz], 
[https://de.wikipedia.org/wiki/Entrinden Entrinden eines Baumstammes], 
[https://www.markomannenwiki.de/Studentensprache/Berappen/ Studentensprache], 
[https://www.bibleserver.com/LUT/2.Mose21,19 Lutherbibel Exodus 21,19], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=B01402 Adelung])
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[berappen|'''zurück zur Wortgeschichte ''berappen''''' ]]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__

Aktuelle Version vom 7. Mai 2026, 01:56 Uhr

Die bereits erstellen Seiten billig und putzig müssen korrigiert werden. Beide Wörter sind keine unikalen Morpheme

Zu Buchsbaum müssen noch die Seiten Buchse und Büchse erstellt werden. Siehe hierzu die Excel-Tabelle.

Die bereits erstelle Seite billig muss korrigiert werden. Das Wort ist kein unikales Morphem

Die Seiten Aschenputtel und Aschenbrödel müssen aktualisiert werden (Wörterseiten ersetzen durch neue Wörterseiten und Infoseiten).

sh. behelligen, bequem, berappen, Bernstein betütern, Bickbeere, Bingelkraut, Bollwerk, Bottich, bräsig, Bräuigam, Brombeere, Brösel, Brosame, Butzemann, Butzenscheibe


Bingelkraut

Wortherkunft

Herr Alt Der Name Bingel geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort bunge (= Knolle) zurück. Das ist ein Hinweis auf die knollenartige Wurzel der Pflanze.

Der zweite Bestandteil Kraut bezeichnet allgemein eine krautige Pflanze.

Frau Fremd Das Wort Bingelkraut kommt fast ausschließlich im deutschen Sprachraum vor. Im Niederdeutschen heißt es Büngel, in anderen Regionen auch Hundskohl, Schuttbingel oder Wintergrün. In den Niederlanden heißt diese Pflanze bingelkruid.

Hinweise zum Wort Bingelkraut

Bedeutung: Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden.
Beispielsatz: Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Bin·gel·kraut

Aussprache: [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt]

Wortformen

Das Substantiv Bingelkraut ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bingelkraut die Bingelkräuter
2. Fall Genitiv des Bingelkrauts der Bingelkräuter
3. Fall Dativ dem Bingelkraut den Bingelkräutern
4. Fall Akkusativ das Bingelkraut die Bingelkräuter



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bingelkraut
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bingelkraut

zurück zur Wortgeschichte Bingelkraut


Weiterführende Informationen zum Wort Bingelkraut

Entstehung: Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. bungo, mhd. bunge = Knolle
Wortbildungen: Waldbingelkraut
Ableitungen: -
Interessantes: Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum Bingelkraut findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B.
Botanikus, Heilkräuter.de, Mediendatenbank Biologie, Wikipedia.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bingel kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort Kraut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bing bzw. bingel kommt in dieser Bedeutung ist ein unikales Morphem.

Seitenanfang

Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung mit einer veralteten Annahme zur Herkunft), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Bickbeere

Wortherkunft

Herr Alt Der erste Bestandteil Bick geht vermutlich auf das niederdeutsche Wort pik (= Pech) zurück. Damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Herr Wort Diese Beere wird je nach Region unterschiedlich benannt:
Blaubeere, Heidelbeere, Heubeere (süddeutsch), Mollbeere, Moosbeere, Schwarzbeere, Staulbeere (Pfalz), Waldbeere, Wildbeere, Zeckbeere

Hinweise zum Wort Bickbeere

Bedeutung: Heidelbeere, Schwarzbeere
Beispielsatz: Im Herbst sammeln wir Bickbeeren.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, feminin

Worttrennung: Bick·bee·re

Aussprache: [ˈbɪkˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Bickbeere ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein e angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Bickbeere die Bickbeeren
2. Fall Genitiv der Bickbeere der Bickbeeren
3. Fall Dativ der Bickbeere den Bickbeeren
4. Fall Akkusativ die Bickbeere die Bickbeeren



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bickbeere
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bickbeere

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Weiterführende Informationen zum Wort Bickbeere

Entstehung: agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch bikbēre, pik = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Wortbildungen: Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze
Ableitungen: -
Interessantes: Die Bickbeere ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Siehe hierzu die Beschreibung im Kinderlexion und auf der Seite essen-wissen.de.

Unikales Morphem ?

Das Wort Bickbeere besteht aus den Bestandteilen Bick und Beere. Das Morphem bick kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und auch in keiner weiteren Wortbildung vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bick muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung) ZDL Wikipedia Duden-online

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Bollwerk

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort wurde zum Ende des Mittelalters aus der niederdeutschen Sprache übernommen. Es ist eine Zusammensetzung aus Bohle und Werk.

Als bole bzw. bolle bezeichnete man früher ein dickes Holzbrett bzw. einen Baumstamm. Hieraus entwickelte sich später das Wort Bohle (= sehr starkes Brett).

Das Bollwerk war also ursprünglich ein Schutzbau aus Holzbohlen.

Zunächst bezeichnete man so ein mit Erde und Holzstämmen befestigtes Ufer. Später wurde der Begriff auch im militärischen Sinne für eine Befestigungsanlage verwendet.
Heute wird das Wort auch im übertragenen Sinn gebraucht, etwa als Bollwerk gegen den Krieg oder ein Bollwerk des Friedens.
Frau Fremd Das mittelhochdeutsche Wort bollwerc findet sich auch in nordgermanischen Sprachen.
Sprache Bollwerk Aussprache
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk]
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk]
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US)
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk]
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk]
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk]

Hinweise zum Wort Bollwerk

Bedeutung: a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde

b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen

c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz

Beispielsatz: a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.

b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See.

c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit.

Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Boll·werk

Aussprache: [ˈbɔlˌvɛʁk]

Wortformen

Das Substantiv Bollwerk ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bollwerk die Bollwerke
2. Fall Genitiv des Bollwerks der Bollwerke
3. Fall Dativ dem Bollwerk den Bollwerken
4. Fall Akkusativ das Bollwerk die Bollwerke



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bollwerk
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bollwerk

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Weiterführende Informationen zum Wort Bollwerk

Entstehung: 13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk
Wortbildungen: Abwehrbollwerk,

Felsbollwerk, Felsenbollwerk, Festungsbollwerk, Grenzbollwerk, Inselbollwerk

Ableitungen: -
Interessantes: Das Wort Bollwerk gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.

Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie Bollwerk gegen den Extremismus, Bollwerk der Demokratie oder Bollwerk des Friedens. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint.

Fremdsprachen

Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:

Ableitungen vom ndd. bolwerc bzw. nl. bolwerk in andere Sprachen
Sprache Bollwerk Aussprache Quelle
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk] Quelle
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk] Quelle
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US) Quelley
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk] Quelle
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk] Quelle
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk] Quelle
Französisch boulevard [buləvaʁ] Quelle
Spanisch baluarte [baluˈaɾte] Quelle
Italienisch baluardo [baluˈardo] Quelle
Portugiesisch baluarte [baluˈaɾtɨ] Quelle
Polnisch bulwar [ˈbulvar] Quelle
Russisch бульвар (bulvar) [bʊlʲˈvar] Quelle

Unikales Morphem ?

Obwohl eine historische Verbindung zu Bohle besteht, tritt das Morphem boll heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem boll kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort werk vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem boll in der Wortbildung Bollwerk wird daher als unikales Morphem betrachtet.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe;), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Bottich

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht vermutlich auf mittellateinisch butica („Gefäß, Fass“) oder auf lateinisch apothēca („Aufbewahrungsort, Lagerraum“) zurück. Im Mittelalter entwickelte sich daraus die Form boteche, aus der schließlich das heutige Wort Bottich entstand.

Hinweise zum Wort Bottich

Bedeutung: Fass, größerer Behälter (meist aus Holz oder Kunststoff)
Beispielsatz: Wir sammeln Regenwasser in einem großen Bottich.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bot·tich

Aussprache: [ˈbɔtɪç]

Wortformen

Das Substantiv Bottich ist männlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bottich die Bottiche
2. Fall Genitiv des Bottichs der Bottiche
3. Fall Dativ dem Bottich den Bottichen
4. Fall Akkusativ den Bottich die Bottiche



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bottich
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bottich

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Weiterführende Informationen zum Wort Bottich

Entstehung: Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt:
  1. griech. apothḗkē (ἀποθήκη) → lat. apothēca = Aufbewahrungsort, Lagerraum (vgl. Apotheke)
  2. mlat. butica = Gefäß, Behälter → ahd. botega → mhd. boteche

Aus diesen Formen entwickelte sich im Neuhochdeutschen das Wort Bottich.

Böttcher, Bütte: mnd. bȫde, bōde (= Bütte) → 13. Jh. mnd. bȫdeker, 15. Jh. frühnhd. (md.) botticher, büttiger; kein etymologischer Zusammenhang zu Bottich
Wortbildungen: -
Ableitungen:
Interessantes: Das Wort Bottich gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die ursprünglich einen Aufbewahrungsort oder Behälter bezeichneten. Dazu gehört auch das Wort Apotheke, das ursprünglich „Lagerraum“ bedeutete.

Heute bezeichnet Bottich meist einen großen offenen Behälter, häufig aus Holz oder Kunststoff.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bott im Wort Bottich kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und in keiner weiteren Wortbildung vor.

Einen etymologischen Zusammenhang zum Wort Böttcher gibt es nicht.

Pik-Kreis-gruen.jpg Der Wortbestandteil bott kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

Seitenanfang

Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



bräsig

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort kommt aus der niederdeutschen Sprache und bedeutete ursprünglich kräftig, wohlgenährt.
Herr Wort Das Wort bräsig galt lange Zeit als veraltet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird es in Norddeutschland wieder verstärkt benutzt. Es drückt ein langweiliges, wenig flexibles und schwerfälliges Verhalten einer Person aus.
Frau Fremd Vergleichbare Bedeutungen finden sich auch in norddeutschen Dialekten, z. B. mecklenburgisch brœsig, westfälisch: bræsig. In den meisten Wörterbüchern wird bräsig mit träge übersetzt, z. B. niederländisch: traag, schwedisch trög, norwegisch: treg oder dänisch træg.

Hinweise zum Wort bräsig

Bedeutung: schwerfällig, träge; begriffsstutzig, langweilig
Beispielsatz: Sie saßen stundenlang auf der Bank und starrten bräsig auf das Treiben im Park.

Die Kinder hockten den ganzen Nachmittag bräsig auf dem Sofa und starrten auf ihr Handy.

Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: brä·sig

Aussprache: [ˈbrɛːzɪç]

Wortformen

Das Wort bräsig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
bräsig bräsiger am bräsigsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort bräsig
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - bräsig

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Weiterführende Informationen zum Wort bräsig

Entstehung: niederdeutsch bräsig = wohlgenährt, kräftig; vermutlich zu einem niederdeutschen Wortstamm brās/bras mit der Bedeutung „schwer, voll, massig“. Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet.
Wortbildungen:
Ableitungen:
Interessantes: 1978 bis 1980 lief im NDR bzw. ARD eine Fernsehserie nach einer Romanvorlage von Fritz Reuter mit dem Namen Onkel Bräsig.

Unikales Morphem ?

Der Morphem bräs im Adjektiv bräsig kommt nicht isoliert vor. Hiervon gib es auch keine weiteren Wortbildungen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Der Bestandteil bräs kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-2, MeckWB, WWb), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Bräutigam

Wortherkunft

Herr Alt Im frühen Mittelalter hieß der zukünftige Ehemann brūtigomo. Im ersten Teil des Wortes brut kannst du unser heutiges Wort Braut wiederfinden. Der zweite Teil ist auf das althochdeutsche Wort für Mann = gomo zurückzuführen. Dieses Wort ist mit dem lateinischen Wort homo (= Mensch, Mann) verwandt.

Das alte Wort gome gibt es heute nicht mehr. Es wurde schon früh im deutschsprachigen Raum durch Mann ersetzt.

Fremdsprachen

Frau Fremd Das alte Wort brūtigomo findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder.
Sprache Wort Aussprache Quelle
Dänisch brudgom [ˈbʁuðˌkʌm] Den Danske Ordbog
Isländisch brúðgumi [ˈpruːðkʏmɪ] Íslensk orðabók
Englisch bridegroom [ˈbɹaɪdɡɹuːm] Oxford Learner’s
Niederländisch bruidegom [ˈbrœy̯dəɣɔm] Van Dale
Norwegisch brudgom [ˈbrʉːdɡʊm] Bokmålsordboka
Schwedisch brudgum [ˈbrʉːdɡɵm] Svensk Ordbok

Hinweise zum Wort Bräutigam

Bedeutung: zukünftiger Ehemann
Beispielsatz: Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar.
Wortinfo: Wortart: Nomen: der Bräutigam

Worttrennung: Bräu-ti-gam

Aussprache: [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm]

Wortformen

Das Grundwort Bräutigam bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird en ergänzt

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bräutigam die Bräutigame
2. Fall Genitiv des Bräutigams der Bräutigame
3. Fall Dativ dem Bräutigam, dem Bräutigame den Bräutigamen
4. Fall Akkusativ den Bräutigam die Bräutigame



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bräutigam
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Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam

Entstehung:
  • Braut: germ. *brudi–, ahd. mhd. brūt
  • Mann/-gam: ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
  • Bräutigam: germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
Wortbildungen: Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler,
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite Religionen entdecken.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bräut ist eine Umlautableitung von Braut (Allomorphie). Das Morphem braut kommt isoliert und in vielen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bräut/braut ist daher kein unikales Morphem.
Das Morphem gam kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. In Wortbildungen kommt das Wort nur gemeinsam mit dem Erstglied bräut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem gam ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe; für Regiolekte: Rheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe ), ZDL

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Brombeere

Wortherkunft

Herr Alt Die Brombeere hieß im Mittelalter brāmberi. Im ersten Teil des Wortes steckt das althochdeutsche Wort brāmo. Das bedeutete „Dornenstrauch“. Der zweite Teil des Wortes (beri) ist die Beere. Die brāmberi ist demnach die Beere, die an einem Dornenstrauch wächst.
Herr Wort Die Brombeere ist keine richtige Beere. In der Biologie gehört diese Frucht zur Gruppe der Steinfrüchte. Wenn du genau wissen willst, warum das so ist, dann findest du im Kinderlexikon eine verständliche Beschreibung.
Frau Fremd Das Wort ist auch in anderen germanischen Sprachen verbreitet, z. B. englisch bramble (Dornenstrauch) und niederländisch braam.

Hinweise zum Wort Brombeere

Bedeutung: Brombeeren sind blau-schwarze Früchte, die an einem stacheligen Strauch wachsen.
Beispielsatz: Ich esse gerne Brombeeren mit Sahne.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Femininum

Worttrennung: Brom·bee·re

Aussprache: [ˈbʁɔmˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Brombeere ist weiblich. Alle Wortformen in der Einzahl entsprechen dem Grundwort. Alle Pluralformen haben als Zusatz am Ende den Buchstaben n.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Brombeere die Brombeeren
2. Fall Genitiv der Brombeere der Brombeeren
3. Fall Dativ der Brombeere den Brombeeren
4. Fall Akkusativ die Brombeere die Brombeeren



weitere Beeren und Früchte auf rechtschreibwiki.de: Himbeere, Moltebeere

Weiterführende Informationen zum Grundwort Brombeere

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Info - Brombeere

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Weiterführende Informationen zum Wort Brombeere

Entstehung:
ie. *bhrem-, *bhrom- = borstig, Dorn → ahd. brāmo, brāma → mhd. brāme = Dornenstrauch
ie. *bhā-, *bhō- = glänzen → ahd. beri → nhd. Beere
10. Jh. ahd. brāmberi, mhd. brāmber
Wortbildungen: sh. Wörterliste
Ableitungen:
Interessantes: Die Brombeere ist keine echte Beere, sondern – wie die Himbeere, die Kratzbeere und die Moltebeere – eine Sammelsteinfrucht.

Viele Bilder zur Brombeere findest du z. B. auf grundschulmaterial.de. Dort sind auch Unterrichtsmaterialien, Bilder und Arbeitsblätter von Beeren und Früchten

Wörterliste

Wortbildungen mit Brombeere als Erstglied (Bestimmungswort)
Pflanze und Pflanzenteile
Brombeerblatt, Brombeerbusch, Brombeergerank, Brombeergesträuch, Brombeergestrüpp, Brombeerhecke, Brombeerpflanze, Brombeerranke, Brombeerstrauch
Tiere (leben an/mit der Pflanze)
Brombeergallmilbe, Brombeerperlmuttfalter, Brombeer-Perlmuttfalter, Brombeerspinner, Brombeerzipfelfalter, Brombeer-Zipfelfalter
Lebensmittel und Produkte aus der Frucht
Brombeercreme, Brombeereis, Brombeerfruchtsaft, Brombeergelee, Brombeerkompott, Brombeerkonfitüre, Brombeerkuchen, Brombeerlikör, Brombeermarmelade, Brombeermilch, Brombeersaft, Brombeerscherbett, Brombeerschnee, Brombeersirup, Brombeerwein
sonstiges (Eigenschaften, übertragene Bedeutung)
Brombeeraroma, Brombeerton, Brombeerkoalition

Unikales Morphem ?

Das Morphem brom (aus ahd. brāmo = Dornenstrauch) kommt nicht isoliert und in Wortbildungen nur zusammen mit dem Letztglied Beere (Brombeere).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem brom muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

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Brösel

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht auf das althochdeutsche brōs(a)ma zurück und gehört zur gleichen Wortfamilie wie Brosame. Es bezeichnet ursprünglich etwas „Zerkrümeltes“ oder „Zerriebenes“.
Herr Wort Brösel wird vor allem umgangssprachlich verwendet und bezeichnet kleine Stückchen von Brot, Kuchen oder anderen trockenen Lebensmitteln. Häufig wird auch das Verb bröseln verwendet.

Hinweise zum Wort Brösel

Bedeutung: kleines, trockenes Stückchen von Brot, Kuchen oder Gebäck; Krümel
Beispielsatz: Auf dem Tisch lagen noch einige Brösel vom Kuchen.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Brö·sel

Aussprache: [ˈbrøːzl̩]

Wortformen

Das Substantiv Brösel ist männlich und wird häufig im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brösel die Brösel
2. Fall Genitiv des Brösels der Brösel
3. Fall Dativ dem Brösel den Bröseln
4. Fall Akkusativ den Brösel die Brösel



weitere Informationen findest du beim Stichwort Brosame
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Brosame

Wortherkunft

Herr Alt Ursprünglich bedeutete das althochdeutsche Wort brōsme „das Zerriebene, das Zerkrümelte“.

Das Wort hat geschichtlich nichts mit dem Wort Brot zu tun, auch wenn später die Bedeutung auf zerbröckeltes Brot eingeengt wurde.

Herr Wort Heute wird das Wort fast nur noch im Plural Brosamen verwendet. Es kommt häufig in festen Wendungen vor, z. B. die Brosamen aufsammeln oder mit Brosamen abgespeist werden.

Hinweise zum Wort Brosame

Bedeutung: winziges Stück von zerbröckeltem Brot oder Gebäck; Krümel

Das Wort wird meist im Plural (Brosamen) und oft im übertragenen Sinn gebraucht.

Beispielsatz: Für mich bleiben nur die Brosamen übrig.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bro·sa·me

Aussprache: [ˈbroːzamə]

Wortformen

Das Substantiv Brosame ist männlich und wird meist im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brosame die Brosamen
2. Fall Genitiv des Brosamens der Brosamen
3. Fall Dativ dem Brosamen den Brosamen
4. Fall Akkusativ den Brosamen die Brosamen



zur Wortgeschichte Brösel
Weiterführende Informationen zum Grundwort Brosame
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Info - Brosame

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Weiterführende Informationen zum Wort Brosame

Entstehung: ie. *bhrē̌us- = zerbrechen, zerschlagen, zerkrümeln → 8. Jh. ahd. brōs(a)ma → mhd. brosem(e), brosme → nhd. Brosame

16. Jh. Verkürzung von spätmhd. brosemlīn, frühnhd. bröslein → nhd. Brösel

Wortbildungen: Bosame -

Brösel: bröselig, Brotbrösel, Kuchenbrösel, Semmelbrösel, Speckbrösel, Tabakbrösel, Zwiebackbrösel

Ableitungen: Brösel, broseln
Interessantes: Eine gute Beschreibung zu Brösel und Brosamen findest du bei Wikipedia.

Martin Luther verwendet den Begriff Brosamen in seiner Bibelübersetzung: Neues Testament, Mathäus 15,27. In anderen Übersetzungen finden wir Brotkrumen, Brosamlein, Krümel, Brootbrocken,

Die Stelle im Matthäus Evangelium in der Luther den hebräischen Begriff mit Brosame übersetzt ist aus verschiedenen Gründen interessant und für viele unverständlich und verwirrend: Jesus, der sich nur für an sein Volk, die Juden wendet und die andern, Heiden mit Hunden vergleicht?!. Wer mehr zu dieser Bibelstelle und verschiedenen Erklärungen interessiert finden bei gutefrage.net oder auf YouTube in der Scetch-Bibel interessante Interpretationen.

-

Unikales Morphem ?

Das Wort Brosame lässt sich historisch in mehrere Bestandteile zerlegen (bros + -ame). Diese Bestandteile kommen heute nicht mehr als selbstständige Wörter vor. Das Morphem bros kommt mit Umlaut im Wort Brösel vor (Allomorphie).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bros kommt nicht isoliert (wegen Bösel) vor. Es ist daher kein nikales Morphem.
Das Morphem ame ist Bestandteil des Wortes Brosame. Es kommt nicht isoliert und nur in diesem Wort vor. Im Wort Brösel (mhd. brosemlin) ist dieses Morphem nicht mehr enthalten.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ame kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

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Butz (Wortgruppe)

Diskussion

Bi-GO-Wort.jpg Die Wortgruppe Butz, Butze, butzen und mit Umlaut Bütze und bützen ist aus mehreren Gründen interessant. Hier die beiden wichtigsten:
  • Das Nomen Butz ist sehr häufig eine Verkürzung der Nomen Butze oder Butzen. Oft ist nicht zu unterscheiden, welches Grundwort (welcher Fall) gemeint ist. Schau dir einmal die Tabellen im Kapitel Wortformen an. Dort kannst du sehen, dass die Grundwörter oft in der Form Butzen gebraucht werden.
  • Am häufigsten kommen die Grundwörter in regionalen Dialekten vor. Sie sind vor allem in Norddeutschland (Niedersachsen, Mecklenburg), dem Rheinland und im Süden (Österreich, Bayern, Rheinland-Pfalz) gebräuchlich. In diesen regionalen Dialekten gibt es sehr viele Wortbildungen mit diesen Grundwörtern.
Bi-GO-Alt.jpg Butzen: Das althochdeutsche Wort bōʒan bedeutete schlagen oder auch stoßen. Später änderte sich die Endung. aus dem a wurde ein e = bōʒen. Zum Ende des Mittelalters entstand dann das Verb butzen. Das Verb ist nach dem Mittelalter untergegangen. Das Nomen hingegen ist erhalten geblieben.

Nicht alle Bedeutungen der Wörter Butz, Butze, Butzen können sicher auf das althochdeutsche Wort bōʒan zurückgeführt werden. Wie diese Wörter in den verschiedenen Dialekten entstanden sind ist unklar.

Es gab im Mittelalter noch ein zweites Wort, das ganz ähnlich klang:
Bi-GO-Wort.jpg Das Nomen Butzen bedeutete zunächst Stoß, Schlag. Hier waren die Leute bei der Erfindung neuer Wörter sehr einfallsreich. Wenn zum Beispiel im Frühjahr kräftiger Hagel, Schnee oder Regen vom Himmel stieß und auf den Boden schlug, nannte man dies in einigen Regionen Bayerns Aprilbutzen, Frühjahrsbutzen oder Gewitterbutzen. Wenn zwei Personen, die ihre Münder aufeinander stoßen, dann geben sie sich im Rheinland ein Bützchen. Ein Butz oder Bütz ist in Köln ein Kuss.
In einigen Regionen wurde die verkürzte Form Butz(e) auch für die abgeschlagenen Teile benutzt. So bezeichnete man in in Süddeutschland den Abfall als Butz oder Apfelbutz, Birnenbutz, Gemüsebutz usw. Und der Abfalleimer war dann der Bützigeimer.
Aus den „abgeschlagenen Teile“ = Butzen, wurden später auch andere Klumpen, Reste und kleine Teile als Butzen bezeichnet. Hier ein paar Beispiele: Der getrocknete Schleim in der Nase, heißt bei den einen Butzenpöpel oder Nasenbutzen und bei den anderen heißt er Bettelbutzen oder Rotzbutzen. Der Kot von Tieren heißt Butzebeer oder Mistbutzen, kleine Kartoffeln sind Erdbirnenbutzen, die Kerne von Obst werden Gebütz genannt und ein Brotkrümel ist eine Segebütze.
Die Wörter Butz, Butze oder Butzen haben einen richtigen Siegeszug vor allem in Süddeutschland, Österreich, im Rheinland und Mecklenburg angetreten. Es gibt kaum einen Bereich, in dem nicht gebutz und gebützt wird. Fallobst wird zum Bützelzeug, kleine Jungen sind Butzelbuben, ein freches Kind ist ein Krabutz und ein liebes Kind nennt man Zuckerbutzel, die Früchte des Weißdorns sind Butzenhiefer, Haberbutzen, Hollerbutzen oder Nagelbutz.
Das Gebutze macht auch vor Tieren und Pflanzen nicht Halt: Tannenzapfen sind Fichtenbutzen, Tannenbutzen oder Föhrenbutzen. Früchte, die von Vögeln gefressen werden, sind Vogelbutzen, Haferbutz oder Hollerbutz. Den jüngsten Vogel in einem Nest nennt man Nestbutzel, das kleinste Ferkel Adenbutzel, ein in der Entwicklung zurückgebliebenes Tier heißt Bollerbutz und kleine niedliche Tiere bekommen den Kosenamen Butzi oder Butzerl.
Bi-GO-Kurz.jpg Hallo! Wir haben verstanden! Butz ist das Lieblingswort in vielen Dialekten. Sie brauchen hier nicht ihre ganze Wörterlisten aufzuzählen. Es reicht!
Bi-GO-Alt.jpg Ja, vielleicht noch nicht ganz. Es gibt noch eine Bedeutungsgruppe, die der Kollege Wort noch nicht genannt hat: der Butzemann oder ganz kurz: der Butz. Das war früher ein Schreckgespenst, ein Kobold oder Poltergeist. Das Wort buz gab es in dieser Bedeutung auch schon im Mittelalter. Mehr zu dieser Bedeutung findest du auf der Seite Butzemann.
Bi-GO-Wort.jpg Jetzt bleibt uns nur noch eine Antwort auf die Frage: Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Verben butzen und putzen?
Bi-GO-Alt.jpg Dieses Wort wurde erst im 15. Jahrhundert bekannt. Vermutlich ist es vom Nomen Butzen abgeleitet. Als Butzen bezeichnete man unter anderem Verunreinigungen und Schmutzklümpchen. Wenn man diesen Schmutz reinigt, dann nannte man dies butzen und in einigen Regionen putzen. Diese Form mit p am Anfang hat sich dann durchgesetzt.
Bi-GO-Wort.jpg Der Butzen war unter anderem der verhärtete Schleim in der Nase. Den kannst du wegmachen, wenn du dir die Nase putzt. Wenn Obst oder Gemüse geerntet wurden, dann waren diese oft voller Erde, sie waren schmutzig. Nimm als Beispiel die Kartoffel. Wenn sie geerntet werden klebt an ihnen Erde = Erdklumpen = Butzen. Um sie zu entfernen muss man die Kartoffeln putzen. Später wurde das Wort putzen dann ganz allgemein für reinigen und sauber machen (säubern) verwendet.
Bi-GO-Kurz.jpg Warum macht ihr beiden Männer das immer so kompliziert? Mal ganz kurz: Ich butze (stoße aus Versehen natürlich) an meinen Teller. Der fällt butz auf den Boden. Da liegt nun mein Frühstück in kleinen Butzen (= Krümeln, Klumpen) auf dem Boden. Die muss ich jetzt sauber putzen. So passt alles zusammen. Butz! (Ich meine natürlich Schluss! Punkt!)
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Hinweise zum Wort Butz

Grundwörter: der Butz, die Butze, der Butzen
Ableitungen: mit Umlaut: Bütz, Bütze, Bützen

Verben: butzen, bützen

Adjektive: butz, bützig (in einigen Dialekten auch als Nomen Bützig)

Personenbezeichnung: Butzer, sehr selten auch Butzerin, Bützer

Wortinfo: Worttrennung: But-ze, But-zen, but-zen, Büt-ze, büt-zen

Aussprache: [bʊts], [ˈbʊt͡sə], [ˈbʊt͡sə], [ˈbʊt͡sn̩], [ˈbʏt͡sə], [ˈbʏt͡sn̩]

Wortformen

Im Sinne von Schreckgestalt, Kobold werden zwei Formen verwendet, die Nomen der Butz oder der Butze. In beiden Fällen werden alle Formen (mit Ausnahme des 1. Falls Einzahl) mit der Endung -en, also Butzen gebildet.

Butze Singular Plural
1. Fall Nominativ der Butz, der Butze die Butzen
2. Fall Genitiv des Butzen der Butzen
3. Fall Dativ dem Butzen den Butzen
4. Fall Akkusativ den Butzen die Butzen

Vom Nomen Butze gibt es zwei unterschiedliche Formen. Im Sinne von Schreckgespenst ist das Wort männlich (der Butze). Hier werden alle Fälle so wie beim Wort Butz gebildet (siehe die Tabelle oben). in allen anderen Bedeutungen ist das Grundwort Butze weiblich. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) bleiben unverändert die Butze. In allen Fällen der Mehrzahl wird die Endung mit -en gebildet, also Butzen gebildet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Butze die Butzen
2. Fall Genitiv der Butze der Butzen
3. Fall Dativ der Butze den Butzen
4. Fall Akkusativ die Butze die Butzen

In allen Bedeutungsgruppen werden die Fälle des Nomens Butzen gleich gebildet. Mit Ausnahme des 2. Falls Einzahl (Singular) bleibt die Form des Grundwortes erhalten:

Butze Singular Plural
1. Fall Nominativ der Butzen die Butzen
2. Fall Genitiv des Butzens der Butzen
3. Fall Dativ dem Butzen den Butzen
4. Fall Akkusativ den Butzen die Butzen

Auf den ersten Blick klingt das alles sehr kompliziert. Wenn du jedoch genauer hinschaust, dann wird es doch etwas einfacher. In der Mehrzahl (Plural) werden alle Fälle für die Wörter Butz, Butze und Butzen ganz gleich mit Butzen gebildet. Das gilt auch für viele Fälle in der Einzahl (Singular). Hier brauchst du dir nur zwei Ausnahmen merken: Wird das Wort Butze im Sinne von die kleine Hütte oder die Schlafnische verwendet, dann sind alle Formen in der Einzahl (Singular) Butze. Beim Wort Butzen wird im zweiten Fall (Genitiv) ein s ergänzt, des Butzens.

Das Verb bützen wird in den verschiedenen Zeitformen (Konjugation) regelhaft gebildet. Man sagt dazu auch: das Verb ist ein schwaches Verb.

bützen Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich bütze ich bützte ich habe gebützt
2. Person du bützt du bütztest du hast gebützt
3. Person er/sie/es bützt er/sie/es bützte er/sie/es hat gebützt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir bützen wir bützten wir haben gebützt
2. Person ihr bützt ihr bütztet ihr habt gebützt
3. Person sie bützen sie bützten sie haben gebützt

Ursprung und Bedeutung der Wortgruppe Butze

Bedeutungsursprung der Wortgruppe
Wortursprung Das Die Wortgruppe Butz hatte früher die Bedeutung stoßen, schlagen. Hieraus haben sich in den verschiedenen Regionen weitere Gruppen entwickelt.
1. Stoß, Schlag
2. Kern, Klumpen, Rest
3. regionale Besonderheiten

Vermutlich hat die vierte Bedeutungsgruppe eine andere Herkunft. Allerdings ist die genaue Herkunft nicht geklärt.

4. Schreckgespenst, Kobold

Auch das Wort putzen ist mit diesen Bedeutungsgruppen (vor allem der Gruppe 2) verwandt. In südlichen Dialekten meist butzen, in nördlichen putzen. Diese Variante gelangte dann ins Hochdeutsche.

5. etwas säubern, reinigen, von Schmutz befreien, schön machen
Beispielsätze:

1. Der Ziegenbock gab ihm einen heftigen Butz (Stoß).

Wenn du nicht aufpasst, butzt (stößt) du noch gegen die Wand.

2. Die Butzen der Äpfel (Kerne) kommen auf den Kompost.

Sie hatte kleine Butzen (Krümel, Klumpen) im Auge.

3. Er wohnte in einer kleinen Butze. (Bude/Hütte)

Gib mir ein Bützchen! (Küsschen)
Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz! (Kosenamen)
Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten.
Die Butzen gaben dem Fenster ein besonders schönes Aussehen. (Butzenscheibe)

4. Das Kind fürchtete sich vor dem Butz im Dunkeln.

Im Fasching zog ein Butzen durch die Straßen.
Es tanz ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Kreis herum.
Bedeutungsgruppen zu den Wörtern Butz, Butze, Butzen, Bütze, butzen und bützen
1. a) Stoß / Bewegung Er gab ihm einen kräftigen Butz gegen die Brust.

Beim Rangeln hat er mich so gebutzt, dass ich fast gefallen wäre.

1. b) Spiel Die Kinder spielten Butzen und stießen ihre Köpfe gegeneinander.

Beim Butzspiel musste man den Gegner mit einem geschickten Stoß treffen.

1. c) Kuss Die Mutter gab dem Kind einen liebevollen Bütz auf die Wange.

„Komm her, ich geb dir noch einen Butzi, bevor du gehst!“

2. a) Kern / Rest / Klumpen Vom Apfel blieb nur noch der Butzen übrig.

In der Suppe schwamm ein kleiner Fettbutzen.

2. b) Schmutz / Körper Das Kind hatte einen dicken Nasenbutzen unter der Nase.

Am Kerzendocht hing ein schwarzer Butzen aus Ruß.

2. c) Menge / Bündel Er band das Heu zu mehreren kleinen Butzen zusammen.

Auf dem Feld lagen noch einige Butzen Stroh.

2. d) Körper (von Pers.) Sie hat den Butzen (Haarknoten) sehr schon geknotet.

Der Butzen (Eiterbläschen) sollte sich einmal dein Hausarzt ansehen.

3. a) Personen Du kleiner Butz, was hast du wieder angestellt?

Der Butzenknecht musste den Hof sauber halten.

3. b) Tier / Landwirtschaft Das kleinste Ferkel nannten sie im Dorf den Butzen.

Im Garten stand ein Butzen, um die Vögel zu verscheuchen.

3. c) Raum Sie wohnten in einer kleinen Butze am Waldrand.

Die alte Butzenstube war eng und niedrig.

3. d) Wetter Am Nachmittag gingen schwere Regenbutzen nieder.

Der Schnee kam in dichten Butzen vom Himmel.

3. e) Sonstiges Er hat das Essen butz und gar aufgegessen.

Im Keller lag noch ein Butz altes Holz herum.

4. Schreckgestalt „Pass auf, sonst holt dich der Butzemann!“, rief die Großmutter.

Die Kinder fürchteten sich vor dem alten Butzen im Wald.

5. butzen II (reinigen / ordnen / bearbeiten) Sie musste die ganze Küche butzen, bevor Besuch kam.

Nach dem Schlachten wurde alles gründlich gebutzt.

Belege/Quellen

Bayerns Dialekte Online, Kölnisch Wörterbuch (nicht werbefrei), Mecklenburgisches Wörterbuch, Mundarten in Österreich, Pfälzisches Wörterbuch, Rheinisches Wörterbuch


Weiterführende Informationen zu den Grundwörtern Butz, Butze, Butzen
siehe auch die Wörterseiten Butzemann, Butzenscheibe und putzig
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Info - Butz (Wortgruppe)

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Die Wortfamilie um Butz, Butze, Butzen, Bütz, Butzel, Butzi usw. gehört zu den besonders vielgestaltigen und komplexen Bereichen des deutschen Dialektwortschatzes. Zahlreiche Belege aus dialektalen Wörterbüchern zeigen eine außerordentliche Bedeutungsvielfalt, die von konkreten Sachbezeichnungen über Körper- und Naturphänomene bis hin zu Figuren des Volksglaubens reicht.

Bedeutungsgruppen

Aus der Bedeutung Butz = Stoß, Schlag hat sich die Bedeutung Kern, Klumpen und hieraus viele verschiedene regionale Bedeutungen. Ob die Bedeutung Butz = Schreckgestalt/Kobold ebenfalls aus stoßen und schlagen entwickelt hat ist umstritten. Sehr wahrscheinlich ist, dass auch das Verb putzen auf die Wortgruppe Butz zurückgeführt werden kann. Es ergeben sich daher fünf Bedeutungsgruppen:

1. Stoß

Beschreibung: Grundbedeutung „stoßen, schlagen, berühren“
Beispielwörter: butzen, Butz, Butzekopf
Beispielsätze: Pass auf, sonst butzt du noch gegen die Tür! Der Widder gab ihm einen heftigen Butz gegen das Bein.

2. Kern / Klumpen

Beschreibung: rundliche Masse, Rest, verdichteter Bestandteil
Beispielwörter: Butzen, Bütz, Hagebutz, Fettbutzen
Beispielsätze: Die Kinder sammelten die Apfelbutzen im Korb. In der Suppe schwamm noch ein kleiner Fettbutzen.

3. regional / sekundär

Beschreibung: regionale Erweiterungen, Übertragungen und Neubildungen
Beispielwörter: Butzknecht, Butzbar, butzig, Butzilein
Beispielsätze: Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten. Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz!

4. Schreckgestalt

Beschreibung: traditionelle Angst- und Maskenfiguren
Beispielwörter: Butzemann, Butzenbär, Butzenmärtel
Beispielsätze: Mit dem Butzen drohte man früher unartigen Kindern. Der Butzemann versteckt sich angeblich im Keller.

Eine Auswertung der Wörterbuchbelege zeigt, dass es sich nicht um ein einheitliches Bedeutungsfeld handelt, sondern um ein komplexes Netz mehrerer Bedeutungsfelder, die sich regional unterschiedlich entfaltet haben.

1 a) Stoß / Bewegung

Beschreibung: körperliche Einwirkung, Stoß, Anprall, drückende Bewegung
Beispiele: butzen, Butz, Butzekopf, Butzelbock

1 b) Spiel

Beschreibung: spielerische Stoßhandlungen, oft körperliche Spiele (v. a. Kopfstoßen)
Beispiele: Butzen (Spiel), Fingerbutzeln, Butzelbock

1 c) Kuss / Zuneigung

Beschreibung: abgeschwächte Berührung im Sinne von Kuss, Zärtlichkeit, Koseform
Beispiele: Bütz, Butzi, Butzilein, Schnuckibutzi

2 a) Kern / Rest / Klumpen

Beschreibung: fester, abgesetzter Bestandteil; Rest, Kern oder rundlicher Klumpen
Beispiele: Apfelbutzen, Hagebutz, Fettbutzen, Erdäpfelsbutz

2 b) Schmutz / Körper

Beschreibung: körperliche oder stoffliche Rückstände, meist unangenehme Substanzen
Beispiele: Nasenbutzen, Rotzbutzen, Mistbutzen, Dochtbutzen

2 c) Menge / Bündel

Beschreibung: zusammengefasste Masse, Bündel oder Ansammlung von Material
Beispiele: Heubützig, Butzwelle, Barnbützig

2 d) Körper (von Personen)

Beschreibung: Knoten, Bläschen, Schmutz am Körper
Beispiele: Haarbutz, Eiterbutzen, Adenbutzen, Bauchbutzen

3 a) Personen

Beschreibung: Bezeichnungen für Menschen, oft bewertend, verkleinernd oder scherzhaft
Beispiele: Butz (Kind), Butzelbub, Butzknecht, Butzeknösel

3 b) Tier- und Landwirtschaft

Beschreibung: Bezeichnungen für Tiere, Pflanzen oder landwirtschaftliche Objekte
Beispiele: Butzen (Ferkel), Strohbutzen, Hagebutz, Butzenbock

3 c) Raum

Beschreibung: kleine, oft einfache oder beengte Räume, Hütten oder Stuben
Beispiele: Butze, Butzenstube, Butzenkammer

3 d). Wetter

Beschreibung: kurze, stoßartige oder klumpenartige Niederschläge
Beispiele: Schauerbutzen, Regenbutzen, Aprilbutzen

3 e) Sonstiges

Beschreibung: feste Redewendungen, übertragene Bedeutungen, unspezifische Verwendungen
Beispiele: butz und gar, Butz (Rest), Butzware

4. Schreckgestalt

Beschreibung: furchterregende Figur des Volksglaubens oder Brauchtums
Beispiele: Butzemann, Butzenbär, Butzenkerl, Faschingbutz

5. butzen II

Beschreibung: eigenständige Verbgruppe mit Bedeutungen wie reinigen, ordnen, bearbeiten
Beispiele: butzen (putzen), aufbutzen, hineinbutzen, Abbutz

Entstehung

ahd. bōʒan = schlagen, stoßen, mhd. bōʒen → ca. 14. Jh. butzen; ab ca. 16. Jh. ist das Verb untergegangen; die Nomen Butz, Butz, Butzen und regional auch Bütz, Bütz, Bütze sind in verschiedenen Dialekten erhalten geblieben.

mhd. butz = Kobold, Schreckgestalt → Bedeutungserweiterung: Kobold → kleiner Mensch → Klumpen → Gegenstand → Handlung

Bedeutung der Grundwörter

Die Wortgruppe Butz ist eine der vielfältigsten Wortgruppen in verschiedenen Dialekten und Regiolekten. Diese Wörter kommen sowohl in Norddeutschland und dem Rheinland als auch in Hessen, Süddeutschland, Elsass, Luxemburg, Österreich und der Schweiz vor. Bereits die Grundwörter werden - je nach Region - mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für die Bedeutungsvielfalt der Grundwörter. Die Tabelle beschränkt sich beispielhaft auf die Regionen Mecklenburg (MeckWB), Rheinland (RhWB), die Pfalz (PfWB) und Bayern (BDO). Weitere Wörterbuchquellen findest du im Kapitel Belege/Quellen. Die Tabelle ist nach den Grundwörtern geordnet. Du kannst diese aber auch nach den Spalten (Bedeutung, Gruppe, Ursprung, Quelle) sortieren und mehr über die Bedeutungen und Dialekte erfahren.

Die Bedeutungen der Grundwörter Butz, Butze, Butzen und mit Umlaut Bütz, Bütze, Bützen
Lemma Bedeutung Gruppe Ursprung Quelle
Butz Stoß, Schlag 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Butz I,
Butz Stoß (in Redewendungen) 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Butz, Bed. 1a,
Butz Wurfhölzchen 1b) Spiel 1. Stoß PfWB: Butz1, Bed. 3
Butz Kuss 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Butz, Bed. 2
Butz Auswuchs 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 12
Butz Narbe am Obst 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen RhWB: Butz, Bed. 1b
Butz große Menge 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 15
Butz Strohwisch 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 16a
Butz Strauß 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 16b
Butz Haarbüschel 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 16c
Butz Kerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butz Haarknoten 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butz unreinliche Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär PfWB: Butz1, Bed. 2
Butz Schutzmann 3a) Personen 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 4
Butz durchtriebener Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butz kleiner Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butz Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 6
Butz Polizist 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butz III,
Butz dummer Kerl 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butz VI, Bed. 2
Butz Gelbschnabel 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butz, Bed. 4
Butz Schwein 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär PfWB: Butz1, Bed. 1
Butz Rinderkrankheit 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 17
Butz kleiner Hund 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butz Vogel, Kauz 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butz kleines Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butz Kalb-Rind-Stufe 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär RhWB: Butz VI, Bed. 1
Butz dunkle Wolke 3d) Wetter 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 14a
Butz Regenschauer 3d) Wetter 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 14b
Butz Grasplatz 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 13
Butz Waschkessel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: Butz IV,
Butz Schnaps 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: Butz, Bed. 3
Butz Fastnachtsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB: Butz2, Bed. 1
Butz Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB: Butz2, Bed. 3
Butz Wildscheuche 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB: Butz2, Bed. 5
Bütz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz kleiner Brotlaib 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz Kuss 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Butz, Bed. 2
butz (Adv.) plötzlich, sofort 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß MeckWB: butz,
butz (Interj.) Laut beim Aufprall („bums“) 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß MeckWB: butz,
Butze Obstrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen FWB: Butze,
Butze Dochtrest 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen FWB: Butze, Bed. 4
Butze Tintenklecks 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 8
Butze Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen FWB: Butze, Bed. 3
Butze Eiterpfropf 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 7b
Butze Streifen, wo die Saat zu dicht steht (aneinanderstößt) 1a) Stoß / Bewegung 3. regional/sekundär BDO
Butze kleines mageres Mädchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butze dicke, kleine Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butze Raum unter Treppe 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butze,
Butze Verschlag 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butze,
Butze Alkoven 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butz,
Butze Wiege 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butzebaba,
Butze Gespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt FWB: Butze, Bed. 1
Bütze Beule, Vertiefung durch Stoß, Schlag 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB, 2a
Bütze Stoß 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Bütz(e), Bed. 1
Bütze Klickerkaule 1b) Spiel 1. Stoß RhWB: Bütz(e), Bed. 2b
Bütze Wurfklicker 1b) Spiel 1. Stoß RhWB: Bütz(e), Bed. 3
Bütze Brüste 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Kerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen ElsWB: Butzen,
Butzen Hagebutten(krone) 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen MeckWB: Butzen1,
Butzen Kelchrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 11b
Butzen Maiskolbenrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 11c
Butzen Erdschollen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen RhWB: Butzen I,
Butzen Metallplättchen in Stoffknöpfen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen RhWB: Butzen I,I
Butzen Augengries 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen FWB: Butze, Bed. 5
Butzen Nasenpopel 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB: Butzen III, Bed. 2a
Butzen Knospe, Blüte 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen Blütenrest an der Frucht 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen abgeschnittener Baumstamm 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen Quaste, am spitzen Ende einer Zipfelmütze 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen verkohltes Dochtende 2b) Schmutz 3. regional/sekundär BDO
Butzen Dreschabfall 2b) Schmutz 3. regional/sekundär BDO
Butzen Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Knoten in den Haaren 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Eiterbläschen 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen körperliches Leiden, Gebrechen 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Vorspringender Kehlkopf 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen unreinlicher, schmutziger Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen dicker, kleiner Mann 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen auffallend körperlich schwaches Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen körperlich schwächstes Kind in der Klasse 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen ungezogener Junge 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen kleiner Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butzen III, Bed. 3
Butzen Schneegestöber 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Butzen Aprilschauer 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Butzen Wolke 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Butzen Gewitterwolke 3d) Wetter 3. regional/sekundär RhWB: Butzen III, Bed. 2c
Butzen Verbotszeichen für den Schäfer 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzen Krautstrunk 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzen Holzschuhe 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär MeckWB: Butzen2,
butzen jdmd. hauen, prügeln 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB
butzen hüpfen 1b) Spiel 1. Stoß RhWB
butzen Mensch: kräftigen Stuhlang haben 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen RhWB
butzen Nachgeburt der Kuh ausstoßen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen RhWB
butzen eine Arbeit bewältigen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
butzen übertr.: etw. heimlich und schnell wegnehmen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
butzen stoßen, anprallen 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß MeckWB: butzen,
butzen stoßen, schlagen 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß PfWB: Butz 2,
butzen Kartenspiel 1b) Spiel 1. Stoß MeckWB: butzen,
butzen Murmeln werfen 1b) Spiel 1. Stoß MeckWB: butzen,
butzen Korn messen 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär MeckWB: butzen,
butzen verschwinden, sich davonmachen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 1a/1γ,
butzen schmücken 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 1c,
butzen stehlen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 2a,
butzen prügeln 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 2c,
butzen jmdn. ausschimpfen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 2d,
butzen putzen, reinigen 5) butzen II Abl. putzen RhWB: butzen I,I
bützen hüpfen 1b) Spiel 1. Stoß RhWB
bützen küssen 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Butz/Bütz,
Butzer kleines stämmiges Kind 3a) Personen 2. Kern, Klumpen MeckWB
Butzer Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzer zurückgebliebenes Schwein 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzer großer Schnaps 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär MeckWB
Butzer Murmelspiel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär MeckWB
Bützer dicker Schmiedehammer 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Bützer
Bützer Schläger am Dreschflegel 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Bützer
Bützer jemand, der küsst 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Bützer
Bützer Schwätzer 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Bützer
Butzig Getreidereste 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzig Kartoffelschale 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
butzig klumpig, voller Klumpen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzig klumpig, voller Klumpen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzig verwirrtes Haar 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
butzig winzig, putzig, niedlich 3e) Sonstiges 4. Schreckgestalt BDO
Bützig auf die Tenne gefallene Futter- oder Getreidereste 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Rest der Kartoffel nach dem Reiben 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Getreidereste auf dem Feld, nach dem Mähdreschen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Reste, Rückstand 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Restgetreide auf dem Acker 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall, Kehricht 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall von Obst und Gemüse 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Kehricht 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Schmutz, Krümel 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Spreu, Streu, Pflanzenabfälle 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Fallobst, minderwertiges Obst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Kleinholz zum Feuermachen 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig minderwertig, verkümmertes Obst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Nadelstreu 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig kleine, minderwertige Kartoffel 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Reisig, zerkleinerte Äste 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Unterholz 2c) Menge / Bündel 3. regional/sekundär BDO
Bützig sozial niedrig gestellte Personen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützig Ackerunkraut 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO

In dieser Tabelle sind nur die Grundwörter aufgeführt. In den Regiolekten werden diese Grundwörter durchaus sehr verschieden gesprochen und geschrieben. Hier als Beispiel das Grundwort Bützig, wie es in Franken (Oberbayern) geschrieben und gesprochen wird. Allein im Raum Würzburg - Nürnberg finden sich im Umkreis von rd. 100 km über 50 verschiedene Schreibung dieses einen Grundwortes Bützig. Und diese Variationen in den verschiedenen Städten und Kreisen beziehen sich nur auf die eine Bedeutung Abfall beim Gemüseputzen. Hier einige Beispiele:

Bützig, Bäize, Bäizi , Bë.izi, Beetzi, beidsi , Beizi, Bēj̄tzi , Bejzi, Belzi, Beutzi, Beūzi, Bēzi, Bidsich, Bidzi, Biedsi, Biezzi, Bittzl, Bitze, Bitzich, Bitzl, Bīzi , Bödzi, Boidzi, Böidzi, Böitzi, Böizi, Böizzi, Bötze, Bötzisch, Böüdzi, Bözi , Bözzich, Budzi, Butzi, Butzich, Peŭtzi , Pöitzi, Pöitzich, Pöizi, Pöizich, Pörzich, Pötzi , Potzich, Pötzich, Pötzig, Pöützi, Pöüzi, ...

Die Wörter sind mit der Quelle im Fränkischen Wörterbuch (FWb) verlinkt. Dort findest du auch die Ortsangaben zu den regionalen Wörtern. Eine visualisierte Karte kann über Bayerns Dialekte Online unter dem Stichwort Bützig abgerufen werden.

Wortbildungen

Zu den verschiedenen Grundwörtern haben sich in verschiedenen Regiolekten viele Wortbildungen mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen (siehe Kap. Bedeutungsgruppen) gebildet. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für Wortbildungen. In die Tabelle wurden exemplarisch nur Wortbildungen aus den mecklenburgischen, rheinischen und bayerischen Wörterbüchern aufgenommen.

Einzelne Wörter haben regional unterschiedliche Bedeutungen. In diesen Fällen wurde das Wort mehrfach aufgenommen, damit diese den Bedeutungsgruppen besser zugeordnet werden können. Beispiel: Aprilbutz = jmd. der in den April geschickt wurde, Aprilbutzen = Aprilschauer, Aprilenbutzen = am 1. April geborene Person; Gebutzel/Gebützel = a) minderwertiges Obst oder Gemüse, b) kleine Kartoffel, c) Abfall beim Gemüseputzen, d) Fallobst.

Die letzte Spalte enthält zur Wortbildung die Quelle. Nicht aufgenommen wurden schriftliche regionale Varianten der Wortbildungen. Die Tabelle ist nach Spalten sortierbar. So können die Wörter nach Bedeutungen gruppiert werden.

Das Wort Frieden in verschiedenen Sprachen
Wortbildung Bedeutung Gruppe Ursprung Quelle
Abbutz Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abbutzet Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abbutzig Kartoffelschale 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abbützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abfallbützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Adamsbützel Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Adamsbutzen Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Adenbutzel Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Adenbutzel Nesthäkchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Adenbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Aderbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Aderenbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Ägenbütz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbutz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbütz Apfelkerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbutzel Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbutzen Apfelkerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB
Apfelbutzen Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Apfelbützlein Apfelblüte / Butzen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Aprilbutz Aprilscherz-Person 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Aprilbutzen Aprilschauer 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Aprilenbutzen am 1. April geborene Person 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Atenbutz Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Atenbutz kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Atenbutzel Nesthäkchen, jüngstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Audabutzel zuletzt geschlüpfter Vogel eines Geleges 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Augenbutzen Augenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Augenbutzen hart arbeitender Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Ausbutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Barnbützig Futterreste 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bauchbutz Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Bauchbutzel Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Bäumebützig Nadelstreu 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Behängbutzen Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Bettelbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Birnbutzen Kerngehäuse Birne 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Birnenbützel Pilzart 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Birnenbutzen Essensrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Blühbutzen Knospe 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bollerbutz zurückgebliebenes Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzbar Schüssel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzbergerei Geheimniskrämerei 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzbirne Birnensorte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen RhWB
Bützche Schnaps 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Bützche(n) Küsschen 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzdig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzebaba Wiege, Bett 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB
Butzebacken dicke Backen 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzebalg dicker Mensch / Krug 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzebarg sagenhafter Berg 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB
Butzebeer Schafkot 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen MeckWB
Butzecker Frucht der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzehändchen Kusshand 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzeimer Putzeimer 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzekall Geschwätz 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzeknösel eingebildeter Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzekopf Kopfstoß / Starrkopf 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB
Butzelarbeit grobe Arbeit 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzelbär Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzelbirne minderwertige Birne 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelbock Zusammenstoßen der Köpfe im Spiel 1b) Spiel 1. Stoß BDO
Butzelbock Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelbockerlein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützelböser Mann (abwertend) 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzelbub kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzeleinstag Geburtstag 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzelgemüse Kleingemüse 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelkuh Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelküh Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelkühlein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelkuhsel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelmaß Getränk 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzelmocke(r)lein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelmockel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelpack Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelware Kinderschar 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzelware kleines Getier, kleine Tiere 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzelzeug minderwertiges Obst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützelzeug Fallobst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Butzemann Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzemärtel Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzemockel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenäschen kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzenbäkeler Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenbär Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenbengel kleiner Bub 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenberchte weibliche Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzenbock Mostrückstand 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenbock Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenbock Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenbünkel nettes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenhäfelein Weißdornfrucht 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenhänschen kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzenhiefe Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenkerl Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenklein sehr klein 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzenkuh Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenleiner kleine Bremse 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzenmäckler verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenmann Schreckgespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenmaukes Schreckgespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenmummel Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzennelleschen kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzennickel kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenofen Ofen 3c) Raum 3. regional/sekundär RhWB
Butzenscheibe kleine Glasscheibe 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenstiel Stiel an einem abgenagten Kernhaus 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzentanz Tanz der Fastnachtbutzen 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzenteufel Nesthäkchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenteufel Faschingsgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzenweg Scharfrichter 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenwubelein alte Frau (Kinderschreck) 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzepöpel verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzerach Kerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzeratz Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzerl kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzerl kleines Getier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Bützerlein Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzernickel kleiner Finger 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzet Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzethomas Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzewatz Traumgespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzgasten eingemessenes Korn 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen MeckWB
Bützgeschirr scherzhaft, großer Mund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzgickel gefallsüchtiges Weib 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzgockel Hahn ohne Schwanz 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Bützgrete Mädchen, das gerne küsst 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Bützhand(chen) Kusshand 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzhenne Henne ohne Schwanz 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzhiefe Heckenrose, Frucht der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzhobel Hobel mit Doppeleisen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzholz Glätteholz des Schusters 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzi Kosename für Hunde 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzi Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzi Kosename (Hund) 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzi kleiner Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzi kleiner Hund 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzibär Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzibercht Weihnachtsschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzicht Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützigbauern Männer, die den Müll abholen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigeimer Abfallkorb beim Gemüseputzen 5) butzen II Abl. putzen BDO
Butzigel im Wachstum zurückgebliebenes Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzigelein kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigholer Männer, die den Müll abholen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigkörblein Abfallkorb beim Gemüseputzen 5) butzen II Abl. putzen BDO
Butziglein schwächstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bütziglein Kartoffelrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützigmänner Männer, die den Müll abholen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigschaufel Kehrichtschaufel 5) butzen II Abl. putzen BDO
Bützigschäufelein Kehrichtschaufel 5) butzen II Abl. putzen BDO
Butzilein Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzilein Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Bützjan Klatschmaul 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzjunge Arbeiter (Junge) in der Eisengießerei 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzkamm geschniegelt Mann 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzkäthe Putzmacherin 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzkaul ein Kind, dass nicht essen will 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Bützke Klickerkaule 1b) Spiel 1. Stoß RhWB
Butzknecht Reinigungsarbeiter 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzlappen Putzlappen / Prügel 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzlein Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzlein Haselblüte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützlein Kuss 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Bützlein Kartoffelrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützlein Unterholz 2c) Menge / Bündel 3. regional/sekundär BDO
Bützlein Knecht Ruprecht 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzlumpen Zunge 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär RhWB
Butzlumpen Lumpen 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzmachersche Modistin (Herstellerin von Kopfbedeckungen) 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzmamsell putzsüchtige Frau 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Bützmamsell kussüchtiges Weib 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzmann Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Bützmann Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Bützmattes einer, der gerne küsst 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Bützmäulchen Schmollmund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzmesser Werkzeug 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzmichel alte Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzmockelein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützmöngke Schmollmund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzmühle Reinigungsmaschine 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butznarr sich auffällig kleidende Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzschäpel Kornmaß 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen MeckWB
Bützschnüss Schmollmund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzschürze Zierschürze 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butztag Putztag 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butztuch Reinigungstuch, Putzlumpen 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzwelle Bündel Holz 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Butzwolle Reißwolle zum Reinigen von Maschinen 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Dochtbutzen verkohltes Dochtende 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Eiterbutzen Eiterbläschen 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Erdapfelbutzen Rest der Kartoffel nach dem Reiben 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Erdäpfelbutzen Kartoffelkeim 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Erdäpfelsbutz Rest der Kartoffel nach dem Reiben 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Erdbirnbützel Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Erdbirnenbutzel minderwertige Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Estbutzel große Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Estbutzel jüngstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Faschingbutz maskierte Faschingsgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Fasebutz Fastnachtsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Fasnachtbutz maskierte Faschingsgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Feldbutzen Vogelscheuche 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Fembutz Verbotszeichen für den Schäfer 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Fichtenbutzel Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fichtenbutzelein Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fichtenbutzelkuh Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fingerbutzeln Kinderspiel 1b) Spiel 1. Stoß BDO
Fingerbutzlein Kinderspiel, bei dem man sich wechselweise mit angefeuchteten Fingern auf die Finger schlug, bis sie weh taten 1b) Spiel 1. Stoß BDO
Föhrenbutzel Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fohrenbutzelein Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Föhrenbutzelkuh Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Forchenbutzenkuh Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Frühjahrsbutzen Aprilschauer, (Graupel-, Regen-, Schnee-) 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Fürchtebutzen Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Gartenbutz Vogelscheuche 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Gebütz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Gebütze Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebutzel minderwertiges Obst oder Gemüse 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützel kleine Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützel Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützel Fallobst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Fallobst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Holzabfall 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Kleinholz 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützlein Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemeindsbutz Gemeindediener, Amtsschimmel 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Gemeindsbutz Verwirren, Verknoten, Durcheinander von Wollfäden 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Gemüsebutzel Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemüsebutzen Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemüsebutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemüsegebützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gestellbutzen Angeberin 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Gewitterbutze kleine Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Gewitterbutzen alleinstehender Baum 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Gewitterbutzen Aprilschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Gräckelbutzen engstirniger Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Grasbutzen Erdstück (Grassode) 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Grasbutzen Grasnarbe 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutz Keim, Trieb der Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutz Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutzel Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutzen Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutzen Haarbüschel 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen PfWB
Haberbutzen Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hafenbutzelein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hafenbutzen Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Haferbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Haferbutzelein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagebutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagebutze Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagelbutz Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutz Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutze Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutzenlaus Kerne der Hagebutte 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutzenreis Reisig der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hainbutzel Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hakenbütze Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Hängebutze Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hemdbutzel kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Hennenbutzen Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Herzbützelein Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Heubützig Futterreste 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Hiefelbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hiefelbutzen Heckenrose, Frucht der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hohlbeerbutzen Fruchtboden 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Holderbutzen Holunderstrauch 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hollebutz Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Hollebutzer Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Hollerbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Holzbutzeland Landschaft 3c) Raum 3. regional/sekundär BDO
Holzbutzen Spottname 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Holzbutzenland abgelegene Gegend 3c) Raum 3. regional/sekundär BDO
Honigbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hühnerbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hundsbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hutbutzen Mitte des Hutes 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Judebutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kienföhrenbutzelkuh Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Klettenbutzen Klette (Pflanze) 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kollerbutz im Wachstum zurückgebliebenes Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Krabutz Frechdachs 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Krenbützig Abfall beim Meerrettichputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Kuhbutzel Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kühbutzel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kühebutzen Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Magenbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Maibutzen Blumenstrauß 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB
Maienbutzen Regenschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Mehlbutzlein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Mistbutzen Schmutzklumpen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen PfWB
Nachbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Nachtbutzer Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Nackenbutz nacktes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Nagelbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Näsbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Nasenbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Nasenbutzen Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen PfWB
Näsenbutzen Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Nestbutz jüngster Vogel im Nest 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Nestbutzel kleiner Brotlaib 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Nestbutzel jüngstes Kind einer Familie 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Nestbutzel jüngster Vogel im Nest 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Nestbutzen kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Netzbutzel jüngstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Ofenbutzelein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Patakenbützelein Kartoffelrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Pfändbutz Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Pfengbutzen Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Pfingstenbutz Brauchtumsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Pflasterbutz Fasnachtsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Rasenbutzen aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Ratenbutzel Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Ratenbutzel Nesthäkchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Ratenbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Regenbutzer Regenschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Rollenbutzelein kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Rotzbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Saubutz unfolgsames Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Schauerbutzen Aprilschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Scherbutzen Auswuchs, Beule 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Schlehenbutzen Schlehenpflanze 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Schneebutzen Schneegestöber 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Schnuckebutzi Liebkosung 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnuckibutz Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnuckibutzi Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnuckibutzi Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnurrebutzel übermäßig buschiger Schnurrbart 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Schulbutzelein körperlich schwächstes Kind in der Klasse 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Segebütze Brotschnipsel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Sternbutzen Sternschnuppe 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Strohbutz Strohpuppe 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Strohbutzen Vogel (Goldammer) 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Tannenbutzel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Tatterbutzen Verbotszeichen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Tatzenbutzel körperlich schwächstes Kind in der Klasse 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Tatzenbützel schwächstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Tintenbutzen Tintenklecks 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen PfWB
Vogelbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Vogelbutzen Frucht 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Vögelbutzen Schlehenfrucht 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Wasenbutzen aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Wegbutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Wildbutz grober Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Wildbutz lebhafter Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Zuckerbutzel Lieblingskind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
butzab vollständig weg 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
bützchesnett zum Küssen einladend 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
butzelicht fein/zart 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzelig klumpig 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzelig klein/zart 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzelig Kind von kleinem Wuchs 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
butzenklein ganz klein 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
butzet astig (Holz) 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzfinster ganz dunkel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
bützinackt ganz nackt 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
butzlicht klumpig 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzlicht Gemeindediener, Amtsschimmel 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
butzlicht fein, zart veranlagt 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzlicht kleinwüchsig 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butznüchter vollkommen nüchtern 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
kleinbutzelicht von kleinem Wuchs 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
kleinbutzig winzig 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
radibutz vollständig 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
rutzundbutz vollständig 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
verbutzt im Wachstum zurückgeblieben 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
zusammenbutzig Getreidereste 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
zusammengebutzt verfilzt (Haar) 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
abbutzen einen Verweis erhalten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
aprilenbutzen graupeln 3d) Wetter 1. Stoß BDO
aufbützen aufhetzen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
ausbutzen Rebstock säubern 5) butzen II Abl. putzen RhWB
butzbergen Verstecken spielen 1b) Spiel 3. regional/sekundär BDO
derbutzeln im Wachstum zurückgeblieben 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
derbutzen im Wachstum zurückgeblieben 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
einbutzeln sich warm anziehen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
einbutzen sich warm anziehen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
einbutzen Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
fasnachtbutzen maskiert gehen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
hineinbutzen eng ansetzen 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß BDO
verbutzen etw. vergessen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
verbutzen jdmd. abkanzeln 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
verbutzen verputzen 5) butzen II Abl. putzen RhWB
zusammenbutzen etwas eng ansetzen, z. B. beim Schreiben 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß BDO
zusammenbutzlen Papier zerknittern 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß BDO

Belege/Quellen

Quellen für die Grundwörter (Einzelnachweise für Wortbildungen sind in den Tabellen verlinkt):

Bayerns Dialekte Online (BDO): Butz, Bütz, Butze, Bütze, Butzen, Butzer, butzig, Butzig, Bützig,

Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): Butz, Butze II, Butzen, Bützel, bützen,

Kölsch-Wörterbuch (nicht werbefrei): Butz/Bütze, Butz/Butze, Butzel, Bützje,

Lothringisches Wörterbuch (LothWb): Botze, botzen, Butze, butzen I, butzen II,

Mecklenburgisches Wörterbuch (MeckWB): Butz, Butzen, butzen, Butzer,

Mittelhochdeutsches Wörterbuch (FindeB): Butze,

Mittelniederdeutsches Wörterbuch (MNWB): butze,

Pfälzisches Wörterbuch (PfWb): Butz I, Butz II, Butzel, butzen, Butzer, Putz, Pütz, Putzel, putzen,

Rheinisches Wörterbuch (RhWb): Botz/Bötz, Butz, Bütz(e), Bützer, butzen I, butzen II, butzen III, Butzen III,

Schweizerisches Idiotikon: Butz, Bützel, butzen (putznen) und über 250 weitere Wortbildungen

Westfälisches Wörterbuch (WestWb): But, Bütteken, Buts, Buttek, Buttel, ...

Wiktionary: Butz, Butze, Butzen,

Wörterbuch der Bayerischen Mundarten in Österreich (WBÖ): Putz. Putze, Putzen

Wörterbuch der elsässischen Mundart (ElsWB): Butz, Butz II, Butze, Butze II, butzen, Butzer, bützlen,

Wörterbuch der luxemburgischen Mundart (WLM): Butz, butzech, ...



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drollig

drollig und Info - drollig müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch


Wortherkunft

Herr Wort Das Wort drollig wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:
  • niedlich, süß, knuddelig - Du hast aber sehr drollige Puppen.
  • spaßig, witzig, lustig - Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.
  • eigenartig, merkwürdig, seltsam - Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.
Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen drollig = lustig, possenhaft.

Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche drolle zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.

Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort droll (= spaßig, komisch).

Hinweise zum Wort drollig

Bedeutung: auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
Beispielsatz: Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: drol-lig

Aussprache: [ˈdʁɔlɪç]

Adjektiv / Adverb Das Wort drollig kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im Kinderlexikon wird dir am Beispiel von drollig der Unterschied erklärt.

Wortformen

Das Wort drollig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
drollig drolliger am drolligsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort drollig
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Info - drollig

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Weiterführende Informationen zum Wort drollig

Entstehung: niederländisch nl. drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann → nl. drollig = Spaßmacher, Knirps → mittelniederdeutsch drolle = Spaßmacher, lustige Figur → niederdeutsch drollig = lustig

möglicherweise verwandt mit engl. droll ←

Wortbildungen: drolligerweise,
Ableitungen: Drolligkeit
Interessantes: Das Wort drollig gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.

Im Unterschied zu lustig wirkt drollig oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.

Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig).

Unikales Morphem ?

Das ursprüngliche niederländische Wort drol ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung drollig übernommen worden. Das Morphem droll kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung drollig vor (drolligerweise, Drolligkeit).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem droll in der Wortbildung drollig kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.
Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen frz. drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen drol bzw. drollig.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung (Herkunft niedersächsisch drullig), Grimm-2 (nl drullig > ndd drullig), Goethe), ZDL, Duden-online

Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. Etymologiedatenbank.nl, Digitale Bibliothek (DBNL), Textbeispiele: Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667), Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)

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Damhirsch

Wortherkunft

Herr Wort Der Damhirsch ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
Interessantes: Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im Kinderlexikon interessante Bilder und Beschreibungen.

Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im Zootier-Lexikon.

Herr Alt Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter tamo oder tame. Daraus entwickelte sich Dam-.

Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. Hirsch, Bock oder Wild. So entstand das zusammengesetzte Wort Damhirsch.

Frau Fremd Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama

Hinweise zum Wort Damhirsch

Bedeutung: mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
Beispielsatz: Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.
Wortinfo: Wortart: Nomen, maskulin

Worttrennung: Dam-hirsch

Aussprache: [ˈdamˌhɪʁʃ]

Wortformen

Das Wort Damhirsch ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Damhirsch die Damhirsche
2. Fall Genitiv des Damhirsches der Damhirsche
3. Fall Dativ dem Damhirsch den Damhirschen
4. Fall Akkusativ den Damhirsch die Damhirschee



Weiterführende Informationen zum Grundwort Damhirsch
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Info - Damhirsch

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Weiterführende Informationen zum Wort Damhirsch

Entstehung: ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen → griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma → 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird Dam zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen Hirsch oder Bock = Damhirsch, Dambock.

ahd. tamo, tame = Wild → mhd. dam → nhd. Dam (Wildart) + Hirsch (männliches Tier mit Geweih)

Damhirsch = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“

Wortbildungen: Dam: Dambock, Damleder, Damtier, Damwild (Damwildgehege);

Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout

Ableitungen: -
Rechtschreibung: Das a im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort Damhirsch fälschlich mit doppeltem m geschrieben wird (falsch: *Dammhirsch).
Interessantes: Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.

Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.

Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (Dam) und genauer Bestimmung (Hirsch).

Unikales Morphem ?

Das Morphem dam ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dam ist in dieser Bedeutung daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe Adelung, Goethe, Grimm-1, Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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Dienstag

Wortherkunft

Herr Alt Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung Thing. Der germanische Gott Tyr war der Beschützer dieser Versammlung.

Der Name Dienstag geht auf das alte Wort thingsus zurück. Diese bedeutete Beschützer des Things. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort Dienstag.

Der Wortteil dien hat also nichts mit dem Verb dienen zu tun.

Fremdsprachen

Frau Fremd In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den Dienstag vom Germanischen Gott Tyr bzw. thingsus abgeleitet. Hier einige Beispiele:
Sprache Wochentag Aussprache
Deutsch Dienstag [ˈdiːnstaːk]
Dänisch tirsdag [ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
Englisch Tuesday [ˈtjuːzdeɪ]
Niederländisch dinsdag [ˈdɪnz.dɑx]
Norwegisch tirsdag [ˈtiːʂdɑːɡ]
Schwedisch tisdag [ˈtiːsdaɡ]

Hinweise zum Wort Dienstag

Bedeutung: der zweite Tag der Woche
Beispielsatz: Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.
Wortinfo: Wortart: Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural

Worttrennung: Diens-tag

Aussprache: [ˈdiːnstaːk]

Wortformen

Das Grundwort Dienstag wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein s angehängt.

Singular Plural (selten)
1. Fall Nominativ der Dienstag die Dienstage
2. Fall Genitiv des Dienstags, des Dienstages der Dienstage
3. Fall Dativ dem Dienstag den Dienstagen
4. Fall Akkusativ den Dienstag die Dienstage



Weiterführende Informationen zum Grundwort Dienstag
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Weiterführende Informationen zum Wort Dienstag

Entstehung: Bei den Römern hieß der Kriegsgott Mārs. Danach ist auch der Planet Mars benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).

Das Wort hängt mit dem germanischen Thing zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott Tyr (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.

Daraus entwickelte sich im 12. Jh. ahd. ziestag, mhd. ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name dingesdach, dinstag am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -

Wochentage

Die Römer nannten die Wochentage nach den damals bekannten Planeten der Erde. Die einzelnen Planeten waren für die Römer zugleich Götter. Die Germanen übernahmen dieses System. Sie änderten die Namen und benannten die Wochentage nach ihren Göttern. Als die Christen die germanischen Länder missionierten versuchten sie, diese heidnischen Namen der Wochentage umzubenennen. Dies konnten sie jedoch nur bei dem Mittwoch (Mitte der Woche) und dem Samstag (Ableitung vom hebräischen Sabbat = Ruhetag) durchsetzen.
Die Zählung der Wochentage begann bei den Römern mit dem Sonnengot (Sonntag). Erst mit Beschluss der UNO 1978 setzte sich weltweit die heute gebräuchliche Zählung mit dem Montag als ersten Tag der Woche durch.

röm. Zählung Römische Planeten Germanische Götter germanisch Mythologie seit 1978 UNO Tag Wochentag heute
2 Mond Mani Gott des Mondes 1 Montag germ. Gott
3 Mars Tyr/Tiu/ Ziu, Thingsus Gott des Krieges und des Rechts 2 Dienstag germ. Gott
4 Merkur Wodan, Odin, Futhark Hauptgott der Germanen 3 Mittwoch Mitte der Woche
5 Jupiter Donar, Thor Gott des Donners 4 Donnerstag germ. Gott
6 Venus Frija/Frigg Schutzgöttin der Ehe und des Lebens 5 Freitag germ. Gott
7 Saturn Saturn; Sabbat Gott der Aussaat; Ruhetag (Judentum) 6 Samstag hebr. Sabbat
1 Sonne Sonne, Sol Sonnengott (lat. männl. / germ. weibl.) 7 Sonntag röm./germ. Gott

Unikales Morphem ?

Das Morphem dien kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dien in der Wortbildung Dienstag kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, OWID, ZDL

Fremdsprachen: Dänisch, Englisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch

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Duckdalbe

Wortherkunft

Herr Alt Vermutlich stammt das Wort Duckdalbe aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb duiken = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort dalbe.

Die Duckdalbe ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens eingetaucht oder eingerammt ist.

Herr Fremd
ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg
Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort dukdalve zugrunde.

Hinweise zum Wort Duckdalbe

Bedeutung: Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg
20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg
Beispielsatz: Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.
Wortinfo: Wortart: Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben

Worttrennung: Duck-dal-be

Aussprache: [ˈdʊkˌdalbə]

Unterschied:
20260304 Dalben.jpg
Meist wird ein einzelner Pfahl als Dalbe und eine Pfahlgruppe als Duckdalbe bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also Duckdalben. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei Dalben, also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.

Wortformen

In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein n angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Duckdalbe die Duckdalben
2. Fall Genitiv der Duckdalbe der Duckdalben
3. Fall Dativ der Duckdalbe den Duckdalben
4. Fall Akkusativ die Duckdalbe die Duckdalben



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Info - Duckdalbe

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Weiterführende Informationen zum Wort Duckdalbe

Entstehung: Die Herkunft des Wortes Duckdalbe ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
  1. Das Wort Duckdalbe stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten duiken = (ein)tauchen und dalbe = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die Duckdalbe ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
  2. Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch Duque de Alba) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand (Bildersturm) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben duque de Alba. Auch in Dänemark ist die Bezeichnung duc d’albe geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
  3. Als eher unwahrscheinlich gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben (an)docken = etwas fest verbinden oder ducken = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch dalle/dallen = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
Wortbildungen: Zum Bestandteil dalbe gibt es mehrere Wortbildungen:

Anlegedalbe, Eisbrecherdalbe, Führungsdalbe, Leitdalbe, Leuchtfeuerdalbe, Schutzdalbe, Streichdalbe, Vertäuungsdalbe

Interessantes: Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort Dalbe.

Sprachvergleich

In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff Duckdalbe vom niederländischen dukdalve abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff Dalbe bezeichnet.

Sprache Dalbe Duckdalbe Quellen
Deutsch Dalbe Duckdalbe Wikipedia
Niederländisch dalf dukdalf / dukdalve Wikipedia
Norwegisch dalbe / pæle dykdalb Wikipedia
Dänisch dalbe dukdalbe / duc d’albe Wikipedia
Schwedisch dykdalb Wikipedia
Englisch dolphin Wikipedia
Französisch duc-d’Albe Wikipedia
Spanisch duque de Alba Wikipedia

Unikales Morphem ?

Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ducken.

Das Morphem duck kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung Duckdalbe.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem duck ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem dalbe kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dalbe ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Etymologie und Rechtschreibung: DWDS, OWID, ZDL, Wikipedia, Duden-online

Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich).

Landkarte: Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich) mit Hilfe von ChatGPT erstellt.

Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von Wikipedia und elbetreff.de (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.

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dunnemals

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet dunn so viel wie dann oder damals.

Das Wort dunnemals ist eine Verkürzung von anno dunnemals. Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: damals, vor langer Zeit.

Hinweise zum Wort dunnemals

Bedeutung: damals
Beispielsatz: Dunnemals gab es noch eine Volksschule.
Wortinfo: Wortart: Adverb

Worttrennung: dun-ne-mals

Aussprache: [ˈdʊnəmaːls]

Wortformen

Das Wort dunnemals ist ein Adverb. Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.



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Info - dunnemals

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Weiterführende Informationen zum Wort dunnemals

Entstehung: 19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen dunn = dann, damals.

Es entwickelte sich aus der Redewendung anno dunnemals.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Das lateinische Wort anno bedeutet im Jahre. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.

Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für vor langer Zeit:

  • anno dazumal - damals, vor langer Zeit
  • anno dunnemals - damals
  • anno Tobak - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort Tabak stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel Tobago, die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich Tobak und hieraus unser heutiges Wort Tabak entwickelt.)
  • anno pief - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
  • anno Tuck - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
  • anno Leipzig-einundleipzig - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 (mehr)

Unikales Morphem ?

Das Morphem dunn(e) kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dunn(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL

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Eberesche

Wortherkunft

Herr Wort Der erste Teil des Wortes (eber) hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort eburo bedeutete rötlich braun.

Die Blätter der Eberesche ähneln den Blättern einer Esche. Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.

Die rohen Beeren der Eberesche sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.

Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch Vogelbeere genannt.

Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen. Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
Wenn du mehr über die Eberesche wissen möchtest, dann findest du auf der Infoseite weitere Hinweise.

Hinweise zum Wort Eberesche

Bedeutung: Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
Beispielsatz: Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Eber-esche

Aussprache: [ˈeːbɐˌʔɛʃə]

Wortformen

In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) e und für die Mehrzahl (Plural) en:
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eberesche die Ebereschen
2. Fall Genitiv der Eberesche der Ebereschen
3. Fall Dativ der Eberesche den Ebereschen
4. Fall Akkusativ die Eberesche die Ebereschen



Weiterführende Informationen zum Grundwort Eberesche
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Info - Eberesche

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Weiterführende Informationen zum Wort Eberesche

Entstehung: ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; ahd. asc, mhd. asch = Esche; frühnhd. eberboum, eberasch, hd. Eberesche
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:Botanikus, Ökolandbau, NABU
Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum Baum des Jahres. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: Baum des Jahres 1997: die Eberesche.

Unikales Morphem ?

Das Morphem eber kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit Esche vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem Eber (= männliches Schwein, ahd. ebur, mhd. eber) besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem eber ist in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Abbildungen: Wikipedia: Eberesche: 1 a) Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2, 1 b) Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0, Wikipedia: Esche: 2 a) Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0, 2 b) CC BY-SA 3.0

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Eierschecke

Wortherkunft

Herr Alt Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.

Hinweise zum Wort Eierschecke

Bedeutung: Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
Beispielsatz: Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Ei-er-sche-cke

Aussprache: [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort Eierschecke und in der Mehrzahl (Plural) Eierschecken verwendet.
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eierschecke die Eierschecken
2. Fall Genitiv der Eierschecke der Eierschecken
3. Fall Dativ der Eierschecke den Eierschecken
4. Fall Akkusativ die Eierschecke die Eierschecken



Weiterführende Informationen zum Grundwort Eierschecke
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Info - Eierschecke

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Weiterführende Informationen zum Wort Eierschecke

Entstehung: Schecke: ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde (sh. Quelle). Eierschecke: Im 14. Jh. war Schecke die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. Quelle).
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Kochrezepte (nicht werbefrei): Die Eierschecke, Dresdener Eierschecke, Freiberger Eierschecke,

Unikales Morphem ?

Das Morphem scheck(e) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem scheck(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Entstehung: Wikipedia, Mittelhochdeutsches Wörterbuch (BMZ), Mittelhochdeutsches Handwörterbuch (Lexer),

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Elfenbein

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort für helfant (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort helfenbein. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das helfenbein war also ein Knochen des Elefanten.

Hinweise zum Wort Elfenbein

Bedeutung: Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
Beispielsatz: Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: El-fen-bein

Aussprache: [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Elfenbein verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ das Elfenbein die Elfenbeine
2. Fall Genitiv des Elfenbeins, des Elfenbeines der Elfenbeine
3. Fall Dativ dem Elfenbein, dem Elfenbeine den Elfenbeinen
4. Fall Akkusativ das Elfenbein die Elfenbeine
Weiterführende Informationen zum Grundwort Elfenbein
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Info - Elfenbein

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Weiterführende Informationen zum Wort Elfenbein

Entstehung: Elefant: griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch elfenbein (in Angleichung an griech. und lat. ohne h)
Wortbildungen:

Elfenbein:

Adjektive: elfenbeinartig, elfenbeinern, elfenbeinfarben

Nomen: Elfenbeinarbeit, Elfenbeinbüste, Elfenbeinexport, Elfenbeinfächer, Elfenbeinfarbe, Elfenbeinfigur, Elfenbeingegenstand, Elfenbeingriff, Elfenbeinhandel, Elfenbeinhändler, Elfenbeinimitation, Elfenbeinjäger, Elfenbeinkamm, Elfenbeinkästchen, Elfenbeinknopf, Elfenbeinkopf, Elfenbeinkugel,Elfenbeinlöffel,Elfenbeinpalast, Elfenbeinporzellan, Elfenbeinschnitzerei, Elfenbeinthron, Elfenbeinturm (Redensart), Elfenbeinturm , Mammutelfenbein, ...

Namen: Länder: Elfenbeinküste (Land in Afrika)

Pflanzen: Elfenbein-Mannstreu (Pflanze), Elfenbeinröhrling (Pilzart), Elfenbeinschneckling (Pilzart),

Tiere: Elfenbein-Federlibelle (Libellenart), Elfenbein-Flechtenbärchen (Schmetterling), Elfenbeinmöwe (Mövenart), Elfenbeinspecht (Vogelart), ...

sonstiges: Elfenbeinturm (Metapher), Elfenbeinmuseum in Schloss Erbach
Ableitungen: -
Interessantes: Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon (Elefant, Elfenbein) und im Mini-Klexikon (Elefant, Elfenbein). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe Löwenzahn.

Unikales Morphem ?

Das Morphem elfen kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen bein bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort elf oder den Elfen (Fabelwesen) gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem elfen ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Adelung, Goethe, Grimm), OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

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emsig

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Wortherkunft

Herr Alt Aus dem alten Adjektiv emiʒ (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -ig, zunächst emiʒʒig, später emʒic. in der Bedeutung häufig, eifrig.
Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.

Hinweise zum Wort emsig

Bedeutung: ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
Beispielsatz: Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: em-sig

Aussprache: [ˈɛmzɪç]

Wortformen

Das Adjektiv emsig wird regelhaft gesteigert.:
Grundstufe (Positiv) Vergleichsstufe (Komparativ) Höchststufe (Superlativ)
emsig emsiger am emsigsten

Weiterführende Informationen zum Grundwort emsig
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Info - emsig

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Weiterführende Informationen zum Wort emsig

Entstehung: ahd. emiʒʒīg, emeʒʒīg, mhd. emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
Wortbildungen: -
Ableitungen: Emsigkeit

Unikales Morphem ?

Das Morphem ems im Adjektiv emsig kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= Emsigkeit). Die Grundlage ist die Wortbildung ems + ig. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ems ist daher in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Adelung, Goethe, Grimm), OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

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Engerling

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort angar = Made, Larve wurde später enger und dann die Verkleinerungsform Engerling.

Hinweise zum Wort Engerling

Bedeutung: Der Engerling ist die Larve eines Maikäfert
Beispielsatz: Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: En-ger-ling, En-ger-lin-ge

Aussprache: [ˈɛŋɐlɪŋ]

Interessantes: Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im Klexikon. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG
Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Engerling verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein s angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Engerling die Engerlinge
2. Fall Genitiv des Engerlings der Engerlinge
3. Fall Dativ dem Engerling den Engerlingen
4. Fall Akkusativ den Engerling die Engerlinge

Weiterführende Informationen zum Grundwort Engerling
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Info - Engerling

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Entstehung: ie. *angu̯(h)- = Schlange, ahd. angar, mhd. anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; ahd. engiring, engirling, mhd. engerlinc.
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der Scarabaeoidea, also auch die Larven Blatthornkäfer, Erdkäfer, Hirschkäfer, Mistkäfer, Rosenkäfer und weltweit über 35.000 weitere Arten. (Quelle).

Unikales Morphem ?

Das Morphem enger kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als Engerling ist nicht verwandt mit dem Adjektiv eng.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem enger ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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entbehren

{{DISPLAYTITLE:entbehren}} entbehrlich, Entbehrung #REDIRECT [[entbehren]]


Wortherkunft

Herr Alt Das mittelhochdeutsche Verb enbern ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs beran, bern = tragen. Die erste Silbe en ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also etwas nicht tragen oder etwas nicht bei sich tragen. Das, was man nicht bei sich tragen kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus enbern = nicht tragen die Bedeutung ermangeln und vermissen entwickelt.
Herr Wort Das untergegangene Verb beran (bern) ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
  • gebären, mittelhochdeutsch gebern = zu Ende getragen, dazu gehört auch das Nomen Geburt
  • Eimer, mittelhochdeutsch einber = ein Behälter, den man mit einer Hand tragen kann
  • Zuber, zu = zwei, also ein Behälter, den man mit zwei Händen tragen muss

Hinweise zum Wort entbehren

Bedeutung: etwas oder jemanden vermissen
Beispiel: Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.

Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.

Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ent-beh-ren

Aussprache: [ɛntˈbeːʁən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich entbehre ich entbehrte ich habe entbehrt
2. Person du entbehrst du entbehrtest du hast entbehrt
3. Person er/sie/es entbehrt er/sie/es entbehrte er/sie/es hat entbehrt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir entbehren wir entbehrten wir haben entbehrt
2. Person ihr entbehrt ihr entbehrtet ihr habt entbehrt
3. Person sie entbehren sie entbehrten sie haben entbehrt

Weiterführende Informationen zum Grundwort entbehren
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Info - entbehren

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Entstehung: Aus dem Verb ahd. beran, mhd. bern = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = nein, nicht (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = nicht tragen entwickelt. Das ursprüngliche Verb (beran, bern) ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. in- und mittelhochdeutsch en- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ent- angepasst worden.
Wortbildungen:

(entbehren):

Nomen: Entbehrung, Entbehrlichkeit, Unentbehrlichkeit

Adjektive: entbehrlich, entbehrt, entbehrungsreich, entbehrungsvoll, langentbehrt, unentbehrlich

verwandte Wörter: Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter gebären, Geburt, Eimer und Zuber. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
  • Bürde = im übertragenen Sinn eine Last tragen - ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
  • Bahre = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
  • Gebärde = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
  • gebaren = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
  • gebühren (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
Das mittelhochdeutsche Präfix en- (ahd. in-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb bern in der Bedeutung heben, erhaben auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: empor (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), empören (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter Berg (* bherg̑os-, germ. *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und Burg (germ. *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb beran verwandt, von Birgit (die Erhabene) und Ingeborg (die Hüterin) bis Augsburg und Wittenberg.

Unikales Morphem ?

Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb beran, ber ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ber nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ent-. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ent- + behr abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem behr ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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erwähnen

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ge-wähenen = sagen, berichten, gedenken abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
Das Verb erwähnen ist nicht verwandt mit dem Nomen Wahn und dem hiervon abgeleiteten Verb wähnen.

Hinweise zum Wort erwähnen

Bedeutung: a) etwas beiläufig anmerken

b) etwas urkundlich nennen, anführen

Beispielsatz: a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.

b) Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.

Wortinfo: Wortart: Verb

; ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt

Worttrennung: er-wäh-nen

Aussprache: [ɛɐ̯ˈvɛːnən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich erwähne ich erwähnte ich habe erwähnt
2. Person du erwähnst du erwähntest du hast erwähnt
3. Person er/sie/es erwähnt er/sie/es erwähnte er/sie/es hat erwähnt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir erwähnen wir erwähnten wir haben erwähnt
2. Person ihr erwähnt ihr erwähntet ihr habt erwähnt
3. Person sie erwähnen sie erwähnten sie haben erwähnt



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Info - erwähnen

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Entstehung: ahd. giwahanen neben giwahan, mhd. gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt

in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. DWDS); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung

Bedeutungs-

Unterschied:

Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt. In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat. Im ersten Beispiel bedeutet erwähnen, dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
Wortbildungen: Adjektivbildungen: ersterwähnt, erwähnenswert, erwähntermaßen, obenerwähnt, vorerwähnt, unerwähnt, ...

Nomenbildungen: Ersterwähnung, Nichterwähnung, Obenerwähnte, ...

Ableitungen: Grundwort: erwähnen, Adjektiv: erwähnt, Nomen: Erwähnung

Unikales Morphem ?

Das Morphem wähn kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix er- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem wähn in erwähnen und wähn im Verb wähnen (Grundwort Wahn).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem wähn ist daher ein unikales Morphem.

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Flederwisch

Wortherkunft

Herr Alt
20260226 Plumeau.jpg
Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben vlederen (= flattern) und wischen.

Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch federwisch.

In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.

Hinweise zum Wort Flederwisch

Bedeutung: a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben

früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.

b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.

Beispielsatz: a) Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.

b) Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch

Wortinfo: Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache: [ˈfleːdɐˌvɪʃ]

Wortformen

Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e ergänzt, im 3. Fall (Dativ) en.
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Flederwisch die Flederwische
2. Fall Genitiv des Flederwischs, des Flederwisches der Flederwische
3. Fall Dativ dem Flederwisch, dem Flederwische den Flederwischen
4. Fall Akkusativ den Flederwisch die Flederwische

Weiterführende Informationen zum Grundwort Flederwisch
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Info - Flederwisch

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Weiterführende Informationen zum Wort Flederwisch

Entstehung: fledern: mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch

wischen: ahd. wisken, mhd. wischen, wüschen

Ableitungen und Wortbildungen: fledern: hierzu Flederbeer, Fledermaus, Fledertier, zerfledern

fleddern: (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. vlederen abgeleitet), zerfleddern, Leichenfledderer, ...

Interessantes: Bei Wikipedia ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen Handfeger oder Staubwedel beschreibt.

Unikales Morphem ?

Das Morphem fleder kommt isoliert im Verb fledern vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem fleder ist daher kein unikales Morphem.

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Abbildung: Flederwisch

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Firlefanz

Wortherkunft

Herr Alt Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde virelai. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort firlifanz entstanden. Die Bedeutung überflüssiges Zeug und Unsinn hat sich hieraus erst später entwickelt.

Hinweise zum Wort Firlefanz

Bedeutung: überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
Beispielsatz: Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Fir-le-fanz

Aussprache: [ˈfɪʁləˌfants]

Wortformen

In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein es angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein e an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird e durch en ersetzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Firlefanz die Firlefanze
2. Fall Genitiv des Firlefanzes der Firlefanze
3. Fall Dativ dem Firlefanz den Firlefanzen
4. Fall Akkusativ den Firlefanz die Firlefanze



Weiterführende Informationen zum Grundwort Firlefanz
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Info - Firlefanz

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Weiterführende Informationen zum Wort Firlefanz

Entstehung: Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = Gedicht und afrz. virelai = Ringel-, Reigenlied zugrunde. Der zweite Teil des Wortes fanz könnte von mhd. tanz abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort alefanz = Schalk, Possen liegt.
Wortbildungen: Firlefanzerei, veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
Ableitungen: -

Unikales Morphem ?

Die Morpheme firle und fanz kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Die Morpheme firle und fanz sind daher unikale Morpheme.

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garstig

Wortherkunft

Herr Wort Das Wort garstig beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
Herr Alt Das Wort geht auf mittelhochdeutsch garst zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.

Verwandt ist althochdeutsch gerstī = Hass, Groll.

Ursprünglich bezeichnete garstig also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.

Hinweise zum Wort garstig

Bedeutung: 1. widerlich, ekelerregend

2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten

Beispielsatz: Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: gars-tig

Aussprache: [ˈɡaʁstɪç]

Wortformen

Das Wort garstig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
garstig garstiger am garstigsten



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Info - garstig

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Weiterführende Informationen zum Wort garstig

Entstehung: ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. gerstī = Hass, Groll

→ mhd. garst = ranzig, übel riechend → nhd. garstig

Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein

Wortbildungen:
Ableitungen: Garstigkeit
Interessantes: Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)

Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:

„faul“ (Geruch → Verhalten)
„stinkig“ (Geruch → Stimmung)

Das ältere Wort garst ist heute nicht mehr gebräuchlich.

Unikales Morphem ?

Das Morphem garst im Wort garstig kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung garstig vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv garstig abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garst ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe), ZDL, Duden-online

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Garaus

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv gar bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, aus bedeutete „zu Ende“.

Das Nomen Garaus entstand aus dem Ausruf gar aus. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.

Die Verbindung gar aus bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen Garaus in der Bedeutung Ende.

Herr Wort Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung jemanden den Garaus machen vor und bedeutet jemanden töten, also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.

Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).

Hinweise zum Wort Garaus

Bedeutung: Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
Beispielsatz: Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.
Wortinfo: Wortart: Nomen, Neutrum

Worttrennung: Gar-aus

Aussprache: [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]

Wortformen

Das Wort Garaus wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Garaus
2. Fall Genitiv des Garaus
3. Fall Dativ dem Garaus
4. Fall Akkusativ das Garaus



Weiterführende Informationen zum Grundwort Garaus
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Info - Garaus

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Weiterführende Informationen zum Wort Garaus

Entstehung: germ. *garwa- → ahd. garo = fertig, vollständig → mhd. gar = bereit, vollständig, ganz ; gar + aus = zu Ende

Ausruf: gar aus = vollständig vorbei → Substantivierung: das Garaus

Wortbildungen: den Garaus machen (feste Redewendung)
Ableitungen: -
Bedeutungs-

entwicklung:

Das Wort Garaus ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.

Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:

„jemandem den Garaus machen“

Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.

Bei dem Adjektiv gar hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von fertig gegart verengt.

Unikales Morphem ?

Das Wort Garaus ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv gar und dem Adverb aus. Das Adjektiv gar wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv gar gesehen.

Einerseits: Das Morphem gar (als Adjektiv gar) kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.

Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem gar ist demnach kein unikales Morphem.
Andererseits: Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv gar (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem gar im Nomen Garaus gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung jemandem oder etwas den Garaus machen (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garaus kann daher auch als ein unikales Morphem betrachtet werden.
Das Adjektiv gar (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = vollständig, gerüstet, bereit gemacht hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = fertig gekocht, gebraten, gebacken etc.

Auch das Morphem gar in Garaus hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung vollständig, vorbei in der Wortgruppe gar aus ist eine Redewendung entstanden, die auf jmdn. oder etw. töten, vernichten eingeschränkt ist.

Pik-Kreis-blau.jpg Wenn nur das Morphem gar isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem gar bis zur Klärung zunächst als unklar eingestuft.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz sh. Adelung, vor allem Grimm-1, Wander (Sprichwörterlexikon Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen Garaus), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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gediegen

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort gedeihen (althochdeutsch githīhan) entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort gidigan, woraus später gediegen entstand.
Herr Wort Das Adjektiv kann gut und solide, wertvoll oder sorgfältig bearbeitet bedeuten.

In Norddeutschland wird gediegen umgangssprachlich auch in der Bedeutung seltsam oder eigenartig verwendet.

In der Bergmannssprache bezeichnet man mit gediegen Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also rein sind.

Hinweise zum Wort gediegen

Bedeutung: hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
Beispielsatz: Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-die-gen

Aussprache: [ɡəˈdiːɡn̩]

Wortformen

Das Wort gediegen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
gediegen gediegener am gediegensten



Weiterführende Informationen zum Grundwort gediegen
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Info - gediegen

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Weiterführende Informationen zum Wort gediegen

Entstehung: ahd. gidigan, mhd. gedigen; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. githīhan, mhd. gedīhen = gedeihen

Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.

Wortbildungen: Gediegenheit, gediegenerweise
Ableitungen: -
Interessantes: In der Bergmannssprache spricht man von gediegenem Gold oder gediegenem Silber, wenn das Metall in reiner Form vorkommt.

Regional kann gediegen auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.

Unikales Morphem ?

Das Morphem dieg kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ge- im Adjektiv gediegen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dieg ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, EWA, Goethe, Grimm), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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gedunsen

Weiterleitung einrichten #Redirektaufgedunsen


Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv ist vom ausgestorbenen althochdeutschen Verb dinsan = ziehen, zerren, schleppen abgeleitet.

Aus der Wortgruppe sich dinsen entwickelte sich die Bedeutung sich ausdehnen. Daraus entstand später das heute selten gebrauchte Wort gedunsen.

Im Mittelalter lautete die Form zunächst githinsan. Später entwickelte sich daraus gedunsen.

Wenn etwas aufgedunsen ist, dann ist es geschwollen oder ausgedehnt.

Herr Wort Das Grundwort dinsen wird heute nicht mehr gebraucht. Man sagt auch: Das Wort ist ausgestorben.

Auch die Ableitung gedunsen kommt heute nur noch selten vor. Häufiger verwendet man das Wort aufgedunsen.

Frau Fremd Englisch: swollen, puffed up

Französisch: gonflé

Lateinisch: tumidus

Hinweise zum Wort gedunsen

Bedeutung: geschwollen, ausgedehnt, aufgetrieben
Beispielsatz: Nach dem Stich war seine Hand ganz gedunsen.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-dun-sen

Aussprache: [ɡəˈdʊnzən]

Wortformen

Das Wort gedunsen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden heute kaum verwendet.

Positiv Komparativ Superlativ
gedunsen gedunsener am gedunsensten



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Weiterführende Informationen zum Wort gedunsen

Entstehung: ie. *tens = hin und herziehen

got. at-þinsan = heranziehen

ahd. thinsan, dinsan, mhd. dinsen = ziehen, zerren, schleppen

8. Jh. ahd. thinsan; 9. Jh. githinsan, später gedunsen

15. Jh. aufdinsen, aufdunsen, später aufgedunsen

Wortbildungen: aufgedunsen
Ableitungen: Dunst, gedunsen wirken
Interessantes: Das ursprüngliche Verb dinsen ist ausgestorben. Erhalten blieb das alte Morphem nur noch in wenigen Wörtern wie gedunsen oder aufgedunsen.

Unikales Morphem ?

Das Morphem duns beziehungsweise die ältere Form dins kommt heute nicht mehr selbstständig vor. Es erscheint fast nur noch in den Wörtern gedunsen und aufgedunsen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem duns ist daher ein unikales Morphem.
Das Präfix ge- kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem ge- ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL, Duden-online

gedunsen: AWb, AWb-2, BMZ, Adelung, Grimm

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Gefahr

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Hagebutte

Wortherkunft

Herr Alt Der erste Teil des Wortes Hag ist vom mittelhochdeutschen Wort hac abgeleitet. So nannte man früher eine Umzäunung, ein Gehege oder einen mit Gebüsch umzäunten Ort. Zur Einfriedung wurden oft Hagebutten oder Hagedorn verwendet.
Die Herkunft des zweiten Wortteils (butt) ist nicht eindeutig geklärt. Einige Sprachwissenschaftler leiten butte vom mittelhochdeutschen butz = Knoten, Klumpen ab. Andere sehen einen Zusammenhang mit dem niederländischen Wort but = stumpf.
Herr Wort Als Hagebutte bezeichnet man die roten Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten, besonders der Heckenrose.

Hinweise zum Wort Hagebutte

Bedeutung: Rote Scheinfrucht verschiedener Rosenarten
Beispielsatz: Im Herbst leuchten die roten Hagebutten an den Hecken.
Wortinfo: Wortart: Nomen, feminin

Worttrennung: Ha-ge-but-te

Aussprache: [ˈhaːɡəˌbʊtə]

Wortformen

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Hagebutte die Hagebutten
2. Fall Genitiv der Hagebutte der Hagebutten
3. Fall Dativ der Hagebutte den Hagebutten
4. Fall Akkusativ die Hagebutte die Hagebutten



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Entstehung: ahd. haganbutta, mhd. hagenbutz

butte möglicherweise aus dem niederländischen but = stumpf abgeleitet.

Einige Autoren sehen auch einen Zusammenhang mit butz = Klumpen, Knoten, Kerngehäuse.

Der erste Wortteil hag bedeutete ursprünglich: Umzäunung, Hecke, eingehegter Ort.

Von hag sind auch die Wörter Hecke, Hain, Gehege und Hagedorn abgeleitet.

Wortbildungen: Hagebuttenmarmelade, Hagebuttentee, Hagebuttenkern, Hagebuttenstrauch
Ableitungen: Hagedorn, Hecke, Gehege
Interessantes: Die Hagebutte ist botanisch keine echte Beere, sondern eine sogenannte Sammelnussfrucht.

Die Früchte enthalten sehr viel Vitamin C und werden häufig zu Tee oder Marmelade verarbeitet.

Unikales Morphem ?

Das Morphem butt(e) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und nur in wenigen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem butt(e) ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem hag(e) kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem hag(e) ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe, Grimm), BDO, ZDL, Wikipedia, Duden-online

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