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Gekröse

Gekröse = Halzkrause

Das Wort Gekröse wurde früher auch für die gefaltete Halskrause verwendet, weil diese stark gekräuselt war.

Der Gebrauch des Wortes Hai in übertragener Bedeutung
Gruppe Grundwort Kurze Erläuterung Quelle

Hagebutte

Eine Hagebutte ist die meist rote Frucht verschiedener Rosenarten, besonders der Heckenrose. Der erste Teil des Wortes geht auf ein altes Wort für eine Hecke oder Umzäunung zurück. Woher der zweite Wortteil -butte stammt, ist nicht sicher geklärt. Auf dieser Seite erfährst du mehr über die Bedeutung und die ungewöhnliche Herkunft des Wortes.




Wortherkunft

Herr Alt Der erste Teil des Wortes Hag ist vom mittelhochdeutschen Wort hac abgeleitet. So nannte man früher eine Umzäunung, ein Gehege oder einen mit Gebüsch umzäunten Ort. Zur Einfriedung wurden oft Hagebutten oder Hagedorn verwendet.
Die Herkunft des zweiten Wortteils (butt) ist nicht eindeutig geklärt. Einige Sprachwissenschaftler leiten butte vom mittelhochdeutschen butz = Knoten, Klumpen ab. Andere sehen einen Zusammenhang mit dem niederländischen Wort but = stumpf.
Herr Wort Als Hagebutte bezeichnet man die roten Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten, besonders der Heckenrose.

Hinweise zum Wort Hagebutte

Bedeutung: Rote Scheinfrucht verschiedener Rosenarten
Beispielsatz: Im Herbst leuchten die roten Hagebutten an den Hecken.
Wortinfo: Wortart: Nomen, feminin

Worttrennung: Ha-ge-but-te

Aussprache: [ˈhaːɡəˌbʊtə]

Wortformen

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Hagebutte die Hagebutten
2. Fall Genitiv der Hagebutte der Hagebutten
3. Fall Dativ der Hagebutte den Hagebutten
4. Fall Akkusativ die Hagebutte die Hagebutten



Weiterführende Informationen zum Grundwort Hagebutte
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Hagebutte

zurück zur Wortgeschichte Hagebutte

Die Infoseite erläutert die Herkunft und sprachgeschichtliche Entwicklung des Wortes Hagebutte. Sie beschreibt die Bedeutung des ersten Wortbestandteils Hag- als Bezeichnung für eine Hecke oder Einfriedung und stellt die verschiedenen Erklärungsansätze zur Herkunft des zweiten Wortbestandteils -butte vor. Außerdem werden Wortbildungen und Ableitungen sowie die Frage behandelt, ob butt(e)- als unikales Morphem angesehen werden kann.



Weiterführende Informationen zum Wort Hagebutte

Entstehung: ahd. haganbutta, mhd. hagenbutz

butte möglicherweise aus dem niederländischen but = stumpf abgeleitet.

Einige Autoren sehen auch einen Zusammenhang mit butz = Klumpen, Knoten, Kerngehäuse.

Der erste Wortteil hag bedeutete ursprünglich: Umzäunung, Hecke, eingehegter Ort.

Von hag sind auch die Wörter Hecke, Hain, Gehege und Hagedorn abgeleitet.

Wortbildungen: Hagebuttenmarmelade, Hagebuttentee, Hagebuttenkern, Hagebuttenstrauch
Ableitungen: Hagedorn, Hecke, Gehege
Interessantes: Die Hagebutte ist botanisch keine echte Beere, sondern eine sogenannte Sammelnussfrucht.

Die Früchte enthalten sehr viel Vitamin C und werden häufig zu Tee oder Marmelade verarbeitet.

Unikales Morphem ?

Das Morphem butt(e) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und nur in wenigen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem butt(e) ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem hag(e) kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem hag(e) ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe, Grimm), BDO, ZDL, Wikipedia, Duden-online

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Hahn

Warum schreibt wir Henne und nicht *Hänne ? Das Wort ist doch von Hahn abgeleitet
Klasse 4

Warum schreiben wir Henne und nicht Hänne, obwohl das Wort mit Hahn verwandt ist? Auf dieser Seite erfährst du, warum sich die Schreibungen schon vor vielen Jahrhunderten unterschiedlich entwickelt haben. Außerdem lernst du die spannende Geschichte des Wortes Hahn kennen und erfährst, warum der Hahn in früheren Zeiten als ganz besonderes Tier galt.



Diskussion

Graf Ortho Eine spannende Frage: Wer war zuerst da, die Henne oder der Hahn? Vielleicht kann uns Herr Alt weiterhelfen. Er ist schließlich unser Experte für Wortgeschichten.
Herr Alt „Natürlich der Hahn.“, war seine knappe Antwort.
Eine so kurze Antwort von Herrn Alt ist sehr ungewöhnlich. Entweder ist er sich in einem solchen Fall sehr sicher oder aber er hat keine richtige Lust, sich auf eine Diskussion mit seinen Kolleginnen und Kollegen einzulassen.

Nicht ungewöhnlich hingegen ist, dass Frau Kurz sich mit kurzen Antworten von Herrn Alt nicht zufrieden gibt.

Frau Kurz „Solch ein Quatsch!“, entfuhr es Frau Kurz. „Ohne die Henne gäb es kein Ei und ohne Ei keinen Hahn.“
Herr Wort „Aber Frau Kurz! Es geht hier doch um die Geschichte der Wörter und nicht um die Geschichte der Hühner.“, mischte sich Herr Wort ein. „Also Herr Alt: Warum soll das Wort Hahn älter sein als das Wort Henne?“
Herr Alt „Unser gemeines Haushuhn war schon den Germanen bekannt. Der Hahn hieß: *hanōn und die Henne: *han-jō, was soviel wie Weibchen des Hahns bedeutete. Im Mittelalter (also vor rund tausend Jahren) wurde hieraus han und henna. Bereits in dieser Zeit wurde der Vokal [a:] lang [haːn] bzw. kurz [e] [ˈhɛna] gesprochen.“
Frau Kurz „Wissen Sie das genau? Könnte nicht auch *han-jō vor *hanōn da gewesen sein und Männchen der Henne geheißen haben? Wie können Sie da so sicher sein?“, hakte Frau Kurz nach.
Herr Alt „Warum der Hahn bei den Germanen der dominantere Begriff war kann man an der Bedeutung ablesen. Das Wort Hahn = *hanōn kommt in vielen germanischen Sprachen vor (gotisch, altnordisch, altfriesisch = hana). Es bedeutete ursprünglich: der Sänger. Mit seinem morgendlichen ‚Geschrei’ drängte sich der Hahn in den Vordergrund – auch sprachlich. Die Frauen waren eben früher viel stiller. Das hat sich ja leider geändert. …“
Frau Kurz „Herr Aaaaalt!“, unterbrach Frau Kurz mit bösem Blick.
Herr Alt „Ist ja schon gut. Das war ein Scherz! – Bei den Ahnen der Ahnen der Germanen wurden dem Hahn magische Kräfte zugesprochen. Man glaubte nämlich, dass er mit seinem Gesang in der Lage war, den Morgen herbeizurufen – und nicht umgekehrt, wie wir heute glauben. Blieb der Hahnenschrei einmal am Morgen aus, so drohte Unheil. Kein Tag also, an dem man auf die Jagd gehen oder gar Krieg führen sollte. Und wenn der Hahn am Morgen krächzte anstatt zu krähen, dann gab es schlechtes Wetter.

Diese Vorstellung, dass der Hahn das Wetter voraussagen kann, hat sich bis heute gehalten. Auch der Wetterhahn auf den Kirchtürmen hat einen Ursprung in der alten germanischen Mythologie.

Solche magischen Fähigkeiten hatte die Henne natürlich nicht. Sie blieb ja morgens still“, ergänzte Herr Alt mit einem schmunzelnden Seitenblick auf Frau Kurz.

Frau Fremd „Lieber Herr Alt! Ich vermute, dass diese magische Kraft, die den Hähnen zugeschrieben wurde, noch sehr viel älter ist. Wir finden den Hahn als Sänger auch noch in anderen Sprachen (siehe hierzu die Übersetzungen unten).
→ russisch: петух (petuch) = Hahn, пет (pet) = singen-
→ litauisch: gaidýs = Hahn, gáida = Gesang
→ lateinisch: can-ere = singen
... “
Herr Alt „ ... und der weiße Hahn als Symbol für den Lichtgott und der rote Hahn als Symbol für den Feuergott und der schwarze Hahn als Bild des Teufels und ...”
Frau Kurz „Herr Aaaaaalt!” Die Geduld von Frau Kurz war offensichtlich zu Ende. „Die Frage der Kinder war doch: Warum schreiben wir Henne und nicht *Hänne“, versuchte Frau Kurz nun das Gespräch wieder auf den Punkt zu bringen.
Herr Alt „Die Unterscheidung von Hahn und Henne hat sprachlich schon sehr früh bestanden. Dies wurde dann – auch in der Schreibung – immer weiter fortgeführt. Das nennt man Sprachtradition. Die Kennzeichnung des Langvokals mit einem Dehnungs-h ist im übrigen sehr viel später (vermutlich erst im 16. Jahrhundert) entstanden.“
Herr Wort „Nun gut, Herr Alt“, meldete sich jetzt Herr Wort wieder zu Wort. Anders wäre Herr Alt auch nicht zu bremsen gewesen. Er wollte nämlich gerade anfangen auch noch die Sprachgeschichte des Huhns zu erzählen. „Ich muss also meine Regel mit dem Wortstamm ergänzen:“
Die Schreibung des Wortstammes bleibt in Ableitungen erhalten

– falls nicht Sprachtraditionen dem entgegenstehen –

Frau Kurz „Mal ehrlich: Bei wie vielen Wörtern kommt das vor?“ fragte nun Frau Kurz.
Herr Alt „Das weiß ich nicht. Sehr oft jedenfalls nicht.“, meinte Herr Alt.
Frau Kurz „Also dann sollten wir doch für Kinder die kurze Form der Regel lassen.“
Graf Ortho Dieser Einschätzung von Frau Kurz kann ich mich nur anschließen. Wenn wirklich einmal ein Kind Hänne schreibt, dann sollten wir uns über so viel Sprachkompetenz freuen.
Frau Fremd In vielen Ländern wurde das germanische Wort *hanōn übernommen:
Land Sprache
Dänisch hane
Niederländisch haan
Norwegisch hane
Isländisch hani
Schwedisch hane, tupp
In vielen europäischen Sprachen wurde das lateinisch Wort gallus übernommen, so z. B. in Italien (gallo), Portugal (galo), Spanien (gallo). In anderen Ländern entwickelten sich lautmalerische Wörter (aus dem Gegacker des Hahns: coco coco), so z. B. in England, (cock), Finnland (Kukko) und Frankreich (coq).

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Weiterführende Informationen zum Wort Hahn

Modellwortschatz

Das Wort Hahn gehört zum Modellwortschatz.
Du kannst dir auch einige Fremdsprachen anhören.

Hinweise zum Wort

Bedeutung: Ein Hahn ist das männliche Haushuhn. Das Wort wird aber auch für verschiedene technische Geräte verwendet, aus denen Flüssigkeiten oder Gase herausfließen können.

a) männliches Haushuhn

b) Absperr- oder Auslassvorrichtung für Flüssigkeiten oder Gase

Beispielsatz: Der Hahn krähte schon vor Sonnenaufgang.

Dreh bitte den Wasserhahn zu!

Wortinfo: Wortart: Nomen, maskulin

Worttrennung: Hahn

Aussprache: [haːn]

Wortformen

Das Wort Hahn ist ein männliches Nomen.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Hahn die Hähne
2. Fall Genitiv des Hahnes / Hahns der Hähne
3. Fall Dativ dem Hahn den Hähnen
4. Fall Akkusativ den Hahn die Hähne



zu den Wortgeschichten Henne und Huhn
Weiterführende Informationen zum Grundwort Hahn
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Info - Hahn

zurück zur Wortgeschichte Hahn


Die Wörter Hahn und Henne gehören zu den ältesten Tierbezeichnungen der deutschen Sprache. Beide reichen bis in die germanische Zeit zurück. Den Ursprung vermuten die Sprachwissenschaftler noch viel früher in der indoeuropäischen Sprachfamilie. Auf dieser Seite erfährst du mehr über den Ursprung, die Bedeutung und die Vielfalt der Bedeutungen in den Wortbildungen mit den Nomen Hahn und Hähnchen.



Weiterführende Informationen zum Wort Hahn

Entstehung: ie. *kan- = singen, klingen, tönen
⇒ germ. *hanan- = Hahn, Sänger
⇒ ahd. hano, mhd. hane = Hahn
seit 8. Jh. Bezeichnung für männliches Huhn
seit 15. Jh. Technik: für Absperrvorrichtung (z. B. Gas-, Wasserhahn)
seit 16. Jh. Waffentechnik: für Vorrichtung an Schusswaffen
Bi-W-H Burg Reichenstein - Burgmuseum Konushahn.jpg

Der Hahn wurde wahrscheinlich nach seinem Krähen benannt. Das Wort gehört damit zu den Tiernamen, die auf einen charakteristischen Laut zurückgehen.

Die technische Bedeutung Wasserhahn entstand erst nach dem Mittelalter. Viele Zapfhähne wurden damals mit einer Hahnfigur geschmückt.

Interessantes:
Bi-W-H Paulin Trier, Wetterhahn H1.jpg
In vielen Kulturen gilt der Hahn als Symbol für Wachsamkeit und den Beginn des Tages. Auf Kirchtürmen findet man häufig einen Wetterhahn. Er erinnert zugleich an das Krähen des Hahnes am Beginn des Tages und zeigt zugleich die Windrichtung an.

Die weibliche Form zum Hahn ist die Henne. Beide Wörter bilden ein altes Wortpaar, ähnlich wie Stier und Kuh oder Widder und Schaf.

Wappentiere Der Hahn kommt auch in verschiedenen Wappen vor. Er findet sich in den Wappen von Städten, Firmen, Vereinen, Ländern usw. Häufig symbolisiert er Kampfbereitschaft, Wachsamkeit oder Verteidiger der Familie. Hier einige Orte aus Deutschland, die den Hahn in ihrem Städtewappen führen:
Auch international findes du den Hahn in vielen Städten als Wappentier. Hier einige Beispiele von europäischen Orten:
Wenn dich der Hahn als Wappentier interessiert, dann findest du im Internet auf der Seite wikimedia commons viele hundert weitere Beispiele. Die meisten Hähne kommen in Familienwappen vor, aber auch in Vereinenswappen, Ländern (z. B. Kenia) und selbst in der Olympiamannschaft von Frankreich.

Wortbildungen

Es gibt viele Wortbildungen mit dem Nomen Hahn. In den meisten Wortbildungen steht Hahn als Letztglied. In der folgenden Tabelle wurden die Beispiele der Wortbildungen nach Bedeutungsgruppen sortiert. Die Wörter sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt.

Wortbildungen mit dem Grundwort Hahn
1. Hahn als Tier
Auerhahn, Backhahn, Berghahn, Birkhahn, Brathahn, Bruderhahn, Fasanenhahn, Finkenhahn, Flughahn, Gickelhahn, Gockelhahn, Goldhahn, Hahn, Hahnen, Hahnenküken, Hahnium, Hahnwald, Haselhahn, Haushahn, Hüpfhahn, Junghahn, Kanarienhahn, Kapaun, Kapphahn, Kickelhahn, Knurrhahn, Lichtenhahn, Masthahn, Meerhahn, Pfauenhahn, Pfauhahn, Piephahn, Rehhahn, Seehahn, Straußenhahn, Truthahn, Truthahnschießen, Urhahn, Wildenhahn, Zuchthahn, ...
2. Hahn als Körpermerkmal
Hahnenbalken, Hahnenbrust, Hahnendorn, Hahnenfeder, Hahnenfuß, Hahnenfußgewächs, Hahnenhode, Hahnenhütchen, Hahnenkamm, Hahnenkammrennen, Hahnenklee, Hahnenschwanz, Hahnensporn, Hahnenstimme, Hahnentritt, Hahnentrittmuster, Hahnkeule, ...
3. Hahn als Verhaltenstyp
Hahnenbalz, Hahnenkampf, Hahnenschau, Hahnenwackel, Hahnrei, Kampfhahn, Platzhahn, Spielhahn, Streithahn, Zankhahn, ...
4. Hahn als Zeitanzeiger
Hahnenkräh, Hahnenkraht, Hahnenruf, Hahnenschrei, Hahnenwecker, ...
5. Hahn als Symboltier
Hahn roter Hahn, Tempelhahn, Turmhahn, Wetterhahn, Windhahn, ...
6. Hahn als technische Vorrichtung
Abflusshahn, Ablasshahn, Absperrhahn, Abstellhahn, Ausflusshahn, Auslasshahn, Benzinhahn, Bierhahn, Dreiwegehahn, Einhebelhahn, Einweghahn, Fasshahn, Gashahn, Hahnenwasser, Haupthahn, Kippenhahn, Kraftstoffhahn, Leitungshahn, Mehrwegehahn, Messinghahn, Nickelhahn, Nothahn, Ölhahn, Quetschhahn, Regulierhahn, Schwenkhahn, Sperrhahn, Spundhahn, Streichhahn, Süßhahn, Tautenhahn, Uhrhahn, Vierwegehahn, Warmwasserhahn, Wasserhahn, Zapfhahn, Zweiwegehahn, Zwickelhahn, ...
7. Hahn als Teil von Waffen und Geräten
Abzugshahn, Gewehrhahn, Revolverhahn, Schnapphahn, ...
8. Hahn in übertragenen Bedeutungen
Geldhahn (manchmal auch als Finanzhahn, Kredithahn, Zinshahn bezeichnet), ...

Nicht ganz so oft kommt das Nomen Hähnchen in Wortbildungen vor. Hier dominiert das Wort als Erstglied. In der folgenden Tabelle sind Beispiele für die Wortbildungen in Bedeutungsgruppen aufgelistet. Die Wörter sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt.

Wortbildungen mit dem Grundwort Hähne, Hänchen
1. Hähnchen als Geflügel und Jungtier
Backhähnchen, Brathähnchen, Grillhähnchen, Hähnchen, Masthähnchen, Tiefkühlhähnchen
2. Hähnchen als Nahrungsmittel
Hähnchenbraten, Hähnchenbrühe, Hähnchenbrust, Hähnchenfilet, Hähnchenfleisch, Hähnchenflügel, Hähnchenhack, Hähnchenkeule, Hähnchenschenkel, Hähnchenschnitzel, Hähnchenspieß, Hähnchenteil
3. Hähnchen in Zucht, Haltung und Vermarktung
Hähnchenkrise, Hähnchenmast, Hähnchenmäster, Hähnchenschlachterei, Hähnchenschlachtung
4. „-hähnchen“ als Tiername
Getreidehähnchen, Goldhähnchen, Lilienhähnchen, Spargelhähnchen, ,

Redensarten und Sprichwörter mit „Hahn“

Der Hahn als stolzes und selbstbewusstes Tier

Der Hahn fällt durch seinen roten Kamm, sein buntes Gefieder und sein selbstbewusstes Auftreten auf. Er verteidigt sein Revier und zeigt den Hennen seine Stärke. Deshalb steht der Hahn in vielen Redensarten für Stolz, Selbstbewusstsein und manchmal auch für Überheblichkeit.

  • stolz wie ein Hahn sein
  • sich aufplustern wie ein Hahn
  • wie ein Hahn auf dem Mist auftreten
  • jeder Hahn ist König auf seinem Mist
  • der Hahn denkt, die Sonne gehe seinetwegen auf
  • wie ein Hahn im Korb sein

Bedeutung: Die Redensarten beschreiben Menschen, die selbstbewusst auftreten, sich wichtigmachen oder ihre eigene Bedeutung überschätzen.

Der Hahn als Wächter des Tages

Schon lange bevor es Wecker gab, kündigte der Hahn mit seinem Krähen den neuen Tag an. Deshalb wurde er zum Symbol für den frühen Morgen.

  • mit dem Hahn aufstehen
  • früh wie ein Hahn auf den Beinen sein
  • mit den Hühnern schlafen gehen und mit dem Hahn aufstehen

Bedeutung: Die Redensarten beschreiben Menschen, die früh schlafen gehen oder sehr früh aufstehen.

Der Hahn als Zeichen für Interesse oder Gleichgültigkeit

Der Hahn macht durch sein Krähen auf sich aufmerksam. Wenn aber „kein Hahn danach kräht“, interessiert sich niemand für eine Sache.

  • danach kräht kein Hahn
  • kein Hahn kräht danach
  • da wird kein Hahn nach krähen

Bedeutung: Niemand interessiert sich für etwas oder schenkt ihm Beachtung.

Der Hahn als Symbol für Feuer

Früher bezeichnete man ein Feuer oft als „roten Hahn“. Die Flammen erinnerten an den roten Hahnenkamm.

  • den roten Hahn aufs Dach setzen
  • der rote Hahn kräht auf dem Dach
  • den roten Hahn aufsteigen lassen
  • den roten Hahn reiten lassen

Bedeutung: Die Redensarten beziehen sich auf Feuer, Brände oder Brandstiftung.

Der Hahn in Religion und Bauernregeln

Der Hahn spielt auch in der christlichen Tradition und im Volksglauben eine Rolle.

  • ehe der Hahn kräht
  • der Hahn kräht dreimal
  • wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt, wie es ist

Bedeutung: Die Redensarten beziehen sich auf religiöse Erzählungen oder auf Beobachtungen des Wetters.

Zusammenfassung

Die meisten Redensarten mit Hahn beziehen sich auf:

  1. Stolz und Selbstbewusstsein
  2. den Beginn des Tages
  3. Interesse oder Gleichgültigkeit
  4. Feuer und Brände
  5. Religion und Volksglauben

Der Hahn erscheint in der Sprache meist als auffälliges, selbstbewusstes und weithin hörbares Tier.


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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Übersetzungen: Dänisch, Englisch, Französisch, Finnisch, Isländisch, Italienisch, Latein, Niederländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch, Spanisch



zu den Wortgeschichten Henne und Huhn
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Henne

Eine Henne ist das weibliche Haushuhn. Das Wort gehört zu einer sehr alten germanischen Wortfamilie und ist seit mehr als tausend Jahren bekannt. Auf dieser Seite erfährst du, wie die Wörter Henne und Hahn entstanden sind und warum sie schon seit langer Zeit ein festes Wortpaar bilden.



Wortherkunft

Herr Wort Das Wort Henne bezeichnet das weibliche Haushuhn. In der Umgangssprache wird das Wort manchmal auch für weibliche Tiere anderer Hühnervögel verwendet.
Herr Alt Das Wort Henne gab es schon im Althochdeutschen als henna. Es gehört zu einer alten germanischen Wortfamilie. Die Wörter Hahn und Henne bilden seit vielen Jahrhunderten ein Wortpaar für die männlichen und weiblichen Tiere des Haushuhns.
Frau Fremd In vielen Ländern wurde das germanische Wort *hanōn übernommen:
Land Sprache
Dänisch høne
Englisch hen
Niederländisch hen
Norwegisch høne
Schwedisch höna

Hinweise zum Wort Henne

Bedeutung: Das Wort Henne bezeichnet das weibliche Haushuhn. In der Umgangssprache wird das Wort manchmal auch für weibliche Tiere anderer Hühnervögel verwendet.
Beispielsatz: Die Henne führte ihre Küken über den Bauernhof.
Wortinfo: Wortart: Nomen, feminin

Worttrennung: Hen·ne

Aussprache: [ˈhɛnə]

Wortformen

Das Wort Henne ist ein weibliches Nomen.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Henne die Hennen
2. Fall Genitiv der Henne der Hennen
3. Fall Dativ der Henne den Hennen
4. Fall Akkusativ die Henne die Hennen



zu den Wortgeschichten Hahn und Huhn
Weiterführende Informationen zum Grundwort Henne
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Henne

zurück zur Wortgeschichte Henne

Die Infoseite erläutert die Herkunft und sprachgeschichtliche Entwicklung des Wortes Henne. Sie beschreibt die gemeinsame Wortgeschichte von Henne und Hahn, stellt wichtige Wortbildungen vor und zeigt, welche Bedeutungsgruppen sich dabei unterscheiden lassen. Außerdem werden Redensarten und Sprichwörter mit Henne erklärt und mit den sprachlichen und kulturellen Vorstellungen verglichen, die sich mit dem Hahn verbinden.


Weiterführende Informationen zum Wort Henne

Entstehung: ie. *kan- = singen, tönen, rufen
⇒ germ. *hanjō = Henne
⇒ ahd. henna, mhd. henne = weibliches Haushuhn

Die genaue Herkunft des Wortes ist nicht vollständig geklärt. Wahrscheinlich gehört es zur gleichen alten Wortfamilie wie Hahn.

Wortbildungen: Gluckhenne, Legehenne, Bruthenne, Haushenne, Hennenfeder, Hennenstall
Ableitungen: hennenartig, Hennenhaltung, Hühnerhenne
Interessantes: Die Henne ist eines der wichtigsten Nutztiere des Menschen. Sie liefert Eier und wird seit mehreren tausend Jahren gehalten.

Die Henne legt auch dann Eier, wenn kein Hahn vorhanden ist. Aus diesen Eiern können jedoch keine Küken schlüpfen.

Zusammen mit Hahn bildet Henne ein sogenanntes Movierungspaar, also ein Wortpaar zur Kennzeichnung männlicher und weiblicher Tiere.

Wortbildungen

Es gibt einige wenige Wortbildungen mit dem Nomen Henne. In den Wortbildungen steht Henne (von wenigen Ausnahmen abgesehen) als Letztglied. In der folgenden Tabelle wurden die Beispiele der Wortbildungen nach Bedeutungsgruppen sortiert. Die Wörter sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt.

Wortbildungen mit dem Grundwort Henne
1. Henne als weibliches Tier
Henne, Junghenne
2. Henne als Nutzgeflügel (Zucht, Haltung, Nutzung)
Brathenne, Hennenhaltung, Käfighenne, Legehenne, Legehennenanlage, Legehennenfarm, Legehennenfutter, Legehennenhaltung, Legehennenkäfig, ...
3. Henne als Muttertier (Brüten, Kükenaufzucht)
Bruthenne, Gluckhenne, Hennenküken, ...
4. Henne als besondere oder auffällige Henne
Fettenhenne, Fetthenne, Krampfhenne, Maschennetzhenne, ...
5. Henne als Bezeichnung anderer Tierarten
Auerhenne, Birkhenne, Fasanenhenne, Pfauenhenne, Pfauhenne, Puthenne, Putthenne, Truthenne, ...

Redensarten und Sprichwörter mit „Henne“

Die Henne als Mutter

Hennen beschützen ihre Küken und wärmen sie unter ihren Flügeln. Deshalb stehen sie oft für Fürsorge und manchmal auch für Überfürsorge.

  • wie eine Glucke auf ihre Küken aufpassen
  • eine Glucke sein
  • sich benehmen wie eine Glucke
  • jemanden unter die Flügel nehmen

Bedeutung: Sich besonders fürsorglich um andere kümmern.

Die Henne als Eierlegerin

Hennen legen Eier und sichern damit den Fortbestand ihrer Art. Deshalb entstanden Redensarten über Ursprung, Reichtum und Glück.

  • Was war zuerst da – die Henne oder das Ei?
  • die Henne, die goldene Eier legt
  • man soll die Henne nicht schlachten, die die Eier legt
  • auch die blindeste Henne findet einmal ein Korn

Bedeutung: Fragen nach dem Ursprung, dauerhafter Nutzen oder unerwartetes Glück.

Die Henne als gackerndes Tier

Hennen machen oft lautstark auf sich aufmerksam. Daraus entstanden Redensarten über Unruhe und viel Gerede.

  • gackern wie eine Henne
  • ein Gegacker wie im Hühnerstall
  • herumlaufen wie eine aufgescheuchte Henne

Bedeutung: Lautes Reden, Aufregung oder hektisches Verhalten.

Die Henne als ängstliches Tier

Hennen reagieren schnell auf Gefahren und suchen Schutz.

  • ängstlich wie eine Henne sein
  • sich verkriechen wie eine Henne

Bedeutung: Vorsichtig, schreckhaft oder furchtsam sein.

Zusammenfassung

Die meisten Redensarten mit Henne beziehen sich auf drei Dinge:

  1. das Eierlegen,
  2. das Beschützen der Küken,
  3. das Gackern und aufgeregte Verhalten.

Beim Hahn stehen dagegen meist Stolz, Macht und der morgendliche Hahnenschrei im Mittelpunkt. Henne und Hahn ergänzen sich also auch in den Redensarten: Die Henne steht eher für Fürsorge und Alltag, der Hahn eher für Selbstbewusstsein und Aufmerksamkeit.


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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, BDO, Goethe, Grimm, Krünitz, WWb), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)


zu den Wortgeschichten Hahn und Huhn
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Huhn

Das Huhn ist die allgemeine Bezeichnung für das Haushuhn. Das Wort kann sowohl Hahn und Henne gemeinsam als auch nur die Henne meinen. Auf dieser Seite erfährst du, woher das Wort Huhn stammt, wie sich seine Bedeutung im Laufe der Zeit verändert hat und warum es mit Hahn und Henne verwandt ist.



Wortherkunft

Herr Wort Das Wort Huhn bezeichnet heute meist das Haushuhn. Genau genommen umfasst das Wort sowohl den Hahn als auch die Henne. Oft wird das Wort aber auch speziell für die Henne verwendet.
Herr Alt Das Wort Huhn ist sehr alt. Schon im Althochdeutschen gab es die Form huon. Die Sprachwissenschaftler vermuten, dass das Wort ursprünglich ein junges Tier bezeichnete. Erst später wurde daraus die allgemeine Bezeichnung für das Haushuhn.
Frau Fremd In vielen Ländern wurde das germanische Wort *hanōn übernommen:
Land Sprache
Dänisch høne
Isländisch hæna
Niederländisch hoen
Norwegisch høne
Schwedisch höns

Hinweise zum Wort Huhn

Bedeutung: a) Haushuhn als Tierart

b) Sammelbezeichnung für Hahn und Henne

Beispielsatz: Das Huhn scharrte auf dem Hof nach Körnern.
Wortinfo: Wortart: Nomen, Neutrum

Worttrennung: Huhn

Aussprache: [huːn]

Wortformen

Das Wort Huhn ist ein sächliches Nomen.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Huhn die Hühner
2. Fall Genitiv des Huhnes / Huhns der Hühner
3. Fall Dativ dem Huhn den Hühnern
4. Fall Akkusativ das Huhn die Hühner



zu den Wortgeschichten Hahn und Henne
Weiterführende Informationen zum Grundwort Huhn
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Huhn

zurück zur Wortgeschichte Huhn


Das Wort Huhn gehört zu den ältesten Tierbezeichnungen der deutschen Sprache. Auf dieser Seite erfährst du, wie sich das Wort entwickelt hat, welche Wortbildungen daraus entstanden sind und welche Redensarten sich um das Huhn gebildet haben. Außerdem wird erklärt, wodurch sich die Wörter Huhn, Hahn und Henne in ihrer Bedeutung unterscheiden.



Weiterführende Informationen zum Wort Huhn

Entstehung: urgerm. *hōna-, *hūna- = Huhn
⇒ ahd. huon = Huhn
⇒ mhd. huon = Huhn
⇒ nhd. Huhn

Die genaue Herkunft des Wortes ist nicht vollständig geklärt. Möglicherweise bezeichnete das Wort ursprünglich ein junges Tier oder Küken.

Das Wort Huhn ist mit niederländisch hoen, englisch hen und schwedisch höna verwandt.

Interessantes: Das Haushuhn gehört zu den ältesten Nutztieren des Menschen. Es stammt vom Bankivahuhn aus Südostasien ab und wird seit mehreren tausend Jahren gezüchtet.

Sprachlich interessant ist die Beziehung zwischen Huhn, Hahn und Henne:

  • Huhn bezeichnet die gesamte Tierart.
  • Hahn bezeichnet das männliche Tier.
  • Henne bezeichnet das weibliche Tier.

Die Redewendung wie die Hühner auf der Stange sitzen beschreibt Menschen, die dicht gedrängt nebeneinandersitzen.


Wortbildungen

Es gibt viele Wortbildungen mit dem Nomen Huhn. In den Wortbildungen steht Huhn als Letztglied. In der folgenden Tabelle wurden die Beispiele der Wortbildungen nach Bedeutungsgruppen sortiert. Die Wörter sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt.

Wortbildungen mit dem Grundwort Huhn
1. Huhn als Tierart (Haus- und Wildhühner)
Bankivahuhn, Bantamhuhn, Brahmahuhn, Haubenhuhn, Haushuhn, Italienerhuhn, Kammhuhn, Kotschinchinahuhn, Lachshuhn, Schopfhuhn, Seidenhuhn, Weißhuhn, Zigeunerhuhn, Zwerghuhn, ...
2. Huhn als Nutzgeflügel (Zucht, Haltung, Landwirtschaft)
Batteriehuhn, Freilandhuhn, Hybridhuhn, Käfighuhn, Kampfhuhn, Landhuhn, Landhuhnrasse, Legehuhn, Masthuhn, Masthuhn, Rassehuhn, Stallhuhn, Zwienutzungshuhn, ...
3. Huhn als Lebensmittel
Backhuhn, Brathuhn, Curryhuhn, Paprikahuhn, Perlhuhnbrust, Suppenhuhn, ...
4. Huhn als Bezeichnung anderer Vogelarten
Auerhuhn, Binsenhuhn, Birkhuhn, Blässhuhn, Blesshuhn, Brahmaputrahuhn, Feldhuhn, Felsenhuhn, Flughuhn, Gabelhuhn, Großfußhuhn, Haselhuhn, Hokkohuhn, Königshuhn, Moorhuhn, Perlhuhn, Präriehuhn, Purpurhuhn, Puthuhn, Rackelhuhn, Raufußhuhn, Rebhuhn, Rothuhn, Satyrhuhn, Schneehuhn, Steinhuhn, Steißhuhn, Steppenhuhn, Sultanshuhn, Sumpfhuhn, Teichhuhn, Truthuhn, Waldhuhn, Wasserhuhn, Wildhuhn, ...
5. Huhn als übertragene oder besondere Benennung
Gummihuhn, Leichenhuhn, Unglückshuhn, ...

Deutlich häufiger kommt die Pluralform mit Umlaut, Hühner, in Wortbildungen vor. In der Wortbildung kommt die Pluralform (von wenigen Ausnahmen abgesehen) nur als Erstglied vor. In der folgenden Tabelle sind Beispiele für die Wortbildungen in Bedeutungsgruppen aufgelistet. Die Wörter sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt.

Wortbildungen mit dem Grundwort Hühner
1. Hühner als Tiere (Körperteile, Krankheiten, Verhalten)
Hühnerbein, Hühnerbiss, hühnerblind, Hühnerblut, Hühnerdarm, Hühnerdreck, Hühnerdung, Hühnerei, hühnereigroß, Hühnereiweiß, Hühnerfeder, Hühnergackern, Hühnergelege, Hühnergrind, Hühnergrippe, Hühnerhaufen, Hühnerkacke, Hühnerkadaver, Hühnerkamm, Hühnerkopf, Hühnerkot, Hühnerkralle, Hühnerküken, Hühnermist, Hühnerpest, Hühnerschar, Hühnerscheiße, Hühnervolk, ...
2. Hühnerhaltung, Zucht und Landwirtschaft
Hühnerbaron, Hühnerbestand, Hühnerdieb, Hühnerfabrik, Hühnerfarm, Hühnerfutter, Hühnerhalter, Hühnerhaltung, Hühnerjagd, Hühnermast, Hühnerproduktion, Hühnerrasse, Hühnerschlachtung, Hühnerzucht, Hühnerzüchter, ...
3. Hühner als Lebensmittel
Hühnerbouillon, Hühnerbraten, Hühnerbrühe, Hühnerbrust, Hühnerfilet, Hühnerfleisch, Hühnerfrikassee, Hühnergericht, Hühnerkeule, Hühnerklein, Hühnerkoch, Hühnerleber, Hühnerpaste, Hühnerragout, Hühnersalat, Hühnerschlegel, Hühnerschnitzel, Hühnerspieß, Hühnersuppe, ...
4. Hühner als Lebensraum und Ausstattung
Hühnergehege, Hühnerhaus, Hühnerhof, Hühnerkäfig, Hühnerlatte, Hühnernest, Hühnerstall, Hühnerstange, Hühnersteige, Hühnertreppe, Hühnerzwinger, ...
5. Hühner als andere Tier- oder Pflanzennamen
Hühnerfloh, Hühnergans, Hühnerhabicht, Hühnerlaus, Hühnervogel, ...
6. Hühner in übertragenen oder bildlichen Benennungen
Hühnerauge, Hühneraugenpflaster, Hühnerbeige, Hühnerbucht, Hühnergott, Hühnerhaut, Hühner-KZ, Hühnerleid, Hühnermädchen, Hühnerposten, ...

Redensarten und Sprichwörter mit „Huhn“

Das Huhn als ängstliches und schreckhaftes Tier

Hühner reagieren schnell auf ungewohnte Geräusche oder Gefahren. Deshalb stehen sie in vielen Redensarten für Unsicherheit, Angst und Orientierungslosigkeit.

  • herumlaufen wie ein aufgescheuchtes Huhn
  • wie ein kopfloses Huhn herumlaufen
  • dastehen wie das Huhn vorm Messer
  • wie ein nasses Huhn aussehen

Bedeutung: Die Redensarten beschreiben Menschen, die hektisch, ratlos, verängstigt oder hilflos wirken.

Das Huhn als Bewohner des Hühnerstalls

In einem Hühnerstall geht es oft laut und lebhaft zu. Viele Hühner laufen durcheinander und machen Geräusche.

  • wie im Hühnerstall
  • ein Hühnerhaufen sein
  • ein Gegacker wie im Hühnerstall

Bedeutung: Die Redensarten beschreiben Unordnung, Lärm und durcheinanderes Verhalten.

Das Huhn als Symbol für geringe Klugheit

Hühner gelten im Volksglauben nicht als besonders kluge Tiere. Deshalb entstanden einige Redensarten über Vergesslichkeit oder mangelndes Nachdenken.

  • ein Hühnerhirn haben
  • ein dummes Huhn sein
  • hirnlos wie ein Huhn

Bedeutung: Die Redensarten beschreiben Menschen, die unüberlegt handeln oder als wenig klug gelten.

Das Huhn als Eierleger

Hühner liefern Eier und waren früher für viele Familien besonders wertvoll. Deshalb entstanden Redensarten über Glück, Gewinn und Vorsicht.

  • auch ein blindes Huhn findet einmal ein Korn
  • das Huhn schlachten, das die goldenen Eier legt
  • man soll die Hühner nicht zählen, bevor sie ausgeschlüpft sind
  • lieber ein Ei heute als ein Huhn morgen

Bedeutung: Die Redensarten handeln von Glück, Nutzen, Geduld und vernünftigem Handeln.

Das Huhn als Symbol für das Unmögliche

Manche Sprichwörter beschreiben etwas, das niemals eintreten wird.

  • wenn die Hühner Zähne hätten

Bedeutung: Etwas ist äußerst unwahrscheinlich oder praktisch unmöglich.

Zusammenfassung

Die meisten Redensarten mit Huhn beziehen sich auf:

  1. Angst und Unsicherheit
  2. Lärm und Unordnung
  3. Dummheit oder Gedankenlosigkeit
  4. Eier, Glück und Nutzen
  5. Unwahrscheinliche Ereignisse

Das Huhn erscheint in der Sprache meist als einfaches Haustier des Alltags. Viele Redensarten spiegeln Beobachtungen wider, die Menschen über Jahrhunderte auf Bauernhöfen gemacht haben.

Gemeinsam betrachtet zeigen die Redensarten ein interessantes Bild:

  • Der Hahn steht für Stolz, Macht und Aufmerksamkeit.
  • Die Henne steht für Fürsorge, Eier und Schutz.
  • Das Huhn steht für Alltag, Angst, Unordnung und Lebenserfahrung.

So ergänzen sich Hahn, Henne und Huhn in der deutschen Sprache zu einem ganzen Netz von Bildern und Vorstellungen.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, BDO, Grimm, Goethe, Krünitz), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)



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Hai

Ein Hai ist ein großer Raubfisch, der in allen Meeren der Erde lebt. Das Wort schreiben wir mit ai. Diese ungewöhnliche Schreibung stammt wahrscheinlich aus einer nordischen Sprache. Auf dieser Seite kannst du mehr über das Nomen Hai erfahren.


Warum schreibt man Hai mit ai, obwohl man doch ein ei hört?
H. G., Klasse 3, Köln


Diskussion

Frau Laut Das ist eine sehr kluge Frage. Wir hören ei und schreiben <ai>. Es gibt einige Wörter, die wir etwas anders schreiben, als wir es zunächst vermuten. Oft sind es ganz alte Wörter, die ihre Schreibung nie geändert haben, obwohl wir sie heute anders sprechen. Diese Wörter kann uns meist Herr Alt erklären. Es gibt aber auch Wörter, die wir aus anderen Sprachen übernommen haben. Hierfür ist Frau Fremd zuständig. Also liebe Kollegen, können Sie die Frage beantworten?
Herr Alt Es kann sein, dass dies ein sehr altes Wort ist. In meinen alten Wörterbüchern habe ich aber keinen Hai gefunden. In meinen alten Wörterbüchern habe ich Formen gefunden, die auf nordische Sprachen zurückgehen. Liebe Frau Fremd: Wissen Sie woher das Wort kommt?
Frau Fremd Wahrscheinlich haben wir das Wort aus dem Niederländischen übernommen. Die Niederländer waren früher berühmte Seefahrer. Dort heißt der Fisch haai. Noch ältere verwandte Wörter finden wir in Island. Vermutlich bezeichnete das Wort ursprünglich einen Haken oder Pflock. Die spitze Rückenflosse eines Hais erinnert tatsächlich ein wenig an einen Haken.
Herr Wort Der Hai ist ein Raubfisch. In Wortzusammensetzungen wird das Wort Hai manchmal auch übertragen verwendet. Dann meint es einen Menschen, der andere ausnutzt:
Wer andere mit überhöhten Zinsen für Kredite ausraubt, den nennt man Kredithai.
Wer Menschen mit zu hohen Mieten belastet, wird manchmal Miethai genannt.
Ein Finanzhai ist jemand, der andere zu riskanten Geldgeschäften verleitet.
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Weiterführende Informationen

Modellwortschatz

Das Wort Hai gehört zum Modellwortschatz.

Du kannst dir auch einige Fremdsprachen anhören.

Hinweise zum Wort Hai

Bedeutung: a) großer Raubfisch der Meere

b) übertragen: rücksichtsloser Mensch

Beispielsatz: Der Hai schwamm ruhig durch das Wasser.
Wortinfo: Wortart: Nomen, maskulin, der Hai

Worttrennung: -

Aussprache: [haɪ̯]

Wortformen

Das Wort Hai ist ein männliches Nomen.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Hai die Haie
2. Fall Genitiv des Hais der Haie
3. Fall Dativ dem Hai den Haien
4. Fall Akkusativ den Hai die Haie

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Weiterführende Informationen zum Grundwort Hai
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Info - Hai

Das Wort Hai wurde vermutlich aus dem Niederländischen übernommen. Seine weitere Herkunft führt wahrscheinlich in den nordgermanischen Sprachraum. Die Schreibung mit ai erklärt sich dadurch, dass das Wort kein ursprünglich deutsches Erbwort ist. Auf dieser Seite kannst du mehr über den Namen, die Herkunft und Schreibung dieses Fisches erfahren. außerdem findest du hier viele Wortbildungen und auch Beispiele für Hai in übertragener Bedeutung sowie Redensarten, die den Namen Hai aufgreifen.


Weiterführende Informationen zum Wort Hai

Modellwortschatz

Das Wort Hai gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite).

Du kannst dir auch einige Fremdsprachen anhören.

Herkunft

Entstehung: ie. *k̑ā̌k-, *k̑ank- = Ast, Zweig, Pflock
⇒ germ. *hanh- = spitzer Pflock, Holznagel
⇒ nordgerm. hár = Pflock, Dolle
⇒ isl. hár = Dolle, Hai
⇒ nl. haai = Hai
⇒ dt. Hai

Wortgeschichte

Bi-W-H Hai Keipen.jpg

Aus dem germ. *hanh = spitzer Holzpflock entwickelte sich im isländischen hár die Doppelbedeutung Pflock, Dolle und Hai. Die Dolle ist die Halterung in der die Ruderblätter beim Ruderboot eingehängt werden. Diese Dolle war früher aus Holz und sah im Mittelalter bei den Wikingern noch ganz anders aus als bei uns heute. Schau dir einmal das Bild rechts an. Es zeigt die Keipe (so hieß die Dolle bei den Wikingern) eines Wikingerbootes. Und diese Keipe hat schon sehr viel Ähnlichkeit mit der Rückenflosse eines Hais. So ist diese Doppelbedeutung entstanden.

Die Niederländer waren über Jahrhunderte eine große Seefahrernation. Dort ist das nordische har bzw. haj bereits seit Mitte des 15. Jh. belegt (mnl. hay, nl. haai). Im deutschsprachigen Raum wurde das Wort aus den Niederlanden übernommen, zunächst Hay, später Hai. In Reiseberichten ist es seit Mitte des 17. Jh. belegt.

Wortbildungen

Wörterliste, Beispiele

Das Grundwort Hai kommt in vielen Wortbildungen vor. Besonders häufig sind Bezeichnungen einzelner Haiarten (Hai als Letztglied). Von den über 700 bekannten Haiarten enthalten rd. 500 Namen das Wort Hai. die folgende Tabelle enthält einige Beispiele, die zum größten Teil auch in Online-Wörterbüchern aufgeführt werden.

Wortbildungen mit dem Grundwort Hai
Erstglied: Haiangriff, Haifisch, Haifischbecken, Haifischflosse, Haifischflossensuppe, Haifischgebiss, Haifischhaut, Haifischmaul, Haifischmeer, Haifischteich, Haifischzahn, ...
Letztglied: Ammenhai, Blauhai, Borneohai, Breitflossenhai, Bronzehai, Bullenhai, Dolchnasenhai, Dornhai, Eishai, Feinzahnhai, Fleckzahnhai, Galapagoshai, Gangeshai, Glatthai, Großnasenhai, Hammerhai, Hartnasenhai, Heringshai, Hornhai, Katzenhai, Koboldhai, Krokodilshai, Küstenhai, Lachshai, Menschenhai, Milchhai, Nasenhai, Pondicherryhai, Riesenhai, Riesenmaulhai, Sandbankhai, Sandtigerhai, Schildzahnhai, Schlafhai, Schlitzaugenhai, Schwarzfleckhai, Schwarzhai, Schwarznasenhai, Schweinsaugenhai, Seidenhai, Silberspitzenhai, Spatennasenhai, Speerzahnhai, Stachelhai, Stierkopfhai, Tigerhai, Urhai, Walbuchthai, Walhai, Weißnasenhai, Weißwangenhai, Zitronenhai, ...

Bedeutungsgruppen

Die Namen der meisten Haie, die das Grundwort enthalten, können in fünf Bedeutungsgruppen geordnet werden. Somit ist diese Bezeichnung der Haie ein gutes Beispiel dafür, wie Tiere einer größeren Gruppe in der Biologie (deutsche Namen) benannt werden.

Wortbildungen mit dem Grundwort Hai
1. Körpermerkmale
Benennung nach Körperteilen, Form, Größe oder besonderen Merkmalen.
Beispiele: Breitflossenhai, Hammerhai, Großnasenhai, Riesenmaulhai, Speerzahnhai, Weißwangenhai
2. Farbe oder Lebensraum
Benennung nach Färbung oder Lebensraum.
Beispiele: Blauhai, Bronzehai, Küstenhai, Sandbankhai, Eishai
3. Ähnlichkeit mit anderen Tieren
Benennung nach Ähnlichkeiten zu anderen Tieren.
Beispiele: Bullenhai, Katzenhai, Krokodilshai, Tigerhai, Walhai
4. Geografische Herkunft
Beispiele: Borneohai, Galapagoshai, Gangeshai, Pondicherryhai
5. Sonstige zoologische Benennungen
Beispiele: Ammenhai, Koboldhai, Milchhai, Schlafhai, Urhai

Hai in übertragener Bedeutung

Der Name Hai wird auch als Bild für einen rücksichtslosen Menschen verwendet. Hier ist der Hai als ein räuberischer Fisch der Namensgeber.

Der Gebrauch des Wortes Hai in übertragener Bedeutung
Grundwort Kurze Erläuterung
Finanzhai Person, die andere im Finanzbereich rücksichtslos ausnutzt
Geldhai besonders habgieriger Mensch
Immobilienhai Person oder Unternehmen, das auf dem Immobilienmarkt andere ausnutzt
Kredithai Person oder Firma, die Kredite zu unfairen Bedingungen vergibt
Miethai Vermieter, der Mieter ausnutzt
Wohnungshai Person oder Unternehmen, das Wohnungssuchende benachteiligt

Redensarten

Das Wort Hai kommt nur sehr selten in Redensarten vor. Häufiger wird es in Vergleichen und in übertragener Bedeutungen verwendet.

Redensart / Mehrwortausdruck Kurze Beschreibung
ein großer Hai in der Finanzwelt eine besonders mächtige, einflussreiche oder wohlhabende Person im Finanzwesen; oft mit dem Beiklang von Rücksichtslosigkeit oder Gewinnsucht
unter Haien schwimmen sich in einer Umgebung bewegen, in der starke Konkurrenz herrscht und man ständig auf der Hut sein muss
ein Hai im Geschäftsleben ein rücksichtsloser, durchsetzungsstarker Geschäftsmann oder Unternehmer, der vor allem auf den eigenen Vorteil bedacht ist
„Haie sind besser als ihr Ruf.“ Hinweis darauf, dass Haie oft als gefährliche Monster gelten, tatsächlich aber meist weniger gefährlich sind als allgemein angenommen; häufig auch übertragen verwendet, um Vorurteile zu hinterfragen
sich unter die Haie wagen sich bewusst in eine schwierige oder konkurrenzbetonte Situation begeben, in der man mit mächtigen oder skrupellosen Personen zu tun hat

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Belege/Quellen

Sprache: DWDS, Wiktionary, ZDL, Duden-online, Wörterbuchnetz hier vor allem BDO, Grimm, Goethe);

Wissen: Wikipedia: Haie, Systematik, Bilder/Audio/Video; Hai-Stiftung

Kinder: MiniKlexikon, Klexikon, PanaClub; Kindernetzt: SWR Kindernetz, Weißer Hai, Bambushai; Naturdetektive: Naturdetektive: Haie, Hammerhai, Katzenhai, Makohaie, Walhaie, Weißer Hai



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abhauen

{{{ZUSAMMENFASSUNG}}} <<Zusammenfassung zu dieser Seite - Textverständnis für Schüler Klasse 3 bis 6>>


Wenn jemand abhaut (verschwindet), wird er dann gehauen ?
Johann, Klasse 2, Bremerhaven

Diskussion

Herr Wort Wenn früher ein Ritter in Gefahr geriet, dann trieb er sein Pferd mit kräftigen Schlägen an (er haute das Pferd), um möglichst schnell der Gefahr zu entkommen. So entstand in der Soldatensprache das Wort abhauen. Auch heute noch wird es in der Bedeutung von schnell weglaufen, verschwinden, sich davon machen verwendet, auch wenn dabei keiner mehr gehauen wird oder auf einem Pferd sitzt.
Herr Alt Lieber Herr Wort, das ist eine sehr schöne Geschichte. Daran können sich Kinder sehr schön die Bedeutung weglaufen für das Verb abhauen merken. Allerdings stimmt die Geschichte nicht ganz.

Zunächst: Das Verb abhauen gab es schon im Mittelalter. Damals hieß es abahouwan. Aus aba ist die Vorsilbe ab- geworden und aus houwan das Verb hauen. Das alte Verb hatte die Bedeutung abschlagen, abschneiden oder abhacken.

In den Mundarten, die in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gesprochen werden, bedeutete hauen vor allem gehen, laufen, treten. Von diesem oberdeutschen Wort ist die Bedeutung weglaufen, verschwinden für das Verb abhauen entstanden. Erst vor rund einhundert Jahren ist das Wort abhauen in dieser Bedeutung in die hochdeutsche Umgangssprache übernommen worden.

Herr Wort Wenn du mehr zum Verb hauen wissen möchtest so findest du interessante Hinweise auf der Wörterseite hauen.
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Weiterführende Informationen

Hinweise zum Verb abhauen

Bedeutung: 1. etwas abschlagen, abtrennen

2. umgangssprachlich: sich (heimlich) davonmachen, verschwinden

Beispielsatz: 1. Er hieb den vertrockneten Ast mit der Axt vom Baum ab.

2. Als er mich sah haute er ganz schnell ab.

Wortinfo: Wortart: Verb, Vorsilbe: ab-, Grundwort: hauen

Worttrennung: ab-hau-en

Aussprache: [ˈapˌhaʊ̯ən]

Wortformen

Das Wort abhauen ist ein Verb, dass aus der Vorsilbe (Präfix) ab- und dem Grundwort hauen zusammengesetzt ist. Es gibt zwei Bedeutungen: 1. etwas abtrennen und 2. verschwinden, weglaufen. In der ersten Bedeutung werden die Wortformen unregelmäßig gebildet (starkes Verb) und in der 2. Bedeutung regelmäßig (schwaches Verb).

1. Grundform: abhauen, Vergangenheit (Partizip II): abgehauen, Hilfsverb: haben

abhauen = abschlagen

Hilfsverb: haben

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt) sein

Einzahl

(Singular)

1. Person ich haue ab ich hieb ab ich habe abgehauen
2. Person du haust ab du hiebst ab du hast abgehauen
3. Person er/sie/es haut ab er/sie/es hieb ab er/sie/es hat abgehauen
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir hauen ab wir hieben ab wir haben abgehauen
2. Person ihr haut ab ihr hiebt ab ihr habt abgehauen
3. Person sie hauen ab sie hieben ab sie haben abgehauen

2. Grundform: abhauen, Vergangenheit (Partizip II): abgehauen, Hilfsverb: sein

Im süddeutschen Sprachraum werden die Wortformen regelhaft gebildet. Diese Wortformen wurden auch in die hochdeutschen Umgangssprache für die Bedeutung weglaufen, verschwinden übernommen.

abhauen = weglaufen

Hilfsverb: sein

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt) sein

Einzahl

(Singular)

1. Person ich haue ab ich haute ab ich bin abgehauen
2. Person du haust ab du hautest ab du bist abgehauen
3. Person er/sie/es haut ab er/sie/es haute ab er/sie/es ist abgehauen
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir hauen wir hauten wir sind abgehauen
2. Person ihr haut ab ihr hautet ihr seid abgehauen
3. Person sie hauen ab hauten ab sie sind abgehauen

Interessantes

Vielleicht kennst du das Wort Gassenhauer. Das ist ein Schlager der sehr bekannt und weit verbreitet ist. Ein Lied dass auf allen Straßen und in allen Gassen gesungen wird. Die Gasse war früher der unbefestigte Weg innerhalb einer Stadt. Die Straße hingegen der Weg von einer Stadt zur nächsten Stadt. Im zweiten Wortteil von Gassenhauer findest du das oberdeutsche Wort hauen in der Bedeutung gehen, laufen wieder.

Wer also durch die Gassen einer Stadt ging und dabei ein allen bekanntes Lied sang, der sang einen Gassenhauer. Dieses Wort wurde später in der Umgangssprache weitgehend vom Nomen Schlager (ab Ende des 19. Jh. verdrängt.

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Weiterführende Informationen zum Grundwort abhauen
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hauen

Das Verb hauen bedeutet ursprünglich schlagen oder durch Schlagen bearbeiten. Doch viele Wortbildungen mit hauen haben heute ganz andere Bedeutungen. Wer abhaut, muss nichts schlagen, und wer beim Essen ordentlich reinhaut, schlägt auch nicht auf sein Essen ein. Auf dieser Seite erfährst du, wie diese unterschiedlichen Bedeutungen entstanden sind und warum wir hauen ohne h nach dem au schreiben.



Text muss noch überarbeitet und korrigiert werden.

Fragen von Schüler(innen)

Warum schreiben wir hauen, bauen oder schauen ohne h? Wir schreiben doch auch leihen, Reihe und verzeihen mit h.
Die Antwort auf diese Frage findest du auf der Seite Wörter mit eih
Wenn ich zu jemanden sage: „Du sollst abhauen.“ dann will ich ihn doch nicht schlagen.

Meine Mutter sagt oft: „Du sollst dir das Essen nicht so reinhauen.“ Aber sie will mich doch dann gar nicht schlagen.

Die Nachricht vom Tod meines Opas hat mich richtig umgehauen. ...

Zu den Wortbildungen von Verben wurden von Schüler(innen) viele Fragen zur Bedeutung gestellt. Die vom Verb hauen abgeleiteten Wortbildungen haben oft eine große Bedeutungsverschiebung durchgemacht, so dass der Zusammenhang mit hauen = schlagen heute nicht mehr erkennbar ist.


Diskussion

Frau Laut Hör einmal genau hin: hau-en, bau-en, schau-en. Nach dem Doppellaut au hören wir keinen besonderen Laut, den wir mit einem h schreiben müssten. Deshalb schreiben wir nach au kein h.

Bei Reihe, leihen und verzeihen ist das anders. Hier gehört das h zur geschriebenen Form des Wortes. Warum diese Wörter mit eih geschrieben werden, erfährst du auf der Seite Wörter mit eih. Für das Wort hauen kannst du dir also merken: Der Doppellaut au wird mit den beiden Buchstaben a und u geschrieben. Danach folgt direkt die Endung -en: hau-en.

Herr Wort Die zweite Frage ist besonders interessant. Das Verb hauen bedeutete ursprünglich vor allem schlagen oder stoßen. Diese Bedeutung kannst du in vielen Wortbildungen noch gut erkennen: Wer einen Ast abhaut, trennt ihn durch Schläge ab. Wer eine Tür einhaut, schlägt sie mit großer Kraft ein.
Aber Wörter können im Laufe der Zeit neue Bedeutungen bekommen. Das ist auch bei vielen Wortbildungen mit hauen geschehen.
Wenn jemand abhaut, läuft er schnell weg. Wer sich das Essen reinhaut, isst sehr viel oder sehr schnell. Und wenn dich eine Nachricht umhaut, dann überrascht oder erschüttert sie dich sehr.
Manchmal kann dasselbe Wort sogar unterschiedliche Bedeutungen haben: Der Holzfäller hieb einen Ast ab. Der Dieb dagegen haute schnell ab. Welche Bedeutung gemeint ist, erkennen wir am Zusammenhang des Satzes.
Frau Kurz Das ist doch praktisch! Wir müssen nicht für jede neue Bedeutung ein ganz neues Wort erfinden. Wir nehmen ein bekanntes Wort und setzen eine Vorsilbe davor. Und schon haben wir eine neue Bedeutung.
Herr Wort Ganz genau! So funktionieren die Wortbildungen. Durch eine Vorsilbe verändert sich auch die Wortbedeutung und manchmal entsteht auch etwas ganz neues.
Aus hauen sind auf diese Weise sehr viele Wörter entstanden: abhauen, draufhauen, einhauen, reinhauen, umhauen, weghauen und viele mehr. Ein einziges Grundwort hilft uns also dabei, viele verschiedene Dinge auszudrücken. Alle Wörter haben etwas mit der Grundbedeutung stoßen, schlagen gemeinsam: abhauen = einen Ast abschlagen, auf jemanden einhauen = ihn lange schlagen, auf etwas draufhauen = Mit dem Hammer auf einen Stein draufschlagen, usw.
Frau Kurz Das ist aber noch keine Antwort auf die Fragen der Kinder: abhauen = weglaufen, sich das Essen reinhauen, eine Nachricht, die mich umhaut usw.
Herr Alt Das Verb hauen ist schon sehr alt. Im Mittelalter, also vor mehr als tausend Jahren, sagte man houwen. Schon damals bedeutete das Wort unter anderem schlagen und bearbeiten. Das w ist später weggefallen und aus dem o ist ein a geworden. So entstand unser Wort hauen.
Auch die ungewöhnliche Vergangenheitsform ist alt. Die Germanen hatten für viele Verben zwei verschiedene Wörter: eins für die Gegenwart und ein anderes für die Vergangenheit. Daraus sind die unregelmäßigen Verben entstanden, zum Beispiel wir fahren – wir fuhren oder wir schreiben – wir schrieben. Genauso ist es beim Verb hauen und der Vergangenheitsform hieb: Er hieb den Ast ab.
Bei übertragenen Bedeutungen verwenden wir dagegen häufig die regelmäßige Form mit -te: Der Dieb haute ab. oder Die Nachricht haute mich um.
An diesen Wortformen können wir manchmal sogar erkennen, wie weit sich eine neue Bedeutung von der ursprünglichen Bedeutung schlagen entfernt hat.
Herr Wort Die Verben umhauen und reinhauen gehören zur Wortfamilie von hauen. Ursprünglich bedeutet hauen, kräftig auf etwas oder jemanden zu schlagen.
Bei umhauen kann durch einen Schlag etwas umfallen: Der Holzfäller haut den Baum um. Später wurde das Wort auch übertragen gebraucht. Etwas kann uns so stark überraschen oder beeindrucken, als würden wir davon umfallen: Das tolle Konzert hat mich umgehauen.
Auch reinhauen hat verschiedene Bedeutungen. Man kann zum Beispiel einen Nagel ins Holz reinhauen. Umgangssprachlich bedeutet reinhauen aber auch kräftig essen oder sich sehr anstrengen: Nach der Wanderung haben wir ordentlich reingehauen. – Wir müssen uns bei der Arbeit richtig reinhauen.
So sind aus der ursprünglichen Bedeutung „kräftig schlagen“ neue Bedeutungen entstanden, bei denen es vor allem um Kraft, Stärke und große Wirkung geht.
Graf Ortho Über das Verb abhauen hat mein Team schon vor einiger Zeit lange diskutiert. Wenn du mehr über die Bedeutung und Entwicklung des Wortes erfahren möchtest, dann findest du diese auf der Seite abhauen.
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Weiterführende Informationen

Modellwortschatz

Das Wort hauen gehört zum Modellwortschatz.

Du kannst dir auch einige Fremdsprachen anhören.

Hinweise zum Wort hauen

Bedeutung: a) mit der Hand, einem Werkzeug oder einem Gegenstand kräftig schlagen

b) etwas durch Schläge bearbeiten, trennen oder verändern
c) in Wortbildungen auch mit zahlreichen übertragenen Bedeutungen

Beispielsatz: Der Holzfäller hieb mit der Axt auf den Stamm.
Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: hau·en

Aussprache: [ˈhaʊ̯ən]

Wortformen

Das Verb hauen kann seine Vergangenheitsformen sowohl unregelmäßig als auch regelmäßig bilden. In der ursprünglichen Bedeutung schlagen ist die Form hieb üblich. Daneben kommt besonders umgangssprachlich auch die regelmäßige Form haute vor.

Grundform (Infinitiv): hauen, Vergangenheit (Partizip II): gehauen, Hilfsverb: haben

Bildung des unregelmäßigen Verbs:

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich haue ich hieb ich habe gehauen
2. Person du haust du hiebst du hast gehauen
3. Person er/sie/es haut er/sie/es hieb er/sie/es hat gehauen
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir hauen wir hieben wir haben gehauen
2. Person ihr haut ihr hiebt ihr habt gehauen
3. Person sie hauen sie hieben sie haben gehauen

Bildung des regelmäßigen Verbs:

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich haue ich haute ich habe gehauen
2. Person du haust du hautest du hast gehauen
3. Person er/sie/es haut er/sie/es haute er/sie/es hat gehauen
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir hauen wir hauten wir haben gehauen
2. Person ihr haut ihr hautet ihr habt gehauen
3. Person sie hauen sie hauten sie haben gehauen

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Weiterführende Informationen zur Wortgruppe hauen
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Info - hauen

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Weiterführende Informationen zum Wort hauen

Das Verb hauen gehört zu den sehr alten Wörtern der deutschen Sprache. Seine ursprüngliche Bedeutung ist schlagen, stoßen. Sprachgeschichtlich interessant ist die Bildung der Vergangenheitsform: Neben der alten starken Form hieb entwickelte sich die regelmäßige Form haute. Bei vielen Wortbildungen hängt die verwendete Form von der Bedeutung ab: In der ursprünglichen Bedeutung schlagen heißt es meist hieb, in übertragenen Bedeutungen dagegen häufig haute.

Aus dem Verb hauen sind zahlreiche Wortbildungen und verschiedene Nomen entstanden, darunter Hauer, Haue und Hieb. Viele dieser Wörter haben im Laufe der Zeit besondere oder übertragene Bedeutungen entwickelt. Auch in zahlreichen Redensarten und Mehrwortausdrücken kommt hauen vor, zum Beispiel in jemanden vom Hocker hauen, auf den Putz hauen oder hieb- und stichfest.



Informationen zum Wort

Modellwortschatz

Das Wort hauen gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.

Herkunft

ie. *kāu-, *kəu- = hauen, schlagen ⇒ urgerm. hawaną

⇒ ahd. houwan, mhd. mnd. houwen = (ab-, ein-, nieder-, zer-)hauen, schlagen, stechen, behauen, bearbeiten

Wortgeschichte

Bei hauen wurde der Wortstamm im Präteritum schon in germanischer Zeit anders gebildet als der Präsensstamm.

Diese Besonderheit des starken Verbs finden wir auch im Mittelalter. In althochdeutscher Zeit wurde das Präteritum der starken Verben durch Ablaute gebildet. Hier einige Beispiele: fahren - fuhr, greifen - griff, schreiben - schrieb, hauen - hieb.

Grundform 1. Pers. Sing. Präteritum
ahd. houwan hiou / hio
mhd. houwen hieu
nhd. hauen hieb
Erst später entwickelte sich für Verben die Endung te für die Bildung des Präteritums. Die Bedeutungsveränderung führte bei vielen Wortbildungen des Verbs hauen auch zu einer Veränderung der Beugung. Daher ist das Wort hauen auch sprachgeschichtlich interessant.

In groben Zügen gilt: Für die Bedeutung schlagen bzw. durch schlagen verändern wird aus dem Präsens hauen im Präteritum hieb. Je weiter sich die Bedeutung der Wortbildung von der Grundbedeutung schlagen entfernt, desto häufiger wird die Beugung regelhaft, also haute (anstatt hieb) gebildet.

Hier einige Beispiele:

Wortbildung Bedeutung Präteritum Bedeutung Präteritum
abhauen einen Ast abschlagen hieb ab weglaufen, sich heimlich davonmachen haute ab
reinhauen in jmdn., etw. schlagen hieb rein große Portion essen,

mit großer Anstrengung arbeiten

haute rein
umhauen einen Baum fällen hieb um stark beeindrucken, überraschen haute um

Die folgende Wörterliste zum Verb ''hauen'' enthält viele weitere Beispiele.

Wörterlisten

Verbbildungen

Es gibt rund 35 Verbbildungen mit dem Grundwort hauen. Diese können fünf Bedeutungsgruppen zugeordnet werden (sh. Spalte 7 = Gr. und 8):

  1. schlagen, stoßen, treffen
  2. trennen, bearbeiten, zerstören
  3. essen, trinken, verbrauchen
  4. sprechen kritisieren, verraten, täuschen
  5. sonstige übertragene Bedeutungen

Die ersten beiden Bedeutungsgruppen sind von der Grundbedeutung des Verbs hauen (schlagen, stoßen) abgeleitet. In den allermeisten Fällen werden in diesen Bedeutungen die Wortformen unregelmäßig (im Präteritum = hieb) gebildet. Allerdings wird umgangssprachlich zunehmend auch die regelmäßige Konjugation (haute) verwendet. Bei den Bedeutungsgruppen 3 bis 5 wird hauen in übertragenem Sinn verwendet. Viele Verbbildungen kommen in unterschiedlicher Bedeutung vor. In der folgenden Tabelle wurde jeweils nur eine Bedeutung für die unregelmäßige und eine für die regelmäßige Wortform aufgeführt.

In der Spalte 7 findest du die Bedeutungsgruppe (1 bis 5), in Spalte 8 die Bedeutung und in Spalte 9 einen Beispielsatz. Weitere Wortbedeutungen zu jedem Verb findest du in der Quellenangabe (letzte Spalte): 1 = DWDS, 2 = Wiktionary, 3 = Duden-Grammatik, 4 = weitere Textquellen)

trennbar/nicht trennbar (sh. Spalten 2, 3) - Bei den meisten Wortbildungen wird dem Verb hauen ein Partikel vorangestellt (sh. Spalte 2). In Sätzen können diese Verbbildungen getrennt verwendet werden. Beispiel: abhauen - „Er hieb/haute ab.“ danebenhauen - „Er hieb/haute daneben.“ reinhauen - „Er hieb/haute rein.“ Wird das Verb hauen mit einem Präfix ergänzt, so ist diese Wortbildung nicht trennbar. Beispiel: behauen - „Die Steine wurden behauen.“ verhauen - „Er hat den Mitschüler verhauen.“ zerhauen - „Er zerhaute den Knoten.“

Konjugation (sh. Spalten 4, 5) - Die Wortformen (Konjugation) des Verbs hauen werden in der ursprünglichen Bedeutung (schlagen, stoßen) unregelmäßig und in den übertragenen Bedeutungen regelmäßig gebildet (siehe hierzu das Kapitel Wortgeschichte). In der Umgangssprache und regional wird anstelle von hieb zunehmend auch die regelmäßige Form haute verwendet.

Hilfsverb (sh. Spalte 6) -Das Hilfsverb ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen - haben. In der ursprünglichen Bedeutung (schlagen, abhacken) wird das Verb transitiv verwendet. Demnach ist das Hilfsverb haben. Bei einigen Verben zeigt sich ein Bedeutungswandel zu fliehen, verschwinden. Hier wird das Verb intransitiv mit dem Hilfsverb sein verwendet. Beispiel: abhauen - „Einen Ast abhauen.“ - transitiv, Hilfsverb haben; abhauen - „Der Junge ist schnell abgehauen.“ - intransitiv, Hilfsverb sein.

Die folgende Tabelle ist sortierbar. Auf diese Weise kannst du z. B. schnell herausfinden, welche Wortbildungen trennbar oder nicht trennbar sind, welche Verben das Hilfsverb sein bilden oder welcher Bedeutungsgruppe einzelne Wortbildungen zugeordnet werden können.

Verbbildungen mit dem Grundwort hauen
Verb Partikel trennbar un-/regelm. Präteritum Hilfsverb Gr. Bedeutung Beispielsatz Quelle
abhauen ab- ja unregelmäßig hieb ab haben 2 abhacken, abtrennen Der Bauer hieb die trockenen Äste ab. 1 2 3 4
abhauen ab- ja regelmäßig haute ab sein 5 fliehen, verschwinden Der Dieb ist sofort abgehauen. 1 2 3
anhauen an- ja unregelmäßig hieb an haben 2 anschlagen, einkerben Der Zimmermann hieb eine Markierung ins Holz an. 1 2 3
anhauen an- ja regelmäßig haute an haben 4 ansprechen, um etwas bitten Auf dem Markt haute sie den Verkäufer direkt an. 1 2 3
aufhauen auf- ja unregelmäßig hieb auf haben 2 aufspalten, öffnen Mit der Axt hieb er den Stamm auf. 1 3
aufhauen auf- ja regelmäßig haute auf haben 4 schlemmen, prassen Er haut gern auf und erzählt von seinen Erfolgen. 1 3
aushauen aus- ja unregelmäßig hieb aus haben 2 herausarbeiten, heraushauen Der Bildhauer hieb die Figur aus dem Stein aus. 1 3
aushauen aus- ja regelmäßig haute aus sein (haben) 5 ausreißen, fliehen Das Pferd ist aus der Koppel ausgehauen. 1 3
behauen be- nein unregelmäßig behieb haben 2 durch Hauen bearbeiten Die Arbeiter behieben die Steine für die Mauer. 1 2 3
danebenhauen daneben- ja unegelmäßig hieb daneben haben 1 vorbeischlagen, etwas nicht treffen Diesmal hieb er knapp daneben. 1 3 4
danebenhauen daneben- ja regelmäßig haute daneben haben 5 sich irren, falsch liegen Mit seiner Schätzung hat er völlig danebengehauen. 1 3 4
dazwischenhauen dazwischen- ja unregelmäßig hieb dazwischen haben 1 eingreifen, dazwischenfahren Als eine kleine Gruppe der Protestierenden gewalttätig wurde, hieb die Polizei dazwischen. 1 3
dazwischenhauen dazwischen- ja regelmäßig haute dazwischen haben 5 eingreifen, dazwischenfahren Die Diskussion wurde immer chaotischer, sodass der Leiter dazwischenhauen musste. 1 3
draufhauen drauf- ja unregelmäßig hieb drauf haben 1 schlagen Der Schmied hieb mit dem Hammer auf das Eisen. 1 3
draufhauen drauf- ja regelmäßig haute drauf haben 4 kritisieren Die Zeitung haute kräftig auf die Regierung drauf. 1 3
dreinhauen drein- ja unregelmäßig hieb drein haben 1 kräftig zuschlagen, dazwischenhauen Er war kurz davor, kräftig dreinzuhauen. 1 3 4
dreinhauen drein- ja regelmäig haute drein haben 3 kräftig essen Beim Grillfest hauten alle ordentlich drein. 1 3 4
durchhauen durch- ja unregelmäßig hieb durch haben 2 durchschlagen, durchtrennen Der Holzfäller hieb den Ast mit einem Schlag durch. 1 2 3
durchhauen durch- ja regelmäßig haute durch sein (haben) 5 fliehen, verschwinden Die Gefangenen sind in der Nacht durchgehauen. 1 2 3
einhauen ein- ja unregelmäßig hieb ein haben 2 einschlagen, eine Vertiefung schlagen Der Steinmetz hieb seinen Namen in den Stein ein. 1 2 3
einhauen ein- ja regelmäßig haute ein haben 3 kräftig essen Nach dem Fußballspiel hauten die Kinder ordentlich ein. 1 2 3
entzweihauen entzwei- ja unregelmäßig hieb entzwei haben 2 in zwei Teile schlagen Mit einem kräftigen Schlag hieb er das Brett entzwei. 1 2 3
entzweihauen entzwei- ja regelmäßig haute entzwei haben 5 die Meinung eines anderen zerpflücken Er hat die Argumente seines Vorredners Stück für Stück entzweigehauen. 1 2 3 4
heraushauen heraus- ja unregelmäßig hieb heraus haben 2 durch Hauen herauslösen Der Arbeiter hieb einen Steinblock aus der Wand heraus. 1 2 3
heraushauen heraus- ja regelmäßig haute heraus haben 4 spontan sagen, verraten Im Ärger haute er das Geheimnis einfach heraus. 1 2 3
hereinhauen herein- ja regelmäßig haute herein haben 5 kräftig arbeiten Wenn wir fertig werden wollen, müssen wir jetzt richtig hereinhauen. 1 3 4
hereinhauen herein- ja regelmäßig haute herein haben 4 jemanden ohrfeigen

jmd. denunzieren

Im Streit haute er seinem Gegner eine herein. 1 3
herumhauen herum- ja regelmäßig haute herum haben 1 ziellos um sich schlagen Das verletzte Tier haute wild um sich herum. 1 3
herunterhauen herunter- ja unregelmäßig hieb herunter haben 2 durch Hiebe herunterbringen, jmdn. Ohrfeigen Der Waldarbeiter hieb den morschen Ast herunter. 1 3
herunterhauen herunter- ja regelmäßig haute herunter haben 5 eine Schreibarbeit liederlich erledigen Ich muss den Brief noch schnell herunterhauen. 1 3
hineinhauen hinein- ja regelmäßig haute hinein haben 5 kräftig arbeiten Vor dem Abgabetermin mussten alle noch einmal kräftig hineinhauen. 1 3
hineinhauen hinein- ja regelmäßig haute hinein haben 3 kräftig essen Beim Fest haute die ganze Familie tüchtig hinein. 1 3
hinhauen hin- ja regelmäßig haute hin haben 5 gelingen, passen Mit etwas Glück wird das schon hinhauen. 1 3
hinhauen hin- ja regelmäßig haute hin haben 5 irgendwohin werfen oder legen Er haute die Jacke einfach auf den Stuhl hin. 1 3
kaputthauen kaputt- ja regelmäßig haute kaputt haben 2 durch Schläge zerstören Die Vandalen hauten die Scheibe kaputt. 1 3
loshauen los- ja unregelmäßig hieb los haben 1 anfangen zu schlagen Nach dem Streit hieb er plötzlich los. 1 3
loshauen los- ja regelmäßig haute los haben 5 beginnen, starten Sobald alle da sind, können wir loshauen. 1 3 4
niederhauen nieder- ja unregelmäßig hieb nieder haben 1 zu Boden schlagen, töten Der Ritter hieb seinen Gegner mit einem Schlag nieder. 1 2 3
raushauen raus- ja unregelmäßig hieb raus haben 2 durch Hauen herauslösen Der Steinmetz hieb ein Stück aus dem Felsen raus. 1 3
raushauen raus- ja regelmäßig haute raus haben 3 viel Geld ausgeben Im Urlaub hat er sein ganzes Erspartes rausgehauen. 1 3
raushauen raus- ja regelmäßig haute raus haben 4 spontan sagen, verraten Ohne nachzudenken haute er die Antwort raus. 1 3
reinhauen rein- ja regelmäßig hieb rein haben 1 kräftig zuschlagen Im Kampf haute er mit voller Kraft rein. 1 2 3
reinhauen rein- ja regelmäßig haute rein haben 5 sich anstrengen, arbeiten Wenn wir pünktlich fertig werden wollen, müssen wir reinhauen. 1 2 3
reinhauen rein- ja regelmäßig haute rein haben 3 kräftig essen Nach der Wanderung hauten alle ordentlich rein. 1 2 3
runterhauen runter- ja unregelmäßig hieb runter haben 2 durch Hiebe herunterbringen Der Holzfäller hieb den Ast vom Baum runter. 1 3
runterhauen runter- ja regelmäßig haute runter haben 3 schnell essen oder trinken Vor der Abfahrt haute er noch schnell ein Brötchen runter. 1 3
runterhauen runter- ja regelmäßig haute runter haben 4 heftig kritisieren Der Journalist haute den Film in seiner Kritik runter. 1 3
umhauen um- ja unregelmäßig hieb um haben 2 fällen, zu Boden schlagen Der Holzfäller hieb die alte Eiche um. 1 2 3
umhauen um- ja regelmäßig haute um haben 4 betrügen, übervorteilen Der windige Händler hat seine Kunden umgehauen. 1 2 3
umhauen um- ja regelmäßig haute um haben 5 stark beeindrucken, überraschen Die Nachricht hat mich völlig umgehauen. 1 2 3
verhauen ver- nein unregelmäßig verhaut haben 1 durch Schläge bestrafen Früher wurden Kinder für kleine Fehler oft verhauen. 1 2 3
verhauen ver- nein unregelmäßig verhaut haben 2 durch falsches Arbeiten verderben Der Maler hat die ganze Wand verhaut. 1 2 3
verhauen ver- nein unregelmäßig verhaut haben 3 Geld verschwenden Für unnötige Dinge hat er sein ganzes Geld verhaut. 1 2 3
weghauen weg- ja unregelmäßig hieb weg haben 2 mit einem Schlag entfernen Er hieb den Ast mit einem Schlag weg. 1 2 3
weghauen weg- ja regelmäßig haute weg haben 3 viel essen oder trinken Nach dem Training haute er zwei große Portionen Nudeln weg. 1 2 3
weghauen weg- ja regelmäßig haute weg haben 5 verschwiden, sich entfernen (regional Nach dem Streit ist er einfach weggehauen. 1 2 3
zerhauen zer- nein unregelmäßig zerhieb haben 2 durch Schläge zerstören oder zerteilen Der Metzger zerhieb den Knochen mit einem Beil. 1 2 3
zerhauen zer- nein regelmäßig zerhaute haben 2 mit einem Hieb zerstören Er zerhaute den Knoten mit dem das Schiff befestigt war. 1 2 3
zuhauen zu- ja regelmäßig hieb zu haben 1 schlagen, kräftig treffen Der Angreifer hieb plötzlich mit aller Wucht zu. 1 2 3
zuhauen zu- ja regelmäßig haute zu haben 5 eine Tür oder Öffnung kräftig schließen Verärgert haute sie die Türe zu. 1 2 3
zuhauen zu- ja regelmäßig haute zu haben 5 zugreifen, kaufen Als das Sonderangebot erschien, haute er sofort zu. 1 2 3
zurechthauen zurecht- ja regelmäßig haute zurecht haben 4 jemanden zurechtweisen, tadeln Nach dem Vorfall haute der Chef den Mitarbeiter ordentlich zurecht. 1
zurechthauen zurecht- ja regelmäßig hieb zurecht haben 2 durch Hauen passend machen oder formen Der Steinmetz haute den Quader sorgfältig zurecht. 1
zurückhauen zurück- ja regelmäßig hieb zurück haben 1 einen Schlag erwidern Der Boxer ließ sich nicht einschüchtern und haute sofort zurück. 1 2
zurückhauen zurück- ja regelmäßig haute zurück haben 4 eine Kritik erwidern Auf die Vorwürfe haute der Politiker scharf zurück. 1 2
zusammenhauen zusammen- ja unregelmäßig hieb zusammen haben 2 zusammenschlagen, zerstören Die Vandalen hieben den Zaun zusammen. 1 2 3
zusammenhauen zusammen- ja regelmäßig haute zusammen haben 1 jemanden verprügeln Die Jugendlichen drohten, den Rivalen zusammenzuhauen. 1 2 3
zusammenhauen zusammen- ja regelmäßig haute zusammen haben 5 hastig herstellen, improvisieren Für das Schulfest haute die Klasse in kurzer Zeit eine kleine Bühne zusammen. 1 2 3

Wenn du wissen möchtest, was ein Wort bedeutet, dann klicke auf das Wort. Du gelangst dann zum Online Wörterbuch Wiktionary. Wörter die in diesem Wörterbuch nicht vorkommen sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt. Dort findest du Informationen zum Wort, zur Wortart, Bedeutung, Herkunft und Beispielsätze. Zu Wörtern die im Stammverzeichnis dieses Wörterbuches nicht eingetragen sind findest du im DWDS Beispielsätze und Informationen zur Häufigkeit dieses Wortes in verschiedenen Textkorpora.

Personenbezeichnung

Die Personenbezeichnungen vom Verb hauen haben verschiedene Bedeutungen: 1. Hauer = vor Ort arbeitender Bergmanns, regional häufig Häuer; selten die Weiblichkeitsform Hauerin bzw. Häuerin, hierfür meist Bergarbeiterin. 2. Hauer, Hauerin = synonym zu Winzer(in). Daneben heißt auch der Eckzahn des Keilers (männliches Wildschwein) Hauer.

Wortbildungen mit Hauer sind häufig Fachbegriffe aus der Bergmannssprache. In anderen Wortbildungen ist die Bedeutung meist aus dem Bestimmungswort leicht zu erschließen, wie z. B. Holzhauer, Weinbauer. Die mit Abstand häufigste Wortbildung kommt aus dem Bereich Kunst: der Bildhauer, die Bildhauerin.

Wortbildungen mit dem Nomen Hauer
Wortbildungen aus der Bergmannssprache
Bohrhauer, Ganghauer, Gedingehauer, Gedingehäuer, Gesteinshauer, Lehrhauer, Schachthauer, Schießhauer, Schrämmhauer, Strossenhauer, Zimmerhauer
Sonstige Wortbildungen mit Hauer
Feilenhauer, Fleischhauer, Fleischhauerei, Holzhauer, Steinhauer, Steinhauerverein, Weinhauer
Hauer in übertragener Bedeutung
Gassenhauer, gassenhauerisch
Wortbildungen mit Bildhauer
Erstglied: Bildhauer, Bildhauerin, Bildhauerarbeit, Bildhaueratelier, Bildhauerei, Bildhauerfamilie, Bildhauergalerie, Bildhauerklasse, Bildhauerkunst, Bildhauerkurs, Bildhauermeister, Bildhauermuseum, Bildhauerschule, Bildhauersymposion, Bildhauersymposium, Bildhauerwerk, Bildhauerwerkstatt, Bildhauerzeichnung
Letztglied: Hofbildhauer, Holzbildhauer, Lieblingsbildhauer, Metallbildhauer, Stadtbildhauer, Steinbildhauer, Steinbildhauer; Holzbildhauerei, Steinbildhauerei
Adjektiv/Verb: bildhauerisch, bildhauern

der Hieb, die Hiebe

Schon früh entwickelte sich aus dem Verb ahd. houwan das Nomen ahd. houwa, mhd. houwe = Haue (Gerät, mit dem die Erde aufgestoßen, gehauen wird). Dieses Nomen ist bis heute vor allem im süddeutschen Sprachraum gebräuchlich. Parallel hierzu gab es die Substantivierung mhd. hou = der Stoß, Schlag (hd. der Hau, die Haue). Ab dem 15. Jh. ist auch die Substantivierung vom Präteritum hou (= der Hieb, die Hiebe) belegt, zunächst in der Bedeutung Recht, in einem bestimmten Waldgebiet Holz zu schlagen (DWDS).

Zunehmend ersetzte das Nomen Hieb ab dem 16. Jh. die Substantivierung Hau. Diese kommt heute nur noch in der umgangssprachlichen Redewendung einen Hau haben vor (= nicht recht bei Verstand sein).

Wie beim Verb hauen so entwickelten sich auch beim Nomen Hieb viele verschiedene Bedeutungen. In der folgenden Tabelle sind Beispiele für Wortbildungen mit dem Nomen Hieb aufgeführt. Diese sind in Bedeutungsgruppen sortiert und mit verschiedenen Quellen verlinkt: Duden-online-Wörterbuch (nicht werbefrei), DWDS, Wikipedia Wiktionary, Wörterbuchnetz.

Wortbildungen zum Grundwort Hieb nach Bedeutungsgruppen
1. Waffenhiebe
Der erste Bestandteil bezeichnet das Instrument, mit dem gehauen wird.
Axthieb, Beilhieb, Degenhieb, Hiebwaffe, Klingenhieb, Kolbenhieb, Machetenhieb, Säbelhieb, Schwerthieb
2. Körper- und Strafhiebe
Schläge von Menschen oder Tieren bzw. mit Schlaginstrumenten.
Boxhieb, Fausthieb, Geißelhieb, Gertenhieb, Knüppelhieb, Kolbenhieb, Peitschenhieb, Prankenhieb, Schnabelhieb, Stockhieb
3. Kampf- und Fechtbegriffe
Bezeichnungen bestimmter Hiebe nach ihrer Ausführung oder Stellung in einer Schlagfolge.
Boxhieb, Degenhieb, Fechthieb, Kreuzhieb, Lufthieb, Nachhieb, Säbelhieb, Schwerthieb, Seitenhieb, Sekondhieb, Vorhieb
4. Forstwirtschaft und Bodennutzung
Fachwörter für Holzeinschlag, Waldnutzung und vergleichbare Arbeiten.
Abhieb, Anhieb, Auszugshieb, Einhieb, hiebreif, Hiebsart, Hiebsatz, hiebsreif, Kahlhieb, Nachhieb, Plaggenhieb, Vorhieb
5. Übertragene Bedeutungen
Bildliche oder fachsprachlich anders entwickelte Bedeutungen.
Anhieb, Einhieb, hiebfest, Hiebnummer, Hiebwunde, Hiebzahl, Kreuzhieb, Lufthieb, Pinselhieb, Raspelhieb, Seitenhieb, Todeshieb

Redensarten/Zitate

Mehrwortausdrücke

Es gibt viele Mehrwortausdrücke mit dem Stichwort hauen. Diese können in fünf Bedeutungsgruppen geordnet werden:

  1. Schlagen und Gewalt
  2. Überraschen und Beeindrucken
  3. Kritisieren, Benachteiligen, Betrügen, etwas Vorwerfen
  4. Feiern, Angeben, Übertreiben
  5. sonstige Bedeutungen

Die folgende Tabelle gibt einige Beispiele für solche Mehrwortausdrücke. Diese sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) oder dem Online Wörterbuch Wiktionary verlinkt.

Mehrwortausdrücke mit dem Verb hauen
Gr. Redensart Bedeutung
1 jemanden zu Klump hauen jemanden heftig schlagen und verletzen
1 etwas in Klump hauen etwas völlig zerstören oder beschädigen
2 jemanden vom Hocker hauen jemanden stark überraschen, beeindrucken oder überwältigen
2 etwas haut jemanden aus den Latschen etwas überrascht oder beeindruckt jemanden sehr
2 jemanden aus den Puschen hauen jemanden stark beeindrucken oder überraschen
2 jemanden vom Stuhl hauen jemanden sehr überraschen oder beeindrucken
2 vom Stuhl hauen sehr überraschen oder begeistern
3 in die gleiche Kerbe hauen dieselbe Meinung vertreten oder dieselbe Kritik wiederholen
3 jemandem das Hackl ins Kreuz hauen jemandem schaden oder ihm Schwierigkeiten bereiten (österr.)
3 jemanden übers Ohr hauen jemanden betrügen oder täuschen
3 jemandem etwas um die Ohren hauen jemanden heftig mit Vorwürfen, Worten oder Tatsachen konfrontieren
3 jemanden, etwas in die Pfanne hauen jemanden scharf kritisieren oder bloßstellen
3 jemanden vom Sockel hauen das Ansehen einer Person stark mindern; jemanden entzaubern
4 auf die Kacke hauen angeben, prahlen, übertreiben
4 Geld auf den Kopf hauen Geld verschwenderisch ausgeben
4 sich die Nacht um die Ohren hauen die ganze Nacht wach bleiben oder feiern
4 auf die Pauke hauen ausgelassen feiern; auch: kräftig Werbung machen
4 auf den Pudding hauen sich wichtigmachen, angeben (regional)
4 auf den Putz hauen prahlen; auch: ausgelassen feiern
4 auf die Sahne hauen übertreiben, besonders stark auftragen (umgangssprachlich)
5 sich aufs Ohr hauen sich schlafen legen
5 in den Sack hauen aufgeben, die Arbeit beenden, resignieren
5 Hauen und Stechen heftiger Streit, Durcheinander oder Kampf
5 mit der Faust auf den Tisch hauen energisch auftreten und seinen Willen durchsetzen

Nur wenige der vielen Wortbildungen zum Verb hauen kommen auch in Mehrwortausdrücken vor. Die folgende Tabelle enthält die wichtigsten Redensarten. In der letzten Spalte sind verschiedene Quellen angegeben: 1 = DWDS, 2 = Wiktionary, 3 = Duden Online-Wörterbuch, 4 = redensarten-index (Quellen 3 und 4 sind nicht werbefrei).

Mehrwortausdrücke von Wortbildugen mit dem Verb hauen
Wortbildung Redensart Bedeutung Quellen
danebenhauen danebengehauen haben sich irren, mit einer Einschätzung falschliegen 1 3 4
draufhauen immer feste draufhauen ohne Zurückhaltung kräftig zuschlagen bzw. vorgehen 1 3
reinhauen jemandem eine reinhauen jemandem einen Schlag, besonders ins Gesicht, versetzen 1 2 3 4
reinhauen Hau rein! / Haut rein! kräftig essen; außerdem umgangssprachliche Abschiedsformel 1 4
hinhauen Das haut hin. das stimmt, passt, funktioniert oder gelingt 1 4
umhauen Das haut mich um! das überrascht oder beeindruckt mich sehr 1 2 3 4
weghauen Das haut mich weg! das überwältigt oder beeindruckt mich stark 1

Zum Grundwort Hieb gibt es einige wenige Mehrwortausdrücke. Die folgende Tabelle enthält die wichtigsten. In der letzten Spalte sind verschiedene Quellen angegeben: 1 = DWDS, 2 = Wiktionary, 3 = Duden Online-Wörterbuch, 4 = redensarten-index (Quellen 3 und 4 sind nicht werbefrei).

Mehrwortausdrücke mit dem Nomen Hieb
Wortbildung Redensart Bedeutung Quellen
Hieb einen Hieb haben nicht recht bei Verstand sein; eine sonderbare Eigenart haben 3
Hieb auf einen Hieb auf einmal, mit einem Mal 1 3
Hieb auf den ersten Hieb fällt kein Baum ein größeres Vorhaben gelingt meist nicht sofort; man braucht Geduld 3
Anhieb auf Anhieb sofort; gleich beim ersten Versuch 1 2 3 4
hiebfest hieb- und stichfest so gut begründet bzw. abgesichert, dass es nicht widerlegt oder angegriffen werden kann 1 2 3 4
hiebfest etwas hieb- und stichfest belegen etwas überzeugend und unanfechtbar nachweisen 1 2 3 4


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Belege/Quellen

Belege und Quellen, die im Text oben verlinkt wurden, sind hier nicht noch einmal gesondert aufgeführt.
Modellwortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Modellwortschatz,
Wortschatz: Sommer-Stumpenhorst: Gesamtwortschatz, Gerhard Augst: Wortfamilienwörterbuch, Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo

Rechtschreibung: und Etymologie:

a) hauen:

DWDS, Wiktionary, ZDL; Duden-online (nicht werbefrei),

Wörterbuchnetz: Adelung, Campe, [1], Grimm-1, Goethe, Krünitz; BDO (mit vielen oberdeutschen regionalen Wortbildungen), PfWb, RhWB (mit Bedeutungen und Beispielen rheinischer Dialekte zu vielen Wortbildungen),

b) Hauer:

DWDS, Wiktionary, ZDL; Duden-online (nicht werbefrei),

Wörterbuchnetz: Adelung, Campe, Grimm-1, Krünitz; BDO (mit vielen oberdeutschen regionalen Wortbildungen), PfWb, WestfWb

Wikipedia

c) Hieb:

DWDS, Wiktionary, ZDL; Duden-online (nicht werbefrei),

Wörterbuchnetz: Adelung, Campe, Grimm-1, Goethe), Krünitz; BDO, PfWb,

Wikipedia



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jagen (Wortgruppe)

Die Wörter jagen, Jäger und Jagd gehören zu einer Wortfamilie. Am Wort Jagd kann man gut erkennen, dass wir ein Wort manchmal anders schreiben, als wir es sprechen. Die verwandten Wörter jagen und Jäger helfen uns, die Schreibung zu verstehen.


Warum schreiben wir Jagd am Ende mit d?
Wir sprechen <jakt> und in der Mehrzahl die <jakten>. Warum schreiben wir dann Jagd?
Wir schreiben Der Jäger jagt das Reh. Hier sollen wir ein t schreiben. Warum sollen wir aber Jagd mit d schreiben? Das ist doch das Gleiche. Und das klingt auch gleich.
Thomas, Klasse 4, Berlin

Diskussion

Frau Laut Du hast genau hingehört. Am Ende von Jagd hören wir ein <t>, obwohl wir ein d schreiben. Das ist bei vielen Wörtern so: Ein d am Wortende sprechen wir wie ein <t>.

Die Aussprache vom Nomen Jagd ist recht ungewöhnlich. Wir sprechen nicht nur am Wortende ein <t>. Wir sprechen im Wortinneren auch ein <k>, obwohl wir ein g schreiben.

Und noch etwas ist ungewöhnlich: Wir sprechen den Vokal <a> lang. In der Regel folgt auf einen lang gesprochenen Vokal nur ein einzelner Konsonant. Hier folgen jedoch zwei Konsonantenbuchstaben.

Warum ist das so? Hier kann uns sicherlich Herr Alt weiterhelfen.

Herr Alt Früher sprach und schrieb man das Nomen die Jagd = jagod. Hier war ganz deutlich ein langer Vokal, ein <d> und am Wortende ein <d> zu hören. Später hieß das Wort jagede oder etwas kürzer jaget. Hier veränderte sich mit der Aussprache auch die Schreibung am Wortende. Mit der Zeit wurde das e vor dem t am Wortende immer kürzer gesprochen, bis es schließlich gar nicht mehr hörbar war. Dann ließ man es auch beim Schreiben weg. So entstand das Wort Jagt. Nachdem der Buchdruck erfunden war besannen sich einige Drucker auf das alte Wort jagod und schrieben Jagd. Diese Schreibung hat sich dann mit der Zeit durchgesetzt.
Herr Wort Bei den meisten Wörtern kannst du das <d> am Wortende hörbar machen. Hierzu musst du das Wort verlänger. Bei einem Nomen musst du die Mehrzahlt (den Plural) bilden: die Jagden. Beim Wort Jagd gibt es allerdings ein Problem. In vielen Regionen wird das Wort Jagden umgangssprachlich [ˈjaːktn̩], also mit <t> gesprochen. Hochdeutsch muss es aber [ˈjaːkdn̩] also mit <d> gesprochen werden.

Am einfachsten ist es, du merkst dir, wie das Wort gesprochen und geschrieben wird. Zum Glück kommt dieses Wort nicht so häufig vor.

Graf Ortho Lieber Karl, liebe Leonie, lieber Thomas,

ihr habt wirklich sehr kluge Fragen gestellt. Das Wort Jagd ist wirklich richtig sonderbar und kompliziert. Mit euren Fragen habt ihr mein Team ganz schön herausgefordert.

Ich finde die Antworten von den Herren Wort und Alt ziemlich kompliziert. Dumm, dass euch am Ende nichts anderes übrig bleibt, als euch die Schreibung zu merken.

Bleibt neugierig und stellt Fragen.

Frau Fremd Auch in anderen Sprachen gibt es Wörter mit der Bedeutung jagen, die auf das alte Wort jagod zurückgeführt werden können. Hier vier Sprachen und drei Wörter. Du wirst sofort die Gemeinsamkeiten erkennen.
Sprache jagen Jäger Jagd
Niederländisch jagen jager jacht
Dänisch jage jæger jagt
Norwegisch jakte jeger jakt
Schwedisch jaga jägare jakt
Pik-Linie.jpg

Weiterführende Informationen

Modellwortschatz

Das Verb jagen gehört zum Modellwortschatz.

Du kannst dir auch einige Fremdsprachen anhören.

Das Wort Jäger gehört zum Modellwortschatz.

Du kannst dir auch einige Fremdsprachen anhören.

Hinweise zu den Wörtern

jagen

Bedeutung: ein Tier oder einen Menschen verfolgen; ein Tier verfolgen, um es zu fangen oder zu erlegen
Beispielsatz: Der Fuchs jagt eine Maus.
Wortinfo: Wortart: Verb <<bei Nomen Artikel hinzufügen>>

Worttrennung: ja-gen

Aussprache: [ˈjaːɡn̩]

Jäger

Bedeutung: Person, die Wild jagt
Beispielsatz: Der Jäger beobachtet das Wild am Waldrand.
Wortinfo: Wortart: Nomen, der Jäger <<bei Nomen Artikel hinzufügen>>

Worttrennung: Jä-ger

Aussprache: [ˈjɛːɡɐ]

Jagd

Bedeutung: das Verfolgen, Fangen oder Erlegen von Wild
Beispielsatz: Die Jäger gingen am frühen Morgen auf die Jagd.
Wortinfo: Wortart: Nomen, die Jagd <<bei Nomen Artikel hinzufügen>>

Worttrennung: Jagd

Aussprache: [jaːkt]

Wortformen

jagen

Das Verb jagen wird regelmäßig gebildet.

Grundform (Infinitiv): jagen, Vergangenheit (Partizip II): gejagt, Hilfsverb: haben oder sein

In der Regel wird die Vergangenheitsform (Perfekt) zum Verb jagen mit dem Hilfsverb haben gebildet. es gibt nur eine Ausnahme: Wird das Verb im Sinne von sich schnell fortbewegen, sich schnell bewegen, dann wird das Hilfsverb sein verwendet. Beispiele: Ich bin ganz schnell zur Haltestelle gejagt, um den Bus nicht zu verpassen. oder Die Wolken sind über den Himmel gejagt. oder ihr seid davongejagt, als ob der Teufel hinter euch her wäre.

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt) haben

2. Vergangenheit

(Perfekt) sein

Einzahl

(Singular)

1. Person ich jage ich jagte ich habe gejagt ich bin gejagt
2. Person du jagst du jagtest du hast gejagt du bist gejagt
3. Person er/sie/es jagt er/sie/es jagte er/sie/es hat gejagt er ist gejagt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir jagen wir jagten wir haben gejagt wir sind gejagt
2. Person ihr jagt ihr jagtet ihr habt gejagt ihr seid gejagt
3. Person sie jagen sie jagten sie haben gejagt sie sind gejagt

Jäger

Das Wort Jäger ist ein männliches Nomen. Die Mehrzahl lautet ebenfalls Jäger.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Jäger die Jäger
2. Fall Genitiv des Jägers der Jäger
3. Fall Dativ dem Jäger den Jägern
4. Fall Akkusativ den Jäger die Jäger

Jagd

Das Wort Jagd ist ein weibliches Nomen. Die Mehrzahl lautet Jagden.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Jagd die Jagden
2. Fall Genitiv der Jagd der Jagden
3. Fall Dativ der Jagd den Jagden
4. Fall Akkusativ die Jagd die Jagden

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Weiterführende Informationen zu den Wörtern jagen, Jäger, Jagd
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Info - jagen (Wortgruppe)

Weiterführende Informationen zur Wortgruppe jagen

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Modellwortschatz

Das Wort jagen gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.

Das Wort Jäger gehört zum Modellwortschatz (siehe Karteikarte: Vorderseite, Rückseite). Du kannst dir auch einige [Fremdsprachen] anhören.

Herkunft der Wörter

Etymologie

jagen

ie. *i̯agh- = nachjagen, begehren (unklar, erschlossen); urgermanisch: *jagōþ- (nur westgermanisch, sh. etymologiebank.nl)

ahd. jagōn, mhd. jagen = seit mhd. Zeit in vielen verschiedenen Bedeutungen, z. B. treiben, verfolgen, hastig eilen, in die Flucht schlagen, auf der Jagd sein

Jäger

ie. *i̯agh- = nachjagen, begehren (unklar, erschlossen); urgermanisch: *jagōþ- (nur westgermanisch, sh. etymologiebank.nl)

ahd. jagāri, mhd. jegere, jeger = wer auf Jagd geht, im 18. Jh. auch leichtbewaffneter Soldat, Militärpolizist

Jagd

ie. *i̯agh- = nachjagen, begehren (unklar, erschlossen); urgermanisch: *jagōþ- (nur westgermanisch, sh. etymologiebank.nl)

ahd. jagôd, mhd. jagede, jaget nhd. jagt, jagd

Regiolekte

Das althochdeutsche jagōn (jagen) ist in alten Schriften belegt. Im Spätmittelalter, als in den Klöstern zunehmend Texte in der regionalen Aussprache geschrieben wurden, finden sich viele verschiedene regionale Aussprache- und Schreibvarianten. So sind in der Mittelhochdeutschen Begriffsdatenbank (MHD-BDB) zum Verb jagen 70, zum Nomen Jäger 33 und zum Nomen Jagd 23 Aussprachevarianten verzeichnet. Hier einige Beispiele zum Nomen Jagd: jagat, jagât, jagde, jagenes, jaget, jagt, jegde, jeide, jeit. All diese Varianten werden regional auch mit i statt j geschrieben.

Mit der Erfindung des Buchdrucks reduzierten sich zunehmend auch die Vielfalt der Schreibungen. Viele Drucker übernahmen die Schreibungen der Bibelveröffentlichungen. Sie wollten sozusagen "ein Stück Kuchen" von der großen Verbreitung der Bibelübersetzungen mitnehmen. Andererseits übernahmen auch die Buchdrucker der Bibel gelegentlich weit verbreitete Schreibungen einzelner Wörter wie die Beispiele im folgenden Kapitel zeigen.

Wortgeschichte Jagd

Die Entwicklung vom ahd. jagôd hin zum hochdeutschen Jagd erstreckte sich über einen langen Zeitraum. Mehr als tausend Jahre gab es mehrere Schreibungen, die von Druckerei zu Druckerei unterschiedlich gehandhabt wurden.

Im Althochdeutschen Wörterbuch sind die Schreibungen jagôd und iagode belegt. Im Mittelhochdeutschen Wörterbuch sind verschiedene Schreibungen verzeichnet: jaget, jeit, jagede , jegede , jeide und auch gejagede , gejegede , gejeide. Ab dem Neuhochdeutschen Wörterbuch und im Deutschen Wörterbuch von Grimm (DWB) finden wir jagd; in der Enzyklopädie von Krünitz (Bd. 28, 1791) und den Wörterbüchern von Adelung (1801) und Goethewörterbuch dann Jagd.

Bei Martin Luther findet sich in der ersten Übersetzung des Alten Testaments die Schreibung iaged (1523). Diese Schreibung ändert sich von jaged (1528) über jaget (1534), Jagt (1681) hin zu Jagd (1826). In anderen gedruckten Büchern setzt sich hingegen schon sehr viel früher die Schreibung Jagd (1639) durch. Hierbei werden die Zwischenstufen, die wir in der Entwicklung der Lutherbibeln sehen können, übersprungen: von jaged nach Jagd. Hier einige Textbeispiele (Klicke auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern.):

Interessant ist, dass in den Bibelübersetzungen bei einigen Druckereien bis Anfang des 19. Jh die Schreibung Jagt vorkam. In der weit verbreiteten Canstein Bibel findet sich hingegen vermutlich schon ab der 30. Auflage 1736 die Schreibung jagd. In anderen Druckwerken finden wir bereits 100 Jahre früher (Anfang des 17. Jahrhunderts) die Schreibung mit d. Diese Schreibung dominierte ab Mitte des 17. Jh. (sh. Micraelius 1639). Ab Anfang des 18. Jh. trat die Schreibung mit t nur noch vereinzelt auf (siehe Rohr 1718).

Jagd und Jacht

Text fehlt noch. Hinweis auf niederdeutsche/Niederländische Aussprache von Jagd, Hieraus die Entwicklung von Jacht (Schriff), Analogien: Jácht; und zwar nach eben derselben Analogie, nach welcher aus schlāgen, Schlácht, aus trāgen, Trácht, aus mȫgen, Macht u. s. f. (Adelung)

Verb übernimmt schon früh (mhd.) die heutige Form; Nomen bleibt lange bei der germanischn Form; dann setzt sich die niederdeutsch Form (ch anstatt h) durch

Wörter mit germanischem ti-Suffix
Grundwort Verbalabstaktum
Verb germ. ahd. mhd. Nomen heutige Bed. germ. ahd. mhd. mnd.
jagen wg. *jagōn- jagōn jagen Jagd Jagdtätigkeit *jagōþ- (?) jagōd jaget, jeit jacht
biegen *beuganą biogan biegen Bucht Biegung → Bucht *buhti, *buhtiz - vom mnd. übernommen bucht
fliegen *fleugan fliegen fliegen Flucht Flug/Schwarm/Reihe *fluhti- fluht vluht vlucht
mögen *mag magan, mugan mügen, mugen Macht vermögen → Macht *mahti- maht, afries. macht maht macht
pflegen wg.*plegan phlegan phlegen Pflicht für etwas einstehen → Pflicht *plehti- pleta, phlitha phliht plicht
schlagen *slahaną slahan slahen Schlacht schlagen → Kampf *slahti- slahta slaht slacht
sehen *sehwan sehan sëhen Sicht Sehen → Sicht *sehwti-, *sehwtiz siht siht sicht
tragen *draganą tragan tragen Tracht das Getragene → Kleidung *drahti- ? trahta trahte, traht dracht
wägen *wegan wegan wägen Gewicht Wägen/Wiegen → Gewicht *wehti-, *wehtiz giwihti gewiht(e) gewicht
ziehen *teuhan ziohan ziehen Zucht Ziehen → Aufziehen → Zucht *tuhti- zuht zuht tocht, tucht
klieben *kleubaną klioban, chliuban klieben, kliube Kluft Spaltung → Felsspalte *klufti- kluft kluft kluft

Wörterlisten

Das Verb jagen ist das Grundwort für das Nomen Jagd und die Personalformen Jäger und Jägerin. Zum Grundwort jagen gibt es 26 Wortbildungen mit Präfixen. Vom Nomen Jagd können mehr als 200 Kompositionen gebildet werden, vom Wort Jäger etwa 140 Wortbildungen. Die folgende Wörterliste enthält diese Wortbildungen, die nach Bedeutungsunterschieden gruppiert sind.

Ableitungen vom Grundwort jagen
jagen abjagen, aufjagen, auseinanderjagen, bejagen, dahinjagen, davonjagen, durchjagen, einjagen, erjagen, fortjagen, herjagen, herumjagen, hinaufjagen, hinausjagen, hineinjagen, hinterherjagen, hinunterjagen, hochjagen, losjagen, nachjagen, rausjagen, umherjagen, verjagen, vorbeijagen, wegjagen, zurückjagen
Jäger/in Jägerin, Jägerei, Adjektive: jägergrün, jägerisch
Fachbegriffe Jäger, Jagd, Verband, Beruf: Allwetterjäger, Alpenjäger, Berufsjäger, Beutejäger, Bezirksjägermeister, Bezirksjägertag, Bundesjägertag, Eiszeitjäger, Freizeitjäger, Hobbyjäger, Jägerart, Jägerball, Jägerbude, Jägerbursche, Jägerchor, Jägerhaus, Jägerhof, Jägerhut, Jägerkultur, Jägerlatein, Jägerlied, Jägerndorf, Jägerprüfung, Jägerrock, Jägerschaft, Jägerschlag, Jägersmann, Jägersprache, Jägerstamm, Jägerstand, Jägerverband, Jägerverein, Jägervereinigung, Jungjäger, Kollektivjäger, Kreisjägermeister, Kreisjägerschaft, Landesjägermeister, Landesjägerschaft, Leibjäger, Nachtjäger, Oberjäger, Reichsjägermeister, Revierjäger, Sonntagsjäger, Steinzeitjäger
Jemand, der ein bestimmtes Tier jagt: Bärenjäger/in, Fischjäger/in, Fuchsjäger/in, Gämsenjäger/in, Großwildjäger/in, Hasenjäger/in, Insektenjäger/in, Kammerjäger/in, Löwenjäger/in, Mammutjäger/in, Mäusejäger/in, Pelzjäger/in, Pelztierjäger/in, Rentierjäger/in, Robbenjäger/in, Waljäger/in, Wolfsjäger/in
Jemand, der eine Person jagt: Agentenjäger/in, Frauenjäger/in, Hexenjäger/in, Kommunistenjäger/in, Kopfgeldjäger/in, Mafiajäger/in, Menschenjäger/in, Mitgiftjäger/in, Nazijäger/in, Sklavenjäger/in, Terroristenjäger/in, Vampirjäger/in, Verbrecherjäger/in
Jemand, der einer Sache (Idee etc.) nachjagt: Andenkenjäger/in, Autogrammjäger/in, Bilderjäger/in, Geisterjäger/in, Genjäger/in, Glücksjäger/in, Nachrichtenjäger/in, Plagiatsjäger/in, Pornojäger/in, Postenjäger/in, Profitjäger/in, Quotenjäger/in, Renditejäger/in, Schnäppchenjäger/in, Souvenirjäger/in, Trophäenjäger/in
Begriffe aus dem Sport (z. B. einem Ball nachjagen): Dopingjäger/in, Rekordtorjäger, Toptorjäger/in, Torjäger, Torjägerkanone, Torjägerkrone, Torjägerliste, Torjägerqualität, Trophäenjäger, Weitenjäger, Welttorjäger
Begriffe aus dem Bereich Militär: Abfangjäger, Düsenjäger, Fallschirmjäger, Fallschirmjägerbataillon, Fallschirmjägereinheit, Fallschirmjägergeneral, Fallschirmjägerregiment, Fallschirmjägertruppe, Feldjäger, Gebirgsjäger, Gebirgsjägerbataillon, Gebirgsjägerbrigade, Grenzjäger, Jägerbataillon, Jägerbrigade, Jägerkaserne, Jägerregiment, Jägertruppe, Kampfjäger, Panzerjäger, Panzerjägerkompanie
Jäger im übertragenen Sinne: Ämterjäger, Jägerzaun, Schürzenjäger, Zeitenjäger
Lebensmittel: Jägermeister, Jägerschnitzel, Landjäger
Jagd Grundwort: Jagdaufseher, Jagdausflug, Jagdausübung, Jagdfalke, Jagdgeschichte, Jagdgöttin, Jagdhofkeller, Jagdhund, Jagdhütte, Jagdjahr, Jagdmethode, Jagdpartie, Jagdpech, Jagdplanung, Jagdsaison, Jagdsignal, Jagdsitz, Jagdstrecke, Jagdstück, Jagdszene, Jagdtag, Jagdtechnik, Jagdterrier, Jagdtrieb, Jagdtrophäe, Jagdunfall, Jagdverein, Jagdvergnügen, Jagdwagen, Jagdwesen, Jagdwild, Jagdzeit, Jagdzeitschrift, Jagdzeug
Bestimmungswort: Beizjagd, Drückjagd, Falkenjagd, Herbstjagd, Hochjagd, Hofjagd, Hubertusjagd, Kesseljagd, Korbjagd, Kreisjagdgruppe, Kreisjagdmeister, Nachtjagd, Parforcejagd, Pirschjagd, Reitjagd, Schleppjagd, Skijagd, Sonderjagd, Treibjagd, Unterwasserjagd
Adjektive: jagdausübungsberechtigt, jagdbar, jagdberechtigt, jagdkundlich, jagdlich, jagdrechtlich
Sortierung der Wörter nach Themenbereichen
Jäger (Was Jäger zur Jagd brauchen, machen usw.): Jagdanzug, Jagdeifer, Jagdfieber, Jagdflinte, Jagdfreund, Jagdgast, Jagdgehilfe, Jagdgenosse, Jagdgerät, Jagdgesellschaft, Jagdgewehr, Jagdglück, Jagdherr, Jagdhorn, Jagdhornbläser, Jagdhornbläsergruppe, Jagdhornbläserkreis, Jagdhorngruppe, Jagdinstinkt, Jagdkamerad, Jagdklub, Jagdkollege, Jagdkollektiv, Jagdleidenschaft, Jagdleiter, Jagdlied, Jagdlust, Jagdmann, Jagdmesser, Jagdmotiv, Jagdmusik, Jagdreiter, Jagdtourist, Jagdvorsteher, Jagdwaffe, Jagdzauber, Jagdzug
Jagd (Jagdrecht, Verordnungen, Vorgaben usw.): Bundesjagdgesetz, Eigenjagdbezirk, Jagdbehörde, Jagdbetrieb, Jagdbezirk, Jagdbogen, Jagderlaubnis, Jagdfeld, Jagdfrevel, Jagdgebiet, Jagdgehege, Jagdgenossenschaft, Jagdgesetz, Jagdgrenze, Jagdgrund, Jagdinspektor, Jagdkarte, Jagdkunde, Jagdlizenz, Jagdpacht, Jagdpächter, Jagdpachtvertrag, Jagdprüfung, Jagdrecht, Jagdrevier, Jagdschein, Jagdschutz, Jagdschutzverband, Jagdschutzverein, Jagdsteuer, Jagdverband, Jagdverbot, Jagdverordnung, Jagdverpachtung, Jagdverwaltung, Jagdwilderei, Landesjagdgesetz, Landesjagdverband, Sonderjagdgebiet, Staatsjagdgebiet
Was wird gejagt?
Jagd auf bestimmte Tiere: Bärenjagd, Beutejagd, Büffeljagd, Elchjagd, Elefantenjagd, Entenjagd, Fallenjagd, Fuchsjagd, Großwildjagd, Hasenjagd, Hirschjagd, Hühnerjagd, Jagdbeute, Kaninchenjagd, Löwenjagd, Mäusejagd, Moorhuhnjagd, Rattenjagd, Reiherjagd, Robbenjagd, Saujagd, Schnepfenjagd, Tigerjagd, Vogeljagd, Waljagd, Wildschweinjagd, Wolfsjagd
Jagd auf eine Sache (Idee, Ziel etc.): Aufholjagd, Autogrammjagd, Autojagd, Fotojagd, Punktejagd, Quotenjagd, Rekordjagd, Schnäppchenjagd, Titeljagd, Torejagd, Torjagd, Trophäenjagd, Weltrekordjagd
Jagd auf Personen: Ausländerjagd, Diplomatenjagd, Gangsterjagd, Ganovenjagd, Geisterjagd, Gespensterjagd, Hetzjagd, Hexenjagd, Kopfjagd, Menschenjagd, Mörderjagd, Piratenjagd, Polizeijagd, Spitzeljagd, Terroristenjagd, Verbrecherjagd, Verfolgungsjagd
sonstige Wortbildungen: Jagdhaus, Jagdmuseum, Jagdsaal, Jagdschloss, Jagdspringen, Jagdwurst, Jagdzimmer, Schnitzeljagd
Militär: Jagdbomber, Jagdbombergeschwader, Jagdflieger, Jagdflugzeug, Jagdgeschwader, Jagdpanzer, Jagdstaffel, Minenjagdboot

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jagen

Das Verb jagen ist das Grundwort für das Nomen Jagd und die Personalformen Jäger und Jägerin. Zum Grundwort jagen gibt es über 30 Wortbildungen mit Partikeln oder Präfixen. Das Verb jagen ist ein schwaches Verb. Die Konjugation für alle Verbbildungen ist regelmäßig mit dem Hilfsverb haben. Die Wortbildungen mit Präfixen sind untrennbar, die Bildungen mit Partikeln sind trennbar.

Wortbildungen mit Präfixen bzw. Partikeln und dem Verb jagen
Präfixe bejagen, erjagen, verjagen
Partikel abjagen, anjagen, aufjagen, auseinanderjagen, dahinjagen, davonjagen, durchjagen, einjagen, fortjagen, heranjagen, herjagen, herumjagen, hinaufjagen, hinausjagen, hineinjagen, hinjagen, hinterdreinjagen, hinterherjagen, hinunterjagen, hinwegjagen, hochjagen, losjagen, nachjagen, rausjagen, reinjagen, runterjagen, umherjagen, vorbeijagen, wegjagen, zujagen, zurückjagen

Jäger

Vom Wort Jäger etwa 200 Wortbildungen. Bei den meisten Wortbildungen steht das Wort Jäger als Letztglied und bezeichnet somit in den meisten Fällen eine Person. Im Prinzip kann bei jeder Wortbildung in der Jäger eine konkrete Person bezeichnet die gleiche Wortbildung auch als Weiblichkeitsform gebildet werden. In deutschsprachigen Wörterbüchern ist das jedoch nur sehr selten der Fall. In allen ausgewerteten Wörterbüchern konnten nur acht Wörter mit -jägerin als Letztglied gefunden werden: Autogrammjägerin, Kammerjägerin, Kopfjägerin, Korbjägerin, Menschenjägerin, Nazijägerin, Schnäppchenjägerin, Skijägerin, Spielzeugjägerin, Torjägerin.

Die folgenden beiden Wörterlisten enthalten Wortbildungen zum Grundwort Jäger, die nach Bedeutungsunterschieden gruppiert sind.

Wortbildungen mit dem Nomen Jäger als Erstglied
1. Personen, Gemeinschaften und Organisationen
Personen, Berufsgruppen, Vereine und Zusammenschlüsse von Jägern
Jägerbursche, Jägermeister, Jägerschaft, Jägersleute, Jägersmann, Jägerstamm, Jägerstand, Jägerverband, Jägerverein, Jägervereinigung, Jägervolk
2. Militär und historische Truppen
Militärische Einheiten, Verbände und historische Jägertruppen
Jägerbataillon, Jägerbrigade, Jägerkaserne, Jägerregiment, Jägertruppe
3. Kleidung, Ausrüstung und Gebäude
Kleidung, Ausrüstung, Häuser und Einrichtungen der Jäger
Jägerbude, Jägerhaus, Jägerhof, Jägerhut, Jägerkaserne, Jägerrock, Jägertracht
4. Kultur, Brauchtum und Sprache
Traditionen, Lieder, Sprache, Erzählungen und Bräuche der Jäger
Jägerart, Jägerball, Jägerchor, Jägerei, Jägerglaube, Jägerkultur, Jägerlied, Jägerschlag, Jägersprache, Jägerstamm, Jägerstand, Jägertracht, Jägervolk
5. Sonstige oder übertragene Bedeutungen
Ortsnamen, Zäune und andere übertragene oder besondere Verwendungen
Jägerehre, Jägerei, Jägerherz, Jägerlatein, Jägerndorf, Jägerpech, Jägerprüfung, Jägerrecht, Jägerschnitzel, Jägerzaun
6. Eigenschaftswörter
Adjektive zu Jäger
jägergrün, jägerhaft, jägerisch
Wortbildungen mit dem Nomen Jäger als Letztglied
1. Jäger bestimmter Tiere
Personen, die bestimmte Tierarten jagen
Aasjäger, Bärenjäger, Bisonjäger, Fasanenjäger, Fischjäger, Fuchsjäger, Gämsenjäger, Gämsjäger, Großwildjäger, Hasenjäger, Insektenjäger, Kopfjäger, Krokodiljäger, Löwenjäger, Mäusejäger, Pelztierjäger, Rentierjäger, Robbenjäger, Schlangenjäger, Skalpjäger, Walfischjäger, Waljäger, Wolfsjäger
2. Jagdform, Beruf und jagdliche Funktion
Berufsjäger, Freizeitjäger und andere jagdliche Rollen
Berufsjäger, Beutejäger, Freizeitjäger, Hobbyjäger, Hofjäger, Jungjäger, Kammerjäger, Kollektivjäger, Leibjäger, Parforcejäger, Pelzjäger, Revierjäger, Sonntagsjäger, Trophäenjäger, Unterwasserjäger
3. Militär, Polizei und Technik
Militärische Truppen, Flugzeuge, Schiffe und andere technische Fachbegriffe
Abfangjäger, Allwetterjäger, Begleitjäger, Düsenjäger, Fallschirmjäger, Feldjäger, Gebirgsjäger, Grenzjäger, Kampfjäger, Landjäger, Luftüberlegenheitsjäger, Nachtjäger, Panzerjäger, Skijäger, Strahljäger, Tagjäger, Torpedojäger, Überschalljäger, U-Boot-Jäger, Unterwasserjäger
4. Verfolger von Menschen
Agentenjäger, Dopingjäger, Hexenjäger, Kommunistenjäger, Kopfgeldjäger, Kopfjäger, Mafiajäger, Menschenjäger, Nazijäger, Plagiatsjäger, Skalpjäger, Sklavenjäger, Steuerjäger, Terroristenjäger, Verbrecherjäger
5. Jäger nach Dingen, Erfolgen oder Vorteilen
Übertragene Bedeutungen: Streben nach Gegenständen, Geld, Ruhm oder anderen Zielen
Abbruchjäger, Ämterjäger, Andenkenjäger, Autogrammjäger, Beutejäger, Bilderjäger, Frauenjäger, Genjäger, Glücksjäger, Korbjäger, Mädchenjäger, Mitgiftjäger, Nachrichtenjäger, Plagiatsjäger, Pornojäger, Postenjäger, Profitjäger, Quotenjäger, Rekordjäger, Rekordtorjäger, Renditejäger, Schnäppchenjäger, Schürzenjäger, Sensationsjäger, Souvenirjäger, Speckjäger, Spielzeugjäger, Stellenjäger, Steuerjäger, Toptorjäger, Torjäger, Trophäenjäger, Weitenjäger, Welttorjäger
6. Organisation, Rang und Verwaltung
Ämter, Titel, Organisationen und Rangbezeichnungen des Jagdwesens
Bezirksjägermeister, Bezirksjägertag, Bundesjägertag, Kreisjägermeister, Kreisjägerschaft, Landesjägermeister, Landesjägerschaft, Oberjäger, Reichsjägermeister
7. Geschichtliche und kulturgeschichtliche Bezeichnungen
Historische Jägergruppen oder kulturgeschichtliche Begriffe
Alpenjäger, Eiszeitjäger, Hofjäger, Landjäger, Leibjäger, Mammutjäger, Steinzeitjäger
8. Mythologie, Fantasie und Übernatürliches
Jäger übernatürlicher Wesen oder fiktiver Objekte
Alienjäger, Geisterjäger, Hexenjäger, Monsterjäger, Phantomjäger, UFO-Jäger, Vampirjäger, Zeitenjäger

Jagd

Vom Nomen Jagd können mehr als 200 Kompositionen gebildet werden, vom Wort Jäger etwa 140 Wortbildungen. Die folgende Wörterliste enthält diese Wortbildungen, die nach Bedeutungsunterschieden gruppiert sind.


Wortbildungen mit dem Nomen Jagd- als Erstglied
1. Personen und Organisationen
Personen, Berufsgruppen, Vereine oder Zusammenschlüsse, die mit der Jagd zu tun haben
Jagdaufseher, Jagdberater, Jagdfreund, Jagdfrevler, Jagdgast, Jagdgefolge, Jagdgegner, Jagdgehilfe, Jagdgenosse, Jagdgesellschaft, Jagdgruppe, Jagdherr, Jagdinspektor, Jagdkamerad, Jagdklub, Jagdkollege, Jagdkollektiv, Jagdleiter, Jagdmann, Jagdmannschaft, Jagdpächter, Jagdprüfling, Jagdreiter, Jagdtourist, Jagdverband, Jagdverein, Jagdverwalter, Jagdvorstand, Jagdvorsteher
2. Jagdgebiete und Bauwerke
Orte, Gebäude und Einrichtungen, an denen die Jagd stattfindet oder die ihr dienen
Jagdbezirk, Jagdbude, Jagdfeld, Jagdgebiet, Jagdgehege, Jagdgrenze, Jagdgrund, Jagdhaus, Jagdhof, Jagdhütte, Jagdkanzel, Jagdpavillon, Jagdrevier, Jagdsaal, Jagdschloss, Jagdsitz, Jagdstuhl, Jagdzimmer
3. Ausrüstung, Waffen und Hilfsmittel
Kleidung, Waffen, Werkzeuge, Fahrzeuge, Hunde und andere Hilfsmittel der Jagd
Jagdanzug, Jagdausrüstung, Jagdbogen, Jagdchaise, Jagdflinte, Jagdgerät, Jagdgewehr, Jagdhabit, Jagdhorn, Jagdkalesche, Jagdkleid, Jagdmesser, Jagdnetz, Jagdpfeil, Jagdsignal, Jagdspeer, Jagdstiefel, Jagdstock, Jagdtasche, Jagdwaffe, Jagdwagen, Jagdzeug
4. Recht, Verwaltung und Organisation
Jagdrecht, Genehmigungen, Behörden, Verwaltung und gesetzliche Regelungen
Jagdbann, Jagdbehörde, Jagdberechtigung, Jagdbezirk, Jagderlaubnis, Jagdfrevel, Jagdgerechtigkeit, Jagdgerechtsame, Jagdgesetz, Jagdgrenze, Jagdhoheit, Jagdkarte, Jagdlizenz, Jagdordnung, Jagdpacht, Jagdpachtvertrag, Jagdpass, Jagdpatent, Jagdprüfung, Jagdrecht, Jagdregal, Jagdschein, Jagdschutz, Jagdsteuer, Jagdverbot, Jagdvergehen, Jagdverordnung, Jagdverpachtung, Jagdverwaltung, Jagdwesen
5. Jagdhandlung und Jagdpraxis
Durchführung der Jagd, Methoden, Techniken und einzelne Jagdvorgänge
Jagdausübung, Jagdbetrieb, Jagdgewohnheit, Jagdmethode, Jagdplanung, Jagdtechnik
6. Tiere und Beute
Jagdtiere, Beutetiere und speziell für die Jagd eingesetzte Tiere
Jagdbeute, Jagdfalke, Jagdfasan, Jagdhund, Jagdinstinkt, Jagdleopard, Jagdross, Jagdspaniel, Jagdspinne, Jagdstück, Jagdterrier, Jagdtier, Jagdtrieb, Jagdverhalten, Jagdwild
7. Erlebnisse, Gefühle und Ergebnisse
Emotionen, Erfolge, Misserfolge, Erlebnisse und Folgen der Jagd
Jagdabenteuer, Jagdbegebenheit, Jagdeifer, Jagderfolg, Jagderlebnis, Jagdfieber, Jagdglück, Jagdleidenschaft, Jagdlust, Jagdpech, Jagdschaden, Jagdstrecke, Jagdtrophäe, Jagdunfall, Jagdvergnügen
8. Kultur, Brauchtum und Geschichte
Geschichten, Musik, Kunst, Museen, Traditionen und gesellschaftliche Aspekte der Jagd, auch im übertragenen Sinn
Jagdanekdote, Jagdausdruck, Jagdbegebenheit, Jagdfrühstück, Jagdgeleit, Jagdgeschichte, Jagdgott, Jagdgöttin, Jagdhorn, Jagdkunde, Jagdlied, Jagdmotiv, Jagdmuseum, Jagdmusik, Jagdruf, Jagdsignal, Jagdszene, Jagdwesen, Jagdzauber, Jagdzeitschrift, Jagdwurst, Jagdzug
9. Zeit, Veranstaltungen und Reisen
Zeitangaben, Jagdausflüge, Reisen und Veranstaltungen rund um die Jagd
Jagdausflug, Jagdgesellschaft, Jagdjahr, Jagdpartie, Jagdreise, Jagdrennen, Jagdsaison, Jagdspringen, Jagdtag, Jagdtourismus, Jagdtourist, Jagdzeit
10. Militär
Wörter, bei denen Jagd im Militär, vor allem in der Luftwaffe, verwendet wird
Jagdbomber, Jagdflieger, Jagdflugzeug, Jagdgeschwader, Jagdkommando, Jagdmaschine, Jagdpanzer, Jagdstaffel
Wortbildungen mit dem Nomen -jagd als Letztglied
1. Jagd auf Tiere
Jagd auf bestimmte Tierarten oder Wildgruppen
Bärenjagd, Biberjagd, Bisonjagd, Büffeljagd, Dachsjagd, Eberjagd, Elchjagd, Elefantenjagd, Entenjagd, Fuchsjagd, Gänsejagd, Großwildjagd, Hasenjagd, Hirschjagd, Hühnerjagd, Jaguarjagd, Kängurujagd, Kaninchenjagd, Löwenjagd, Mäusejagd, Moorhuhnjagd, Murmeltierjagd, Pantherjagd, Rattenjagd, Rebhuhnjagd, Reiherjagd, Robbenjagd, Saujagd, Schakaljagd, Schlangenjagd, Schnepfenjagd, Tigerjagd, Trappenjagd, Truthahnjagd, Vogeljagd, Waljagd, Waschbärenjagd, Wildjagd, Wildschweinjagd, Wolfsjagd
2. Jagdart und Jagdmethode
Art der Jagd, Jagdtechnik oder verwendetes Hilfsmittel
Balzjagd, Beizjagd, Beutejagd, Bogenjagd, Büchsenjagd, Drückjagd, Erdjagd, Falkenjagd, Fallenjagd, Fangjagd, Gatterjagd, Hetzjagd, Hochjagd, Hüttenjagd, Kesseljagd, Klopfjagd, Kollektivjagd, Korbjagd, Lockjagd, Niederjagd, Parforcejagd, Pirschjagd, Reitjagd, Schleppjagd, Sonderjagd, Streifjagd, Treibjagd, Trophäenjagd, Unterwasserjagd
3. Zeit, Ort und Organisation der Jagd
Zeitliche, räumliche oder organisatorische Formen der Jagd
Frühlingsjagd, Herbstjagd, Hofjagd, Nachtjagd
4. Übertragene Jagd auf Menschen
Verfolgung oder Suche nach Menschen oder Personengruppen
Ausländerjagd, Autojagd, Diplomatenjagd, Gangsterjagd, Ganovenjagd, Hetzjagd, Hexenjagd, Kopfjagd, Menschenjagd, Mörderjagd, Piratenjagd, Polizeijagd, Sklavenjagd, Spitzeljagd, Terroristenjagd, Verbrecherjagd, Verfolgungsjagd
5. Übertragene Jagd auf Dinge, Ziele oder Erfolge
Streben nach Gegenständen, Erfolgen oder abstrakten Zielen
Ämterjagd, Aufholjagd, Autogrammjagd, Bücherjagd, Erntejagd, Fotojagd, Geisterjagd, Gespensterjagd, Hexenjagd, Kopfjagd, Monsterjagd, Pflanzenjagd, Punktejagd, Quotenjagd, Rekordjagd, Schnäppchenjagd, Titeljagd, Torejagd, Torjagd, Trophäenjagd, Weltrekordjagd
6. Recht, Verwaltung und Jagdorganisation
Jagdrecht, Verbände, Behörden und Verwaltungsbegriffe
Bundesjagdgesetz, Eigenjagdbezirk, Kreisjagd, Kreisjagdgruppe, Kreisjagdmeister, Landesjagdgesetz, Landesjagdverband, Sonderjagdgebiet, Staatsjagdgebiet
7. Brauchtum, Sport und Spiel
Jagd als Brauchtum, Wettkampf oder Spiel
Autojagd, Geisterjagd, Gespensterjagd, Hofjagd, Hubertusjagd, Lappjagd, Monsterjagd, Moorhuhnjagd, Parforcejagd, Reitjagd, Schleppjagd, Schnipseljagd, Schnitzeljagd, Skijagd
8. Eigenschafts- und Fachadjektive
Adjektive zu Jagd, Jagdrecht oder Jagdkunde
jagdausübungsberechtigt, jagdbar, jagdberechtigt, jagdgerecht, jagdkundig, jagdkundlich, jagdlich, jagdrechtlich

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Redensarten/Zitate

Zum Verb jagen gibt es einige Redensarten/Sprichwörter/Mehrwortausdrücke. Diese lassen sich auf drei Kernbedeutungen des Verbs jagen zurückführen:

A. (Wild) verfolgen und treiben, nach etwas streben
Insbesondere im Zusammenhang mit dem Nomen Jagd ergeben sich viele Mehrwortausdrücke, die sehr produktiv sind, z. B. Jagd nach Geld, Jagd nach Macht, Jagd nach Ruhm, Jagd nach Frieden, Jagd nach Wahrheit, Jagd nach Quoten, Jagd nach Rekorden, Jagd nach Rohstoffen, Jagd nach Aufmerksamkeit, Jagd nach Likes ...
B. jemanden oder etwas hetzen, vertreiben oder fortschicken
In diese Bedeutungsgruppe fallen die meisten gebräuchlichen Redewendungen mit dem Verb jagen, zum Beispiel: zum Teufel jagen, zum Kuckuck jagen, vom Hof jagen, aus dem Haus jagen, in die Flucht jagen, ins Bockshorn jagen
C. etwas schnell oder mit großer Kraft bewegen
Beispiele für vor allem regionale Redewendungen: in Panik jagen, in Angst jagen, in die Höhe jagen, durch den Kopf jagen, durch die Kehle jagen, über den Haufen jagen

Die folgende Tabelle gibt einige Beispiele solcher Redensarten wieder. Die letzte Spalte enthält die Quelle. Im Kapitel "Belege/Quellen" findest du einige Links zu weiteren Redensarten und Mehrwortausdrücke,

Mehrwortausdrücke mit dem Grundwort jagen
Nr. Mehrwortausdruck Bedeutung Gr. Herkunft / Erläuterung Quelle
1 etwas in die Luft jagen etwas sprengen und dadurch zerstören C Etwas wird durch die Sprengkraft heftig nach oben bzw. auseinandergetrieben. 4
2 Damit kannst du mich jagen! / Mit etwas kann man jemanden jagen. Das mag jemand überhaupt nicht; damit erregt man seinen Widerwillen. B Die ungeliebte Sache würde die Person gleichsam vertreiben. 4
3 etwas durch die Kehle jagen etwas sehr schnell hinunterschlucken oder hinuntertrinken C Speise oder Getränk wird hastig durch die Kehle „getrieben“. 4
4 das Geld durch die Gurgel jagen Geld für Essen und vor allem für Trinken verschwenden C Das Geld wird bildlich zusammen mit Speisen oder Getränken durch die Kehle verbraucht. 5
5 jemanden zum Jagen tragen (müssen) jemanden erst mühsam dazu bewegen müssen, das zu tun, was eigentlich von ihm erwartet wird A Bild eines Jagdhundes, der so unwillig ist, dass man ihn sogar zur Jagd tragen muss. 4
6 den Hund zum Jagen tragen (müssen) jemanden zu seiner eigenen Aufgabe antreiben müssen A Ursprüngliches konkretes Bild der vorgenannten Wendung. 1
7 jemanden zum Teufel jagen jemanden wütend oder grob fortschicken B Der unerwünschte Mensch soll möglichst weit weg, bildlich „zum Teufel“. 1
8 jemanden zum Kuckuck jagen jemanden verärgert fortschicken oder wegwünschen B Kuckuck dient wie in anderen Fluch- und Verhüllungsformeln als milderer Ersatz für Teufel. 5
9 jemanden ins Bockshorn jagen jemanden einschüchtern, verunsichern oder in Angst versetzen B Die Herkunft ist ungeklärt. Duden nennt als mögliche Erklärung eine Umdeutung aus mhd. hame „Hülle“ und verweist auf einen alten Brauch. 1
10 sich [nicht] ins Bockshorn jagen lassen sich [nicht] einschüchtern oder verwirren lassen B Reflexive Form der vorhergehenden Wendung; heute besonders häufig verneint. 1
11 eine Sau durchs Dorf jagen/treiben ein Thema oder eine Person öffentlichkeitswirksam und meist übertrieben in den Mittelpunkt stellen C Das konkrete Bild ist das öffentliche Treiben eines Tieres durch das Dorf; heute wird ein Thema durch Öffentlichkeit und Medien „getrieben“. 1
12 jemanden/etwas über den Jordan jagen jemanden töten bzw. etwas vernichten oder zugrunde richten B Der Jordan wird in christlich geprägter Bildsprache als Grenze zum Jenseits verstanden. 5
13 einen Bob in die Bahn jagen einen Bob kraftvoll starten bzw. in die Bahn setzen C Sportsprachliche Verbindung: Der Bob wird mit Schwung in Bewegung gesetzt. 5
14 bei diesem Wetter keinen Hund vor die Tür jagen das Wetter ist so schlecht, dass man niemandem zumuten möchte hinauszugehen B Übertreibendes Bild: Nicht einmal ein Hund soll hinausgeschickt werden. 1
15 Wer Grillen jagt, wird Grillen fangen. Wer trüben Gedanken oder einer bestimmten Vorstellung nachgeht, findet immer neue Gründe dafür; allgemein auch: Wer sucht, wird etwas Entsprechendes finden. A Grillen bedeutete historisch auch wunderliche Gedanken, Launen oder Grübeleien; das Sprichwort spielt zugleich mit der wörtlichen Insektenjagd. 1
16 Viele Jäger sind des Hasen Tod. Viele gleichzeitige Verfolger oder Gegner machen eine Niederlage wahrscheinlich. A Bild der Übermacht mehrerer Jäger gegenüber einem einzelnen Hasen. 1

Es gibt viele Beispiele für die Verwendung dieser Redensarten und Mehrwortausdrücke in der Literatur, in Zeitschriften, dem Internet und selbst in vielen Reden von Politikern im deutschen Bundestag.

Beispiele für Zitate zu jagen, Jagd und Jäger
Stichwort Zitat Autor Jahr Quelle
jagen „Adler jagen keine Fliegen.“ (türkisch: Kartal sinek avlamaz.) Türkisches Sprichwort o. J. Quelle
jagen „Die meisten jagen so sehr dem Genusse nach, dass sie an ihm vorbeilaufen.“ Søren Kierkegaard Mitte 19.Jh. Quelle
jagen „Katzen jagen keine Mäuse, um Gott zu gefallen.“ Afghanisches Sprichwort o. J. Quelle
jagen „Wenn die Chinesen unsere Wissenschaft gelernt haben, jagen sie eines Tages die Europäer fort …“ Gottfried Wilhelm Leibniz ca. 1697 Quelle
Jagd „Kein Mann, der etwas Rechtes auf der Welt zu tun hat, besitzt Geld und Zeit genug für eine so lange, kostspielige Jagd wie die Jagd auf Frauen.“ Bernard Shaw vor 1950 Quelle
Jagd „Die Liebe ist eine Jagd, bei welcher der Jäger vom Wild verfolgt wird.“ Alphonse Karr 19. Jh. Quelle
Jagd „Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“ Louis_Constanz_Berger 1829-1891 Quelle
Jagd „Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr als bei der Jagd nach Erholung.“ Jean Paul Anfang 19. Jh. Quelle
Jäger „Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauer und tausend Gärtner.“ Alexander von Humboldt 19. Jh. Quelle
Jäger „Es gibt nur die Gejagten und die Jäger, die Emsigen und die Müden.“ F. Scott Fitzgerald vor 1940 Quelle
Jäger „Wenn der Jäger die Hoffnung verliert, gibt es keine Beute.“ Lappländisches Sprichwort o. J. Quelle

Wer sich für weitere Zitate und Aphorismen interessiert finden entsprechende Linkbeispiele im Kapitel Belege/Quellen.

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Belege/Quellen

Herkunft:

DWDS, duden, Wiktionary, Wörterbuchnetz

jagen: DWDS, Duden-online, Wiktionary, Wörterbuchnetz: Adelung, Campe, BDO, Goethe, Grimm, Lexer, MHD-BDB,

Jäger: DWDS, Duden-online, Wiktionary

Jagd: DWDS, Duden-online, Wiktionary
Jagd, Etymologie: etymologiedatenbank.nl, Althochdeutsches Wörterbuch (AHW, Splett), Althochdeutsches Wörterbuch Bd. 4, Sp. 1775 bis 1781, Mittelhochdeutsches Wörterbuch (Mainz), Mittelhochdeutschen Wörterbuch (Lexer.), Mittelhochdeutsches Wörterbuch (Beneke, Müller, Zarncke), Frühneuhochdeutschen Wörterbuch, Mittelniederdeutsches Wörterbuch (MNWb), Mittelniederdeutsches Handwörterbuch (LW, Lübben, Walter),

Jagd, Regiolekte: Adelung (1801), Bayerns Dialekte Online (BDO), Goethewörterbuch, Deutschen Wörterbuch von Grimm (DWB), Oekonomische Encyklopädie von J. G. Krünitz (Bd. 28, 1791), Rheinisches Wörterbuch (RhWb), Mecklenburgisches Wörterbuch (MeckWb), Mittelhochdeutsch Begriffsdatenbank (MHD-BDB), Mittelniederdeutsches Handwörterbuch (LW), Pfälzisches Wörterbuch (PfWB), Südhessisches Wörterbuch (SHWb), Westfälisches Wörterbuch WestWb)

Jagd, Beispiele aus alten Buchdrucken: a) Lutherbibel (1. Buch Moses, Kap. 27 Abs.30): Lutherbibel, Verlag Lotter, Wittenberg, 1523, Verlag Lufft, Wittenberg 1534 , 1736 Verlag: Waisenhaus (Wäysenhaus), 31. Auflage Canstein, Halle, 1736 Verlag Walter, Neustadt 1834,

b) weitere Beispiele aus anderen Quellen: Johann Micraelius: Drittes Buch Deß Alten Sächsischen Pommerlandes. Bd. 3, 1. Stettin, 1639, Julius Bernhard von Rohr: Einleitung zur Staats-Klugheit. Leipzig, 1718 Verlag Schrödter, Wittenberg, 1681 Quellen Suchbelege: Korpusbelege DWDS Jagt, Korpusbelege DWDS Jagd

Wörterlisten:
Für die Analyse wurde die Korpus basierte Wortgrundformenliste DeReWo des Instituts für deutsche Sprache (IDS) mit rd. 326.946 Wörtern ausgewertet (Stand 26.03.2023). Die Wörter in den verschiedenen Wörterlisten sind in der Regel mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt.

Redensarten/Zitate:

Mehrwortausdrücke jagen: DWDS (7), Wikiquote, Wiktionary (4), Wander (74) Wikiquote, nicht werbefrei: Duden (weitere Stichwörter im Duden sind im Kapitel verlinkt), redensarten-index (10); Gedichte über Jagd und Jäger: levrai.de

Weitere Quellen für Zitate und Aphorismen: zitate-online.de: jagen (9), Jagd (5), Jäger (15), aphorismen.de: jagen (221), Jagd (88), Jäger (245), gutezitate.com :jagen (74), Jagd (62), Jäger (55), ...

Alle Verlinkungen wurden im August 2026 abgerufen.


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