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= Butz (Wortgruppe) =
=Butz (Wortgruppe)=  
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==Diskussion==
= Info - Butz (Wortgruppe) =
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
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|[[Butz (Wortgruppe)|'''zurück zur Wortgeschichte ''Butz (Wortgruppe)''''']]
| style="width: 15%; vertical-align:top" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px]]
|Die Wortgruppe ''Butz, Butze, butzen'' und mit Umlaut ''Bütze'' und ''bützen'' ist aus mehreren Gründen interessant. Hier die beiden wichtigsten:
 
* Das Nomen ''Butz'' ist sehr häufig eine Verkürzung der Nomen ''Butze'' oder ''Butzen''. Oft ist nicht zu unterscheiden, welches Grundwort (welcher Fall) gemeint ist. Schau dir einmal die Tabellen im Kapitel Wortformen an. Dort kannst du sehen, dass die Grundwörter oft in der Form ''Butzen'' gebraucht werden.
*Am häufigsten kommen die Grundwörter in regionalen Dialekten vor. Sie sind vor allem in Norddeutschland (Niedersachsen, Mecklenburg), dem Rheinland und im Süden (Österreich, Bayern, Rheinland-Pfalz) gebräuchlich. In diesen regionalen Dialekten gibt es sehr viele Wortbildungen mit diesen Grundwörtern.
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| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px]]
|'''''Butzen:''''' Das althochdeutsche Wort ''bōʒan'' bedeutete ''schlagen'' oder auch ''stoßen''. Später änderte sich die Endung. aus dem ''a'' wurde ein ''e'' = ''bōʒen''. Zum Ende des Mittelalters entstand dann das Verb ''butzen''. Das Verb ist nach dem Mittelalter untergegangen. Das Nomen hingegen ist erhalten geblieben.
Nicht alle Bedeutungen der Wörter '''''Butz, Butze, Butzen''''' können sicher auf das althochdeutsche Wort ''bōʒan'' zurückgeführt werden. Wie diese Wörter in den verschiedenen Dialekten entstanden sind ist unklar.
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|Es gab im Mittelalter noch ein zweites Wort, das ganz ähnlich klang:
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| style="vertical-align:top" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px]]
|Das Nomen Butzen bedeutete zunächst ''Stoß, Schlag''. Hier waren die Leute bei der Erfindung neuer Wörter sehr einfallsreich. Wenn zum Beispiel im Frühjahr kräftiger Hagel, Schnee oder Regen vom Himmel ''stieß'' und auf den Boden ''schlug'', nannte man dies in einigen Regionen Bayerns ''Aprilbutzen, Frühjahrsbutzen'' oder ''Gewitterbutzen''. Wenn zwei Personen, die ihre Münder aufeinander ''stoßen'', dann geben sie sich im Rheinland ein ''Bützchen''. Ein ''Butz'' oder ''Bütz'' ist in Köln ein Kuss.
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|
|In einigen Regionen wurde die verkürzte Form ''Butz(e)'' auch für die abgeschlagenen Teile benutzt. So bezeichnete man in in Süddeutschland den Abfall als ''Butz'' oder ''Apfelbutz, Birnenbutz, Gemüsebutz'' usw. Und der Abfalleimer war dann der ''Bützigeimer''.
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|Aus den „abgeschlagenen Teile“ = ''Butzen'', wurden später auch andere Klumpen, Reste und kleine Teile als ''Butzen'' bezeichnet. Hier ein paar Beispiele: Der getrocknete Schleim in der Nase, heißt bei den einen ''Butzenpöpel'' oder ''Nasenbutzen'' und bei den anderen heißt er ''Bettelbutzen'' oder ''Rotzbutzen''. Der Kot von Tieren heißt ''Butzebeer'' oder ''Mistbutzen'', kleine Kartoffeln sind ''Erdbirnenbutzen'', die Kerne von Obst werden ''Gebütz'' genannt und ein Brotkrümel ist eine ''Segebütze''.
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|Die Wörter ''Butz, Butze'' oder ''Butzen'' haben einen richtigen Siegeszug vor allem in Süddeutschland, Österreich, im Rheinland und Mecklenburg angetreten. Es gibt kaum einen Bereich, in dem nicht ''gebutz'' und ''gebützt'' wird. Fallobst wird zum ''Bützelzeug'', kleine Jungen sind ''Butzelbuben'', ein freches Kind ist ein ''Krabutz'' und ein liebes Kind nennt man ''Zuckerbutzel'', die Früchte des Weißdorns sind ''Butzenhiefer, Haberbutzen, Hollerbutzen'' oder ''Nagelbutz''.
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|Das Gebutze macht auch vor Tieren und Pflanzen nicht Halt: Tannenzapfen sind ''Fichtenbutzen'', ''Tannenbutzen'' oder ''Föhrenbutzen.'' Früchte, die von Vögeln gefressen werden, sind ''Vogelbutzen, Haferbutz'' oder ''Hollerbutz''. Den jüngsten Vogel in einem Nest nennt man ''Nestbutzel'', das kleinste Ferkel ''Adenbutzel'', ein in der Entwicklung zurückgebliebenes Tier heißt ''Bollerbutz'' und kleine niedliche Tiere bekommen den Kosenamen ''Butzi'' oder ''Butzerl.''
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| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Kurz.jpg | 120px]]
|Hallo! Wir haben verstanden! ''Butz'' ist das Lieblingswort in vielen Dialekten. Sie brauchen hier nicht ihre ganze Wörterlisten aufzuzählen. Es reicht!
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| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px]]
|Ja, vielleicht noch nicht ganz. Es gibt noch eine Bedeutungsgruppe, die der Kollege Wort noch nicht genannt hat: der [[Butzemann]] oder ganz kurz: der [[Butzemann|Butz]]. Das war früher ein Schreckgespenst, ein Kobold oder Poltergeist. Das Wort ''buz'' gab es in dieser Bedeutung auch schon im Mittelalter. Mehr zu dieser Bedeutung findest du auf der Seite [[Butzemann]].
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| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px]]
|Jetzt bleibt uns nur noch eine Antwort auf die Frage: ''Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Verben ''butzen'' und ''putzen''?
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|style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px]]
|Dieses Wort wurde erst im 15. Jahrhundert bekannt. Vermutlich ist es vom Nomen ''Butzen'' abgeleitet. Als ''Butzen'' bezeichnete man unter anderem ''Verunreinigungen'' und ''Schmutzklümpchen''. Wenn man diesen Schmutz reinigt, dann nannte man dies ''butzen'' und in einigen Regionen ''putzen''. Diese Form mit ''p'' am Anfang hat sich dann durchgesetzt.
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| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px]]
|Der ''Butzen'' war unter anderem der verhärtete Schleim in der Nase. Den kannst du wegmachen, wenn du dir die Nase ''putzt''. Wenn Obst oder Gemüse geerntet wurden, dann waren diese oft voller Erde, sie waren ''schmutzig''. Nimm als Beispiel die Kartoffel. Wenn sie geerntet werden klebt an ihnen Erde = ''Erdklumpen'' = ''Butzen''. Um sie zu entfernen muss man die Kartoffeln ''putzen''. Später wurde das Wort ''putzen'' dann ganz allgemein für ''reinigen'' und ''sauber machen'' (säubern) verwendet.
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| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Kurz.jpg | 120px]]
|Warum macht ihr beiden Männer das immer so kompliziert? Mal ganz kurz: Ich ''butze'' (stoße aus Versehen natürlich) an meinen Teller. Der fällt ''butz'' auf den Boden. Da liegt nun mein Frühstück in kleinen ''Butzen'' (= Krümeln, Klumpen) auf dem Boden. Die muss ich jetzt sauber ''putzen''. So passt alles zusammen. Butz! (Ich meine natürlich Schluss! Punkt!)
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|}
|}
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Die Wortfamilie um ''Butz, Butze, Butzen, Bütz, Butzel, Butzi'' usw. gehört zu den besonders vielgestaltigen und komplexen Bereichen des deutschen Dialektwortschatzes. Zahlreiche Belege aus dialektalen Wörterbüchern zeigen eine außerordentliche Bedeutungsvielfalt, die von konkreten Sachbezeichnungen über Körper- und Naturphänomene bis hin zu Figuren des Volksglaubens reicht.
__TOC__
==Bedeutungsgruppen==
Aus der Bedeutung ''Butz = Stoß, Schlag'' hat sich die Bedeutung ''Kern, Klumpen'' und hieraus viele verschiedene regionale Bedeutungen. Ob die Bedeutung ''Butz = Schreckgestalt/Kobold'' ebenfalls aus stoßen und schlagen entwickelt hat ist  umstritten. Sehr wahrscheinlich ist, dass auch das Verb ''putzen'' auf die Wortgruppe ''Butz'' zurückgeführt werden kann. Es ergeben sich daher fünf Bedeutungsgruppen:


{|style="width: 100%"
'''1. Stoß'''
|- style="vertical-align:top; text-align:center;"
:'''Beschreibung:''' Grundbedeutung „stoßen, schlagen, berühren“
| [[File:Pik-Linie.jpg]]
::'''Beispielwörter:''' butzen, Butz, Butzekopf
|-
::'''Beispielsätze:''' ''Pass auf, sonst butzt du noch gegen die Tür! Der Widder gab ihm einen heftigen Butz gegen das Bein.''
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>


==Hinweise zum Wort ''Butz''==
'''2. Kern / Klumpen'''
:'''Beschreibung:''' rundliche Masse, Rest, verdichteter Bestandteil
::'''Beispielwörter:''' Butzen, Bütz, Hagebutz, Fettbutzen
::'''Beispielsätze:''' ''Die Kinder sammelten die Apfelbutzen im Korb. In der Suppe schwamm noch ein kleiner Fettbutzen.''


{| class="wikitable" style="width: 100%; font-size: 1.2em"
'''3. regional / sekundär'''
|-
:'''Beschreibung:''' regionale Erweiterungen, Übertragungen und Neubildungen
!style="width:20%; vertical-align:top;text-align:left"|Grundwörter:
::'''Beispielwörter:''' Butzknecht, Butzbar, butzig, Butzilein
|''der Butz, die Butze, der Butzen''
::'''Beispielsätze:''' ''Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten. Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz!''
|-
'''4. Schreckgestalt'''
!style="vertical-align:top;text-align:left"|Ableitungen:
:'''Beschreibung:''' traditionelle Angst- und Maskenfiguren
|mit Umlaut: ''Bütz, Bütze, Bützen''
::'''Beispielwörter:''' Butzemann, Butzenbär, Butzenmärtel
Verben: ''butzen, bützen''
::'''Beispielsätze:''' ''Mit dem Butzen drohte man früher unartigen Kindern. Der Butzemann versteckt sich angeblich im Keller.''
 
Eine Auswertung der Wörterbuchbelege zeigt, dass es sich nicht um ein einheitliches Bedeutungsfeld handelt, sondern um ein komplexes Netz mehrerer Bedeutungsfelder, die sich regional unterschiedlich entfaltet haben.
Adjektive: ''butz, bützig'' (in einigen Dialekten auch als Nomen ''Bützig'')
 
 
'''1 a) Stoß / Bewegung'''
Personenbezeichnung: ''Butzer'', sehr selten auch ''Butzerin'', ''Bützer''  
:'''Beschreibung:''' körperliche Einwirkung, Stoß, Anprall, drückende Bewegung
|-
::'''Beispiele:''' butzen, Butz, Butzekopf, Butzelbock
!style="vertical-align:top;text-align:left"|Wortinfo:
 
|Worttrennung: But-ze, But-zen, but-zen, Büt-ze, büt-zen
''' 1 b) Spiel '''
:'''Beschreibung:''' spielerische Stoßhandlungen, oft körperliche Spiele (v. a. Kopfstoßen)
::'''Beispiele:''' Butzen (Spiel), Fingerbutzeln, Butzelbock
 
'''1 c) Kuss / Zuneigung '''
:'''Beschreibung:''' abgeschwächte Berührung im Sinne von Kuss, Zärtlichkeit, Koseform
::'''Beispiele:''' Bütz, Butzi, Butzilein, Schnuckibutzi
 
''' 2 a) Kern / Rest / Klumpen '''
:'''Beschreibung:''' fester, abgesetzter Bestandteil; Rest, Kern oder rundlicher Klumpen
::'''Beispiele:''' Apfelbutzen, Hagebutz, Fettbutzen, Erdäpfelsbutz
 
''' 2 b) Schmutz / Körper '''
:'''Beschreibung:''' körperliche oder stoffliche Rückstände, meist unangenehme Substanzen
::'''Beispiele:''' Nasenbutzen, Rotzbutzen, Mistbutzen, Dochtbutzen


Aussprache: [bʊts], [ˈbʊt͡sə], [ˈbʊt͡sə], [ˈbʊt͡sn̩], [ˈbʏt͡sə], [ˈbʏt͡sn̩]
'''2 c) Menge / Bündel '''
|}
:'''Beschreibung:''' zusammengefasste Masse, Bündel oder Ansammlung von Material
::'''Beispiele:''' Heubützig, Butzwelle, Barnbützig


==Wortformen==
''' 2 d) Körper (von Personen)'''
<div style="font-size:1.2em">
:'''Beschreibung:''' Knoten, Bläschen, Schmutz am Körper
Im Sinne von ''Schreckgestalt, Kobold'' werden zwei Formen verwendet, die '''Nomen  ''der Butz''''' oder '''''der Butze'''''. In beiden Fällen werden alle Formen (mit Ausnahme des 1. Falls Einzahl) mit der Endung -''en'', also ''Butzen'' gebildet.
::'''Beispiele:''' Haarbutz, Eiterbutzen, Adenbutzen, Bauchbutzen
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
''' 3 a) Personen '''
! colspan="2" style="width: 14%" |Butze
:'''Beschreibung:''' Bezeichnungen für Menschen, oft bewertend, verkleinernd oder scherzhaft
! style="width: 33%" |Singular
::'''Beispiele:''' Butz (Kind), Butzelbub, Butzknecht, Butzeknösel
! style="width: 33%" |Plural
 
|-
''' 3 b) Tier- und Landwirtschaft '''
! style="text-align:left" |1. Fall
:'''Beschreibung:''' Bezeichnungen für Tiere, Pflanzen oder landwirtschaftliche Objekte
! style="width: 20%" |Nominativ
::'''Beispiele:''' Butzen (Ferkel), Strohbutzen, Hagebutz, Butzenbock
|der Butz, der Butze
|die Butzen
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
|des Butzen
|der Butzen
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|dem Butzen
|den Butzen
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|den Butzen
|die Butzen
|-
|}
<div style="font-size:1.2em">
Vom '''Nomen ''Butze''''' gibt es zwei unterschiedliche Formen. Im Sinne von Schreckgespenst ist das Wort männlich (der Butze). Hier werden alle Fälle so wie beim Wort Butz gebildet (siehe die Tabelle oben). in allen anderen Bedeutungen ist das Grundwort Butze weiblich. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) bleiben unverändert ''die Butze''. In allen Fällen der Mehrzahl wird die Endung mit -''en'' gebildet, also ''Butzen'' gebildet.
</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|die Butze
|die Butzen
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|der Butze
|der Butzen
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|der Butze
|den Butzen
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|die Butze
|die Butzen
|-
|}
<div style="font-size:1.2em">
In allen Bedeutungsgruppen werden die Fälle des '''Nomens ''Butzen''''' gleich gebildet. Mit Ausnahme des 2. Falls Einzahl (Singular) bleibt die Form des Grundwortes erhalten:
</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
! colspan="2" style="width: 14%" |Butze
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
! style="text-align:left" |1. Fall
! style="width: 20%" |Nominativ
|der Butzen
|die Butzen
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
|des Butzens
|der Butzen
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|dem Butzen
|den Butzen
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|den Butzen
|die Butzen
|-
|}
<div style="font-size:1.2em">
Auf den ersten Blick klingt das alles sehr kompliziert. Wenn du jedoch genauer hinschaust, dann wird es doch etwas einfacher. In der Mehrzahl (Plural) werden alle Fälle für die Wörter ''Butz'', ''Butze'' und ''Butzen'' ganz gleich mit ''Butzen'' gebildet. Das gilt auch für viele Fälle in der Einzahl (Singular). Hier brauchst du dir nur zwei Ausnahmen merken: Wird das Wort ''Butze'' im Sinne von ''<u>die</u> kleine Hütte'' oder ''<u>die</u> Schlafnische'' verwendet, dann sind alle Formen in der Einzahl (Singular) ''Butze''. Beim Wort ''Butzen'' wird im zweiten Fall (Genitiv) ein ''s'' ergänzt, ''des Butzen'''s'''''.


Das '''Verb ''bützen''''' wird in den verschiedenen Zeitformen (Konjugation) regelhaft gebildet. Man sagt dazu auch: das Verb ist ein schwaches Verb.
''' 3 c) Raum '''
</div>
:'''Beschreibung:''' kleine, oft einfache oder beengte Räume, Hütten oder Stuben
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
::'''Beispiele:''' Butze, Butzenstube, Butzenkammer
| colspan="2" style="text-align:center"|'''bützen'''
 
!Gegenwart
'''3 d). Wetter'''
(Präsens)
:'''Beschreibung:''' kurze, stoßartige oder klumpenartige Niederschläge
!1. Vergangenheit
::'''Beispiele:''' Schauerbutzen, Regenbutzen, Aprilbutzen
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
(Singular)
! style="width: 13%" |1. Person
|ich bütze
|ich bützte
|ich habe gebützt
|-
!2. Person
|du bützt
|du bütztest
|du hast gebützt
|-
!3. Person
|er/sie/es bützt
|er/sie/es bützte
|er/sie/es hat gebützt
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir bützen
|wir bützten
|wir haben gebützt
|-
!2. Person
|ihr bützt
|ihr bütztet
|ihr habt gebützt
|-
!3. Person
|sie bützen
|sie bützten
|sie haben gebützt
|-
|}


== Ursprung und Bedeutung der Wortgruppe ''Butze'' ==
''' 3 e) Sonstiges '''
{| class="wikitable" style="width: 100%; font-size: 1.2em"
:'''Beschreibung:''' feste Redewendungen, übertragene Bedeutungen, unspezifische Verwendungen
|+ Bedeutungsursprung der Wortgruppe
::'''Beispiele:''' butz und gar, Butz (Rest), Butzware
!style="width:20%; text-align:left;vertical-align:top"|Wortursprung
|Das Die Wortgruppe ''Butz'' hatte früher die Bedeutung ''stoßen, schlagen''. Hieraus haben sich in den verschiedenen Regionen weitere Gruppen entwickelt.


:1. Stoß, Schlag
''' 4. Schreckgestalt '''
:2. Kern, Klumpen, Rest
:'''Beschreibung:''' furchterregende Figur des Volksglaubens oder Brauchtums
:3. regionale Besonderheiten
::'''Beispiele:''' Butzemann, Butzenbär, Butzenkerl, Faschingbutz
Vermutlich hat die vierte Bedeutungsgruppe eine andere Herkunft. Allerdings ist die genaue Herkunft nicht geklärt.
:4. Schreckgespenst, Kobold
Auch das Wort ''putzen'' ist mit diesen Bedeutungsgruppen (vor allem der Gruppe 2) verwandt. In südlichen Dialekten meist ''butzen'', in nördlichen ''putzen''. Diese Variante gelangte dann ins Hochdeutsche.
:5. etwas säubern, reinigen, von Schmutz befreien, schön machen
|-
!style="vertical-align:top;text-align:left"|Beispielsätze:
|
1. ''Der Ziegenbock gab ihm einen heftigen Butz'' (Stoß)''.''
:''Wenn du nicht aufpasst, butzt'' (stößt) ''du noch gegen die Wand.''


2. ''Die Butzen der Äpfel'' (Kerne) ''kommen auf den Kompost.''
''' 5. ''butzen II'' '''
:''Sie hatte kleine Butzen'' (Krümel, Klumpen) ''im Auge.''
:'''Beschreibung:''' eigenständige Verbgruppe mit Bedeutungen wie reinigen, ordnen, bearbeiten
::'''Beispiele:''' butzen (putzen), aufbutzen, hineinbutzen, Abbutz


3. ''Er wohnte in einer kleinen Butze.'' (Bude/Hütte)
==Entstehung==
:''Gib mir ein Bützchen!'' (Küsschen)
ahd. ''bōʒan'' = ''schlagen,'' ''stoßen,'' mhd.  ''bōʒen →'' ca. 14. Jh. ''butzen;'' ab ca. 16. Jh. ist das Verb untergegangen; die Nomen ''Butz, Butz, Butzen'' und regional auch Bütz, ''Bütz, Bütze'' sind in verschiedenen Dialekten erhalten geblieben.
:''Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz!'' (Kosenamen)
:''Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten.''
:''Die Butzen gaben dem Fenster ein besonders schönes Aussehen.'' (Butzenscheibe)


4. ''Das Kind fürchtete sich vor dem Butz im Dunkeln.''
mhd. butz = Kobold, Schreckgestalt  → Bedeutungserweiterung: Kobold → kleiner Mensch → Klumpen → Gegenstand → Handlung
:''Im Fasching zog ein Butzen durch die Straßen.''
:„''Es tanz ein Bi-Ba-Butzemann in unserm Kreis herum.''“
|-
|}


{| class="wikitable" style="width: 100%; font-size: 1.2em"
== Bedeutung der Grundwörter ==
|+ Bedeutungsgruppen zu den Wörtern ''Butz, Butze, Butzen, Bütze, butzen'' und ''bützen''
Die Wortgruppe Butz ist eine der vielfältigsten Wortgruppen in verschiedenen Dialekten und Regiolekten. Diese Wörter kommen sowohl in Norddeutschland und dem Rheinland als auch in Hessen, Süddeutschland, Elsass, Luxemburg, Österreich und der Schweiz vor. Bereits die Grundwörter werden - je nach Region - mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für die Bedeutungsvielfalt der Grundwörter. Die Tabelle beschränkt sich beispielhaft auf die Regionen Mecklenburg (MeckWB), Rheinland (RhWB), die Pfalz (PfWB) und Bayern (BDO). Weitere Wörterbuchquellen findest du im Kapitel [[Info - Butz (Wortgruppe)#Belege/Quellen|Belege/Quellen]]. Die Tabelle ist nach den Grundwörtern geordnet. Du kannst diese aber auch nach den Spalten (Bedeutung, Gruppe, Ursprung, Quelle) sortieren und mehr über die Bedeutungen und Dialekte erfahren.
|-
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
!style="width:20%; text-align:left;vertical-align:top"|1. a) Stoß / Bewegung
|+Die Bedeutungen der Grundwörter ''Butz, Butze, Butzen'' und mit Umlaut ''Bütz, Bütze, Bützen''
|Er gab ihm einen kräftigen ''Butz'' gegen die Brust.
! style="width: 10%" |Lemma
Beim Rangeln hat er mich so ''gebutzt'', dass ich fast gefallen wäre.
! style="width: 30%" |Bedeutung
|-
! style="width: 20%" |Gruppe
!style="text-align:left;vertical-align:top"|1. b) Spiel
! style="width: 20%" |Ursprung
|Die Kinder spielten ''Butzen'' und stießen ihre Köpfe gegeneinander.
! style="width: 20%" |Quelle
Beim ''Butzspiel'' musste man den Gegner mit einem geschickten Stoß treffen.
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|1. c) Kuss
|Die Mutter gab dem Kind einen liebevollen ''Bütz'' auf die Wange.
„Komm her, ich geb dir noch einen ''Butzi'', bevor du gehst!
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|2. a) Kern / Rest / Klumpen
|Vom Apfel blieb nur noch der ''Butzen'' übrig.
In der Suppe schwamm ein kleiner ''Fettbutzen''.
|-
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|2. b) Schmutz / Körper
|Butz
|Das Kind hatte einen dicken ''Nasenbutzen'' unter der Nase.
|Stoß, Schlag
Am Kerzendocht hing ein schwarzer ''Butzen'' aus Ruß.  
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz I, ]
|-
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|2. c) Menge / Bündel
|Butz
|Er band das Heu zu mehreren kleinen ''Butzen'' zusammen.  
|Stoß (in Redewendungen)
Auf dem Feld lagen noch einige ''Butzen'' Stroh.
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 1a, ]
|-
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|2. d) Körper (von Pers.)
|Butz
|Sie hat den ''Butzen'' (Haarknoten) sehr schon geknotet.
|Wurfhölzchen
Der ''Butzen'' (Eiterbläschen) sollte sich einmal dein Hausarzt ansehen.
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 3 ]
|-
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. a) Personen
|Butz
|Du kleiner ''Butz'', was hast du wieder angestellt?
|Kuss
Der ''Butzenknecht'' musste den Hof sauber halten.  
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 2 ]
|-
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. b) Tier / Landwirtschaft
|Butz
|Das kleinste Ferkel nannten sie im Dorf den ''Butzen''.
|Auswuchs
Im Garten stand ein ''Butzen'', um die Vögel zu verscheuchen.  
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 12 ]
|-
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. c) Raum
|Butz
|Sie wohnten in einer kleinen ''Butze'' am Waldrand.
|Narbe am Obst
Die alte ''Butzenstube'' war eng und niedrig.  
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 1b ]
|-
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. d) Wetter
|Butz
|Am Nachmittag gingen schwere ''Regenbutzen'' nieder.
|große Menge
Der Schnee kam in dichten ''Butzen'' vom Himmel.  
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 15 ]
|-
|-
!style="text-align:left;vertical-align:top"|3. e) Sonstiges
|Butz
|Er hat das Essen ''butz'' und gar aufgegessen.
|Strohwisch
Im Keller lag noch ein ''Butz'' altes Holz herum.  
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16a ]
|-
|-
! style="text-align:left;vertical-align:top" |4. Schreckgestalt
|Butz
|„Pass auf, sonst holt dich der ''Butzemann''!“, rief die Großmutter.
|Strauß
Die Kinder fürchteten sich vor dem alten ''Butzen'' im Wald.  
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16b ]
|-
|-
! style="text-align:left;vertical-align:top" |5. butzen II (reinigen / ordnen / bearbeiten)
|Butz
|Sie musste die ganze Küche ''butzen'', bevor Besuch kam.
|Haarbüschel
Nach dem Schlachten wurde alles gründlich ''gebutzt''.  
|2c) Menge / Bündel
|-
|2. Kern, Klumpen
|}
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16c ]
 
|-
Belege/Quellen
|Butz
 
|Kerngehäuse
[https://bdo.badw.de/ Bayerns Dialekte Online], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/ Kölnisch Wörterbuch] (nicht werbefrei), Mecklenburgisches Wörterbuch, [https://lioe.dioe.at/ Mundarten in Österreich], Pfälzisches Wörterbuch, Rheinisches Wörterbuch<br>
|2a) Kern / Rest / Klumpen
----
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|[[Info - Butz | '''Weiterführende Informationen zu den Grundwörtern ''Butz, Butze, Butzen''''']]
|-
|Butz
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|Butz
|unreinliche Frau
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 2 ]
|-
|-
|siehe auch die Wörterseiten '''''[[Butzemann]]'', ''[[Butzenscheibe]]''''' und '''''[[putzig]]'''''
|Butz
|Schutzmann
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 4 ]
|-
|-
|}
|Butz
{{WörterABC-Tabelle}}
|durchtriebener Mensch
__INDEX__
|3a) Personen
----
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
= Info - Butz (Wortgruppe) =
|-
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|Butz
|[[Butz (Wortgruppe)|'''zurück zur Wortgeschichte ''Butz (Wortgruppe)''''']]
|kleiner Mensch
|}
|3a) Personen
----
|3. regional/sekundär
Die Wortfamilie um ''Butz, Butze, Butzen, Bütz, Butzel, Butzi'' usw. gehört zu den besonders vielgestaltigen und komplexen Bereichen des deutschen Dialektwortschatzes. Zahlreiche Belege aus dialektalen Wörterbüchern zeigen eine außerordentliche Bedeutungsvielfalt, die von konkreten Sachbezeichnungen über Körper- und Naturphänomene bis hin zu Figuren des Volksglaubens reicht.
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
__TOC__
|-
==Bedeutungsgruppen==
|Butz
Aus der Bedeutung ''Butz = Stoß, Schlag'' hat sich die Bedeutung ''Kern, Klumpen'' und hieraus viele verschiedene regionale Bedeutungen. Ob die Bedeutung ''Butz = Schreckgestalt/Kobold'' ebenfalls aus stoßen und schlagen entwickelt hat ist  umstritten. Sehr wahrscheinlich ist, dass auch das Verb ''putzen'' auf die Wortgruppe ''Butz'' zurückgeführt werden kann. Es ergeben sich daher fünf Bedeutungsgruppen:
|Kind
 
|3a) Personen
'''1. Stoß'''
|3. regional/sekundär
:'''Beschreibung:''' Grundbedeutung „stoßen, schlagen, berühren“
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 6 ]
::'''Beispielwörter:''' butzen, Butz, Butzekopf
|-
::'''Beispielsätze:''' ''Pass auf, sonst butzt du noch gegen die Tür! Der Widder gab ihm einen heftigen Butz gegen das Bein.''
|Butz
 
|Polizist
'''2. Kern / Klumpen'''
|3a) Personen
:'''Beschreibung:''' rundliche Masse, Rest, verdichteter Bestandteil
|3. regional/sekundär
::'''Beispielwörter:''' Butzen, Bütz, Hagebutz, Fettbutzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz III, ]
::'''Beispielsätze:''' ''Die Kinder sammelten die Apfelbutzen im Korb. In der Suppe schwamm noch ein kleiner Fettbutzen.''
|-
 
|Butz
'''3. regional / sekundär'''
|dummer Kerl
:'''Beschreibung:''' regionale Erweiterungen, Übertragungen und Neubildungen
|3a) Personen
::'''Beispielwörter:''' Butzknecht, Butzbar, butzig, Butzilein
|3. regional/sekundär
::'''Beispielsätze:''' ''Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten. Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz!''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10285 RhWB: Butz VI, Bed. 2 ]
'''4. Schreckgestalt'''
|-
:'''Beschreibung:''' traditionelle Angst- und Maskenfiguren
|Butz
::'''Beispielwörter:''' Butzemann, Butzenbär, Butzenmärtel
|Gelbschnabel
::'''Beispielsätze:''' ''Mit dem Butzen drohte man früher unartigen Kindern. Der Butzemann versteckt sich angeblich im Keller.''
|3a) Personen
Eine Auswertung der Wörterbuchbelege zeigt, dass es sich nicht um ein einheitliches Bedeutungsfeld handelt, sondern um ein komplexes Netz mehrerer Bedeutungsfelder, die sich regional unterschiedlich entfaltet haben.
|3. regional/sekundär
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 4 ]
'''1 a) Stoß / Bewegung'''
|-
:'''Beschreibung:''' körperliche Einwirkung, Stoß, Anprall, drückende Bewegung
|Butz
::'''Beispiele:''' butzen, Butz, Butzekopf, Butzelbock
|Schwein
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
''' 1 b) Spiel '''
|3. regional/sekundär
:'''Beschreibung:''' spielerische Stoßhandlungen, oft körperliche Spiele (v. a. Kopfstoßen)
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 1 ]
::'''Beispiele:''' Butzen (Spiel), Fingerbutzeln, Butzelbock
|-
 
|Butz
'''1 c) Kuss / Zuneigung '''
|Rinderkrankheit
:'''Beschreibung:''' abgeschwächte Berührung im Sinne von Kuss, Zärtlichkeit, Koseform
|3b) Tier / Landwirtschaft
::'''Beispiele:''' Bütz, Butzi, Butzilein, Schnuckibutzi
|3. regional/sekundär
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 17 ]
''' 2 a) Kern / Rest / Klumpen '''
|-
:'''Beschreibung:''' fester, abgesetzter Bestandteil; Rest, Kern oder rundlicher Klumpen
|Butz
::'''Beispiele:''' Apfelbutzen, Hagebutz, Fettbutzen, Erdäpfelsbutz
|kleiner Hund
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
''' 2 b) Schmutz / Körper '''
|3. regional/sekundär
:'''Beschreibung:''' körperliche oder stoffliche Rückstände, meist unangenehme Substanzen
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
::'''Beispiele:''' Nasenbutzen, Rotzbutzen, Mistbutzen, Dochtbutzen
 
'''2 c) Menge / Bündel '''
:'''Beschreibung:''' zusammengefasste Masse, Bündel oder Ansammlung von Material
::'''Beispiele:''' Heubützig, Butzwelle, Barnbützig
 
''' 2 d) Körper (von Personen)'''
:'''Beschreibung:''' Knoten, Bläschen, Schmutz am Körper
::'''Beispiele:''' Haarbutz, Eiterbutzen, Adenbutzen, Bauchbutzen
 
''' 3 a) Personen '''
:'''Beschreibung:''' Bezeichnungen für Menschen, oft bewertend, verkleinernd oder scherzhaft
::'''Beispiele:''' Butz (Kind), Butzelbub, Butzknecht, Butzeknösel
 
''' 3 b) Tier- und Landwirtschaft '''
:'''Beschreibung:''' Bezeichnungen für Tiere, Pflanzen oder landwirtschaftliche Objekte
::'''Beispiele:''' Butzen (Ferkel), Strohbutzen, Hagebutz, Butzenbock
 
''' 3 c) Raum '''
:'''Beschreibung:''' kleine, oft einfache oder beengte Räume, Hütten oder Stuben
::'''Beispiele:''' Butze, Butzenstube, Butzenkammer
 
'''3 d). Wetter'''
:'''Beschreibung:''' kurze, stoßartige oder klumpenartige Niederschläge
::'''Beispiele:''' Schauerbutzen, Regenbutzen, Aprilbutzen
 
''' 3 e) Sonstiges '''
:'''Beschreibung:''' feste Redewendungen, übertragene Bedeutungen, unspezifische Verwendungen
::'''Beispiele:''' butz und gar, Butz (Rest), Butzware
 
''' 4. Schreckgestalt '''
:'''Beschreibung:''' furchterregende Figur des Volksglaubens oder Brauchtums
::'''Beispiele:''' Butzemann, Butzenbär, Butzenkerl, Faschingbutz
 
''' 5. ''butzen II'' '''
:'''Beschreibung:''' eigenständige Verbgruppe mit Bedeutungen wie reinigen, ordnen, bearbeiten
::'''Beispiele:''' butzen (putzen), aufbutzen, hineinbutzen, Abbutz
 
==Entstehung==
ahd. ''bōʒan'' = ''schlagen,'' ''stoßen,'' mhd.  ''bōʒen →'' ca. 14. Jh. ''butzen;'' ab ca. 16. Jh. ist das Verb untergegangen; die Nomen ''Butz, Butz, Butzen'' und regional auch Bütz, ''Bütz, Bütze'' sind in verschiedenen Dialekten erhalten geblieben.
 
mhd. butz = Kobold, Schreckgestalt  → Bedeutungserweiterung: Kobold → kleiner Mensch → Klumpen → Gegenstand → Handlung
 
== Bedeutung der Grundwörter ==
Die Wortgruppe Butz ist eine der vielfältigsten Wortgruppen in verschiedenen Dialekten und Regiolekten. Diese Wörter kommen sowohl in Norddeutschland und dem Rheinland als auch in Hessen, Süddeutschland, Elsass, Luxemburg, Österreich und der Schweiz vor. Bereits die Grundwörter werden - je nach Region - mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für die Bedeutungsvielfalt der Grundwörter. Die Tabelle beschränkt sich beispielhaft auf die Regionen Mecklenburg (MeckWB), Rheinland (RhWB), die Pfalz (PfWB) und Bayern (BDO). Weitere Wörterbuchquellen findest du im Kapitel [[Info - Butz (Wortgruppe)#Belege/Quellen|Belege/Quellen]]. Die Tabelle ist nach den Grundwörtern geordnet. Du kannst diese aber auch nach den Spalten (Bedeutung, Gruppe, Ursprung, Quelle) sortieren und mehr über die Bedeutungen und Dialekte erfahren.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+Die Bedeutungen der Grundwörter ''Butz, Butze, Butzen'' und mit Umlaut ''Bütz, Bütze, Bützen''
! style="width: 10%" |Lemma
! style="width: 30%" |Bedeutung
! style="width: 20%" |Gruppe
! style="width: 20%" |Ursprung
! style="width: 20%" |Quelle
|-
|-
|Butz
|Butz
|Stoß, Schlag
|Vogel, Kauz
|1a) Stoß / Bewegung
|3b) Tier / Landwirtschaft
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz I, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|-
|Butz
|Butz
|Stoß (in Redewendungen)
|kleines Tier
|1a) Stoß / Bewegung
|3b) Tier / Landwirtschaft
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 1a, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|-
|Butz
|Butz
|Wurfhölzchen
|Kalb-Rind-Stufe
|1b) Spiel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 3 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10285 RhWB: Butz VI, Bed. 1 ]
|-
|-
|Butz
|Butz
|Kuss
|dunkle Wolke
|1c) Kuss / Kosennamen
|3d) Wetter
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 2 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 14a ]
|-
|-
|Butz
|Butz
|Auswuchs
|Regenschauer
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3d) Wetter
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 12 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 14b ]
|-
|-
|Butz
|Butz
|Narbe am Obst
|Grasplatz
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 1b ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 13 ]
|-
|-
|Butz
|Butz
|große Menge
|Waschkessel
|2c) Menge / Bündel
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 15 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz IV, ]
|-
|-
|Butz
|Butz
|Strohwisch
|Schnaps
|2c) Menge / Bündel
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16a ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 3 ]
|-
|-
|Butz
|Butz
|Strauß
|Fastnachtsfigur
|2c) Menge / Bündel
|4) Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16b ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 1 ]
|-
|Butz
|Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 3 ]
|-
|-
|Butz
|Butz
|Haarbüschel
|Wildscheuche
|2c) Menge / Bündel
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 5 ]
|-
|Bütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16c ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|-
|Butz
|Bütz
|Kerngehäuse
|kleiner Brotlaib
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|Bütz
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|-
|Butz
|Bütz
|Haarknoten
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|-
|Butz
|Bütz
|unreinliche Frau
|Kuss
|3a) Personen
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 2 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 2 ]
|-
|-
|Butz
|butz (Adv.)
|Schutzmann
|plötzlich, sofort
|3a) Personen
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 4 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butz, ]
|-
|-
|Butz
|butz (Interj.)
|durchtriebener Mensch
|Laut beim Aufprall („bums“)
|3a) Personen
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butz, ]
|-
|-
|Butz
|Butze
|kleiner Mensch
|Obstrest
|3a) Personen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, ]
|-
|-
|Butz
|Butze
|Kind
|Dochtrest
|3a) Personen
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 6 ]
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 4 ]
|-
|-
|Butz
|Butze
|Polizist
|Tintenklecks
|3a) Personen
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz III, ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 8 ]
|-
|-
|Butz
|Butze
|dummer Kerl
|Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 3 ]
|-
|Butze
|Eiterpfropf
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 7b ]
|-
|Butze
|Streifen, wo die Saat zu dicht steht (aneinanderstößt)
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|-
|Butze
|kleines mageres Mädchen
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10285 RhWB: Butz VI, Bed. 2 ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|-
|-
|Butz
|Butze
|Gelbschnabel
|dicke, kleine Frau
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 4 ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|-
|-
|Butz
|Butze
|Schwein
|Raum unter Treppe
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 1 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butze, ]
|-
|-
|Butz
|Butze
|Rinderkrankheit
|Verschlag
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 17 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butze, ]
|-
|-
|Butz
|Butze
|kleiner Hund
|Alkoven
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butz, ]
|-
|-
|Butz
|Butze
|Vogel, Kauz
|Wiege
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzebaba, ]
|-
|-
|Butz
|Butze
|kleines Tier
|Gespenst
|3b) Tier / Landwirtschaft
|4) Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 1 ]
|-
|-
|Butz
|Bütze
|Kalb-Rind-Stufe
|Beule, Vertiefung durch Stoß, Schlag
|3b) Tier / Landwirtschaft
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10285 RhWB: Butz VI, Bed. 1 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 RhWB, 2a]
|-
|-
|Butz
|Bütze
|dunkle Wolke
|Stoß
|3d) Wetter
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 14a ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 1 ]
|-
|-
|Butz
|Bütze
|Regenschauer
|Klickerkaule
|3d) Wetter
|1b) Spiel
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 14b ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 2b ]
|-
|-
|Butz
|Bütze
|Grasplatz
|Wurfklicker
|3e) Sonstiges
|1b) Spiel
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 13 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 3 ]
|-
|-
|Butz
|Bütze
|Waschkessel
|Brüste
|3e) Sonstiges
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz IV, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Bütze BDO]
|-
|-
|Butz
|Butzen
|Schnaps
|Kerngehäuse
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 3 ]
|-
|Butz
|Fastnachtsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 1 ]
|-
|Butz
|Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 3 ]
|-
|Butz
|Wildscheuche
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 5 ]
|-
|Bütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02572#0 ElsWB: Butzen, ]
|-
|-
|Bütz
|Butzen
|kleiner Brotlaib
|Hagebutten(krone)
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzen1, ]
|-
|-
|Bütz
|Butzen
|Abfall beim Gemüseputzen
|Kelchrest
|2b) Schmutz
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 11b ]
|-
|-
|Bütz
|Butzen
|Haarknoten
|Maiskolbenrest
|2d) Körper Pers.
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 11c ]
|-
|-
|Bütz
|Butzen
|Kuss
|Erdschollen
|1c) Kuss / Kosennamen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|1. Stoß
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 2 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen I, ]
|-
|-
|butz (Adv.)
|Butzen
|plötzlich, sofort
|Metallplättchen in Stoffknöpfen
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butz, ]
|-
|butz (Interj.)
|Laut beim Aufprall („bums“)
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butz, ]
|-
|Butze
|Obstrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10372 RhWB: Butzen I,I ]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|Dochtrest
|Augengries
|2b) Schmutz
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 4 ]
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 5 ]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|Tintenklecks
|Nasenpopel
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 8 ]
|-
|Butze
|Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 3 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 2a ]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|Eiterpfropf
|Knospe, Blüte
|2d) Körper Pers.
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 7b ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|Streifen, wo die Saat zu dicht steht (aneinanderstößt)
|Blütenrest an der Frucht
|1a) Stoß / Bewegung
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|kleines mageres Mädchen
|abgeschnittener Baumstamm
|3a) Personen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|dicke, kleine Frau
|Quaste, am spitzen Ende einer Zipfelmütze
|3a) Personen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|Raum unter Treppe
|verkohltes Dochtende
|3c) Raum
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butze, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|Verschlag
|Dreschabfall
|3c) Raum
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butze, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|Alkoven
|Adamsapfel
|3c) Raum
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butz, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|Wiege
|Knoten in den Haaren
|3c) Raum
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzebaba, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butze
|Butzen
|Gespenst
|Eiterbläschen
|4) Schreckgestalt
|2d) Körper Pers.
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 1 ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Bütze
|Butzen
|Beule, Vertiefung durch Stoß, Schlag
|körperliches Leiden, Gebrechen
|1a) Stoß / Bewegung
|2d) Körper Pers.
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 RhWB, 2a]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Bütze
|Butzen
|Stoß
|Vorspringender Kehlkopf
|1a) Stoß / Bewegung
|2d) Körper Pers.
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 1 ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Bütze
|Butzen
|Klickerkaule
|unreinlicher, schmutziger Mensch
|1b) Spiel
|3a) Personen
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 2b ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Bütze
|Butzen
|Wurfklicker
|dicker, kleiner Mann
|1b) Spiel
|3a) Personen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 3 ]
|-
|Bütze
|Brüste
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Bütze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|Kerngehäuse
|auffallend körperlich schwaches Kind
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02572#0 ElsWB: Butzen, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|Hagebutten(krone)
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzen1, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|Kelchrest
|ungezogener Junge
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 11b ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|Maiskolbenrest
|kleiner Mensch
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 11c ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 3 ]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|Erdschollen
|Schneegestöber
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3d) Wetter
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen I, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|Metallplättchen in Stoffknöpfen
|Aprilschauer
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3d) Wetter
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10372 RhWB: Butzen I,I ]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|Augengries
|Wolke
|2d) Körper Pers.
|3d) Wetter
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 5 ]
|-
|Butzen
|Nasenpopel
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 2a ]
|-
|Butzen
|Knospe, Blüte
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|Blütenrest an der Frucht
|Gewitterwolke
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 2c ]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|abgeschnittener Baumstamm
|Verbotszeichen für den Schäfer
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|Quaste, am spitzen Ende einer Zipfelmütze
|Krautstrunk
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzen
|verkohltes Dochtende
|Holzschuhe
|2b) Schmutz
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzen2, ]
|-
|butzen
|jdmd. hauen, prügeln
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|butzen
|hüpfen
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 RhWB]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|Dreschabfall
|Mensch: kräftigen Stuhlang haben
|2b) Schmutz
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|Adamsapfel
|Nachgeburt der Kuh ausstoßen
|2d) Körper Pers.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|Knoten in den Haaren
|eine Arbeit bewältigen
|2d) Körper Pers.
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|Eiterbläschen
|übertr.: etw. heimlich und schnell wegnehmen
|2d) Körper Pers.
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|körperliches Leiden, Gebrechen
|stoßen, anprallen
|2d) Körper Pers.
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|butzen
|stoßen, schlagen
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz 2, ]
|-
|butzen
|Kartenspiel
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|butzen
|Murmeln werfen
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|Vorspringender Kehlkopf
|Korn messen
|2d) Körper Pers.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|unreinlicher, schmutziger Mensch
|verschwinden, sich davonmachen
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB: butzen II 1a/1γ, ]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|dicker, kleiner Mann
|schmücken
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB: butzen II 1c, ]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|auffallend körperlich schwaches Kind
|stehlen
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB: butzen II 2a, ]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|prügeln
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10337 RhWB: butzen II 2c, ]
|-
|-
|Butzen
|butzen
|ungezogener Junge
|jmdn. ausschimpfen
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10338 RhWB: butzen II 2d, ]
|-
|butzen
|putzen, reinigen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB: butzen I,I ]
|-
|-
|Butzen
|bützen
|kleiner Mensch
|hüpfen
|3a) Personen
|1b) Spiel
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 3 ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10370 RhWB]
|-
|-
|Butzen
|bützen
|Schneegestöber
|küssen
|3d) Wetter
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz/Bütz, ]
|-
|-
|Butzen
|Butzer
|Aprilschauer
|kleines stämmiges Kind
|3d) Wetter
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|-
|-
|Butzen
|Butzer
|Wolke
|Frucht des Weißdorns
|3d) Wetter
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzer BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzer
|Gewitterwolke
|zurückgebliebenes Schwein
|3d) Wetter
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 2c ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzer BDO]
|-
|-
|Butzen
|Butzer
|Verbotszeichen für den Schäfer
|großer Schnaps
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|-
|-
|Butzen
|Butzer
|Krautstrunk
|Murmelspiel
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|-
|-
|Butzen
|Bützer
|Holzschuhe
|dicker Schmiedehammer
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzen2, ]
|-
|butzen
|jdmd. hauen, prügeln
|1a) Stoß / Bewegung
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
|-
|-
|butzen
|Bützer
|hüpfen
|Schläger am Dreschflegel
|1b) Spiel
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
|-
|Bützer
|jemand, der küsst
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB: Bützer]
|-
|Bützer
|Schwätzer
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
|-
|Butzig
|Getreidereste
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|-
|-
|butzen
|Butzig
|Mensch: kräftigen Stuhlang haben
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|-
|-
|butzen
|Butzig
|Nachgeburt der Kuh ausstoßen
|Kartoffelschale
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|-
|-
|butzen
|butzig
|eine Arbeit bewältigen
|klumpig, voller Klumpen
|3e) Sonstiges
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|-
|butzen
|butzig
|übertr.: etw. heimlich und schnell wegnehmen
|klumpig, voller Klumpen
|3e) Sonstiges
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|butzig
|verwirrtes Haar
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|-
|butzen
|butzig
|stoßen, anprallen
|winzig, putzig, niedlich
|1a) Stoß / Bewegung
|3e) Sonstiges
|1. Stoß
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|stoßen, schlagen
|auf die Tenne gefallene Futter- oder Getreidereste
|1a) Stoß / Bewegung
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|1. Stoß
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz 2, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|Kartenspiel
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|1b) Spiel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|1. Stoß
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|Murmeln werfen
|Getreidereste auf dem Feld, nach dem Mähdreschen
|1b) Spiel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|1. Stoß
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|Korn messen
|Reste, Rückstand
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|verschwinden, sich davonmachen
|Restgetreide auf dem Acker
|3e) Sonstiges
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB: butzen II 1a/1γ, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|schmücken
|Abfall beim Gemüseputzen
|3e) Sonstiges
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB: butzen II 1c, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|stehlen
|Abfall beim Gemüseputzen
|3e) Sonstiges
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB: butzen II 2a, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|prügeln
|Abfall, Kehricht
|3e) Sonstiges
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10337 RhWB: butzen II 2c, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|jmdn. ausschimpfen
|Abfall von Obst und Gemüse
|3e) Sonstiges
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10338 RhWB: butzen II 2d, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|butzen
|Bützig
|putzen, reinigen
|Kehricht
|5) butzen II
|2b) Schmutz
|Abl. putzen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB: butzen I,I ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|bützen
|Bützig
|hüpfen
|Schmutz, Krümel
|1b) Spiel
|2b) Schmutz
|1. Stoß
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10370 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|bützen
|Bützig
|küssen
|Spreu, Streu, Pflanzenabfälle
|1c) Kuss / Kosennamen
|2b) Schmutz
|1. Stoß
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz/Bütz, ]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|Butzer
|Bützig
|kleines stämmiges Kind
|Fallobst, minderwertiges Obst
|3a) Personen
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|Butzer
|Bützig
|Frucht des Weißdorns
|Kleinholz zum Feuermachen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzer BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|Butzer
|Bützig
|zurückgebliebenes Schwein
|minderwertig, verkümmertes Obst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Nadelstreu
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|kleine, minderwertige Kartoffel
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Reisig, zerkleinerte Äste
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Unterholz
|2c) Menge / Bündel
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzer BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|Butzer
|Bützig
|großer Schnaps
|sozial niedrig gestellte Personen
|3e) Sonstiges
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|Butzer
|Bützig
|Murmelspiel
|Ackerunkraut
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|Bützer
|}
|dicker Schmiedehammer
In dieser Tabelle sind nur die Grundwörter aufgeführt. In den Regiolekten werden diese Grundwörter durchaus sehr verschieden gesprochen und geschrieben. Hier als Beispiel das Grundwort ''Bützig,'' wie es in Franken (Oberbayern) geschrieben und gesprochen wird. Allein im Raum Würzburg - Nürnberg finden sich im Umkreis von rd. 100 km über 50 verschiedene Schreibung dieses einen Grundwortes ''Bützig.'' Und diese Variationen in den verschiedenen Städten und Kreisen beziehen sich nur auf die eine Bedeutung ''Abfall beim Gemüseputzen''. Hier einige Beispiele:
|1a) Stoß / Bewegung
 
|1. Stoß
[https://bdo.badw.de/suche?lemma=B%C3%BCtzig&options%5bexact%5d=1&options%5bcase%5d=1&options%5bhighlight%5d=0 Bützig], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=des%20B%C3%A4ize&Ort=Baudenbach&direct=1 Bäize], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%A4izi&Ort=Mainbernheim&direct=1 Bäizi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%ABizi&Ort=Krapfenau&direct=1 Bë.izi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Beetzi&Ort=Uffenheim&direct=1 Beetzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=beidsi&Ort=R%C3%BCdisbronn&direct=1 beidsi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=B%C3%BCtzig&Lemma=&Grundform=B%C3%BCtzig&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=Schauerheim&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Beizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=s%C2%B4%20B%C4%93j%CC%84tzi&Ort=Ippesheim&direct=1 Bēj̄tzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=%C3%A4s%20Bejzi&Ort=Weigenheim&direct=1 Bejzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Belzi&Ort=Hellmitzheim&direct=1 Belzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Beutzi&Ort=Zeuzleben&direct=1 Beutzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Be%C5%ABzi&Ort=Sommerach&direct=1 Beūzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20B%C4%93zi&Ort=Schalkhausen&direct=1 Bēzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bidsich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Bidsich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bidzi&Ort=Lauf%20a.d.Pegnitz&direct=1 Bidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20B%20i%20edsi&Ort=N%C3%BCrnberg&direct=1 Biedsi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Biezzi&Ort=Kirchfarrnbach&direct=1 Biezzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bittzl&Ort=Unterasbach&direct=1 Bittzl], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitze&Ort=Kersbach&direct=1 Bitze], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitzich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Bitzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitzl&Ort=Wassertr%C3%BCdingen&direct=1 Bitzl], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=die%20B%C4%ABzi&Ort=Baiersdorf&direct=1 Bīzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6dzi&Ort=Forchheim&direct=1 Bödzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Boidzi&Ort=Himmelstadt&direct=1 Boidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6idzi&Ort=B%C3%BCchelberg&direct=1 Böidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=d(i)%20B%C3%B6itzi&Ort=Th%C3%BCngen&direct=1 Böitzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6izi%20(das)&Ort=Buchbrunn&direct=1 Böizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6izzi&Ort=Br%C3%BCnnstadt&direct=1 Böizzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6tze&Ort=Wolkshausen&direct=1 Bötze], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6tzisch&Ort=Niedernberg&direct=1 Bötzisch], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6%C3%BCdzi&Ort=Reichenberg&direct=1 Böüdzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6zi&Ort=Holzkirchhausen&direct=1 Bözi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6zzich&Ort=Schondra&direct=1 Bözzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=d%C3%B6s%20Budzi&Ort=Immeldorf&direct=1 Budzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Butzi&Ort=Steinbach&direct=1 Butzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Butzich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Butzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Pe%C5%ADtzi&Ort=Untereisenheim&direct=1 Peŭtzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6itzi&Ort=Kleinochsenfurt&direct=1 Pöitzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6itzich&Ort=Wollbach&direct=1 Pöitzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6izi&Ort=Dipbach&direct=1 Pöizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6izich&Ort=Stadelschwarzach&direct=1 Pöizich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6rzich&Ort=R%C3%BCssenbach&direct=1 Pörzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzi&Ort=Steinmark&direct=1 Pötzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Potzich&Ort=Oberhaid&direct=1 Potzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzich&Ort=Bamberg&direct=1 Pötzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzig&Ort=Allertshausen&direct=1 Pötzig], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20P%C3%B6%C3%BCtzi&Ort=Obervolkach&direct=1 Pöützi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=des%20P%C3%B6%C3%BCzi&Ort=Gambach&direct=1 Pöüzi], ...
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
 
Die Wörter sind mit der Quelle im [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?section=home Fränkischen Wörterbuch] (FWb) verlinkt. Dort findest du auch die Ortsangaben zu den regionalen Wörtern. Eine visualisierte Karte kann über [https://bdo.badw.de/ Bayerns Dialekte Online] unter dem Stichwort [https://bdo.badw.de/suche?lemma=B%C3%BCtzig&options%5bexact%5d=1&options%5bcase%5d=1&options%5bhighlight%5d=0 ''Bützig''] abgerufen werden.
 
==Wortbildungen==
Zu den verschiedenen Grundwörtern haben sich in verschiedenen Regiolekten viele Wortbildungen mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen (siehe Kap. [[Butz (Wortgruppen)#Bedeutungsgruppen|Bedeutungsgruppen]]) gebildet. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für Wortbildungen. In die Tabelle wurden exemplarisch nur Wortbildungen aus den mecklenburgischen, rheinischen und bayerischen Wörterbüchern aufgenommen.
 
Einzelne Wörter haben regional unterschiedliche Bedeutungen. In diesen Fällen wurde das Wort mehrfach aufgenommen, damit diese den Bedeutungsgruppen besser zugeordnet werden können. Beispiel: [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=*Aprilbutz&Lemma=&Grundform=&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Aprilbutz] = jmd. der in den April geschickt wurde, [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=Aprilbutzen&Lemma=&Grundform=&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Aprilbutzen] = Aprilschauer, [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilenbutzen Aprilenbutzen] = am 1. April geborene Person; Gebutzel/Gebützel = a) minderwertiges Obst oder Gemüse, b) kleine Kartoffel, c) Abfall beim Gemüseputzen, d) Fallobst.
 
Die letzte Spalte enthält zur Wortbildung die Quelle. Nicht aufgenommen wurden schriftliche regionale Varianten der Wortbildungen. Die Tabelle ist nach Spalten sortierbar. So können die Wörter nach Bedeutungen gruppiert werden.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+ Wortbildungen zu Wörtern der Wortgruppe ''Butz''
! style="width: 15%" |Wortbildung
! style="width: 41%" |Bedeutung
! style="width: 18%" |Gruppe
! style="width: 18%" |Ursprung
! style="width: 8%" |Quelle
|-
|-
|Bützer
|Abbutz
|Schläger am Dreschflegel
|Abfall beim Gemüseputzen
|1a) Stoß / Bewegung
|2b) Schmutz
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
|-
|Bützer
|jemand, der küsst
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB: Bützer]
|-
|Bützer
|Schwätzer
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
|-
|Butzig
|Getreidereste
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutz BDO]
|-
|-
|Butzig
|Abbutzet
|Abfall beim Gemüseputzen
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutzet BDO]
|-
|-
|Butzig
|Abbutzig
|Kartoffelschale
|Kartoffelschale
|2b) Schmutz
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutzig BDO]
|-
|-
|butzig
|Abbützig
|klumpig, voller Klumpen
|Abfall beim Gemüseputzen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbützig BDO]
|-
|-
|butzig
|Abfallbützig
|klumpig, voller Klumpen
|Abfall beim Gemüseputzen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abfallbützig BDO]
|-
|-
|butzig
|Adamsbützel
|verwirrtes Haar
|Adamsapfel
|2d) Körper Pers.
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adamsbützel BDO]
|-
|-
|butzig
|Adamsbutzen
|winzig, putzig, niedlich
|Adamsapfel
|3e) Sonstiges
|2d) Körper Pers.
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adamsbutzen BDO]
|-
|-
|Bützig
|Adenbutzel
|auf die Tenne gefallene Futter- oder Getreidereste
|Bauchnabel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
|-
|-
|Bützig
|Adenbutzel
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|Nesthäkchen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
|-
|-
|Bützig
|Adenbutzel
|Getreidereste auf dem Feld, nach dem Mähdreschen
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
|-
|Aderbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aderbutzel BDO]
|-
|Aderenbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aderenbutzel BDO]
|-
|Ägenbütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ägenbütz BDO]
|-
|-
|Bützig
|Apfelbutz
|Reste, Rückstand
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutz BDO]
|-
|-
|Bützig
|Apfelbütz
|Restgetreide auf dem Acker
|Apfelkerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbütz BDO]
|-
|-
|Bützig
|Apfelbutzel
|Abfall beim Gemüseputzen
|Kerngehäuse Apfel
|2b) Schmutz
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutzel BDO]
|-
|-
|Bützig
|Apfelbutzen
|Abfall beim Gemüseputzen
|Apfelkerngehäuse
|2b) Schmutz
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|-
|Bützig
|Apfelbutzen
|Abfall, Kehricht
|Adamsapfel
|2b) Schmutz
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutzen BDO]
|-
|-
|Bützig
|Apfelbützlein
|Abfall von Obst und Gemüse
|Apfelblüte / Butzen
|2b) Schmutz
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbützlein BDO]
|-
|-
|Bützig
|Aprilbutz
|Kehricht
|Aprilscherz-Person
|2b) Schmutz
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilbutz BDO]
|-
|-
|Bützig
|Aprilbutzen
|Schmutz, Krümel
|Aprilschauer
|2b) Schmutz
|3d) Wetter
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilbutzen BDO]
|-
|-
|Bützig
|Aprilenbutzen
|Spreu, Streu, Pflanzenabfälle
|am 1. April geborene Person
|2b) Schmutz
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilenbutzen BDO]
|-
|-
|Bützig
|Atenbutz
|Fallobst, minderwertiges Obst
|Bauchnabel
|2c) Menge / Bündel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutz BDO]
|-
|Atenbutz
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutz BDO]
|-
|Atenbutzel
|Nesthäkchen, jüngstes Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutzel BDO]
|-
|Audabutzel
|zuletzt geschlüpfter Vogel eines Geleges
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Audabutzel BDO]
|-
|Augenbutzen
|Augenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Augenbutzen BDO]
|-
|-
|Bützig
|Augenbutzen
|Kleinholz zum Feuermachen
|hart arbeitender Mensch
|2c) Menge / Bündel
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Augenbutzen BDO]
|-
|-
|Bützig
|Ausbutzig
|minderwertig, verkümmertes Obst
|Abfall beim Gemüseputzen
|2c) Menge / Bündel
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ausbutzig BDO]
|-
|-
|Bützig
|Barnbützig
|Nadelstreu
|Futterreste
|2c) Menge / Bündel
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Barnbützig BDO]
|-
|-
|Bützig
|Bauchbutz
|kleine, minderwertige Kartoffel
|Bauchnabel
|2c) Menge / Bündel
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bauchbutz BDO]
|-
|-
|Bützig
|Bauchbutzel
|Reisig, zerkleinerte Äste
|Bauchnabel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bauchbutzel BDO]
|-
|-
|Bützig
|Bäumebützig
|Unterholz
|Nadelstreu
|2c) Menge / Bündel
|2c) Menge / Bündel
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bäumebützig BDO]
|-
|-
|Bützig
|Behängbutzen
|sozial niedrig gestellte Personen
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Behängbutzen BDO]
|-
|-
|Bützig
|Bettelbutzen
|Ackerunkraut
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|3e) Sonstiges
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bettelbutzen BDO]
|-
|-
|}
|Birnbutzen
In dieser Tabelle sind nur die Grundwörter aufgeführt. In den Regiolekten werden diese Grundwörter durchaus sehr verschieden gesprochen und geschrieben. Hier als Beispiel das Grundwort ''Bützig,'' wie es in Franken (Oberbayern) geschrieben und gesprochen wird. Allein im Raum Würzburg - Nürnberg finden sich im Umkreis von rd. 100 km über 50 verschiedene Schreibung dieses einen Grundwortes ''Bützig.'' Und diese Variationen in den verschiedenen Städten und Kreisen beziehen sich nur auf die eine Bedeutung ''Abfall beim Gemüseputzen''. Hier einige Beispiele:
|Kerngehäuse Birne
 
|2a) Kern / Rest / Klumpen
[https://bdo.badw.de/suche?lemma=B%C3%BCtzig&options%5bexact%5d=1&options%5bcase%5d=1&options%5bhighlight%5d=0 Bützig], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=des%20B%C3%A4ize&Ort=Baudenbach&direct=1 Bäize], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%A4izi&Ort=Mainbernheim&direct=1 Bäizi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%ABizi&Ort=Krapfenau&direct=1 Bë.izi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Beetzi&Ort=Uffenheim&direct=1 Beetzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=beidsi&Ort=R%C3%BCdisbronn&direct=1 beidsi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=B%C3%BCtzig&Lemma=&Grundform=B%C3%BCtzig&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=Schauerheim&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Beizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=s%C2%B4%20B%C4%93j%CC%84tzi&Ort=Ippesheim&direct=1 Bēj̄tzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=%C3%A4s%20Bejzi&Ort=Weigenheim&direct=1 Bejzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Belzi&Ort=Hellmitzheim&direct=1 Belzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Beutzi&Ort=Zeuzleben&direct=1 Beutzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Be%C5%ABzi&Ort=Sommerach&direct=1 Beūzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20B%C4%93zi&Ort=Schalkhausen&direct=1 Bēzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bidsich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Bidsich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bidzi&Ort=Lauf%20a.d.Pegnitz&direct=1 Bidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20B%20i%20edsi&Ort=N%C3%BCrnberg&direct=1 Biedsi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Biezzi&Ort=Kirchfarrnbach&direct=1 Biezzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bittzl&Ort=Unterasbach&direct=1 Bittzl], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitze&Ort=Kersbach&direct=1 Bitze], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitzich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Bitzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitzl&Ort=Wassertr%C3%BCdingen&direct=1 Bitzl], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=die%20B%C4%ABzi&Ort=Baiersdorf&direct=1 Bīzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6dzi&Ort=Forchheim&direct=1 Bödzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Boidzi&Ort=Himmelstadt&direct=1 Boidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6idzi&Ort=B%C3%BCchelberg&direct=1 Böidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=d(i)%20B%C3%B6itzi&Ort=Th%C3%BCngen&direct=1 Böitzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6izi%20(das)&Ort=Buchbrunn&direct=1 Böizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6izzi&Ort=Br%C3%BCnnstadt&direct=1 Böizzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6tze&Ort=Wolkshausen&direct=1 Bötze], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6tzisch&Ort=Niedernberg&direct=1 Bötzisch], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6%C3%BCdzi&Ort=Reichenberg&direct=1 Böüdzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6zi&Ort=Holzkirchhausen&direct=1 Bözi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6zzich&Ort=Schondra&direct=1 Bözzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=d%C3%B6s%20Budzi&Ort=Immeldorf&direct=1 Budzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Butzi&Ort=Steinbach&direct=1 Butzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Butzich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Butzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Pe%C5%ADtzi&Ort=Untereisenheim&direct=1 Peŭtzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6itzi&Ort=Kleinochsenfurt&direct=1 Pöitzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6itzich&Ort=Wollbach&direct=1 Pöitzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6izi&Ort=Dipbach&direct=1 Pöizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6izich&Ort=Stadelschwarzach&direct=1 Pöizich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6rzich&Ort=R%C3%BCssenbach&direct=1 Pörzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzi&Ort=Steinmark&direct=1 Pötzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Potzich&Ort=Oberhaid&direct=1 Potzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzich&Ort=Bamberg&direct=1 Pötzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzig&Ort=Allertshausen&direct=1 Pötzig], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20P%C3%B6%C3%BCtzi&Ort=Obervolkach&direct=1 Pöützi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=des%20P%C3%B6%C3%BCzi&Ort=Gambach&direct=1 Pöüzi], ...
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnbutzen BDO]
Die Wörter sind mit der Quelle im [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?section=home Fränkischen Wörterbuch] (FWb) verlinkt. Dort findest du auch die Ortsangaben zu den regionalen Wörtern. Eine visualisierte Karte kann über [https://bdo.badw.de/ Bayerns Dialekte Online] unter dem Stichwort [https://bdo.badw.de/suche?lemma=B%C3%BCtzig&options%5bexact%5d=1&options%5bcase%5d=1&options%5bhighlight%5d=0 ''Bützig''] abgerufen werden.
 
==Wortbildungen==
Zu den verschiedenen Grundwörtern haben sich in verschiedenen Regiolekten viele Wortbildungen mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen (siehe Kap. [[Butz (Wortgruppen)#Bedeutungsgruppen|Bedeutungsgruppen]]) gebildet. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für Wortbildungen. In die Tabelle wurden exemplarisch nur Wortbildungen aus den mecklenburgischen, rheinischen und bayerischen Wörterbüchern aufgenommen.
 
Einzelne Wörter haben regional unterschiedliche Bedeutungen. In diesen Fällen wurde das Wort mehrfach aufgenommen, damit diese den Bedeutungsgruppen besser zugeordnet werden können. Beispiel: [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=*Aprilbutz&Lemma=&Grundform=&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Aprilbutz] = jmd. der in den April geschickt wurde, [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=Aprilbutzen&Lemma=&Grundform=&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Aprilbutzen] = Aprilschauer, [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilenbutzen Aprilenbutzen] = am 1. April geborene Person; Gebutzel/Gebützel = a) minderwertiges Obst oder Gemüse, b) kleine Kartoffel, c) Abfall beim Gemüseputzen, d) Fallobst.
 
Die letzte Spalte enthält zur Wortbildung die Quelle. Nicht aufgenommen wurden schriftliche regionale Varianten der Wortbildungen. Die Tabelle ist nach Spalten sortierbar. So können die Wörter nach Bedeutungen gruppiert werden.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+ Das Wort ''Frieden'' in verschiedenen Sprachen
! style="width: 15%" |Wortbildung
! style="width: 41%" |Bedeutung
! style="width: 18%" |Gruppe
! style="width: 18%" |Ursprung
! style="width: 8%" |Quelle
|-
|-
|Abbutz
|Birnenbützel
|Abfall beim Gemüseputzen
|Pilzart
|2b) Schmutz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnenbützel BDO]
|-
|-
|Abbutzet
|Birnenbutzen
|Abfall beim Gemüseputzen
|Essensrest
|2b) Schmutz
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutzet BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnenbutzen BDO]
|-
|-
|Abbutzig
|Blühbutzen
|Kartoffelschale
|Knospe
|2b) Schmutz
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Blühbutzen BDO]
|-
|-
|Abbützig
|Bollerbutz
|Abfall beim Gemüseputzen
|zurückgebliebenes Tier
|2b) Schmutz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bollerbutz BDO]
|-
|-
|Abfallbützig
|Butzbar
|Abfall beim Gemüseputzen
|Schüssel
|2b) Schmutz
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abfallbützig BDO]
|-
|Adamsbützel
|Adamsapfel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adamsbützel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB]
|-
|-
|Adamsbutzen
|Butzbergerei
|Adamsapfel
|Geheimniskrämerei
|2d) Körper Pers.
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adamsbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzbergerei BDO]
|-
|-
|Adenbutzel
|Butzbirne
|Bauchnabel
|Birnensorte
|2d) Körper Pers.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB]
|-
|-
|Adenbutzel
|Bützche
|Nesthäkchen
|Schnaps
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 RhWB]
|-
|-
|Adenbutzel
|Bützche(n)
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|Küsschen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 RhWB]
|-
|-
|Aderbutzel
|Butzdig
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|Abfall beim Gemüseputzen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzdig BDO]
|-
|Butzebaba
|Wiege, Bett
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aderbutzel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|Butzebacken
|dicke Backen
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|-
|-
|Aderenbutzel
|Butzebalg
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|dicker Mensch / Krug
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aderenbutzel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|-
|-
|Ägenbütz
|Butzebarg
|Kerngehäuse Apfel
|sagenhafter Berg
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3c) Raum
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ägenbütz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|-
|Apfelbutz
|Butzebeer
|Kerngehäuse Apfel
|Schafkot
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|-
|Apfelbütz
|Butzecker
|Apfelkerngehäuse
|Frucht der Heckenrose
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbütz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzecker BDO]
|-
|-
|Apfelbutzel
|Butzehändchen
|Kerngehäuse Apfel
|Kusshand
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|1c) Kuss / Kosennamen
|2. Kern, Klumpen
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutzel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10320 RhWB]
|-
|-
|Apfelbutzen
|Butzeimer
|Apfelkerngehäuse
|Putzeimer
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|5) butzen II
|2. Kern, Klumpen
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10342 RhWB]
|-
|-
|Apfelbutzen
|Butzekall
|Adamsapfel
|Geschwätz
|2d) Körper Pers.
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB]
|-
|-
|Apfelbützlein
|Butzeknösel
|Apfelblüte / Butzen
|eingebildeter Mensch
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbützlein BDO]
|-
|Aprilbutz
|Aprilscherz-Person
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilbutz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB]
|-
|-
|Aprilbutzen
|Butzekopf
|Aprilschauer
|Kopfstoß / Starrkopf
|3d) Wetter
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilbutzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|-
|-
|Aprilenbutzen
|Butzelarbeit
|am 1. April geborene Person
|grobe Arbeit
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelarbeit BDO]
|-
|-
|Atenbutz
|Butzelbär
|Bauchnabel
|Kinderschreck
|2d) Körper Pers.
|4) Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbär BDO]
|-
|-
|Atenbutz
|Butzelbirne
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|minderwertige Birne
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbirne BDO]
|-
|-
|Atenbutzel
|Butzelbock
|Nesthäkchen, jüngstes Kind
|Zusammenstoßen der Köpfe im Spiel
|3a) Personen
|1b) Spiel
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbock BDO]
|-
|-
|Audabutzel
|Butzelbock
|zuletzt geschlüpfter Vogel eines Geleges
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Audabutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbock BDO]
|-
|-
|Augenbutzen
|Butzelbockerlein
|Augenschleim
|Nadelbaumzapfen
|2d) Körper Pers.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Augenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbockerlein BDO]
|-
|-
|Augenbutzen
|Bützelböser
|hart arbeitender Mensch
|Mann (abwertend)
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Augenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützelböser BDO]
|-
|-
|Ausbutzig
|Butzelbub
|Abfall beim Gemüseputzen
|kleines Kind
|2b) Schmutz
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ausbutzig BDO]
|-
|Barnbützig
|Futterreste
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Barnbützig BDO]
|-
|Bauchbutz
|Bauchnabel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bauchbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbub BDO]
|-
|-
|Bauchbutzel
|Butzeleinstag
|Bauchnabel
|Geburtstag
|2d) Körper Pers.
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bauchbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzeleinstag BDO]
|-
|-
|Bäumebützig
|Butzelgemüse
|Nadelstreu
|Kleingemüse
|2c) Menge / Bündel
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bäumebützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelgemüse BDO]
|-
|-
|Behängbutzen
|Butzelkuh
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|Haarknoten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Behängbutzen BDO]
|-
|Bettelbutzen
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bettelbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkuh BDO]
|-
|-
|Birnbutzen
|Butzelküh
|Kerngehäuse Birne
|Nadelbaumzapfen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelküh BDO]
|-
|-
|Birnenbützel
|Butzelkühlein
|Pilzart
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnenbützel BDO]
|-
|Birnenbutzen
|Essensrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkühlein BDO]
|-
|-
|Blühbutzen
|Butzelkuhsel
|Knospe
|Nadelbaumzapfen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Blühbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkuhsel BDO]
|-
|-
|Bollerbutz
|Butzelmaß
|zurückgebliebenes Tier
|Getränk
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bollerbutz BDO]
|-
|Butzbar
|Schüssel
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmaß BDO]
|-
|-
|Butzbergerei
|Butzelmocke(r)lein
|Geheimniskrämerei
|Nadelbaumzapfen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzbergerei BDO]
|-
|Butzbirne
|Birnensorte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmocke(r)lein BDO]
|-
|-
|Bützche
|Butzelmockel
|Schnaps
|Nadelbaumzapfen
|3e) Sonstiges
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 RhWB]
|-
|Bützche(n)
|Küsschen
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 RhWB]
|-
|Butzdig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzdig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmockel BDO]
|-
|-
|Butzebaba
|Butzelpack
|Wiege, Bett
|Nadelbaumzapfen
|3c) Raum
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|Butzebacken
|dicke Backen
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelpack BDO]
|-
|-
|Butzebalg
|Butzelware
|dicker Mensch / Krug
|Kinderschar
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelware BDO]
|-
|-
|Butzebarg
|Butzelware
|sagenhafter Berg
|kleines Getier, kleine Tiere
|3c) Raum
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelware BDO]
|-
|-
|Butzebeer
|Butzelzeug
|Schafkot
|minderwertiges Obst
|2b) Schmutz
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelzeug BDO]
|-
|-
|Butzecker
|Bützelzeug
|Frucht der Heckenrose
|Fallobst
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzecker BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützelzeug BDO]
|-
|-
|Butzehändchen
|Butzemann
|Kusshand
|Schreckgestalt
|1c) Kuss / Kosennamen
|4) Schreckgestalt
|1. Stoß
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10320 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemann BDO]
|-
|-
|Butzeimer
|Butzemärtel
|Putzeimer
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|5) butzen II
|4) Schreckgestalt
|Abl. putzen
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10342 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemärtel BDO]
|-
|-
|Butzekall
|Butzemockel
|Geschwätz
|Nadelbaumzapfen
|3e) Sonstiges
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemockel BDO]
|-
|-
|Butzeknösel
|Butzenäschen
|eingebildeter Mensch
|kleines Kind
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB]
|-
|Butzekopf
|Kopfstoß / Starrkopf
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|-
|-
|Butzelarbeit
|Butzenbäkeler
|grobe Arbeit
|Nasenschleim
|3e) Sonstiges
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelarbeit BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbäkeler BDO]
|-
|-
|Butzelbär
|Butzenbär
|Kinderschreck
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbär BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|-
|Butzelbirne
|Butzenbengel
|minderwertige Birne
|kleiner Bub
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbirne BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbengel BDO]
|-
|-
|Butzelbock
|Butzenberchte
|Zusammenstoßen der Köpfe im Spiel
|weibliche Schreckgestalt
|1b) Spiel
|4) Schreckgestalt
|1. Stoß
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbock BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenberchte BDO]
|-
|-
|Butzelbock
|Butzenbock
|Nadelbaumzapfen
|Mostrückstand
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbock BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbock BDO]
|-
|-
|Butzelbockerlein
|Butzenbock
|Nadelbaumzapfen
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbockerlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbock BDO]
|-
|-
|Bützelböser
|Butzenbock
|Mann (abwertend)
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|Butzenbünkel
|nettes Kind
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützelböser BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbünkel BDO]
|-
|Butzenhäfelein
|Weißdornfrucht
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenhäfelein BDO]
|-
|-
|Butzelbub
|Butzenhänschen
|kleines Kind
|kleines Kind
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbub BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|Butzenhiefe
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenhiefe BDO]
|-
|Butzenkerl
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|-
|Butzeleinstag
|Butzenklein
|Geburtstag
|sehr klein
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzeleinstag BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|-
|Butzelgemüse
|Butzenkuh
|Kleingemüse
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelgemüse BDO]
|-
|Butzelkuh
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkuh BDO]
|-
|Butzelküh
|Nadelbaumzapfen
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelküh BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenkuh BDO]
|-
|-
|Butzelkühlein
|Butzenleiner
|Nadelbaumzapfen
|kleine Bremse
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkühlein BDO]
|-
|Butzelkuhsel
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkuhsel BDO]
|-
|Butzelmaß
|Getränk
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmaß BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenleiner BDO]
|-
|-
|Butzelmocke(r)lein
|Butzenmäckler
|Nadelbaumzapfen
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmocke(r)lein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenmäckler BDO]
|-
|-
|Butzelmockel
|Butzenmann
|Nadelbaumzapfen
|Schreckgespenst
|3b) Tier / Landwirtschaft
|4) Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmockel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|-
|Butzelpack
|Butzenmaukes
|Nadelbaumzapfen
|Schreckgespenst
|3b) Tier / Landwirtschaft
|4) Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelpack BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|-
|Butzelware
|Butzenmummel
|Kinderschar
|Schreckgestalt
|3a) Personen
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenmummel BDO]
|-
|Butzennelleschen
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelware BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10382 RhWB]
|-
|Butzennickel
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzennickel BDO]
|-
|-
|Butzelware
|Butzenofen
|kleines Getier, kleine Tiere
|Ofen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelware BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|-
|Butzelzeug
|Butzenscheibe
|minderwertiges Obst
|kleine Glasscheibe
|2c) Menge / Bündel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelzeug BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenscheibe BDO]
|-
|-
|Bützelzeug
|Butzenstiel
|Fallobst
|Stiel an einem abgenagten Kernhaus
|2c) Menge / Bündel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützelzeug BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenstiel BDO]
|-
|-
|Butzemann
|Butzentanz
|Schreckgestalt
|Tanz der Fastnachtbutzen
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemann BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzentanz BDO]
|-
|-
|Butzemärtel
|Butzenteufel
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|Nesthäkchen
|4) Schreckgestalt
|3a) Personen
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemärtel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenteufel BDO]
|-
|-
|Butzemockel
|Butzenteufel
|Nadelbaumzapfen
|Faschingsgestalt
|3b) Tier / Landwirtschaft
|4) Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemockel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenteufel BDO]
|-
|-
|Butzenäschen
|Butzenweg
|kleines Kind
|Scharfrichter
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenweg BDO]
|-
|Butzenwubelein
|alte Frau (Kinderschreck)
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenwubelein BDO]
|-
|-
|Butzenbäkeler
|Butzepöpel
|Nasenschleim
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbäkeler BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzepöpel BDO]
|-
|Butzerach
|Kerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerach BDO]
|-
|-
|Butzenbär
|Butzeratz
|Schreckfigur
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzeratz BDO]
|-
|-
|Butzenbengel
|Butzerl
|kleiner Bub
|kleines Kind
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbengel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerl BDO]
|-
|-
|Butzenberchte
|Butzerl
|weibliche Schreckgestalt
|kleines Getier
|4) Schreckgestalt
|3b) Tier / Landwirtschaft
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenberchte BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerl BDO]
|-
|-
|Butzenbock
|Bützerlein
|Mostrückstand
|Abfall beim Gemüseputzen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbock BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützerlein BDO]
|-
|Butzernickel
|kleiner Finger
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzernickel BDO]
|-
|-
|Butzenbock
|Butzet
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|Abfall beim Gemüseputzen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbock BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzet BDO]
|-
|-
|Butzenbock
|Butzethomas
|Schreckfigur
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzethomas BDO]
|-
|-
|Butzenbünkel
|Butzewatz
|nettes Kind
|Traumgespenst
|3a) Personen
|4) Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbünkel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzewatz BDO]
|-
|-
|Butzenhäfelein
|Butzgasten
|Weißdornfrucht
|eingemessenes Korn
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenhäfelein BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|-
|Butzenhänschen
|Bützgeschirr
|kleines Kind
|scherzhaft, großer Mund
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10326 RhWB]
|-
|Butzgickel
|gefallsüchtiges Weib
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10343 RhWB]
|-
|-
|Butzenhiefe
|Butzgockel
|Frucht des Weißdorns
|Hahn ohne Schwanz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenhiefe BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzgockel BDO]
|-
|Bützgrete
|Mädchen, das gerne küsst
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10327 RhWB]
|-
|-
|Butzenkerl
|Bützhand(chen)
|Schreckfigur
|Kusshand
|4) Schreckgestalt
|1c) Kuss / Kosennamen
|4. Schreckgestalt
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10328 RhWB]
|-
|-
|Butzenklein
|Butzhenne
|sehr klein
|Henne ohne Schwanz
|3e) Sonstiges
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzhenne BDO]
|-
|-
|Butzenkuh
|Butzhiefe
|Nadelbaumzapfen
|Heckenrose, Frucht der Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenkuh BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzhiefe BDO]
|-
|-
|Butzenleiner
|Butzhobel
|kleine Bremse
|Hobel mit Doppeleisen
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenleiner BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10344 RhWB]
|-
|-
|Butzenmäckler
|Butzholz
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|Glätteholz des Schusters
|2d) Körper Pers.
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenmäckler BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10345 RhWB]
|-
|-
|Butzenmann
|Butzi
|Schreckgespenst
|Kosename für Hunde
|4) Schreckgestalt
|1c) Kuss / Kosennamen
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|-
|Butzenmaukes
|Butzi
|Schreckgespenst
|Anrede unter Verliebten
|4) Schreckgestalt
|1c) Kuss / Kosennamen
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|-
|Butzenmummel
|Butzi
|Schreckgestalt
|Kosename (Hund)
|4) Schreckgestalt
|1c) Kuss / Kosennamen
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenmummel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|-
|Butzennelleschen
|Butzi
|kleines Kind
|kleiner Mensch
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10382 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|-
|Butzennickel
|Butzi
|kleines Kind
|kleiner Hund
|3a) Personen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzennickel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|-
|Butzenofen
|Butzibär
|Ofen
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|Butzenscheibe
|kleine Glasscheibe
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenscheibe BDO]
|-
|Butzenstiel
|Stiel an einem abgenagten Kernhaus
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenstiel BDO]
|-
|Butzentanz
|Tanz der Fastnachtbutzen
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzentanz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzibär BDO]
|-
|-
|Butzenteufel
|Butzibercht
|Nesthäkchen
|Weihnachtsschreck
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenteufel BDO]
|-
|Butzenteufel
|Faschingsgestalt
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenteufel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzibercht BDO]
|-
|Butzicht
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzicht BDO]
|-
|-
|Butzenweg
|Bützigbauern
|Scharfrichter
|Männer, die den Müll abholen
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenweg BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigbauern BDO]
|-
|-
|Butzenwubelein
|Bützigeimer
|alte Frau (Kinderschreck)
|Abfallkorb beim Gemüseputzen
|4) Schreckgestalt
|5) butzen II
|4. Schreckgestalt
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenwubelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigeimer BDO]
|-
|-
|Butzepöpel
|Butzigel
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|im Wachstum zurückgebliebenes Tier
|2d) Körper Pers.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzepöpel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzigel BDO]
|-
|-
|Butzerach
|Butzigelein
|Kerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerach BDO]
|-
|Butzeratz
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzeratz BDO]
|-
|Butzerl
|kleines Kind
|kleines Kind
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerl BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzigelein BDO]
|-
|-
|Butzerl
|Bützigholer
|kleines Getier
|Männer, die den Müll abholen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerl BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigholer BDO]
|-
|-
|Bützerlein
|Bützigkörblein
|Abfall beim Gemüseputzen
|Abfallkorb beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|5) butzen II
|2. Kern, Klumpen
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützerlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigkörblein BDO]
|-
|-
|Butzernickel
|Butziglein
|kleiner Finger
|schwächstes Kind
|2d) Körper Pers.
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzernickel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butziglein BDO]
|-
|-
|Butzet
|Bütziglein
|Abfall beim Gemüseputzen
|Kartoffelrest
|2b) Schmutz
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzet BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütziglein BDO]
|-
|-
|Butzethomas
|Bützigmänner
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|Männer, die den Müll abholen
|4) Schreckgestalt
|3a) Personen
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzethomas BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigmänner BDO]
|-
|-
|Butzewatz
|Bützigschaufel
|Traumgespenst
|Kehrichtschaufel
|4) Schreckgestalt
|5) butzen II
|4. Schreckgestalt
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzewatz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigschaufel BDO]
|-
|-
|Butzgasten
|Bützigschäufelein
|eingemessenes Korn
|Kehrichtschaufel
|2c) Menge / Bündel
|5) butzen II
|2. Kern, Klumpen
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigschäufelein BDO]
|-
|-
|Bützgeschirr
|Butzilein
|scherzhaft, großer Mund
|Anrede unter Verliebten
|2d) Körper Pers.
|1c) Kuss / Kosennamen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10326 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzilein BDO]
|-
|Butzilein
|Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzilein BDO]
|-
|-
|Butzgickel
|Bützjan
|gefallsüchtiges Weib
|Klatschmaul
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10343 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10329 RhWB]
|-
|-
|Butzgockel
|Butzjunge
|Hahn ohne Schwanz
|Arbeiter (Junge) in der Eisengießerei
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzgockel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|-
|Bützgrete
|Butzkamm
|Mädchen, das gerne küsst
|geschniegelt Mann
|1c) Kuss / Kosennamen
|3a) Personen
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10327 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|-
|Bützhand(chen)
|Butzkäthe
|Kusshand
|Putzmacherin
|1c) Kuss / Kosennamen
|5) butzen II
|1. Stoß
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10328 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10349 RhWB]
|-
|-
|Butzhenne
|Butzkaul
|Henne ohne Schwanz
|ein Kind, dass nicht essen will
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzhenne BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10350 RhWB]
|-
|Bützke
|Klickerkaule
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 RhWB]
|-
|Butzknecht
|Reinigungsarbeiter
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzlappen
|Putzlappen / Prügel
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10352 RhWB]
|-
|Butzlein
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzlein BDO]
|-
|-
|Butzhiefe
|Butzlein
|Heckenrose, Frucht der Heckenrose
|Haselblüte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzhiefe BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzlein BDO]
|-
|-
|Butzhobel
|Bützlein
|Hobel mit Doppeleisen
|Kuss
|3e) Sonstiges
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10344 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|-
|Butzholz
|Bützlein
|Glätteholz des Schusters
|Kartoffelrest
|3e) Sonstiges
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10345 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|-
|Butzi
|Bützlein
|Kosename für Hunde
|Unterholz
|1c) Kuss / Kosennamen
|2c) Menge / Bündel
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|Bützlein
|Knecht Ruprecht
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|-
|Butzi
|Butzlumpen
|Anrede unter Verliebten
|Zunge
|1c) Kuss / Kosennamen
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|-
|Butzi
|Butzlumpen
|Kosename (Hund)
|Lumpen
|1c) Kuss / Kosennamen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|-
|Butzi
|Butzmachersche
|kleiner Mensch
|Modistin (Herstellerin von Kopfbedeckungen)
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10354 RhWB]
|-
|-
|Butzi
|Butzmamsell
|kleiner Hund
|putzsüchtige Frau
|3b) Tier / Landwirtschaft
|5) butzen II
|3. regional/sekundär
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10355 RhWB]
|-
|-
|Butzibär
|Bützmamsell
|kussüchtiges Weib
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10330 RhWB]
|-
|Butzmann
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzibär BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzmann BDO]
|-
|-
|Butzibercht
|Bützmann
|Weihnachtsschreck
|Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzibercht BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützmann BDO]
|-
|Bützmattes
|einer, der gerne küsst
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10331 RhWB]
|-
|-
|Butzicht
|Bützmäulchen
|Abfall beim Gemüseputzen
|Schmollmund
|2b) Schmutz
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzicht BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|-
|Butzmesser
|Werkzeug
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|-
|Bützigbauern
|Butzmichel
|Männer, die den Müll abholen
|alte Frau
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigbauern BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10358 RhWB]
|-
|-
|Bützigeimer
|Butzmockelein
|Abfallkorb beim Gemüseputzen
|Nadelbaumzapfen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigeimer BDO]
|-
|Butzigel
|im Wachstum zurückgebliebenes Tier
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzigel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzmockelein BDO]
|-
|-
|Butzigelein
|Bützmöngke
|kleines Kind
|Schmollmund
|3a) Personen
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzigelein BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|-
|-
|Bützigholer
|Butzmühle
|Männer, die den Müll abholen
|Reinigungsmaschine
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigholer BDO]
|-
|Bützigkörblein
|Abfallkorb beim Gemüseputzen
|5) butzen II
|5) butzen II
|Abl. putzen
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigkörblein BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|-
|Butziglein
|Butznarr
|schwächstes Kind
|sich auffällig kleidende Frau
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butziglein BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10360 RhWB]
|-
|Butzschäpel
|Kornmaß
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|-
|Bütziglein
|Bützschnüss
|Kartoffelrest
|Schmollmund
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütziglein BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|-
|-
|Bützigmänner
|Butzschürze
|Männer, die den Müll abholen
|Zierschürze
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigmänner BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|-
|Bützigschaufel
|Butztag
|Kehrichtschaufel
|Putztag
|5) butzen II
|5) butzen II
|Abl. putzen
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigschaufel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|-
|Bützigschäufelein
|Butztuch
|Kehrichtschaufel
|Reinigungstuch, Putzlumpen
|5) butzen II
|5) butzen II
|Abl. putzen
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigschäufelein BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|-
|Butzilein
|Butzwelle
|Anrede unter Verliebten
|Bündel Holz
|1c) Kuss / Kosennamen
|2c) Menge / Bündel
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzilein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzwelle BDO]
|-
|-
|Butzilein
|Butzwolle
|Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt
|Reißwolle zum Reinigen von Maschinen
|1c) Kuss / Kosennamen
|5) butzen II
|3. regional/sekundär
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzilein BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|-
|Bützjan
|Dochtbutzen
|Klatschmaul
|verkohltes Dochtende
|3a) Personen
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10329 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Dochtbutzen BDO]
|-
|-
|Butzjunge
|Eiterbutzen
|Arbeiter (Junge) in der Eisengießerei
|Eiterbläschen
|3a) Personen
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Eiterbutzen BDO]
|-
|-
|Butzkamm
|Erdapfelbutzen
|geschniegelt Mann
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|3a) Personen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdapfelbutzen BDO]
|-
|-
|Butzkäthe
|Erdäpfelbutzen
|Putzmacherin
|Kartoffelkeim
|5) butzen II
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|Abl. putzen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10349 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdäpfelbutzen BDO]
|-
|-
|Butzkaul
|Erdäpfelsbutz
|ein Kind, dass nicht essen will
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|3a) Personen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10350 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdäpfelsbutz BDO]
|-
|-
|Bützke
|Erdbirnbützel
|Klickerkaule
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 RhWB]
|-
|Butzknecht
|Reinigungsarbeiter
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzlappen
|Putzlappen / Prügel
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10352 RhWB]
|-
|Butzlein
|Abfall beim Gemüseputzen
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdbirnbützel BDO]
|-
|-
|Butzlein
|Erdbirnenbutzel
|Haselblüte
|minderwertige Kartoffel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdbirnenbutzel BDO]
|-
|-
|Bützlein
|Estbutzel
|Kuss
|große Kartoffel
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|Bützlein
|Kartoffelrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Estbutzel BDO]
|-
|-
|Bützlein
|Estbutzel
|Unterholz
|jüngstes Kind
|2c) Menge / Bündel
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Estbutzel BDO]
|-
|-
|Bützlein
|Faschingbutz
|Knecht Ruprecht
|maskierte Faschingsgestalt
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Faschingbutz BDO]
|-
|-
|Butzlumpen
|Fasebutz
|Zunge
|Fastnachtsfigur
|2d) Körper Pers.
|4) Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|-
|Butzlumpen
|Fasnachtbutz
|Lumpen
|maskierte Faschingsgestalt
|3e) Sonstiges
|4) Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fasnachtbutz BDO]
|-
|-
|Butzmachersche
|Feldbutzen
|Modistin (Herstellerin von Kopfbedeckungen)
|Vogelscheuche
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10354 RhWB]
|-
|Butzmamsell
|putzsüchtige Frau
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10355 RhWB]
|-
|Bützmamsell
|kussüchtiges Weib
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10330 RhWB]
|-
|Butzmann
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzmann BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Feldbutzen BDO]
|-
|-
|Bützmann
|Fembutz
|Kinderschreck
|Verbotszeichen für den Schäfer
|4) Schreckgestalt
|3e) Sonstiges
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützmann BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fembutz BDO]
|-
|-
|Bützmattes
|Fichtenbutzel
|einer, der gerne küsst
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|1c) Kuss / Kosennamen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10331 RhWB]
|-
|Bützmäulchen
|Schmollmund
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzel BDO]
|-
|-
|Butzmesser
|Fichtenbutzelein
|Werkzeug
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|Butzmichel
|alte Frau
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10358 RhWB]
|-
|Butzmockelein
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzmockelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzelein BDO]
|-
|-
|Bützmöngke
|Fichtenbutzelkuh
|Schmollmund
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|2d) Körper Pers.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzelkuh BDO]
|-
|-
|Butzmühle
|Fingerbutzeln
|Reinigungsmaschine
|Kinderspiel
|5) butzen II
|1b) Spiel
|Abl. putzen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fingerbutzeln BDO]
|-
|-
|Butznarr
|Fingerbutzlein
|sich auffällig kleidende Frau
|Kinderspiel, bei dem man sich wechselweise mit angefeuchteten Fingern auf die Finger schlug, bis sie weh taten
|3a) Personen
|1b) Spiel
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10360 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fingerbutzlein BDO]
|-
|-
|Butzschäpel
|Föhrenbutzel
|Kornmaß
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|2c) Menge / Bündel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Föhrenbutzel BDO]
|-
|-
|Bützschnüss
|Fohrenbutzelein
|Schmollmund
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|2d) Körper Pers.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fohrenbutzelein BDO]
|-
|-
|Butzschürze
|Föhrenbutzelkuh
|Zierschürze
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3e) Sonstiges
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Föhrenbutzelkuh BDO]
|-
|-
|Butztag
|Forchenbutzenkuh
|Putztag
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|5) butzen II
|3b) Tier / Landwirtschaft
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|Butztuch
|Reinigungstuch, Putzlumpen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|Butzwelle
|Bündel Holz
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzwelle BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Forchenbutzenkuh BDO]
|-
|-
|Butzwolle
|Frühjahrsbutzen
|Reißwolle zum Reinigen von Maschinen
|Aprilschauer, (Graupel-, Regen-, Schnee-)
|5) butzen II
|3d) Wetter
|Abl. putzen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Frühjahrsbutzen BDO]
|-
|-
|Dochtbutzen
|Fürchtebutzen
|verkohltes Dochtende
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Gartenbutz
|Vogelscheuche
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Gebütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebütz BDO]
|-
|Gebütze
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Dochtbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebütze BDO]
|-
|-
|Eiterbutzen
|Gebutzel
|Eiterbläschen
|minderwertiges Obst oder Gemüse
|2d) Körper Pers.
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Eiterbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebutzel BDO]
|-
|-
|Erdapfelbutzen
|Gebützel
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|kleine Kartoffel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdapfelbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|-
|-
|Erdäpfelbutzen
|Gebützel
|Kartoffelkeim
|Abfall beim Gemüseputzen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdäpfelbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|-
|-
|Erdäpfelsbutz
|Gebützel
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|Fallobst
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdäpfelsbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|-
|-
|Erdbirnbützel
|Gebutzig
|Abfall beim Gemüseputzen
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdbirnbützel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebutzig BDO]
|-
|Gebützig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|Gebützig
|Fallobst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|-
|Erdbirnenbutzel
|Gebützig
|minderwertige Kartoffel
|Holzabfall
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|Gebützig
|Kleinholz
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdbirnenbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|-
|Estbutzel
|Gebützlein
|große Kartoffel
|Abfall beim Gemüseputzen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Estbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützlein BDO]
|-
|-
|Estbutzel
|Gemeindsbutz
|jüngstes Kind
|Gemeindediener, Amtsschimmel
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Estbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemeindsbutz BDO]
|-
|-
|Faschingbutz
|Gemeindsbutz
|maskierte Faschingsgestalt
|Verwirren, Verknoten, Durcheinander von Wollfäden
|4) Schreckgestalt
|3e) Sonstiges
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Faschingbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemeindsbutz BDO]
|-
|-
|Fasebutz
|Gemüsebutzel
|Fastnachtsfigur
|Abfall beim Gemüseputzen
|4) Schreckgestalt
|2b) Schmutz
|4. Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzel BDO]
|-
|-
|Fasnachtbutz
|Gemüsebutzen
|maskierte Faschingsgestalt
|Abfall beim Gemüseputzen
|4) Schreckgestalt
|2b) Schmutz
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fasnachtbutz BDO]
|-
|Feldbutzen
|Vogelscheuche
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Feldbutzen BDO]
|-
|Fembutz
|Verbotszeichen für den Schäfer
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fembutz BDO]
|-
|Fichtenbutzel
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzen BDO]
|-
|-
|Fichtenbutzelein
|Gemüsebutzig
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|Abfall beim Gemüseputzen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzig BDO]
|-
|-
|Fichtenbutzelkuh
|Gemüsegebützig
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|Abfall beim Gemüseputzen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzelkuh BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsegebützig BDO]
|-
|-
|Fingerbutzeln
|Gestellbutzen
|Kinderspiel
|Angeberin
|1b) Spiel
|3a) Personen
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fingerbutzeln BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gestellbutzen BDO]
|-
|-
|Fingerbutzlein
|Gewitterbutze
|Kinderspiel, bei dem man sich wechselweise mit angefeuchteten Fingern auf die Finger schlug, bis sie weh taten
|kleine Frau
|1b) Spiel
|3a) Personen
|1. Stoß
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fingerbutzlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutze BDO]
|-
|-
|Föhrenbutzel
|Gewitterbutzen
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|alleinstehender Baum
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Föhrenbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutzen BDO]
|-
|Gewitterbutzen
|Aprilschauer
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutzen BDO]
|-
|-
|Fohrenbutzelein
|Gräckelbutzen
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|engstirniger Mensch
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fohrenbutzelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gräckelbutzen BDO]
|-
|-
|Föhrenbutzelkuh
|Grasbutzen
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|Erdstück (Grassode)
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Föhrenbutzelkuh BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Grasbutzen BDO]
|-
|-
|Forchenbutzenkuh
|Grasbutzen
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|Grasnarbe
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Forchenbutzenkuh BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Grasbutzen BDO]
|-
|-
|Frühjahrsbutzen
|Haarbutz
|Aprilschauer, (Graupel-, Regen-, Schnee-)
|Keim, Trieb der Kartoffel
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Frühjahrsbutzen BDO]
|-
|Fürchtebutzen
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Gartenbutz
|Vogelscheuche
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Gebütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebütz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutz BDO]
|-
|-
|Gebütze
|Haarbutz
|Abfall beim Gemüseputzen
|Haarknoten
|2b) Schmutz
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebütze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutz BDO]
|-
|-
|Gebutzel
|Haarbutzel
|minderwertiges Obst oder Gemüse
|Hagebutte
|2c) Menge / Bündel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutzel BDO]
|-
|-
|Gebützel
|Haarbutzen
|kleine Kartoffel
|Haarknoten
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutzen BDO]
|-
|-
|Gebützel
|Haarbutzen
|Abfall beim Gemüseputzen
|Haarbüschel
|2b) Schmutz
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|-
|Gebützel
|Haberbutzen
|Fallobst
|Frucht des Weißdorns
|2c) Menge / Bündel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haberbutzen BDO]
|-
|-
|Gebutzig
|Hafenbutzelein
|Abfall beim Gemüseputzen
|Frucht des Weißdorns
|2b) Schmutz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebutzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hafenbutzelein BDO]
|-
|-
|Gebützig
|Hafenbutzen
|Abfall beim Gemüseputzen
|Hagebutte
|2b) Schmutz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hafenbutzen BDO]
|-
|-
|Gebützig
|Haferbutz
|Fallobst
|Frucht des Weißdorns
|2c) Menge / Bündel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haferbutz BDO]
|-
|-
|Gebützig
|Haferbutzelein
|Holzabfall
|Frucht des Weißdorns
|2c) Menge / Bündel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haferbutzelein BDO]
|-
|-
|Gebützig
|Hagebutz
|Kleinholz
|Frucht des Weißdorns
|2c) Menge / Bündel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutz BDO]
|-
|-
|Gebützlein
|Hagebutze
|Abfall beim Gemüseputzen
|Heckenrose
|2b) Schmutz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutze BDO]
|-
|-
|Gemeindsbutz
|Hagelbutz
|Gemeindediener, Amtsschimmel
|Heckenrose
|3a) Personen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemeindsbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagelbutz BDO]
|-
|-
|Gemeindsbutz
|Hagenbutz
|Verwirren, Verknoten, Durcheinander von Wollfäden
|Heckenrose
|3e) Sonstiges
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemeindsbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutz BDO]
|-
|-
|Gemüsebutzel
|Hagenbutze
|Abfall beim Gemüseputzen
|Hagebutte
|2b) Schmutz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutze BDO]
|-
|-
|Gemüsebutzen
|Hagenbutzenlaus
|Abfall beim Gemüseputzen
|Kerne der Hagebutte
|2b) Schmutz
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutzenlaus BDO]
|-
|-
|Gemüsebutzig
|Hagenbutzenreis
|Abfall beim Gemüseputzen
|Reisig der Heckenrose
|2b) Schmutz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutzenreis BDO]
|-
|-
|Gemüsegebützig
|Hainbutzel
|Abfall beim Gemüseputzen
|Hagebutte
|2b) Schmutz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsegebützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hainbutzel BDO]
|-
|Hakenbütze
|Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hakenbütze BDO]
|-
|-
|Gestellbutzen
|Hängebutze
|Angeberin
|Heckenrose
|3a) Personen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gestellbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hängebutze BDO]
|-
|-
|Gewitterbutze
|Hemdbutzel
|kleine Frau
|kleines Kind
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hemdbutzel BDO]
|-
|-
|Gewitterbutzen
|Hennenbutzen
|alleinstehender Baum
|Hagebutte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hennenbutzen BDO]
|-
|Herzbützelein
|Anrede unter Verliebten
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Herzbützelein BDO]
|-
|-
|Gewitterbutzen
|Heubützig
|Aprilschauer
|Futterreste
|3d) Wetter
|2c) Menge / Bündel
|1. Stoß
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Heubützig BDO]
|-
|-
|Gräckelbutzen
|Hiefelbutz
|engstirniger Mensch
|Frucht des Weißdorns
|3a) Personen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gräckelbutzen BDO]
|-
|Grasbutzen
|Erdstück (Grassode)
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Grasbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hiefelbutz BDO]
|-
|-
|Grasbutzen
|Hiefelbutzen
|Grasnarbe
|Heckenrose, Frucht der Heckenrose
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Grasbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hiefelbutzen BDO]
|-
|-
|Haarbutz
|Hohlbeerbutzen
|Keim, Trieb der Kartoffel
|Fruchtboden
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hohlbeerbutzen BDO]
|-
|-
|Haarbutz
|Holderbutzen
|Haarknoten
|Holunderstrauch
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutz BDO]
|-
|Haarbutzel
|Hagebutte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holderbutzen BDO]
|-
|-
|Haarbutzen
|Hollebutz
|Haarknoten
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|2d) Körper Pers.
|4) Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollebutz BDO]
|-
|-
|Haarbutzen
|Hollebutzer
|Haarbüschel
|Kinderschreck
|2d) Körper Pers.
|4) Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollebutzer BDO]
|-
|-
|Haberbutzen
|Hollerbutz
|Frucht des Weißdorns
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haberbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollerbutz BDO]
|-
|Holzbutzeland
|Landschaft
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzeland BDO]
|-
|Holzbutzen
|Spottname
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzen BDO]
|-
|Holzbutzenland
|abgelegene Gegend
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzenland BDO]
|-
|-
|Hafenbutzelein
|Honigbutz
|Frucht des Weißdorns
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hafenbutzelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Honigbutz BDO]
|-
|-
|Hafenbutzen
|Hühnerbutz
|Hagebutte
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hafenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hühnerbutz BDO]
|-
|-
|Haferbutz
|Hundsbutz
|Frucht des Weißdorns
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haferbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hundsbutz BDO]
|-
|-
|Haferbutzelein
|Hutbutzen
|Mitte des Hutes
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hutbutzen BDO]
|-
|Judebutz
|Frucht des Weißdorns
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haferbutzelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Judebutz BDO]
|-
|-
|Hagebutz
|Kienföhrenbutzelkuh
|Frucht des Weißdorns
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kienföhrenbutzelkuh BDO]
|-
|-
|Hagebutze
|Klettenbutzen
|Heckenrose
|Klette (Pflanze)
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Klettenbutzen BDO]
|-
|-
|Hagelbutz
|Kollerbutz
|Heckenrose
|im Wachstum zurückgebliebenes Tier
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kollerbutz BDO]
|-
|Krabutz
|Frechdachs
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Krabutz BDO]
|-
|Krenbützig
|Abfall beim Meerrettichputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagelbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Krenbützig BDO]
|-
|-
|Hagenbutz
|Kuhbutzel
|Heckenrose
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kuhbutzel BDO]
|-
|-
|Hagenbutze
|Kühbutzel
|Hagebutte
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kühbutzel BDO]
|-
|-
|Hagenbutzenlaus
|Kühebutzen
|Kerne der Hagebutte
|Nadelbaumzapfen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutzenlaus BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kühebutzen BDO]
|-
|-
|Hagenbutzenreis
|Magenbutz
|Reisig der Heckenrose
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutzenreis BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Magenbutz BDO]
|-
|-
|Hainbutzel
|Maibutzen
|Hagebutte
|Blumenstrauß
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hainbutzel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|-
|Hakenbütze
|Maienbutzen
|Schreckgestalt
|Regenschauer
|4) Schreckgestalt
|3d) Wetter
|4. Schreckgestalt
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hakenbütze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Maienbutzen BDO]
|-
|-
|Hängebutze
|Mehlbutzlein
|Heckenrose
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hängebutze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Mehlbutzlein BDO]
|-
|-
|Hemdbutzel
|Mistbutzen
|kleines Kind
|Schmutzklumpen
|3a) Personen
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hemdbutzel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|-
|Hennenbutzen
|Nachbutzel
|Hagebutte
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hennenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nachbutzel BDO]
|-
|Nachtbutzer
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nachtbutzer BDO]
|-
|-
|Herzbützelein
|Nackenbutz
|Anrede unter Verliebten
|nacktes Kind
|1c) Kuss / Kosennamen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Herzbützelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nackenbutz BDO]
|-
|-
|Heubützig
|Nagelbutz
|Futterreste
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Heubützig BDO]
|-
|Hiefelbutz
|Frucht des Weißdorns
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hiefelbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nagelbutz BDO]
|-
|-
|Hiefelbutzen
|Näsbutzen
|Heckenrose, Frucht der Heckenrose
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hiefelbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Näsbutzen BDO]
|-
|-
|Hohlbeerbutzen
|Nasenbutzen
|Fruchtboden
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hohlbeerbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nasenbutzen BDO]
|-
|-
|Holderbutzen
|Nasenbutzen
|Holunderstrauch
|Nasenschleim
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holderbutzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|-
|Hollebutz
|Näsenbutzen
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|Nasenschleim
|4) Schreckgestalt
|2d) Körper Pers.
|4. Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollebutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Näsenbutzen BDO]
|-
|-
|Hollebutzer
|Nestbutz
|Kinderschreck
|jüngster Vogel im Nest
|4) Schreckgestalt
|3b) Tier / Landwirtschaft
|4. Schreckgestalt
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollebutzer BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutz BDO]
|-
|-
|Hollerbutz
|Nestbutzel
|Frucht des Weißdorns
|kleiner Brotlaib
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollerbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|-
|-
|Holzbutzeland
|Nestbutzel
|Landschaft
|jüngstes Kind einer Familie
|3c) Raum
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzeland BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|-
|-
|Holzbutzen
|Nestbutzel
|Spottname
|jüngster Vogel im Nest
|3a) Personen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|-
|-
|Holzbutzenland
|Nestbutzen
|abgelegene Gegend
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3c) Raum
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzenland BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzen BDO]
|-
|-
|Honigbutz
|Netzbutzel
|Frucht des Weißdorns
|jüngstes Kind
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Honigbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Netzbutzel BDO]
|-
|-
|Hühnerbutz
|Ofenbutzelein
|Frucht des Weißdorns
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hühnerbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ofenbutzelein BDO]
|-
|-
|Hundsbutz
|Patakenbützelein
|Frucht des Weißdorns
|Kartoffelrest
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hundsbutz BDO]
|-
|Hutbutzen
|Mitte des Hutes
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hutbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Patakenbützelein BDO]
|-
|-
|Judebutz
|Pfändbutz
|Frucht des Weißdorns
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Judebutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pfändbutz BDO]
|-
|-
|Kienföhrenbutzelkuh
|Pfengbutzen
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kienföhrenbutzelkuh BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pfengbutzen BDO]
|-
|-
|Klettenbutzen
|Pfingstenbutz
|Klette (Pflanze)
|Brauchtumsfigur
|3b) Tier / Landwirtschaft
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Pflasterbutz
|Fasnachtsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pflasterbutz BDO]
|-
|Rasenbutzen
|aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Klettenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rasenbutzen BDO]
|-
|Ratenbutzel
|Bauchnabel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|-
|Ratenbutzel
|Nesthäkchen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|-
|-
|Kollerbutz
|Ratenbutzel
|im Wachstum zurückgebliebenes Tier
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kollerbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|-
|Regenbutzer
|Regenschauer
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Regenbutzer BDO]
|-
|-
|Krabutz
|Rollenbutzelein
|Frechdachs
|kleines Kind
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Krabutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rollenbutzelein BDO]
|-
|-
|Krenbützig
|Rotzbutzen
|Abfall beim Meerrettichputzen
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2b) Schmutz
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Krenbützig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rotzbutzen BDO]
|-
|-
|Kuhbutzel
|Saubutz
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|unfolgsames Kind
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kuhbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Saubutz BDO]
|-
|-
|Kühbutzel
|Schauerbutzen
|Nadelbaumzapfen
|Aprilschauer
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3d) Wetter
|2. Kern, Klumpen
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kühbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schauerbutzen BDO]
|-
|-
|Kühebutzen
|Scherbutzen
|Nadelbaumzapfen
|Auswuchs, Beule
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kühebutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Scherbutzen BDO]
|-
|-
|Magenbutz
|Schlehenbutzen
|Frucht des Weißdorns
|Schlehenpflanze
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Magenbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schlehenbutzen BDO]
|-
|-
|Maibutzen
|Schneebutzen
|Blumenstrauß
|Schneegestöber
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Maienbutzen
|Regenschauer
|3d) Wetter
|3d) Wetter
|1. Stoß
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Maienbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schneebutzen BDO]
|-
|-
|Mehlbutzlein
|Schnuckebutzi
|Frucht des Weißdorns
|Liebkosung
|3b) Tier / Landwirtschaft
|1c) Kuss / Kosennamen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Mehlbutzlein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckebutzi BDO]
|-
|Schnuckibutz
|Anrede unter Verliebten
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutz BDO]
|-
|-
|Mistbutzen
|Schnuckibutzi
|Schmutzklumpen
|Anrede unter Verliebten
|2b) Schmutz
|1c) Kuss / Kosennamen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutzi BDO]
|-
|-
|Nachbutzel
|Schnuckibutzi
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt
|3b) Tier / Landwirtschaft
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nachbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutzi BDO]
|-
|-
|Nachtbutzer
|Schnurrebutzel
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|übermäßig buschiger Schnurrbart
|4) Schreckgestalt
|2d) Körper Pers.
|4. Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nachtbutzer BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnurrebutzel BDO]
|-
|-
|Nackenbutz
|Schulbutzelein
|nacktes Kind
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nackenbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schulbutzelein BDO]
|-
|-
|Nagelbutz
|Segebütze
|Frucht des Weißdorns
|Brotschnipsel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nagelbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Segebütze BDO]
|-
|-
|Näsbutzen
|Sternbutzen
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|Sternschnuppe
|2d) Körper Pers.
|3d) Wetter
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Näsbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Sternbutzen BDO]
|-
|-
|Nasenbutzen
|Strohbutz
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|Strohpuppe
|2d) Körper Pers.
|4) Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nasenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Strohbutz BDO]
|-
|-
|Nasenbutzen
|Strohbutzen
|Nasenschleim
|Vogel (Goldammer)
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Näsenbutzen
|Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Näsenbutzen BDO]
|-
|Nestbutz
|jüngster Vogel im Nest
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Strohbutzen BDO]
|-
|-
|Nestbutzel
|Tannenbutzel
|kleiner Brotlaib
|Nadelbaumzapfen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tannenbutzel BDO]
|-
|-
|Nestbutzel
|Tatterbutzen
|jüngstes Kind einer Familie
|Verbotszeichen
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatterbutzen BDO]
|-
|-
|Nestbutzel
|Tatzenbutzel
|jüngster Vogel im Nest
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatzenbutzel BDO]
|-
|-
|Nestbutzen
|Tatzenbützel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|schwächstes Kind
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatzenbützel BDO]
|-
|-
|Netzbutzel
|Tintenbutzen
|jüngstes Kind
|Tintenklecks
|3a) Personen
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Netzbutzel BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|-
|Ofenbutzelein
|Vogelbutz
|Frucht des Weißdorns
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ofenbutzelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vogelbutz BDO]
|-
|Vogelbutzen
|Frucht
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vogelbutzen BDO]
|-
|Vögelbutzen
|Schlehenfrucht
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vögelbutzen BDO]
|-
|-
|Patakenbützelein
|Wasenbutzen
|Kartoffelrest
|aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Patakenbützelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wasenbutzen BDO]
|-
|-
|Pfändbutz
|Wegbutzig
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|Abfall beim Gemüseputzen
|3e) Sonstiges
|2b) Schmutz
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pfändbutz BDO]
|-
|Pfengbutzen
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pfengbutzen BDO]
|-
|Pfingstenbutz
|Brauchtumsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Pflasterbutz
|Fasnachtsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pflasterbutz BDO]
|-
|Rasenbutzen
|aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rasenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wegbutzig BDO]
|-
|-
|Ratenbutzel
|Wildbutz
|Bauchnabel
|grober Mensch
|2d) Körper Pers.
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wildbutz BDO]
|-
|-
|Ratenbutzel
|Wildbutz
|Nesthäkchen
|lebhafter Mensch
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wildbutz BDO]
|-
|-
|Ratenbutzel
|Zuckerbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|Lieblingskind
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Zuckerbutzel BDO]
|-
|-
|Regenbutzer
|butzab
|Regenschauer
|vollständig weg
|3d) Wetter
|3e) Sonstiges
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Regenbutzer BDO]
|-
|Rollenbutzelein
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rollenbutzelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzab BDO]
|-
|-
|Rotzbutzen
|bützchesnett
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|zum Küssen einladend
|2d) Körper Pers.
|1c) Kuss / Kosennamen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rotzbutzen BDO]
|-
|Saubutz
|unfolgsames Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Saubutz BDO]
|-
|Schauerbutzen
|Aprilschauer
|3d) Wetter
|1. Stoß
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schauerbutzen BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10333 RhWB]
|-
|-
|Scherbutzen
|butzelicht
|Auswuchs, Beule
|fein/zart
|2d) Körper Pers.
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Scherbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelicht BDO]
|-
|-
|Schlehenbutzen
|butzelig
|Schlehenpflanze
|klumpig
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schlehenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|-
|-
|Schneebutzen
|butzelig
|Schneegestöber
|klein/zart
|3d) Wetter
|3e) Sonstiges
|1. Stoß
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schneebutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|-
|-
|Schnuckebutzi
|butzelig
|Liebkosung
|Kind von kleinem Wuchs
|1c) Kuss / Kosennamen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckebutzi BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|-
|-
|Schnuckibutz
|butzenklein
|Anrede unter Verliebten
|ganz klein
|1c) Kuss / Kosennamen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzenklein BDO]
|-
|butzet
|astig (Holz)
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzet BDO]
|-
|-
|Schnuckibutzi
|butzfinster
|Anrede unter Verliebten
|ganz dunkel
|1c) Kuss / Kosennamen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutzi BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzfinster BDO]
|-
|-
|Schnuckibutzi
|bützinackt
|Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt
|ganz nackt
|1c) Kuss / Kosennamen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutzi BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=bützinackt BDO]
|-
|-
|Schnurrebutzel
|butzlicht
|übermäßig buschiger Schnurrbart
|klumpig
|2d) Körper Pers.
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnurrebutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|-
|Schulbutzelein
|butzlicht
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|Gemeindediener, Amtsschimmel
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schulbutzelein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|-
|Segebütze
|butzlicht
|Brotschnipsel
|fein, zart veranlagt
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Segebütze BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|-
|Sternbutzen
|butzlicht
|Sternschnuppe
|kleinwüchsig
|3d) Wetter
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Sternbutzen BDO]
|-
|Strohbutz
|Strohpuppe
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Strohbutz BDO]
|-
|Strohbutzen
|Vogel (Goldammer)
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Strohbutzen BDO]
|-
|Tannenbutzel
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tannenbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|-
|Tatterbutzen
|butznüchter
|Verbotszeichen
|vollkommen nüchtern
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatterbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butznüchter BDO]
|-
|-
|Tatzenbutzel
|kleinbutzelicht
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|von kleinem Wuchs
|3a) Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatzenbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=kleinbutzelicht BDO]
|-
|-
|Tatzenbützel
|kleinbutzig
|schwächstes Kind
|winzig
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatzenbützel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=kleinbutzig BDO]
|-
|-
|Tintenbutzen
|radibutz
|Tintenklecks
|vollständig
|2b) Schmutz
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=radibutz BDO]
|-
|-
|Vogelbutz
|rutzundbutz
|Frucht des Weißdorns
|vollständig
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vogelbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=rutzundbutz BDO]
|-
|-
|Vogelbutzen
|verbutzt
|Frucht
|im Wachstum zurückgeblieben
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vogelbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=verbutzt BDO]
|-
|-
|Vögelbutzen
|zusammenbutzig
|Schlehenfrucht
|Getreidereste
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vögelbutzen BDO]
|-
|Wasenbutzen
|aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wasenbutzen BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzig BDO]
|-
|-
|Wegbutzig
|zusammengebutzt
|Abfall beim Gemüseputzen
|verfilzt (Haar)
|2b) Schmutz
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wegbutzig BDO]
|-
|Wildbutz
|grober Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wildbutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammengebutzt BDO]
|-
|-
|Wildbutz
|abbutzen
|lebhafter Mensch
|einen Verweis erhalten
|3a) Personen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wildbutz BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10337 RhWB]
|-
|-
|Zuckerbutzel
|aprilenbutzen
|Lieblingskind
|graupeln
|3a) Personen
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Zuckerbutzel BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=aprilenbutzen BDO]
|-
|-
|butzab
|aufbützen
|vollständig weg
|aufhetzen
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzab BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=aufbützen BDO]
|-
|-
|bützchesnett
|ausbutzen
|zum Küssen einladend
|Rebstock säubern
|1c) Kuss / Kosennamen
|5) butzen II
|1. Stoß
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10333 RhWB]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10338 RhWB]
|-
|-
|butzelicht
|butzbergen
|fein/zart
|Verstecken spielen
|3e) Sonstiges
|1b) Spiel
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelicht BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzbergen BDO]
|-
|-
|butzelig
|derbutzeln
|klumpig
|im Wachstum zurückgeblieben
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3a) Personen
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=derbutzeln BDO]
|-
|-
|butzelig
|derbutzen
|klein/zart
|im Wachstum zurückgeblieben
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=derbutzen BDO]
|-
|-
|butzelig
|einbutzeln
|Kind von kleinem Wuchs
|sich warm anziehen
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzeln BDO]
|-
|-
|butzenklein
|einbutzen
|ganz klein
|sich warm anziehen
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzenklein BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzen BDO]
|-
|-
|butzet
|einbutzen
|astig (Holz)
|Kinderschreck
|3e) Sonstiges
|4) Schreckgestalt
|2. Kern, Klumpen
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzet BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzen BDO]
|-
|-
|butzfinster
|fasnachtbutzen
|ganz dunkel
|maskiert gehen
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzfinster BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=fasnachtbutzen BDO]
|-
|-
|bützinackt
|hineinbutzen
|ganz nackt
|eng ansetzen
|3a) Personen
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=bützinackt BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=hineinbutzen BDO]
|-
|-
|butzlicht
|verbutzen
|klumpig
|etw. vergessen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butzlicht
|Gemeindediener, Amtsschimmel
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|-
|butzlicht
|verbutzen
|fein, zart veranlagt
|jdmd. abkanzeln
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butzlicht
|kleinwüchsig
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butznüchter
|vollkommen nüchtern
|3e) Sonstiges
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butznüchter BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|-
|kleinbutzelicht
|verbutzen
|von kleinem Wuchs
|verputzen
|3a) Personen
|5) butzen II
|3. regional/sekundär
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=kleinbutzelicht BDO]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|-
|kleinbutzig
|zusammenbutzen
|winzig
|etwas eng ansetzen, z. B. beim Schreiben
|3e) Sonstiges
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=kleinbutzig BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzen BDO]
|-
|-
|radibutz
|zusammenbutzlen
|vollständig
|Papier zerknittern
|3e) Sonstiges
|1a) Stoß / Bewegung
|3. regional/sekundär
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=radibutz BDO]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzlen BDO]
|-
|-
|rutzundbutz
|}
|vollständig
 
|3e) Sonstiges
== Belege/Quellen ==
|3. regional/sekundär
Quellen für die Grundwörter (Einzelnachweise für Wortbildungen sind in den Tabellen verlinkt):
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=rutzundbutz BDO]
 
|-
Bayerns Dialekte Online (BDO): [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butz&options&#x5B;exact&#x5D;=1&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;highlight&#x5D;=0 Butz], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtz&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bütz], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butze&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butze], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtze&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bütze], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzen&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzen], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzer&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzer], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=butzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 butzig], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzig], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bützig],
|verbutzt
 
|im Wachstum zurückgeblieben
Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): [https://www.dwds.de/wb/Butz Butz], [https://www.dwds.de/wb/Butze#2 Butze II], [https://www.dwds.de/wb/Butzen Butzen], [https://www.dwds.de/wb/B%C3%BCtzel Bützel], [https://www.dwds.de/wb/b%C3%BCtzen bützen],
|3e) Sonstiges
 
|3. regional/sekundär
Kölsch-Wörterbuch (nicht werbefrei): [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butz-buetze-auf-deutsch-7065.html#google_vignette Butz/Bütze], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butze-auf-deutsch-6985.html Butz/Butze], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butzele-auf-deutsch-6273.html Butzel], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/buetzjer-auf-deutsch-7071.html Bützje],
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=verbutzt BDO]
 
|-
Lothringisches Wörterbuch (LothWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01310 Botze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01312 botzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01795 Butze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01797 butzen I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01798 butzen II],
|zusammenbutzig
 
|Getreidereste
Mecklenburgisches Wörterbuch (MeckWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06224 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06228 Butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06230 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 Butzer],
|2a) Kern / Rest / Klumpen
 
|2. Kern, Klumpen
Mittelhochdeutsches Wörterbuch (FindeB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=B02496 Butze],
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzig BDO]
 
|-
Mittelniederdeutsches Wörterbuch (MNWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MNWB&lemid=B06399 butze],
|zusammengebutzt
 
|verfilzt (Haar)
Pfälzisches Wörterbuch (PfWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816 Butz I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817 Butz II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07828 Butzel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07838 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07856 Butzer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07821 Putz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07822 Pütz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07829 Putzel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07839 putzen],
|2d) Körper Pers.
 
|3. regional/sekundär
Rheinisches Wörterbuch (RhWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B06242 Botz/Bötz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 Bütz(e)], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 Bützer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10308 butzen I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 butzen II], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 butzen III], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 Butzen III],
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammengebutzt BDO]
 
Schweizerisches Idiotikon: [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42011/mode/1up Butz], [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42011/mode/1up Bützel], [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42009/mode/1up butzen] (putznen) und über 250 weitere Wortbildungen
 
Westfälisches Wörterbuch (WestWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07505 But], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07506 Bütteken], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07513 Buts], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07517 Buttek], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07518 Buttel], ...
 
Wiktionary: [https://de.wiktionary.org/wiki/Butz Butz], [https://de.wiktionary.org/wiki/Butze Butze], [https://de.wiktionary.org/wiki/Butzen Butzen],
 
Wörterbuch der Bayerischen Mundarten in Österreich (WBÖ): [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putz_2 Putz]. [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putze_1 Putze], [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putzen Putzen]
 
Wörterbuch der elsässischen Mundart (ElsWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02555 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02555 Butz II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02570 Butze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02572 Butze II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02583 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02595 Butzer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02614 bützlen],
 
Wörterbuch der luxemburgischen Mundart (WLM): [https://dico.uni.lu/?sigle=WLM#1 Butz], [https://dico.uni.lu/?sigle=WLM#2 butzech], ...
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|siehe auch die Wörterseiten '''''[[Butzemann]]'', ''[[Butzenscheibe]]''''' und '''''[[putzig]]'''''
|-
|-
|abbutzen
|[[Butz (Wortgruppe)| '''zurück zur Wörterseite ''Butz (Wortgruppe)''''']]
|einen Verweis erhalten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10337 RhWB]
|-
|-
|aprilenbutzen
|}
|graupeln
{{WörterABC-Tabelle}}
|3d) Wetter
__INDEX__
|1. Stoß
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=aprilenbutzen BDO]
----
 
= drollig =
<div style="color:red"> ''drollig'' und ''Info - drollig'' müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch </div>
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
|aufbützen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|aufhetzen
|Das Wort ''drollig'' wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:
|3e) Sonstiges
 
|3. regional/sekundär
* niedlich, süß, knuddelig -  ''Du hast aber sehr drollige Puppen.''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=aufbützen BDO]
 
* spaßig, witzig, lustig - ''Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.''
 
* eigenartig, merkwürdig, seltsam - ''Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.''
|-
|-
|ausbutzen
|
|Rebstock säubern
|
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10338 RhWB]
|-
|-
|butzbergen
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Verstecken spielen
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen ''drollig'' = lustig, possenhaft.  
|1b) Spiel
 
|3. regional/sekundär
Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche ''drolle'' zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzbergen BDO]
 
Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort ''droll'' (= spaßig, komisch).
|-
|-
|derbutzeln
|}
|im Wachstum zurückgeblieben
 
|3a) Personen
==Hinweise zum Wort ''drollig''==
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=derbutzeln BDO]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' drol-lig
 
'''Aussprache:''' [ˈdʁɔlɪç]
|-
|-
|derbutzen
|'''Adjektiv / Adverb'''
|im Wachstum zurückgeblieben
|Das Wort ''drollig'' kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im [https://klexikon.zum.de/wiki/Adverb Kinderlexikon] wird dir am Beispiel von ''drollig'' der Unterschied erklärt.
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=derbutzen BDO]
|-
|-
|einbutzeln
|}
|sich warm anziehen
 
|3e) Sonstiges
==Wortformen==
|3. regional/sekundär
<div style="font-size:1.2em">
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzeln BDO]
Das Wort ''drollig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
|-
|einbutzen
!style="width: 30%"|Positiv
|sich warm anziehen
!style="width: 30%"|Komparativ
|3e) Sonstiges
!style="width: 40%"|Superlativ
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzen BDO]
|-
|-
|einbutzen
|drollig
|Kinderschreck
|drolliger
|4) Schreckgestalt
|am drolligsten
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzen BDO]
|-
|-
|fasnachtbutzen
|}
|maskiert gehen
 
|3e) Sonstiges
</br>
|3. regional/sekundär
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=fasnachtbutzen BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[Info - drollig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''drollig''''']]
|hineinbutzen
|}
|eng ansetzen
{{WörterABC-Tabelle}}
|1a) Stoß / Bewegung
__INDEX__
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=hineinbutzen BDO]
|-
|verbutzen
|etw. vergessen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|verbutzen
|jdmd. abkanzeln
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|verbutzen
|verputzen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|zusammenbutzen
|etwas eng ansetzen, z. B. beim Schreiben
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzen BDO]
|-
|zusammenbutzlen
|Papier zerknittern
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzlen BDO]
|-
|}


== Belege/Quellen ==
----
Quellen für die Grundwörter (Einzelnachweise für Wortbildungen sind in den Tabellen verlinkt):


Bayerns Dialekte Online (BDO): [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butz&options&#x5B;exact&#x5D;=1&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;highlight&#x5D;=0 Butz], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtz&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bütz], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butze&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butze], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtze&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bütze], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzen&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzen], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzer&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzer], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=butzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 butzig], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzig], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bützig],
= Info - drollig =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
|}
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__TOC__


Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): [https://www.dwds.de/wb/Butz Butz], [https://www.dwds.de/wb/Butze#2 Butze II], [https://www.dwds.de/wb/Butzen Butzen], [https://www.dwds.de/wb/B%C3%BCtzel Bützel], [https://www.dwds.de/wb/b%C3%BCtzen bützen],
==Weiterführende Informationen zum Wort ''drollig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|niederländisch <abbr>nl.</abbr> drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann → nl. drollig = Spaßmacher, Knirps → mittelniederdeutsch ''drolle'' = Spaßmacher, lustige Figur → niederdeutsch ''drollig'' = lustig
möglicherweise verwandt mit engl. ''droll ←''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/drolligerweise drolligerweise],  
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Drolligkeit Drolligkeit]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''drollig'' gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.


Kölsch-Wörterbuch (nicht werbefrei): [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butz-buetze-auf-deutsch-7065.html#google_vignette Butz/Bütze], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butze-auf-deutsch-6985.html Butz/Butze], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butzele-auf-deutsch-6273.html Butzel], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/buetzjer-auf-deutsch-7071.html Bützje],
Im Unterschied zu ''lustig'' wirkt ''drollig'' oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.


Lothringisches Wörterbuch (LothWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01310 Botze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01312 botzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01795 Butze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01797 butzen I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01798 butzen II],
Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig).
|}


Mecklenburgisches Wörterbuch (MeckWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06224 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06228 Butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06230 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 Butzer],
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das ursprüngliche niederländische Wort ''drol'' ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung ''drollig'' übernommen worden. Das Morphem ''droll'' kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung ''drollig'' vor (''drolligerweise, Drolligkeit'').
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''droll'' in der Wortbildung ''drollig'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
| colspan="2" |Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen <abbr>frz.</abbr> drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen ''drol'' bzw. ''drollig''.
|-
|}


Mittelhochdeutsches Wörterbuch (FindeB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=B02496 Butze],
[[#top | Seitenanfang]]<br>


Mittelniederdeutsches Wörterbuch (MNWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MNWB&lemid=B06399 butze],
==Belege/Quellen==


Pfälzisches Wörterbuch (PfWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816 Butz I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817 Butz II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07828 Butzel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07838 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07856 Butzer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07821 Putz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07822 Pütz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07829 Putzel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07839 putzen],
[https://www.dwds.de/wb/drollig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/drollig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe hier [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D01140 Adelung] (Herkunft niedersächsisch ''drullig''), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D13733 Grimm-2] (nl drullig > ndd drullig), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D02289 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=drollig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/drollig Duden-online]


Rheinisches Wörterbuch (RhWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B06242 Botz/Bötz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 Bütz(e)], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 Bützer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10308 butzen I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 butzen II], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 butzen III], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 Butzen III],
Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. [https://www.etymologiebank.nl/trefwoord/drollig Etymologiedatenbank.nl], [https://www.dbnl.org/zoek/solr/index.php?zoek=drollig&prefilter=&subform_values=&f_id=&size=10&sort=relevantie&weergave=lijst Digitale Bibliothek (DBNL)], Textbeispiele: [https://www.dbnl.org/tekst/else006lacc01_01/ Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667)], [https://www.dbnl.org/tekst/hoff049ders02_01/ Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)]


Schweizerisches Idiotikon: [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42011/mode/1up Butz], [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42011/mode/1up Bützel],  [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42009/mode/1up butzen] (putznen) und über 250 weitere Wortbildungen
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


Westfälisches Wörterbuch (WestWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07505 But], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07506 Bütteken], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07513 Buts], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07517 Buttek], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07518 Buttel], ...
<br>
 
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Wiktionary: [https://de.wiktionary.org/wiki/Butz Butz], [https://de.wiktionary.org/wiki/Butze Butze], [https://de.wiktionary.org/wiki/Butzen Butzen],
{| style="width: 100%; text-align:center;"
 
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
Wörterbuch der Bayerischen Mundarten in Österreich (WBÖ): [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putz_2 Putz]. [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putze_1 Putze], [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putzen Putzen]
|}
 
{{WörterABC-Tabelle}}
Wörterbuch der elsässischen Mundart (ElsWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02555 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02555 Butz II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02570 Butze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02572 Butze II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02583 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02595 Butzer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02614 bützlen],
__INDEX__
 
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Wörterbuch der luxemburgischen Mundart (WLM): [https://dico.uni.lu/?sigle=WLM#1 Butz], [https://dico.uni.lu/?sigle=WLM#2 butzech], ...
= Damhirsch =
 
__TOC__
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|siehe auch die Wörterseiten '''''[[Butzemann]]'', ''[[Butzenscheibe]]''''' und '''''[[putzig]]'''''
|-
|[[Butz (Wortgruppe)| '''zurück zur Wörterseite ''Butz (Wortgruppe)''''']]
|-
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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= drollig =
<div style="color:red"> ''drollig'' und ''Info - drollig'' müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch </div>
__TOC__


==Wortherkunft==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort ''drollig'' wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:
|Der ''Damhirsch'' ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
 
* niedlich, süß, knuddelig -  ''Du hast aber sehr drollige Puppen.''
 
* spaßig, witzig, lustig - ''Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.''
 
* eigenartig, merkwürdig, seltsam - ''Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.''
|-
|-
|
|
|
|-
|'''Interessantes:'''
|Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im [https://klexikon.zum.de/wiki/Damhirsch Kinderlexikon] interessante Bilder und Beschreibungen.
Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im [https://www.zootier-lexikon.org/saeugetiere-mammalia/paarzeher/hirsche-hirschferkel-und-moschustiere-cervidae-tragulidae-moschidae/europaeischer-damhirsch-dama-dama Zootier-Lexikon.]
|-
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| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen ''drollig'' = lustig, possenhaft.  
|Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter ''tamo'' oder ''tame''. Daraus entwickelte sich ''Dam-''.  


Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche ''drolle'' zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.
Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. ''Hirsch'', ''Bock'' oder ''Wild''. So entstand das zusammengesetzte Wort ''Damhirsch''.
 
|-
Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort ''droll'' (= spaßig, komisch).
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama
|-
|-
|}
|}


==Hinweise zum Wort ''drollig''==
==Hinweise zum Wort ''Damhirsch''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
|mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.''
|''Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
|'''Wortart:''' Nomen, maskulin


'''Worttrennung:''' drol-lig
'''Worttrennung:''' Dam-hirsch


'''Aussprache:''' [ˈdʁɔlɪç]
'''Aussprache:''' [ˈdamˌhɪʁʃ]
|-
|'''Adjektiv / Adverb'''
|Das Wort ''drollig'' kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im [https://klexikon.zum.de/wiki/Adverb Kinderlexikon] wird dir am Beispiel von ''drollig'' der Unterschied erklärt.
|-
|-
|}
|}
Zeile 5.053: Zeile 4.851:
==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''drollig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
Das Wort ''Damhirsch'' ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.
</div>
</div>


{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|der Damhirsch
|die Damhirsch'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Damhirsch'''<u>es</u>'''
|der Damhirsch'''<u>e</u>'''
|-
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="text-align:left"|3. Fall
!style="width: 30%"|Komparativ
!Dativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|dem Damhirsch
|den Damhirsch'''<u>en</u>'''
|-
|-
|drollig
!style="text-align:left"|4. Fall
|drolliger
!Akkusativ
|am drolligsten
|den Damhirsch
|die Damhirsche'''<u>e</u>'''
|-
|-
|}
|}
Zeile 5.071: Zeile 4.885:
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - drollig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''drollig''''']]
|[[Info - Damhirsch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Damhirsch''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 5.078: Zeile 4.892:
----
----


= Info - drollig =
= Info - Damhirsch =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|}
|}
----
----
__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''drollig''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Damhirsch''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|niederländisch <abbr>nl.</abbr> drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann nl. drollig = Spaßmacher, Knirps mittelniederdeutsch ''drolle'' = Spaßmacher, lustige Figur niederdeutsch ''drollig'' = lustig
| ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird ''Dam'' zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen ''Hirsch'' oder ''Bock'' = ''Damhirsch'', ''Dambock''.
möglicherweise verwandt mit engl. ''droll ←''  
 
|- style="vertical-align:top;"
ahd. ''tamo'', ''tame'' = Wild mhd. ''dam'' → nhd. ''Dam'' (Wildart) 
+ ''Hirsch'' (männliches Tier mit Geweih)
 
''Damhirsch'' = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/drolligerweise drolligerweise],  
|Dam: [https://www.dwds.de/wb/Dambock Dambock], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damleder Damleder], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damtier Damtier], [https://www.dwds.de/wb/Damwild Damwild] ([https://www.dwds.de/wb/Damwildgehege Damwildgehege]);
Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Drolligkeit Drolligkeit]
| -
|-
|'''Rechtschreibung:'''
|Das ''a'' im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort ''Damhirsch'' fälschlich mit doppeltem ''m'' geschrieben wird (falsch: *''Dammhirsch'').
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''drollig'' gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.
|Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.


Im Unterschied zu ''lustig'' wirkt ''drollig'' oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.
Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.


Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig).
Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (''Dam'') und genauer Bestimmung (''Hirsch'').
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das ursprüngliche niederländische Wort ''drol'' ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung ''drollig'' übernommen worden. Das Morphem ''droll'' kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung ''drollig'' vor (''drolligerweise, Drolligkeit'').
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| colspan="2" |Das Morphem ''dam'' ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
|Das Morphem ''droll'' in der Wortbildung ''drollig'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|-
| colspan="2" |Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen <abbr>frz.</abbr> drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen ''drol'' bzw. ''drollig''.
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''dam'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
Zeile 5.120: Zeile 4.941:
==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/drollig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/drollig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe hier [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D01140 Adelung] (Herkunft niedersächsisch ''drullig''), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D13733 Grimm-2] (nl drullig > ndd drullig), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D02289 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=drollig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/drollig Duden-online]
[https://www.dwds.de/wb/Damhirsch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Damhirsch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D00084 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D00225 Goethe], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=D00306 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D01329 Grimm-2]), [https://www.zdl.org/?q=Damhirsch ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Damhirsch Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damhirsch Duden-online]
 
Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. [https://www.etymologiebank.nl/trefwoord/drollig Etymologiedatenbank.nl], [https://www.dbnl.org/zoek/solr/index.php?zoek=drollig&prefilter=&subform_values=&f_id=&size=10&sort=relevantie&weergave=lijst Digitale Bibliothek (DBNL)], Textbeispiele: [https://www.dbnl.org/tekst/else006lacc01_01/ Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667)], [https://www.dbnl.org/tekst/hoff049ders02_01/ Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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__INDEX__
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= Damhirsch =
=Dienstag=
__TOC__
__TOC__


==Wortherkunft==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung ''Thing''. Der germanische Gott ''Tyr'' war der Beschützer dieser Versammlung.
Der Name ''Dienstag'' geht auf das alte Wort ''thingsus'' zurück. Diese bedeutete ''Beschützer des Things''. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort ''Dienstag''.
Der Wortteil ''dien'' hat also nichts mit dem Verb ''dienen'' zu tun.
|-
|-
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|}
|Der ''Damhirsch'' ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
== Fremdsprachen ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den ''Dienstag'' vom Germanischen Gott ''Tyr'' bzw. ''thingsus'' abgeleitet. Hier einige Beispiele:
|-
|-
|
|
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto"
! Sprache
! Wochentag
! Aussprache
|-
|-
|'''Interessantes:'''
!Deutsch
|Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im [https://klexikon.zum.de/wiki/Damhirsch Kinderlexikon] interessante Bilder und Beschreibungen.
|Dienstag
Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im [https://www.zootier-lexikon.org/saeugetiere-mammalia/paarzeher/hirsche-hirschferkel-und-moschustiere-cervidae-tragulidae-moschidae/europaeischer-damhirsch-dama-dama Zootier-Lexikon.]
|[ˈdiːnstaːk]
|-
!Dänisch
|tirsdag
|[ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
|-
!Englisch
|Tuesday
|[ˈtjuːzdeɪ]
|-
!Niederländisch
|dinsdag
|[ˈdɪnz.dɑx]
|-
!Norwegisch
|tirsdag
|[ˈtiːʂdɑːɡ]
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
!Schwedisch
|Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter ''tamo'' oder ''tame''. Daraus entwickelte sich ''Dam-''.
|tisdag
 
|[ˈtiːsdaɡ]
Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. ''Hirsch'', ''Bock'' oder ''Wild''. So entstand das zusammengesetzte Wort ''Damhirsch''.
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|}
|Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama
|-
|-
|}
|}


==Hinweise zum Wort ''Damhirsch''==
==Hinweise zum Wort ''Dienstag''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
|der zweite Tag der Woche
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.''
|''Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, maskulin
|'''Wortart:''' Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural


'''Worttrennung:''' Dam-hirsch
'''Worttrennung:''' Diens-tag


'''Aussprache:''' [ˈdamˌhɪʁʃ]
'''Aussprache:''' [ˈdiːnstaːk]
|-
|-
|}
|}
Zeile 5.178: Zeile 5.025:
==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Damhirsch'' ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.
Das Grundwort ''Dienstag'' wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein ''s'' angehängt.
</div>
</div>


Zeile 5.184: Zeile 5.031:
!style="width: 14%"|
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 41%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
!style="width: 25%"|Plural (selten)
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
!Nominativ
|der Damhirsch
|der Dienstag
|die Damhirsch'''<u>e</u>'''
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
!Genitiv
|des Damhirsch'''<u>es</u>'''
|des Dienstag'''<u>s</u>''', des Dienstag'''<u>es</u>'''
|der Damhirsch'''<u>e</u>'''
|der Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
!Dativ
|dem Damhirsch
|dem Dienstag
|den Damhirsch'''<u>en</u>'''
|den Dienstag'''<u>en</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
!Akkusativ
|den Damhirsch
|den Dienstag
|die Damhirsche'''<u>e</u>'''
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
|-
|}
|}
Zeile 5.212: Zeile 5.059:
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - Damhirsch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Damhirsch''''']]
|[[Info - Dienstag| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Dienstag''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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__INDEX__


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=Info - Dienstag=
 
= Info - Damhirsch =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|}
|}
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__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Damhirsch''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Dienstag''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen → griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma → 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird ''Dam'' zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen ''Hirsch'' oder ''Bock'' = ''Damhirsch'', ''Dambock''.
|Bei den Römern hieß der Kriegsgott ''Mārs''. Danach ist auch der Planet ''Mars'' benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).


ahd. ''tamo'', ''tame'' = Wild → mhd. ''dam'' → nhd. ''Dam'' (Wildart) 
Das Wort hängt mit dem germanischen ''Thing'' zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott ''Tyr'' (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.
+ ''Hirsch'' (männliches Tier mit Geweih)


''Damhirsch'' = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“
Daraus entwickelte sich im 12. Jh. <abbr>ahd.</abbr> ziestag, <abbr>mhd.</abbr> ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name ''dingesdach, dinstag'' am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
|Dam: [https://www.dwds.de/wb/Dambock Dambock], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damleder Damleder], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damtier Damtier], [https://www.dwds.de/wb/Damwild Damwild] ([https://www.dwds.de/wb/Damwildgehege Damwildgehege]);
| -
Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
| -
| -
|-
|}
|'''Rechtschreibung:'''
|Das ''a'' im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort ''Damhirsch'' fälschlich mit doppeltem ''m'' geschrieben wird (falsch: *''Dammhirsch'').
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.


Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.
== Wochentage ==
{{Wochentage}}


Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (''Dam'') und genauer Bestimmung (''Hirsch'').
== Unikales Morphem ? ==
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dien'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
|-
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''dam'' ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|-
|Das Morphem ''dien'' in der Wortbildung ''Dienstag'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''dam'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
Zeile 5.268: Zeile 5.103:
==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/Damhirsch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Damhirsch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D00084 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D00225 Goethe], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=D00306 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D01329 Grimm-2]), [https://www.zdl.org/?q=Damhirsch ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Damhirsch Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damhirsch Duden-online]
[https://www.dwds.de/wb/Dienstag DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz][https://www.owid.de/suche/wort?wort=Dienstag OWID], [https://www.zdl.org/?q=Dienstag ZDL]
 
'''Fremdsprachen:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Dänisch], [[wikt:Tuesday|Englisch]], [https://nl.wiktionary.org/wiki/dinsdag Niederländisch], [https://no.wiktionary.org/wiki/tirsdag Norwegisch], [https://sv.wiktionary.org/wiki/tisdag Schwedisch]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


<br>
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=Dienstag=
=Duckdalbe=
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Zeile 5.287: Zeile 5.123:
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung ''Thing''. Der germanische Gott ''Tyr'' war der Beschützer dieser Versammlung.
| colspan="2" |Vermutlich stammt das Wort ''Duckdalbe'' aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb ''duiken'' = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort ''dalbe''.


Der Name ''Dienstag'' geht auf das alte Wort ''thingsus'' zurück. Diese bedeutete ''Beschützer des Things''. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort ''Dienstag''.
Die ''Duckdalbe'' ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens ''eingetaucht'' oder eingerammt ist.
 
|-
Der Wortteil ''dien'' hat also nichts mit dem Verb ''dienen'' zu tun.
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Herr Fremd|Herr Fremd]]
| colspan="2" |[[file:ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg | rechts | 320px]]Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort ''dukdalve'' zugrunde.
|-
|-
|}
|}
== Fremdsprachen ==
 
==Hinweise zum Wort ''Duckdalbe''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den ''Dienstag'' vom Germanischen Gott ''Tyr'' bzw. ''thingsus'' abgeleitet. Hier einige Beispiele:
| style="width: 55%; vertical-align:top;"|Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
|-
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg|right|x150px]]
|
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg|right|x150px]]
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto"
|- style="vertical-align:top;"
! Sprache
|'''Beispielsatz:'''
! Wochentag
|''Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.''
! Aussprache
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Wortinfo:'''
!Deutsch
|'''Wortart:''' Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben
|Dienstag
 
|[ˈdiːnstaːk]
'''Worttrennung:''' Duck-dal-be
|-
 
!Dänisch
'''Aussprache:''' [ˈdʊkˌdalbə]
|tirsdag
|[ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
|-
!Englisch
|Tuesday
|[ˈtjuːzdeɪ]
|-
!Niederländisch
|dinsdag
|[ˈdɪnz.dɑx]
|-
!Norwegisch
|tirsdag
|[ˈtiːʂdɑːɡ]
|-
!Schwedisch
|tisdag
|[ˈtiːsdaɡ]
|-
|}
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Dienstag''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|der zweite Tag der Woche
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Unterschied:'''
|''Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.''
| colspan="3" |[[file:20260304 Dalben.jpg|right|x75px]]Meist wird ein einzelner Pfahl als ''Dalbe'' und eine Pfahlgruppe als ''Duckdalbe'' bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also ''Duckdalben''. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei ''Dalben'', also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural
 
'''Worttrennung:''' Diens-tag
 
'''Aussprache:''' [ˈdiːnstaːk]
|-
|}
|}


==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Grundwort ''Dienstag'' wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein ''s'' angehängt.
In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''n'' angehängt.
</div>
</div>


Zeile 5.358: Zeile 5.161:
!style="width: 14%"|
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 41%"|Singular
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 25%"|Plural (selten)
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
!Nominativ
|der Dienstag
|die Duckdalbe
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
!Genitiv
|des Dienstag'''<u>s</u>''', des Dienstag'''<u>es</u>'''
|der Duckdalbe
|der Dienstag'''<u>e</u>'''
|der Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
!Dativ
|dem Dienstag
|der Duckdalbe
|den Dienstag'''<u>en</u>'''
|den Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
!Akkusativ
|den Dienstag
|die Duckdalbe
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
|-
|}
|}
Zeile 5.386: Zeile 5.189:
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - Dienstag| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Dienstag''''']]
|[[Info - Duckdalbe| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Duckdalbe''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
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=Info - Dienstag=
----
 
=Info - Duckdalbe=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
|}
|}
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__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Dienstag''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Duckdalbe''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Bei den Römern hieß der Kriegsgott ''Mārs''. Danach ist auch der Planet ''Mars'' benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).
|Die Herkunft des Wortes ''Duckdalbe'' ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
 
|-
Das Wort hängt mit dem germanischen ''Thing'' zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott ''Tyr'' (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.
|
 
|
Daraus entwickelte sich im 12. Jh. <abbr>ahd.</abbr> ziestag, <abbr>mhd.</abbr> ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name ''dingesdach, dinstag'' am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.
# Das Wort ''Duckdalbe'' stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten '''''duiken''''' = (ein)tauchen  und '''''dalbe''''' = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die ''Duckdalbe'' ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
# Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch [https://de.wikipedia.org/wiki/Fernando_%C3%81lvarez_de_Toledo,_Herzog_von_Alba#Statthalter_der_Niederlande '''Duque de Alba''']) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand ([https://de.wikipedia.org/wiki/Reformatorischer_Bildersturm#Niederlande Bildersturm]) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben ''duque de Alba.'' Auch in Dänemark ist die Bezeichnung ''duc d’albe'' geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
# Als '''eher unwahrscheinlich''' gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben ''(an)docken'' = etwas fest verbinden oder ''ducken'' = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch ''dalle/dallen'' = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
| -
|Zum Bestandteil ''dalbe'' gibt es mehrere Wortbildungen:
 
[https://www.dwds.de/wb/Anlegedalbe Anlegedalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Eisbrecherdalbe Eisbrecherdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/F%C3%BChrungsdalbe Führungsdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leitdalbe Leitdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leuchtfeuerdalbe Leuchtfeuerdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Schutzdalbe Schutzdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Streichdalbe Streichdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Vert%C3%A4uungsdalbe Vertäuungsdalbe]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Interessantes:'''
| -
|Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe '''Dalbe'''].
|}
|}


== Wochentage ==
==Sprachvergleich==
{{Wochentage}}
In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff ''Duckdalbe'' vom niederländischen ''dukdalve'' abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff ''Dalbe'' bezeichnet.
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto;"
!style="width: 25%; |Sprache
!style="width: 25%; |Dalbe
!style="width: 35%; |Duckdalbe
!style="width: 15%; |Quellen
|-
|Deutsch
|Dalbe
|Duckdalbe
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia]
|-
|Niederländisch
|dalf
|dukdalf / dukdalve
|[https://nl.wikipedia.org/wiki/Dukdalf Wikipedia]
|-
|Norwegisch
|dalbe / pæle
|dykdalb
|[https://no.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|-
|Dänisch
|dalbe
|dukdalbe / duc d’albe
|[https://da.wikipedia.org/wiki/Duc_d%27albe Wikipedia]
|-
|Schwedisch
| colspan="2" style="text-align:center"|dykdalb
|[https://sv.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|-
|Englisch
| colspan="2" style="text-align:center" |dolphin
|[[wikipedia:Dolphin_(structure)|Wikipedia]]
|-
|Französisch
| colspan="2" style="text-align:center" |duc-d’Albe
|[https://fr.wikipedia.org/wiki/Duc-d%27Albe Wikipedia]
|-
|Spanisch
| colspan="2" style="text-align:center" |duque de Alba
|[https://es.wikipedia.org/wiki/Duque_de_Alba_(obra_mar%C3%ADtima) Wikipedia]
|}


== Unikales Morphem ? ==
==Unikales Morphem ?==
Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ''ducken''.
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dien'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
| colspan="2" |Das Morphem ''duck'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung ''Duckdalbe''.
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| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''dien'' in der Wortbildung ''Dienstag'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|Das Morphem ''duck'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
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| colspan="2" |Das Morphem ''dalbe'' kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
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|}
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''dalbe'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
[[#top | Seitenanfang]]<br>


==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==
'''Etymologie und Rechtschreibung:''' [https://www.dwds.de/wb/Duckdalbe DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Duckdalbe OWID], [https://www.zdl.org/?q=Duckdalbe ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Duckdalbe Duden-online]


[https://www.dwds.de/wb/Dienstag DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Wiktionary],  [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz][https://www.owid.de/suche/wort?wort=Dienstag OWID],  [https://www.zdl.org/?q=Dienstag ZDL]
Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]).
 
'''Landkarte:''' Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]) mit Hilfe von [https://chatgpt.com/ ChatGPT] erstellt.


'''Fremdsprachen:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Dänisch], [[wikt:Tuesday|Englisch]], [https://nl.wiktionary.org/wiki/dinsdag Niederländisch], [https://no.wiktionary.org/wiki/tirsdag Norwegisch], [https://sv.wiktionary.org/wiki/tisdag Schwedisch]
Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia] und [http://www.elbetreff.de/Elbearchiv/elbe/flussbauwerke/f_flussbauwerke.htm elbetreff.de] (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


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|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
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{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=Duckdalbe=
=dunnemals=
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{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| colspan="2" |Vermutlich stammt das Wort ''Duckdalbe'' aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb ''duiken'' = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort ''dalbe''.
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet ''dunn'' so viel wie ''dann'' oder ''damals''.


Die ''Duckdalbe'' ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens ''eingetaucht'' oder eingerammt ist.
Das Wort ''dunnemals'' ist eine Verkürzung von ''anno dunnemals''.
|-
Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: ''damals, vor langer Zeit''.
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Herr Fremd|Herr Fremd]]
| colspan="2" |[[file:ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg | rechts | 320px]]Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort ''dukdalve'' zugrunde.
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|}
|}


==Hinweise zum Wort ''Duckdalbe''==
==Hinweise zum Wort ''dunnemals''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 55%; vertical-align:top;"|Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
|damals
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg|right|x150px]]
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg|right|x150px]]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.''
|''Dunnemals gab es noch eine Volksschule.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben
|'''Wortart:''' Adverb


'''Worttrennung:''' Duck-dal-be
'''Worttrennung:''' dun-ne-mals


'''Aussprache:''' [ˈdʊkˌdalbə]
'''Aussprache:''' [ˈdʊnəmaːls]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Unterschied:'''
| colspan="3" |[[file:20260304 Dalben.jpg|right|x75px]]Meist wird ein einzelner Pfahl als ''Dalbe'' und eine Pfahlgruppe als ''Duckdalbe'' bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also ''Duckdalben''. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei ''Dalben'', also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.
|}
|}


==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''n'' angehängt.
Das Wort ''dunnemals'' ist ein '''Adverb'''
Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.
</div>
</div>


{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
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!style="width: 14%"|
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!style="width: 33%"|Singular
|[[Info - dunnemals| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''dunnemals''''']]
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|die Duckdalbe
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|der Duckdalbe
|der Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|der Duckdalbe
|den Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|die Duckdalbe
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
|}
 
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|[[Info - Duckdalbe| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Duckdalbe''''']]
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|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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= Info - dunnemals =


=Info - Duckdalbe=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|}
|}
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__TOC__
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==Weiterführende Informationen zum Wort ''Duckdalbe''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''dunnemals''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Die Herkunft des Wortes ''Duckdalbe'' ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
|19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen ''dunn'' = dann, damals.
|-
 
|
Es entwickelte sich aus der Redewendung ''anno dunnemals''.
|
# Das Wort ''Duckdalbe'' stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten '''''duiken''''' = (ein)tauchen  und '''''dalbe''''' = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die ''Duckdalbe'' ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
# Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch [https://de.wikipedia.org/wiki/Fernando_%C3%81lvarez_de_Toledo,_Herzog_von_Alba#Statthalter_der_Niederlande '''Duque de Alba''']) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand ([https://de.wikipedia.org/wiki/Reformatorischer_Bildersturm#Niederlande Bildersturm]) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben ''duque de Alba.''  Auch in Dänemark ist die Bezeichnung ''duc d’albe'' geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
# Als '''eher unwahrscheinlich''' gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben ''(an)docken'' = etwas fest verbinden oder ''ducken'' = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch ''dalle/dallen'' = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
|Zum Bestandteil ''dalbe'' gibt es mehrere Wortbildungen:
| -
 
|- style="vertical-align:top;"
[https://www.dwds.de/wb/Anlegedalbe Anlegedalbe], 
|'''Ableitungen:'''
[https://www.dwds.de/wb/Eisbrecherdalbe Eisbrecherdalbe], 
| -
[https://www.dwds.de/wb/F%C3%BChrungsdalbe Führungsdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leitdalbe Leitdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leuchtfeuerdalbe Leuchtfeuerdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Schutzdalbe Schutzdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Streichdalbe Streichdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Vert%C3%A4uungsdalbe Vertäuungsdalbe]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|'''Interessantes:'''
|Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe '''Dalbe'''].
|Das lateinische Wort ''anno'' bedeutet ''im Jahre''. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.
 
Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für ''vor langer Zeit'':
 
*''anno dazumal'' - damals, vor langer Zeit
*''anno dunnemals'' - damals
*''anno Tobak'' - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort ''Tabak'' stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel ''Tobago'', die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich ''Tobak'' und hieraus unser heutiges Wort ''Tabak'' entwickelt.)
*''anno pief'' - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
*''anno Tuck'' - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
*''anno Leipzig-einundleipzig'' - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 ([https://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig#Trivia/Redewendung mehr])
|}
|}


==Sprachvergleich==
==Unikales Morphem ?==
In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff ''Duckdalbe'' vom niederländischen ''dukdalve'' abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff ''Dalbe'' bezeichnet.
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dunn(e)'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
!style="width: 25%; |Sprache
!style="width: 25%; |Dalbe
!style="width: 35%; |Duckdalbe
!style="width: 15%; |Quellen
|-
|-
|Deutsch
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Dalbe
|Das Morphem ''dunn(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|Duckdalbe
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia]
|-
|-
|Niederländisch
|}
|dalf
 
|dukdalf / dukdalve
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|[https://nl.wikipedia.org/wiki/Dukdalf Wikipedia]
 
|-
==Belege/Quellen==
|Norwegisch
 
|dalbe / pæle
[https://www.dwds.de/wb/dunnemals DWDS], 
|dykdalb
[https://de.wiktionary.org/wiki/dunnemals Wiktionary]
|[https://no.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
[https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz], 
[https://www.zdl.org/?q=dunnemals ZDL]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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=Eberesche=
__TOC__
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| Der erste Teil des Wortes (''eber'') hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort ''eburo'' bedeutete ''rötlich braun''.
Die Blätter der ''Eberesche'' ähneln den Blättern einer ''Esche.'' Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.
|-
|-
|Dänisch
|
|dalbe
|Die rohen Beeren der ''Eberesche'' sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.
|dukdalbe / duc d’albe
Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch ''Vogelbeere'' genannt.
|[https://da.wikipedia.org/wiki/Duc_d%27albe Wikipedia]
|-
|-
|Schwedisch
|
| colspan="2" style="text-align:center"|dykdalb
|Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen.  Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der  Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
|[https://sv.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|-
|-
|Englisch
|
| colspan="2" style="text-align:center" |dolphin
|
|[[wikipedia:Dolphin_(structure)|Wikipedia]]
<gallery mode="nolines" perrow="4" widths="200px">
file:20260212_Vogelbeere_allee.jpg|Eberesche Baum-Allee
file:20260212_Werne-12-07-08_126a.jpg|Eberesche Blatt, Früchte
file:20260212_Fraxinus-excelsior-male-leaves.jpg|Esche Blatt
file:20260212_20121021Esche_Hockenheim.jpg|Esche im Herbst
</gallery>
|-
|-
|Französisch
|
| colspan="2" style="text-align:center" |duc-d’Albe
|Wenn du mehr über die ''Eberesche'' wissen möchtest, dann findest du auf der [[Info - Eberesche| Infoseite]] weitere Hinweise.
|[https://fr.wikipedia.org/wiki/Duc-d%27Albe Wikipedia]
|-
|}
 
== Hinweise zum Wort ''Eberesche'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Eber-esche
 
'''Aussprache:''' [ˈeːbɐˌʔɛʃə]
|-
|-
|Spanisch
| colspan="2" style="text-align:center" |duque de Alba
|[https://es.wikipedia.org/wiki/Duque_de_Alba_(obra_mar%C3%ADtima) Wikipedia]
|}
|}
 
==Wortformen==
==Unikales Morphem ?==
<div style="font-size:1.2em"> In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) ''e'' und für die Mehrzahl (Plural) ''en'':</div>
Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ''ducken''.
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
!style="width: 14%"|
| colspan="2" |Das Morphem ''duck'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung ''Duckdalbe''.
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
|Das Morphem ''duck'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
!style="width: 20%"|Nominativ
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''dalbe'' kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
|der Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
!style="text-align:left"|3. Fall
|Das Morphem ''dalbe'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
!Dativ
|}
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
 
|den Eberesch'''<u>en</u>'''
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|-
 
!style="text-align:left"|4. Fall
==Belege/Quellen==
!Akkusativ
'''Etymologie und Rechtschreibung:''' [https://www.dwds.de/wb/Duckdalbe DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Duckdalbe OWID], [https://www.zdl.org/?q=Duckdalbe ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Duckdalbe Duden-online]
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
 
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]).
|-
 
|}
'''Landkarte:''' Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]) mit Hilfe von [https://chatgpt.com/ ChatGPT] erstellt.
 
Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia] und [http://www.elbetreff.de/Elbearchiv/elbe/flussbauwerke/f_flussbauwerke.htm elbetreff.de] (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
| [[Info - Eberesche|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eberesche''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


=Info - Eberesche=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|}
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=dunnemals=
__TOC__


==Wortherkunft==
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eberesche'' ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet ''dunn'' so viel wie ''dann'' oder ''damals''.
| ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; <abbr>ahd.</abbr> asc, <abbr>mhd.</abbr> asch = Esche; <abbr>frühnhd.</abbr> eberboum, eberasch, hd. Eberesche
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -


Das Wort ''dunnemals'' ist eine Verkürzung von ''anno dunnemals''. 
|-style="vertical-align:top;"
Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: ''damals, vor langer Zeit''.
|'''Interessantes:'''
| Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:[https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/eberesche Botanikus], [https://www.oekolandbau.de/umwelt-und-gesellschaft/biodiversitaet/vielfalt-der-wildtiere-und-pflanzen/wir-stellen-vor-die-wildpflanze-des-monats/pflanze-des-monats-januar-2022-eberesche/ Ökolandbau], [https://nabu-leverkusen.de/natur-in-leverkusen/pflanzen/baeume/eberesche/ NABU]
|-
|-
|
|Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum ''Baum des Jahres''. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: [https://www.sdw.de/fileadmin/Bundesverband/01_Dateien/Baum_des_Jahres/1997_Baum_des_Jahres_Eberesche.pdf Baum des Jahres 1997: die Eberesche].
|}
|}


==Hinweise zum Wort ''dunnemals''==
== Unikales Morphem ? ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| colspan="2" | Das Morphem ''eber'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit ''Esche'' vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem ''Eber'' (= männliches Schwein, ahd. ebur, <abbr>mhd.</abbr> eber) besteht nicht.
|damals
|-
|- style="vertical-align:top;"
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|'''Beispielsatz:'''
|Das Morphem ''eber'' ist in dieser Bedeutung <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|''Dunnemals gab es noch eine Volksschule.''
|-
|- style="vertical-align:top;"
|}
|'''Wortinfo:'''
 
|'''Wortart:''' Adverb
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==


'''Worttrennung:''' dun-ne-mals
[https://www.dwds.de/wb/Eberesche DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Eberesche Wiktionary], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eberesche OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eberesche ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eberesche Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eberesche wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eberesche Wortbedeutung.info]


'''Aussprache:''' [ˈdʊnəmaːls]
'''Abbildungen:''' Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelbeere Eberesche]: 1 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4407020 Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2], 1 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28748507 Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0], Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Esche Esche]: 2 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22300978 Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0],  2 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=232790 CC BY-SA 3.0]
|-
|}


==Wortformen==
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''dunnemals'' ist ein '''Adverb'''. 
Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.
</div>


</br>
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - dunnemals| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''dunnemals''''']]
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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= Info - dunnemals =


{| style="width: 100%; text-align:center;"
=Eierschecke=
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|}
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__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''dunnemals''==
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen ''dunn'' = dann, damals.
| Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.
 
|-
Es entwickelte sich aus der Redewendung ''anno dunnemals''.
|
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Wortbildungen:'''
|}
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das lateinische Wort ''anno'' bedeutet ''im Jahre''. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.


Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für ''vor langer Zeit'':
== Hinweise zum Wort ''Eierschecke'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Ei-er-sche-cke


*''anno dazumal'' - damals, vor langer Zeit
'''Aussprache:''' [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]
*''anno dunnemals'' - damals
|-
*''anno Tobak'' - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort ''Tabak'' stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel ''Tobago'', die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich ''Tobak'' und hieraus unser heutiges Wort ''Tabak'' entwickelt.)
*''anno pief'' - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
*''anno Tuck'' - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
*''anno Leipzig-einundleipzig'' - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 ([https://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig#Trivia/Redewendung mehr])
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
== Wortformen ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort ''Eierschecke'' und in der Mehrzahl (Plural) ''Eierschecken'' verwendet.</div>
| colspan="2" |Das Morphem ''dunn(e)'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 14%" |
! style="width: 20%" |
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
|Das Morphem ''dunn(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
! style="width: 20%" |Nominativ
|die Eierschecke
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
|-
|}
! style="text-align:left" |2. Fall
 
!Genitiv
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|der Eierschecke
 
|der Eierschecke'''<u>n</u>'''
==Belege/Quellen==
|-
 
! style="text-align:left" |3. Fall
[https://www.dwds.de/wb/dunnemals DWDS], 
!Dativ
[https://de.wiktionary.org/wiki/dunnemals Wiktionary], 
|der Eierschecke
[https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz], 
|den Eierschecke'''<u>n</u>'''
[https://www.zdl.org/?q=dunnemals ZDL]
|-
 
! style="text-align:left" |4. Fall
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
!Akkusativ
|die Eierschecke
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
|}


<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
| '''[[Info - Eierschecke|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eierschecke'']]'''
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


= Info - Eierschecke =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|}
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=Eberesche=
 
__TOC__
__TOC__
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eierschecke'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| '''Schecke:''' ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - ''eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde'' (sh. [[Eierschecke#Belege/Quellen|Quelle]]). Eierschecke: Im 14. Jh. war ''Schecke'' die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Quelle]).
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -


== Wortherkunft ==
|-style="vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|'''Interessantes:'''
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| Kochrezepte (nicht werbefrei): [https://eierschecken.de/ Die Eierschecke], [https://www.ddr-rezepte.de/suess/dresdner-eierschecke/ Dresdener Eierschecke], [https://de.wikibooks.org/wiki/Kochbuch/_Freiberger_Eierschecke Freiberger Eierschecke],
| Der erste Teil des Wortes (''eber'') hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort ''eburo'' bedeutete ''rötlich braun''.
|}
Die Blätter der ''Eberesche'' ähneln den Blättern einer ''Esche.'' Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''scheck(e)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|-
|-
|
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Die rohen Beeren der ''Eberesche'' sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.
|Das Morphem ''scheck(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch ''Vogelbeere'' genannt.
|-
|-
|
|}
|Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen. Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der  Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
 
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
 
[https://www.dwds.de/wb/Eierschecke DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eierschecke OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eierschecke ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eierschecke Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eierschecke wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eierschecke Wortbedeutung.info]
 
'''Entstehung:''' [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Wikipedia], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=S00990 Mittelhochdeutsches Wörterbuch] (BMZ), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Lexer&lemid=S01227#0 Mittelhochdeutsches Handwörterbuch] (Lexer),
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
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=Elfenbein=
__TOC__
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus dem althochdeutschen Wort für ''helfant'' (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort ''helfenbein''. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das ''helfenbein'' war also ein ''Knochen des Elefanten''.
|-
|-
|
|
|
<gallery mode="nolines" perrow="4" widths="200px">
file:20260212_Vogelbeere_allee.jpg|Eberesche Baum-Allee
file:20260212_Werne-12-07-08_126a.jpg|Eberesche Blatt, Früchte
file:20260212_Fraxinus-excelsior-male-leaves.jpg|Esche Blatt
file:20260212_20121021Esche_Hockenheim.jpg|Esche im Herbst
</gallery>
|-
|
|Wenn du mehr über die ''Eberesche'' wissen möchtest, dann findest du auf der [[Info - Eberesche| Infoseite]] weitere Hinweise.
|-
|-
|}
|}


== Hinweise zum Wort ''Eberesche'' ==
== Hinweise zum Wort ''Elfenbein'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
| Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
|-style="vertical-align:top;"
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.''
| ''Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.''
|-style="vertical-align:top;"
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Eber-esche
'''Worttrennung:''' El-fen-bein


'''Aussprache:''' [ˈeːbɐˌʔɛʃə]
'''Aussprache:''' [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]
|-
|-
|}
|}
==Wortformen==
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) ''e'' und für die Mehrzahl (Plural) ''en'':</div>
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Elfenbein'' verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''n'' ergänzt.:</div>
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
!style="width: 14%"|
! style="width: 12%" |
!style="width: 20%"|
! style="width: 15%" |
!style="width: 33%"|Singular
! style="width: 40%" |Singular
!style="width: 33%"|Plural
! style="width: 33%" |Plural
|-
|-
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
!style="width: 20%"|Nominativ
! style="width: 20%" |Nominativ
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
|das Elfenbein
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
|die Elfenbein'''e'''
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
!Genitiv
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
|des Elfenbein'''s''', des Elfenbein'''es'''
|der Eberesch'''<u>en</u>'''
|der Elfenbein'''e'''
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
!Dativ
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
|dem Elfenbein, dem Elfenbein'''e'''
|den Eberesch'''<u>en</u>'''
|den Elfenbein'''en'''
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
!Akkusativ
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
|das Elfenbein
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
|die Elfenbein'''e'''
|-
|-
|}
|}


</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| [[Info - Eberesche|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eberesche''''']]
| '''[[Info - Elfenbein|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Elfenbein'']]'''
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


=Info - Eberesche=
= Info - Elfenbein =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|}
|}
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----
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Elfenbein'' ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Entstehung:'''
| '''Elefant:''' griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch ''elfenbein'' (in Angleichung an  griech. und lat. ohne ''h'')
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Wortbildungen:'''
[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Elfenbein]:
|'''Adjektive:''' [https://www.dwds.de/wb/elfenbeinartig?o=Elfenbeinartig elfenbeinartig], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinern elfenbeinern], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinfarben elfenbeinfarben]
'''Nomen:''' [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinarbeit Elfenbeinarbeit], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinbüste Elfenbeinbüste], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinexport Elfenbeinexport], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfächer Elfenbeinfächer], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfarbe Elfenbeinfarbe], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinfigur Elfenbeinfigur], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeingegenstand Elfenbeingegenstand], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeingriff Elfenbeingriff], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhandel Elfenbeinhandel], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhändler Elfenbeinhändler], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinimitation Elfenbeinimitation], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinjäger Elfenbeinjäger], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkamm Elfenbeinkamm], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkästchen Elfenbeinkästchen], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinknopf Elfenbeinknopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkopf Elfenbeinkopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkugel Elfenbeinkugel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinlöffel Elfenbeinlöffel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinpalast Elfenbeinpalast], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinporzellan Elfenbeinporzellan], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinschnitzerei Elfenbeinschnitzerei],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinthron Elfenbeinthron], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Redensart), [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] , [https://de.wiktionary.org/wiki/Mammutelfenbein Mammutelfenbein], ...
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Namen:'''
|Länder: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeink%C3%BCste Elfenbeinküste] (Land in Afrika)
Pflanzen: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Mannstreu Elfenbein-Mannstreu] (Pflanze), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-R%C3%B6hrling Elfenbeinröhrling] (Pilzart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Schneckling Elfenbeinschneckling] (Pilzart),


== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eberesche'' ==
Tiere: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Federlibelle Elfenbein-Federlibelle] (Libellenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Flechtenb%C3%A4rchen Elfenbein-Flechtenbärchen] (Schmetterling), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinm%C3%B6we Elfenbeinmöwe] (Mövenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinspecht Elfenbeinspecht] (Vogelart), ...
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''sonstiges:'''
| ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; <abbr>ahd.</abbr> asc, <abbr>mhd.</abbr> asch = Esche; <abbr>frühnhd.</abbr> eberboum, eberasch, hd. Eberesche
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Metapher), Elfenbeinmuseum in [https://www.schloesser-hessen.de/de/schloss-erbach/elfenbeinmuseum Schloss Erbach]
|-style="vertical-align:top;"
|-
|'''Wortbildungen:'''
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Ableitungen:'''
| -
| -
|-style="vertical-align:top;"
|-  
|'''Ableitungen:'''
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Interessantes:'''
| -
| Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon ([https://klexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://klexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]) und im Mini-Klexikon ([https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe [https://www.kika.de/loewenzahn/videos/suedafrika-elefanten-zwei-100 Löwenzahn].
 
|-style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
| Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:[https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/eberesche Botanikus], [https://www.oekolandbau.de/umwelt-und-gesellschaft/biodiversitaet/vielfalt-der-wildtiere-und-pflanzen/wir-stellen-vor-die-wildpflanze-des-monats/pflanze-des-monats-januar-2022-eberesche/ Ökolandbau], [https://nabu-leverkusen.de/natur-in-leverkusen/pflanzen/baeume/eberesche/ NABU]  
|-
|
|Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum ''Baum des Jahres''. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: [https://www.sdw.de/fileadmin/Bundesverband/01_Dateien/Baum_des_Jahres/1997_Baum_des_Jahres_Eberesche.pdf Baum des Jahres 1997: die Eberesche].
|}
|}


== Unikales Morphem ? ==
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''eber'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit ''Esche'' vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem ''Eber'' (= männliches Schwein, ahd. ebur, <abbr>mhd.</abbr> eber) besteht nicht.
| colspan="2" | Das Morphem ''elfen'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen ''bein'' bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort ''elf'' oder ''den'' ''Elfen'' (Fabelwesen) gibt es nicht.
|-
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''eber'' ist in dieser Bedeutung <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|Das Morphem ''elfen'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
Zeile 5.865: Zeile 5.777:
== Belege/Quellen ==
== Belege/Quellen ==


[https://www.dwds.de/wb/Eberesche DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Eberesche Wiktionary], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eberesche OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eberesche ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eberesche Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eberesche wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eberesche Wortbedeutung.info]
[https://www.dwds.de/wb/Elfenbein DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01152 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01616 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E03854 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Elfenbein OWID], [https://www.zdl.org/?q=Elfenbein ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Elfenbein Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Elfenbein wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Elfenbein Wortbedeutung.info]
 
'''Abbildungen:''' Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelbeere Eberesche]: 1 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4407020 Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2], 1 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28748507 Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0], Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Esche Esche]: 2 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22300978 Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0], 2 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=232790 CC BY-SA 3.0]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=emsig=
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:emsig}}</nowiki>


=Eierschecke=
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__TOC__
__TOC__
== Wortherkunft ==
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.
| Aus dem alten Adjektiv ''emiʒ'' (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -''ig'', zunächst ''emiʒʒig'', später  ''emʒic''. in der Bedeutung ''häufig, eifrig''.
|-
|-
|
| Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.
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|-
|}
|}
 
== Hinweise zum Wort ''emsig'' ==
== Hinweise zum Wort ''Eierschecke'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
| ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
|-style="vertical-align:top;"
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
| ''Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.''
| ''Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.''
|-style="vertical-align:top;"
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
| '''Wortart:''' Adjektiv
'''Worttrennung:''' Ei-er-sche-cke
'''Worttrennung:''' em-sig


'''Aussprache:''' [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]
'''Aussprache:''' [ˈɛmzɪç]
|-
|-
|}
|}
== Wortformen ==
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort ''Eierschecke'' und in der Mehrzahl (Plural) ''Eierschecken'' verwendet.</div>
<div style="font-size:1.2em"> Das Adjektiv ''emsig'' wird regelhaft gesteigert.:</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 14%" |
! style="width: 30%" |Grundstufe (Positiv)
! style="width: 20%" |
! style="width: 30%" |Vergleichsstufe (Komparativ)
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 40%" |Höchststufe (Superlativ)
! style="width: 33%" |Plural
|-
|-
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
|emsig
! style="width: 20%" |Nominativ
|emsiger
|die Eierschecke
|am emsigsten
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
|}
!Genitiv
 
|der Eierschecke
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|der Eierschecke'''<u>n</u>'''
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|-
| '''[[Info - emsig|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''emsig'']]'''
! style="text-align:left" |3. Fall
|}
!Dativ
|der Eierschecke
|den Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|die Eierschecke
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
|}
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| '''[[Info - Eierschecke|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eierschecke'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


= Info - Eierschecke =
= Info - emsig =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|}
|}
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__TOC__
__TOC__
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eierschecke'' ==
== Weiterführende Informationen zum Wort ''emsig'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| '''Schecke:''' ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - ''eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde'' (sh. [[Eierschecke#Belege/Quellen|Quelle]]). Eierschecke: Im 14. Jh. war ''Schecke'' die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Quelle]).
| <abbr>ahd.</abbr> emiʒʒīg, emeʒʒīg, <abbr>mhd.</abbr> emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
|-style="vertical-align:top;"
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
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|-style="vertical-align:top;"
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
| -
| Emsigkeit
 
|-style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
| Kochrezepte (nicht werbefrei): [https://eierschecken.de/ Die Eierschecke], [https://www.ddr-rezepte.de/suess/dresdner-eierschecke/ Dresdener Eierschecke], [https://de.wikibooks.org/wiki/Kochbuch/_Freiberger_Eierschecke Freiberger Eierschecke],
|}
|}


== Unikales Morphem ? ==
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''scheck(e)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
| colspan="2" | Das Morphem ''ems'' im Adjektiv ''emsig'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= ''Emsigkeit''). Die Grundlage ist die Wortbildung ''ems + ig''. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
|-
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''scheck(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|Das Morphem ''ems'' ist daher in dieser Bedeutung<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
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|-
|}
|}
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[[#top | Seitenanfang]]</br>
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
== Belege/Quellen ==
 
[https://www.dwds.de/wb/emsig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/emsig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01209 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01890 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04194 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=emsig OWID], [https://www.zdl.org/?q=emsig ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/emsig Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=emsig wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/emsig Wortbedeutung.info]
[https://www.dwds.de/wb/Eierschecke DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eierschecke OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eierschecke ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eierschecke Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eierschecke wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eierschecke Wortbedeutung.info]
 
'''Entstehung:''' [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Wikipedia], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=S00990 Mittelhochdeutsches Wörterbuch] (BMZ), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Lexer&lemid=S01227#0 Mittelhochdeutsches Handwörterbuch] (Lexer),


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 5.997: Zeile 5.880:


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=Elfenbein=
=Engerling=
__TOC__
__TOC__
 
==Wortherkunft==
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus dem althochdeutschen Wort für ''helfant'' (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort ''helfenbein''. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das ''helfenbein'' war also ein ''Knochen des Elefanten''.
|Aus dem althochdeutschen Wort ''angar'' = ''Made, Larve'' wurde später ''enger'' und dann die Verkleinerungsform ''Engerling''.
|-
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Engerling''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Der ''Engerling'' ist die Larve eines Maikäfert
|
|
|-
|- style="vertical-align:top;"
|}
 
== Hinweise zum Wort ''Elfenbein'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.''
|''Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.''
|-style="vertical-align:top;"
|-  
|'''Wortinfo:'''
| style="vertical-align:top;"|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
|'''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' El-fen-bein
'''Worttrennung:''' En-ger-ling, En-ger-lin-ge


'''Aussprache:''' [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]
'''Aussprache:''' [ˈɛŋɐlɪŋ]
|
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
| style="vertical-align:top;"|Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im [https://klexikon.zum.de/wiki/Maik%C3%A4fer Klexikon]. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
| rowspan="2" style="width:15%; vertical-align:top" |[[file:20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG|right|150px]]
|-
|Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.
|-
|-
|}
|}
== Wortformen ==
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Elfenbein'' verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''n'' ergänzt.:</div>
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Engerling'' verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''s'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein ''n'' ergänzt.:</div>
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 12%" |
! style="width: 14%" |
! style="width: 15%" |
! style="width: 20%" |
! style="width: 40%" |Singular
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
! style="width: 33%" |Plural
|-
|-
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
! style="width: 20%" |Nominativ
! style="width: 20%" |Nominativ
|das Elfenbein
|der Engerling
|die Elfenbein'''e'''
|die Engerling'''<u>e</u>'''
|-
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
!Genitiv
|des Elfenbein'''s''', des Elfenbein'''es'''
|des Engerling'''<u>s</u>'''
|der Elfenbein'''e'''
|der Engerling'''<u>e</u>'''
|-
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
!Dativ
|dem Elfenbein, dem Elfenbein'''e'''
|dem Engerling
|den Elfenbein'''en'''
|den Engerling'''<u>en</u>'''
|-
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
!Akkusativ
|das Elfenbein
|den Engerling
|die Elfenbein'''e'''
|die Engerling'''<u>e</u>'''
|-
|-
|}
|}
 
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| '''[[Info - Elfenbein|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Elfenbein'']]'''
| [[Info - Engerling|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Engerling''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


= Info - Elfenbein =
= Info - Engerling =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|}
|}
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----
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Elfenbein'' ==
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Engerling''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|<abbr>ie.</abbr> *angu̯(h)- = Schlange, <abbr>ahd.</abbr> angar, <abbr>mhd.</abbr> anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; <abbr>ahd.</abbr> engiring, engirling, <abbr>mhd.</abbr> engerlinc.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Scarabaeoidea], also auch die Larven [https://de.wikipedia.org/wiki/Blatthornk%C3%A4fer Blatthornkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Erdk%C3%A4fer Erdkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hirschk%C3%A4fer Hirschkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Mistk%C3%A4fer Mistkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenk%C3%A4fer Rosenkäfer] und weltweit über 35.000 weitere Arten. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Quelle]).
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''enger'' kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als ''Engerling'' ist nicht verwandt mit dem Adjektiv ''eng''.
|-
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Entstehung:'''
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| '''Elefant:''' griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch ''elfenbein'' (in Angleichung an  griech. und lat. ohne ''h'')
|Das Morphem ''enger'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Wortbildungen:'''
|}
[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Elfenbein]:
|'''Adjektive:''' [https://www.dwds.de/wb/elfenbeinartig?o=Elfenbeinartig elfenbeinartig], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinern elfenbeinern], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinfarben elfenbeinfarben]
'''Nomen:''' [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinarbeit Elfenbeinarbeit], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinbüste Elfenbeinbüste], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinexport Elfenbeinexport], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfächer Elfenbeinfächer], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfarbe Elfenbeinfarbe], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinfigur Elfenbeinfigur], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeingegenstand Elfenbeingegenstand], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeingriff Elfenbeingriff], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhandel Elfenbeinhandel], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhändler Elfenbeinhändler], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinimitation Elfenbeinimitation], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinjäger Elfenbeinjäger], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkamm Elfenbeinkamm], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkästchen Elfenbeinkästchen], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinknopf Elfenbeinknopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkopf Elfenbeinkopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkugel Elfenbeinkugel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinlöffel Elfenbeinlöffel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinpalast Elfenbeinpalast], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinporzellan Elfenbeinporzellan], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinschnitzerei Elfenbeinschnitzerei],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinthron Elfenbeinthron], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Redensart), [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] , [https://de.wiktionary.org/wiki/Mammutelfenbein Mammutelfenbein], ...
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Namen:'''
|Länder: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeink%C3%BCste Elfenbeinküste] (Land in Afrika)
Pflanzen: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Mannstreu Elfenbein-Mannstreu] (Pflanze), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-R%C3%B6hrling Elfenbeinröhrling] (Pilzart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Schneckling Elfenbeinschneckling] (Pilzart),


Tiere: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Federlibelle Elfenbein-Federlibelle] (Libellenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Flechtenb%C3%A4rchen Elfenbein-Flechtenbärchen] (Schmetterling), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinm%C3%B6we Elfenbeinmöwe] (Mövenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinspecht Elfenbeinspecht] (Vogelart), ...
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|-
==Belege/Quellen==
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''sonstiges:'''
[https://www.dwds.de/wb/Engerling DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Engerling Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01252 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04446 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/184464 OWID], [https://www.zdl.org/?q=Engerling ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Engerling Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Engerling wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Engerling/ Wortbedeutung.info]
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Metapher), Elfenbeinmuseum in [https://www.schloesser-hessen.de/de/schloss-erbach/elfenbeinmuseum Schloss Erbach]
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Ableitungen:'''
| -
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Interessantes:'''
| Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon ([https://klexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://klexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]) und im Mini-Klexikon ([https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe [https://www.kika.de/loewenzahn/videos/suedafrika-elefanten-zwei-100 Löwenzahn].
|}
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''elfen'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen ''bein'' bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort ''elf'' oder ''den'' ''Elfen'' (Fabelwesen) gibt es nicht.
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''elfen'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
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|}
 
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
 
[https://www.dwds.de/wb/Elfenbein DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01152 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01616 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E03854 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Elfenbein OWID], [https://www.zdl.org/?q=Elfenbein ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Elfenbein Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Elfenbein wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Elfenbein Wortbedeutung.info]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=emsig=
=entbehren=
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:emsig}}</nowiki>
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:entbehren}}</nowiki>
 
entbehrlich, Entbehrung <nowiki>#REDIRECT [[entbehren]]</nowiki>
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__TOC__
__TOC__
== Wortherkunft ==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus dem alten Adjektiv ''emiʒ'' (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -''ig'', zunächst ''emiʒʒig'', später  ''emʒic''. in der Bedeutung ''häufig, eifrig''.
| Das mittelhochdeutsche Verb ''enbern'' ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs ''beran, bern = tragen.'' Die erste Silbe ''en'' ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also ''etwas'' ''nicht tragen'' oder ''etwas nicht bei sich tragen.'' Das, was man ''nicht bei sich tragen'' kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus ''enbern = nicht tragen'' die Bedeutung ''ermangeln'' und ''vermissen'' entwickelt.
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das untergegangene Verb ''beran'' (''bern'') ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
|-
|-
| Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.
|
*'''''gebären''''', mittelhochdeutsch ''gebern'' = ''zu Ende '''getragen''''', dazu gehört auch das Nomen ''[https://klexikon.zum.de/wiki/Geburt Geburt]''
*'''''Eimer''''', mittelhochdeutsch ''einber'' = ein Behälter, den man mit '''''ein'''er'' Hand '''''tragen''''' kann
*'''''Zuber''', '''zu''' ='' zwei, also ein Behälter, den man mit ''zwei'' Händen '''''tragen''''' muss
|-
|-
|}
|}
== Hinweise zum Wort ''emsig'' ==
==Hinweise zum Wort ''entbehren''==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
|etwas oder jemanden vermissen
|-style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispiel:'''
| ''Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.''
|''Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.''
|-style="vertical-align:top;"
 
''Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Adjektiv
|'''Wortart:''' Verb
'''Worttrennung:''' em-sig
'''Worttrennung:''' ent-beh-ren


'''Aussprache:''' [ˈɛmzɪç]
'''Aussprache:''' [ɛntˈbeːʁən]
|-
|-
|}
|}
== Wortformen ==
 
<div style="font-size:1.2em"> Das Adjektiv ''emsig'' wird regelhaft gesteigert.:</div>
== Wortformem (Flexion) ==
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
! style="width: 30%" |Grundstufe (Positiv)
| colspan="2" |
! style="width: 30%" |Vergleichsstufe (Komparativ)
!Gegenwart
! style="width: 40%" |Höchststufe (Superlativ)
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
|-
|emsig
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
|emsiger
(Singular)
|am emsigsten
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 25%" |ich entbehre
| style="width: 25%" |ich entbehrte
| style="width: 25%" |ich habe entbehrt
|-
|-
|}
!2. Person
 
|du entbehrst
----
|du entbehrtest
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|du hast entbehrt
| '''[[Info - emsig|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''emsig'']]'''
|-
!3. Person
|er/sie/es entbehrt
|er/sie/es entbehrte
|er/sie/es hat entbehrt
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir entbehren
|wir entbehrten
|wir haben entbehrt
|-
!2. Person
|ihr entbehrt
|ihr entbehrtet
|ihr habt entbehrt
|-
!3. Person
|sie entbehren
|sie entbehrten
|sie haben entbehrt
|-
|}
 
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| [[Info - entbehren|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''entbehren''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


= Info - emsig =
= Info - entbehren =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|}
|}
----
----
__TOC__
__TOC__
== Weiterführende Informationen zum Wort ''emsig'' ==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''entbehren''==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; "
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| <abbr>ahd.</abbr> emiʒʒīg, emeʒʒīg, <abbr>mhd.</abbr> emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| Emsigkeit
|}
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''ems'' im Adjektiv ''emsig'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= ''Emsigkeit''). Die Grundlage ist die Wortbildung ''ems + ig''. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
|-
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Das Morphem ''ems'' ist daher in dieser Bedeutung<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|Aus dem Verb ahd. ''beran'', mhd. ''bern'' = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = ''nein, nicht'' (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = ''nicht tragen'' entwickelt. Das ursprüngliche Verb (''beran, bern'') ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. ''in''- und mittelhochdeutsch ''en''- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ''ent''- angepasst worden.
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
([https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren entbehren]):
| Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Entbehrung Entbehrung], [https://www.dwds.de/wb/Entbehrlichkeit Entbehrlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Unentbehrlichkeit Unentbehrlichkeit]
Adjektive: [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehrlich entbehrlich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrt entbehrt], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsreich entbehrungsreich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsvoll entbehrungsvoll], [https://www.dwds.de/wb/langentbehrt langentbehrt], [https://www.dwds.de/wb/unentbehrlich unentbehrlich]
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''verwandte Wörter:'''
|Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter ''gebären, Geburt, Eimer'' und ''Zuber''. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
|-
!
|
*'''Bürde''' = im übertragenen Sinn ''eine Last tragen'' -  ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
*'''Bahre''' = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
*'''Gebärde''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
*'''gebaren''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
*'''gebühren''' (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
|-
!
|Das mittelhochdeutsche Präfix ''en''- (ahd. ''in''-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb ''bern'' in der Bedeutung ''heben, erhaben'' auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: '''''empor''''' (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), '''''empören''''' (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter '''''Berg''''' (* bherg̑os-, <abbr>germ.</abbr> *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und '''''Burg''''' (<abbr>germ.</abbr> *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb ''beran'' verwandt, von '''''Birgit''''' (die Erhabene) und '''''Ingeborg''''' (die Hüterin) bis '''''Augsburg''''' und '''''Wittenberg'''''.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb ''beran, ber'' ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ''ber'' nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ''ent-''. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ''ent-'' + ''behr'' abgeleitet.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''behr'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}


[[#top | Seitenanfang]]</br>
[[#top | Seitenanfang]]<br>
== Belege/Quellen ==
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/emsig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/emsig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01209 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01890 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04194 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=emsig OWID], [https://www.zdl.org/?q=emsig ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/emsig Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=emsig wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/emsig Wortbedeutung.info]
[https://www.dwds.de/wb/entbehren DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01271 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04551 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/125066 OWID], [https://www.zdl.org/?q=entbehren ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/entbehren Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=entbehren wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/entbehren/ Wortbedeutung.info]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 6.207: Zeile 6.140:


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=Engerling=
 
=erwähnen=
__TOC__
__TOC__
==Wortherkunft==
==Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Aus dem althochdeutschen Wort ''angar'' = ''Made, Larve'' wurde später ''enger'' und dann die Verkleinerungsform ''Engerling''.
| Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ''ge-wähenen'' = ''sagen, berichten, gedenken'' abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
|-
| Das Verb ''erwähnen'' ist nicht verwandt mit dem Nomen ''Wahn'' und dem hiervon abgeleiteten Verb ''wähnen''.
|-
|-
|}
|}
==Hinweise zum Wort ''Engerling''==
==Hinweise zum Wort ''erwähnen'' ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Der ''Engerling'' ist die Larve eines Maikäfert
| a) etwas beiläufig anmerken
|
 
b) etwas urkundlich nennen, anführen
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.''
|''a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.''
|-  
 
| style="vertical-align:top;"|'''Wortinfo:'''
b) ''Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.''
|'''Wortart:''' Nomen
|- style="vertical-align:top;"
'''Worttrennung:''' En-ger-ling, En-ger-lin-ge
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
<nowiki>;</nowiki> ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt
 
'''Worttrennung:''' er-wäh-nen


'''Aussprache:''' [ˈɛŋɐlɪŋ]
'''Aussprache:''' [ɛɐ̯ˈvɛːnən]
|
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
| style="vertical-align:top;"|Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im [https://klexikon.zum.de/wiki/Maik%C3%A4fer Klexikon]. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
| rowspan="2" style="width:15%; vertical-align:top" |[[file:20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG|right|150px]]
|-
|Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.
|-
|-
|}
|}


== Wortformen ==
== Wortformem (Flexion) ==
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Engerling'' verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''s'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein ''n'' ergänzt.:</div>
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
| colspan="2" |
! style="width: 14%" |
!Gegenwart
! style="width: 20%" |
(Präsens)
! style="width: 33%" |Singular
!1. Vergangenheit
! style="width: 33%" |Plural
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
|-
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
! style="width: 20%" |Nominativ
(Singular)
|der Engerling
! style="width: 13%" |1. Person
|die Engerling'''<u>e</u>'''
| style="width: 25%" |ich erwähne
| style="width: 25%" |ich erwähnte
| style="width: 25%" |ich habe erwähnt
|-
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!2. Person
!Genitiv
|du erwähnst
|des Engerling'''<u>s</u>'''
|du erwähntest
|der Engerling'''<u>e</u>'''
|du hast erwähnt
|-
!3. Person
|er/sie/es erwähnt
|er/sie/es erwähnte
|er/sie/es hat erwähnt
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir erwähnen
|wir erwähnten
|wir haben erwähnt
|-
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!2. Person
!Dativ
|ihr erwähnt
|dem Engerling
|ihr erwähntet
|den Engerling'''<u>en</u>'''
|ihr habt erwähnt
|-
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!3. Person
!Akkusativ
|sie erwähnen
|den Engerling
|sie erwähnten
|die Engerling'''<u>e</u>'''
|sie haben erwähnt
|-
|-
|}
|}
<br>
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| [[Info - Engerling|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Engerling''''']]
| '''[[Info - erwähnen|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''erwähnen'']]'''
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


= Info - Engerling =
=Info - erwähnen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|}
|}
----
----
__TOC__
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Engerling''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''erwähnen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|-
|<abbr>ie.</abbr> *angu̯(h)- = Schlange, <abbr>ahd.</abbr> angar, <abbr>mhd.</abbr> anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; <abbr>ahd.</abbr> engiring, engirling, <abbr>mhd.</abbr> engerlinc.
| style="width:15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|- style="vertical-align:top;"
|<abbr>ahd.</abbr> giwahanen neben giwahan, <abbr>mhd.</abbr> gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt
|'''Wortbildungen:'''
in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. [https://www.dwds.de/wb/Wahn#etymwb-1 DWDS]); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung
| -
|-
|- style="vertical-align:top;"
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Bedeutungs-'''
|'''Ableitungen:'''
| -


|- style="vertical-align:top;"
'''Unterschied:'''
|'''Interessantes:'''
|''Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt.'' ''In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat.'' Im ersten Beispiel bedeutet ''erwähnen'', dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
|Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Scarabaeoidea], also auch die Larven [https://de.wikipedia.org/wiki/Blatthornk%C3%A4fer Blatthornkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Erdk%C3%A4fer Erdkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hirschk%C3%A4fer Hirschkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Mistk%C3%A4fer Mistkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenk%C3%A4fer Rosenkäfer] und weltweit über 35.000 weitere Arten. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Quelle]).
|-
style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
|Adjektivbildungen: [https://www.dwds.de/wb/ersterwähnt ersterwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnenswert erwähnenswert], [https://www.dwds.de/wb/erwähntermaßen erwähntermaßen], [https://www.dwds.de/wb/obenerwähnt obenerwähnt], [https://www.dwds.de/wb/vorerwähnt vorerwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/unerwähnt unerwähnt], ...
Nomenbildungen: [https://www.dwds.de/wb/Ersterwähnung Ersterwähnung],  [https://www.dwds.de/wb/Nichterwähnung Nichterwähnung], [https://www.dwds.de/wb/Obenerwähnte Obenerwähnte], ...
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen:'''
|Grundwort: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnen erwähnen], Adjektiv: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnt erwähnt], Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Erwähnung Erwähnung]
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
== Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''enger'' kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als ''Engerling'' ist nicht verwandt mit dem Adjektiv ''eng''.  
| colspan="2" |Das Morphem ''wähn'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix ''er''- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem ''wähn'' in ''erwähnen'' und ''wähn'' im Verb ''wähnen'' (Grundwort ''Wahn'').
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''enger'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|Das Morphem ''wähn'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
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|}
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen ==
[https://www.dwds.de/wb/Engerling DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Engerling Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01252 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04446 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/184464 OWID], [https://www.zdl.org/?q=Engerling ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Engerling Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Engerling wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Engerling/ Wortbedeutung.info]
[https://www.dwds.de/wb/erwähnen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/erw%C3%A4hnen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E02122 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E03726 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E08969 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=erwähnen OWID], [https://www.zdl.org/?q=erwähnen ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/erwähnen Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=erwähnen wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/erwähnen Wortbedeutung.info]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]<br>
 
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=entbehren=
=Flederwisch=
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:entbehren}}</nowiki>
entbehrlich, Entbehrung <nowiki>#REDIRECT [[entbehren]]</nowiki>
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__TOC__
__TOC__
==Wortherkunft==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Das mittelhochdeutsche Verb ''enbern'' ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs ''beran, bern = tragen.'' Die erste Silbe ''en'' ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also ''etwas'' ''nicht tragen'' oder ''etwas nicht bei sich tragen.'' Das, was man ''nicht bei sich tragen'' kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus ''enbern = nicht tragen'' die Bedeutung ''ermangeln'' und ''vermissen'' entwickelt.
|[[file:20260226_Plumeau.jpg|right|x150px]]Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben ''vlederen'' (= flattern) und ''wischen''.
 
Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch ''federwisch''.
 
In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.
|-
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|}
|Das untergegangene Verb ''beran'' (''bern'') ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
==Hinweise zum Wort ''Flederwisch''==
|-
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|
*'''''gebären''''', mittelhochdeutsch ''gebern'' = ''zu Ende '''getragen''''', dazu gehört auch das Nomen ''[https://klexikon.zum.de/wiki/Geburt Geburt]''
*'''''Eimer''''', mittelhochdeutsch ''einber'' = ein Behälter, den man mit '''''ein'''er'' Hand '''''tragen''''' kann
*'''''Zuber''', '''zu''' ='' zwei, also ein Behälter, den man mit ''zwei'' Händen '''''tragen''''' muss
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''entbehren''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|etwas oder jemanden vermissen
|a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben
 
früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.
 
b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispiel:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.''
|a) ''Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.''


''Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.''
b) ''Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
|Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache: [ˈfleːdɐˌvɪʃ]
'''Worttrennung:''' ent-beh-ren
|- style="vertical-align:top;"
 
'''Aussprache:''' [ɛntˈbeːʁən]
|-
|}
|}


== Wortformem (Flexion) ==
==Wortformen==
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
<div style="font-size:1.2em"> Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''e'' ergänzt, im 3. Fall (Dativ) ''en''.</div>
| colspan="2" |
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!Gegenwart
!style="width: 12%"|
(Präsens)
!style="width: 20%"|
!1. Vergangenheit
!style="width: 42%"|Singular
(Präteritum)
!style="width: 26%"|Plural
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
!style="text-align:left"|1. Fall
(Singular)
!Nominativ
! style="width: 13%" |1. Person
|der Flederwisch
| style="width: 25%" |ich entbehre
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
| style="width: 25%" |ich entbehrte
| style="width: 25%" |ich habe entbehrt
|-
|-
!2. Person
!style="text-align:left"|2. Fall
|du entbehrst
!Genitiv
|du entbehrtest
|des Flederwisch'''<u>s</u>''', des Flederwisch'''<u>es</u>'''
|du hast entbehrt
|der Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
|-
!3. Person
!style="text-align:left"|3. Fall
|er/sie/es entbehrt
!Dativ
|er/sie/es entbehrte
| dem Flederwisch, dem Flederwisch<u>'''e'''</u>
|er/sie/es hat entbehrt
|den Flederwisch'''<u>en</u>'''
|-
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
!style="text-align:left"|4. Fall
(Plural)
!Akkusativ
!1. Person
|den Flederwisch
|wir entbehren
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
|wir entbehrten
|wir haben entbehrt
|-
!2. Person
|ihr entbehrt
|ihr entbehrtet
|ihr habt entbehrt
|-
!3. Person
|sie entbehren
|sie entbehrten
|sie haben entbehrt
|-
|-
|}
|}
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----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| [[Info - entbehren|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''entbehren''''']]
|[[Info - Flederwisch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Flederwisch''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


= Info - entbehren =
----
 
=Info - Flederwisch =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|}
|}
----
----
__TOC__
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''entbehren''==
 
{| style="width: 100%; "
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Flederwisch''==
{| style="width: 100%;"
|-
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| style="width: 15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Aus dem Verb ahd. ''beran'', mhd. ''bern'' = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = ''nein, nicht'' (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = ''nicht tragen'' entwickelt. Das ursprüngliche Verb (''beran, bern'') ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. ''in''- und mittelhochdeutsch ''en''- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ''ent''- angepasst worden.
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch
'''[https://www.dwds.de/wb/wischen wischen]:''' ahd. ''wisken,'' mhd. wischen, wüschen
|- style="vertical-align:top;"
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen und Wortbildungen:'''
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' hierzu [https://www.dwds.de/wb/Flederbeer Flederbeer], [[Fledermaus]],  [https://www.dwds.de/wb/Fledertier Fledertier], [https://www.dwds.de/wb/zerfledern zerfledern]
'''[https://de.wiktionary.org/wiki/fleddern fleddern]:''' (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. ''vlederen'' abgeleitet), [https://www.dwds.de/wb/zerfleddern zerfleddern], [https://de.wiktionary.org/wiki/Leichenfledderer Leichenfledderer], ...  
|-
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
([https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren entbehren]):
|Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Wikipedia] ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen ''Handfeger'' oder ''Staubwedel'' beschreibt.
| Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Entbehrung Entbehrung], [https://www.dwds.de/wb/Entbehrlichkeit Entbehrlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Unentbehrlichkeit Unentbehrlichkeit]
Adjektive: [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehrlich entbehrlich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrt entbehrt], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsreich entbehrungsreich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsvoll entbehrungsvoll], [https://www.dwds.de/wb/langentbehrt langentbehrt], [https://www.dwds.de/wb/unentbehrlich unentbehrlich]
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''verwandte Wörter:'''
|Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter ''gebären, Geburt, Eimer'' und ''Zuber''. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
|-
!
|
*'''Bürde''' = im übertragenen Sinn ''eine Last tragen'' -  ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
*'''Bahre''' = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
*'''Gebärde''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
*'''gebaren''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
*'''gebühren''' (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
|-
!
|Das mittelhochdeutsche Präfix ''en''- (ahd. ''in''-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb ''bern'' in der Bedeutung ''heben, erhaben'' auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: '''''empor''''' (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), '''''empören''''' (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter '''''Berg''''' (* bherg̑os-, <abbr>germ.</abbr> *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und '''''Burg''''' (<abbr>germ.</abbr> *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb ''beran'' verwandt, von '''''Birgit''''' (die Erhabene) und '''''Ingeborg''''' (die Hüterin) bis '''''Augsburg''''' und '''''Wittenberg'''''.
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb ''beran, ber'' ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ''ber'' nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ''ent-''. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ''ent-'' + ''behr'' abgeleitet.
| colspan="2" |Das Morphem ''fleder'' kommt isoliert im Verb ''fledern'' vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''behr'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|Das Morphem ''fleder'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/entbehren DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01271 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04551 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/125066 OWID], [https://www.zdl.org/?q=entbehren ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/entbehren Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=entbehren wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/entbehren/ Wortbedeutung.info]
[https://www.dwds.de/wb/Flederwisch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02259 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F05453 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Flederwisch OWID], [https://www.zdl.org/?q=Flederwisch ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Flederwisch Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Flederwisch wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Flederwisch/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Flederwisch]
 
'''Abbildung:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch#/media/Datei:Plumeau.jpg Flederwisch]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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----


=erwähnen=
=Firlefanz=
__TOC__
__TOC__
==Wortherkunft ==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ''ge-wähenen'' = ''sagen, berichten, gedenken'' abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
|Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde ''virelai''. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort ''firlifanz'' entstanden. Die Bedeutung ''überflüssiges Zeug'' und ''Unsinn'' hat sich hieraus erst später entwickelt.
|-
|-
| Das Verb ''erwähnen'' ist nicht verwandt mit dem Nomen ''Wahn'' und dem hiervon abgeleiteten Verb ''wähnen''.
|}
|-
==Hinweise zum Wort ''Firlefanz''==
|}
==Hinweise zum Wort ''erwähnen'' ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| a) etwas beiläufig anmerken
|überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
 
b) etwas urkundlich nennen, anführen
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''  
|''a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.''
|''Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.''
 
b) ''Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
|'''Wortart:''' Nomen
<nowiki>;</nowiki> ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt


'''Worttrennung:''' er-wäh-nen
'''Worttrennung:''' Fir-le-fanz


'''Aussprache:''' [ɛɐ̯ˈvɛːnən]
'''Aussprache:''' [ˈfɪʁləˌfants]
|-
|}
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''es'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein ''e'' an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''e'' durch ''en'' ersetzt.:</div>
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
|}
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
 
!style="width: 20%"|Nominativ
== Wortformem (Flexion) ==
|der Firlefanz
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
| colspan="2" |
!Gegenwart
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
!style="text-align:left"|2. Fall
(Singular)
!Genitiv
! style="width: 13%" |1. Person
|des Firlefanz'''<u>es</u>'''
| style="width: 25%" |ich erwähne
|der Firlefanz'''<u>e</u>'''
| style="width: 25%" |ich erwähnte
| style="width: 25%" |ich habe erwähnt
|-
|-
!2. Person
!style="text-align:left"|3. Fall
|du erwähnst
!Dativ
|du erwähntest
|dem Firlefanz
|du hast erwähnt
|den Firlefanz'''<u>en</u>'''
|-
|-
!3. Person
!style="text-align:left"|4. Fall
|er/sie/es erwähnt
!Akkusativ
|er/sie/es erwähnte
|den Firlefanz
|er/sie/es hat erwähnt
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir erwähnen
|wir erwähnten
|wir haben erwähnt
|-
!2. Person
|ihr erwähnt
|ihr erwähntet
|ihr habt erwähnt
|-
!3. Person
|sie erwähnen
|sie erwähnten
|sie haben erwähnt
|-
|-
|}
|}


<br>
</br>
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----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
| '''[[Info - erwähnen|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''erwähnen'']]'''
|[[Info - Firlefanz| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Firlefanz''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__


=Info - erwähnen=
----
 
=Info - Firlefanz=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|}
|}
----
----
__TOC__
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''erwähnen''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Firlefanz''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width:15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = ''Gedicht'' und afrz. virelai = ''Ringel-, Reigenlied'' zugrunde. Der zweite Teil des Wortes ''fanz'' könnte von mhd. ''tanz'' abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort ''alefanz'' = ''Schalk, Possen'' liegt.
|<abbr>ahd.</abbr> giwahanen neben giwahan, <abbr>mhd.</abbr> gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt
|- style="vertical-align:top;"
in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. [https://www.dwds.de/wb/Wahn#etymwb-1 DWDS]); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung
|'''Wortbildungen:'''
|-
| [https://www.dwds.de/wb/Firlefanzerei Firlefanzerei], veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Bedeutungs-'''
|- style="vertical-align:top;"
 
|'''Ableitungen:'''
'''Unterschied:'''
| -
|''Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt.'' ''In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat.'' Im ersten Beispiel bedeutet ''erwähnen'', dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
|-
style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
|Adjektivbildungen: [https://www.dwds.de/wb/ersterwähnt ersterwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnenswert erwähnenswert], [https://www.dwds.de/wb/erwähntermaßen erwähntermaßen], [https://www.dwds.de/wb/obenerwähnt obenerwähnt], [https://www.dwds.de/wb/vorerwähnt vorerwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/unerwähnt unerwähnt], ...
Nomenbildungen: [https://www.dwds.de/wb/Ersterwähnung Ersterwähnung],  [https://www.dwds.de/wb/Nichterwähnung Nichterwähnung], [https://www.dwds.de/wb/Obenerwähnte Obenerwähnte], ...
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen:'''
|Grundwort: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnen erwähnen], Adjektiv: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnt erwähnt], Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Erwähnung Erwähnung]
|}
|}


== Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''wähn'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix ''er''- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem ''wähn'' in ''erwähnen'' und ''wähn'' im Verb ''wähnen'' (Grundwort ''Wahn'').
| colspan="2" |Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''wähn'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' sind daher<span style="color:green"> '''unikale Morpheme'''</span>.  
|-
|-
|}
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen ==
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/erwähnen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/erw%C3%A4hnen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E02122 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E03726 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E08969 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=erwähnen OWID], [https://www.zdl.org/?q=erwähnen ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/erwähnen Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=erwähnen wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/erwähnen Wortbedeutung.info]
 
[https://www.dwds.de/wb/Firlefanz DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Firlefanz Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=F01441 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02013 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F04549 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Firlefanz OWID], [https://www.zdl.org/?q=Firlefanz ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Firlefanz Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Firlefanz wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Firlefanz/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Firlefanz Wikipedia]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=Flederwisch=
= garstig =
{{DISPLAYTITLE:garstig}}
__TOC__
__TOC__
==Wortherkunft==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|-
|[[file:20260226_Plumeau.jpg|right|x150px]]Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben ''vlederen'' (= flattern) und ''wischen''.
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
 
|Das Wort ''garstig'' beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch ''federwisch''.
|-
 
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.
|Das Wort geht auf mittelhochdeutsch ''garst'' zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.
 
Verwandt ist althochdeutsch ''gerstī'' = Hass, Groll.  
 
Ursprünglich bezeichnete ''garstig'' also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.
|-
|-
|}
|}
==Hinweise zum Wort ''Flederwisch''==
 
==Hinweise zum Wort ''garstig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben
|1. widerlich, ekelerregend 
 
2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten
früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.
 
b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|a) ''Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.''
|''Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.''
 
b) ''Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache: [ˈfleːdɐˌvɪʃ]
|'''Wortart:''' Adjektiv
|- style="vertical-align:top;"
 
'''Worttrennung:''' gars-tig
 
'''Aussprache:''' [ˈɡaʁstɪç]
|-
|}
|}


==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em"> Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''e'' ergänzt, im 3. Fall (Dativ) ''en''.</div>
<div style="font-size:1.2em">
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
Das Wort ''garstig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
!style="width: 12%"|
</div>
!style="width: 20%"|
 
!style="width: 42%"|Singular
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
!style="width: 26%"|Plural
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!style="width: 30%"|Positiv
!Nominativ
!style="width: 30%"|Komparativ
|der Flederwisch
!style="width: 40%"|Superlativ
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
|garstig
!Genitiv
|garstiger
|des Flederwisch'''<u>s</u>''', des Flederwisch'''<u>es</u>'''
|am garstigsten
|der Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
| dem Flederwisch, dem Flederwisch<u>'''e'''</u>
|den Flederwisch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Flederwisch
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
|-
|}
|}


</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - Flederwisch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Flederwisch''''']]
|[[Info - garstig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''garstig''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=Info - Flederwisch =
= Info - garstig =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|}
|}
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----
__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Flederwisch''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''garstig''==
{| style="width: 100%;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. ''gerstī'' = Hass, Groll 
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch
→ mhd. ''garst'' = ranzig, übel riechend 
'''[https://www.dwds.de/wb/wischen wischen]:''' ahd. ''wisken,'' mhd. wischen, wüschen
→ nhd. ''garstig''
 
Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Garstigkeit Garstigkeit]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen und Wortbildungen:'''
|'''Interessantes:'''
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' hierzu [https://www.dwds.de/wb/Flederbeer Flederbeer], [[Fledermaus]],  [https://www.dwds.de/wb/Fledertier Fledertier], [https://www.dwds.de/wb/zerfledern zerfledern]
|Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
'''[https://de.wiktionary.org/wiki/fleddern fleddern]:''' (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. ''vlederen'' abgeleitet), [https://www.dwds.de/wb/zerfleddern zerfleddern], [https://de.wiktionary.org/wiki/Leichenfledderer Leichenfledderer], ...
: körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
|Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Wikipedia] ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen ''Handfeger'' oder ''Staubwedel'' beschreibt.
|}


==Unikales Morphem ?==
Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:
: „faul“ (Geruch → Verhalten) 
: „stinkig“ (Geruch → Stimmung)
 
Das ältere Wort ''garst'' ist heute nicht mehr gebräuchlich.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''fleder'' kommt isoliert im Verb ''fledern'' vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
| colspan="2" |Das Morphem ''garst'' im Wort ''garstig'' kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung ''garstig'' vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv ''garstig'' abgeleitet.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''fleder'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|Das Morphem ''garst'' ist daher ein<span style="color:green"> '''unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
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==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Flederwisch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02259 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F05453 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Flederwisch OWID], [https://www.zdl.org/?q=Flederwisch ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Flederwisch Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Flederwisch wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Flederwisch/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Flederwisch]


'''Abbildung:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch#/media/Datei:Plumeau.jpg Flederwisch]
[https://www.dwds.de/wb/garstig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/garstig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00307 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00271 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=garstig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/garstig Duden-online]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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= Garaus =
__TOC__


=Firlefanz=
__TOC__
==Wortherkunft==
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|-
|Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde ''virelai''. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort ''firlifanz'' entstanden. Die Bedeutung ''überflüssiges Zeug'' und ''Unsinn'' hat sich hieraus erst später entwickelt.
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv ''gar'' bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, ''aus'' bedeutete „zu Ende“.
Das Nomen ''Garaus'' entstand aus dem Ausruf ''gar aus''. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.
 
Die Verbindung ''gar aus'' bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen ''Garaus'' in der Bedeutung ''Ende''.
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung ''jemanden den Garaus machen vor'' und bedeutet ''jemanden töten'', also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.
Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).
|-
|-
|}
|}
==Hinweise zum Wort ''Firlefanz''==
 
==Hinweise zum Wort ''Garaus''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
|Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''  
|'''Beispielsatz:'''
|''Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.''
|''Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
|'''Wortart:''' Nomen, Neutrum


'''Worttrennung:''' Fir-le-fanz
'''Worttrennung:''' Gar-aus


'''Aussprache:''' [ˈfɪʁləˌfants]
'''Aussprache:''' [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]
|-  
|-
|}
|}
== Wortformen ==
 
<div style="font-size:1.2em"> In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''es'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein ''e'' an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''e'' durch ''en'' ersetzt.:</div>
==Wortformen==
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Garaus'' wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 20%"|
Zeile 6.754: Zeile 6.671:
!style="width: 33%"|Plural
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
!style="text-align:left"|1. Fall
!style="width: 20%"|Nominativ
!Nominativ
|der Firlefanz
|das Garaus
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
|
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
!Genitiv
|des Firlefanz'''<u>es</u>'''
|des Garaus
|der Firlefanz'''<u>e</u>'''
|
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
!Dativ
|dem Firlefanz
|dem Garaus
|den Firlefanz'''<u>en</u>'''
|
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
!Akkusativ
|den Firlefanz
|das Garaus
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
|
|-
|-
|}
|}
Zeile 6.779: Zeile 6.696:
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - Firlefanz| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Firlefanz''''']]
|[[Info - Garaus| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Garaus''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 6.786: Zeile 6.703:
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=Info - Firlefanz=
= Info - Garaus =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
|}
|}
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__TOC__
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Firlefanz''==
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Garaus''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = ''Gedicht'' und afrz. virelai = ''Ringel-, Reigenlied'' zugrunde. Der zweite Teil des Wortes ''fanz'' könnte von mhd. ''tanz'' abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort ''alefanz'' = ''Schalk, Possen'' liegt.
|germ. *garwa- → ahd. ''garo'' = fertig, vollständig → mhd. ''gar'' = bereit, vollständig, ganz ; ''gar'' + ''aus'' = zu Ende
Ausruf: ''gar aus'' = vollständig vorbei → Substantivierung: ''das Garaus''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
| [https://www.dwds.de/wb/Firlefanzerei Firlefanzerei], veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
|den Garaus machen (feste Redewendung)
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
| -
| -
|}
|- style="vertical-align:top;"
 
|'''Bedeutungs-'''
'''entwicklung:'''
|Das Wort ''Garaus'' ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
: eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.
 
Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:
: „jemandem den Garaus machen“ 
 
Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.
 
Bei dem Adjektiv ''gar'' hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von ''fertig'' ''gegart'' verengt.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
| colspan="2" |Das Wort ''Garaus'' ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv ''gar'' und dem Adverb ''aus''. Das Adjektiv ''gar'' wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv ''gar'' gesehen.
'''Einerseits''': Das Morphem ''gar'' (als Adjektiv ''gar'') kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem gar ist demnach <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |'''Andererseits:''' Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv ''gar'' (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem ''gar'' im Nomen ''Garaus'' gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung ''jemandem oder etwas den Garaus machen'' (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' sind daher<span style="color:green"> '''unikale Morpheme'''</span>.  
|Das Morphem garaus kann daher auch als <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
| colspan="2" |Das Adjektiv ''gar'' (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = ''vollständig, gerüstet, bereit gemacht'' hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = ''fertig gekocht, gebraten, gebacken'' etc.
Auch das Morphem ''gar'' in ''Garaus'' hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung ''vollständig, vorbei'' in der Wortgruppe ''gar aus'' ist eine Redewendung entstanden, die auf ''jmdn. oder etw. töten, vernichten'' eingeschränkt ist.
|-
|[[File:Pik-Kreis-blau.jpg]]
|Wenn nur das Morphem ''gar'' isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem ''gar'' bis zur Klärung zunächst als <span style="color:blue">'''unklar'''</span> eingestuft.
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|}
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[[#top | Seitenanfang]]<br>
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==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/Firlefanz DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Firlefanz Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=F01441 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02013 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F04549 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Firlefanz OWID], [https://www.zdl.org/?q=Firlefanz ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Firlefanz Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Firlefanz wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Firlefanz/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Firlefanz Wikipedia]
[https://www.dwds.de/wb/Garaus DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Garaus Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] sh. [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00218 Adelung], vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G01053 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Wander&lemid=G00113 Wander] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Wanders_Deutsches_Sprichw%C3%B6rter-Lexikon Sprichwörterlexikon] Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen ''Garaus''), [https://www.zdl.org/?q=Garaus ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Garaus Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Garaus Duden-online]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


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|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
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{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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= garstig =
=gediegen=
{{DISPLAYTITLE:garstig}}
{{DISPLAYTITLE:gediegen}}
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{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort ''garstig'' beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
|Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort ''gedeihen'' (althochdeutsch ''githīhan'') entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort ''gidigan'', woraus später ''gediegen'' entstand.
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort geht auf mittelhochdeutsch ''garst'' zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.  
|Das Adjektiv kann ''gut und solide'', ''wertvoll'' oder ''sorgfältig bearbeitet'' bedeuten.


Verwandt ist althochdeutsch ''gerstī'' = Hass, Groll.  
In Norddeutschland wird ''gediegen'' umgangssprachlich auch in der Bedeutung ''seltsam'' oder ''eigenartig'' verwendet.


Ursprünglich bezeichnete ''garstig'' also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.
In der Bergmannssprache bezeichnet man mit ''gediegen'' Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also ''rein'' sind.
|-
|-
|}
|}


==Hinweise zum Wort ''garstig''==
==Hinweise zum Wort ''gediegen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|1. widerlich, ekelerregend 
|hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.''
|''Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
|'''Wortart:''' Adjektiv


'''Worttrennung:''' gars-tig
'''Worttrennung:''' ge-die-gen


'''Aussprache:''' [ˈɡaʁstɪç]
'''Aussprache:''' [ɡəˈdiːɡn̩]
|-
|-
|}
|}
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==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''garstig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
Das Wort ''gediegen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
</div>


Zeile 6.877: Zeile 6.820:
!style="width: 40%"|Superlativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|-
|garstig
|style="width: 26%"|gediegen
|garstiger
|style="width: 37%"|gediegener
|am garstigsten
|style="width: 37%"|am gediegensten
|-
|-
|}
|}
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - garstig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''garstig''''']]
|[[Info - gediegen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gediegen''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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= Info - garstig =
=Info - gediegen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|}
|}
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==Weiterführende Informationen zum Wort ''garstig''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''gediegen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. ''gerstī'' = Hass, Groll 
|ahd. ''gidigan'', mhd. ''gedigen''; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. ''githīhan'', mhd. ''gedīhen'' = gedeihen
mhd. ''garst'' = ranzig, übel riechend 
→ nhd. ''garstig''


Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein
Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
|
|Gediegenheit, gediegenerweise
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Garstigkeit Garstigkeit]
| -
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|'''Interessantes:'''
|Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
|In der Bergmannssprache spricht man von ''gediegenem Gold'' oder ''gediegenem Silber'', wenn das Metall in reiner Form vorkommt.
: körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)


Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:
Regional kann ''gediegen'' auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.
: „faul“ (Geruch → Verhalten) 
: „stinkig“ (Geruch → Stimmung)
 
Das ältere Wort ''garst'' ist heute nicht mehr gebräuchlich.
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''garst'' im Wort ''garstig'' kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung ''garstig'' vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv ''garstig'' abgeleitet.
| colspan="2" |Das Morphem ''dieg'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ''ge''- im Adjektiv ''gediegen.''
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''garst'' ist daher ein<span style="color:green"> '''unikales Morphem'''</span>.
|Das Morphem ''dieg'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
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==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/garstig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/garstig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00307 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00271 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=garstig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/garstig Duden-online]
[https://www.dwds.de/wb/gediegen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/gediegen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00649 Adelung], [https://ewa.saw-leipzig.de/articles/53390/de#84470 EWA], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00867 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03551 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=gediegen ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/gediegen Wikipedia],  [https://www.duden.de/rechtschreibung/gediegen Duden-online]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=gedunsen=
= Garaus =
{{DISPLAYTITLE:gedunsen}}
Weiterleitung einrichten #Redirekt[[aufgedunsen]]
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{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv ''gar'' bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, ''aus'' bedeutete „zu Ende“.
|Das Adjektiv ist vom ausgestorbenen althochdeutschen Verb ''dinsan'' = ''ziehen, zerren, schleppen'' abgeleitet.
Das Nomen ''Garaus'' entstand aus dem Ausruf ''gar aus''. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.
 
Aus der Wortgruppe ''sich dinsen'' entwickelte sich die Bedeutung ''sich ausdehnen''. Daraus entstand später das heute selten gebrauchte Wort ''gedunsen''.
 
Im Mittelalter lautete die Form zunächst ''githinsan''. Später entwickelte sich daraus ''gedunsen''.
 
Wenn etwas ''aufgedunsen'' ist, dann ist es geschwollen oder ausgedehnt.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Grundwort ''dinsen'' wird heute nicht mehr gebraucht. Man sagt auch: ''Das Wort ist ausgestorben.''


Die Verbindung ''gar aus'' bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen ''Garaus'' in der Bedeutung ''Ende''.
Auch die Ableitung ''gedunsen'' kommt heute nur noch selten vor. Häufiger verwendet man das Wort ''aufgedunsen''.
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung ''jemanden den Garaus machen vor'' und bedeutet ''jemanden töten'', also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.
|Englisch: swollen, puffed up
Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).
 
Französisch: gonflé
 
Lateinisch: tumidus
|-
|-
|}
|}


==Hinweise zum Wort ''Garaus''==
==Hinweise zum Wort ''gedunsen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
|geschwollen, ausgedehnt, aufgetrieben
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.''
|''Nach dem Stich war seine Hand ganz gedunsen.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, Neutrum
|'''Wortart:''' Adjektiv


'''Worttrennung:''' Gar-aus
'''Worttrennung:''' ge-dun-sen


'''Aussprache:''' [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]
'''Aussprache:''' [ɡəˈdʊnzən]
|-
|-
|}
|}
Zeile 6.989: Zeile 6.938:
==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Garaus'' wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.
Das Wort ''gedunsen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden heute kaum verwendet.
</div>
</div>


{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!style="width: 30%"|Positiv
!Nominativ
!style="width: 30%"|Komparativ
|das Garaus
!style="width: 40%"|Superlativ
|
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
|style="width: 26%"|gedunsen
!Genitiv
|style="width: 37%"|gedunsener
|des Garaus
|style="width: 37%"|am gedunsensten
|–
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Garaus
|
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|das Garaus
|–
|-
|-
|}
|}
Zeile 7.023: Zeile 6.956:
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - Garaus| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Garaus''''']]
|[[Info - gedunsen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gedunsen''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 7.030: Zeile 6.963:
----
----


= Info - Garaus =
=Info - gedunsen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|}
|}
----
----
__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Garaus''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''gedunsen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|germ. *garwa- ahd. ''garo'' = fertig, vollständig → mhd. ''gar'' = bereit, vollständig, ganz ; ''gar'' + ''aus'' = zu Ende
|ie. *tens = hin und herziehen
Ausruf: ''gar aus'' = vollständig vorbei → Substantivierung: ''das Garaus''
 
got. ''at-þinsan'' = heranziehen
 
ahd. ''thinsan'', ''dinsan'', mhd. ''dinsen'' = ziehen, zerren, schleppen
 
8. Jh. ahd. ''thinsan''; 9. Jh. ''githinsan'', später ''gedunsen''
 
15. Jh. ''aufdinsen'', ''aufdunsen'', später ''aufgedunsen''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
|den Garaus machen (feste Redewendung)
|aufgedunsen
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
| -
|Dunst, gedunsen wirken
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Bedeutungs-'''
|'''Interessantes:'''
'''entwicklung:'''
|Das ursprüngliche Verb ''dinsen'' ist ausgestorben. Erhalten blieb das alte Morphem nur noch in wenigen Wörtern wie ''gedunsen'' oder ''aufgedunsen''.
|Das Wort ''Garaus'' ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
|}
: eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.
 
Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:
: „jemandem den Garaus machen“ 
 
Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.
 
Bei dem Adjektiv ''gar'' hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von ''fertig'' ''gegart'' verengt.
|}


==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Wort ''Garaus'' ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv ''gar'' und dem Adverb ''aus''. Das Adjektiv ''gar'' wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv ''gar'' gesehen.
| colspan="2" |Das Morphem ''duns'' beziehungsweise die ältere Form ''dins'' kommt heute nicht mehr selbstständig vor. Es erscheint fast nur noch in den Wörtern ''gedunsen'' und ''aufgedunsen''.
'''Einerseits''': Das Morphem ''gar'' (als Adjektiv ''gar'') kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem gar ist demnach <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |'''Andererseits:''' Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv ''gar'' (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem ''gar'' im Nomen ''Garaus'' gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung ''jemandem oder etwas den Garaus machen'' (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem garaus kann daher auch als <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|Das Morphem ''duns'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
| colspan="2" |Das Adjektiv ''gar'' (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = ''vollständig, gerüstet, bereit gemacht'' hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = ''fertig gekocht, gebraten, gebacken'' etc.
| colspan="2" |Das Präfix ''ge-'' kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
Auch das Morphem ''gar'' in ''Garaus'' hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung ''vollständig, vorbei'' in der Wortgruppe ''gar aus'' ist eine Redewendung entstanden, die auf ''jmdn. oder etw. töten, vernichten'' eingeschränkt ist.
|-
|-
|[[File:Pik-Kreis-blau.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Wenn nur das Morphem ''gar'' isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem ''gar'' bis zur Klärung zunächst als <span style="color:blue">'''unklar'''</span> eingestuft.
|Das Morphem ''ge-'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
Zeile 7.087: Zeile 7.011:
==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/Garaus DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Garaus Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] sh. [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00218 Adelung], vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G01053 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Wander&lemid=G00113 Wander] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Wanders_Deutsches_Sprichw%C3%B6rter-Lexikon Sprichwörterlexikon] Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen ''Garaus''), [https://www.zdl.org/?q=Garaus ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Garaus Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Garaus Duden-online]
[https://www.dwds.de/wb/gedunsen DWDS],   
[https://de.wiktionary.org/wiki/gedunsen Wiktionary],
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz]
[https://www.zdl.org/?q=gedunsen ZDL],
[https://www.duden.de/rechtschreibung/gedunsen Duden-online]
 
gedunsen: 
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00825 AWb]
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00829 AWb-2],
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=D00448 BMZ],
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00667 Adelung],
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03660 Grimm]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 7.100: Zeile 7.035:


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=gediegen=
=Gefahr=
{{DISPLAYTITLE:gediegen}}
<div style="color:red">Frage: Autofahren ist gefährlich - Stimmt das? Was hat Gefahr / gefährlich mit fahren zu tun?</div>
 
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= geheuer (Wortgruppe) =
{{DISPLAYTITLE:geheuer (Wortgruppe)}}
 
__TOC__
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort ''gedeihen'' (althochdeutsch ''githīhan'') entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort ''gidigan'', woraus später ''gediegen'' entstand.
|Das Adjektiv ''geheuer'' geht zurück auf das althochdeutsche Wort ''hiuri'' = freundlich, lieblich. Dieses alte Adjektiv gibt es heute nicht mehr. Man sagt auch es ist ausgestorben. Dagegen ist das hiervon abgeleitete Adjektiv mit der Vorsilbe ge- (althochdeutsch ''gihiuri'') bis heute erhalten.
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Von dem Adjektiv ''geheuer'' sind die Adjektive ''ungeheuer'' und ''ungeheuerlich'' sowie das Nomen ''Ungeheuer'' abgeleitet.
|-
|Auf dieser Seite erfährst du etwas über diese vier Wörter, wie sie entstanden sind und was sie heute bedeuten.
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|}
== geheuer ==
 
===Wortherkunft===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Adjektiv kann ''gut und solide'', ''wertvoll'' oder ''sorgfältig bearbeitet'' bedeuten.
|Das Adjektiv ''geheuer'' bedeutet heute meist ''vertraut'' oder ''nicht bedrohlich''. Häufig verwendet man es in der Verneinung: ''Das ist mir nicht geheuer.'' Gemeint ist dann: ''Das erscheint mir unheimlich oder verdächtig.''


In Norddeutschland wird ''gediegen'' umgangssprachlich auch in der Bedeutung ''seltsam'' oder ''eigenartig'' verwendet.
Von ''geheuer'' ist auch das Gegenwort ''ungeheuer'' abgeleitet.
 
In der Bergmannssprache bezeichnet man mit ''gediegen'' Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also ''rein'' sind.
|-
|-
|}
|}


==Hinweise zum Wort ''gediegen''==
=== Hinweise zum Wort ''geheuer'' ===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
|vertraut, sicher, angenehm; meist in der Verneinung: unheimlich oder verdächtig
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.''
|''Der dunkle Keller war mir nicht geheuer.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
|'''Wortart:''' Adjektiv


'''Worttrennung:''' ge-die-gen
'''Worttrennung:''' ge-heu-er


'''Aussprache:''' [ɡəˈdiːɡn̩]
'''Aussprache:''' [ɡəˈhɔɪ̯ɐ]
|-
|-
|}
|}


==Wortformen==
===Wortformen===
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''gediegen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
Das Wort '''''geheuer''''' ist ein Adjektiv. Hiervon werden keine Vergleichsformen gebildet.
</div>
</div>


{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 33%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 33%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
!style="width: 34%"|Superlativ
|-
|-
|style="width: 26%"|gediegen
|geheuer
|style="width: 37%"|gediegener
| -
|style="width: 37%"|am gediegensten
| -
|-
|-
|}
|}


</br>
==ungeheuer==
----
__TOC__
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
 
|[[Info - gediegen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gediegen''''']]
===Wortherkunft===
|}
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{{WörterABC-Tabelle}}
|-
__INDEX__
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Adjektiv ''ungeheuer'' kann sehr verschiedene Bedeutungen haben. Es kann ''riesig'', ''außerordentlich groß'' oder ''sehr stark'' bedeuten. Früher bedeutete es auch ''unheimlich'' oder ''grauenhaft''. Diese ältere Bedeutung steckt noch im Nomen ''das Ungeheuer''.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Im Mittelater hieß das Wort ''ungihiuri''. Später entwickelte sich daraus das mittelhochdeutsche ''ungehiure'' und schließlich unser heutiges ''ungeheuer''.
Das Wort ''ungeheuer'' ist aus dem älteren Adjektiv ''geheuer'' entstanden. Dieses bedeutete ursprünglich ''vertraut'', ''freundlich'' oder ''anheimelnd''.


----
Durch die Vorsilbe ''un-'' entstand daraus das Gegenteil: ''nicht geheuer'', also ''unheimlich'', ''fremd'' oder ''bedrohlich''.
 
|-
=Info - gediegen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|}
|}
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__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''gediegen''==
===Hinweise zum Wort ''ungeheuer''===
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|ahd. ''gidigan'', mhd. ''gedigen''; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. ''githīhan'', mhd. ''gedīhen'' = gedeihen
|sehr groß, gewaltig; früher auch: unheimlich oder schrecklich


Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Beispielsätze:'''
|Gediegenheit, gediegenerweise
|''Der Sturm richtete ungeheuren Schaden an.''
|- style="vertical-align:top;"
''Durch die Verfassungsreform hat der Präsident nun ungeheure Macht.''
|'''Ableitungen:'''
 
| -
''Er übte mit ungeheurem Fleiß, um am internationalen Wettbewerb teilnehmen zu können.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|In der Bergmannssprache spricht man von ''gediegenem Gold'' oder ''gediegenem Silber'', wenn das Metall in reiner Form vorkommt.


Regional kann ''gediegen'' auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.
''Die Schneelawine zerstörte mit ungeheurer Wucht das kleine Dorf.''
|}


==Unikales Morphem ?==
''Der neue Bahnhof verschlang eine ungeheure Menge Geld.''
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dieg'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ''ge''- im Adjektiv ''gediegen.''
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|
|Das Morphem ''dieg'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|In Verbindung mit Verben und Adjektiven hat ''ungeheuer'' auch eine verstärkende Funktion im Sinne von ''sehr''.  
|-
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
''Die Aufgabe ist ungeheuer schwierig.'' ''Er ist ungeheuer fleißig.''


==Belege/Quellen==
''Über dieses Geschenk wird sie sich ungeheuer freuen.''


[https://www.dwds.de/wb/gediegen DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/gediegen Wiktionary],  [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00649 Adelung], [https://ewa.saw-leipzig.de/articles/53390/de#84470 EWA], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00867 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03551 Grimm]),  [https://www.zdl.org/?q=gediegen ZDL],  [https://de.wikipedia.org/wiki/gediegen Wikipedia],  [https://www.duden.de/rechtschreibung/gediegen Duden-online]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
'''Worttrennung:''' un-ge-heu-er


<br>
'''Aussprache:''' [ˌʊnɡəˈhɔɪ̯ɐ]
----
|-
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----


=gedunsen=
===Wortformen===
{{DISPLAYTITLE:gedunsen}}
<div style="font-size:1.2em">
Weiterleitung einrichten #Redirekt[[aufgedunsen]]
Das Wort ''ungeheuer'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelhaft gebildet.
__TOC__
</div>


==Wortherkunft==
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
!Positiv
!Komparativ
!Superlativ
|-
|style="width: 26%"|ungeheuer
|style="width: 34%"|ungeheurer
|style="width: 40%"|am ungeheuersten
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|}
|Das Adjektiv ist vom ausgestorbenen althochdeutschen Verb ''dinsan'' = ''ziehen, zerren, schleppen'' abgeleitet.


Aus der Wortgruppe ''sich dinsen'' entwickelte sich die Bedeutung ''sich ausdehnen''. Daraus entstand später das heute selten gebrauchte Wort ''gedunsen''.
==ungeheuerlich==


Im Mittelalter lautete die Form zunächst ''githinsan''. Später entwickelte sich daraus ''gedunsen''.
===Wortherkunft===
 
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
Wenn etwas ''aufgedunsen'' ist, dann ist es geschwollen oder ausgedehnt.
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Grundwort ''dinsen'' wird heute nicht mehr gebraucht. Man sagt auch: ''Das Wort ist ausgestorben.''
|Das Adjektiv ''ungeheuerlich'' bedeutet ''schrecklich'', ''empörend'' oder ''kaum vorstellbar''. Oft beschreibt man damit etwas, das Menschen als sehr schlimm oder unerhört empfinden.
 
Auch die Ableitung ''gedunsen'' kommt heute nur noch selten vor. Häufiger verwendet man das Wort ''aufgedunsen''.
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Englisch: swollen, puffed up
|Das Wort ''ungeheuerlich'' ist vom älteren Adjektiv ''ungeheuer'' abgeleitet. Dieses bedeutete ursprünglich ''unheimlich'', ''fremd'' oder ''bedrohlich''.


Französisch: gonflé
Schon im Mittelhochdeutschen gab es die Form ''ungehiurlīche''. Daraus entwickelte sich unser heutiges Wort ''ungeheuerlich''.


Lateinisch: tumidus
Die Endung ''-lich'' bildet im Deutschen häufig Adjektive.
|-
|-
|}
|}


==Hinweise zum Wort ''gedunsen''==
===Hinweise zum Wort ''ungeheuerlich''===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|geschwollen, ausgedehnt, aufgetrieben
|schrecklich, empörend, unfassbar
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Nach dem Stich war seine Hand ganz gedunsen.''
|''Das war eine ungeheuerliche Behauptung.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
|'''Wortart:''' Adjektiv


'''Worttrennung:''' ge-dun-sen
'''Worttrennung:''' un-ge-heu-er-lich


'''Aussprache:''' [ɡəˈdʊnzən]
'''Aussprache:''' [ˌʊnɡəˈhɔɪ̯ɐlɪç]
|-
|-
|}
|}


==Wortformen==
===Wortformen===
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''gedunsen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden heute kaum verwendet.
Das Wort ''ungeheuerlich'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelhaft gebildet.
</div>
</div>


{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
!Superlativ
|-
|-
|style="width: 26%"|gedunsen
|style="width: 26%"|ungeheuerlich
|style="width: 37%"|gedunsener
|style="width: 34%"|ungeheuerlicher
|style="width: 37%"|am gedunsensten
|style="width: 40%"|am ungeheuerlichsten
|-
|-
|}
|}


</br>
==Ungeheuer==
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - gedunsen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gedunsen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__


----
===Wortherkunft===
 
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
=Info - gedunsen=
|-
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|Ein ''Ungeheuer'' ist ein schreckliches oder riesiges Wesen. In Märchen und Sagen sind Ungeheuer oft gefährliche Monster oder Drachen.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Im Mittelalter hieß das Wort ''ungihiuri''. Daraus entwickelte sich später das mittelhochdeutsche ''ungehiure'' und schließlich unser heutiges Wort ''Ungeheuer''. Das Wort ''Ungeheuer'' gehört zur Wortfamilie von ''geheuer''. Dieses alte Wort bedeutete ursprünglich ''vertraut'', ''freundlich'' oder ''anheimelnd''.
 
Durch die Vorsilbe ''un-'' entstand die gegenteilige Bedeutung: ''nicht geheuer'', also ''fremd'', ''unheimlich'' oder ''bedrohlich''.
|-
|}
|}
----
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''gedunsen''==
===Hinweise zum Wort ''Ungeheuer''===
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|ie. *tens = hin und herziehen
|ein schreckliches, bedrohliches oder riesiges Wesen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Im Märchen bewachte ein Ungeheuer den Schatz.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen


got. ''at-þinsan'' = heranziehen
'''Worttrennung:''' Un-ge-heu-er


ahd. ''thinsan'', ''dinsan'', mhd. ''dinsen'' = ziehen, zerren, schleppen
'''Aussprache:''' [ˈʊnɡəˌhɔɪ̯ɐ]
|-
|}


8. Jh. ahd. ''thinsan''; 9. Jh. ''githinsan'', später ''gedunsen''
===Wortformen===
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Ungeheuer'' ist ein Nomen sächlichen Geschlechts.
</div>


15. Jh. ''aufdinsen'', ''aufdunsen'', später ''aufgedunsen''
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
|- style="vertical-align:top;"
!style="width: 14%"|
|'''Wortbildungen:'''
!style="width: 20%"|
|aufgedunsen
!style="width: 33%"|Singular
|- style="vertical-align:top;"
!style="width: 33%"|Plural
|'''Ableitungen:'''
|-
|Dunst, gedunsen wirken
!style="text-align:left"|1. Fall
|- style="vertical-align:top;"
!Nominativ
|'''Interessantes:'''
|das Ungeheuer
|Das ursprüngliche Verb ''dinsen'' ist ausgestorben. Erhalten blieb das alte Morphem nur noch in wenigen Wörtern wie ''gedunsen'' oder ''aufgedunsen''.
|die Ungeheuer
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''duns'' beziehungsweise die ältere Form ''dins'' kommt heute nicht mehr selbstständig vor. Es erscheint fast nur noch in den Wörtern ''gedunsen'' und ''aufgedunsen''.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
!style="text-align:left"|2. Fall
|Das Morphem ''duns'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
!Genitiv
|des Ungeheuers
|der Ungeheuer
|-
|-
| colspan="2" |Das Präfix ''ge-'' kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Ungeheuer
|den Ungeheuern
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
!style="text-align:left"|4. Fall
|Das Morphem ''ge-'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
!Akkusativ
|das Ungeheuer
|die Ungeheuer
|-
|-
|}
|}


[[#top | Seitenanfang]]<br>
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - geheuer (Wortgruppe)| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''geheuer (Wortgruppe)''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
=Info - geheuer (Wortgruppe)=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[geheuer (Wortgruppe)|'''zurück zur ''Wortgruppe geheuer''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zur Wortgruppe ''geheuer''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 12%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *k̑(e)iu̯, germ. *hī̌w-, ahd. ''hīrāt'' =''Hausstand''; davon abgeleitet auch ''Heirat'' und ''Heim''.
 
Heirat: ahd. hīrāt, mhd. hīrāt, zuerst ''Hausstand'', danach (11. Jh.) ''Vermählung''


==Belege/Quellen==
Heim: ahd. heima, mhd. heim = ursprünglich ''Lager'', nach dem Mittelalter in der heutigen Bedeutung: ''Wohnstätte, Haus''
 
 
[https://www.dwds.de/wb/gedunsen DWDS],
heuer: ahd. ''hiuri'' = freundlich, lieblich
[https://de.wiktionary.org/wiki/gedunsen Wiktionary],
 
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz], 
'''geheuer:''' mhd. ''gehiure'' = ursprünglich bedeutete das Adjektiv: ''zum Haushalt, Hauswesen gehörig''; daraus entwickelte sich dann zunächst die Bedeutung ''vertraut, angenehm'' und hieraus später ''angenehm, lieblich, trefflich''; heute wird ''geheuer'' in der Regel verneinend gebraucht, also ''nicht geheuer'' = ''nicht angenehm, nicht lieblich, nicht zutreffend''
[https://www.zdl.org/?q=gedunsen ZDL], 
 
[https://www.duden.de/rechtschreibung/gedunsen Duden-online]
'''ungeheuer:''' 8. Jh. ahd. ''ungihiuri'', mhd. ''ungehiure'' = unnatürlich, missgestaltet
 
 
gedunsen: 
'''ungeheuerlich:''' 11. Jh. mhd. ''ungehiurlīche'' = schrecklich, fremd, unvorstellbar
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00825 AWb],
 
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00829 AWb-2],
'''das Ungeheuer:''' 8. Jh. ahd. ''ungihiuri'', mhd. ''ungehiure'' = Unhold, Scheusal
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=D00448 BMZ],
|- style="vertical-align:top;"
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00667 Adelung],
|'''Häufigkeit'''
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03660 Grimm]
|Vergleicht man die Wörter in verschiedenen Textquellen, so kommt das Adjektiv ''ungeheuer'' (vor allem in seiner verstärkenden Bedeutung ''sehr'') mit Abstand am häufigsten vor. Im Textkorpus der deutschen Gegenwartssprache (DWDS) sind die Nennungen:
 
:* geheuer = 3 Prozent
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
:* geheuerlich = 0,01 Prozent
 
:* ungeheuer = 62 Prozent
<br>
:* ungeheuerlich = 15 Prozent
----
:* Ungeheuer = 20 Prozent (davon 6 Prozent Wortbildungen)
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|- style="vertical-align:top;"
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|'''Wortbildungen:'''
|}
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Fischungeheuer Fischungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Flugungeheuer Flugungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Kopfballungeheuer Kopfballungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Landungeheuer Landungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Luftungeheuer Luftungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Meeresungeheuer Meeresungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Meerungeheuer Meerungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Riesenungeheuer Riesenungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Satzungeheuer Satzungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Seeungeheuer Seeungeheuer], [https://de.wiktionary.org/wiki/Sumpfungeheuer Sumpfungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Tierungeheuer Tierungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Waldungeheuer Waldungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Wasserungeheuer Wasserungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Wortungeheuer Wortungeheuer], [https://de.wiktionary.org/wiki/Ungeheuerlichkeit Ungeheuerlichkeit]
{{WörterABC-Tabelle}}
|- style="vertical-align:top;"
__INDEX__
|-
 
|}
----
 
=Gefahr=
==Unikales Morphem ?==
<div style="color:red">Frage: Autofahren ist gefährlich - Stimmt das? Was hat Gefahr / gefährlich mit fahren zu tun?</div>
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
 
| colspan="2" |Das Morphem ''heuer'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. Wortbildungen erscheinen fast nur zusammen mit dem Präfix ''ge-'' oder ''unge-''.
----
|-
= geheuer (Wortgruppe) =
| colspan="2" |Das zugrunde liegende Adjektiv ''hiuri'' ist nicht verwandt mit dem süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Adverb ''heuer'' = ''in diesem Jahr''.
{{DISPLAYTITLE:geheuer (Wortgruppe)}}
Auch das Nomen ''Heuer'' = ''Lohn der Seeleute'' gehört nicht zu dieser Wortfamilie.
 
|-
__TOC__
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Das Morphem ''heuer'' ist daher in der Bedeutung ''geheuer'' <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|}
|Das Adjektiv ''geheuer'' geht zurück auf das althochdeutsche Wort ''hiuri'' = freundlich, lieblich. Dieses alte Adjektiv gibt es heute nicht mehr. Man sagt auch es ist ausgestorben. Dagegen ist das hiervon abgeleitete Adjektiv mit der Vorsilbe ge- (althochdeutsch ''gihiuri'') bis heute erhalten.
 
|-
[[#top | Seitenanfang]]<br>
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
 
|Von dem Adjektiv ''geheuer'' sind die Adjektive ''ungeheuer'' und ''ungeheuerlich'' sowie das Nomen ''Ungeheuer'' abgeleitet.
==Belege/Quellen==
|-
[https://www.dwds.de/wb/Ungeheuer Ungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/ungeheuer ungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/ungeheuerlich ungeheuerlich]
|Auf dieser Seite erfährst du etwas über diese vier Wörter, wie sie entstanden sind und was sie heute bedeuten.
 
'''geheuer:''' [https://www.dwds.de/wb/geheuer DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/geheuer Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00867 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G01189 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G04963 Grimm]), [https://fwb-online.de/lemma/geheuer.s.4adj Frühneuhochdeutsch], [https://www.zdl.org/?q=geheuer ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/geheuer Duden-online]
 
'''ungeheuer:''' [https://www.dwds.de/wb/ungeheuer DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/ungeheuer Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=U00801 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=U06944 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=ungeheuer ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/ungeheuer Duden-online]
 
'''Ungeheuer:''' [https://www.dwds.de/wb/Ungeheuer DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Ungeheuer Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=U00802 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=U06945 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=Ungeheuer ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Ungeheuer Duden-online]
 
'''ungeheuerlich:''' [https://www.dwds.de/wb/ungeheuerlich DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/ungeheuerlich Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=U06952 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=ungeheuerlich ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/ungeheuerlich Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[geheuer (Wortgruppe)|'''zurück zur ''Wortgruppe geheuer''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
 
=Gekröse=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das mittelhochdeutsche Wort ''gekrœse'' bedeutete ''kleines Gedärm''. Es ist vom mittelhochdeutschen Adjektiv ''krus'' = ''gedreht, gekrümmt'' abgeleitet und bedeutete ursprünglich also ''das Krause'' oder ''das Gedrehte''.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort bedeutete also ursprünglich ''kraus'' oder ''gedreht''. Deshalb konnte es später verschiedene Dinge bezeichnen:
 
a) In der Anatomie nennt man die Falten im Bauchraum ''Gekröse.'' Diese umgeben die inneren Organe und halten halten sie zusammen. Diese Falten sehen auf den ersten Eindruck ziemlich ''kraus'' und ''wirr'' aus.
 
b) In der Medizin bezeichnet ''Gekröse'' die Eingeweide oder Innereien von Menschen und Tieren. Der Darm ist stark gewunden und gedreht, daher dieser Name.
 
[[file:Bi-W-G Portrait Confused With Johannes Kepler 1610.jpg|right|x150px]]
c) In der Gastronomie nennt man essbare Innereien, besonders von Rindern oder Lämmern, ebenfalls ''Gekröse''.
 
d) Früher bezeichnete man auch eine kraus gefaltete Halskrause als ''Gekröse''. Auch diese sieht ''kraus'' und ''gedreht'' aussah. Dieses Kleidungsstück ist aus der Mode gekommen. Du findest es nur noch auf alten Bildern. Auf dem rechten Bild siehst du eine solche Halskrause.
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Gekröse''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Eingeweide, Darmgekröse oder Innereien
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der Arzt untersuchte das Gekröse des Patienten.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
 
'''Worttrennung:''' Ge-krö-se
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈkʁøːzə]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Gekröse'' ist ein Nomen sächlichen Geschlechts. Es wird meist nur im Singular verwendet.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|das Gekröse
|die Gekröse
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Gekröses
|der Gekröse
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Gekröse
|den Gekrösen
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|das Gekröse
|die Gekröse
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Gekröse| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Gekröse''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - Gekröse=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gekröse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gekröse''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Gekröse''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|<abbr>germ.</abbr> *kruzla,  <abbr>ahd.</abbr> krul, <abbr>mhd.</abbr> krol = kraus, lockig
 
mhd. ''krus'' = gedreht, gekrümmt, kraus
 
mhd. ''gekrœse'' = kleines Gedärm; ürsprünglich also ''das Gedrehte'' oder ''das Krause''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Darmgekröse, [https://www.dwds.de/wb/Kalbsgekr%C3%B6se Kalbsgekröse]
veraltet: [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06216 gekröselt], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00992 Gekrösader], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00993 Gekrösdrüse], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02074 Gekrösentzündung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06217 Gekrösfell], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02076 Gekrösgeflecht], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02077 Gekröshaut], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06218 Gekrösmantel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06219 Gekröspulsader], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02079 Gekrösschlagader]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Grundwort:'''
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Kr%C3%B6se Kröse], [https://www.dwds.de/wb/kr%C3%B6seln kröseln]; [https://www.dwds.de/wb/Kr%C3%B6selzange Kröselzange], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Kroeseeisen Kröseeisen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=K14836 Kröseldorn] (Krausbeere)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''Gekröse'' wurde früher auch für die gefaltelte Halskrause verwendet, weil diese stark gekräuselt war.
 
In der heutigen Alltagssprache wird das Wort meist nur noch in der Medizin oder Fachsprache verwendet.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''kröse'' kommt im heutigen Sprachgebrauch als Nomen in einigen Dialekten, als Fachbegriff (Küfer, Glaser) und als Adjektiv ''kröseln'' vor. Demnach kommt das Morphem nicht isoliert und auch in verschiedenen Wortbildungen vor.
|-
| colspan="2" |Es gibt keinen etymologischen- oder Bedeutungszusammenhang zum Verb [https://www.dwds.de/wb/dwb/krosen ''krosen''], dem Nomen [https://www.dwds.de/wb/dwb/kros ''Kros''/''Krös''] und dem Eigennamen [https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%B6sus ''Krösus''].
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''krös'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
Gekröse: [https://www.dwds.de/wb/Gekröse DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Gekröse Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] ([https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00991 Adelung], [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gekr%C3%B6se&stichwort=&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;exact&#x5D;=1 BDO], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=K01671 BMZ], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06215 Grimm], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=K16970 RhWb], ), [https://www.zdl.org/?q=Gekröse ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Gekroese Duden-online]
 
Kröse: [https://www.dwds.de/wb/Kröse DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Kröse Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz],  ([https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kr%C3%B6se&stichwort=&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;exact&#x5D;=1 BDO], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=K01670 BMZ], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=K14831 Grimm]), [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id3.htm#!page/30859/mode/1up Idiotikon] (Chrȫs, Grȫsch, Chrȫsch), [https://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/k/kk07368.htm Krünitz], [https://www.zdl.org/?q=Kr%C3%B6se ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Kroese Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gekröse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gekröse''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Gelichter=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort ''Gelichter'' bezeichnet heute meistens eine Gruppe von Menschen, über die man sich ärgert oder schlecht denkt. Gemeint ist oft Gesindel oder eine unangenehme Menschengruppe.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das war früher ganz anders. Da hatte das Nomen ''Gelichter'' eine eher positive Bedeutung.
Im Mittelalter gab es das Wort ''lehtar''. Es bedeutete ''Lager, Bett''. Mit der Vorsilbe ''ge''- entstand hieraus ''gelihter.''
 
Aus der Bedeutung ''Menschen, die aus dem gleichen Lager kommen'' entstand die Bedeutung ''Menschen mit übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht.'' Ab dem 17. Jahrhundert verschob sich die Bedeutung zunehmend ins negative. Heute bedeutete das Nomen ''Gesindel'' und wird umgangssprachlich eher als Schimpfwort und beleidigend verwendet.
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Gelichter''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|abwertend: eine als schlecht oder unangenehm angesehene Gruppe von Menschen; Gesindel
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der alte Mann wollte mit diesem lauten Gelichter nichts zu tun haben.''
''Nachts treiben sich im Park allerlei Gelichter herum.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, Neutrum
 
'''Worttrennung:''' Ge·lich·ter
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈlɪçtɐ]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Gelichter'' wird meist nur im Singular verwendet. Es bezeichnet häufig eine Menschengruppe als Gesamtheit.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|das Gelichter
|die Gelichter
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Gelichters
|der Gelichter
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Gelichter
|den Gelichtern
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|das Gelichter
|die Gelichter
|-
|}
 
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Gelichter| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Gelichter''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - Gelichter=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gelichter|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gelichter''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Gelichter''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *legh- = (sich) legen, liegen; lat. ''lectus'' = Lagerstatt, Bett
:⇒ ahd. ''lehtar'' = Lager (9. Jh.)
::⇒ ahd. ''gilehtar'' = Gebärmutter, eigentlich: Ort, wo das Kind liegt (ca. 10. Jh.)
:::⇒ mhd. ''gelihter'' = Menschen übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht (ca. 14. Jh.)
::::⇒ nhd. ''Gelichter'' = Menschengruppe
:::::⇒ später abwertend: Gesindel (ab 17. Jh.)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Diebsgelichter Diebsgelichter] / [https://www.dwds.de/wb/Diebsgelichter Diebesgelichter]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort hatte ursprünglich keine negative Bedeutung. Erst im Laufe der Sprachgeschichte wurde daraus ein Schimpfwort für eine als unangenehm empfundene Menschengruppe.
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''licht(er)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor. Ein etymologischer oder Bedeutungszusammenhang zum Nomen ''Licht'' besteht nicht.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''licht(er)'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/Gelichter DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Gelichter Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01146 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G07088 Grimm], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G01707 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=G01678 PfWb], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=L03826 RhWb]), [https://www.zdl.org/?q=Gelichter ZDL]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Gelichter Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Gelichter Duden-online] (nicht werbefrei)
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gelichter|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gelichter''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
 
=Info - genau=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[genau|'''zurück zur Wortgeschichte ''genau''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''genau''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|'''Verb:''' ahd. ''hniuwan'', ''(h)nūwan'' (9. Jh.) = stoßen, glattmachen; mhd. ''niuwen'', ''nūwen'' = zerstoßen, zerreiben
:⇒ '''Adjektiv:''' mhd. ''nouwe'', ''nou'' = eng, knapp, sorgfältig
::⇒ Wortbildung mit Präfix ''ge-'': mhd. ''genou'', ''genouwe'' = genau, sorgfältig
:::⇒ '''Adverb/Partikel:''' nhd. ''genau'' = exakt, zustimmend oder als Gesprächswort
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|sh. Kap. Wortbildungen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|Genauigkeit, genauestens
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''genau'' hatte ursprünglich die Bedeutung ''eng'' oder ''knapp''. Daraus entwickelte sich später die heutige Bedeutung ''präzise'' oder ''sorgfältig''. Wenn etwas ganz genau passt, bleibt kein Spielraum mehr.
|}
==Wortbildungen==
<div style="font-size: 1.2em">
'''''genau'' als Erstglied'''
</div>
 
Als '''Bestimmungswort (Erstglied)''' kommt das Adjektiv ''genau'' nur in den Wortbildungen ''genauso'' und ''genaugenommen''. Beim Adjektiv ''genaugenommen'' ist auch die Getrenntschreibung möglich. Diese wird von vielen Wörterbüchern auch empfohlen, so z. B. vom [https://www.duden.de/rechtschreibung/genau_genommen Dudenverlag].
 
<div style="font-size: 1.2em">
'''''genauso'' als Mehrwortausdruck'''
</div>
 
Früher wurden Wortbildungen mit ''genauso'' zusammengeschrieben. Nach der Rechtschreibreform (1996) werden diese als Mehrwortausdrücke getrennt geschrieben. Dazu gehören: [https://www.dwds.de/wb/genauso_gut genauso gut], [https://www.dwds.de/wb/genauso_häufig genauso häufig], [https://www.dwds.de/wb/genauso_lang genauso lang], [https://www.dwds.de/wb/genauso_oft genauso oft], [https://www.dwds.de/wb/genauso_schnell genauso schnell], [https://www.dwds.de/wb/genauso_sehr genauso sehr], [https://www.dwds.de/wb/genauso_viel genauso viel], [https://www.dwds.de/wb/genauso_weit genauso weit], [https://www.dwds.de/wb/genauso_wenig genauso wenig]
 
<div style="font-size: 1.2em">
'''''genau'' als Letztglied'''
</div>
Das Adjektiv ''genau'' ist als Letztglied (Grundwort) in Wortbildungen sehr produktiv. Die Wortbildungen können verschiedenen Bedeutungsgruppen zugeordnet werden:
 
'''Gruppe A: Objektive Präzision:''' Hier geht es um messbare Genauigkeit.
:1. Maß- und Mengengenauigkeit - Genauigkeit bei Längen-, Gewichts-, Geld- oder Mengenangaben
:2. Zeitliche Genauigkeit - Genauigkeit bezogen auf Zeitpunkte oder Zeiträume
:3. Räumliche / technische Präzision - Genauigkeit bei Passung, Technik oder Bewegung
:4. Ziel- und Treffergenauigkeit - Genauigkeit beim Erreichen eines Zieles oder Ergebnisses
:5. Rhythmus- und Ablaufgenauigkeit - Genauigkeit bezogen auf Rhythmus, Ablauf oder Synchronität
 
'''Gruppe B: Subjektive oder übertragene Präzision:''' Hier beschreibt ''genau'' eher eine bewertete Genauigkeit.
:1. Inhaltliche / sprachliche Genauigkeit - Exaktheit in Sprache, Darstellung oder Beschreibung
:2. Verstärkende oder wertende Bildungen - ''genau'' im Sinne von ''übertrieben exakt'' oder ''äußerst präzise''
:3. Gegenbegriff / Negation - fehlende Präzision
 
Die folgende Tabelle listet einige Beispielwörter auf und ordnet sie diesen Bedeutungsgruppen zu. Zu einigen Wortbildungen gibt es auch ein Nomen mit dem Suffix ''-igkeit''. Diese sind in der spalte 3 aufgeführt. Die Wörter sind mit dem [https://www.dwds.de/wb/ Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)] verlinkt. Dort findest du weiterführende Informationen.
 
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+Wortbildungen mit ''genau'' als Grundwort
! style="width: 10%" |Gruppe
! style="width: 20%" |Grundwort
! style="width: 20%" |Nomen
! style="width: 50%" |Bedeutung
|-
|B1
|[https://www.dwds.de/wb/bildgenau bildgenau]
| -
|mit einem Bild exakt übereinstimmend; bildlich sehr präzise
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/centgenau centgenau]
| -
|auf den Cent genau
|-
|B1
|[https://www.dwds.de/wb/detailgenau detailgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Detailgenauigkeit Detailgenauigkeit]
|bis ins Einzelne genau
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/ganggenau ganggenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Ganggenauigkeit Ganggenauigkeit]
|einen gleichmäßigen, exakten Gang aufweisend
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/grammgenau grammgenau]
| -
|auf das Gramm genau
|-
|B2
|[https://www.dwds.de/wb/haargenau haargenau]
| -
|ganz genau, äußerst genau
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/hochgenau hochgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Hochgenauigkeit Hochgenauigkeit]
|sehr präzise
|-
|B2
|[https://www.dwds.de/wb/hypergenau hypergenau]
| -
|übertrieben genau; extrem präzise
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/kilometergenau kilometergenau]
| -
|auf den Kilometer genau
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/maßgenau maßgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Maßgenauigkeit Maßgenauigkeit]
|genau passend; exakt nach Maß
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/metergenau metergenau]
| -
|auf den Meter genau
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/metergenau metergenau]
| -
|auf den Meter genau
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/millimetergenau millimetergenau]
| -
|äußerst präzise; auf den Millimeter genau
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/minutengenau minutengenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Minutengenauigkeit Minutengenauigkeit]
|auf die Minute genau
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/passgenau passgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Passgenauigkeit Passgenauigkeit]
|exakt passend
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/pfenniggenau pfenniggenau]
| -
|übertrieben genau im Rechnen
|-
|A4
|[https://www.dwds.de/wb/punktgenau punktgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Punktgenauigkeit Punktgenauigkeit]
|exakt zutreffend; genau passend
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/quarzgenau quarzgenau]
| -
|so genau wie eine Quarzuhr; äußerst präzise
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/sekundengenau sekundengenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Sekundengenauigkeit Sekundengenauigkeit]
|auf die Sekunde genau
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/stundengenau stundengenau]
| -
|auf die Stunde genau
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/tagesgenau tagesgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Tagesgenauigkeit Tagesgenauigkeit]
|auf den Tag genau
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/taggenau taggenau]
| -
|auf den Tag genau
|-
|A5
|[https://www.dwds.de/wb/taktgenau taktgenau]
| -
|genau im Takt
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/termingenau termingenau]
| -
|genau zum festgesetzten Termin
|-
|A4
|[https://www.dwds.de/wb/treffgenau treffgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Treffgenauigkeit Treffgenauigkeit]
|genau zutreffend
|-
|B2
|[https://www.dwds.de/wb/übergenau übergenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Übergenauigkeit Übergenauigkeit]
|pedantisch genau
|-
|B3
|[https://www.dwds.de/wb/ungenau ungenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Ungenauigkeit Ungenauigkeit]
|nicht genau
|-
|B1
|[https://www.dwds.de/wb/wortgenau wortgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Wortgenauigkeit Wortgenauigkeit]
|genau im Wortlaut
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/zeitgenau zeitgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Zeitgenauigkeit Zeitgenauigkeit]
|zeitlich exakt
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/zentimetergenau zentimetergenau]
| -
|auf den Zentimeter genau
|-
|A4
|[https://www.dwds.de/wb/zielgenau zielgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Zielgenauigkeit Zielgenauigkeit]
|genau auf ein Ziel gerichtet
|-
|A4
|[https://www.dwds.de/wb/zielgruppengenau zielgruppengenau]
| -
|genau auf eine Zielgruppe abgestimmt
|-
|}
 
==Rechtschreibung==
<div style="font-size:1.2em">
1. ''genauso / genau so''
</div>
Das Adverb ''genauso'' wird zusammengeschrieben, wenn die Betonung auf ''genau'' liegt. Beispiel: ''Er kann genauso gut erzählen wie er schreibt. Meine Schule ist genauso weit entfernt wie das Haus meiner Großeltern.''
 
Man schreibt ''genau so'' getrennt, wenn die Betonung auf dem Adverb ''so'' liegt. In diesem Fall wird das ''so'' durch ''genau'' näher bestimmt. Beispiel: ''Nimm diese Tablette und dir geht es bald besser. Genau so wird es kommen. Du wirst sehen.'' ''Halte den Stift genau so, mir drei Fingern, fest.'' ''Die Spielsteine werden genau so verteilt, dass jeder gleich viele Steine von jeder Farbe erhält.''
 
<div style="font-size:1.2em">
2. ''genauso + Adjektiv''
</div>
Die Wortfolge von ''genauso'' und einem Adjektiv wird seit der Rechtschreibreform (1996) getrennt geschrieben. Beispiel ''genauso wenig, genauso viel, genauso oft, genauso spät'' usw.
 
<div style="font-size:1.2em">
3. ''genau + Verb''
</div>
Die Wortgruppen ''genau'' + Verb werden getrennt geschrieben. Beispiel: ''Du solltest die Bemerkung der Schüler nicht so genau nehmen.'' Das gilt auch für das Partizip ''genommen.'' Beispiel: ''Es handelt sich genau genommen um ein großes Missverständnis.'' Zusammen- und Getrenntschreibung ist möglich, wenn die Wortgruppe als Adjektiv ein Nomen näher bestimmt. Beispiel: ''Die vom Gutachter durchgeführten genaugenommenen / genau genommenen Berechnungen stimmen.'' Tipp: Im Zweifelsfalle schreibe getrennt, da beides möglich ist.
 
<div style="font-size:1.2em">
3. ''genau + Verb''
</div>
Die Substantivierung von ''genau'' wird mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben. Beispiel: ''Ich weiß nichts Genaues über die geheim gehaltenen Absprachen.''
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''nau'' kommt in der Bedeutung von ''genau'' heute nicht isoliert und in Wortbildungen nur mit dem Präfix ''ge-'' vor. Das zugrunde liegende Adjektiv ahd. ''nouwe'' ist nach dem Mittelalter untergegangen.
|-
| colspan="2" |Das heutige Wort ''neu'' gehört nicht zu derselben Wortfamilie wie ''genau''. Die Ähnlichkeit der Wörter ist nur zufällig.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''nau'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top |Seitenanfang]]
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/genau DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/genau Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01282 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G07883 Grimm], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G01906 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=N00981 RhWb], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=G01049 MeckWb], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=G01861 PfWb], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=N00554 WestfWb]), [https://www.zdl.org/?q=genau ZDL]; [https://www.duden.de/woerterbuch Duden-online] [https://www.duden.de/rechtschreibung/genau_akkurat_gewissenhaft Adjektiv], [https://www.duden.de/rechtschreibung/genau_exakt_eben_so Adverb] (nicht werbefrei)
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[genau|'''zurück zur Wortgeschichte ''genau''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=genesen=
{{DISPLAYTITLE:genesen}}
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Verb ''genesen'' ist schon sehr alt. Vor rund tausend Jahren schrieb man ''ginesan''. Das bedeutete ''überleben'' oder ''gerettet werden''. Mit der Zeit hat sich die Bedeutung eingeengt. Früher hatte das Verb auch die Bedeutung ''ein Kind gebären, zur Welt bringen''. Diese Bedeutung findest du heute aber nur noch in alten gehobenen Texten.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Heute bedeutet ''genesen'' vor allem ''nach einer Krankheit wieder gesund werden''.
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''genesen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|nach einer Krankheit wieder gesund werden
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Nach einigen Wochen im Krankenhaus ist die Patientin wieder genesen.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
 
'''Worttrennung:''' ge·ne·sen
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈneːzn̩]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Verb ''genesen'' ist ein starkes Verb. Das Präteritum lautet ''genas''. Das Partizip II heißt ''genesen'', Hilfsverb ''sein''.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
| colspan="2" |
!Gegenwart
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
(Singular)
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 25%" |ich genese
| style="width: 25%" |ich genas
| style="width: 25%" |ich bin genesen
|-
!2. Person
|du genest
|du genasest, genast
|du bist genesen
|-
!3. Person
|er/sie/es genest
|er/sie/es genas
|er/sie/es ist genesen
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir genesen
|wir genasen
|wir sind genesen
|-
!2. Person
|ihr genest
|ihr genaset
|ihr seid genesen
|-
!3. Person
|sie genesen
|sie genasen
|sie sind genesen
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - genesen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''genesen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - genesen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[genesen|'''zurück zur Wortgeschichte ''genesen''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''genesen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 12%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *nes- ''wohlbehalten wohin gelangen, das sichere Heim erreichen'' → germ. *nazjan ''genesen machen''
:⇒ ahd. ''nerien'' → mhd. ''neren'', ''nerigen'' = genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten → ''nähren'' = mit Nahrung versorgen
:⇒ ahd. ''ginesan'', mhd. ''genesen'' = gesund werden
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/genesen genesen]: [https://www.dwds.de/wb/wiedergenesen wiedergenesen]
|- style="vertical-align:top;"
|[https://www.dwds.de/wb/Genesung Genesung] (Erstglied):
|[https://www.dwds.de/wb/Genesungsbegleiter Genesungsbegleiter], [https://www.dwds.de/wb/Genesungschance Genesungschance], [https://www.dwds.de/wb/Genesungsheim Genesungsheim], [https://www.dwds.de/wb/Genesungskompanie Genesungskompanie], [https://www.dwds.de/wb/Genesungskur Genesungskur], [https://www.dwds.de/wb/Genesungsnachweis Genesungsnachweis], [https://www.dwds.de/wb/Genesungsprozess Genesungsprozess], [https://www.dwds.de/wb/Genesungsurlaub Genesungsurlaub], [https://www.dwds.de/wb/Genesungswunsch Genesungswunsch], [https://www.dwds.de/wb/Genesungszeit Genesungszeit]
|- style="vertical-align:top;"
|[https://www.dwds.de/wb/Genesung Genesung] (Letztglied):
|[https://www.dwds.de/wb/Müttergenesung Müttergenesung], [https://www.dwds.de/wb/Müttergenesungsheim Müttergenesungsheim], [https://www.dwds.de/wb/Müttergenesungskur Müttergenesungskur], [https://www.dwds.de/wb/Müttergenesungswerk Müttergenesungswerk], [https://www.dwds.de/wb/Wiedergenesung Wiedergenesung]
|- style="vertical-align:top;"
|[https://www.dwds.de/wb/Genesene Genesene]:
|[https://www.dwds.de/wb/Genesenennachweis Genesenennachweis], [https://www.dwds.de/wb/Genesenenstatus Genesenenstatus]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Genesung Genesung], die/der [https://www.dwds.de/wb/Genesene Genesene]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|[[File:Be-W-G genesen.jpg|link=https://www.dwds.de/r/plot/?view=1&corpus=zeitungenxl&norm=date%2Bclass&smooth=spline&genres=0&grand=1&slice=1&prune=0&window=0&wbase=0&logavg=0&logscale=0&xrange=1946%3A2024&q1=Genesung|Quelle|right|250px]]Während der Corona-Pandemie wurde das Wort ''Genesene'' sehr häufig verwendet. Damit bezeichnete man Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden hatten. Auch Wörter wie ''Genesungsnachweis'' oder ''Genesenenstatus'' wurden damals oft benutzt.
 
Die rechte Grafik zeigt den Verlauf des Nomens ''Genesung''. Nach dem zweiten Weltkrieg und vielen Verletzten Soldaten und Zivilisten ging die Verwendungskurve mit einiger Verzögerung (die für die Genesung gebraucht wurde) steil nach oben. Fast auf den gleichen Höchststand stieg die Kurve 2021 in Folge der Coronapandemie an.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''nes'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur mit dem Präfix ''ge-'' im Wort ''genesen'' vor. Wortbildungen kommen zum Morphem ''nes'' nur zusammen mit dem Präfix ''ge''- vor.
|-
| colspan="2" |Auf den gleichen germanischen Worturspung kann auch das Verb ''nähren'' zurückgeführt werden. Allerdings hat sich hieraus ein Morphem mit völlig anderer Schreibung entwickelt.
|-
| colspan="2" |Einen etymologischen und Bedeutungszusammenhang zur Wortfamilie ''Genese'' besteht nicht.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''nes'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/genesen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/genesen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01323 Adelung], zu den alten Bedeutungen sh. vor allem:  [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G07918 Grimm], hier 2. und 3., [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G02006 Goethe] hier 2., [https://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/g/kg01452.htm Krünitz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Lexer&lemid=G02107 Mittelhochdeutsch Wb]), [https://www.zdl.org/?q=genesen ZDL]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Rekonvaleszenz Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/genesen Duden-online] (nicht werbefrei)
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[genesen|'''zurück zur Wortgeschichte ''genesen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
 
=Genosse=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Bei den Germanen bezeichnete man mit ''*nauta'' wertvolles Vieh oder Nutzvieh. Ein ''*ga-nauta'' war ursprünglich jemand, der mit anderen dasselbe Vieh oder denselben Besitz gemeinsam hatte. Daraus entstand im Althochdeutschen ''ginōʒ'' und später mittelhochdeutsch ''genōʒ(e)''. Gemeint war also zuerst jemand, der mit anderen etwas gemeinsam nutzt oder besitzt.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort ''Genosse'' bedeutete ursprünglich Gefährte, Begleiter oder jemand, der mit anderen in einer Gemeinschaft verbunden ist. Später wurde es auch für Menschen verwendet, die gleiche Ziele oder gleiche politische Überzeugungen haben. Besonders in sozialdemokratischen, sozialistischen und kommunistischen Parteien wurde ''Genosse'' zu einer Anrede für Parteimitglieder.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|englisch: ''companion'', ''comrade''<br>
französisch: ''compagnon'', ''camarade''<br>
italienisch: ''compagno''
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''Genosse''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|a) veraltend: Kamerad, Begleiter, Gefährte<br>
b) Mitglied oder Anhänger einer linksgerichteten politischen Partei<br>
c) Mitglied einer Genossenschaft
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Die Genossen trafen sich am Abend zur Versammlung.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, maskulin
 
'''Worttrennung:''' Ge·nos·se
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈnɔsə]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Genosse'' ist ein schwach gebeugtes Nomen. Das bedeutet: In fast allen Fällen außer dem Nominativ Singular endet es auf ''-n''.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|der Genosse
|die Genossen
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Genossen
|der Genossen
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Genossen
|den Genossen
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Genossen
|die Genossen
|-
|}
 
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Genosse| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Genosse''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - Genosse=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Genosse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Genosse''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Genosse''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *neṷd- = nutzen
:⇒ a) germ. *nauta- = Vieh, wertvolle Habe, Nutzvieh
::⇒ ahd., mhd. nōʒ = Nutz-, Zug-, Lasttier - Dieses Nomen ist nach dem Mittelalter ausgestorben.
:⇒ b) germ. *neutan = etwas in Nutzung nehmen
::⇒ ahd. nioʒan, ginioʒan, mhd. (ge)nieʒen = etw. benutzen, genießen
::⇒ mhd. nieʒ, frühnhd. Nieß = Benutzung, Nutznießung
:::⇒ hd. Nießbrauch = Recht auf Nutzung fremden Eigentums
:⇒ c) germ. *ga-nauta- = jemand, der dasselbe Vieh oder denselben Besitz gemeinsam hat
::⇒ ahd. ''ginōʒ'', ''ginōʒo'' = Genosse, Gefährte
:::⇒ mhd. ''genōʒ(e)'' = jemand, der mit anderen etwas gemeinschaftlich hat; Gleichgestellter, Gefährte
::::⇒ nhd. ''Genosse'' = Gefährte; politisch: Mitglied oder Anhänger einer linksgerichteten Partei
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Altersgenosse, Amtsgenosse, Artgenosse, Berufsgenosse, Bettgenosse, Bundesgenosse, Eidgenosse, Fachgenosse, Gesinnungsgenosse, Glaubensgenosse, Kampfgenosse, Leidensgenosse, Parteigenosse, Reisegenosse, Schicksalsgenosse, Stammesgenosse, Studiengenosse, Volksgenosse, Weggenosse, Zeitgenosse, Zimmergenosse
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|Genossin, Genossenschaft, genossenschaftlich, Genossenschafter, Genossenschaftler
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''Genosse'' hängt mit ''genießen'' zusammen. Früher bedeutete ''genießen'' nicht nur „Freude an etwas haben“, sondern auch „etwas nutzen“. Ein ''Genosse'' war also ursprünglich jemand, der mit anderen etwas gemeinsam nutzte.
|}
==Wortbildungen==
 
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+Wortbildungen mit ''Genosse'' als Grundwort (Letztglied)
|-
|-
|}
!style="width:10%"|Bedeutung
== geheuer ==
!style="width:20%"|männlich
 
!style="width:20%"|weiblich
===Wortherkunft===
!style="width:50%"|Bedeutung
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Adjektiv ''geheuer'' bedeutet heute meist ''vertraut'' oder ''nicht bedrohlich''. Häufig verwendet man es in der Verneinung: ''Das ist mir nicht geheuer.'' Gemeint ist dann: ''Das erscheint mir unheimlich oder verdächtig.''
 
Von ''geheuer'' ist auch das Gegenwort ''ungeheuer'' abgeleitet.
|-
|-
|}
|3
 
|[https://www.dwds.de/wb/Artgenosse Artgenosse]
=== Hinweise zum Wort ''geheuer'' ===
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Artgenossin Artgenossin]
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Lebewesen derselben Art
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|vertraut, sicher, angenehm; meist in der Verneinung: unheimlich oder verdächtig
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der dunkle Keller war mir nicht geheuer.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' ge-heu-er
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈhɔɪ̯ɐ]
|-
|-
|}
|2
 
|[https://www.dwds.de/wb/Bettgenosse Bettgenosse]
===Wortformen===
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Bettgenossin Bettgenossin]
<div style="font-size:1.2em">
|Person, mit der man ein Bett teilt
Das Wort '''''geheuer''''' ist ein Adjektiv. Hiervon werden keine Vergleichsformen gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
|-
!style="width: 33%"|Positiv
|4
!style="width: 33%"|Komparativ
|[https://www.dwds.de/wb/Bundesgenosse Bundesgenosse]
!style="width: 34%"|Superlativ
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Bundesgenossin Bundesgenossin]
|Verbündeter Staat oder Verbündeter
|-
|-
|geheuer
|1
| -
|[https://www.dwds.de/wb/Eidgenosse Eidgenosse]
| -
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Eidgenossin Eidgenossin]
|Angehöriger der Schweizer Eidgenossenschaft
|-
|-
|}
|3
 
|[https://www.dwds.de/wb/Geschlechtsgenosse Geschlechtsgenosse]
==ungeheuer==
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Geschlechtsgenossin Geschlechtsgenossin]
__TOC__
|Lebewesen gleichen Geschlechts
 
===Wortherkunft===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|4
|Das Adjektiv ''ungeheuer'' kann sehr verschiedene Bedeutungen haben. Es kann ''riesig'', ''außerordentlich groß'' oder ''sehr stark'' bedeuten. Früher bedeutete es auch ''unheimlich'' oder ''grauenhaft''. Diese ältere Bedeutung steckt noch im Nomen ''das Ungeheuer''.
|[https://www.dwds.de/wb/Gesinnungsgenosse Gesinnungsgenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Gesinnungsgenossin Gesinnungsgenossin]
|Person gleicher politischer oder weltanschaulicher Haltung
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|4
|Im Mittelater hieß das Wort ''ungihiuri''. Später entwickelte sich daraus das mittelhochdeutsche ''ungehiure'' und schließlich unser heutiges ''ungeheuer''.
|[https://www.dwds.de/wb/Glaubensgenosse Glaubensgenosse]
Das Wort ''ungeheuer'' ist aus dem älteren Adjektiv ''geheuer'' entstanden. Dieses bedeutete ursprünglich ''vertraut'', ''freundlich'' oder ''anheimelnd''.
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Glaubensgenossin Glaubensgenossin]
 
|Person gleichen Glaubens
Durch die Vorsilbe ''un-'' entstand daraus das Gegenteil: ''nicht geheuer'', also ''unheimlich'', ''fremd'' oder ''bedrohlich''.
|-
|-
|}
|2
 
|[https://www.dwds.de/wb/Hausgenosse Hausgenosse]
===Hinweise zum Wort ''ungeheuer''===
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Hausgenossin Hausgenossin]
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Mitbewohner
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|sehr groß, gewaltig; früher auch: unheimlich oder schrecklich
 
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsätze:'''
|''Der Sturm richtete ungeheuren Schaden an.''
''Durch die Verfassungsreform hat der Präsident nun ungeheure Macht.''
 
''Er übte mit ungeheurem Fleiß, um am internationalen Wettbewerb teilnehmen zu können.''
 
''Die Schneelawine zerstörte mit ungeheurer Wucht das kleine Dorf.''
 
''Der neue Bahnhof verschlang eine ungeheure Menge Geld.''
|-
|-
|
|2
|In Verbindung mit Verben und Adjektiven hat ''ungeheuer'' auch eine verstärkende Funktion im Sinne von ''sehr''.  
|[https://www.dwds.de/wb/Leidensgenosse Leidensgenosse]
 
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Leidensgenossin Leidensgenossin]
''Die Aufgabe ist ungeheuer schwierig.'' ''Er ist ungeheuer fleißig.''
|Person mit gleichem Leid oder Schicksal
 
''Über dieses Geschenk wird sie sich ungeheuer freuen.''
 
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' un-ge-heu-er
 
'''Aussprache:''' [ˌʊnɡəˈhɔɪ̯ɐ]
|-
|-
|}
|4
 
|[https://www.dwds.de/wb/Parteigenosse Parteigenosse]
===Wortformen===
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Parteigenossin Parteigenossin]
<div style="font-size:1.2em">
|Mitglied derselben Partei
Das Wort ''ungeheuer'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelhaft gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
|-
!Positiv
|2
!Komparativ
|[https://www.dwds.de/wb/Schicksalsgenosse Schicksalsgenosse]
!Superlativ
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Schicksalsgenossin Schicksalsgenossin]
|Person mit gleichem Schicksal
|-
|-
|style="width: 26%"|ungeheuer
|2
|style="width: 34%"|ungeheurer
|[https://www.dwds.de/wb/Tischgenosse Tischgenosse]
|style="width: 40%"|am ungeheuersten
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Tischgenossin Tischgenossin]
|Person, mit der man gemeinsam isst
|-
|-
|}
|3
 
|[https://www.dwds.de/wb/Zeitgenosse Zeitgenosse]
==ungeheuerlich==
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Zeitgenossin Zeitgenossin]
 
|Mensch derselben Zeit
===Wortherkunft===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|2
|Das Adjektiv ''ungeheuerlich'' bedeutet ''schrecklich'', ''empörend'' oder ''kaum vorstellbar''. Oft beschreibt man damit etwas, das Menschen als sehr schlimm oder unerhört empfinden.
|[https://www.dwds.de/wb/Zellengenosse Zellengenosse]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Zellengenossin Zellengenossin]
|Mitgefangener in derselben Zelle
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|2
|Das Wort ''ungeheuerlich'' ist vom älteren Adjektiv ''ungeheuer'' abgeleitet. Dieses bedeutete ursprünglich ''unheimlich'', ''fremd'' oder ''bedrohlich''.
|[https://www.dwds.de/wb/Zimmergenosse Zimmergenosse]
 
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Zimmergenossin Zimmergenossin]
Schon im Mittelhochdeutschen gab es die Form ''ungehiurlīche''. Daraus entwickelte sich unser heutiges Wort ''ungeheuerlich''.
|Mitbewohner desselben Zimmers
 
Die Endung ''-lich'' bildet im Deutschen häufig Adjektive.
|-
|-
|}
|3
 
|[https://www.dwds.de/wb/Altersgenosse Altersgenosse]
===Hinweise zum Wort ''ungeheuerlich''===
|[https://www.dwds.de/wb/Altersgenossin Altersgenossin]
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Person gleichen Alters
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|schrecklich, empörend, unfassbar
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Das war eine ungeheuerliche Behauptung.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' un-ge-heu-er-lich
 
'''Aussprache:''' [ˌʊnɡəˈhɔɪ̯ɐlɪç]
|-
|-
|}
|5
 
|[https://www.dwds.de/wb/Altgenosse Altgenosse]
===Wortformen===
|xyz
<div style="font-size:1.2em">
|älteres Mitglied einer Gemeinschaft oder Partei
Das Wort ''ungeheuerlich'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelhaft gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
|-
!Positiv
|1
!Komparativ
|[https://www.dwds.de/wb/Amtsgenosse Amtsgenosse]
!Superlativ
|[https://www.dwds.de/wb/Amtsgenossin Amtsgenossin]
|Person im gleichen Amt
|-
|-
|style="width: 26%"|ungeheuerlich
|2
|style="width: 34%"|ungeheuerlicher
|[https://www.dwds.de/wb/Arbeitsgenosse Arbeitsgenosse]
|style="width: 40%"|am ungeheuerlichsten
|[https://www.dwds.de/wb/Arbeitsgenossin Arbeitsgenossin]
|Person, mit der man zusammen arbeitet
|-
|-
|}
|1
 
|[https://www.dwds.de/wb/Berufsgenosse Berufsgenosse]
==Ungeheuer==
|[https://www.dwds.de/wb/Berufsgenossin Berufsgenossin]
 
|Person desselben Berufs
===Wortherkunft===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|1
|Ein ''Ungeheuer'' ist ein schreckliches oder riesiges Wesen. In Märchen und Sagen sind Ungeheuer oft gefährliche Monster oder Drachen.
|[https://www.dwds.de/wb/Dorfgenosse Dorfgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Dorfgenossin Dorfgenossin]
|Mitglied derselben Dorfgemeinschaft
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|1
|Im Mittelalter hieß das Wort ''ungihiuri''. Daraus entwickelte sich später das mittelhochdeutsche ''ungehiure'' und schließlich unser heutiges Wort ''Ungeheuer''. Das Wort ''Ungeheuer'' gehört zur Wortfamilie von ''geheuer''. Dieses alte Wort bedeutete ursprünglich ''vertraut'', ''freundlich'' oder ''anheimelnd''.
|[https://www.dwds.de/wb/Fachgenosse Fachgenosse]
 
|[https://www.dwds.de/wb/Fachgenossin Fachgenossin]
Durch die Vorsilbe ''un-'' entstand die gegenteilige Bedeutung: ''nicht geheuer'', also ''fremd'', ''unheimlich'' oder ''bedrohlich''.
|Person desselben Fachgebiets
|-
|-
|}
|2
 
|[https://www.dwds.de/wb/Fahrtgenosse Fahrtgenosse]
===Hinweise zum Wort ''Ungeheuer''===
|[https://www.dwds.de/wb/Fahrtgenossin Fahrtgenossin]
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Mitreisender
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|ein schreckliches, bedrohliches oder riesiges Wesen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Im Märchen bewachte ein Ungeheuer den Schatz.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
 
'''Worttrennung:''' Un-ge-heu-er
 
'''Aussprache:''' [ˈʊnɡəˌhɔɪ̯ɐ]
|-
|-
|}
|5
 
|[https://www.dwds.de/wb/Genossenschaft Genossenschaft]
===Wortformen===
|xyz
<div style="font-size:1.2em">
|wirtschaftlicher Zusammenschluss von Mitgliedern
Das Wort ''Ungeheuer'' ist ein Nomen sächlichen Geschlechts.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
|4
!Nominativ
|[https://www.dwds.de/wb/Jagdgenosse Jagdgenosse]
|das Ungeheuer
|[https://www.dwds.de/wb/Jagdgenossin Jagdgenossin]
|die Ungeheuer
|Mitglied einer Jagdgenossenschaft
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
|2
!Genitiv
|[https://www.dwds.de/wb/Kampfgenosse Kampfgenosse]
|des Ungeheuers
|[https://www.dwds.de/wb/Kampfgenossin Kampfgenossin]
|der Ungeheuer
|Mitstreiter im Kampf
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
|1
!Dativ
|[https://www.dwds.de/wb/Klassengenosse Klassengenosse]
|dem Ungeheuer
|[https://www.dwds.de/wb/Klassengenossin Klassengenossin]
|den Ungeheuern
|Mitschüler derselben Klasse
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
|2
!Akkusativ
|[https://www.dwds.de/wb/Lebensgenosse Lebensgenosse]
|das Ungeheuer
|[https://www.dwds.de/wb/Lebensgenossin Lebensgenossin]
|die Ungeheuer
|Lebensgefährte
|-
|-
|}
|4
 
|[https://www.dwds.de/wb/Markgenosse Markgenosse]
</br>
|[https://www.dwds.de/wb/Markgenossin Markgenossin]
----
|Mitglied einer Markgenossenschaft
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - geheuer (Wortgruppe)| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''geheuer (Wortgruppe)''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
=Info - geheuer (Wortgruppe)=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[geheuer (Wortgruppe)|'''zurück zur ''Wortgruppe geheuer''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zur Wortgruppe ''geheuer''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 12%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *k̑(e)iu̯, germ. *hī̌w-, ahd. ''hīrāt'' =''Hausstand''; davon abgeleitet auch ''Heirat'' und ''Heim''.
 
Heirat: ahd. hīrāt, mhd. hīrāt, zuerst ''Hausstand'', danach (11. Jh.) ''Vermählung''
 
Heim: ahd. heima, mhd. heim = ursprünglich ''Lager'', nach dem Mittelalter in der heutigen Bedeutung: ''Wohnstätte, Haus''
 
heuer: ahd. ''hiuri'' = freundlich, lieblich
 
'''geheuer:''' mhd. ''gehiure'' = ursprünglich bedeutete das Adjektiv: ''zum Haushalt, Hauswesen gehörig''; daraus entwickelte sich dann zunächst die Bedeutung ''vertraut, angenehm'' und hieraus später ''angenehm, lieblich, trefflich''; heute wird ''geheuer'' in der Regel verneinend gebraucht, also ''nicht geheuer'' = ''nicht angenehm, nicht lieblich, nicht zutreffend''
 
'''ungeheuer:''' 8. Jh. ahd. ''ungihiuri'', mhd. ''ungehiure'' = unnatürlich, missgestaltet
 
'''ungeheuerlich:''' 11. Jh. mhd. ''ungehiurlīche'' = schrecklich, fremd, unvorstellbar
 
'''das Ungeheuer:''' 8. Jh. ahd. ''ungihiuri'', mhd. ''ungehiure'' = Unhold, Scheusal
|- style="vertical-align:top;"
|'''Häufigkeit'''
|Vergleicht man die Wörter in verschiedenen Textquellen, so kommt das Adjektiv ''ungeheuer'' (vor allem in seiner verstärkenden Bedeutung ''sehr'') mit Abstand am häufigsten vor. Im Textkorpus der deutschen Gegenwartssprache (DWDS) sind die Nennungen:
:* geheuer = 3 Prozent
:* geheuerlich = 0,01 Prozent
:* ungeheuer = 62 Prozent
:* ungeheuerlich = 15 Prozent
:* Ungeheuer = 20 Prozent (davon 6 Prozent Wortbildungen)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Fischungeheuer Fischungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Flugungeheuer Flugungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Kopfballungeheuer Kopfballungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Landungeheuer Landungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Luftungeheuer Luftungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Meeresungeheuer Meeresungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Meerungeheuer Meerungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Riesenungeheuer Riesenungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Satzungeheuer Satzungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Seeungeheuer Seeungeheuer], [https://de.wiktionary.org/wiki/Sumpfungeheuer Sumpfungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Tierungeheuer Tierungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Waldungeheuer Waldungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Wasserungeheuer Wasserungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Wortungeheuer Wortungeheuer], [https://de.wiktionary.org/wiki/Ungeheuerlichkeit Ungeheuerlichkeit]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|-
|}
|2
 
|[https://www.dwds.de/wb/Reisegenosse Reisegenosse]
==Unikales Morphem ?==
|[https://www.dwds.de/wb/Reisegenossin Reisegenossin]
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|Mitreisender
| colspan="2" |Das Morphem ''heuer'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. Wortbildungen erscheinen fast nur zusammen mit dem Präfix ''ge-'' oder ''unge-''.
|-
|-
| colspan="2" |Das zugrunde liegende Adjektiv ''hiuri'' ist nicht verwandt mit dem süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Adverb ''heuer'' = ''in diesem Jahr''.
|2
Auch das Nomen ''Heuer'' = ''Lohn der Seeleute'' gehört nicht zu dieser Wortfamilie.
|[https://www.dwds.de/wb/Schlafgenosse Schlafgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Schlafgenossin Schlafgenossin]
|Person, die gemeinsam schläft oder ein Bett teilt
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|4
|Das Morphem ''heuer'' ist daher in der Bedeutung ''geheuer'' <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|[https://www.dwds.de/wb/Schutzgenosse Schutzgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Schutzgenossin Schutzgenossin]
|Person unter gemeinsamem Schutzverhältnis
|-
|-
|}
|4
 
|[https://www.dwds.de/wb/SED-Genosse SED-Genosse]
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|[https://www.dwds.de/wb/SED-Genossin SED-Genossin]
 
|Mitglied der SED
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Ungeheuer Ungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/ungeheuer ungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/ungeheuerlich ungeheuerlich]
 
'''geheuer:''' [https://www.dwds.de/wb/geheuer DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/geheuer Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00867 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G01189 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G04963 Grimm]), [https://fwb-online.de/lemma/geheuer.s.4adj Frühneuhochdeutsch], [https://www.zdl.org/?q=geheuer ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/geheuer Duden-online]
 
'''ungeheuer:''' [https://www.dwds.de/wb/ungeheuer DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/ungeheuer Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=U00801 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=U06944 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=ungeheuer ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/ungeheuer Duden-online]
 
'''Ungeheuer:''' [https://www.dwds.de/wb/Ungeheuer DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Ungeheuer Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=U00802 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=U06945 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=Ungeheuer ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Ungeheuer Duden-online]
 
'''ungeheuerlich:''' [https://www.dwds.de/wb/ungeheuerlich DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/ungeheuerlich Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=U06952 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=ungeheuerlich ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/ungeheuerlich Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[geheuer (Wortgruppe)|'''zurück zur ''Wortgruppe geheuer''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
 
=Gekröse=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|4
|Das mittelhochdeutsche Wort ''gekrœse'' bedeutete ''kleines Gedärm''. Es ist vom mittelhochdeutschen Adjektiv ''krus'' = ''gedreht, gekrümmt'' abgeleitet und bedeutete ursprünglich also ''das Krause'' oder ''das Gedrehte''.
|[https://www.dwds.de/wb/Sinnesgenosse Sinnesgenosse]
|[https://www.dwds.de/wb/Sinnesgenossin Sinnesgenossin]
|Person gleicher Gesinnung oder Einstellung
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|1
|Das Wort bedeutete ursprünglich ''kreisförmig'' oder ''gedreht''. Deshalb konnte es später verschiedene Dinge bezeichnen:
|[https://www.dwds.de/wb/Stammesgenosse Stammesgenosse]
 
|[https://www.dwds.de/wb/Stammesgenossin Stammesgenossin]
a) In der Anatomie nennt man die Falten im Bauchraum, die die inneren Organe halten und umgeben, ''Gekröse''.
|Mitglied desselben Stammes
 
b) In der Medizin bezeichnet ''Gekröse'' die Eingeweide oder Innereien von Menschen und Tieren. Der Darm ist stark gewunden und gedreht.
 
[[file:Bi-W-G Portrait Confused With Johannes Kepler 1610.jpg|right|x150px]]
c) In der Gastronomie nennt man essbare Innereien, besonders von Rindern oder Lämmern, ebenfalls ''Gekröse''.
 
d) Früher bezeichnete man auch eine gefältelte Halskrause als ''Gekröse'', weil sie kraus und gedreht aussah.
|-
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|1
|Englisch: mesentery, entrails
|[https://www.dwds.de/wb/Standesgenosse Standesgenosse]
 
|[https://www.dwds.de/wb/Standesgenossin Standesgenossin]
Französisch: mésentère
|Angehöriger desselben Standes
 
Lateinisch: mesenterium
|-
|-
|}
|1
 
|[https://www.dwds.de/wb/Studiengenosse Studiengenosse]
==Hinweise zum Wort ''Gekröse''==
|[https://www.dwds.de/wb/Studiengenossin Studiengenossin]
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Mitstudent
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Eingeweide, Darmgekröse oder Innereien
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der Arzt untersuchte das Gekröse des Patienten.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
 
'''Worttrennung:''' Ge-krö-se
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈkʁøːzə]
|-
|-
|}
|1
 
|[https://www.dwds.de/wb/Volksgenosse Volksgenosse]
==Wortformen==
|#BEZUG!
<div style="font-size:1.2em">
|Angehöriger desselben Volkes; historisch politisch belastet
Das Wort ''Gekröse'' ist ein Nomen sächlichen Geschlechts. Es wird meist nur im Singular verwendet.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
|2
!Nominativ
|[https://www.dwds.de/wb/Weggenosse Weggenosse]
|das Gekröse
|[https://www.dwds.de/wb/Weggenossin Weggenossin]
|die Gekröse
|Begleiter auf einem gemeinsamen Weg
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
|4
!Genitiv
|[https://www.dwds.de/wb/Weidgenosse Weidgenosse]
|des Gekröses
|[https://www.dwds.de/wb/Weidgenossin Weidgenossin]
|der Gekröse
|Mitglied einer Weidegenossenschaft
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
|2
!Dativ
|[https://www.dwds.de/wb/Zechgenosse Zechgenosse]
|dem Gekröse
|[https://www.dwds.de/wb/Zechgenossin Zechgenossin]
|den Gekrösen
|Trinkgefährte
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
|1
!Akkusativ
|[https://www.dwds.de/wb/Zunftgenosse Zunftgenosse]
|das Gekröse
|[https://www.dwds.de/wb/Zunftgenossin Zunftgenossin]
|die Gekröse
|Mitglied derselben Zunft
|-
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Gekröse| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Gekröse''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Info - Gekröse=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gekröse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gekröse''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Gekröse''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|mhd. ''gekrœse'' = kleines Gedärm
zugrunde liegt mhd. ''krus'' = gedreht, gekrümmt, kraus
Das Wort bedeutete ursprünglich also ''das Gedrehte'' oder ''das Krause''.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Darmgekröse
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|kraus, kräuseln, Krause
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''Gekröse'' wurde früher auch für die gefältelte Halskrause verwendet, weil diese stark gekräuselt war.
In der heutigen Alltagssprache wird das Wort meist nur noch in der Medizin oder Fachsprache verwendet.
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''kröse'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
| colspan="2" |Das Morphem ''noss'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. Es begegnet aber in mehreren Wortbildungen, zum Beispiel in ''Genosse'', ''Genossin'', ''Genossenschaft'' und in vielen Zusammensetzungen wie ''Zeitgenosse'', ''Parteigenosse'' oder ''Eidgenosse''.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''kröse'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|Das Morphem ''noss'' ist daher <span style="color:green">'''kein typischer Fall für ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
| colspan="2" |Das Präfix ''Ge-'' kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
| colspan="2" |Das Morphem ''noss'' kommt nicht isoliert, sondern nur gemeinsam mit dem Präfix ''ge-'' vor. In dieser Form kommt ''genossen'' als Partizip Perfekt des Verbs ''genießen und als Nomen in ''Genosse'' (uns seinen vielen Wortbildungen) vor.  
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''Ge-'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|Das Morphem ''noss'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
Zeile 7.830: Zeile 8.424:
==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/Gekröse DWDS],
[https://www.dwds.de/wb/Genosse DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Genosse Wiktionary], [https://dwee.saw-leipzig.de/etymology/Genosse/de DWEE], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Genosse Duden-online] (nicht werbefrei), [https://de.wikipedia.org/wiki/Genosse Wikipedia]
[https://de.wiktionary.org/wiki/Gekröse Wiktionary],
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz],
[https://www.zdl.org/?q=Gekröse ZDL],
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Gekroese Duden-online]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
Zeile 7.841: Zeile 8.431:
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gekröse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gekröse''''']]
|[[Genossenschaft|'''zur Wortgeschichte ''Genossenschaft''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
 
=Hagebutte=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Der erste Teil des Wortes ''Hag'' ist vom mittelhochdeutschen Wort ''hac'' abgeleitet. So nannte man früher eine Umzäunung, ein Gehege oder einen mit Gebüsch umzäunten Ort. Zur Einfriedung wurden oft ''Hagebutten'' oder ''Hagedorn'' verwendet.
|-
|Die Herkunft des zweiten Wortteils (''butt'') ist nicht eindeutig geklärt. Einige Sprachwissenschaftler leiten ''butte'' vom mittelhochdeutschen ''butz'' = Knoten, Klumpen ab. Andere sehen einen Zusammenhang mit dem niederländischen Wort ''but'' = stumpf.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Als ''Hagebutte'' bezeichnet man die roten Sammelnussfrüchte verschiedener Rosenarten, besonders der Heckenrose.
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==Hinweise zum Wort ''Hagebutte''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Rote Scheinfrucht verschiedener Rosenarten
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Im Herbst leuchten die roten Hagebutten an den Hecken.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, feminin
 
'''Worttrennung:''' Ha-ge-but-te
 
'''Aussprache:''' [ˈhaːɡəˌbʊtə]
|-
|}
 
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
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!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|die Hagebutte
|die Hagebutten
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|der Hagebutte
|der Hagebutten
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|der Hagebutte
|den Hagebutten
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|die Hagebutte
|die Hagebutten
|-
|}
 
</br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Hagebutte| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Hagebutte''''']]
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{{WörterABC-Tabelle}}
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=Info - Hagebutte=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Hagebutte|'''zurück zur Wortgeschichte ''Hagebutte''''']]
|}
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__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Hagebutte''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ahd. ''haganbutta'', mhd. ''hagenbutz''
 
''butte'' möglicherweise aus dem niederländischen ''but'' = stumpf abgeleitet.
 
Einige Autoren sehen auch einen Zusammenhang mit ''butz'' = Klumpen, Knoten, Kerngehäuse.
 
Der erste Wortteil ''hag'' bedeutete ursprünglich: Umzäunung, Hecke, eingehegter Ort.
 
Von ''hag'' sind auch die Wörter ''Hecke'', ''Hain'', ''Gehege'' und ''Hagedorn'' abgeleitet.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Hagebuttenmarmelade, Hagebuttentee, Hagebuttenkern, Hagebuttenstrauch
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|Hagedorn, Hecke, Gehege
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Die Hagebutte ist botanisch keine echte Beere, sondern eine sogenannte Sammelnussfrucht.
 
Die Früchte enthalten sehr viel Vitamin C und werden häufig zu Tee oder Marmelade verarbeitet.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''butt(e)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und nur in wenigen anderen Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''butt(e)'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''hag(e)'' kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''hag(e)'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|[[Genosse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Genosse''''']]
 
[[#top | Seitenanfang]]<br>
 
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/Hagebutte DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Hagebutte Wiktionary],  [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=H00231 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=H00102 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=H00688 Grimm]), [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutte&stichwort BDO], [https://www.zdl.org/?q=Hagebutte ZDL],  [https://de.wikipedia.org/wiki/Hagebutte Wikipedia],  [https://www.duden.de/rechtschreibung/Hagebutte Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Hagebutte|'''zurück zur Wortgeschichte ''Hagebutte''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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Aktuelle Version vom 15. Mai 2026, 15:30 Uhr

Die bereits erstellen Seiten billig und putzig müssen korrigiert werden. Beide Wörter sind keine unikalen Morpheme

Zu Buchsbaum müssen noch die Seiten Buchse und Büchse erstellt werden. Siehe hierzu die Excel-Tabelle.

Die bereits erstelle Seite billig muss korrigiert werden. Das Wort ist kein unikales Morphem

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sh. behelligen, bequem, berappen, Bernstein betütern, Bickbeere, Bingelkraut, Bollwerk, Bottich, bräsig, Bräuigam, Brombeere, Brösel, Brosame, Butzemann, Butzenscheibe


Bingelkraut

Wortherkunft

Herr Alt Der Name Bingel geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort bunge (= Knolle) zurück. Das ist ein Hinweis auf die knollenartige Wurzel der Pflanze.

Der zweite Bestandteil Kraut bezeichnet allgemein eine krautige Pflanze.

Frau Fremd Das Wort Bingelkraut kommt fast ausschließlich im deutschen Sprachraum vor. Im Niederdeutschen heißt es Büngel, in anderen Regionen auch Hundskohl, Schuttbingel oder Wintergrün. In den Niederlanden heißt diese Pflanze bingelkruid.

Hinweise zum Wort Bingelkraut

Bedeutung: Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden.
Beispielsatz: Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Bin·gel·kraut

Aussprache: [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt]

Wortformen

Das Substantiv Bingelkraut ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bingelkraut die Bingelkräuter
2. Fall Genitiv des Bingelkrauts der Bingelkräuter
3. Fall Dativ dem Bingelkraut den Bingelkräutern
4. Fall Akkusativ das Bingelkraut die Bingelkräuter



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bingelkraut
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bingelkraut

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Weiterführende Informationen zum Wort Bingelkraut

Entstehung: Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. bungo, mhd. bunge = Knolle
Wortbildungen: Waldbingelkraut
Ableitungen: -
Interessantes: Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum Bingelkraut findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B.
Botanikus, Heilkräuter.de, Mediendatenbank Biologie, Wikipedia.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bingel kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort Kraut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bing bzw. bingel kommt in dieser Bedeutung ist ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung mit einer veralteten Annahme zur Herkunft), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Bickbeere

Wortherkunft

Herr Alt Der erste Bestandteil Bick geht vermutlich auf das niederdeutsche Wort pik (= Pech) zurück. Damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Herr Wort Diese Beere wird je nach Region unterschiedlich benannt:
Blaubeere, Heidelbeere, Heubeere (süddeutsch), Mollbeere, Moosbeere, Schwarzbeere, Staulbeere (Pfalz), Waldbeere, Wildbeere, Zeckbeere

Hinweise zum Wort Bickbeere

Bedeutung: Heidelbeere, Schwarzbeere
Beispielsatz: Im Herbst sammeln wir Bickbeeren.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, feminin

Worttrennung: Bick·bee·re

Aussprache: [ˈbɪkˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Bickbeere ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein e angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Bickbeere die Bickbeeren
2. Fall Genitiv der Bickbeere der Bickbeeren
3. Fall Dativ der Bickbeere den Bickbeeren
4. Fall Akkusativ die Bickbeere die Bickbeeren



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bickbeere
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bickbeere

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Weiterführende Informationen zum Wort Bickbeere

Entstehung: agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch bikbēre, pik = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Wortbildungen: Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze
Ableitungen: -
Interessantes: Die Bickbeere ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Siehe hierzu die Beschreibung im Kinderlexion und auf der Seite essen-wissen.de.

Unikales Morphem ?

Das Wort Bickbeere besteht aus den Bestandteilen Bick und Beere. Das Morphem bick kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und auch in keiner weiteren Wortbildung vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bick muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung) ZDL Wikipedia Duden-online

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Bollwerk

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort wurde zum Ende des Mittelalters aus der niederdeutschen Sprache übernommen. Es ist eine Zusammensetzung aus Bohle und Werk.

Als bole bzw. bolle bezeichnete man früher ein dickes Holzbrett bzw. einen Baumstamm. Hieraus entwickelte sich später das Wort Bohle (= sehr starkes Brett).

Das Bollwerk war also ursprünglich ein Schutzbau aus Holzbohlen.

Zunächst bezeichnete man so ein mit Erde und Holzstämmen befestigtes Ufer. Später wurde der Begriff auch im militärischen Sinne für eine Befestigungsanlage verwendet.
Heute wird das Wort auch im übertragenen Sinn gebraucht, etwa als Bollwerk gegen den Krieg oder ein Bollwerk des Friedens.
Frau Fremd Das mittelhochdeutsche Wort bollwerc findet sich auch in nordgermanischen Sprachen.
Sprache Bollwerk Aussprache
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk]
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk]
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US)
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk]
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk]
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk]

Hinweise zum Wort Bollwerk

Bedeutung: a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde

b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen

c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz

Beispielsatz: a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.

b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See.

c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit.

Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Boll·werk

Aussprache: [ˈbɔlˌvɛʁk]

Wortformen

Das Substantiv Bollwerk ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bollwerk die Bollwerke
2. Fall Genitiv des Bollwerks der Bollwerke
3. Fall Dativ dem Bollwerk den Bollwerken
4. Fall Akkusativ das Bollwerk die Bollwerke



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bollwerk
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Info - Bollwerk

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Weiterführende Informationen zum Wort Bollwerk

Entstehung: 13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk
Wortbildungen: Abwehrbollwerk,

Felsbollwerk, Felsenbollwerk, Festungsbollwerk, Grenzbollwerk, Inselbollwerk

Ableitungen: -
Interessantes: Das Wort Bollwerk gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.

Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie Bollwerk gegen den Extremismus, Bollwerk der Demokratie oder Bollwerk des Friedens. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint.

Fremdsprachen

Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:

Ableitungen vom ndd. bolwerc bzw. nl. bolwerk in andere Sprachen
Sprache Bollwerk Aussprache Quelle
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk] Quelle
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk] Quelle
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US) Quelley
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk] Quelle
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk] Quelle
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk] Quelle
Französisch boulevard [buləvaʁ] Quelle
Spanisch baluarte [baluˈaɾte] Quelle
Italienisch baluardo [baluˈardo] Quelle
Portugiesisch baluarte [baluˈaɾtɨ] Quelle
Polnisch bulwar [ˈbulvar] Quelle
Russisch бульвар (bulvar) [bʊlʲˈvar] Quelle

Unikales Morphem ?

Obwohl eine historische Verbindung zu Bohle besteht, tritt das Morphem boll heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem boll kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort werk vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem boll in der Wortbildung Bollwerk wird daher als unikales Morphem betrachtet.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe;), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Bottich

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht vermutlich auf mittellateinisch butica („Gefäß, Fass“) oder auf lateinisch apothēca („Aufbewahrungsort, Lagerraum“) zurück. Im Mittelalter entwickelte sich daraus die Form boteche, aus der schließlich das heutige Wort Bottich entstand.

Hinweise zum Wort Bottich

Bedeutung: Fass, größerer Behälter (meist aus Holz oder Kunststoff)
Beispielsatz: Wir sammeln Regenwasser in einem großen Bottich.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bot·tich

Aussprache: [ˈbɔtɪç]

Wortformen

Das Substantiv Bottich ist männlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bottich die Bottiche
2. Fall Genitiv des Bottichs der Bottiche
3. Fall Dativ dem Bottich den Bottichen
4. Fall Akkusativ den Bottich die Bottiche



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bottich
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Info - Bottich

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Weiterführende Informationen zum Wort Bottich

Entstehung: Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt:
  1. griech. apothḗkē (ἀποθήκη) → lat. apothēca = Aufbewahrungsort, Lagerraum (vgl. Apotheke)
  2. mlat. butica = Gefäß, Behälter → ahd. botega → mhd. boteche

Aus diesen Formen entwickelte sich im Neuhochdeutschen das Wort Bottich.

Böttcher, Bütte: mnd. bȫde, bōde (= Bütte) → 13. Jh. mnd. bȫdeker, 15. Jh. frühnhd. (md.) botticher, büttiger; kein etymologischer Zusammenhang zu Bottich
Wortbildungen: -
Ableitungen:
Interessantes: Das Wort Bottich gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die ursprünglich einen Aufbewahrungsort oder Behälter bezeichneten. Dazu gehört auch das Wort Apotheke, das ursprünglich „Lagerraum“ bedeutete.

Heute bezeichnet Bottich meist einen großen offenen Behälter, häufig aus Holz oder Kunststoff.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bott im Wort Bottich kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und in keiner weiteren Wortbildung vor.

Einen etymologischen Zusammenhang zum Wort Böttcher gibt es nicht.

Pik-Kreis-gruen.jpg Der Wortbestandteil bott kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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bräsig

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort kommt aus der niederdeutschen Sprache und bedeutete ursprünglich kräftig, wohlgenährt.
Herr Wort Das Wort bräsig galt lange Zeit als veraltet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird es in Norddeutschland wieder verstärkt benutzt. Es drückt ein langweiliges, wenig flexibles und schwerfälliges Verhalten einer Person aus.
Frau Fremd Vergleichbare Bedeutungen finden sich auch in norddeutschen Dialekten, z. B. mecklenburgisch brœsig, westfälisch: bræsig. In den meisten Wörterbüchern wird bräsig mit träge übersetzt, z. B. niederländisch: traag, schwedisch trög, norwegisch: treg oder dänisch træg.

Hinweise zum Wort bräsig

Bedeutung: schwerfällig, träge; begriffsstutzig, langweilig
Beispielsatz: Sie saßen stundenlang auf der Bank und starrten bräsig auf das Treiben im Park.

Die Kinder hockten den ganzen Nachmittag bräsig auf dem Sofa und starrten auf ihr Handy.

Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: brä·sig

Aussprache: [ˈbrɛːzɪç]

Wortformen

Das Wort bräsig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
bräsig bräsiger am bräsigsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort bräsig
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - bräsig

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Weiterführende Informationen zum Wort bräsig

Entstehung: niederdeutsch bräsig = wohlgenährt, kräftig; vermutlich zu einem niederdeutschen Wortstamm brās/bras mit der Bedeutung „schwer, voll, massig“. Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet.
Wortbildungen:
Ableitungen:
Interessantes: 1978 bis 1980 lief im NDR bzw. ARD eine Fernsehserie nach einer Romanvorlage von Fritz Reuter mit dem Namen Onkel Bräsig.

Unikales Morphem ?

Der Morphem bräs im Adjektiv bräsig kommt nicht isoliert vor. Hiervon gib es auch keine weiteren Wortbildungen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Der Bestandteil bräs kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-2, MeckWB, WWb), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Bräutigam

Wortherkunft

Herr Alt Im frühen Mittelalter hieß der zukünftige Ehemann brūtigomo. Im ersten Teil des Wortes brut kannst du unser heutiges Wort Braut wiederfinden. Der zweite Teil ist auf das althochdeutsche Wort für Mann = gomo zurückzuführen. Dieses Wort ist mit dem lateinischen Wort homo (= Mensch, Mann) verwandt.

Das alte Wort gome gibt es heute nicht mehr. Es wurde schon früh im deutschsprachigen Raum durch Mann ersetzt.

Fremdsprachen

Frau Fremd Das alte Wort brūtigomo findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder.
Sprache Wort Aussprache Quelle
Dänisch brudgom [ˈbʁuðˌkʌm] Den Danske Ordbog
Isländisch brúðgumi [ˈpruːðkʏmɪ] Íslensk orðabók
Englisch bridegroom [ˈbɹaɪdɡɹuːm] Oxford Learner’s
Niederländisch bruidegom [ˈbrœy̯dəɣɔm] Van Dale
Norwegisch brudgom [ˈbrʉːdɡʊm] Bokmålsordboka
Schwedisch brudgum [ˈbrʉːdɡɵm] Svensk Ordbok

Hinweise zum Wort Bräutigam

Bedeutung: zukünftiger Ehemann
Beispielsatz: Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar.
Wortinfo: Wortart: Nomen: der Bräutigam

Worttrennung: Bräu-ti-gam

Aussprache: [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm]

Wortformen

Das Grundwort Bräutigam bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird en ergänzt

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bräutigam die Bräutigame
2. Fall Genitiv des Bräutigams der Bräutigame
3. Fall Dativ dem Bräutigam, dem Bräutigame den Bräutigamen
4. Fall Akkusativ den Bräutigam die Bräutigame



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bräutigam
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bräutigam

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Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam

Entstehung:
  • Braut: germ. *brudi–, ahd. mhd. brūt
  • Mann/-gam: ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
  • Bräutigam: germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
Wortbildungen: Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler,
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite Religionen entdecken.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bräut ist eine Umlautableitung von Braut (Allomorphie). Das Morphem braut kommt isoliert und in vielen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bräut/braut ist daher kein unikales Morphem.
Das Morphem gam kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. In Wortbildungen kommt das Wort nur gemeinsam mit dem Erstglied bräut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem gam ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe; für Regiolekte: Rheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe ), ZDL

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Brombeere

Wortherkunft

Herr Alt Die Brombeere hieß im Mittelalter brāmberi. Im ersten Teil des Wortes steckt das althochdeutsche Wort brāmo. Das bedeutete „Dornenstrauch“. Der zweite Teil des Wortes (beri) ist die Beere. Die brāmberi ist demnach die Beere, die an einem Dornenstrauch wächst.
Herr Wort Die Brombeere ist keine richtige Beere. In der Biologie gehört diese Frucht zur Gruppe der Steinfrüchte. Wenn du genau wissen willst, warum das so ist, dann findest du im Kinderlexikon eine verständliche Beschreibung.
Frau Fremd Das Wort ist auch in anderen germanischen Sprachen verbreitet, z. B. englisch bramble (Dornenstrauch) und niederländisch braam.

Hinweise zum Wort Brombeere

Bedeutung: Brombeeren sind blau-schwarze Früchte, die an einem stacheligen Strauch wachsen.
Beispielsatz: Ich esse gerne Brombeeren mit Sahne.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Femininum

Worttrennung: Brom·bee·re

Aussprache: [ˈbʁɔmˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Brombeere ist weiblich. Alle Wortformen in der Einzahl entsprechen dem Grundwort. Alle Pluralformen haben als Zusatz am Ende den Buchstaben n.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Brombeere die Brombeeren
2. Fall Genitiv der Brombeere der Brombeeren
3. Fall Dativ der Brombeere den Brombeeren
4. Fall Akkusativ die Brombeere die Brombeeren



weitere Beeren und Früchte auf rechtschreibwiki.de: Himbeere, Moltebeere

Weiterführende Informationen zum Grundwort Brombeere

Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Brombeere

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Weiterführende Informationen zum Wort Brombeere

Entstehung:
ie. *bhrem-, *bhrom- = borstig, Dorn → ahd. brāmo, brāma → mhd. brāme = Dornenstrauch
ie. *bhā-, *bhō- = glänzen → ahd. beri → nhd. Beere
10. Jh. ahd. brāmberi, mhd. brāmber
Wortbildungen: sh. Wörterliste
Ableitungen:
Interessantes: Die Brombeere ist keine echte Beere, sondern – wie die Himbeere, die Kratzbeere und die Moltebeere – eine Sammelsteinfrucht.

Viele Bilder zur Brombeere findest du z. B. auf grundschulmaterial.de. Dort sind auch Unterrichtsmaterialien, Bilder und Arbeitsblätter von Beeren und Früchten

Wörterliste

Wortbildungen mit Brombeere als Erstglied (Bestimmungswort)
Pflanze und Pflanzenteile
Brombeerblatt, Brombeerbusch, Brombeergerank, Brombeergesträuch, Brombeergestrüpp, Brombeerhecke, Brombeerpflanze, Brombeerranke, Brombeerstrauch
Tiere (leben an/mit der Pflanze)
Brombeergallmilbe, Brombeerperlmuttfalter, Brombeer-Perlmuttfalter, Brombeerspinner, Brombeerzipfelfalter, Brombeer-Zipfelfalter
Lebensmittel und Produkte aus der Frucht
Brombeercreme, Brombeereis, Brombeerfruchtsaft, Brombeergelee, Brombeerkompott, Brombeerkonfitüre, Brombeerkuchen, Brombeerlikör, Brombeermarmelade, Brombeermilch, Brombeersaft, Brombeerscherbett, Brombeerschnee, Brombeersirup, Brombeerwein
sonstiges (Eigenschaften, übertragene Bedeutung)
Brombeeraroma, Brombeerton, Brombeerkoalition

Unikales Morphem ?

Das Morphem brom (aus ahd. brāmo = Dornenstrauch) kommt nicht isoliert und in Wortbildungen nur zusammen mit dem Letztglied Beere (Brombeere).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem brom muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-Wörterbuch) ZDL Wikipedia Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Brösel

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht auf das althochdeutsche brōs(a)ma zurück und gehört zur gleichen Wortfamilie wie Brosame. Es bezeichnet ursprünglich etwas „Zerkrümeltes“ oder „Zerriebenes“.
Herr Wort Brösel wird vor allem umgangssprachlich verwendet und bezeichnet kleine Stückchen von Brot, Kuchen oder anderen trockenen Lebensmitteln. Häufig wird auch das Verb bröseln verwendet.

Hinweise zum Wort Brösel

Bedeutung: kleines, trockenes Stückchen von Brot, Kuchen oder Gebäck; Krümel
Beispielsatz: Auf dem Tisch lagen noch einige Brösel vom Kuchen.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Brö·sel

Aussprache: [ˈbrøːzl̩]

Wortformen

Das Substantiv Brösel ist männlich und wird häufig im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brösel die Brösel
2. Fall Genitiv des Brösels der Brösel
3. Fall Dativ dem Brösel den Bröseln
4. Fall Akkusativ den Brösel die Brösel



weitere Informationen findest du beim Stichwort Brosame
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Brosame

Wortherkunft

Herr Alt Ursprünglich bedeutete das althochdeutsche Wort brōsme „das Zerriebene, das Zerkrümelte“.

Das Wort hat geschichtlich nichts mit dem Wort Brot zu tun, auch wenn später die Bedeutung auf zerbröckeltes Brot eingeengt wurde.

Herr Wort Heute wird das Wort fast nur noch im Plural Brosamen verwendet. Es kommt häufig in festen Wendungen vor, z. B. die Brosamen aufsammeln oder mit Brosamen abgespeist werden.

Hinweise zum Wort Brosame

Bedeutung: winziges Stück von zerbröckeltem Brot oder Gebäck; Krümel

Das Wort wird meist im Plural (Brosamen) und oft im übertragenen Sinn gebraucht.

Beispielsatz: Für mich bleiben nur die Brosamen übrig.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bro·sa·me

Aussprache: [ˈbroːzamə]

Wortformen

Das Substantiv Brosame ist männlich und wird meist im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brosame die Brosamen
2. Fall Genitiv des Brosamens der Brosamen
3. Fall Dativ dem Brosamen den Brosamen
4. Fall Akkusativ den Brosamen die Brosamen



zur Wortgeschichte Brösel
Weiterführende Informationen zum Grundwort Brosame
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Weiterführende Informationen zum Wort Brosame

Entstehung: ie. *bhrē̌us- = zerbrechen, zerschlagen, zerkrümeln → 8. Jh. ahd. brōs(a)ma → mhd. brosem(e), brosme → nhd. Brosame

16. Jh. Verkürzung von spätmhd. brosemlīn, frühnhd. bröslein → nhd. Brösel

Wortbildungen: Bosame -

Brösel: bröselig, Brotbrösel, Kuchenbrösel, Semmelbrösel, Speckbrösel, Tabakbrösel, Zwiebackbrösel

Ableitungen: Brösel, broseln
Interessantes: Eine gute Beschreibung zu Brösel und Brosamen findest du bei Wikipedia.

Martin Luther verwendet den Begriff Brosamen in seiner Bibelübersetzung: Neues Testament, Mathäus 15,27. In anderen Übersetzungen finden wir Brotkrumen, Brosamlein, Krümel, Brootbrocken,

Die Stelle im Matthäus Evangelium in der Luther den hebräischen Begriff mit Brosame übersetzt ist aus verschiedenen Gründen interessant und für viele unverständlich und verwirrend: Jesus, der sich nur für an sein Volk, die Juden wendet und die andern, Heiden mit Hunden vergleicht?!. Wer mehr zu dieser Bibelstelle und verschiedenen Erklärungen interessiert finden bei gutefrage.net oder auf YouTube in der Scetch-Bibel interessante Interpretationen.

-

Unikales Morphem ?

Das Wort Brosame lässt sich historisch in mehrere Bestandteile zerlegen (bros + -ame). Diese Bestandteile kommen heute nicht mehr als selbstständige Wörter vor. Das Morphem bros kommt mit Umlaut im Wort Brösel vor (Allomorphie).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bros kommt nicht isoliert (wegen Bösel) vor. Es ist daher kein nikales Morphem.
Das Morphem ame ist Bestandteil des Wortes Brosame. Es kommt nicht isoliert und nur in diesem Wort vor. Im Wort Brösel (mhd. brosemlin) ist dieses Morphem nicht mehr enthalten.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ame kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Goethe, Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Butz (Wortgruppe)


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Die Wortfamilie um Butz, Butze, Butzen, Bütz, Butzel, Butzi usw. gehört zu den besonders vielgestaltigen und komplexen Bereichen des deutschen Dialektwortschatzes. Zahlreiche Belege aus dialektalen Wörterbüchern zeigen eine außerordentliche Bedeutungsvielfalt, die von konkreten Sachbezeichnungen über Körper- und Naturphänomene bis hin zu Figuren des Volksglaubens reicht.

Bedeutungsgruppen

Aus der Bedeutung Butz = Stoß, Schlag hat sich die Bedeutung Kern, Klumpen und hieraus viele verschiedene regionale Bedeutungen. Ob die Bedeutung Butz = Schreckgestalt/Kobold ebenfalls aus stoßen und schlagen entwickelt hat ist umstritten. Sehr wahrscheinlich ist, dass auch das Verb putzen auf die Wortgruppe Butz zurückgeführt werden kann. Es ergeben sich daher fünf Bedeutungsgruppen:

1. Stoß

Beschreibung: Grundbedeutung „stoßen, schlagen, berühren“
Beispielwörter: butzen, Butz, Butzekopf
Beispielsätze: Pass auf, sonst butzt du noch gegen die Tür! Der Widder gab ihm einen heftigen Butz gegen das Bein.

2. Kern / Klumpen

Beschreibung: rundliche Masse, Rest, verdichteter Bestandteil
Beispielwörter: Butzen, Bütz, Hagebutz, Fettbutzen
Beispielsätze: Die Kinder sammelten die Apfelbutzen im Korb. In der Suppe schwamm noch ein kleiner Fettbutzen.

3. regional / sekundär

Beschreibung: regionale Erweiterungen, Übertragungen und Neubildungen
Beispielwörter: Butzknecht, Butzbar, butzig, Butzilein
Beispielsätze: Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten. Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz!

4. Schreckgestalt

Beschreibung: traditionelle Angst- und Maskenfiguren
Beispielwörter: Butzemann, Butzenbär, Butzenmärtel
Beispielsätze: Mit dem Butzen drohte man früher unartigen Kindern. Der Butzemann versteckt sich angeblich im Keller.

Eine Auswertung der Wörterbuchbelege zeigt, dass es sich nicht um ein einheitliches Bedeutungsfeld handelt, sondern um ein komplexes Netz mehrerer Bedeutungsfelder, die sich regional unterschiedlich entfaltet haben.

1 a) Stoß / Bewegung

Beschreibung: körperliche Einwirkung, Stoß, Anprall, drückende Bewegung
Beispiele: butzen, Butz, Butzekopf, Butzelbock

1 b) Spiel

Beschreibung: spielerische Stoßhandlungen, oft körperliche Spiele (v. a. Kopfstoßen)
Beispiele: Butzen (Spiel), Fingerbutzeln, Butzelbock

1 c) Kuss / Zuneigung

Beschreibung: abgeschwächte Berührung im Sinne von Kuss, Zärtlichkeit, Koseform
Beispiele: Bütz, Butzi, Butzilein, Schnuckibutzi

2 a) Kern / Rest / Klumpen

Beschreibung: fester, abgesetzter Bestandteil; Rest, Kern oder rundlicher Klumpen
Beispiele: Apfelbutzen, Hagebutz, Fettbutzen, Erdäpfelsbutz

2 b) Schmutz / Körper

Beschreibung: körperliche oder stoffliche Rückstände, meist unangenehme Substanzen
Beispiele: Nasenbutzen, Rotzbutzen, Mistbutzen, Dochtbutzen

2 c) Menge / Bündel

Beschreibung: zusammengefasste Masse, Bündel oder Ansammlung von Material
Beispiele: Heubützig, Butzwelle, Barnbützig

2 d) Körper (von Personen)

Beschreibung: Knoten, Bläschen, Schmutz am Körper
Beispiele: Haarbutz, Eiterbutzen, Adenbutzen, Bauchbutzen

3 a) Personen

Beschreibung: Bezeichnungen für Menschen, oft bewertend, verkleinernd oder scherzhaft
Beispiele: Butz (Kind), Butzelbub, Butzknecht, Butzeknösel

3 b) Tier- und Landwirtschaft

Beschreibung: Bezeichnungen für Tiere, Pflanzen oder landwirtschaftliche Objekte
Beispiele: Butzen (Ferkel), Strohbutzen, Hagebutz, Butzenbock

3 c) Raum

Beschreibung: kleine, oft einfache oder beengte Räume, Hütten oder Stuben
Beispiele: Butze, Butzenstube, Butzenkammer

3 d). Wetter

Beschreibung: kurze, stoßartige oder klumpenartige Niederschläge
Beispiele: Schauerbutzen, Regenbutzen, Aprilbutzen

3 e) Sonstiges

Beschreibung: feste Redewendungen, übertragene Bedeutungen, unspezifische Verwendungen
Beispiele: butz und gar, Butz (Rest), Butzware

4. Schreckgestalt

Beschreibung: furchterregende Figur des Volksglaubens oder Brauchtums
Beispiele: Butzemann, Butzenbär, Butzenkerl, Faschingbutz

5. butzen II

Beschreibung: eigenständige Verbgruppe mit Bedeutungen wie reinigen, ordnen, bearbeiten
Beispiele: butzen (putzen), aufbutzen, hineinbutzen, Abbutz

Entstehung

ahd. bōʒan = schlagen, stoßen, mhd. bōʒen → ca. 14. Jh. butzen; ab ca. 16. Jh. ist das Verb untergegangen; die Nomen Butz, Butz, Butzen und regional auch Bütz, Bütz, Bütze sind in verschiedenen Dialekten erhalten geblieben.

mhd. butz = Kobold, Schreckgestalt → Bedeutungserweiterung: Kobold → kleiner Mensch → Klumpen → Gegenstand → Handlung

Bedeutung der Grundwörter

Die Wortgruppe Butz ist eine der vielfältigsten Wortgruppen in verschiedenen Dialekten und Regiolekten. Diese Wörter kommen sowohl in Norddeutschland und dem Rheinland als auch in Hessen, Süddeutschland, Elsass, Luxemburg, Österreich und der Schweiz vor. Bereits die Grundwörter werden - je nach Region - mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für die Bedeutungsvielfalt der Grundwörter. Die Tabelle beschränkt sich beispielhaft auf die Regionen Mecklenburg (MeckWB), Rheinland (RhWB), die Pfalz (PfWB) und Bayern (BDO). Weitere Wörterbuchquellen findest du im Kapitel Belege/Quellen. Die Tabelle ist nach den Grundwörtern geordnet. Du kannst diese aber auch nach den Spalten (Bedeutung, Gruppe, Ursprung, Quelle) sortieren und mehr über die Bedeutungen und Dialekte erfahren.

Die Bedeutungen der Grundwörter Butz, Butze, Butzen und mit Umlaut Bütz, Bütze, Bützen
Lemma Bedeutung Gruppe Ursprung Quelle
Butz Stoß, Schlag 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Butz I,
Butz Stoß (in Redewendungen) 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Butz, Bed. 1a,
Butz Wurfhölzchen 1b) Spiel 1. Stoß PfWB: Butz1, Bed. 3
Butz Kuss 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Butz, Bed. 2
Butz Auswuchs 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 12
Butz Narbe am Obst 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen RhWB: Butz, Bed. 1b
Butz große Menge 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 15
Butz Strohwisch 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 16a
Butz Strauß 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 16b
Butz Haarbüschel 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 16c
Butz Kerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butz Haarknoten 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butz unreinliche Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär PfWB: Butz1, Bed. 2
Butz Schutzmann 3a) Personen 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 4
Butz durchtriebener Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butz kleiner Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butz Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 6
Butz Polizist 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butz III,
Butz dummer Kerl 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butz VI, Bed. 2
Butz Gelbschnabel 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butz, Bed. 4
Butz Schwein 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär PfWB: Butz1, Bed. 1
Butz Rinderkrankheit 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 17
Butz kleiner Hund 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butz Vogel, Kauz 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butz kleines Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butz Kalb-Rind-Stufe 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär RhWB: Butz VI, Bed. 1
Butz dunkle Wolke 3d) Wetter 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 14a
Butz Regenschauer 3d) Wetter 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 14b
Butz Grasplatz 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär PfWB: Butz2, Bed. 13
Butz Waschkessel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: Butz IV,
Butz Schnaps 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: Butz, Bed. 3
Butz Fastnachtsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB: Butz2, Bed. 1
Butz Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB: Butz2, Bed. 3
Butz Wildscheuche 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB: Butz2, Bed. 5
Bütz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz kleiner Brotlaib 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Bütz Kuss 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Butz, Bed. 2
butz (Adv.) plötzlich, sofort 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß MeckWB: butz,
butz (Interj.) Laut beim Aufprall („bums“) 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß MeckWB: butz,
Butze Obstrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen FWB: Butze,
Butze Dochtrest 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen FWB: Butze, Bed. 4
Butze Tintenklecks 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 8
Butze Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen FWB: Butze, Bed. 3
Butze Eiterpfropf 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 7b
Butze Streifen, wo die Saat zu dicht steht (aneinanderstößt) 1a) Stoß / Bewegung 3. regional/sekundär BDO
Butze kleines mageres Mädchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butze dicke, kleine Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butze Raum unter Treppe 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butze,
Butze Verschlag 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butze,
Butze Alkoven 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butz,
Butze Wiege 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB: Butzebaba,
Butze Gespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt FWB: Butze, Bed. 1
Bütze Beule, Vertiefung durch Stoß, Schlag 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB, 2a
Bütze Stoß 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Bütz(e), Bed. 1
Bütze Klickerkaule 1b) Spiel 1. Stoß RhWB: Bütz(e), Bed. 2b
Bütze Wurfklicker 1b) Spiel 1. Stoß RhWB: Bütz(e), Bed. 3
Bütze Brüste 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Kerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen ElsWB: Butzen,
Butzen Hagebutten(krone) 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen MeckWB: Butzen1,
Butzen Kelchrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 11b
Butzen Maiskolbenrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB: Butz2, Bed. 11c
Butzen Erdschollen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen RhWB: Butzen I,
Butzen Metallplättchen in Stoffknöpfen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen RhWB: Butzen I,I
Butzen Augengries 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen FWB: Butze, Bed. 5
Butzen Nasenpopel 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB: Butzen III, Bed. 2a
Butzen Knospe, Blüte 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen Blütenrest an der Frucht 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen abgeschnittener Baumstamm 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen Quaste, am spitzen Ende einer Zipfelmütze 2a) Kern / Rest / Klumpen 3. regional/sekundär BDO
Butzen verkohltes Dochtende 2b) Schmutz 3. regional/sekundär BDO
Butzen Dreschabfall 2b) Schmutz 3. regional/sekundär BDO
Butzen Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Knoten in den Haaren 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Eiterbläschen 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen körperliches Leiden, Gebrechen 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen Vorspringender Kehlkopf 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzen unreinlicher, schmutziger Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen dicker, kleiner Mann 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen auffallend körperlich schwaches Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen körperlich schwächstes Kind in der Klasse 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen ungezogener Junge 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzen kleiner Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Butzen III, Bed. 3
Butzen Schneegestöber 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Butzen Aprilschauer 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Butzen Wolke 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Butzen Gewitterwolke 3d) Wetter 3. regional/sekundär RhWB: Butzen III, Bed. 2c
Butzen Verbotszeichen für den Schäfer 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzen Krautstrunk 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzen Holzschuhe 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär MeckWB: Butzen2,
butzen jdmd. hauen, prügeln 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB
butzen hüpfen 1b) Spiel 1. Stoß RhWB
butzen Mensch: kräftigen Stuhlang haben 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen RhWB
butzen Nachgeburt der Kuh ausstoßen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen RhWB
butzen eine Arbeit bewältigen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
butzen übertr.: etw. heimlich und schnell wegnehmen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
butzen stoßen, anprallen 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß MeckWB: butzen,
butzen stoßen, schlagen 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß PfWB: Butz 2,
butzen Kartenspiel 1b) Spiel 1. Stoß MeckWB: butzen,
butzen Murmeln werfen 1b) Spiel 1. Stoß MeckWB: butzen,
butzen Korn messen 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär MeckWB: butzen,
butzen verschwinden, sich davonmachen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 1a/1γ,
butzen schmücken 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 1c,
butzen stehlen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 2a,
butzen prügeln 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 2c,
butzen jmdn. ausschimpfen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB: butzen II 2d,
butzen putzen, reinigen 5) butzen II Abl. putzen RhWB: butzen I,I
bützen hüpfen 1b) Spiel 1. Stoß RhWB
bützen küssen 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Butz/Bütz,
Butzer kleines stämmiges Kind 3a) Personen 2. Kern, Klumpen MeckWB
Butzer Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzer zurückgebliebenes Schwein 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzer großer Schnaps 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär MeckWB
Butzer Murmelspiel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär MeckWB
Bützer dicker Schmiedehammer 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Bützer
Bützer Schläger am Dreschflegel 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB: Bützer
Bützer jemand, der küsst 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB: Bützer
Bützer Schwätzer 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB: Bützer
Butzig Getreidereste 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzig Kartoffelschale 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
butzig klumpig, voller Klumpen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzig klumpig, voller Klumpen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzig verwirrtes Haar 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
butzig winzig, putzig, niedlich 3e) Sonstiges 4. Schreckgestalt BDO
Bützig auf die Tenne gefallene Futter- oder Getreidereste 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Rest der Kartoffel nach dem Reiben 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Getreidereste auf dem Feld, nach dem Mähdreschen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Reste, Rückstand 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Restgetreide auf dem Acker 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall, Kehricht 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Abfall von Obst und Gemüse 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Kehricht 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Schmutz, Krümel 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Spreu, Streu, Pflanzenabfälle 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Fallobst, minderwertiges Obst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Kleinholz zum Feuermachen 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig minderwertig, verkümmertes Obst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Nadelstreu 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig kleine, minderwertige Kartoffel 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Reisig, zerkleinerte Äste 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützig Unterholz 2c) Menge / Bündel 3. regional/sekundär BDO
Bützig sozial niedrig gestellte Personen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützig Ackerunkraut 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO

In dieser Tabelle sind nur die Grundwörter aufgeführt. In den Regiolekten werden diese Grundwörter durchaus sehr verschieden gesprochen und geschrieben. Hier als Beispiel das Grundwort Bützig, wie es in Franken (Oberbayern) geschrieben und gesprochen wird. Allein im Raum Würzburg - Nürnberg finden sich im Umkreis von rd. 100 km über 50 verschiedene Schreibung dieses einen Grundwortes Bützig. Und diese Variationen in den verschiedenen Städten und Kreisen beziehen sich nur auf die eine Bedeutung Abfall beim Gemüseputzen. Hier einige Beispiele:

Bützig, Bäize, Bäizi , Bë.izi, Beetzi, beidsi , Beizi, Bēj̄tzi , Bejzi, Belzi, Beutzi, Beūzi, Bēzi, Bidsich, Bidzi, Biedsi, Biezzi, Bittzl, Bitze, Bitzich, Bitzl, Bīzi , Bödzi, Boidzi, Böidzi, Böitzi, Böizi, Böizzi, Bötze, Bötzisch, Böüdzi, Bözi , Bözzich, Budzi, Butzi, Butzich, Peŭtzi , Pöitzi, Pöitzich, Pöizi, Pöizich, Pörzich, Pötzi , Potzich, Pötzich, Pötzig, Pöützi, Pöüzi, ...

Die Wörter sind mit der Quelle im Fränkischen Wörterbuch (FWb) verlinkt. Dort findest du auch die Ortsangaben zu den regionalen Wörtern. Eine visualisierte Karte kann über Bayerns Dialekte Online unter dem Stichwort Bützig abgerufen werden.

Wortbildungen

Zu den verschiedenen Grundwörtern haben sich in verschiedenen Regiolekten viele Wortbildungen mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen (siehe Kap. Bedeutungsgruppen) gebildet. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für Wortbildungen. In die Tabelle wurden exemplarisch nur Wortbildungen aus den mecklenburgischen, rheinischen und bayerischen Wörterbüchern aufgenommen.

Einzelne Wörter haben regional unterschiedliche Bedeutungen. In diesen Fällen wurde das Wort mehrfach aufgenommen, damit diese den Bedeutungsgruppen besser zugeordnet werden können. Beispiel: Aprilbutz = jmd. der in den April geschickt wurde, Aprilbutzen = Aprilschauer, Aprilenbutzen = am 1. April geborene Person; Gebutzel/Gebützel = a) minderwertiges Obst oder Gemüse, b) kleine Kartoffel, c) Abfall beim Gemüseputzen, d) Fallobst.

Die letzte Spalte enthält zur Wortbildung die Quelle. Nicht aufgenommen wurden schriftliche regionale Varianten der Wortbildungen. Die Tabelle ist nach Spalten sortierbar. So können die Wörter nach Bedeutungen gruppiert werden.

Wortbildungen zu Wörtern der Wortgruppe Butz
Wortbildung Bedeutung Gruppe Ursprung Quelle
Abbutz Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abbutzet Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abbutzig Kartoffelschale 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abbützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Abfallbützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Adamsbützel Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Adamsbutzen Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Adenbutzel Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Adenbutzel Nesthäkchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Adenbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Aderbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Aderenbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Ägenbütz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbutz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbütz Apfelkerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbutzel Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Apfelbutzen Apfelkerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen PfWB
Apfelbutzen Adamsapfel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Apfelbützlein Apfelblüte / Butzen 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Aprilbutz Aprilscherz-Person 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Aprilbutzen Aprilschauer 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Aprilenbutzen am 1. April geborene Person 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Atenbutz Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Atenbutz kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Atenbutzel Nesthäkchen, jüngstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Audabutzel zuletzt geschlüpfter Vogel eines Geleges 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Augenbutzen Augenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Augenbutzen hart arbeitender Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Ausbutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Barnbützig Futterreste 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bauchbutz Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Bauchbutzel Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Bäumebützig Nadelstreu 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Behängbutzen Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Bettelbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Birnbutzen Kerngehäuse Birne 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Birnenbützel Pilzart 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Birnenbutzen Essensrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Blühbutzen Knospe 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bollerbutz zurückgebliebenes Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzbar Schüssel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzbergerei Geheimniskrämerei 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzbirne Birnensorte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen RhWB
Bützche Schnaps 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Bützche(n) Küsschen 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzdig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzebaba Wiege, Bett 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB
Butzebacken dicke Backen 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzebalg dicker Mensch / Krug 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzebarg sagenhafter Berg 3c) Raum 3. regional/sekundär MeckWB
Butzebeer Schafkot 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen MeckWB
Butzecker Frucht der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzehändchen Kusshand 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzeimer Putzeimer 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzekall Geschwätz 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzeknösel eingebildeter Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzekopf Kopfstoß / Starrkopf 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß RhWB
Butzelarbeit grobe Arbeit 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzelbär Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzelbirne minderwertige Birne 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelbock Zusammenstoßen der Köpfe im Spiel 1b) Spiel 1. Stoß BDO
Butzelbock Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelbockerlein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützelböser Mann (abwertend) 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzelbub kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzeleinstag Geburtstag 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzelgemüse Kleingemüse 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelkuh Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelküh Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelkühlein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelkuhsel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelmaß Getränk 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzelmocke(r)lein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelmockel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelpack Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzelware Kinderschar 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzelware kleines Getier, kleine Tiere 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzelzeug minderwertiges Obst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Bützelzeug Fallobst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Butzemann Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzemärtel Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzemockel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenäschen kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzenbäkeler Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenbär Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenbengel kleiner Bub 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenberchte weibliche Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzenbock Mostrückstand 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenbock Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenbock Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenbünkel nettes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenhäfelein Weißdornfrucht 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenhänschen kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzenhiefe Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenkerl Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenklein sehr klein 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzenkuh Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenleiner kleine Bremse 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Butzenmäckler verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenmann Schreckgespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenmaukes Schreckgespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt RhWB
Butzenmummel Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzennelleschen kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzennickel kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenofen Ofen 3c) Raum 3. regional/sekundär RhWB
Butzenscheibe kleine Glasscheibe 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzenstiel Stiel an einem abgenagten Kernhaus 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzentanz Tanz der Fastnachtbutzen 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzenteufel Nesthäkchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenteufel Faschingsgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzenweg Scharfrichter 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzenwubelein alte Frau (Kinderschreck) 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzepöpel verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Butzerach Kerngehäuse 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Butzeratz Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzerl kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzerl kleines Getier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Bützerlein Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzernickel kleiner Finger 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Butzet Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzethomas Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzewatz Traumgespenst 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzgasten eingemessenes Korn 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen MeckWB
Bützgeschirr scherzhaft, großer Mund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzgickel gefallsüchtiges Weib 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzgockel Hahn ohne Schwanz 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Bützgrete Mädchen, das gerne küsst 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Bützhand(chen) Kusshand 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzhenne Henne ohne Schwanz 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzhiefe Heckenrose, Frucht der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Butzhobel Hobel mit Doppeleisen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzholz Glätteholz des Schusters 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzi Kosename für Hunde 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzi Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzi Kosename (Hund) 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzi kleiner Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Butzi kleiner Hund 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzibär Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzibercht Weihnachtsschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzicht Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Bützigbauern Männer, die den Müll abholen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigeimer Abfallkorb beim Gemüseputzen 5) butzen II Abl. putzen BDO
Butzigel im Wachstum zurückgebliebenes Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Butzigelein kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigholer Männer, die den Müll abholen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigkörblein Abfallkorb beim Gemüseputzen 5) butzen II Abl. putzen BDO
Butziglein schwächstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bütziglein Kartoffelrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützigmänner Männer, die den Müll abholen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Bützigschaufel Kehrichtschaufel 5) butzen II Abl. putzen BDO
Bützigschäufelein Kehrichtschaufel 5) butzen II Abl. putzen BDO
Butzilein Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Butzilein Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Bützjan Klatschmaul 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzjunge Arbeiter (Junge) in der Eisengießerei 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzkamm geschniegelt Mann 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzkäthe Putzmacherin 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzkaul ein Kind, dass nicht essen will 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Bützke Klickerkaule 1b) Spiel 1. Stoß RhWB
Butzknecht Reinigungsarbeiter 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzlappen Putzlappen / Prügel 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzlein Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Butzlein Haselblüte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützlein Kuss 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Bützlein Kartoffelrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Bützlein Unterholz 2c) Menge / Bündel 3. regional/sekundär BDO
Bützlein Knecht Ruprecht 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Butzlumpen Zunge 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär RhWB
Butzlumpen Lumpen 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzmachersche Modistin (Herstellerin von Kopfbedeckungen) 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzmamsell putzsüchtige Frau 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Bützmamsell kussüchtiges Weib 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Butzmann Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Bützmann Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Bützmattes einer, der gerne küsst 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
Bützmäulchen Schmollmund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzmesser Werkzeug 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butzmichel alte Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzmockelein Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Bützmöngke Schmollmund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzmühle Reinigungsmaschine 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butznarr sich auffällig kleidende Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär RhWB
Butzschäpel Kornmaß 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen MeckWB
Bützschnüss Schmollmund 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen RhWB
Butzschürze Zierschürze 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
Butztag Putztag 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butztuch Reinigungstuch, Putzlumpen 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Butzwelle Bündel Holz 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Butzwolle Reißwolle zum Reinigen von Maschinen 5) butzen II Abl. putzen RhWB
Dochtbutzen verkohltes Dochtende 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Eiterbutzen Eiterbläschen 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Erdapfelbutzen Rest der Kartoffel nach dem Reiben 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Erdäpfelbutzen Kartoffelkeim 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Erdäpfelsbutz Rest der Kartoffel nach dem Reiben 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Erdbirnbützel Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Erdbirnenbutzel minderwertige Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Estbutzel große Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Estbutzel jüngstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Faschingbutz maskierte Faschingsgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Fasebutz Fastnachtsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Fasnachtbutz maskierte Faschingsgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Feldbutzen Vogelscheuche 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Fembutz Verbotszeichen für den Schäfer 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Fichtenbutzel Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fichtenbutzelein Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fichtenbutzelkuh Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fingerbutzeln Kinderspiel 1b) Spiel 1. Stoß BDO
Fingerbutzlein Kinderspiel, bei dem man sich wechselweise mit angefeuchteten Fingern auf die Finger schlug, bis sie weh taten 1b) Spiel 1. Stoß BDO
Föhrenbutzel Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Fohrenbutzelein Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Föhrenbutzelkuh Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Forchenbutzenkuh Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Frühjahrsbutzen Aprilschauer, (Graupel-, Regen-, Schnee-) 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Fürchtebutzen Schreckfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Gartenbutz Vogelscheuche 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Gebütz Kerngehäuse Apfel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Gebütze Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebutzel minderwertiges Obst oder Gemüse 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützel kleine Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützel Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützel Fallobst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Fallobst 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Holzabfall 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützig Kleinholz 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Gebützlein Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemeindsbutz Gemeindediener, Amtsschimmel 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Gemeindsbutz Verwirren, Verknoten, Durcheinander von Wollfäden 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Gemüsebutzel Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemüsebutzen Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemüsebutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gemüsegebützig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Gestellbutzen Angeberin 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Gewitterbutze kleine Frau 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Gewitterbutzen alleinstehender Baum 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Gewitterbutzen Aprilschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Gräckelbutzen engstirniger Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Grasbutzen Erdstück (Grassode) 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Grasbutzen Grasnarbe 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutz Keim, Trieb der Kartoffel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutz Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutzel Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutzen Haarknoten 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Haarbutzen Haarbüschel 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen PfWB
Haberbutzen Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hafenbutzelein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hafenbutzen Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Haferbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Haferbutzelein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagebutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagebutze Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagelbutz Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutz Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutze Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutzenlaus Kerne der Hagebutte 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Hagenbutzenreis Reisig der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hainbutzel Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hakenbütze Schreckgestalt 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Hängebutze Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hemdbutzel kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Hennenbutzen Hagebutte 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Herzbützelein Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Heubützig Futterreste 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen BDO
Hiefelbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hiefelbutzen Heckenrose, Frucht der Heckenrose 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hohlbeerbutzen Fruchtboden 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Holderbutzen Holunderstrauch 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hollebutz Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Hollebutzer Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Hollerbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Holzbutzeland Landschaft 3c) Raum 3. regional/sekundär BDO
Holzbutzen Spottname 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Holzbutzenland abgelegene Gegend 3c) Raum 3. regional/sekundär BDO
Honigbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hühnerbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hundsbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Hutbutzen Mitte des Hutes 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Judebutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kienföhrenbutzelkuh Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Klettenbutzen Klette (Pflanze) 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kollerbutz im Wachstum zurückgebliebenes Tier 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Krabutz Frechdachs 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Krenbützig Abfall beim Meerrettichputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Kuhbutzel Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kühbutzel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Kühebutzen Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Magenbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Maibutzen Blumenstrauß 2c) Menge / Bündel 2. Kern, Klumpen PfWB
Maienbutzen Regenschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Mehlbutzlein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Mistbutzen Schmutzklumpen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen PfWB
Nachbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Nachtbutzer Schreckgestalt, Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Nackenbutz nacktes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Nagelbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Näsbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Nasenbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Nasenbutzen Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen PfWB
Näsenbutzen Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Nestbutz jüngster Vogel im Nest 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Nestbutzel kleiner Brotlaib 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Nestbutzel jüngstes Kind einer Familie 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Nestbutzel jüngster Vogel im Nest 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Nestbutzen kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Netzbutzel jüngstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Ofenbutzelein Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Patakenbützelein Kartoffelrest 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Pfändbutz Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Pfengbutzen Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Pfingstenbutz Brauchtumsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt PfWB
Pflasterbutz Fasnachtsfigur 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Rasenbutzen aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Ratenbutzel Bauchnabel 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
Ratenbutzel Nesthäkchen 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Ratenbutzel kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Regenbutzer Regenschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Rollenbutzelein kleines Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Rotzbutzen verdickter, verhärteter Nasenschleim 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Saubutz unfolgsames Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Schauerbutzen Aprilschauer 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Scherbutzen Auswuchs, Beule 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Schlehenbutzen Schlehenpflanze 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Schneebutzen Schneegestöber 3d) Wetter 1. Stoß BDO
Schnuckebutzi Liebkosung 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnuckibutz Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnuckibutzi Anrede unter Verliebten 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnuckibutzi Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt 1c) Kuss / Kosennamen 3. regional/sekundär BDO
Schnurrebutzel übermäßig buschiger Schnurrbart 2d) Körper Pers. 2. Kern, Klumpen BDO
Schulbutzelein körperlich schwächstes Kind in der Klasse 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Segebütze Brotschnipsel 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Sternbutzen Sternschnuppe 3d) Wetter 3. regional/sekundär BDO
Strohbutz Strohpuppe 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
Strohbutzen Vogel (Goldammer) 3b) Tier / Landwirtschaft 3. regional/sekundär BDO
Tannenbutzel Nadelbaumzapfen 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Tatterbutzen Verbotszeichen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
Tatzenbutzel körperlich schwächstes Kind in der Klasse 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Tatzenbützel schwächstes Kind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Tintenbutzen Tintenklecks 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen PfWB
Vogelbutz Frucht des Weißdorns 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Vogelbutzen Frucht 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Vögelbutzen Schlehenfrucht 3b) Tier / Landwirtschaft 2. Kern, Klumpen BDO
Wasenbutzen aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
Wegbutzig Abfall beim Gemüseputzen 2b) Schmutz 2. Kern, Klumpen BDO
Wildbutz grober Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Wildbutz lebhafter Mensch 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
Zuckerbutzel Lieblingskind 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
butzab vollständig weg 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
bützchesnett zum Küssen einladend 1c) Kuss / Kosennamen 1. Stoß RhWB
butzelicht fein/zart 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzelig klumpig 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzelig klein/zart 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzelig Kind von kleinem Wuchs 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
butzenklein ganz klein 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
butzet astig (Holz) 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzfinster ganz dunkel 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
bützinackt ganz nackt 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
butzlicht klumpig 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
butzlicht Gemeindediener, Amtsschimmel 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
butzlicht fein, zart veranlagt 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butzlicht kleinwüchsig 3e) Sonstiges 2. Kern, Klumpen BDO
butznüchter vollkommen nüchtern 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
kleinbutzelicht von kleinem Wuchs 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
kleinbutzig winzig 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
radibutz vollständig 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
rutzundbutz vollständig 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
verbutzt im Wachstum zurückgeblieben 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
zusammenbutzig Getreidereste 2a) Kern / Rest / Klumpen 2. Kern, Klumpen BDO
zusammengebutzt verfilzt (Haar) 2d) Körper Pers. 3. regional/sekundär BDO
abbutzen einen Verweis erhalten 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
aprilenbutzen graupeln 3d) Wetter 1. Stoß BDO
aufbützen aufhetzen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
ausbutzen Rebstock säubern 5) butzen II Abl. putzen RhWB
butzbergen Verstecken spielen 1b) Spiel 3. regional/sekundär BDO
derbutzeln im Wachstum zurückgeblieben 3a) Personen 3. regional/sekundär BDO
derbutzen im Wachstum zurückgeblieben 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
einbutzeln sich warm anziehen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
einbutzen sich warm anziehen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
einbutzen Kinderschreck 4) Schreckgestalt 4. Schreckgestalt BDO
fasnachtbutzen maskiert gehen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär BDO
hineinbutzen eng ansetzen 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß BDO
verbutzen etw. vergessen 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
verbutzen jdmd. abkanzeln 3e) Sonstiges 3. regional/sekundär RhWB
verbutzen verputzen 5) butzen II Abl. putzen RhWB
zusammenbutzen etwas eng ansetzen, z. B. beim Schreiben 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß BDO
zusammenbutzlen Papier zerknittern 1a) Stoß / Bewegung 1. Stoß BDO

Belege/Quellen

Quellen für die Grundwörter (Einzelnachweise für Wortbildungen sind in den Tabellen verlinkt):

Bayerns Dialekte Online (BDO): Butz, Bütz, Butze, Bütze, Butzen, Butzer, butzig, Butzig, Bützig,

Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): Butz, Butze II, Butzen, Bützel, bützen,

Kölsch-Wörterbuch (nicht werbefrei): Butz/Bütze, Butz/Butze, Butzel, Bützje,

Lothringisches Wörterbuch (LothWb): Botze, botzen, Butze, butzen I, butzen II,

Mecklenburgisches Wörterbuch (MeckWB): Butz, Butzen, butzen, Butzer,

Mittelhochdeutsches Wörterbuch (FindeB): Butze,

Mittelniederdeutsches Wörterbuch (MNWB): butze,

Pfälzisches Wörterbuch (PfWb): Butz I, Butz II, Butzel, butzen, Butzer, Putz, Pütz, Putzel, putzen,

Rheinisches Wörterbuch (RhWb): Botz/Bötz, Butz, Bütz(e), Bützer, butzen I, butzen II, butzen III, Butzen III,

Schweizerisches Idiotikon: Butz, Bützel, butzen (putznen) und über 250 weitere Wortbildungen

Westfälisches Wörterbuch (WestWb): But, Bütteken, Buts, Buttek, Buttel, ...

Wiktionary: Butz, Butze, Butzen,

Wörterbuch der Bayerischen Mundarten in Österreich (WBÖ): Putz. Putze, Putzen

Wörterbuch der elsässischen Mundart (ElsWB): Butz, Butz II, Butze, Butze II, butzen, Butzer, bützlen,

Wörterbuch der luxemburgischen Mundart (WLM): Butz, butzech, ...



siehe auch die Wörterseiten Butzemann, Butzenscheibe und putzig
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drollig

drollig und Info - drollig müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch


Wortherkunft

Herr Wort Das Wort drollig wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:
  • niedlich, süß, knuddelig - Du hast aber sehr drollige Puppen.
  • spaßig, witzig, lustig - Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.
  • eigenartig, merkwürdig, seltsam - Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.
Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen drollig = lustig, possenhaft.

Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche drolle zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.

Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort droll (= spaßig, komisch).

Hinweise zum Wort drollig

Bedeutung: auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
Beispielsatz: Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: drol-lig

Aussprache: [ˈdʁɔlɪç]

Adjektiv / Adverb Das Wort drollig kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im Kinderlexikon wird dir am Beispiel von drollig der Unterschied erklärt.

Wortformen

Das Wort drollig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
drollig drolliger am drolligsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort drollig
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Info - drollig

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Weiterführende Informationen zum Wort drollig

Entstehung: niederländisch nl. drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann → nl. drollig = Spaßmacher, Knirps → mittelniederdeutsch drolle = Spaßmacher, lustige Figur → niederdeutsch drollig = lustig

möglicherweise verwandt mit engl. droll ←

Wortbildungen: drolligerweise,
Ableitungen: Drolligkeit
Interessantes: Das Wort drollig gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.

Im Unterschied zu lustig wirkt drollig oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.

Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig).

Unikales Morphem ?

Das ursprüngliche niederländische Wort drol ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung drollig übernommen worden. Das Morphem droll kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung drollig vor (drolligerweise, Drolligkeit).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem droll in der Wortbildung drollig kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.
Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen frz. drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen drol bzw. drollig.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung (Herkunft niedersächsisch drullig), Grimm-2 (nl drullig > ndd drullig), Goethe), ZDL, Duden-online

Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. Etymologiedatenbank.nl, Digitale Bibliothek (DBNL), Textbeispiele: Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667), Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Damhirsch

Wortherkunft

Herr Wort Der Damhirsch ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
Interessantes: Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im Kinderlexikon interessante Bilder und Beschreibungen.

Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im Zootier-Lexikon.

Herr Alt Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter tamo oder tame. Daraus entwickelte sich Dam-.

Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. Hirsch, Bock oder Wild. So entstand das zusammengesetzte Wort Damhirsch.

Frau Fremd Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama

Hinweise zum Wort Damhirsch

Bedeutung: mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
Beispielsatz: Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.
Wortinfo: Wortart: Nomen, maskulin

Worttrennung: Dam-hirsch

Aussprache: [ˈdamˌhɪʁʃ]

Wortformen

Das Wort Damhirsch ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Damhirsch die Damhirsche
2. Fall Genitiv des Damhirsches der Damhirsche
3. Fall Dativ dem Damhirsch den Damhirschen
4. Fall Akkusativ den Damhirsch die Damhirschee



Weiterführende Informationen zum Grundwort Damhirsch
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Info - Damhirsch

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Weiterführende Informationen zum Wort Damhirsch

Entstehung: ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen → griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma → 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird Dam zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen Hirsch oder Bock = Damhirsch, Dambock.

ahd. tamo, tame = Wild → mhd. dam → nhd. Dam (Wildart) + Hirsch (männliches Tier mit Geweih)

Damhirsch = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“

Wortbildungen: Dam: Dambock, Damleder, Damtier, Damwild (Damwildgehege);

Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout

Ableitungen: -
Rechtschreibung: Das a im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort Damhirsch fälschlich mit doppeltem m geschrieben wird (falsch: *Dammhirsch).
Interessantes: Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.

Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.

Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (Dam) und genauer Bestimmung (Hirsch).

Unikales Morphem ?

Das Morphem dam ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dam ist in dieser Bedeutung daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe Adelung, Goethe, Grimm-1, Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Dienstag

Wortherkunft

Herr Alt Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung Thing. Der germanische Gott Tyr war der Beschützer dieser Versammlung.

Der Name Dienstag geht auf das alte Wort thingsus zurück. Diese bedeutete Beschützer des Things. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort Dienstag.

Der Wortteil dien hat also nichts mit dem Verb dienen zu tun.

Fremdsprachen

Frau Fremd In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den Dienstag vom Germanischen Gott Tyr bzw. thingsus abgeleitet. Hier einige Beispiele:
Sprache Wochentag Aussprache
Deutsch Dienstag [ˈdiːnstaːk]
Dänisch tirsdag [ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
Englisch Tuesday [ˈtjuːzdeɪ]
Niederländisch dinsdag [ˈdɪnz.dɑx]
Norwegisch tirsdag [ˈtiːʂdɑːɡ]
Schwedisch tisdag [ˈtiːsdaɡ]

Hinweise zum Wort Dienstag

Bedeutung: der zweite Tag der Woche
Beispielsatz: Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.
Wortinfo: Wortart: Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural

Worttrennung: Diens-tag

Aussprache: [ˈdiːnstaːk]

Wortformen

Das Grundwort Dienstag wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein s angehängt.

Singular Plural (selten)
1. Fall Nominativ der Dienstag die Dienstage
2. Fall Genitiv des Dienstags, des Dienstages der Dienstage
3. Fall Dativ dem Dienstag den Dienstagen
4. Fall Akkusativ den Dienstag die Dienstage



Weiterführende Informationen zum Grundwort Dienstag
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Info - Dienstag

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Weiterführende Informationen zum Wort Dienstag

Entstehung: Bei den Römern hieß der Kriegsgott Mārs. Danach ist auch der Planet Mars benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).

Das Wort hängt mit dem germanischen Thing zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott Tyr (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.

Daraus entwickelte sich im 12. Jh. ahd. ziestag, mhd. ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name dingesdach, dinstag am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -

Wochentage

Die Römer nannten die Wochentage nach den damals bekannten Planeten der Erde. Die einzelnen Planeten waren für die Römer zugleich Götter. Die Germanen übernahmen dieses System. Sie änderten die Namen und benannten die Wochentage nach ihren Göttern. Als die Christen die germanischen Länder missionierten versuchten sie, diese heidnischen Namen der Wochentage umzubenennen. Dies konnten sie jedoch nur bei dem Mittwoch (Mitte der Woche) und dem Samstag (Ableitung vom hebräischen Sabbat = Ruhetag) durchsetzen.
Die Zählung der Wochentage begann bei den Römern mit dem Sonnengot (Sonntag). Erst mit Beschluss der UNO 1978 setzte sich weltweit die heute gebräuchliche Zählung mit dem Montag als ersten Tag der Woche durch.

röm. Zählung Römische Planeten Germanische Götter germanisch Mythologie seit 1978 UNO Tag Wochentag heute
2 Mond Mani Gott des Mondes 1 Montag germ. Gott
3 Mars Tyr/Tiu/ Ziu, Thingsus Gott des Krieges und des Rechts 2 Dienstag germ. Gott
4 Merkur Wodan, Odin, Futhark Hauptgott der Germanen 3 Mittwoch Mitte der Woche
5 Jupiter Donar, Thor Gott des Donners 4 Donnerstag germ. Gott
6 Venus Frija/Frigg Schutzgöttin der Ehe und des Lebens 5 Freitag germ. Gott
7 Saturn Saturn; Sabbat Gott der Aussaat; Ruhetag (Judentum) 6 Samstag hebr. Sabbat
1 Sonne Sonne, Sol Sonnengott (lat. männl. / germ. weibl.) 7 Sonntag röm./germ. Gott

Unikales Morphem ?

Das Morphem dien kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dien in der Wortbildung Dienstag kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, OWID, ZDL

Fremdsprachen: Dänisch, Englisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Duckdalbe

Wortherkunft

Herr Alt Vermutlich stammt das Wort Duckdalbe aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb duiken = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort dalbe.

Die Duckdalbe ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens eingetaucht oder eingerammt ist.

Herr Fremd
ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg
Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort dukdalve zugrunde.

Hinweise zum Wort Duckdalbe

Bedeutung: Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg
20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg
Beispielsatz: Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.
Wortinfo: Wortart: Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben

Worttrennung: Duck-dal-be

Aussprache: [ˈdʊkˌdalbə]

Unterschied:
20260304 Dalben.jpg
Meist wird ein einzelner Pfahl als Dalbe und eine Pfahlgruppe als Duckdalbe bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also Duckdalben. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei Dalben, also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.

Wortformen

In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein n angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Duckdalbe die Duckdalben
2. Fall Genitiv der Duckdalbe der Duckdalben
3. Fall Dativ der Duckdalbe den Duckdalben
4. Fall Akkusativ die Duckdalbe die Duckdalben



Weiterführende Informationen zum Grundwort Duckdalbe
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Info - Duckdalbe

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Weiterführende Informationen zum Wort Duckdalbe

Entstehung: Die Herkunft des Wortes Duckdalbe ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
  1. Das Wort Duckdalbe stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten duiken = (ein)tauchen und dalbe = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die Duckdalbe ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
  2. Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch Duque de Alba) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand (Bildersturm) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben duque de Alba. Auch in Dänemark ist die Bezeichnung duc d’albe geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
  3. Als eher unwahrscheinlich gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben (an)docken = etwas fest verbinden oder ducken = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch dalle/dallen = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
Wortbildungen: Zum Bestandteil dalbe gibt es mehrere Wortbildungen:

Anlegedalbe, Eisbrecherdalbe, Führungsdalbe, Leitdalbe, Leuchtfeuerdalbe, Schutzdalbe, Streichdalbe, Vertäuungsdalbe

Interessantes: Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort Dalbe.

Sprachvergleich

In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff Duckdalbe vom niederländischen dukdalve abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff Dalbe bezeichnet.

Sprache Dalbe Duckdalbe Quellen
Deutsch Dalbe Duckdalbe Wikipedia
Niederländisch dalf dukdalf / dukdalve Wikipedia
Norwegisch dalbe / pæle dykdalb Wikipedia
Dänisch dalbe dukdalbe / duc d’albe Wikipedia
Schwedisch dykdalb Wikipedia
Englisch dolphin Wikipedia
Französisch duc-d’Albe Wikipedia
Spanisch duque de Alba Wikipedia

Unikales Morphem ?

Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ducken.

Das Morphem duck kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung Duckdalbe.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem duck ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem dalbe kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dalbe ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Etymologie und Rechtschreibung: DWDS, OWID, ZDL, Wikipedia, Duden-online

Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich).

Landkarte: Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich) mit Hilfe von ChatGPT erstellt.

Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von Wikipedia und elbetreff.de (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen


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dunnemals

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet dunn so viel wie dann oder damals.

Das Wort dunnemals ist eine Verkürzung von anno dunnemals. Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: damals, vor langer Zeit.

Hinweise zum Wort dunnemals

Bedeutung: damals
Beispielsatz: Dunnemals gab es noch eine Volksschule.
Wortinfo: Wortart: Adverb

Worttrennung: dun-ne-mals

Aussprache: [ˈdʊnəmaːls]

Wortformen

Das Wort dunnemals ist ein Adverb. Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.



Weiterführende Informationen zum Grundwort dunnemals
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Info - dunnemals

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Weiterführende Informationen zum Wort dunnemals

Entstehung: 19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen dunn = dann, damals.

Es entwickelte sich aus der Redewendung anno dunnemals.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Das lateinische Wort anno bedeutet im Jahre. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.

Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für vor langer Zeit:

  • anno dazumal - damals, vor langer Zeit
  • anno dunnemals - damals
  • anno Tobak - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort Tabak stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel Tobago, die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich Tobak und hieraus unser heutiges Wort Tabak entwickelt.)
  • anno pief - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
  • anno Tuck - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
  • anno Leipzig-einundleipzig - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 (mehr)

Unikales Morphem ?

Das Morphem dunn(e) kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dunn(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL

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Eberesche

Wortherkunft

Herr Wort Der erste Teil des Wortes (eber) hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort eburo bedeutete rötlich braun.

Die Blätter der Eberesche ähneln den Blättern einer Esche. Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.

Die rohen Beeren der Eberesche sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.

Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch Vogelbeere genannt.

Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen. Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
Wenn du mehr über die Eberesche wissen möchtest, dann findest du auf der Infoseite weitere Hinweise.

Hinweise zum Wort Eberesche

Bedeutung: Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
Beispielsatz: Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Eber-esche

Aussprache: [ˈeːbɐˌʔɛʃə]

Wortformen

In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) e und für die Mehrzahl (Plural) en:
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eberesche die Ebereschen
2. Fall Genitiv der Eberesche der Ebereschen
3. Fall Dativ der Eberesche den Ebereschen
4. Fall Akkusativ die Eberesche die Ebereschen



Weiterführende Informationen zum Grundwort Eberesche
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Info - Eberesche

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Weiterführende Informationen zum Wort Eberesche

Entstehung: ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; ahd. asc, mhd. asch = Esche; frühnhd. eberboum, eberasch, hd. Eberesche
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:Botanikus, Ökolandbau, NABU
Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum Baum des Jahres. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: Baum des Jahres 1997: die Eberesche.

Unikales Morphem ?

Das Morphem eber kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit Esche vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem Eber (= männliches Schwein, ahd. ebur, mhd. eber) besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem eber ist in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Abbildungen: Wikipedia: Eberesche: 1 a) Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2, 1 b) Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0, Wikipedia: Esche: 2 a) Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0, 2 b) CC BY-SA 3.0

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Eierschecke

Wortherkunft

Herr Alt Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.

Hinweise zum Wort Eierschecke

Bedeutung: Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
Beispielsatz: Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Ei-er-sche-cke

Aussprache: [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort Eierschecke und in der Mehrzahl (Plural) Eierschecken verwendet.
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eierschecke die Eierschecken
2. Fall Genitiv der Eierschecke der Eierschecken
3. Fall Dativ der Eierschecke den Eierschecken
4. Fall Akkusativ die Eierschecke die Eierschecken



Weiterführende Informationen zum Grundwort Eierschecke
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Info - Eierschecke

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Weiterführende Informationen zum Wort Eierschecke

Entstehung: Schecke: ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde (sh. Quelle). Eierschecke: Im 14. Jh. war Schecke die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. Quelle).
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Kochrezepte (nicht werbefrei): Die Eierschecke, Dresdener Eierschecke, Freiberger Eierschecke,

Unikales Morphem ?

Das Morphem scheck(e) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem scheck(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Entstehung: Wikipedia, Mittelhochdeutsches Wörterbuch (BMZ), Mittelhochdeutsches Handwörterbuch (Lexer),

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Elfenbein

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort für helfant (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort helfenbein. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das helfenbein war also ein Knochen des Elefanten.

Hinweise zum Wort Elfenbein

Bedeutung: Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
Beispielsatz: Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: El-fen-bein

Aussprache: [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Elfenbein verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ das Elfenbein die Elfenbeine
2. Fall Genitiv des Elfenbeins, des Elfenbeines der Elfenbeine
3. Fall Dativ dem Elfenbein, dem Elfenbeine den Elfenbeinen
4. Fall Akkusativ das Elfenbein die Elfenbeine
Weiterführende Informationen zum Grundwort Elfenbein
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Info - Elfenbein

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Weiterführende Informationen zum Wort Elfenbein

Entstehung: Elefant: griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch elfenbein (in Angleichung an griech. und lat. ohne h)
Wortbildungen:

Elfenbein:

Adjektive: elfenbeinartig, elfenbeinern, elfenbeinfarben

Nomen: Elfenbeinarbeit, Elfenbeinbüste, Elfenbeinexport, Elfenbeinfächer, Elfenbeinfarbe, Elfenbeinfigur, Elfenbeingegenstand, Elfenbeingriff, Elfenbeinhandel, Elfenbeinhändler, Elfenbeinimitation, Elfenbeinjäger, Elfenbeinkamm, Elfenbeinkästchen, Elfenbeinknopf, Elfenbeinkopf, Elfenbeinkugel,Elfenbeinlöffel,Elfenbeinpalast, Elfenbeinporzellan, Elfenbeinschnitzerei, Elfenbeinthron, Elfenbeinturm (Redensart), Elfenbeinturm , Mammutelfenbein, ...

Namen: Länder: Elfenbeinküste (Land in Afrika)

Pflanzen: Elfenbein-Mannstreu (Pflanze), Elfenbeinröhrling (Pilzart), Elfenbeinschneckling (Pilzart),

Tiere: Elfenbein-Federlibelle (Libellenart), Elfenbein-Flechtenbärchen (Schmetterling), Elfenbeinmöwe (Mövenart), Elfenbeinspecht (Vogelart), ...

sonstiges: Elfenbeinturm (Metapher), Elfenbeinmuseum in Schloss Erbach
Ableitungen: -
Interessantes: Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon (Elefant, Elfenbein) und im Mini-Klexikon (Elefant, Elfenbein). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe Löwenzahn.

Unikales Morphem ?

Das Morphem elfen kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen bein bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort elf oder den Elfen (Fabelwesen) gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem elfen ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Adelung, Goethe, Grimm), OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

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emsig

{{DISPLAYTITLE:emsig}}


Wortherkunft

Herr Alt Aus dem alten Adjektiv emiʒ (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -ig, zunächst emiʒʒig, später emʒic. in der Bedeutung häufig, eifrig.
Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.

Hinweise zum Wort emsig

Bedeutung: ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
Beispielsatz: Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: em-sig

Aussprache: [ˈɛmzɪç]

Wortformen

Das Adjektiv emsig wird regelhaft gesteigert.:
Grundstufe (Positiv) Vergleichsstufe (Komparativ) Höchststufe (Superlativ)
emsig emsiger am emsigsten

Weiterführende Informationen zum Grundwort emsig
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Info - emsig

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Entstehung: ahd. emiʒʒīg, emeʒʒīg, mhd. emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
Wortbildungen: -
Ableitungen: Emsigkeit

Unikales Morphem ?

Das Morphem ems im Adjektiv emsig kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= Emsigkeit). Die Grundlage ist die Wortbildung ems + ig. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ems ist daher in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Engerling

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort angar = Made, Larve wurde später enger und dann die Verkleinerungsform Engerling.

Hinweise zum Wort Engerling

Bedeutung: Der Engerling ist die Larve eines Maikäfert
Beispielsatz: Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: En-ger-ling, En-ger-lin-ge

Aussprache: [ˈɛŋɐlɪŋ]

Interessantes: Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im Klexikon. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG
Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Engerling verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein s angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Engerling die Engerlinge
2. Fall Genitiv des Engerlings der Engerlinge
3. Fall Dativ dem Engerling den Engerlingen
4. Fall Akkusativ den Engerling die Engerlinge

Weiterführende Informationen zum Grundwort Engerling
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Info - Engerling

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Weiterführende Informationen zum Wort Engerling

Entstehung: ie. *angu̯(h)- = Schlange, ahd. angar, mhd. anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; ahd. engiring, engirling, mhd. engerlinc.
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der Scarabaeoidea, also auch die Larven Blatthornkäfer, Erdkäfer, Hirschkäfer, Mistkäfer, Rosenkäfer und weltweit über 35.000 weitere Arten. (Quelle).

Unikales Morphem ?

Das Morphem enger kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als Engerling ist nicht verwandt mit dem Adjektiv eng.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem enger ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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entbehren

{{DISPLAYTITLE:entbehren}} entbehrlich, Entbehrung #REDIRECT [[entbehren]]


Wortherkunft

Herr Alt Das mittelhochdeutsche Verb enbern ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs beran, bern = tragen. Die erste Silbe en ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also etwas nicht tragen oder etwas nicht bei sich tragen. Das, was man nicht bei sich tragen kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus enbern = nicht tragen die Bedeutung ermangeln und vermissen entwickelt.
Herr Wort Das untergegangene Verb beran (bern) ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
  • gebären, mittelhochdeutsch gebern = zu Ende getragen, dazu gehört auch das Nomen Geburt
  • Eimer, mittelhochdeutsch einber = ein Behälter, den man mit einer Hand tragen kann
  • Zuber, zu = zwei, also ein Behälter, den man mit zwei Händen tragen muss

Hinweise zum Wort entbehren

Bedeutung: etwas oder jemanden vermissen
Beispiel: Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.

Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.

Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ent-beh-ren

Aussprache: [ɛntˈbeːʁən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich entbehre ich entbehrte ich habe entbehrt
2. Person du entbehrst du entbehrtest du hast entbehrt
3. Person er/sie/es entbehrt er/sie/es entbehrte er/sie/es hat entbehrt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir entbehren wir entbehrten wir haben entbehrt
2. Person ihr entbehrt ihr entbehrtet ihr habt entbehrt
3. Person sie entbehren sie entbehrten sie haben entbehrt

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Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Info - entbehren

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Weiterführende Informationen zum Wort entbehren

Entstehung: Aus dem Verb ahd. beran, mhd. bern = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = nein, nicht (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = nicht tragen entwickelt. Das ursprüngliche Verb (beran, bern) ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. in- und mittelhochdeutsch en- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ent- angepasst worden.
Wortbildungen:

(entbehren):

Nomen: Entbehrung, Entbehrlichkeit, Unentbehrlichkeit

Adjektive: entbehrlich, entbehrt, entbehrungsreich, entbehrungsvoll, langentbehrt, unentbehrlich

verwandte Wörter: Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter gebären, Geburt, Eimer und Zuber. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
  • Bürde = im übertragenen Sinn eine Last tragen - ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
  • Bahre = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
  • Gebärde = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
  • gebaren = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
  • gebühren (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
Das mittelhochdeutsche Präfix en- (ahd. in-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb bern in der Bedeutung heben, erhaben auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: empor (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), empören (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter Berg (* bherg̑os-, germ. *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und Burg (germ. *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb beran verwandt, von Birgit (die Erhabene) und Ingeborg (die Hüterin) bis Augsburg und Wittenberg.

Unikales Morphem ?

Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb beran, ber ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ber nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ent-. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ent- + behr abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem behr ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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erwähnen

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ge-wähenen = sagen, berichten, gedenken abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
Das Verb erwähnen ist nicht verwandt mit dem Nomen Wahn und dem hiervon abgeleiteten Verb wähnen.

Hinweise zum Wort erwähnen

Bedeutung: a) etwas beiläufig anmerken

b) etwas urkundlich nennen, anführen

Beispielsatz: a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.

b) Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.

Wortinfo: Wortart: Verb

; ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt

Worttrennung: er-wäh-nen

Aussprache: [ɛɐ̯ˈvɛːnən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich erwähne ich erwähnte ich habe erwähnt
2. Person du erwähnst du erwähntest du hast erwähnt
3. Person er/sie/es erwähnt er/sie/es erwähnte er/sie/es hat erwähnt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir erwähnen wir erwähnten wir haben erwähnt
2. Person ihr erwähnt ihr erwähntet ihr habt erwähnt
3. Person sie erwähnen sie erwähnten sie haben erwähnt



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Info - erwähnen

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Entstehung: ahd. giwahanen neben giwahan, mhd. gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt

in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. DWDS); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung

Bedeutungs-

Unterschied:

Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt. In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat. Im ersten Beispiel bedeutet erwähnen, dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
Wortbildungen: Adjektivbildungen: ersterwähnt, erwähnenswert, erwähntermaßen, obenerwähnt, vorerwähnt, unerwähnt, ...

Nomenbildungen: Ersterwähnung, Nichterwähnung, Obenerwähnte, ...

Ableitungen: Grundwort: erwähnen, Adjektiv: erwähnt, Nomen: Erwähnung

Unikales Morphem ?

Das Morphem wähn kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix er- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem wähn in erwähnen und wähn im Verb wähnen (Grundwort Wahn).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem wähn ist daher ein unikales Morphem.

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Flederwisch

Wortherkunft

Herr Alt
20260226 Plumeau.jpg
Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben vlederen (= flattern) und wischen.

Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch federwisch.

In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.

Hinweise zum Wort Flederwisch

Bedeutung: a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben

früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.

b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.

Beispielsatz: a) Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.

b) Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch

Wortinfo: Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache: [ˈfleːdɐˌvɪʃ]

Wortformen

Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e ergänzt, im 3. Fall (Dativ) en.
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Flederwisch die Flederwische
2. Fall Genitiv des Flederwischs, des Flederwisches der Flederwische
3. Fall Dativ dem Flederwisch, dem Flederwische den Flederwischen
4. Fall Akkusativ den Flederwisch die Flederwische

Weiterführende Informationen zum Grundwort Flederwisch
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Info - Flederwisch

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Weiterführende Informationen zum Wort Flederwisch

Entstehung: fledern: mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch

wischen: ahd. wisken, mhd. wischen, wüschen

Ableitungen und Wortbildungen: fledern: hierzu Flederbeer, Fledermaus, Fledertier, zerfledern

fleddern: (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. vlederen abgeleitet), zerfleddern, Leichenfledderer, ...

Interessantes: Bei Wikipedia ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen Handfeger oder Staubwedel beschreibt.

Unikales Morphem ?

Das Morphem fleder kommt isoliert im Verb fledern vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem fleder ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

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Abbildung: Flederwisch

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Firlefanz

Wortherkunft

Herr Alt Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde virelai. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort firlifanz entstanden. Die Bedeutung überflüssiges Zeug und Unsinn hat sich hieraus erst später entwickelt.

Hinweise zum Wort Firlefanz

Bedeutung: überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
Beispielsatz: Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Fir-le-fanz

Aussprache: [ˈfɪʁləˌfants]

Wortformen

In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein es angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein e an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird e durch en ersetzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Firlefanz die Firlefanze
2. Fall Genitiv des Firlefanzes der Firlefanze
3. Fall Dativ dem Firlefanz den Firlefanzen
4. Fall Akkusativ den Firlefanz die Firlefanze



Weiterführende Informationen zum Grundwort Firlefanz
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Weiterführende Informationen zum Wort Firlefanz

Entstehung: Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = Gedicht und afrz. virelai = Ringel-, Reigenlied zugrunde. Der zweite Teil des Wortes fanz könnte von mhd. tanz abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort alefanz = Schalk, Possen liegt.
Wortbildungen: Firlefanzerei, veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
Ableitungen: -

Unikales Morphem ?

Die Morpheme firle und fanz kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Die Morpheme firle und fanz sind daher unikale Morpheme.

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Belege/Quellen

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garstig

Wortherkunft

Herr Wort Das Wort garstig beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
Herr Alt Das Wort geht auf mittelhochdeutsch garst zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.

Verwandt ist althochdeutsch gerstī = Hass, Groll.

Ursprünglich bezeichnete garstig also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.

Hinweise zum Wort garstig

Bedeutung: 1. widerlich, ekelerregend

2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten

Beispielsatz: Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: gars-tig

Aussprache: [ˈɡaʁstɪç]

Wortformen

Das Wort garstig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
garstig garstiger am garstigsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort garstig
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Info - garstig

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Weiterführende Informationen zum Wort garstig

Entstehung: ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. gerstī = Hass, Groll

→ mhd. garst = ranzig, übel riechend → nhd. garstig

Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein

Wortbildungen:
Ableitungen: Garstigkeit
Interessantes: Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)

Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:

„faul“ (Geruch → Verhalten)
„stinkig“ (Geruch → Stimmung)

Das ältere Wort garst ist heute nicht mehr gebräuchlich.

Unikales Morphem ?

Das Morphem garst im Wort garstig kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung garstig vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv garstig abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garst ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe), ZDL, Duden-online

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Garaus

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv gar bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, aus bedeutete „zu Ende“.

Das Nomen Garaus entstand aus dem Ausruf gar aus. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.

Die Verbindung gar aus bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen Garaus in der Bedeutung Ende.

Herr Wort Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung jemanden den Garaus machen vor und bedeutet jemanden töten, also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.

Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).

Hinweise zum Wort Garaus

Bedeutung: Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
Beispielsatz: Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.
Wortinfo: Wortart: Nomen, Neutrum

Worttrennung: Gar-aus

Aussprache: [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]

Wortformen

Das Wort Garaus wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Garaus
2. Fall Genitiv des Garaus
3. Fall Dativ dem Garaus
4. Fall Akkusativ das Garaus



Weiterführende Informationen zum Grundwort Garaus
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Info - Garaus

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Weiterführende Informationen zum Wort Garaus

Entstehung: germ. *garwa- → ahd. garo = fertig, vollständig → mhd. gar = bereit, vollständig, ganz ; gar + aus = zu Ende

Ausruf: gar aus = vollständig vorbei → Substantivierung: das Garaus

Wortbildungen: den Garaus machen (feste Redewendung)
Ableitungen: -
Bedeutungs-

entwicklung:

Das Wort Garaus ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.

Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:

„jemandem den Garaus machen“

Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.

Bei dem Adjektiv gar hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von fertig gegart verengt.

Unikales Morphem ?

Das Wort Garaus ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv gar und dem Adverb aus. Das Adjektiv gar wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv gar gesehen.

Einerseits: Das Morphem gar (als Adjektiv gar) kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.

Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem gar ist demnach kein unikales Morphem.
Andererseits: Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv gar (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem gar im Nomen Garaus gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung jemandem oder etwas den Garaus machen (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garaus kann daher auch als ein unikales Morphem betrachtet werden.
Das Adjektiv gar (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = vollständig, gerüstet, bereit gemacht hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = fertig gekocht, gebraten, gebacken etc.

Auch das Morphem gar in Garaus hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung vollständig, vorbei in der Wortgruppe gar aus ist eine Redewendung entstanden, die auf jmdn. oder etw. töten, vernichten eingeschränkt ist.

Pik-Kreis-blau.jpg Wenn nur das Morphem gar isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem gar bis zur Klärung zunächst als unklar eingestuft.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz sh. Adelung, vor allem Grimm-1, Wander (Sprichwörterlexikon Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen Garaus), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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gediegen

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort gedeihen (althochdeutsch githīhan) entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort gidigan, woraus später gediegen entstand.
Herr Wort Das Adjektiv kann gut und solide, wertvoll oder sorgfältig bearbeitet bedeuten.

In Norddeutschland wird gediegen umgangssprachlich auch in der Bedeutung seltsam oder eigenartig verwendet.

In der Bergmannssprache bezeichnet man mit gediegen Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also rein sind.

Hinweise zum Wort gediegen

Bedeutung: hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
Beispielsatz: Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-die-gen

Aussprache: [ɡəˈdiːɡn̩]

Wortformen

Das Wort gediegen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
gediegen gediegener am gediegensten



Weiterführende Informationen zum Grundwort gediegen
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Info - gediegen

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Weiterführende Informationen zum Wort gediegen

Entstehung: ahd. gidigan, mhd. gedigen; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. githīhan, mhd. gedīhen = gedeihen

Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.

Wortbildungen: Gediegenheit, gediegenerweise
Ableitungen: -
Interessantes: In der Bergmannssprache spricht man von gediegenem Gold oder gediegenem Silber, wenn das Metall in reiner Form vorkommt.

Regional kann gediegen auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.

Unikales Morphem ?

Das Morphem dieg kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ge- im Adjektiv gediegen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dieg ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, EWA, Goethe, Grimm), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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gedunsen

Weiterleitung einrichten #Redirektaufgedunsen


Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv ist vom ausgestorbenen althochdeutschen Verb dinsan = ziehen, zerren, schleppen abgeleitet.

Aus der Wortgruppe sich dinsen entwickelte sich die Bedeutung sich ausdehnen. Daraus entstand später das heute selten gebrauchte Wort gedunsen.

Im Mittelalter lautete die Form zunächst githinsan. Später entwickelte sich daraus gedunsen.

Wenn etwas aufgedunsen ist, dann ist es geschwollen oder ausgedehnt.

Herr Wort Das Grundwort dinsen wird heute nicht mehr gebraucht. Man sagt auch: Das Wort ist ausgestorben.

Auch die Ableitung gedunsen kommt heute nur noch selten vor. Häufiger verwendet man das Wort aufgedunsen.

Frau Fremd Englisch: swollen, puffed up

Französisch: gonflé

Lateinisch: tumidus

Hinweise zum Wort gedunsen

Bedeutung: geschwollen, ausgedehnt, aufgetrieben
Beispielsatz: Nach dem Stich war seine Hand ganz gedunsen.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-dun-sen

Aussprache: [ɡəˈdʊnzən]

Wortformen

Das Wort gedunsen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden heute kaum verwendet.

Positiv Komparativ Superlativ
gedunsen gedunsener am gedunsensten



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Info - gedunsen

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Weiterführende Informationen zum Wort gedunsen

Entstehung: ie. *tens = hin und herziehen

got. at-þinsan = heranziehen

ahd. thinsan, dinsan, mhd. dinsen = ziehen, zerren, schleppen

8. Jh. ahd. thinsan; 9. Jh. githinsan, später gedunsen

15. Jh. aufdinsen, aufdunsen, später aufgedunsen

Wortbildungen: aufgedunsen
Ableitungen: Dunst, gedunsen wirken
Interessantes: Das ursprüngliche Verb dinsen ist ausgestorben. Erhalten blieb das alte Morphem nur noch in wenigen Wörtern wie gedunsen oder aufgedunsen.

Unikales Morphem ?

Das Morphem duns beziehungsweise die ältere Form dins kommt heute nicht mehr selbstständig vor. Es erscheint fast nur noch in den Wörtern gedunsen und aufgedunsen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem duns ist daher ein unikales Morphem.
Das Präfix ge- kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem ge- ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL, Duden-online

gedunsen: AWb, AWb-2, BMZ, Adelung, Grimm

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Gefahr

Frage: Autofahren ist gefährlich - Stimmt das? Was hat Gefahr / gefährlich mit fahren zu tun?

geheuer (Wortgruppe)

Herr Alt Das Adjektiv geheuer geht zurück auf das althochdeutsche Wort hiuri = freundlich, lieblich. Dieses alte Adjektiv gibt es heute nicht mehr. Man sagt auch es ist ausgestorben. Dagegen ist das hiervon abgeleitete Adjektiv mit der Vorsilbe ge- (althochdeutsch gihiuri) bis heute erhalten.
Herr Wort Von dem Adjektiv geheuer sind die Adjektive ungeheuer und ungeheuerlich sowie das Nomen Ungeheuer abgeleitet.
Auf dieser Seite erfährst du etwas über diese vier Wörter, wie sie entstanden sind und was sie heute bedeuten.

geheuer

Wortherkunft

Herr Wort Das Adjektiv geheuer bedeutet heute meist vertraut oder nicht bedrohlich. Häufig verwendet man es in der Verneinung: Das ist mir nicht geheuer. Gemeint ist dann: Das erscheint mir unheimlich oder verdächtig.

Von geheuer ist auch das Gegenwort ungeheuer abgeleitet.

Hinweise zum Wort geheuer

Bedeutung: vertraut, sicher, angenehm; meist in der Verneinung: unheimlich oder verdächtig
Beispielsatz: Der dunkle Keller war mir nicht geheuer.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-heu-er

Aussprache: [ɡəˈhɔɪ̯ɐ]

Wortformen

Das Wort geheuer ist ein Adjektiv. Hiervon werden keine Vergleichsformen gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
geheuer - -

ungeheuer

Wortherkunft

Herr Wort Das Adjektiv ungeheuer kann sehr verschiedene Bedeutungen haben. Es kann riesig, außerordentlich groß oder sehr stark bedeuten. Früher bedeutete es auch unheimlich oder grauenhaft. Diese ältere Bedeutung steckt noch im Nomen das Ungeheuer.
Herr Alt Im Mittelater hieß das Wort ungihiuri. Später entwickelte sich daraus das mittelhochdeutsche ungehiure und schließlich unser heutiges ungeheuer.

Das Wort ungeheuer ist aus dem älteren Adjektiv geheuer entstanden. Dieses bedeutete ursprünglich vertraut, freundlich oder anheimelnd.

Durch die Vorsilbe un- entstand daraus das Gegenteil: nicht geheuer, also unheimlich, fremd oder bedrohlich.

Hinweise zum Wort ungeheuer

Bedeutung: sehr groß, gewaltig; früher auch: unheimlich oder schrecklich
Beispielsätze: Der Sturm richtete ungeheuren Schaden an.

Durch die Verfassungsreform hat der Präsident nun ungeheure Macht.

Er übte mit ungeheurem Fleiß, um am internationalen Wettbewerb teilnehmen zu können.

Die Schneelawine zerstörte mit ungeheurer Wucht das kleine Dorf.

Der neue Bahnhof verschlang eine ungeheure Menge Geld.

In Verbindung mit Verben und Adjektiven hat ungeheuer auch eine verstärkende Funktion im Sinne von sehr.

Die Aufgabe ist ungeheuer schwierig. Er ist ungeheuer fleißig.

Über dieses Geschenk wird sie sich ungeheuer freuen.

Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: un-ge-heu-er

Aussprache: [ˌʊnɡəˈhɔɪ̯ɐ]

Wortformen

Das Wort ungeheuer ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelhaft gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
ungeheuer ungeheurer am ungeheuersten

ungeheuerlich

Wortherkunft

Herr Wort Das Adjektiv ungeheuerlich bedeutet schrecklich, empörend oder kaum vorstellbar. Oft beschreibt man damit etwas, das Menschen als sehr schlimm oder unerhört empfinden.
Herr Alt Das Wort ungeheuerlich ist vom älteren Adjektiv ungeheuer abgeleitet. Dieses bedeutete ursprünglich unheimlich, fremd oder bedrohlich.

Schon im Mittelhochdeutschen gab es die Form ungehiurlīche. Daraus entwickelte sich unser heutiges Wort ungeheuerlich.

Die Endung -lich bildet im Deutschen häufig Adjektive.

Hinweise zum Wort ungeheuerlich

Bedeutung: schrecklich, empörend, unfassbar
Beispielsatz: Das war eine ungeheuerliche Behauptung.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: un-ge-heu-er-lich

Aussprache: [ˌʊnɡəˈhɔɪ̯ɐlɪç]

Wortformen

Das Wort ungeheuerlich ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelhaft gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
ungeheuerlich ungeheuerlicher am ungeheuerlichsten

Ungeheuer

Wortherkunft

Herr Wort Ein Ungeheuer ist ein schreckliches oder riesiges Wesen. In Märchen und Sagen sind Ungeheuer oft gefährliche Monster oder Drachen.
Herr Alt Im Mittelalter hieß das Wort ungihiuri. Daraus entwickelte sich später das mittelhochdeutsche ungehiure und schließlich unser heutiges Wort Ungeheuer. Das Wort Ungeheuer gehört zur Wortfamilie von geheuer. Dieses alte Wort bedeutete ursprünglich vertraut, freundlich oder anheimelnd.

Durch die Vorsilbe un- entstand die gegenteilige Bedeutung: nicht geheuer, also fremd, unheimlich oder bedrohlich.

Hinweise zum Wort Ungeheuer

Bedeutung: ein schreckliches, bedrohliches oder riesiges Wesen
Beispielsatz: Im Märchen bewachte ein Ungeheuer den Schatz.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Un-ge-heu-er

Aussprache: [ˈʊnɡəˌhɔɪ̯ɐ]

Wortformen

Das Wort Ungeheuer ist ein Nomen sächlichen Geschlechts.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Ungeheuer die Ungeheuer
2. Fall Genitiv des Ungeheuers der Ungeheuer
3. Fall Dativ dem Ungeheuer den Ungeheuern
4. Fall Akkusativ das Ungeheuer die Ungeheuer



Weiterführende Informationen zum Grundwort geheuer (Wortgruppe)
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Info - geheuer (Wortgruppe)

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Weiterführende Informationen zur Wortgruppe geheuer

Entstehung: ie. *k̑(e)iu̯, germ. *hī̌w-, ahd. hīrāt =Hausstand; davon abgeleitet auch Heirat und Heim.

Heirat: ahd. hīrāt, mhd. hīrāt, zuerst Hausstand, danach (11. Jh.) Vermählung

Heim: ahd. heima, mhd. heim = ursprünglich Lager, nach dem Mittelalter in der heutigen Bedeutung: Wohnstätte, Haus

heuer: ahd. hiuri = freundlich, lieblich

geheuer: mhd. gehiure = ursprünglich bedeutete das Adjektiv: zum Haushalt, Hauswesen gehörig; daraus entwickelte sich dann zunächst die Bedeutung vertraut, angenehm und hieraus später angenehm, lieblich, trefflich; heute wird geheuer in der Regel verneinend gebraucht, also nicht geheuer = nicht angenehm, nicht lieblich, nicht zutreffend

ungeheuer: 8. Jh. ahd. ungihiuri, mhd. ungehiure = unnatürlich, missgestaltet

ungeheuerlich: 11. Jh. mhd. ungehiurlīche = schrecklich, fremd, unvorstellbar

das Ungeheuer: 8. Jh. ahd. ungihiuri, mhd. ungehiure = Unhold, Scheusal

Häufigkeit Vergleicht man die Wörter in verschiedenen Textquellen, so kommt das Adjektiv ungeheuer (vor allem in seiner verstärkenden Bedeutung sehr) mit Abstand am häufigsten vor. Im Textkorpus der deutschen Gegenwartssprache (DWDS) sind die Nennungen:
  • geheuer = 3 Prozent
  • geheuerlich = 0,01 Prozent
  • ungeheuer = 62 Prozent
  • ungeheuerlich = 15 Prozent
  • Ungeheuer = 20 Prozent (davon 6 Prozent Wortbildungen)
Wortbildungen: Fischungeheuer, Flugungeheuer, Kopfballungeheuer, Landungeheuer, Luftungeheuer, Meeresungeheuer, Meerungeheuer, Riesenungeheuer, Satzungeheuer, Seeungeheuer, Sumpfungeheuer, Tierungeheuer, Waldungeheuer, Wasserungeheuer, Wortungeheuer, Ungeheuerlichkeit

Unikales Morphem ?

Das Morphem heuer kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. Wortbildungen erscheinen fast nur zusammen mit dem Präfix ge- oder unge-.
Das zugrunde liegende Adjektiv hiuri ist nicht verwandt mit dem süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Adverb heuer = in diesem Jahr.

Auch das Nomen Heuer = Lohn der Seeleute gehört nicht zu dieser Wortfamilie.

Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem heuer ist daher in der Bedeutung geheuer ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Ungeheuer, ungeheuer, ungeheuerlich

geheuer: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe, Grimm), Frühneuhochdeutsch, ZDL, Duden-online

ungeheuer: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Grimm), ZDL, Duden-online

Ungeheuer: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Grimm), ZDL, Duden-online

ungeheuerlich: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Grimm), ZDL, Duden-online

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Gekröse

Wortherkunft

Herr Alt Das mittelhochdeutsche Wort gekrœse bedeutete kleines Gedärm. Es ist vom mittelhochdeutschen Adjektiv krus = gedreht, gekrümmt abgeleitet und bedeutete ursprünglich also das Krause oder das Gedrehte.
Herr Wort Das Wort bedeutete also ursprünglich kraus oder gedreht. Deshalb konnte es später verschiedene Dinge bezeichnen:

a) In der Anatomie nennt man die Falten im Bauchraum Gekröse. Diese umgeben die inneren Organe und halten halten sie zusammen. Diese Falten sehen auf den ersten Eindruck ziemlich kraus und wirr aus.

b) In der Medizin bezeichnet Gekröse die Eingeweide oder Innereien von Menschen und Tieren. Der Darm ist stark gewunden und gedreht, daher dieser Name.

Bi-W-G Portrait Confused With Johannes Kepler 1610.jpg

c) In der Gastronomie nennt man essbare Innereien, besonders von Rindern oder Lämmern, ebenfalls Gekröse.

d) Früher bezeichnete man auch eine kraus gefaltete Halskrause als Gekröse. Auch diese sieht kraus und gedreht aussah. Dieses Kleidungsstück ist aus der Mode gekommen. Du findest es nur noch auf alten Bildern. Auf dem rechten Bild siehst du eine solche Halskrause.

Hinweise zum Wort Gekröse

Bedeutung: Eingeweide, Darmgekröse oder Innereien
Beispielsatz: Der Arzt untersuchte das Gekröse des Patienten.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Ge-krö-se

Aussprache: [ɡəˈkʁøːzə]

Wortformen

Das Wort Gekröse ist ein Nomen sächlichen Geschlechts. Es wird meist nur im Singular verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Gekröse die Gekröse
2. Fall Genitiv des Gekröses der Gekröse
3. Fall Dativ dem Gekröse den Gekrösen
4. Fall Akkusativ das Gekröse die Gekröse



Weiterführende Informationen zum Grundwort Gekröse
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Gekröse

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Weiterführende Informationen zum Wort Gekröse

Entstehung: germ. *kruzla, ahd. krul, mhd. krol = kraus, lockig

mhd. krus = gedreht, gekrümmt, kraus

mhd. gekrœse = kleines Gedärm; ürsprünglich also das Gedrehte oder das Krause

Wortbildungen: Darmgekröse, Kalbsgekröse

veraltet: gekröselt, Gekrösader, Gekrösdrüse, Gekrösentzündung, Gekrösfell, Gekrösgeflecht, Gekröshaut, Gekrösmantel, Gekröspulsader, Gekrösschlagader

Grundwort: Kröse, kröseln; Kröselzange, Kröseeisen, Kröseldorn (Krausbeere)
Interessantes: Das Wort Gekröse wurde früher auch für die gefaltelte Halskrause verwendet, weil diese stark gekräuselt war.

In der heutigen Alltagssprache wird das Wort meist nur noch in der Medizin oder Fachsprache verwendet.

Unikales Morphem ?

Das Morphem kröse kommt im heutigen Sprachgebrauch als Nomen in einigen Dialekten, als Fachbegriff (Küfer, Glaser) und als Adjektiv kröseln vor. Demnach kommt das Morphem nicht isoliert und auch in verschiedenen Wortbildungen vor.
Es gibt keinen etymologischen- oder Bedeutungszusammenhang zum Verb krosen, dem Nomen Kros/Krös und dem Eigennamen Krösus.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem krös ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Gekröse: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (Adelung, BDO, BMZ, Grimm, RhWb, ), ZDL, Duden-online

Kröse: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, (BDO, BMZ, Grimm), Idiotikon (Chrȫs, Grȫsch, Chrȫsch), Krünitz, ZDL, Duden-online

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Gelichter

Wortherkunft

Herr Wort Das Wort Gelichter bezeichnet heute meistens eine Gruppe von Menschen, über die man sich ärgert oder schlecht denkt. Gemeint ist oft Gesindel oder eine unangenehme Menschengruppe.
Herr Alt Das war früher ganz anders. Da hatte das Nomen Gelichter eine eher positive Bedeutung.

Im Mittelalter gab es das Wort lehtar. Es bedeutete Lager, Bett. Mit der Vorsilbe ge- entstand hieraus gelihter.

Aus der Bedeutung Menschen, die aus dem gleichen Lager kommen entstand die Bedeutung Menschen mit übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht. Ab dem 17. Jahrhundert verschob sich die Bedeutung zunehmend ins negative. Heute bedeutete das Nomen Gesindel und wird umgangssprachlich eher als Schimpfwort und beleidigend verwendet.

Hinweise zum Wort Gelichter

Bedeutung: abwertend: eine als schlecht oder unangenehm angesehene Gruppe von Menschen; Gesindel
Beispielsatz: Der alte Mann wollte mit diesem lauten Gelichter nichts zu tun haben.

Nachts treiben sich im Park allerlei Gelichter herum.

Wortinfo: Wortart: Nomen, Neutrum

Worttrennung: Ge·lich·ter

Aussprache: [ɡəˈlɪçtɐ]

Wortformen

Das Wort Gelichter wird meist nur im Singular verwendet. Es bezeichnet häufig eine Menschengruppe als Gesamtheit.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Gelichter die Gelichter
2. Fall Genitiv des Gelichters der Gelichter
3. Fall Dativ dem Gelichter den Gelichtern
4. Fall Akkusativ das Gelichter die Gelichter



Weiterführende Informationen zum Grundwort Gelichter
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Gelichter

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Weiterführende Informationen zum Wort Gelichter

Entstehung: ie. *legh- = (sich) legen, liegen; lat. lectus = Lagerstatt, Bett
⇒ ahd. lehtar = Lager (9. Jh.)
⇒ ahd. gilehtar = Gebärmutter, eigentlich: Ort, wo das Kind liegt (ca. 10. Jh.)
⇒ mhd. gelihter = Menschen übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht (ca. 14. Jh.)
⇒ nhd. Gelichter = Menschengruppe
⇒ später abwertend: Gesindel (ab 17. Jh.)
Wortbildungen: Diebsgelichter / Diebesgelichter
Ableitungen: -
Interessantes: Das Wort hatte ursprünglich keine negative Bedeutung. Erst im Laufe der Sprachgeschichte wurde daraus ein Schimpfwort für eine als unangenehm empfundene Menschengruppe.

Unikales Morphem ?

Das Morphem licht(er) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor. Ein etymologischer oder Bedeutungszusammenhang zum Nomen Licht besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem licht(er) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm, Goethe, PfWb, RhWb), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Info - genau

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Weiterführende Informationen zum Wort genau

Entstehung: Verb: ahd. hniuwan, (h)nūwan (9. Jh.) = stoßen, glattmachen; mhd. niuwen, nūwen = zerstoßen, zerreiben
Adjektiv: mhd. nouwe, nou = eng, knapp, sorgfältig
⇒ Wortbildung mit Präfix ge-: mhd. genou, genouwe = genau, sorgfältig
Adverb/Partikel: nhd. genau = exakt, zustimmend oder als Gesprächswort
Wortbildungen: sh. Kap. Wortbildungen
Ableitungen: Genauigkeit, genauestens
Interessantes: Das Wort genau hatte ursprünglich die Bedeutung eng oder knapp. Daraus entwickelte sich später die heutige Bedeutung präzise oder sorgfältig. Wenn etwas ganz genau passt, bleibt kein Spielraum mehr.

Wortbildungen

genau als Erstglied

Als Bestimmungswort (Erstglied) kommt das Adjektiv genau nur in den Wortbildungen genauso und genaugenommen. Beim Adjektiv genaugenommen ist auch die Getrenntschreibung möglich. Diese wird von vielen Wörterbüchern auch empfohlen, so z. B. vom Dudenverlag.

genauso als Mehrwortausdruck

Früher wurden Wortbildungen mit genauso zusammengeschrieben. Nach der Rechtschreibreform (1996) werden diese als Mehrwortausdrücke getrennt geschrieben. Dazu gehören: genauso gut, genauso häufig, genauso lang, genauso oft, genauso schnell, genauso sehr, genauso viel, genauso weit, genauso wenig

genau als Letztglied

Das Adjektiv genau ist als Letztglied (Grundwort) in Wortbildungen sehr produktiv. Die Wortbildungen können verschiedenen Bedeutungsgruppen zugeordnet werden:

Gruppe A: Objektive Präzision: Hier geht es um messbare Genauigkeit.

1. Maß- und Mengengenauigkeit - Genauigkeit bei Längen-, Gewichts-, Geld- oder Mengenangaben
2. Zeitliche Genauigkeit - Genauigkeit bezogen auf Zeitpunkte oder Zeiträume
3. Räumliche / technische Präzision - Genauigkeit bei Passung, Technik oder Bewegung
4. Ziel- und Treffergenauigkeit - Genauigkeit beim Erreichen eines Zieles oder Ergebnisses
5. Rhythmus- und Ablaufgenauigkeit - Genauigkeit bezogen auf Rhythmus, Ablauf oder Synchronität

Gruppe B: Subjektive oder übertragene Präzision: Hier beschreibt genau eher eine bewertete Genauigkeit.

1. Inhaltliche / sprachliche Genauigkeit - Exaktheit in Sprache, Darstellung oder Beschreibung
2. Verstärkende oder wertende Bildungen - genau im Sinne von übertrieben exakt oder äußerst präzise
3. Gegenbegriff / Negation - fehlende Präzision

Die folgende Tabelle listet einige Beispielwörter auf und ordnet sie diesen Bedeutungsgruppen zu. Zu einigen Wortbildungen gibt es auch ein Nomen mit dem Suffix -igkeit. Diese sind in der spalte 3 aufgeführt. Die Wörter sind mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) verlinkt. Dort findest du weiterführende Informationen.

Wortbildungen mit genau als Grundwort
Gruppe Grundwort Nomen Bedeutung
B1 bildgenau - mit einem Bild exakt übereinstimmend; bildlich sehr präzise
A1 centgenau - auf den Cent genau
B1 detailgenau Detailgenauigkeit bis ins Einzelne genau
A3 ganggenau Ganggenauigkeit einen gleichmäßigen, exakten Gang aufweisend
A1 grammgenau - auf das Gramm genau
B2 haargenau - ganz genau, äußerst genau
A3 hochgenau Hochgenauigkeit sehr präzise
B2 hypergenau - übertrieben genau; extrem präzise
A1 kilometergenau - auf den Kilometer genau
A3 maßgenau Maßgenauigkeit genau passend; exakt nach Maß
A1 metergenau - auf den Meter genau
A1 metergenau - auf den Meter genau
A1 millimetergenau - äußerst präzise; auf den Millimeter genau
A2 minutengenau Minutengenauigkeit auf die Minute genau
A3 passgenau Passgenauigkeit exakt passend
A1 pfenniggenau - übertrieben genau im Rechnen
A4 punktgenau Punktgenauigkeit exakt zutreffend; genau passend
A3 quarzgenau - so genau wie eine Quarzuhr; äußerst präzise
A2 sekundengenau Sekundengenauigkeit auf die Sekunde genau
A2 stundengenau - auf die Stunde genau
A2 tagesgenau Tagesgenauigkeit auf den Tag genau
A2 taggenau - auf den Tag genau
A5 taktgenau - genau im Takt
A2 termingenau - genau zum festgesetzten Termin
A4 treffgenau Treffgenauigkeit genau zutreffend
B2 übergenau Übergenauigkeit pedantisch genau
B3 ungenau Ungenauigkeit nicht genau
B1 wortgenau Wortgenauigkeit genau im Wortlaut
A2 zeitgenau Zeitgenauigkeit zeitlich exakt
A1 zentimetergenau - auf den Zentimeter genau
A4 zielgenau Zielgenauigkeit genau auf ein Ziel gerichtet
A4 zielgruppengenau - genau auf eine Zielgruppe abgestimmt

Rechtschreibung

1. genauso / genau so

Das Adverb genauso wird zusammengeschrieben, wenn die Betonung auf genau liegt. Beispiel: Er kann genauso gut erzählen wie er schreibt. Meine Schule ist genauso weit entfernt wie das Haus meiner Großeltern.

Man schreibt genau so getrennt, wenn die Betonung auf dem Adverb so liegt. In diesem Fall wird das so durch genau näher bestimmt. Beispiel: Nimm diese Tablette und dir geht es bald besser. Genau so wird es kommen. Du wirst sehen. Halte den Stift genau so, mir drei Fingern, fest. Die Spielsteine werden genau so verteilt, dass jeder gleich viele Steine von jeder Farbe erhält.

2. genauso + Adjektiv

Die Wortfolge von genauso und einem Adjektiv wird seit der Rechtschreibreform (1996) getrennt geschrieben. Beispiel genauso wenig, genauso viel, genauso oft, genauso spät usw.

3. genau + Verb

Die Wortgruppen genau + Verb werden getrennt geschrieben. Beispiel: Du solltest die Bemerkung der Schüler nicht so genau nehmen. Das gilt auch für das Partizip genommen. Beispiel: Es handelt sich genau genommen um ein großes Missverständnis. Zusammen- und Getrenntschreibung ist möglich, wenn die Wortgruppe als Adjektiv ein Nomen näher bestimmt. Beispiel: Die vom Gutachter durchgeführten genaugenommenen / genau genommenen Berechnungen stimmen. Tipp: Im Zweifelsfalle schreibe getrennt, da beides möglich ist.

3. genau + Verb

Die Substantivierung von genau wird mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben. Beispiel: Ich weiß nichts Genaues über die geheim gehaltenen Absprachen.

Unikales Morphem ?

Das Morphem nau kommt in der Bedeutung von genau heute nicht isoliert und in Wortbildungen nur mit dem Präfix ge- vor. Das zugrunde liegende Adjektiv ahd. nouwe ist nach dem Mittelalter untergegangen.
Das heutige Wort neu gehört nicht zu derselben Wortfamilie wie genau. Die Ähnlichkeit der Wörter ist nur zufällig.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem nau ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm, Goethe, RhWb, MeckWb, PfWb, WestfWb), ZDL; Duden-online Adjektiv, Adverb (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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genesen

Wortherkunft

Herr Alt Das Verb genesen ist schon sehr alt. Vor rund tausend Jahren schrieb man ginesan. Das bedeutete überleben oder gerettet werden. Mit der Zeit hat sich die Bedeutung eingeengt. Früher hatte das Verb auch die Bedeutung ein Kind gebären, zur Welt bringen. Diese Bedeutung findest du heute aber nur noch in alten gehobenen Texten.
Herr Wort Heute bedeutet genesen vor allem nach einer Krankheit wieder gesund werden.

Hinweise zum Wort genesen

Bedeutung: nach einer Krankheit wieder gesund werden
Beispielsatz: Nach einigen Wochen im Krankenhaus ist die Patientin wieder genesen.
Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ge·ne·sen

Aussprache: [ɡəˈneːzn̩]

Wortformen

Das Verb genesen ist ein starkes Verb. Das Präteritum lautet genas. Das Partizip II heißt genesen, Hilfsverb sein.

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich genese ich genas ich bin genesen
2. Person du genest du genasest, genast du bist genesen
3. Person er/sie/es genest er/sie/es genas er/sie/es ist genesen
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir genesen wir genasen wir sind genesen
2. Person ihr genest ihr genaset ihr seid genesen
3. Person sie genesen sie genasen sie sind genesen



Weiterführende Informationen zum Grundwort genesen
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - genesen

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Weiterführende Informationen zum Wort genesen

Entstehung: ie. *nes- wohlbehalten wohin gelangen, das sichere Heim erreichen → germ. *nazjan genesen machen
⇒ ahd. nerien → mhd. neren, nerigen = genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten → nähren = mit Nahrung versorgen
⇒ ahd. ginesan, mhd. genesen = gesund werden
Wortbildungen: genesen: wiedergenesen
Genesung (Erstglied): Genesungsbegleiter, Genesungschance, Genesungsheim, Genesungskompanie, Genesungskur, Genesungsnachweis, Genesungsprozess, Genesungsurlaub, Genesungswunsch, Genesungszeit
Genesung (Letztglied): Müttergenesung, Müttergenesungsheim, Müttergenesungskur, Müttergenesungswerk, Wiedergenesung
Genesene: Genesenennachweis, Genesenenstatus
Ableitungen: Genesung, die/der Genesene
Interessantes:
Quelle
Während der Corona-Pandemie wurde das Wort Genesene sehr häufig verwendet. Damit bezeichnete man Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden hatten. Auch Wörter wie Genesungsnachweis oder Genesenenstatus wurden damals oft benutzt.

Die rechte Grafik zeigt den Verlauf des Nomens Genesung. Nach dem zweiten Weltkrieg und vielen Verletzten Soldaten und Zivilisten ging die Verwendungskurve mit einiger Verzögerung (die für die Genesung gebraucht wurde) steil nach oben. Fast auf den gleichen Höchststand stieg die Kurve 2021 in Folge der Coronapandemie an.

Unikales Morphem ?

Das Morphem nes kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur mit dem Präfix ge- im Wort genesen vor. Wortbildungen kommen zum Morphem nes nur zusammen mit dem Präfix ge- vor.
Auf den gleichen germanischen Worturspung kann auch das Verb nähren zurückgeführt werden. Allerdings hat sich hieraus ein Morphem mit völlig anderer Schreibung entwickelt.
Einen etymologischen und Bedeutungszusammenhang zur Wortfamilie Genese besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem nes ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, zu den alten Bedeutungen sh. vor allem: Grimm, hier 2. und 3., Goethe hier 2., Krünitz, Mittelhochdeutsch Wb), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Genosse

Wortherkunft

Herr Alt Bei den Germanen bezeichnete man mit *nauta wertvolles Vieh oder Nutzvieh. Ein *ga-nauta war ursprünglich jemand, der mit anderen dasselbe Vieh oder denselben Besitz gemeinsam hatte. Daraus entstand im Althochdeutschen ginōʒ und später mittelhochdeutsch genōʒ(e). Gemeint war also zuerst jemand, der mit anderen etwas gemeinsam nutzt oder besitzt.
Herr Wort Das Wort Genosse bedeutete ursprünglich Gefährte, Begleiter oder jemand, der mit anderen in einer Gemeinschaft verbunden ist. Später wurde es auch für Menschen verwendet, die gleiche Ziele oder gleiche politische Überzeugungen haben. Besonders in sozialdemokratischen, sozialistischen und kommunistischen Parteien wurde Genosse zu einer Anrede für Parteimitglieder.
Frau Fremd englisch: companion, comrade

französisch: compagnon, camarade
italienisch: compagno

Hinweise zum Wort Genosse

Bedeutung: a) veraltend: Kamerad, Begleiter, Gefährte

b) Mitglied oder Anhänger einer linksgerichteten politischen Partei
c) Mitglied einer Genossenschaft

Beispielsatz: Die Genossen trafen sich am Abend zur Versammlung.
Wortinfo: Wortart: Nomen, maskulin

Worttrennung: Ge·nos·se

Aussprache: [ɡəˈnɔsə]

Wortformen

Das Wort Genosse ist ein schwach gebeugtes Nomen. Das bedeutet: In fast allen Fällen außer dem Nominativ Singular endet es auf -n.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Genosse die Genossen
2. Fall Genitiv des Genossen der Genossen
3. Fall Dativ dem Genossen den Genossen
4. Fall Akkusativ den Genossen die Genossen



Weiterführende Informationen zum Grundwort Genosse
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Info - Genosse

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Weiterführende Informationen zum Wort Genosse

Entstehung: ie. *neṷd- = nutzen
⇒ a) germ. *nauta- = Vieh, wertvolle Habe, Nutzvieh
⇒ ahd., mhd. nōʒ = Nutz-, Zug-, Lasttier - Dieses Nomen ist nach dem Mittelalter ausgestorben.
⇒ b) germ. *neutan = etwas in Nutzung nehmen
⇒ ahd. nioʒan, ginioʒan, mhd. (ge)nieʒen = etw. benutzen, genießen
⇒ mhd. nieʒ, frühnhd. Nieß = Benutzung, Nutznießung
⇒ hd. Nießbrauch = Recht auf Nutzung fremden Eigentums
⇒ c) germ. *ga-nauta- = jemand, der dasselbe Vieh oder denselben Besitz gemeinsam hat
⇒ ahd. ginōʒ, ginōʒo = Genosse, Gefährte
⇒ mhd. genōʒ(e) = jemand, der mit anderen etwas gemeinschaftlich hat; Gleichgestellter, Gefährte
⇒ nhd. Genosse = Gefährte; politisch: Mitglied oder Anhänger einer linksgerichteten Partei
Wortbildungen: Altersgenosse, Amtsgenosse, Artgenosse, Berufsgenosse, Bettgenosse, Bundesgenosse, Eidgenosse, Fachgenosse, Gesinnungsgenosse, Glaubensgenosse, Kampfgenosse, Leidensgenosse, Parteigenosse, Reisegenosse, Schicksalsgenosse, Stammesgenosse, Studiengenosse, Volksgenosse, Weggenosse, Zeitgenosse, Zimmergenosse
Ableitungen: Genossin, Genossenschaft, genossenschaftlich, Genossenschafter, Genossenschaftler
Interessantes: Das Wort Genosse hängt mit genießen zusammen. Früher bedeutete genießen nicht nur „Freude an etwas haben“, sondern auch „etwas nutzen“. Ein Genosse war also ursprünglich jemand, der mit anderen etwas gemeinsam nutzte.

Wortbildungen

Wortbildungen mit Genosse als Grundwort (Letztglied)
Bedeutung männlich weiblich Bedeutung
3 Artgenosse Artgenossin Lebewesen derselben Art
2 Bettgenosse Bettgenossin Person, mit der man ein Bett teilt
4 Bundesgenosse Bundesgenossin Verbündeter Staat oder Verbündeter
1 Eidgenosse Eidgenossin Angehöriger der Schweizer Eidgenossenschaft
3 Geschlechtsgenosse Geschlechtsgenossin Lebewesen gleichen Geschlechts
4 Gesinnungsgenosse Gesinnungsgenossin Person gleicher politischer oder weltanschaulicher Haltung
4 Glaubensgenosse Glaubensgenossin Person gleichen Glaubens
2 Hausgenosse Hausgenossin Mitbewohner
2 Leidensgenosse Leidensgenossin Person mit gleichem Leid oder Schicksal
4 Parteigenosse Parteigenossin Mitglied derselben Partei
2 Schicksalsgenosse Schicksalsgenossin Person mit gleichem Schicksal
2 Tischgenosse Tischgenossin Person, mit der man gemeinsam isst
3 Zeitgenosse Zeitgenossin Mensch derselben Zeit
2 Zellengenosse Zellengenossin Mitgefangener in derselben Zelle
2 Zimmergenosse Zimmergenossin Mitbewohner desselben Zimmers
3 Altersgenosse Altersgenossin Person gleichen Alters
5 Altgenosse xyz älteres Mitglied einer Gemeinschaft oder Partei
1 Amtsgenosse Amtsgenossin Person im gleichen Amt
2 Arbeitsgenosse Arbeitsgenossin Person, mit der man zusammen arbeitet
1 Berufsgenosse Berufsgenossin Person desselben Berufs
1 Dorfgenosse Dorfgenossin Mitglied derselben Dorfgemeinschaft
1 Fachgenosse Fachgenossin Person desselben Fachgebiets
2 Fahrtgenosse Fahrtgenossin Mitreisender
5 Genossenschaft xyz wirtschaftlicher Zusammenschluss von Mitgliedern
4 Jagdgenosse Jagdgenossin Mitglied einer Jagdgenossenschaft
2 Kampfgenosse Kampfgenossin Mitstreiter im Kampf
1 Klassengenosse Klassengenossin Mitschüler derselben Klasse
2 Lebensgenosse Lebensgenossin Lebensgefährte
4 Markgenosse Markgenossin Mitglied einer Markgenossenschaft
2 Reisegenosse Reisegenossin Mitreisender
2 Schlafgenosse Schlafgenossin Person, die gemeinsam schläft oder ein Bett teilt
4 Schutzgenosse Schutzgenossin Person unter gemeinsamem Schutzverhältnis
4 SED-Genosse SED-Genossin Mitglied der SED
4 Sinnesgenosse Sinnesgenossin Person gleicher Gesinnung oder Einstellung
1 Stammesgenosse Stammesgenossin Mitglied desselben Stammes
1 Standesgenosse Standesgenossin Angehöriger desselben Standes
1 Studiengenosse Studiengenossin Mitstudent
1 Volksgenosse #BEZUG! Angehöriger desselben Volkes; historisch politisch belastet
2 Weggenosse Weggenossin Begleiter auf einem gemeinsamen Weg
4 Weidgenosse Weidgenossin Mitglied einer Weidegenossenschaft
2 Zechgenosse Zechgenossin Trinkgefährte
1 Zunftgenosse Zunftgenossin Mitglied derselben Zunft

Unikales Morphem ?

Das Morphem noss kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. Es begegnet aber in mehreren Wortbildungen, zum Beispiel in Genosse, Genossin, Genossenschaft und in vielen Zusammensetzungen wie Zeitgenosse, Parteigenosse oder Eidgenosse.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem noss ist daher kein typischer Fall für ein unikales Morphem.
Das Morphem noss kommt nicht isoliert, sondern nur gemeinsam mit dem Präfix ge- vor. In dieser Form kommt genossen als Partizip Perfekt des Verbs genießen und als Nomen in Genosse (uns seinen vielen Wortbildungen) vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem noss ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, DWEE, Duden-online (nicht werbefrei), Wikipedia

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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