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=Butz (Wortgruppe)=  
= drollig =
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<div style="color:red"> ''drollig'' und ''Info - drollig'' müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch </div>
 
= Info - Butz (Wortgruppe) =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Butz (Wortgruppe)|'''zurück zur Wortgeschichte ''Butz (Wortgruppe)''''']]
|}
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Die Wortfamilie um ''Butz, Butze, Butzen, Bütz, Butzel, Butzi'' usw. gehört zu den besonders vielgestaltigen und komplexen Bereichen des deutschen Dialektwortschatzes. Zahlreiche Belege aus dialektalen Wörterbüchern zeigen eine außerordentliche Bedeutungsvielfalt, die von konkreten Sachbezeichnungen über Körper- und Naturphänomene bis hin zu Figuren des Volksglaubens reicht.
__TOC__
__TOC__
==Bedeutungsgruppen==
Aus der Bedeutung ''Butz = Stoß, Schlag'' hat sich die Bedeutung ''Kern, Klumpen'' und hieraus viele verschiedene regionale Bedeutungen. Ob die Bedeutung ''Butz = Schreckgestalt/Kobold'' ebenfalls aus stoßen und schlagen entwickelt hat ist  umstritten. Sehr wahrscheinlich ist, dass auch das Verb ''putzen'' auf die Wortgruppe ''Butz'' zurückgeführt werden kann. Es ergeben sich daher fünf Bedeutungsgruppen:


'''1. Stoß'''
==Wortherkunft==
:'''Beschreibung:''' Grundbedeutung „stoßen, schlagen, berühren“
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
::'''Beispielwörter:''' butzen, Butz, Butzekopf
|-
::'''Beispielsätze:''' ''Pass auf, sonst butzt du noch gegen die Tür! Der Widder gab ihm einen heftigen Butz gegen das Bein.''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort ''drollig'' wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:


'''2. Kern / Klumpen'''
* niedlich, süß, knuddelig -  ''Du hast aber sehr drollige Puppen.''
:'''Beschreibung:''' rundliche Masse, Rest, verdichteter Bestandteil
::'''Beispielwörter:''' Butzen, Bütz, Hagebutz, Fettbutzen
::'''Beispielsätze:''' ''Die Kinder sammelten die Apfelbutzen im Korb. In der Suppe schwamm noch ein kleiner Fettbutzen.''


'''3. regional / sekundär'''
* spaßig, witzig, lustig - ''Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.''
:'''Beschreibung:''' regionale Erweiterungen, Übertragungen und Neubildungen
::'''Beispielwörter:''' Butzknecht, Butzbar, butzig, Butzilein
::'''Beispielsätze:''' ''Der alte Butz saß jeden Abend vor dem Haus und erzählte Geschichten. Du bist mir vielleicht ein lustiger kleiner Butz!''
'''4. Schreckgestalt'''
:'''Beschreibung:''' traditionelle Angst- und Maskenfiguren
::'''Beispielwörter:''' Butzemann, Butzenbär, Butzenmärtel
::'''Beispielsätze:''' ''Mit dem Butzen drohte man früher unartigen Kindern. Der Butzemann versteckt sich angeblich im Keller.''
Eine Auswertung der Wörterbuchbelege zeigt, dass es sich nicht um ein einheitliches Bedeutungsfeld handelt, sondern um ein komplexes Netz mehrerer Bedeutungsfelder, die sich regional unterschiedlich entfaltet haben.


'''1 a) Stoß / Bewegung'''
* eigenartig, merkwürdig, seltsam - ''Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.''
:'''Beschreibung:''' körperliche Einwirkung, Stoß, Anprall, drückende Bewegung
|-
::'''Beispiele:''' butzen, Butz, Butzekopf, Butzelbock
|
|
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen ''drollig'' = lustig, possenhaft.


''' 1 b) Spiel '''
Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche ''drolle'' zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.
:'''Beschreibung:''' spielerische Stoßhandlungen, oft körperliche Spiele (v. a. Kopfstoßen)
::'''Beispiele:''' Butzen (Spiel), Fingerbutzeln, Butzelbock


'''1 c) Kuss / Zuneigung '''
Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort ''droll'' (= spaßig, komisch).
:'''Beschreibung:''' abgeschwächte Berührung im Sinne von Kuss, Zärtlichkeit, Koseform
|-
::'''Beispiele:''' Bütz, Butzi, Butzilein, Schnuckibutzi
|}


''' 2 a) Kern / Rest / Klumpen '''
==Hinweise zum Wort ''drollig''==
:'''Beschreibung:''' fester, abgesetzter Bestandteil; Rest, Kern oder rundlicher Klumpen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
::'''Beispiele:''' Apfelbutzen, Hagebutz, Fettbutzen, Erdäpfelsbutz
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv


''' 2 b) Schmutz / Körper '''
'''Worttrennung:''' drol-lig
:'''Beschreibung:''' körperliche oder stoffliche Rückstände, meist unangenehme Substanzen
::'''Beispiele:''' Nasenbutzen, Rotzbutzen, Mistbutzen, Dochtbutzen


'''2 c) Menge / Bündel '''
'''Aussprache:''' [ˈdʁɔlɪç]
:'''Beschreibung:''' zusammengefasste Masse, Bündel oder Ansammlung von Material
|-
::'''Beispiele:''' Heubützig, Butzwelle, Barnbützig
|'''Adjektiv / Adverb'''
|Das Wort ''drollig'' kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im [https://klexikon.zum.de/wiki/Adverb Kinderlexikon] wird dir am Beispiel von ''drollig'' der Unterschied erklärt.
|-
|}


''' 2 d) Körper (von Personen)'''
==Wortformen==
:'''Beschreibung:''' Knoten, Bläschen, Schmutz am Körper
<div style="font-size:1.2em">
::'''Beispiele:''' Haarbutz, Eiterbutzen, Adenbutzen, Bauchbutzen
Das Wort ''drollig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>


''' 3 a) Personen '''
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
:'''Beschreibung:''' Bezeichnungen für Menschen, oft bewertend, verkleinernd oder scherzhaft
|-
::'''Beispiele:''' Butz (Kind), Butzelbub, Butzknecht, Butzeknösel
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|drollig
|drolliger
|am drolligsten
|-
|}


''' 3 b) Tier- und Landwirtschaft '''
</br>
:'''Beschreibung:''' Bezeichnungen für Tiere, Pflanzen oder landwirtschaftliche Objekte
----
::'''Beispiele:''' Butzen (Ferkel), Strohbutzen, Hagebutz, Butzenbock
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - drollig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''drollig''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__


''' 3 c) Raum '''
----
:'''Beschreibung:''' kleine, oft einfache oder beengte Räume, Hütten oder Stuben
::'''Beispiele:''' Butze, Butzenstube, Butzenkammer


'''3 d). Wetter'''
= Info - drollig =
:'''Beschreibung:''' kurze, stoßartige oder klumpenartige Niederschläge
{| style="width: 100%; text-align:center;"
::'''Beispiele:''' Schauerbutzen, Regenbutzen, Aprilbutzen
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
|}
----
__TOC__


''' 3 e) Sonstiges '''
==Weiterführende Informationen zum Wort ''drollig''==
:'''Beschreibung:''' feste Redewendungen, übertragene Bedeutungen, unspezifische Verwendungen
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
::'''Beispiele:''' butz und gar, Butz (Rest), Butzware
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
 
|niederländisch <abbr>nl.</abbr> drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann → nl. drollig = Spaßmacher, Knirps → mittelniederdeutsch ''drolle'' = Spaßmacher, lustige Figur → niederdeutsch ''drollig'' = lustig
''' 4. Schreckgestalt '''
möglicherweise verwandt mit engl. ''droll ←''  
:'''Beschreibung:''' furchterregende Figur des Volksglaubens oder Brauchtums
|- style="vertical-align:top;"
::'''Beispiele:''' Butzemann, Butzenbär, Butzenkerl, Faschingbutz
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/drolligerweise drolligerweise],
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Drolligkeit Drolligkeit]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''drollig'' gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.


''' 5. ''butzen II'' '''
Im Unterschied zu ''lustig'' wirkt ''drollig'' oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.
:'''Beschreibung:''' eigenständige Verbgruppe mit Bedeutungen wie reinigen, ordnen, bearbeiten
::'''Beispiele:''' butzen (putzen), aufbutzen, hineinbutzen, Abbutz


==Entstehung==
Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold lustig → drollig).
ahd. ''bōʒan'' = ''schlagen,'' ''stoßen,'' mhd. ''bōʒen '' ca. 14. Jh. ''butzen;'' ab ca. 16. Jh. ist das Verb untergegangen; die Nomen ''Butz, Butz, Butzen'' und regional auch Bütz, ''Bütz, Bütze'' sind in verschiedenen Dialekten erhalten geblieben.
|}


mhd. butz = Kobold, Schreckgestalt  → Bedeutungserweiterung: Kobold → kleiner Mensch → Klumpen → Gegenstand → Handlung
==Unikales Morphem ?==
 
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
== Bedeutung der Grundwörter ==
| colspan="2" |Das ursprüngliche niederländische Wort ''drol'' ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung ''drollig'' übernommen worden. Das Morphem ''droll'' kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung ''drollig'' vor (''drolligerweise, Drolligkeit'').
Die Wortgruppe Butz ist eine der vielfältigsten Wortgruppen in verschiedenen Dialekten und Regiolekten. Diese Wörter kommen sowohl in Norddeutschland und dem Rheinland als auch in Hessen, Süddeutschland, Elsass, Luxemburg, Österreich und der Schweiz vor. Bereits die Grundwörter werden - je nach Region - mit unterschiedlichen Bedeutungen belegt. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für die Bedeutungsvielfalt der Grundwörter. Die Tabelle beschränkt sich beispielhaft auf die Regionen Mecklenburg (MeckWB), Rheinland (RhWB), die Pfalz (PfWB) und Bayern (BDO). Weitere Wörterbuchquellen findest du im Kapitel [[Info - Butz (Wortgruppe)#Belege/Quellen|Belege/Quellen]]. Die Tabelle ist nach den Grundwörtern geordnet. Du kannst diese aber auch nach den Spalten (Bedeutung, Gruppe, Ursprung, Quelle) sortieren und mehr über die Bedeutungen und Dialekte erfahren.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+Die Bedeutungen der Grundwörter ''Butz, Butze, Butzen'' und mit Umlaut ''Bütz, Bütze, Bützen''
! style="width: 10%" |Lemma
! style="width: 30%" |Bedeutung
! style="width: 20%" |Gruppe
! style="width: 20%" |Ursprung
! style="width: 20%" |Quelle
|-
|-
|Butz
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Stoß, Schlag
|Das Morphem ''droll'' in der Wortbildung ''drollig'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz I, ]
|-
|-
|Butz
| colspan="2" |Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen <abbr>frz.</abbr> drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen ''drol'' bzw. ''drollig''.
|Stoß (in Redewendungen)
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 1a, ]
|-
|-
|Butz
|}
|Wurfhölzchen
 
|1b) Spiel
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|1. Stoß
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 3 ]
==Belege/Quellen==
|-
 
|Butz
[https://www.dwds.de/wb/drollig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/drollig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe hier [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D01140 Adelung] (Herkunft niedersächsisch ''drullig''), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D13733 Grimm-2] (nl drullig > ndd drullig), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D02289 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=drollig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/drollig Duden-online]
|Kuss
 
|1c) Kuss / Kosennamen
Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. [https://www.etymologiebank.nl/trefwoord/drollig Etymologiedatenbank.nl], [https://www.dbnl.org/zoek/solr/index.php?zoek=drollig&prefilter=&subform_values=&f_id=&size=10&sort=relevantie&weergave=lijst Digitale Bibliothek (DBNL)], Textbeispiele: [https://www.dbnl.org/tekst/else006lacc01_01/ Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667)], [https://www.dbnl.org/tekst/hoff049ders02_01/ Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)]
|1. Stoß
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 2 ]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|-
 
|Butz
<br>
|Auswuchs
----
|2a) Kern / Rest / Klumpen
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|2. Kern, Klumpen
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 12 ]
|}
|-
{{WörterABC-Tabelle}}
|Butz
__INDEX__
|Narbe am Obst
----
|2a) Kern / Rest / Klumpen
= Damhirsch =
|2. Kern, Klumpen
__TOC__
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 1b ]
 
|-
==Wortherkunft==
|Butz
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|große Menge
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 15 ]
|-
|Butz
|Strohwisch
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16a ]
|-
|Butz
|Strauß
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16b ]
|-
|Butz
|Haarbüschel
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 16c ]
|-
|-
|Butz
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Kerngehäuse
|Der ''Damhirsch'' ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|-
|Butz
|
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|-
|Butz
|'''Interessantes:'''
|unreinliche Frau
|Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im [https://klexikon.zum.de/wiki/Damhirsch Kinderlexikon] interessante Bilder und Beschreibungen.
|3a) Personen
Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im [https://www.zootier-lexikon.org/saeugetiere-mammalia/paarzeher/hirsche-hirschferkel-und-moschustiere-cervidae-tragulidae-moschidae/europaeischer-damhirsch-dama-dama Zootier-Lexikon.]
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 2 ]
|-
|-
|Butz
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Schutzmann
|Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter ''tamo'' oder ''tame''. Daraus entwickelte sich ''Dam-''.
|3a) Personen
 
|3. regional/sekundär
Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. ''Hirsch'', ''Bock'' oder ''Wild''. So entstand das zusammengesetzte Wort ''Damhirsch''.
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 4 ]
|-
|-
|Butz
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|durchtriebener Mensch
|Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|-
|Butz
|}
|kleiner Mensch
 
|3a) Personen
==Hinweise zum Wort ''Damhirsch''==
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|-
|mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
|Butz
|- style="vertical-align:top;"
|Kind
|'''Beispielsatz:'''
|3a) Personen
|''Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.''
|3. regional/sekundär
|- style="vertical-align:top;"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 6 ]
|'''Wortinfo:'''
|-
|'''Wortart:''' Nomen, maskulin
|Butz
 
|Polizist
'''Worttrennung:''' Dam-hirsch
|3a) Personen
 
|3. regional/sekundär
'''Aussprache:''' [ˈdamˌhɪʁʃ]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz III, ]
|-
|Butz
|dummer Kerl
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10285 RhWB: Butz VI, Bed. 2 ]
|-
|Butz
|Gelbschnabel
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 4 ]
|-
|-
|Butz
|}
|Schwein
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
==Wortformen==
|3. regional/sekundär
<div style="font-size:1.2em">
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816#0 PfWB: Butz1, Bed. 1 ]
Das Wort ''Damhirsch'' ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
|Butz
!style="text-align:left"|1. Fall
|Rinderkrankheit
!Nominativ
|3b) Tier / Landwirtschaft
|der Damhirsch
|3. regional/sekundär
|die Damhirsch'''<u>e</u>'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 17 ]
|-
|-
|Butz
!style="text-align:left"|2. Fall
|kleiner Hund
!Genitiv
|3b) Tier / Landwirtschaft
|des Damhirsch'''<u>es</u>'''
|3. regional/sekundär
|der Damhirsch'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|-
|Butz
!style="text-align:left"|3. Fall
|Vogel, Kauz
!Dativ
|3b) Tier / Landwirtschaft
|dem Damhirsch
|3. regional/sekundär
|den Damhirsch'''<u>en</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|-
|Butz
!style="text-align:left"|4. Fall
|kleines Tier
!Akkusativ
|3b) Tier / Landwirtschaft
|den Damhirsch
|3. regional/sekundär
|die Damhirsche'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butz BDO]
|-
|-
|Butz
|}
|Kalb-Rind-Stufe
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
</br>
|3. regional/sekundär
----
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10285 RhWB: Butz VI, Bed. 1 ]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[Info - Damhirsch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Damhirsch''''']]
|Butz
|}
|dunkle Wolke
{{WörterABC-Tabelle}}
|3d) Wetter
__INDEX__
|3. regional/sekundär
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 14a ]
----
|-
 
|Butz
= Info - Damhirsch =
|Regenschauer
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|3d) Wetter
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|3. regional/sekundär
|}
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 14b ]
----
|-
__TOC__
|Butz
 
|Grasplatz
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Damhirsch''==
|3e) Sonstiges
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|3. regional/sekundär
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 13 ]
| ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen → griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma → 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird ''Dam'' zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen ''Hirsch'' oder ''Bock'' = ''Damhirsch'', ''Dambock''.
|-
 
|Butz
ahd. ''tamo'', ''tame'' = Wild → mhd. ''dam'' → nhd. ''Dam'' (Wildart) 
|Waschkessel
+ ''Hirsch'' (männliches Tier mit Geweih)
|3e) Sonstiges
 
|3. regional/sekundär
→ ''Damhirsch'' = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10283#0 RhWB: Butz IV, ]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Wortbildungen:'''
|Butz
|Dam: [https://www.dwds.de/wb/Dambock Dambock], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damleder Damleder], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damtier Damtier], [https://www.dwds.de/wb/Damwild Damwild] ([https://www.dwds.de/wb/Damwildgehege Damwildgehege]);
|Schnaps
Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout
|3e) Sonstiges
|- style="vertical-align:top;"
|3. regional/sekundär
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 3 ]
| -
|-
|Butz
|Fastnachtsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 1 ]
|-
|Butz
|Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 3 ]
|-
|Butz
|Wildscheuche
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 5 ]
|-
|Bütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|Bütz
|kleiner Brotlaib
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|Bütz
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|Bütz
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütz BDO]
|-
|Bütz
|Kuss
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz, Bed. 2 ]
|-
|butz (Adv.)
|plötzlich, sofort
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butz, ]
|-
|butz (Interj.)
|Laut beim Aufprall („bums“)
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butz, ]
|-
|Butze
|Obstrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, ]
|-
|Butze
|Dochtrest
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 4 ]
|-
|-
|Butze
|'''Rechtschreibung:'''
|Tintenklecks
|Das ''a'' im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort ''Damhirsch'' fälschlich mit doppeltem ''m'' geschrieben wird (falsch: *''Dammhirsch'').
|2b) Schmutz
|- style="vertical-align:top;"
|2. Kern, Klumpen
|'''Interessantes:'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 8 ]
|Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.
 
Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.
 
Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (''Dam'') und genauer Bestimmung (''Hirsch'').
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|-
|-
|Butze
| colspan="2" |Das Morphem ''dam'' ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
|Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 3 ]
|-
|-
|Butze
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Eiterpfropf
|Das Morphem ''dam'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 7b ]
|-
|-
|Butze
|}
|Streifen, wo die Saat zu dicht steht (aneinanderstößt)
 
|1a) Stoß / Bewegung
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
==Belege/Quellen==
|-
 
|Butze
[https://www.dwds.de/wb/Damhirsch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Damhirsch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D00084 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D00225 Goethe], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=D00306 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D01329 Grimm-2]), [https://www.zdl.org/?q=Damhirsch ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Damhirsch Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damhirsch Duden-online]
|kleines mageres Mädchen
 
|3a) Personen
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=Dienstag=
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung ''Thing''. Der germanische Gott ''Tyr'' war der Beschützer dieser Versammlung.
 
Der Name ''Dienstag'' geht auf das alte Wort ''thingsus'' zurück. Diese bedeutete ''Beschützer des Things''. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort ''Dienstag''.
 
Der Wortteil ''dien'' hat also nichts mit dem Verb ''dienen'' zu tun.
|-
|-
|Butze
|}
|dicke, kleine Frau
== Fremdsprachen ==
|3a) Personen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|3. regional/sekundär
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze BDO]
|In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den ''Dienstag'' vom Germanischen Gott ''Tyr'' bzw. ''thingsus'' abgeleitet. Hier einige Beispiele:
|-
|-
|Butze
|
|Raum unter Treppe
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto"
|3c) Raum
! Sprache
|3. regional/sekundär
! Wochentag
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butze, ]
! Aussprache
|-
|Butze
|Verschlag
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butze, ]
|-
|Butze
|Alkoven
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butz, ]
|-
|-
|Butze
!Deutsch
|Wiege
|Dienstag
|3c) Raum
|[ˈdiːnstaːk]
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzebaba, ]
|-
|-
|Butze
!Dänisch
|Gespenst
|tirsdag
|4) Schreckgestalt
|[ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
|4. Schreckgestalt
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 1 ]
|-
|-
|Bütze
!Englisch
|Beule, Vertiefung durch Stoß, Schlag
|Tuesday
|1a) Stoß / Bewegung
|[ˈtjuːzdeɪ]
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 RhWB, 2a]
|-
|-
|Bütze
!Niederländisch
|Stoß
|dinsdag
|1a) Stoß / Bewegung
|[ˈdɪnz.dɑx]
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 1 ]
|-
|-
|Bütze
!Norwegisch
|Klickerkaule
|tirsdag
|1b) Spiel
|[ˈtiːʂdɑːɡ]
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 2b ]
|-
|-
|Bütze
!Schwedisch
|Wurfklicker
|tisdag
|1b) Spiel
|[ˈtiːsdaɡ]
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Bütz(e), Bed. 3 ]
|-
|-
|Bütze
|}
|Brüste
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Bütze BDO]
|-
|-
|Butzen
|}
|Kerngehäuse
 
|2a) Kern / Rest / Klumpen
==Hinweise zum Wort ''Dienstag''==
|2. Kern, Klumpen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02572#0 ElsWB: Butzen, ]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|-
|der zweite Tag der Woche
|Butzen
|- style="vertical-align:top;"
|Hagebutten(krone)
|'''Beispielsatz:'''
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|''Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.''
|2. Kern, Klumpen
|- style="vertical-align:top;"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzen1, ]
|'''Wortinfo:'''
|-
|'''Wortart:''' Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural
|Butzen
 
|Kelchrest
'''Worttrennung:''' Diens-tag
|2a) Kern / Rest / Klumpen
 
|2. Kern, Klumpen
'''Aussprache:''' [ˈdiːnstaːk]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 11b ]
|-
|Butzen
|Maiskolbenrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz2, Bed. 11c ]
|-
|Butzen
|Erdschollen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen I, ]
|-
|Butzen
|Metallplättchen in Stoffknöpfen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10372 RhWB: Butzen I,I ]
|-
|Butzen
|Augengries
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://fwb-online.de/go/butze.s.0m_1755134467 FWB: Butze, Bed. 5 ]
|-
|Butzen
|Nasenpopel
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 2a ]
|-
|-
|Butzen
|}
|Knospe, Blüte
 
|2a) Kern / Rest / Klumpen
==Wortformen==
|3. regional/sekundär
<div style="font-size:1.2em">
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
Das Grundwort ''Dienstag'' wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein ''s'' angehängt.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 41%"|Singular
!style="width: 25%"|Plural (selten)
|-
|-
|Butzen
!style="text-align:left"|1. Fall
|Blütenrest an der Frucht
!Nominativ
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|der Dienstag
|3. regional/sekundär
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
!style="text-align:left"|2. Fall
|abgeschnittener Baumstamm
!Genitiv
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|des Dienstag'''<u>s</u>''', des Dienstag'''<u>es</u>'''
|3. regional/sekundär
|der Dienstag'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
!style="text-align:left"|3. Fall
|Quaste, am spitzen Ende einer Zipfelmütze
!Dativ
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|dem Dienstag
|3. regional/sekundär
|den Dienstag'''<u>en</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
!style="text-align:left"|4. Fall
|verkohltes Dochtende
!Akkusativ
|2b) Schmutz
|den Dienstag
|3. regional/sekundär
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|-
|Butzen
|}
|Dreschabfall
 
|2b) Schmutz
</br>
|3. regional/sekundär
----
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[Info - Dienstag| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Dienstag''''']]
|Butzen
|}
|Adamsapfel
{{WörterABC-Tabelle}}
|2d) Körper Pers.
__INDEX__
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
=Info - Dienstag=
|-
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|Butzen
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|Knoten in den Haaren
|}
|2d) Körper Pers.
----
|3. regional/sekundär
__TOC__
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
 
|-
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Dienstag''==
|Butzen
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|Eiterbläschen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|2d) Körper Pers.
|Bei den Römern hieß der Kriegsgott ''Mārs''. Danach ist auch der Planet ''Mars'' benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
Das Wort hängt mit dem germanischen ''Thing'' zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott ''Tyr'' (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.
|-
 
|Butzen
Daraus entwickelte sich im 12. Jh. <abbr>ahd.</abbr> ziestag, <abbr>mhd.</abbr> ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name ''dingesdach, dinstag'' am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.
|körperliches Leiden, Gebrechen
|- style="vertical-align:top;"
|2d) Körper Pers.
|'''Wortbildungen:'''
|3. regional/sekundär
| -
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Ableitungen:'''
|Butzen
| -
|Vorspringender Kehlkopf
|}
|2d) Körper Pers.
 
|3. regional/sekundär
== Wochentage ==
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
{{Wochentage}}
|-
 
|Butzen
== Unikales Morphem ? ==
|unreinlicher, schmutziger Mensch
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|3a) Personen
| colspan="2" |Das Morphem ''dien'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|dicker, kleiner Mann
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|auffallend körperlich schwaches Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|ungezogener Junge
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|kleiner Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 3 ]
|-
|Butzen
|Schneegestöber
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Aprilschauer
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Wolke
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Gewitterwolke
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB: Butzen III, Bed. 2c ]
|-
|Butzen
|Verbotszeichen für den Schäfer
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Krautstrunk
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen BDO]
|-
|Butzen
|Holzschuhe
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: Butzen2, ]
|-
|-
|butzen
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|jdmd. hauen, prügeln
|Das Morphem ''dien'' in der Wortbildung ''Dienstag'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|-
|-
|butzen
|}
|hüpfen
 
|1b) Spiel
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|1. Stoß
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 RhWB]
==Belege/Quellen==
|-
 
|butzen
[https://www.dwds.de/wb/Dienstag DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Dienstag OWID][https://www.zdl.org/?q=Dienstag ZDL]
|Mensch: kräftigen Stuhlang haben
 
|2b) Schmutz
'''Fremdsprachen:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Dänisch], [[wikt:Tuesday|Englisch]], [https://nl.wiktionary.org/wiki/dinsdag Niederländisch], [https://no.wiktionary.org/wiki/tirsdag Norwegisch], [https://sv.wiktionary.org/wiki/tisdag Schwedisch]
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|-
 
|butzen
<br>
|Nachgeburt der Kuh ausstoßen
----
|3b) Tier / Landwirtschaft
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|2. Kern, Klumpen
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
|}
|-
{{WörterABC-Tabelle}}
|butzen
__INDEX__
|eine Arbeit bewältigen
----
|3e) Sonstiges
=Duckdalbe=
|3. regional/sekundär
__TOC__
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
 
|-
==Wortherkunft==
|butzen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|übertr.: etw. heimlich und schnell wegnehmen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|3e) Sonstiges
| colspan="2" |Vermutlich stammt das Wort ''Duckdalbe'' aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb ''duiken'' = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort ''dalbe''.
|3. regional/sekundär
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB]
Die ''Duckdalbe'' ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens ''eingetaucht'' oder eingerammt ist.
|-
|-
|butzen
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Herr Fremd|Herr Fremd]]
|stoßen, anprallen
| colspan="2" |[[file:ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg | rechts | 320px]]Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort ''dukdalve'' zugrunde.
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|butzen
|stoßen, schlagen
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB: Butz 2, ]
|-
|butzen
|Kartenspiel
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|butzen
|Murmeln werfen
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
|-
|-
|butzen
|}
|Korn messen
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
==Hinweise zum Wort ''Duckdalbe''==
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB: butzen, ]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|-
| style="width: 55%; vertical-align:top;"|Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
|butzen
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg|right|x150px]]
|verschwinden, sich davonmachen
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg|right|x150px]]
|3e) Sonstiges
|- style="vertical-align:top;"
|3. regional/sekundär
|'''Beispielsatz:'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB: butzen II 1a/1γ, ]
|''Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.''
|-
|- style="vertical-align:top;"
|butzen
|'''Wortinfo:'''
|schmücken
|'''Wortart:''' Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben
|3e) Sonstiges
 
|3. regional/sekundär
'''Worttrennung:''' Duck-dal-be
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB: butzen II 1c, ]
 
|-
'''Aussprache:''' [ˈdʊkˌdalbə]
|butzen
|- style="vertical-align:top;"
|stehlen
|'''Unterschied:'''
|3e) Sonstiges
| colspan="3" |[[file:20260304 Dalben.jpg|right|x75px]]Meist wird ein einzelner Pfahl als ''Dalbe'' und eine Pfahlgruppe als ''Duckdalbe'' bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also ''Duckdalben''. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei ''Dalben'', also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.
|3. regional/sekundär
|}
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 RhWB: butzen II 2a, ]
 
|-
==Wortformen==
|butzen
<div style="font-size:1.2em">
|prügeln
In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''n'' angehängt.
|3e) Sonstiges
</div>
|3. regional/sekundär
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10337 RhWB: butzen II 2c, ]
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
|-
!style="width: 14%"|
|butzen
!style="width: 20%"|
|jmdn. ausschimpfen
!style="width: 33%"|Singular
|3e) Sonstiges
!style="width: 33%"|Plural
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10338 RhWB: butzen II 2d, ]
|-
|butzen
|putzen, reinigen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB: butzen I,I ]
|-
|-
|bützen
!style="text-align:left"|1. Fall
|hüpfen
!Nominativ
|1b) Spiel
|die Duckdalbe
|1. Stoß
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10370 RhWB]
|-
|-
|bützen
!style="text-align:left"|2. Fall
|küssen
!Genitiv
|1c) Kuss / Kosennamen
|der Duckdalbe
|1. Stoß
|der Duckdalb'''<u>en</u>'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB: Butz/Bütz, ]
|-
|-
|Butzer
!style="text-align:left"|3. Fall
|kleines stämmiges Kind
!Dativ
|3a) Personen
|der Duckdalbe
|2. Kern, Klumpen
|den Duckdalb'''<u>en</u>'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
|-
|Butzer
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzer BDO]
|-
|-
|Butzer
!style="text-align:left"|4. Fall
|zurückgebliebenes Schwein
!Akkusativ
|3b) Tier / Landwirtschaft
|die Duckdalbe
|3. regional/sekundär
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzer BDO]
|-
|-
|Butzer
|}
|großer Schnaps
 
|3e) Sonstiges
</br>
|3. regional/sekundär
----
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Duckdalbe| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Duckdalbe''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - Duckdalbe=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Duckdalbe''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Die Herkunft des Wortes ''Duckdalbe'' ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
|-
|-
|Butzer
|
|Murmelspiel
|
|3e) Sonstiges
# Das Wort ''Duckdalbe'' stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten '''''duiken''''' = (ein)tauchen  und '''''dalbe''''' = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die ''Duckdalbe'' ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
|3. regional/sekundär
# Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch [https://de.wikipedia.org/wiki/Fernando_%C3%81lvarez_de_Toledo,_Herzog_von_Alba#Statthalter_der_Niederlande '''Duque de Alba''']) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand ([https://de.wikipedia.org/wiki/Reformatorischer_Bildersturm#Niederlande Bildersturm]) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben ''duque de Alba.''  Auch in Dänemark ist die Bezeichnung ''duc d’albe'' geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 MeckWB]
# Als '''eher unwahrscheinlich''' gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben ''(an)docken'' = etwas fest verbinden oder ''ducken'' = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch ''dalle/dallen'' = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
|-
|- style="vertical-align:top;"
|Bützer
|'''Wortbildungen:'''
|dicker Schmiedehammer
|Zum Bestandteil ''dalbe'' gibt es mehrere Wortbildungen:
|1a) Stoß / Bewegung
 
|1. Stoß
[https://www.dwds.de/wb/Anlegedalbe Anlegedalbe], 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
[https://www.dwds.de/wb/Eisbrecherdalbe Eisbrecherdalbe], 
|-
[https://www.dwds.de/wb/F%C3%BChrungsdalbe Führungsdalbe], 
|Bützer
[https://www.dwds.de/wb/Leitdalbe Leitdalbe]
|Schläger am Dreschflegel
[https://www.dwds.de/wb/Leuchtfeuerdalbe Leuchtfeuerdalbe], 
|1a) Stoß / Bewegung
[https://www.dwds.de/wb/Schutzdalbe Schutzdalbe],
|1. Stoß
[https://www.dwds.de/wb/Streichdalbe Streichdalbe], 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
[https://www.dwds.de/wb/Vert%C3%A4uungsdalbe Vertäuungsdalbe]
|-
|- style="vertical-align:top;"
|Bützer
|'''Interessantes:'''
|jemand, der küsst
|Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe '''Dalbe'''].
|1c) Kuss / Kosennamen
|}
|1. Stoß
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB: Bützer]
==Sprachvergleich==
|-
In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff ''Duckdalbe'' vom niederländischen ''dukdalve'' abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff ''Dalbe'' bezeichnet.
|Bützer
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto;"
|Schwätzer
!style="width: 25%; |Sprache
|3a) Personen
!style="width: 25%; |Dalbe
|3. regional/sekundär
!style="width: 35%; |Duckdalbe
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 RhWB: Bützer]
!style="width: 15%; |Quellen
|-
|-
|Butzig
|Deutsch
|Getreidereste
|Dalbe
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|Duckdalbe
|2. Kern, Klumpen
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|-
|-
|Butzig
|Niederländisch
|Abfall beim Gemüseputzen
|dalf
|2b) Schmutz
|dukdalf / dukdalve
|2. Kern, Klumpen
|[https://nl.wikipedia.org/wiki/Dukdalf Wikipedia]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|-
|-
|Butzig
|Norwegisch
|Kartoffelschale
|dalbe / pæle
|2b) Schmutz
|dykdalb
|2. Kern, Klumpen
|[https://no.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzig BDO]
|-
|-
|butzig
|Dänisch
|klumpig, voller Klumpen
|dalbe
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|dukdalbe / duc d’albe
|2. Kern, Klumpen
|[https://da.wikipedia.org/wiki/Duc_d%27albe Wikipedia]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|-
|butzig
|Schwedisch
|klumpig, voller Klumpen
| colspan="2" style="text-align:center"|dykdalb
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|[https://sv.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|-
|butzig
|Englisch
|verwirrtes Haar
| colspan="2" style="text-align:center" |dolphin
|2d) Körper Pers.
|[[wikipedia:Dolphin_(structure)|Wikipedia]]
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|-
|butzig
|Französisch
|winzig, putzig, niedlich
| colspan="2" style="text-align:center" |duc-d’Albe
|3e) Sonstiges
|[https://fr.wikipedia.org/wiki/Duc-d%27Albe Wikipedia]
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzig BDO]
|-
|-
|Bützig
|Spanisch
|auf die Tenne gefallene Futter- oder Getreidereste
| colspan="2" style="text-align:center" |duque de Alba
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|[https://es.wikipedia.org/wiki/Duque_de_Alba_(obra_mar%C3%ADtima) Wikipedia]
|2. Kern, Klumpen
|}
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
 
==Unikales Morphem ?==
Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ''ducken''.
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''duck'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung ''Duckdalbe''.
|-
|-
|Bützig
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|Das Morphem ''duck'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|Bützig
| colspan="2" |Das Morphem ''dalbe'' kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
|Getreidereste auf dem Feld, nach dem Mähdreschen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|-
|Bützig
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Reste, Rückstand
|Das Morphem ''dalbe'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|}
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|-
 
|Bützig
==Belege/Quellen==
|Restgetreide auf dem Acker
'''Etymologie und Rechtschreibung:''' [https://www.dwds.de/wb/Duckdalbe DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Duckdalbe OWID], [https://www.zdl.org/?q=Duckdalbe ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Duckdalbe Duden-online]
|2a) Kern / Rest / Klumpen
 
|2. Kern, Klumpen
Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]).
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
 
|-
'''Landkarte:''' Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]) mit Hilfe von [https://chatgpt.com/ ChatGPT] erstellt.
|Bützig
 
|Abfall beim Gemüseputzen
Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia] und [http://www.elbetreff.de/Elbearchiv/elbe/flussbauwerke/f_flussbauwerke.htm elbetreff.de] (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Abfall, Kehricht
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Abfall von Obst und Gemüse
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Kehricht
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Schmutz, Krümel
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Spreu, Streu, Pflanzenabfälle
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Fallobst, minderwertiges Obst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Kleinholz zum Feuermachen
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|minderwertig, verkümmertes Obst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Nadelstreu
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|kleine, minderwertige Kartoffel
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Reisig, zerkleinerte Äste
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Unterholz
|2c) Menge / Bündel
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|sozial niedrig gestellte Personen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|Bützig
|Ackerunkraut
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützig BDO]
|-
|}
In dieser Tabelle sind nur die Grundwörter aufgeführt. In den Regiolekten werden diese Grundwörter durchaus sehr verschieden gesprochen und geschrieben. Hier als Beispiel das Grundwort ''Bützig,'' wie es in Franken (Oberbayern) geschrieben und gesprochen wird. Allein im Raum Würzburg - Nürnberg finden sich im Umkreis von rd. 100 km über 50 verschiedene Schreibung dieses einen Grundwortes ''Bützig.'' Und diese Variationen in den verschiedenen Städten und Kreisen beziehen sich nur auf die eine Bedeutung ''Abfall beim Gemüseputzen''. Hier einige Beispiele:


[https://bdo.badw.de/suche?lemma=B%C3%BCtzig&options%5bexact%5d=1&options%5bcase%5d=1&options%5bhighlight%5d=0 Bützig], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=des%20B%C3%A4ize&Ort=Baudenbach&direct=1 Bäize], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%A4izi&Ort=Mainbernheim&direct=1 Bäizi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%ABizi&Ort=Krapfenau&direct=1 Bë.izi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Beetzi&Ort=Uffenheim&direct=1 Beetzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=beidsi&Ort=R%C3%BCdisbronn&direct=1 beidsi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=B%C3%BCtzig&Lemma=&Grundform=B%C3%BCtzig&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=Schauerheim&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Beizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=s%C2%B4%20B%C4%93j%CC%84tzi&Ort=Ippesheim&direct=1 Bēj̄tzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=%C3%A4s%20Bejzi&Ort=Weigenheim&direct=1 Bejzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Belzi&Ort=Hellmitzheim&direct=1 Belzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Beutzi&Ort=Zeuzleben&direct=1 Beutzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Be%C5%ABzi&Ort=Sommerach&direct=1 Beūzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20B%C4%93zi&Ort=Schalkhausen&direct=1 Bēzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bidsich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Bidsich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bidzi&Ort=Lauf%20a.d.Pegnitz&direct=1 Bidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20B%20i%20edsi&Ort=N%C3%BCrnberg&direct=1 Biedsi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Biezzi&Ort=Kirchfarrnbach&direct=1 Biezzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bittzl&Ort=Unterasbach&direct=1 Bittzl], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitze&Ort=Kersbach&direct=1 Bitze], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitzich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Bitzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Bitzl&Ort=Wassertr%C3%BCdingen&direct=1 Bitzl], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=die%20B%C4%ABzi&Ort=Baiersdorf&direct=1 Bīzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6dzi&Ort=Forchheim&direct=1 Bödzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Boidzi&Ort=Himmelstadt&direct=1 Boidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6idzi&Ort=B%C3%BCchelberg&direct=1 Böidzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=d(i)%20B%C3%B6itzi&Ort=Th%C3%BCngen&direct=1 Böitzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6izi%20(das)&Ort=Buchbrunn&direct=1 Böizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6izzi&Ort=Br%C3%BCnnstadt&direct=1 Böizzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6tze&Ort=Wolkshausen&direct=1 Bötze], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6tzisch&Ort=Niedernberg&direct=1 Bötzisch], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6%C3%BCdzi&Ort=Reichenberg&direct=1 Böüdzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6zi&Ort=Holzkirchhausen&direct=1 Bözi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=B%C3%B6zzich&Ort=Schondra&direct=1 Bözzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=d%C3%B6s%20Budzi&Ort=Immeldorf&direct=1 Budzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Butzi&Ort=Steinbach&direct=1 Butzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Butzich&Ort=Treuchtlingen&direct=1 Butzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Pe%C5%ADtzi&Ort=Untereisenheim&direct=1 Peŭtzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6itzi&Ort=Kleinochsenfurt&direct=1 Pöitzi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6itzich&Ort=Wollbach&direct=1 Pöitzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6izi&Ort=Dipbach&direct=1 Pöizi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6izich&Ort=Stadelschwarzach&direct=1 Pöizich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6rzich&Ort=R%C3%BCssenbach&direct=1 Pörzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzi&Ort=Steinmark&direct=1 Pötzi ], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=Potzich&Ort=Oberhaid&direct=1 Potzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzich&Ort=Bamberg&direct=1 Pötzich], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=P%C3%B6tzig&Ort=Allertshausen&direct=1 Pötzig], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=das%20P%C3%B6%C3%BCtzi&Ort=Obervolkach&direct=1 Pöützi], [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?Grundform=B%C3%BCtzig&Originaltext=des%20P%C3%B6%C3%BCzi&Ort=Gambach&direct=1 Pöüzi], ...
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


Die Wörter sind mit der Quelle im [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?section=home Fränkischen Wörterbuch] (FWb) verlinkt. Dort findest du auch die Ortsangaben zu den regionalen Wörtern. Eine visualisierte Karte kann über [https://bdo.badw.de/ Bayerns Dialekte Online] unter dem Stichwort [https://bdo.badw.de/suche?lemma=B%C3%BCtzig&options%5bexact%5d=1&options%5bcase%5d=1&options%5bhighlight%5d=0 ''Bützig''] abgerufen werden.
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__


==Wortbildungen==
----
Zu den verschiedenen Grundwörtern haben sich in verschiedenen Regiolekten viele Wortbildungen mit sehr unterschiedlichen Bedeutungen (siehe Kap. [[Butz (Wortgruppen)#Bedeutungsgruppen|Bedeutungsgruppen]]) gebildet. Die folgende Tabelle enthält Beispiele für Wortbildungen. In die Tabelle wurden exemplarisch nur Wortbildungen aus den mecklenburgischen, rheinischen und bayerischen Wörterbüchern aufgenommen.
=dunnemals=
__TOC__


Einzelne Wörter haben regional unterschiedliche Bedeutungen. In diesen Fällen wurde das Wort mehrfach aufgenommen, damit diese den Bedeutungsgruppen besser zugeordnet werden können. Beispiel: [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=*Aprilbutz&Lemma=&Grundform=&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Aprilbutz] = jmd. der in den April geschickt wurde, [https://lexhelfer.wbf.badw.de/index.php?limit=&Volltext=Aprilbutzen&Lemma=&Grundform=&Bedeutung=&Grammatik=&Ort=&Bogen=&Frage=&sort1=&sort1dir=asc&sort2=&sort2dir=asc&sort3=&sort3dir=asc&sort4=&sort4dir=asc&sort5=&sort5dir=asc Aprilbutzen] = Aprilschauer, [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilenbutzen Aprilenbutzen] = am 1. April geborene Person; Gebutzel/Gebützel = a) minderwertiges Obst oder Gemüse, b) kleine Kartoffel, c) Abfall beim Gemüseputzen, d) Fallobst.
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet ''dunn'' so viel wie ''dann'' oder ''damals''.


Die letzte Spalte enthält zur Wortbildung die Quelle. Nicht aufgenommen wurden schriftliche regionale Varianten der Wortbildungen. Die Tabelle ist nach Spalten sortierbar. So können die Wörter nach Bedeutungen gruppiert werden.
Das Wort ''dunnemals'' ist eine Verkürzung von ''anno dunnemals''.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: ''damals, vor langer Zeit''.
|+ Wortbildungen zu Wörtern der Wortgruppe ''Butz''  
! style="width: 15%" |Wortbildung
! style="width: 41%" |Bedeutung
! style="width: 18%" |Gruppe
! style="width: 18%" |Ursprung
! style="width: 8%" |Quelle
|-
|-
|Abbutz
|}
|Abfall beim Gemüseputzen
 
|2b) Schmutz
==Hinweise zum Wort ''dunnemals''==
|2. Kern, Klumpen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutz BDO]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|damals
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Dunnemals gab es noch eine Volksschule.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adverb
 
'''Worttrennung:''' dun-ne-mals
 
'''Aussprache:''' [ˈdʊnəmaːls]
|-
|-
|Abbutzet
|}
|Abfall beim Gemüseputzen
 
|2b) Schmutz
==Wortformen==
|2. Kern, Klumpen
<div style="font-size:1.2em">
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutzet BDO]
Das Wort ''dunnemals'' ist ein '''Adverb'''.
|-
Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.
|Abbutzig
</div>
|Kartoffelschale
 
|2b) Schmutz
</br>
|2. Kern, Klumpen
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbutzig BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[Info - dunnemals| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''dunnemals''''']]
|Abbützig
|}
|Abfall beim Gemüseputzen
{{WörterABC-Tabelle}}
|2b) Schmutz
__INDEX__
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abbützig BDO]
----
|-
= Info - dunnemals =
|Abfallbützig
 
|Abfall beim Gemüseputzen
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|2b) Schmutz
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|2. Kern, Klumpen
|}
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Abfallbützig BDO]
----
|-
__TOC__
|Adamsbützel
 
|Adamsapfel
==Weiterführende Informationen zum Wort ''dunnemals''==
|2d) Körper Pers.
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|3. regional/sekundär
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adamsbützel BDO]
|19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen ''dunn'' = dann, damals.
|-
 
|Adamsbutzen
Es entwickelte sich aus der Redewendung ''anno dunnemals''.
|Adamsapfel
|- style="vertical-align:top;"
|2d) Körper Pers.
|'''Wortbildungen:'''
|3. regional/sekundär
| -
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adamsbutzen BDO]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Ableitungen:'''
|Adenbutzel
| -
|Bauchnabel
|- style="vertical-align:top;"
|2d) Körper Pers.
|'''Interessantes:'''
|3. regional/sekundär
|Das lateinische Wort ''anno'' bedeutet ''im Jahre''. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
 
|-
Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für ''vor langer Zeit'':
|Adenbutzel
 
|Nesthäkchen
*''anno dazumal'' - damals, vor langer Zeit
|3a) Personen
*''anno dunnemals'' - damals
|3. regional/sekundär
*''anno Tobak'' - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort ''Tabak'' stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel ''Tobago'', die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich ''Tobak'' und hieraus unser heutiges Wort ''Tabak'' entwickelt.)
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
*''anno pief'' - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
|-
*''anno Tuck'' - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
|Adenbutzel
*''anno Leipzig-einundleipzig'' - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 ([https://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig#Trivia/Redewendung mehr])
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|}
|3b) Tier / Landwirtschaft
 
|3. regional/sekundär
==Unikales Morphem ?==
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Adenbutzel BDO]
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''dunn(e)'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|Aderbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aderbutzel BDO]
|-
|Aderenbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aderenbutzel BDO]
|-
|Ägenbütz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ägenbütz BDO]
|-
|Apfelbutz
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutz BDO]
|-
|Apfelbütz
|Apfelkerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbütz BDO]
|-
|Apfelbutzel
|Kerngehäuse Apfel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutzel BDO]
|-
|Apfelbutzen
|Apfelkerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Apfelbutzen
|Adamsapfel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbutzen BDO]
|-
|Apfelbützlein
|Apfelblüte / Butzen
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Apfelbützlein BDO]
|-
|Aprilbutz
|Aprilscherz-Person
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilbutz BDO]
|-
|Aprilbutzen
|Aprilschauer
|3d) Wetter
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilbutzen BDO]
|-
|Aprilenbutzen
|am 1. April geborene Person
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Aprilenbutzen BDO]
|-
|Atenbutz
|Bauchnabel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutz BDO]
|-
|Atenbutz
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutz BDO]
|-
|Atenbutzel
|Nesthäkchen, jüngstes Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Atenbutzel BDO]
|-
|Audabutzel
|zuletzt geschlüpfter Vogel eines Geleges
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Audabutzel BDO]
|-
|Augenbutzen
|Augenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Augenbutzen BDO]
|-
|Augenbutzen
|hart arbeitender Mensch
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Augenbutzen BDO]
|-
|Ausbutzig
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ausbutzig BDO]
|-
|Barnbützig
|Futterreste
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Barnbützig BDO]
|-
|-
|Bauchbutz
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Bauchnabel
|Das Morphem ''dunn(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bauchbutz BDO]
|-
|-
|Bauchbutzel
|}
|Bauchnabel
 
|2d) Körper Pers.
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bauchbutzel BDO]
==Belege/Quellen==
|-
 
|Bäumebützig
[https://www.dwds.de/wb/dunnemals DWDS]
|Nadelstreu
[https://de.wiktionary.org/wiki/dunnemals Wiktionary],
|2c) Menge / Bündel
[https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz],
|2. Kern, Klumpen
[https://www.zdl.org/?q=dunnemals ZDL]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bäumebützig BDO]
 
|-
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|Behängbutzen
 
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
<br>
|3e) Sonstiges
----
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Behängbutzen BDO]
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|-
|}
|Bettelbutzen
{{WörterABC-Tabelle}}
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
__INDEX__
|2d) Körper Pers.
 
|2. Kern, Klumpen
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bettelbutzen BDO]
=Eberesche=
|-
__TOC__
|Birnbutzen
 
|Kerngehäuse Birne
== Wortherkunft ==
|2a) Kern / Rest / Klumpen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|2. Kern, Klumpen
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnbutzen BDO]
| Der erste Teil des Wortes (''eber'') hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort ''eburo'' bedeutete ''rötlich braun''.
|-
Die Blätter der ''Eberesche'' ähneln den Blättern einer ''Esche.'' Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.
|Birnenbützel
|Pilzart
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnenbützel BDO]
|-
|-
|Birnenbutzen
|
|Essensrest
|Die rohen Beeren der ''Eberesche'' sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.
|2a) Kern / Rest / Klumpen
Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch ''Vogelbeere'' genannt.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Birnenbutzen BDO]
|-
|-
|Blühbutzen
|
|Knospe
|Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen.  Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der  Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Blühbutzen BDO]
|-
|-
|Bollerbutz
|
|zurückgebliebenes Tier
|
|3b) Tier / Landwirtschaft
<gallery mode="nolines" perrow="4" widths="200px">
|3. regional/sekundär
file:20260212_Vogelbeere_allee.jpg|Eberesche Baum-Allee
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bollerbutz BDO]
file:20260212_Werne-12-07-08_126a.jpg|Eberesche Blatt, Früchte
file:20260212_Fraxinus-excelsior-male-leaves.jpg|Esche Blatt
file:20260212_20121021Esche_Hockenheim.jpg|Esche im Herbst
</gallery>
|-
|-
|Butzbar
|
|Schüssel
|Wenn du mehr über die ''Eberesche'' wissen möchtest, dann findest du auf der [[Info - Eberesche| Infoseite]] weitere Hinweise.
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB]
|-
|-
|Butzbergerei
|}
|Geheimniskrämerei
 
|3e) Sonstiges
== Hinweise zum Wort ''Eberesche'' ==
|3. regional/sekundär
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzbergerei BDO]
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Eber-esche
 
'''Aussprache:''' [ˈeːbɐˌʔɛʃə]
|-
|-
|Butzbirne
|}
|Birnensorte
==Wortformen==
|3b) Tier / Landwirtschaft
<div style="font-size:1.2em"> In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) ''e'' und für die Mehrzahl (Plural) ''en'':</div>
|2. Kern, Klumpen
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10335 RhWB]
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
|Bützche
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
|Schnaps
!style="width: 20%"|Nominativ
|3e) Sonstiges
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
|3. regional/sekundär
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 RhWB]
|-
|-
|Bützche(n)
!style="text-align:left"|2. Fall
|Küsschen
!Genitiv
|1c) Kuss / Kosennamen
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
|1. Stoß
|der Eberesch'''<u>en</u>'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 RhWB]
|-
|-
|Butzdig
!style="text-align:left"|3. Fall
|Abfall beim Gemüseputzen
!Dativ
|2b) Schmutz
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
|2. Kern, Klumpen
|den Eberesch'''<u>en</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzdig BDO]
|-
|-
|Butzebaba
!style="text-align:left"|4. Fall
|Wiege, Bett
!Akkusativ
|3c) Raum
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
|3. regional/sekundär
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|-
|Butzebacken
|}
|dicke Backen
 
|2d) Körper Pers.
</br>
|2. Kern, Klumpen
----
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| [[Info - Eberesche|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eberesche''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
=Info - Eberesche=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|}
----
 
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eberesche'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; <abbr>ahd.</abbr> asc, <abbr>mhd.</abbr> asch = Esche; <abbr>frühnhd.</abbr> eberboum, eberasch, hd. Eberesche
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
 
|-style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
| Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:[https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/eberesche Botanikus], [https://www.oekolandbau.de/umwelt-und-gesellschaft/biodiversitaet/vielfalt-der-wildtiere-und-pflanzen/wir-stellen-vor-die-wildpflanze-des-monats/pflanze-des-monats-januar-2022-eberesche/ Ökolandbau], [https://nabu-leverkusen.de/natur-in-leverkusen/pflanzen/baeume/eberesche/ NABU]  
|-
|-
|Butzebalg
|
|dicker Mensch / Krug
|Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum ''Baum des Jahres''. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: [https://www.sdw.de/fileadmin/Bundesverband/01_Dateien/Baum_des_Jahres/1997_Baum_des_Jahres_Eberesche.pdf Baum des Jahres 1997: die Eberesche].
|3a) Personen
|}
|3. regional/sekundär
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
== Unikales Morphem ? ==
|-
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|Butzebarg
| colspan="2" | Das Morphem ''eber'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit ''Esche'' vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem ''Eber'' (= männliches Schwein, ahd. ebur, <abbr>mhd.</abbr> eber) besteht nicht.
|sagenhafter Berg
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|-
|Butzebeer
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Schafkot
|Das Morphem ''eber'' ist in dieser Bedeutung <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
|-
|-
|Butzecker
|}
|Frucht der Heckenrose
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
[[#top | Seitenanfang]]</br>
|2. Kern, Klumpen
== Belege/Quellen ==
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzecker BDO]
 
[https://www.dwds.de/wb/Eberesche DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Eberesche Wiktionary], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eberesche OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eberesche ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eberesche Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eberesche wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eberesche Wortbedeutung.info]
 
'''Abbildungen:''' Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelbeere Eberesche]: 1 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4407020 Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2], 1 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28748507 Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0], Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Esche Esche]: 2 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22300978 Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0],  2 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=232790 CC BY-SA 3.0]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Eierschecke=
__TOC__
 
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.
|-
|-
|Butzehändchen
|
|Kusshand
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10320 RhWB]
|-
|-
|Butzeimer
|}
|Putzeimer
 
|5) butzen II
== Hinweise zum Wort ''Eierschecke'' ==
|Abl. putzen
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10342 RhWB]
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Ei-er-sche-cke
 
'''Aussprache:''' [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]
|-
|-
|Butzekall
|}
|Geschwätz
 
|3e) Sonstiges
== Wortformen ==
|3. regional/sekundär
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort ''Eierschecke'' und in der Mehrzahl (Plural) ''Eierschecken'' verwendet.</div>
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB]
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 14%" |
! style="width: 20%" |
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
|-
|Butzeknösel
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
|eingebildeter Mensch
! style="width: 20%" |Nominativ
|3a) Personen
|die Eierschecke
|3. regional/sekundär
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10325 RhWB]
|-
|-
|Butzekopf
! style="text-align:left" |2. Fall
|Kopfstoß / Starrkopf
!Genitiv
|1a) Stoß / Bewegung
|der Eierschecke
|1. Stoß
|der Eierschecke'''<u>n</u>'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
|-
|-
|Butzelarbeit
! style="text-align:left" |3. Fall
|grobe Arbeit
!Dativ
|3e) Sonstiges
|der Eierschecke
|3. regional/sekundär
|den Eierschecke'''<u>n</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelarbeit BDO]
|-
|-
|Butzelbär
! style="text-align:left" |4. Fall
|Kinderschreck
!Akkusativ
|4) Schreckgestalt
|die Eierschecke
|4. Schreckgestalt
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbär BDO]
|-
|Butzelbirne
|minderwertige Birne
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbirne BDO]
|-
|-
|Butzelbock
|}
|Zusammenstoßen der Köpfe im Spiel
 
|1b) Spiel
<br>
|1. Stoß
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbock BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
| '''[[Info - Eierschecke|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eierschecke'']]'''
|Butzelbock
|}
|Nadelbaumzapfen
{{WörterABC-Tabelle}}
|3b) Tier / Landwirtschaft
__INDEX__
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbock BDO]
= Info - Eierschecke =
|-
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|Butzelbockerlein
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|Nadelbaumzapfen
|}
|3b) Tier / Landwirtschaft
----
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbockerlein BDO]
__TOC__
|-
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eierschecke'' ==
|Bützelböser
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|Mann (abwertend)
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|3a) Personen
| '''Schecke:''' ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - ''eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde'' (sh. [[Eierschecke#Belege/Quellen|Quelle]]). Eierschecke: Im 14. Jh. war ''Schecke'' die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Quelle]).
|3. regional/sekundär
|-style="vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützelböser BDO]
|'''Wortbildungen:'''
|-
| -
|Butzelbub
|-style="vertical-align:top;"
|kleines Kind
|'''Ableitungen:'''
|3a) Personen
| -
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelbub BDO]
|-style="vertical-align:top;"
|-
|'''Interessantes:'''
|Butzeleinstag
| Kochrezepte (nicht werbefrei): [https://eierschecken.de/ Die Eierschecke], [https://www.ddr-rezepte.de/suess/dresdner-eierschecke/ Dresdener Eierschecke], [https://de.wikibooks.org/wiki/Kochbuch/_Freiberger_Eierschecke Freiberger Eierschecke],  
|Geburtstag
|}
|3e) Sonstiges
 
|3. regional/sekundär
== Unikales Morphem ? ==
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzeleinstag BDO]
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|-
| colspan="2" | Das Morphem ''scheck(e)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|Butzelgemüse
|Kleingemüse
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelgemüse BDO]
|-
|Butzelkuh
|Haarknoten
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkuh BDO]
|-
|Butzelküh
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelküh BDO]
|-
|Butzelkühlein
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkühlein BDO]
|-
|Butzelkuhsel
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelkuhsel BDO]
|-
|Butzelmaß
|Getränk
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmaß BDO]
|-
|Butzelmocke(r)lein
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmocke(r)lein BDO]
|-
|Butzelmockel
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelmockel BDO]
|-
|Butzelpack
|Nadelbaumzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelpack BDO]
|-
|Butzelware
|Kinderschar
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelware BDO]
|-
|Butzelware
|kleines Getier, kleine Tiere
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelware BDO]
|-
|Butzelzeug
|minderwertiges Obst
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzelzeug BDO]
|-
|-
|Bützelzeug
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Fallobst
|Das Morphem ''scheck(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützelzeug BDO]
|-
|-
|Butzemann
|}
|Schreckgestalt
 
|4) Schreckgestalt
[[#top | Seitenanfang]]</br>
|4. Schreckgestalt
== Belege/Quellen ==
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemann BDO]
 
|-
[https://www.dwds.de/wb/Eierschecke DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eierschecke OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eierschecke ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eierschecke Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eierschecke wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eierschecke Wortbedeutung.info]
|Butzemärtel
 
|Schreckgestalt, Kinderschreck
'''Entstehung:''' [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Wikipedia], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=S00990 Mittelhochdeutsches Wörterbuch] (BMZ), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Lexer&lemid=S01227#0 Mittelhochdeutsches Handwörterbuch] (Lexer),
|4) Schreckgestalt
 
|4. Schreckgestalt
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemärtel BDO]
 
|-
<br>
|Butzemockel
----
|Nadelbaumzapfen
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|3b) Tier / Landwirtschaft
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|2. Kern, Klumpen
|}
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzemockel BDO]
{{WörterABC-Tabelle}}
|-
__INDEX__
|Butzenäschen
 
|kleines Kind
----
|3a) Personen
=Elfenbein=
|3. regional/sekundär
__TOC__
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10315 RhWB]
 
|-
== Wortherkunft ==
|Butzenbäkeler
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Nasenschleim
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|2d) Körper Pers.
| Aus dem althochdeutschen Wort für ''helfant'' (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort ''helfenbein''. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das ''helfenbein'' war also ein ''Knochen des Elefanten''.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbäkeler BDO]
|-
|Butzenbär
|Schreckfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|Butzenbengel
|kleiner Bub
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbengel BDO]
|-
|Butzenberchte
|weibliche Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenberchte BDO]
|-
|Butzenbock
|Mostrückstand
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbock BDO]
|-
|-
|Butzenbock
|
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbock BDO]
|-
|-
|Butzenbock
|}
|Schreckfigur
 
|4) Schreckgestalt
== Hinweise zum Wort ''Elfenbein'' ==
|4. Schreckgestalt
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' El-fen-bein
 
'''Aussprache:''' [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]
|-
|-
|Butzenbünkel
|}
|nettes Kind
== Wortformen ==
|3a) Personen
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Elfenbein'' verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''n'' ergänzt.:</div>
|3. regional/sekundär
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenbünkel BDO]
! style="width: 12%" |
|-
! style="width: 15%" |
|Butzenhäfelein
! style="width: 40%" |Singular
|Weißdornfrucht
! style="width: 33%" |Plural
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenhäfelein BDO]
|-
|-
|Butzenhänschen
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
|kleines Kind
! style="width: 20%" |Nominativ
|3a) Personen
|das Elfenbein
|3. regional/sekundär
|die Elfenbein'''e'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|-
|Butzenhiefe
! style="text-align:left" |2. Fall
|Frucht des Weißdorns
!Genitiv
|3b) Tier / Landwirtschaft
|des Elfenbein'''s''', des Elfenbein'''es'''
|2. Kern, Klumpen
|der Elfenbein'''e'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenhiefe BDO]
|-
|-
|Butzenkerl
! style="text-align:left" |3. Fall
|Schreckfigur
!Dativ
|4) Schreckgestalt
|dem Elfenbein, dem Elfenbein'''e'''
|4. Schreckgestalt
|den Elfenbein'''en'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|-
|Butzenklein
! style="text-align:left" |4. Fall
|sehr klein
!Akkusativ
|3e) Sonstiges
|das Elfenbein
|3. regional/sekundär
|die Elfenbein'''e'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|-
|Butzenkuh
|}
|Nadelbaumzapfen
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|2. Kern, Klumpen
| '''[[Info - Elfenbein|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Elfenbein'']]'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenkuh BDO]
|}
|-
{{WörterABC-Tabelle}}
|Butzenleiner
__INDEX__
|kleine Bremse
 
|3e) Sonstiges
= Info - Elfenbein =
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenleiner BDO]
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|-
|}
|Butzenmäckler
----
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Elfenbein'' ==
|2d) Körper Pers.
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenmäckler BDO]
|-
|Butzenmann
|Schreckgespenst
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|Butzenmaukes
|Schreckgespenst
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10376 RhWB]
|-
|Butzenmummel
|Schreckgestalt
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenmummel BDO]
|-
|Butzennelleschen
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10382 RhWB]
|-
|Butzennickel
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzennickel BDO]
|-
|-
|Butzenofen
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Entstehung:'''
|Ofen
| '''Elefant:''' griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch ''elfenbein'' (in Angleichung an  griech. und lat. ohne ''h'')
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
|-
|-
|Butzenscheibe
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Wortbildungen:'''
|kleine Glasscheibe
[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Elfenbein]:
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|'''Adjektive:''' [https://www.dwds.de/wb/elfenbeinartig?o=Elfenbeinartig elfenbeinartig], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinern elfenbeinern], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinfarben elfenbeinfarben]
|2. Kern, Klumpen
'''Nomen:''' [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinarbeit Elfenbeinarbeit], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinbüste Elfenbeinbüste], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinexport Elfenbeinexport], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfächer Elfenbeinfächer], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfarbe Elfenbeinfarbe], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinfigur Elfenbeinfigur], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeingegenstand Elfenbeingegenstand], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeingriff Elfenbeingriff], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhandel Elfenbeinhandel], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhändler Elfenbeinhändler], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinimitation Elfenbeinimitation], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinjäger Elfenbeinjäger], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkamm Elfenbeinkamm], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkästchen Elfenbeinkästchen], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinknopf Elfenbeinknopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkopf Elfenbeinkopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkugel Elfenbeinkugel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinlöffel Elfenbeinlöffel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinpalast Elfenbeinpalast], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinporzellan Elfenbeinporzellan], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinschnitzerei Elfenbeinschnitzerei],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinthron Elfenbeinthron], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Redensart), [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] , [https://de.wiktionary.org/wiki/Mammutelfenbein Mammutelfenbein], ...
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenscheibe BDO]
|-
|-
|Butzenstiel
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Namen:'''
|Stiel an einem abgenagten Kernhaus
|Länder: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeink%C3%BCste Elfenbeinküste] (Land in Afrika)
|2a) Kern / Rest / Klumpen
Pflanzen: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Mannstreu Elfenbein-Mannstreu] (Pflanze), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-R%C3%B6hrling Elfenbeinröhrling] (Pilzart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Schneckling Elfenbeinschneckling] (Pilzart),
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenstiel BDO]
Tiere: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Federlibelle Elfenbein-Federlibelle] (Libellenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Flechtenb%C3%A4rchen Elfenbein-Flechtenbärchen] (Schmetterling), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinm%C3%B6we Elfenbeinmöwe] (Mövenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinspecht Elfenbeinspecht] (Vogelart), ...
|-
|-
|Butzentanz
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''sonstiges:'''
|Tanz der Fastnachtbutzen
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Metapher), Elfenbeinmuseum in [https://www.schloesser-hessen.de/de/schloss-erbach/elfenbeinmuseum Schloss Erbach]
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzentanz BDO]
|-
|-
|Butzenteufel
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Ableitungen:'''
|Nesthäkchen
| -
|3a) Personen
|-
|3. regional/sekundär
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Interessantes:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenteufel BDO]
| Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon ([https://klexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://klexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]) und im Mini-Klexikon ([https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe [https://www.kika.de/loewenzahn/videos/suedafrika-elefanten-zwei-100 Löwenzahn].
|}
 
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''elfen'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen ''bein'' bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort ''elf'' oder ''den'' ''Elfen'' (Fabelwesen) gibt es nicht.
|-
|-
|Butzenteufel
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Faschingsgestalt
|Das Morphem ''elfen'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenteufel BDO]
|-
|-
|Butzenweg
|}
|Scharfrichter
 
|3a) Personen
[[#top | Seitenanfang]]</br>
|3. regional/sekundär
== Belege/Quellen ==
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenweg BDO]
 
|-
[https://www.dwds.de/wb/Elfenbein DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01152 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01616 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E03854 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Elfenbein OWID], [https://www.zdl.org/?q=Elfenbein ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Elfenbein Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Elfenbein wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Elfenbein Wortbedeutung.info]
|Butzenwubelein
 
|alte Frau (Kinderschreck)
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|4) Schreckgestalt
 
|4. Schreckgestalt
<br>
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzenwubelein BDO]
----
|-
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|Butzepöpel
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|}
|2d) Körper Pers.
{{WörterABC-Tabelle}}
|2. Kern, Klumpen
__INDEX__
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzepöpel BDO]
 
----
=emsig=
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:emsig}}</nowiki>
 
----
__TOC__
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus dem alten Adjektiv ''emiʒ'' (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -''ig'', zunächst ''emiʒʒig'', später  ''emʒic''. in der Bedeutung ''häufig, eifrig''.
|-
|-
|Butzerach
| Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.
|Kerngehäuse
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerach BDO]
|-
|-
|Butzeratz
|}
|Schreckgestalt, Kinderschreck
== Hinweise zum Wort ''emsig'' ==
|4) Schreckgestalt
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|4. Schreckgestalt
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzeratz BDO]
| ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
|-
|-style="vertical-align:top;"
|Butzerl
|'''Beispielsatz:'''
|kleines Kind
| ''Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.''
|3a) Personen
|-style="vertical-align:top;"
|3. regional/sekundär
|'''Wortinfo:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerl BDO]
| '''Wortart:''' Adjektiv
|-
'''Worttrennung:''' em-sig
|Butzerl
 
|kleines Getier
'''Aussprache:''' [ˈɛmzɪç]
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzerl BDO]
|-
|Bützerlein
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützerlein BDO]
|-
|Butzernickel
|kleiner Finger
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzernickel BDO]
|-
|Butzet
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzet BDO]
|-
|-
|Butzethomas
|}
|Schreckgestalt, Kinderschreck
== Wortformen ==
|4) Schreckgestalt
<div style="font-size:1.2em"> Das Adjektiv ''emsig'' wird regelhaft gesteigert.:</div>
|4. Schreckgestalt
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzethomas BDO]
! style="width: 30%" |Grundstufe (Positiv)
! style="width: 30%" |Vergleichsstufe (Komparativ)
! style="width: 40%" |Höchststufe (Superlativ)
|-
|-
|Butzewatz
|emsig
|Traumgespenst
|emsiger
|4) Schreckgestalt
|am emsigsten
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzewatz BDO]
|-
|-
|Butzgasten
|}
|eingemessenes Korn
 
|2c) Menge / Bündel
----
|2. Kern, Klumpen
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
| '''[[Info - emsig|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''emsig'']]'''
|-
|}
|Bützgeschirr
{{WörterABC-Tabelle}}
|scherzhaft, großer Mund
__INDEX__
|2d) Körper Pers.
 
|2. Kern, Klumpen
= Info - emsig =
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10326 RhWB]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|Butzgickel
|}
|gefallsüchtiges Weib
----
|3a) Personen
__TOC__
|3. regional/sekundär
== Weiterführende Informationen zum Wort ''emsig'' ==
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10343 RhWB]
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Butzgockel
| <abbr>ahd.</abbr> emiʒʒīg, emeʒʒīg, <abbr>mhd.</abbr> emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
|Hahn ohne Schwanz
|-style="vertical-align:top;"
|3b) Tier / Landwirtschaft
|'''Wortbildungen:'''
|3. regional/sekundär
| -
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzgockel BDO]
|-style="vertical-align:top;"
|-
|'''Ableitungen:'''
|Bützgrete
| Emsigkeit
|Mädchen, das gerne küsst
|}
|1c) Kuss / Kosennamen
 
|1. Stoß
== Unikales Morphem ? ==
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10327 RhWB]
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|-
| colspan="2" | Das Morphem ''ems'' im Adjektiv ''emsig'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= ''Emsigkeit''). Die Grundlage ist die Wortbildung ''ems + ig''. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
|Bützhand(chen)
|Kusshand
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10328 RhWB]
|-
|Butzhenne
|Henne ohne Schwanz
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzhenne BDO]
|-
|Butzhiefe
|Heckenrose, Frucht der Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzhiefe BDO]
|-
|Butzhobel
|Hobel mit Doppeleisen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10344 RhWB]
|-
|Butzholz
|Glätteholz des Schusters
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10345 RhWB]
|-
|-
|Butzi
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Kosename für Hunde
|Das Morphem ''ems'' ist daher in dieser Bedeutung<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|-
|-
|Butzi
|}
|Anrede unter Verliebten
 
|1c) Kuss / Kosennamen
[[#top | Seitenanfang]]</br>
|3. regional/sekundär
== Belege/Quellen ==
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
[https://www.dwds.de/wb/emsig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/emsig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01209 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01890 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04194 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=emsig OWID], [https://www.zdl.org/?q=emsig ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/emsig Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=emsig wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/emsig Wortbedeutung.info]
|-
 
|Butzi
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|Kosename (Hund)
 
|1c) Kuss / Kosennamen
<br>
|3. regional/sekundär
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|Butzi
|}
|kleiner Mensch
{{WörterABC-Tabelle}}
|3a) Personen
__INDEX__
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
----
|-
=Engerling=
|Butzi
__TOC__
|kleiner Hund
==Wortherkunft==
|3b) Tier / Landwirtschaft
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|3. regional/sekundär
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzi BDO]
|Aus dem althochdeutschen Wort ''angar'' = ''Made, Larve'' wurde später ''enger'' und dann die Verkleinerungsform ''Engerling''.
|-
|Butzibär
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzibär BDO]
|-
|Butzibercht
|Weihnachtsschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzibercht BDO]
|-
|Butzicht
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzicht BDO]
|-
|Bützigbauern
|Männer, die den Müll abholen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigbauern BDO]
|-
|-
|Bützigeimer
|}
|Abfallkorb beim Gemüseputzen
==Hinweise zum Wort ''Engerling''==
|5) butzen II
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Abl. putzen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigeimer BDO]
|Der ''Engerling'' ist die Larve eines Maikäfert
|
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.''
|-
| style="vertical-align:top;"|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' En-ger-ling, En-ger-lin-ge
 
'''Aussprache:''' [ˈɛŋɐlɪŋ]
|
|-
|-
|Butzigel
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
|im Wachstum zurückgebliebenes Tier
| style="vertical-align:top;"|Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im [https://klexikon.zum.de/wiki/Maik%C3%A4fer Klexikon]. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
|3b) Tier / Landwirtschaft
| rowspan="2" style="width:15%; vertical-align:top" |[[file:20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG|right|150px]]
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzigel BDO]
|-
|-
|Butzigelein
|Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzigelein BDO]
|-
|-
|Bützigholer
|}
|Männer, die den Müll abholen
 
|3a) Personen
== Wortformen ==
|3. regional/sekundär
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Engerling'' verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''s'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein ''n'' ergänzt.:</div>
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigholer BDO]
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
|-
! style="width: 14%" |
|Bützigkörblein
! style="width: 20%" |
|Abfallkorb beim Gemüseputzen
! style="width: 33%" |Singular
|5) butzen II
! style="width: 33%" |Plural
|Abl. putzen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigkörblein BDO]
|-
|-
|Butziglein
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
|schwächstes Kind
! style="width: 20%" |Nominativ
|3a) Personen
|der Engerling
|3. regional/sekundär
|die Engerling'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butziglein BDO]
|-
|-
|Bütziglein
! style="text-align:left" |2. Fall
|Kartoffelrest
!Genitiv
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|des Engerling'''<u>s</u>'''
|2. Kern, Klumpen
|der Engerling'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bütziglein BDO]
|-
|-
|Bützigmänner
! style="text-align:left" |3. Fall
|Männer, die den Müll abholen
!Dativ
|3a) Personen
|dem Engerling
|3. regional/sekundär
|den Engerling'''<u>en</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigmänner BDO]
|-
|-
|Bützigschaufel
! style="text-align:left" |4. Fall
|Kehrichtschaufel
!Akkusativ
|5) butzen II
|den Engerling
|Abl. putzen
|die Engerling'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigschaufel BDO]
|-
|-
|Bützigschäufelein
|}
|Kehrichtschaufel
----
|5) butzen II
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|Abl. putzen
| [[Info - Engerling|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Engerling''''']]
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützigschäufelein BDO]
|}
|-
{{WörterABC-Tabelle}}
|Butzilein
__INDEX__
|Anrede unter Verliebten
 
|1c) Kuss / Kosennamen
= Info - Engerling =
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzilein BDO]
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|-
|}
|Butzilein
----
|Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt
__TOC__
|1c) Kuss / Kosennamen
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Engerling''==
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzilein BDO]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|-
|<abbr>ie.</abbr> *angu̯(h)- = Schlange, <abbr>ahd.</abbr> angar, <abbr>mhd.</abbr> anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; <abbr>ahd.</abbr> engiring, engirling, <abbr>mhd.</abbr> engerlinc.
|Bützjan
|- style="vertical-align:top;"
|Klatschmaul
|'''Wortbildungen:'''
|3a) Personen
| -
|3. regional/sekundär
|- style="vertical-align:top;"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10329 RhWB]
|'''Ableitungen:'''
|-
| -
|Butzjunge
 
|Arbeiter (Junge) in der Eisengießerei
|- style="vertical-align:top;"
|3a) Personen
|'''Interessantes:'''
|3. regional/sekundär
|Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Scarabaeoidea], also auch die Larven [https://de.wikipedia.org/wiki/Blatthornk%C3%A4fer Blatthornkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Erdk%C3%A4fer Erdkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hirschk%C3%A4fer Hirschkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Mistk%C3%A4fer Mistkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenk%C3%A4fer Rosenkäfer] und weltweit über 35.000 weitere Arten. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Quelle]).
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|}
|-
 
|Butzkamm
==Unikales Morphem ?==
|geschniegelt Mann
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|3a) Personen
| colspan="2" |Das Morphem ''enger'' kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als ''Engerling'' ist nicht verwandt mit dem Adjektiv ''eng''.  
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzkäthe
|Putzmacherin
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10349 RhWB]
|-
|-
|Butzkaul
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|ein Kind, dass nicht essen will
|Das Morphem ''enger'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10350 RhWB]
|-
|-
|Bützke
|}
|Klickerkaule
 
|1b) Spiel
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|1. Stoß
==Belege/Quellen==
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 RhWB]
[https://www.dwds.de/wb/Engerling DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Engerling Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01252 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04446 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/184464 OWID], [https://www.zdl.org/?q=Engerling ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Engerling Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Engerling wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Engerling/ Wortbedeutung.info]
|-
 
|Butzknecht
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|Reinigungsarbeiter
 
|5) butzen II
<br>
|Abl. putzen
----
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|Butzlappen
|}
|Putzlappen / Prügel
{{WörterABC-Tabelle}}
|5) butzen II
__INDEX__
|Abl. putzen
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10352 RhWB]
----
|-
=entbehren=
|Butzlein
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:entbehren}}</nowiki>
|Abfall beim Gemüseputzen
entbehrlich, Entbehrung <nowiki>#REDIRECT [[entbehren]]</nowiki>
|2b) Schmutz
----
|2. Kern, Klumpen
__TOC__
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzlein BDO]
==Wortherkunft==
|-
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Butzlein
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Haselblüte
| Das mittelhochdeutsche Verb ''enbern'' ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs ''beran, bern = tragen.'' Die erste Silbe ''en'' ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also ''etwas'' ''nicht tragen'' oder ''etwas nicht bei sich tragen.'' Das, was man ''nicht bei sich tragen'' kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus ''enbern = nicht tragen'' die Bedeutung ''ermangeln'' und ''vermissen'' entwickelt.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzlein BDO]
|-
|-
|Bützlein
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Kuss
|Das untergegangene Verb ''beran'' (''bern'') ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|-
|Bützlein
|
|Kartoffelrest
*'''''gebären''''', mittelhochdeutsch ''gebern'' = ''zu Ende '''getragen''''', dazu gehört auch das Nomen ''[https://klexikon.zum.de/wiki/Geburt Geburt]''
|2a) Kern / Rest / Klumpen
*'''''Eimer''''', mittelhochdeutsch ''einber'' = ein Behälter, den man mit '''''ein'''er'' Hand '''''tragen''''' kann
|2. Kern, Klumpen
*'''''Zuber''', '''zu''' ='' zwei, also ein Behälter, den man mit ''zwei'' Händen '''''tragen''''' muss
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|-
|-
|Bützlein
|}
|Unterholz
==Hinweise zum Wort ''entbehren''==
|2c) Menge / Bündel
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|3. regional/sekundär
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|etwas oder jemanden vermissen
|-
|- style="vertical-align:top;"
|Bützlein
|'''Beispiel:'''
|Knecht Ruprecht
|''Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.''
|4) Schreckgestalt
 
|4. Schreckgestalt
''Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützlein BDO]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Wortinfo:'''
|Butzlumpen
|'''Wortart:''' Verb
|Zunge
'''Worttrennung:''' ent-beh-ren
|2d) Körper Pers.
 
|3. regional/sekundär
'''Aussprache:''' [ɛntˈbeːʁən]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzlumpen
|Lumpen
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10346 RhWB]
|-
|Butzmachersche
|Modistin (Herstellerin von Kopfbedeckungen)
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10354 RhWB]
|-
|Butzmamsell
|putzsüchtige Frau
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10355 RhWB]
|-
|-
|Bützmamsell
|}
|kussüchtiges Weib
 
|1c) Kuss / Kosennamen
== Wortformem (Flexion) ==
|1. Stoß
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10330 RhWB]
| colspan="2" |
!Gegenwart
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
|-
|Butzmann
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
|Schreckgestalt, Kinderschreck
(Singular)
|4) Schreckgestalt
! style="width: 13%" |1. Person
|4. Schreckgestalt
| style="width: 25%" |ich entbehre
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzmann BDO]
| style="width: 25%" |ich entbehrte
| style="width: 25%" |ich habe entbehrt
|-
|-
|Bützmann
!2. Person
|Kinderschreck
|du entbehrst
|4) Schreckgestalt
|du entbehrtest
|4. Schreckgestalt
|du hast entbehrt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Bützmann BDO]
|-
|-
|Bützmattes
!3. Person
|einer, der gerne küsst
|er/sie/es entbehrt
|1c) Kuss / Kosennamen
|er/sie/es entbehrte
|1. Stoß
|er/sie/es hat entbehrt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10331 RhWB]
|-
|-
|Bützmäulchen
! rowspan="3" |Mehrzahl
|Schmollmund
(Plural)
|2d) Körper Pers.
!1. Person
|2. Kern, Klumpen
|wir entbehren
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|wir entbehrten
|wir haben entbehrt
|-
|-
|Butzmesser
!2. Person
|Werkzeug
|ihr entbehrt
|3e) Sonstiges
|ihr entbehrtet
|3. regional/sekundär
|ihr habt entbehrt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|-
|Butzmichel
!3. Person
|alte Frau
|sie entbehren
|3a) Personen
|sie entbehrten
|3. regional/sekundär
|sie haben entbehrt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10358 RhWB]
|-
|-
|Butzmockelein
|}
|Nadelbaumzapfen
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
----
|2. Kern, Klumpen
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzmockelein BDO]
| [[Info - entbehren|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''entbehren''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
= Info - entbehren =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''entbehren''==
{| style="width: 100%; "
|-
|-
|Bützmöngke
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Schmollmund
|Aus dem Verb ahd. ''beran'', mhd. ''bern'' = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = ''nein, nicht'' (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = ''nicht tragen'' entwickelt. Das ursprüngliche Verb (''beran, bern'') ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. ''in''- und mittelhochdeutsch ''en''- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ''ent''- angepasst worden.
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
|-
|-
|Butzmühle
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
|Reinigungsmaschine
([https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren entbehren]):
|5) butzen II
| Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Entbehrung Entbehrung], [https://www.dwds.de/wb/Entbehrlichkeit Entbehrlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Unentbehrlichkeit Unentbehrlichkeit]
|Abl. putzen
Adjektive: [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehrlich entbehrlich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrt entbehrt], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsreich entbehrungsreich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsvoll entbehrungsvoll], [https://www.dwds.de/wb/langentbehrt langentbehrt], [https://www.dwds.de/wb/unentbehrlich unentbehrlich]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|-
|Butznarr
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''verwandte Wörter:'''
|sich auffällig kleidende Frau
|Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter ''gebären, Geburt, Eimer'' und ''Zuber''. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10360 RhWB]
|-
|-
|Butzschäpel
!
|Kornmaß
|
|2c) Menge / Bündel
*'''Bürde''' = im übertragenen Sinn ''eine Last tragen'' -  ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
|2. Kern, Klumpen
*'''Bahre''' = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06223#0 MeckWB]
*'''Gebärde''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
*'''gebaren''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
*'''gebühren''' (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
|-
|-
|Bützschnüss
!
|Schmollmund
|Das mittelhochdeutsche Präfix ''en''- (ahd. ''in''-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb ''bern'' in der Bedeutung ''heben, erhaben'' auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: '''''empor''''' (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), '''''empören''''' (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter '''''Berg''''' (* bherg̑os-, <abbr>germ.</abbr> *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und '''''Burg''''' (<abbr>germ.</abbr> *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb ''beran'' verwandt, von '''''Birgit''''' (die Erhabene) und '''''Ingeborg''''' (die Hüterin) bis '''''Augsburg''''' und '''''Wittenberg'''''.
|2d) Körper Pers.
|}
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10332 RhWB]
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb ''beran, ber'' ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ''ber'' nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ''ent-''. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ''ent-'' + ''behr'' abgeleitet.
|-
|-
|Butzschürze
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Zierschürze
|Das Morphem ''behr'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
|-
|-
|Butztag
|}
|Putztag
 
|5) butzen II
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|Abl. putzen
==Belege/Quellen==
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
[https://www.dwds.de/wb/entbehren DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01271 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04551 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/125066 OWID], [https://www.zdl.org/?q=entbehren ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/entbehren Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=entbehren wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/entbehren/ Wortbedeutung.info]
|-
 
|Butztuch
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|Reinigungstuch, Putzlumpen
 
|5) butzen II
<br>
|Abl. putzen
----
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10356 RhWB]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|Butzwelle
|}
|Bündel Holz
{{WörterABC-Tabelle}}
|2c) Menge / Bündel
__INDEX__
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butzwelle BDO]
----
|-
 
|Butzwolle
=erwähnen=
|Reißwolle zum Reinigen von Maschinen
__TOC__
|5) butzen II
==Wortherkunft ==
|Abl. putzen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10366 RhWB]
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|-
| Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ''ge-wähenen'' = ''sagen, berichten, gedenken'' abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
|Dochtbutzen
|verkohltes Dochtende
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Dochtbutzen BDO]
|-
|Eiterbutzen
|Eiterbläschen
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Eiterbutzen BDO]
|-
|Erdapfelbutzen
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdapfelbutzen BDO]
|-
|Erdäpfelbutzen
|Kartoffelkeim
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdäpfelbutzen BDO]
|-
|Erdäpfelsbutz
|Rest der Kartoffel nach dem Reiben
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdäpfelsbutz BDO]
|-
|Erdbirnbützel
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdbirnbützel BDO]
|-
|Erdbirnenbutzel
|minderwertige Kartoffel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Erdbirnenbutzel BDO]
|-
|-
|Estbutzel
| Das Verb ''erwähnen'' ist nicht verwandt mit dem Nomen ''Wahn'' und dem hiervon abgeleiteten Verb ''wähnen''.
|große Kartoffel
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Estbutzel BDO]
|-
|-
|Estbutzel
|}
|jüngstes Kind
==Hinweise zum Wort ''erwähnen'' ==
|3a) Personen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|3. regional/sekundär
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Estbutzel BDO]
| a) etwas beiläufig anmerken
 
b) etwas urkundlich nennen, anführen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.''
 
b) ''Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
<nowiki>;</nowiki> ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt
 
'''Worttrennung:''' er-wäh-nen
 
'''Aussprache:''' [ɛɐ̯ˈvɛːnən]
|-
|-
|Faschingbutz
|}
|maskierte Faschingsgestalt
 
|4) Schreckgestalt
== Wortformem (Flexion) ==
|4. Schreckgestalt
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Faschingbutz BDO]
| colspan="2" |
|-
!Gegenwart
|Fasebutz
(Präsens)
|Fastnachtsfigur
!1. Vergangenheit
|4) Schreckgestalt
(Präteritum)
|4. Schreckgestalt
!2. Vergangenheit
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
(Perfekt)
|-
|-
|Fasnachtbutz
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
|maskierte Faschingsgestalt
(Singular)
|4) Schreckgestalt
! style="width: 13%" |1. Person
|4. Schreckgestalt
| style="width: 25%" |ich erwähne
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fasnachtbutz BDO]
| style="width: 25%" |ich erwähnte
| style="width: 25%" |ich habe erwähnt
|-
|-
|Feldbutzen
!2. Person
|Vogelscheuche
|du erwähnst
|4) Schreckgestalt
|du erwähntest
|4. Schreckgestalt
|du hast erwähnt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Feldbutzen BDO]
|-
|-
|Fembutz
!3. Person
|Verbotszeichen für den Schäfer
|er/sie/es erwähnt
|3e) Sonstiges
|er/sie/es erwähnte
|3. regional/sekundär
|er/sie/es hat erwähnt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fembutz BDO]
|-
|-
|Fichtenbutzel
! rowspan="3" |Mehrzahl
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
(Plural)
|3b) Tier / Landwirtschaft
!1. Person
|2. Kern, Klumpen
|wir erwähnen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzel BDO]
|wir erwähnten
|wir haben erwähnt
|-
|-
|Fichtenbutzelein
!2. Person
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|ihr erwähnt
|3b) Tier / Landwirtschaft
|ihr erwähntet
|2. Kern, Klumpen
|ihr habt erwähnt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzelein BDO]
|-
|-
|Fichtenbutzelkuh
!3. Person
|Nadelbaumzapfen, Fichtenzapfen
|sie erwähnen
|3b) Tier / Landwirtschaft
|sie erwähnten
|2. Kern, Klumpen
|sie haben erwähnt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fichtenbutzelkuh BDO]
|-
|Fingerbutzeln
|Kinderspiel
|1b) Spiel
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fingerbutzeln BDO]
|-
|-
|Fingerbutzlein
|}
|Kinderspiel, bei dem man sich wechselweise mit angefeuchteten Fingern auf die Finger schlug, bis sie weh taten
 
|1b) Spiel
<br>
|1. Stoß
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fingerbutzlein BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| '''[[Info - erwähnen|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''erwähnen'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
=Info - erwähnen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''erwähnen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
|-
|Föhrenbutzel
| style="width:15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|<abbr>ahd.</abbr> giwahanen neben giwahan, <abbr>mhd.</abbr> gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt
|3b) Tier / Landwirtschaft
in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. [https://www.dwds.de/wb/Wahn#etymwb-1 DWDS]); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Föhrenbutzel BDO]
|-
|-
|Fohrenbutzelein
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Bedeutungs-'''
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
'''Unterschied:'''
|2. Kern, Klumpen
|''Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt.'' ''In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat.'' Im ersten Beispiel bedeutet ''erwähnen'', dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Fohrenbutzelein BDO]
|-
|-
|Föhrenbutzelkuh
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|Adjektivbildungen: [https://www.dwds.de/wb/ersterwähnt ersterwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnenswert erwähnenswert], [https://www.dwds.de/wb/erwähntermaßen erwähntermaßen], [https://www.dwds.de/wb/obenerwähnt obenerwähnt], [https://www.dwds.de/wb/vorerwähnt vorerwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/unerwähnt unerwähnt], ...
|3b) Tier / Landwirtschaft
Nomenbildungen: [https://www.dwds.de/wb/Ersterwähnung Ersterwähnung],  [https://www.dwds.de/wb/Nichterwähnung Nichterwähnung], [https://www.dwds.de/wb/Obenerwähnte Obenerwähnte], ...
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Föhrenbutzelkuh BDO]
|-
|-
|Forchenbutzenkuh
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen:'''
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|Grundwort: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnen erwähnen], Adjektiv: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnt erwähnt], Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Erwähnung Erwähnung]
|3b) Tier / Landwirtschaft
|}
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Forchenbutzenkuh BDO]
== Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''wähn'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix ''er''- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem ''wähn'' in ''erwähnen'' und ''wähn'' im Verb ''wähnen'' (Grundwort ''Wahn'').
|-
|-
|Frühjahrsbutzen
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Aprilschauer, (Graupel-, Regen-, Schnee-)
|Das Morphem ''wähn'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Frühjahrsbutzen BDO]
|-
|-
|Fürchtebutzen
|}
|Schreckfigur
 
|4) Schreckgestalt
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|4. Schreckgestalt
==Belege/Quellen ==
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
[https://www.dwds.de/wb/erwähnen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/erw%C3%A4hnen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E02122 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E03726 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E08969 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=erwähnen OWID], [https://www.zdl.org/?q=erwähnen ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/erwähnen Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=erwähnen wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/erwähnen Wortbedeutung.info]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=Flederwisch=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|[[file:20260226_Plumeau.jpg|right|x150px]]Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben ''vlederen'' (= flattern) und ''wischen''.
 
Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch ''federwisch''.
 
In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.
|-
|-
|Gartenbutz
|}
|Vogelscheuche
==Hinweise zum Wort ''Flederwisch''==
|4) Schreckgestalt
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|4. Schreckgestalt
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben
|-
 
|Gebütz
früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.
|Kerngehäuse Apfel
 
|2a) Kern / Rest / Klumpen
b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.
|2. Kern, Klumpen
|- style="vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebütz BDO]
|'''Beispielsatz:'''
|-
|a) ''Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.''
|Gebütze
 
|Abfall beim Gemüseputzen
b) ''Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch''
|2b) Schmutz
|- style="vertical-align:top;"
|2. Kern, Klumpen
|'''Wortinfo:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebütze BDO]
|Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache:  [ˈfleːdɐˌvɪʃ]
|-
|- style="vertical-align:top;"
|Gebutzel
|}
|minderwertiges Obst oder Gemüse
 
|2c) Menge / Bündel
==Wortformen==
|2. Kern, Klumpen
<div style="font-size:1.2em"> Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''e'' ergänzt, im 3. Fall (Dativ) ''en''.</div>
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebutzel BDO]
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
|-
!style="width: 12%"|
|Gebützel
!style="width: 20%"|
|kleine Kartoffel
!style="width: 42%"|Singular
|2a) Kern / Rest / Klumpen
!style="width: 26%"|Plural
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|-
|Gebützel
|Abfall beim Gemüseputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|-
|-
|Gebützel
!style="text-align:left"|1. Fall
|Fallobst
!Nominativ
|2c) Menge / Bündel
|der Flederwisch
|2. Kern, Klumpen
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützel BDO]
|-
|-
|Gebutzig
!style="text-align:left"|2. Fall
|Abfall beim Gemüseputzen
!Genitiv
|2b) Schmutz
|des Flederwisch'''<u>s</u>''', des Flederwisch'''<u>es</u>'''
|2. Kern, Klumpen
|der Flederwisch'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebutzig BDO]
|-
|-
|Gebützig
!style="text-align:left"|3. Fall
|Abfall beim Gemüseputzen
!Dativ
|2b) Schmutz
| dem Flederwisch, dem Flederwisch<u>'''e'''</u>
|2. Kern, Klumpen
|den Flederwisch'''<u>en</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|-
|Gebützig
!style="text-align:left"|4. Fall
|Fallobst
!Akkusativ
|2c) Menge / Bündel
|den Flederwisch
|2. Kern, Klumpen
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|Gebützig
|Holzabfall
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|-
|-
|Gebützig
|}
|Kleinholz
 
|2c) Menge / Bündel
----
|2. Kern, Klumpen
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützig BDO]
|[[Info - Flederwisch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Flederwisch''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Info - Flederwisch =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|}
----
__TOC__
 
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Flederwisch''==
{| style="width: 100%;"
|-
|-
|Gebützlein
| style="width: 15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Abfall beim Gemüseputzen
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch
|2b) Schmutz
'''[https://www.dwds.de/wb/wischen wischen]:''' ahd. ''wisken,'' mhd. wischen, wüschen
|2. Kern, Klumpen
|- style="vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gebützlein BDO]
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen und Wortbildungen:'''
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' hierzu [https://www.dwds.de/wb/Flederbeer Flederbeer], [[Fledermaus]], [https://www.dwds.de/wb/Fledertier Fledertier], [https://www.dwds.de/wb/zerfledern zerfledern]
'''[https://de.wiktionary.org/wiki/fleddern fleddern]:''' (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. ''vlederen'' abgeleitet), [https://www.dwds.de/wb/zerfleddern zerfleddern], [https://de.wiktionary.org/wiki/Leichenfledderer Leichenfledderer], ...
|-
|-
|Gemeindsbutz
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
|Gemeindediener, Amtsschimmel
|Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Wikipedia] ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen ''Handfeger'' oder ''Staubwedel'' beschreibt.
|3a) Personen
|}
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemeindsbutz BDO]
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''fleder'' kommt isoliert im Verb ''fledern'' vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
|-
|-
|Gemeindsbutz
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Verwirren, Verknoten, Durcheinander von Wollfäden
|Das Morphem ''fleder'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemeindsbutz BDO]
|-
|-
|Gemüsebutzel
|}
|Abfall beim Gemüseputzen
 
|2b) Schmutz
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzel BDO]
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Flederwisch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02259 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F05453 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Flederwisch OWID], [https://www.zdl.org/?q=Flederwisch ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Flederwisch Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Flederwisch wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Flederwisch/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Flederwisch]
 
'''Abbildung:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch#/media/Datei:Plumeau.jpg Flederwisch]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
 
=Firlefanz=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde ''virelai''. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort ''firlifanz'' entstanden. Die Bedeutung ''überflüssiges Zeug'' und ''Unsinn'' hat sich hieraus erst später entwickelt.
|-
|-
|Gemüsebutzen
|}
|Abfall beim Gemüseputzen
==Hinweise zum Wort ''Firlefanz''==
|2b) Schmutz
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|2. Kern, Klumpen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzen BDO]
|überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
|-
|- style="vertical-align:top;"
|Gemüsebutzig
|'''Beispielsatz:'''
|Abfall beim Gemüseputzen
|''Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.''
|2b) Schmutz
|- style="vertical-align:top;"
|2. Kern, Klumpen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Wortinfo:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsebutzig BDO]
|'''Wortart:''' Nomen
|-
 
|Gemüsegebützig
'''Worttrennung:''' Fir-le-fanz
|Abfall beim Gemüseputzen
 
|2b) Schmutz
'''Aussprache:''' [ˈfɪʁləˌfants]
|2. Kern, Klumpen
|-  
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gemüsegebützig BDO]
|}
|-
== Wortformen ==
|Gestellbutzen
<div style="font-size:1.2em"> In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''es'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein ''e'' an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''e'' durch ''en'' ersetzt.:</div>
|Angeberin
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
|3a) Personen
!style="width: 14%"|
|3. regional/sekundär
!style="width: 20%"|
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gestellbutzen BDO]
!style="width: 33%"|Singular
|-
!style="width: 33%"|Plural
|Gewitterbutze
|kleine Frau
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutze BDO]
|-
|-
|Gewitterbutzen
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
|alleinstehender Baum
!style="width: 20%"|Nominativ
|3b) Tier / Landwirtschaft
|der Firlefanz
|3. regional/sekundär
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutzen BDO]
|-
|-
|Gewitterbutzen
!style="text-align:left"|2. Fall
|Aprilschauer
!Genitiv
|3d) Wetter
|des Firlefanz'''<u>es</u>'''
|1. Stoß
|der Firlefanz'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gewitterbutzen BDO]
|-
|-
|Gräckelbutzen
!style="text-align:left"|3. Fall
|engstirniger Mensch
!Dativ
|3a) Personen
|dem Firlefanz
|3. regional/sekundär
|den Firlefanz'''<u>en</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gräckelbutzen BDO]
|-
|-
|Grasbutzen
!style="text-align:left"|4. Fall
|Erdstück (Grassode)
!Akkusativ
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|den Firlefanz
|2. Kern, Klumpen
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Grasbutzen BDO]
|-
|-
|Grasbutzen
|}
|Grasnarbe
 
|2a) Kern / Rest / Klumpen
</br>
|2. Kern, Klumpen
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Grasbutzen BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[Info - Firlefanz| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Firlefanz''''']]
|Haarbutz
|}
|Keim, Trieb der Kartoffel
{{WörterABC-Tabelle}}
|2a) Kern / Rest / Klumpen
__INDEX__
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutz BDO]
----
 
=Info - Firlefanz=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Firlefanz''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = ''Gedicht'' und afrz. virelai = ''Ringel-, Reigenlied'' zugrunde. Der zweite Teil des Wortes ''fanz'' könnte von mhd. ''tanz'' abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort ''alefanz'' = ''Schalk, Possen'' liegt.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| [https://www.dwds.de/wb/Firlefanzerei Firlefanzerei], veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|-
|-
|Haarbutz
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Haarknoten
|Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' sind daher<span style="color:green"> '''unikale Morpheme'''</span>.  
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutz BDO]
|-
|-
|Haarbutzel
|}
|Hagebutte
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|2. Kern, Klumpen
==Belege/Quellen==
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutzel BDO]
 
|-
[https://www.dwds.de/wb/Firlefanz DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Firlefanz Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=F01441 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02013 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F04549 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Firlefanz OWID], [https://www.zdl.org/?q=Firlefanz ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Firlefanz Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Firlefanz wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Firlefanz/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Firlefanz Wikipedia]
|Haarbutzen
 
|Haarknoten
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|2d) Körper Pers.
 
|2. Kern, Klumpen
<br>
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haarbutzen BDO]
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
= garstig =
{{DISPLAYTITLE:garstig}}
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
|Haarbutzen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Haarbüschel
|Das Wort ''garstig'' beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|-
|Haberbutzen
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Frucht des Weißdorns
|Das Wort geht auf mittelhochdeutsch ''garst'' zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.  
|3b) Tier / Landwirtschaft
 
|2. Kern, Klumpen
Verwandt ist althochdeutsch ''gerstī'' = Hass, Groll.
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haberbutzen BDO]
 
Ursprünglich bezeichnete ''garstig'' also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.
|-
|-
|Hafenbutzelein
|}
|Frucht des Weißdorns
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
==Hinweise zum Wort ''garstig''==
|2. Kern, Klumpen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hafenbutzelein BDO]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|-
|1. widerlich, ekelerregend 
|Hafenbutzen
2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten
|Hagebutte
|- style="vertical-align:top;"
|3b) Tier / Landwirtschaft
|'''Beispielsatz:'''
|2. Kern, Klumpen
|''Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hafenbutzen BDO]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|'''Wortinfo:'''
|Haferbutz
|'''Wortart:''' Adjektiv
|Frucht des Weißdorns
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
'''Worttrennung:''' gars-tig
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haferbutz BDO]
'''Aussprache:''' [ˈɡaʁstɪç]
|-
|Haferbutzelein
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Haferbutzelein BDO]
|-
|-
|Hagebutz
|}
|Frucht des Weißdorns
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
==Wortformen==
|2. Kern, Klumpen
<div style="font-size:1.2em">
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutz BDO]
Das Wort ''garstig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
|-
|Hagebutze
!style="width: 30%"|Positiv
|Heckenrose
!style="width: 30%"|Komparativ
|3b) Tier / Landwirtschaft
!style="width: 40%"|Superlativ
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagebutze BDO]
|-
|-
|Hagelbutz
|garstig
|Heckenrose
|garstiger
|3b) Tier / Landwirtschaft
|am garstigsten
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagelbutz BDO]
|-
|-
|Hagenbutz
|}
|Heckenrose
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
</br>
|2. Kern, Klumpen
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutz BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[Info - garstig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''garstig''''']]
|Hagenbutze
|}
|Hagebutte
{{WörterABC-Tabelle}}
|3b) Tier / Landwirtschaft
__INDEX__
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutze BDO]
----
|-
 
|Hagenbutzenlaus
= Info - garstig =
|Kerne der Hagebutte
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|2. Kern, Klumpen
|}
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutzenlaus BDO]
----
|-
__TOC__
|Hagenbutzenreis
 
|Reisig der Heckenrose
==Weiterführende Informationen zum Wort ''garstig''==
|3b) Tier / Landwirtschaft
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|2. Kern, Klumpen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hagenbutzenreis BDO]
|ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. ''gerstī'' = Hass, Groll 
|-
→ mhd. ''garst'' = ranzig, übel riechend 
|Hainbutzel
→ nhd. ''garstig''
|Hagebutte
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein
|2. Kern, Klumpen
|- style="vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hainbutzel BDO]
|'''Wortbildungen:'''
|-
|
|Hakenbütze
|- style="vertical-align:top;"
|Schreckgestalt
|'''Ableitungen:'''
|4) Schreckgestalt
|[https://www.dwds.de/wb/Garstigkeit Garstigkeit]
|4. Schreckgestalt
|- style="vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hakenbütze BDO]
|'''Interessantes:'''
|-
|Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
|Hängebutze
: körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)
|Heckenrose
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:
|2. Kern, Klumpen
: „faul“ (Geruch → Verhalten)
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hängebutze BDO]
: „stinkig“ (Geruch → Stimmung)
|-
 
|Hemdbutzel
Das ältere Wort ''garst'' ist heute nicht mehr gebräuchlich.
|kleines Kind
|}
|3a) Personen
 
|3. regional/sekundär
==Unikales Morphem ?==
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hemdbutzel BDO]
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''garst'' im Wort ''garstig'' kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung ''garstig'' vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv ''garstig'' abgeleitet.
|Hennenbutzen
|Hagebutte
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hennenbutzen BDO]
|-
|Herzbützelein
|Anrede unter Verliebten
|1c) Kuss / Kosennamen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Herzbützelein BDO]
|-
|Heubützig
|Futterreste
|2c) Menge / Bündel
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Heubützig BDO]
|-
|Hiefelbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hiefelbutz BDO]
|-
|Hiefelbutzen
|Heckenrose, Frucht der Heckenrose
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hiefelbutzen BDO]
|-
|Hohlbeerbutzen
|Fruchtboden
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hohlbeerbutzen BDO]
|-
|Holderbutzen
|Holunderstrauch
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holderbutzen BDO]
|-
|Hollebutz
|Schreckgestalt, Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollebutz BDO]
|-
|Hollebutzer
|Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollebutzer BDO]
|-
|Hollerbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hollerbutz BDO]
|-
|Holzbutzeland
|Landschaft
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzeland BDO]
|-
|Holzbutzen
|Spottname
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzen BDO]
|-
|Holzbutzenland
|abgelegene Gegend
|3c) Raum
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Holzbutzenland BDO]
|-
|Honigbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Honigbutz BDO]
|-
|Hühnerbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hühnerbutz BDO]
|-
|Hundsbutz
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hundsbutz BDO]
|-
|-
|Hutbutzen
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Mitte des Hutes
|Das Morphem ''garst'' ist daher ein<span style="color:green"> '''unikales Morphem'''</span>.
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Hutbutzen BDO]
|-
|-
|Judebutz
|}
|Frucht des Weißdorns
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Judebutz BDO]
==Belege/Quellen==
|-
 
|Kienföhrenbutzelkuh
[https://www.dwds.de/wb/garstig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/garstig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00307 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00271 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=garstig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/garstig Duden-online]
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kienföhrenbutzelkuh BDO]
<br>
|-
----
|Klettenbutzen
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|Klette (Pflanze)
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|3b) Tier / Landwirtschaft
|}
|2. Kern, Klumpen
{{WörterABC-Tabelle}}
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Klettenbutzen BDO]
__INDEX__
|-
 
|Kollerbutz
----
|im Wachstum zurückgebliebenes Tier
= Garaus =
|3b) Tier / Landwirtschaft
__TOC__
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kollerbutz BDO]
==Wortherkunft==
|-
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|Krabutz
|Frechdachs
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Krabutz BDO]
|-
|Krenbützig
|Abfall beim Meerrettichputzen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Krenbützig BDO]
|-
|-
|Kuhbutzel
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Nadelbaumzapfen, Kiefernzapfen
|Das Adjektiv ''gar'' bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, ''aus'' bedeutete „zu Ende“.
|3b) Tier / Landwirtschaft
Das Nomen ''Garaus'' entstand aus dem Ausruf ''gar aus''. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kuhbutzel BDO]
Die Verbindung ''gar aus'' bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen ''Garaus'' in der Bedeutung ''Ende''.
|-
|-
|Kühbutzel
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Nadelbaumzapfen
|Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung ''jemanden den Garaus machen vor'' und bedeutet ''jemanden töten'', also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.
|3b) Tier / Landwirtschaft
Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kühbutzel BDO]
|-
|-
|Kühebutzen
|}
|Nadelbaumzapfen
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
==Hinweise zum Wort ''Garaus''==
|2. Kern, Klumpen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kühebutzen BDO]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|-
|Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
|Magenbutz
|- style="vertical-align:top;"
|Frucht des Weißdorns
|'''Beispielsatz:'''
|3b) Tier / Landwirtschaft
|''Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.''
|2. Kern, Klumpen
|- style="vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Magenbutz BDO]
|'''Wortinfo:'''
|-
|'''Wortart:''' Nomen, Neutrum
|Maibutzen
 
|Blumenstrauß
'''Worttrennung:''' Gar-aus
|2c) Menge / Bündel
 
|2. Kern, Klumpen
'''Aussprache:''' [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Maienbutzen
|Regenschauer
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Maienbutzen BDO]
|-
|Mehlbutzlein
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Mehlbutzlein BDO]
|-
|Mistbutzen
|Schmutzklumpen
|2b) Schmutz
|2. Kern, Klumpen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|-
|Nachbutzel
|}
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
==Wortformen==
|3. regional/sekundär
<div style="font-size:1.2em">
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nachbutzel BDO]
Das Wort ''Garaus'' wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.
</div>
 
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
|Nachtbutzer
!style="text-align:left"|1. Fall
|Schreckgestalt, Kinderschreck
!Nominativ
|4) Schreckgestalt
|das Garaus
|4. Schreckgestalt
|
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nachtbutzer BDO]
|-
|-
|Nackenbutz
!style="text-align:left"|2. Fall
|nacktes Kind
!Genitiv
|3a) Personen
|des Garaus
|3. regional/sekundär
|
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nackenbutz BDO]
|-
|-
|Nagelbutz
!style="text-align:left"|3. Fall
|Frucht des Weißdorns
!Dativ
|3b) Tier / Landwirtschaft
|dem Garaus
|2. Kern, Klumpen
|
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nagelbutz BDO]
|-
|-
|Näsbutzen
!style="text-align:left"|4. Fall
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
!Akkusativ
|2d) Körper Pers.
|das Garaus
|2. Kern, Klumpen
|
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Näsbutzen BDO]
|-
|Nasenbutzen
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nasenbutzen BDO]
|-
|-
|Nasenbutzen
|}
|Nasenschleim
 
|2d) Körper Pers.
</br>
|2. Kern, Klumpen
----
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[Info - Garaus| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Garaus''''']]
|Näsenbutzen
|}
|Nasenschleim
{{WörterABC-Tabelle}}
|2d) Körper Pers.
__INDEX__
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Näsenbutzen BDO]
----
|-
 
|Nestbutz
= Info - Garaus =
|jüngster Vogel im Nest
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|3b) Tier / Landwirtschaft
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
|3. regional/sekundär
|}
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutz BDO]
----
|-
__TOC__
|Nestbutzel
 
|kleiner Brotlaib
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Garaus''==
|2a) Kern / Rest / Klumpen
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|2. Kern, Klumpen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|germ. *garwa- → ahd. ''garo'' = fertig, vollständig → mhd. ''gar'' = bereit, vollständig, ganz ; ''gar'' + ''aus'' = zu Ende
|-
Ausruf: ''gar aus'' = vollständig vorbei → Substantivierung: ''das Garaus''
|Nestbutzel
|- style="vertical-align:top;"
|jüngstes Kind einer Familie
|'''Wortbildungen:'''
|3a) Personen
|den Garaus machen (feste Redewendung)
|3. regional/sekundär
|- style="vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
|'''Ableitungen:'''
|-
| -
|Nestbutzel
|- style="vertical-align:top;"
|jüngster Vogel im Nest
|'''Bedeutungs-'''
|3b) Tier / Landwirtschaft
'''entwicklung:'''
|3. regional/sekundär
|Das Wort ''Garaus'' ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzel BDO]
: eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.
|-
 
|Nestbutzen
Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
: „jemandem den Garaus machen“ 
|3b) Tier / Landwirtschaft
 
|3. regional/sekundär
Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Nestbutzen BDO]
 
|-
Bei dem Adjektiv ''gar'' hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von ''fertig'' ''gegart'' verengt.
|Netzbutzel
|}
|jüngstes Kind
 
|3a) Personen
==Unikales Morphem ?==
|3. regional/sekundär
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Netzbutzel BDO]
| colspan="2" |Das Wort ''Garaus'' ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv ''gar'' und dem Adverb ''aus''. Das Adjektiv ''gar'' wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv ''gar'' gesehen.
|-
'''Einerseits''': Das Morphem ''gar'' (als Adjektiv ''gar'') kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.
|Ofenbutzelein
|Frucht des Weißdorns
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ofenbutzelein BDO]
|-
|Patakenbützelein
|Kartoffelrest
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Patakenbützelein BDO]
|-
|Pfändbutz
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pfändbutz BDO]
|-
|Pfengbutzen
|Verbotszeichen für den Schäfer, Hirten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pfengbutzen BDO]
|-
|Pfingstenbutz
|Brauchtumsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
|-
|Pflasterbutz
|Fasnachtsfigur
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Pflasterbutz BDO]
|-
|Rasenbutzen
|aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rasenbutzen BDO]
|-
|Ratenbutzel
|Bauchnabel
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|-
|Ratenbutzel
|Nesthäkchen
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|-
|Ratenbutzel
|kleinstes Ferkel in einem Wurf, im Wachstum zurückbleibendes Ferkel
|3b) Tier / Landwirtschaft
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Ratenbutzel BDO]
|-
|-
|Regenbutzer
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Regenschauer
|Das Morphem gar ist demnach <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Regenbutzer BDO]
|-
|-
|Rollenbutzelein
| colspan="2" |'''Andererseits:''' Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv ''gar'' (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem ''gar'' im Nomen ''Garaus'' gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung ''jemandem oder etwas den Garaus machen'' (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
|kleines Kind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rollenbutzelein BDO]
|-
|-
|Rotzbutzen
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|verdickter, verhärteter Nasenschleim
|Das Morphem garaus kann daher auch als <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|2d) Körper Pers.
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Rotzbutzen BDO]
|-
|-
|Saubutz
| colspan="2" |Das Adjektiv ''gar'' (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = ''vollständig, gerüstet, bereit gemacht'' hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = ''fertig gekocht, gebraten, gebacken'' etc.
|unfolgsames Kind
Auch das Morphem ''gar'' in ''Garaus'' hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung ''vollständig, vorbei'' in der Wortgruppe ''gar aus'' ist eine Redewendung entstanden, die auf ''jmdn. oder etw. töten, vernichten'' eingeschränkt ist.
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Saubutz BDO]
|-
|-
|Schauerbutzen
|[[File:Pik-Kreis-blau.jpg]]
|Aprilschauer
|Wenn nur das Morphem ''gar'' isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem ''gar'' bis zur Klärung zunächst als <span style="color:blue">'''unklar'''</span> eingestuft.
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schauerbutzen BDO]
|-
|-
|Scherbutzen
|}
|Auswuchs, Beule
 
|2d) Körper Pers.
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Scherbutzen BDO]
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/Garaus DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Garaus Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] sh. [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00218 Adelung], vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G01053 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Wander&lemid=G00113 Wander] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Wanders_Deutsches_Sprichw%C3%B6rter-Lexikon Sprichwörterlexikon] Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen ''Garaus''), [https://www.zdl.org/?q=Garaus ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Garaus Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Garaus Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
 
----
=gediegen=
{{DISPLAYTITLE:gediegen}}
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
|Schlehenbutzen
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Schlehenpflanze
|Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort ''gedeihen'' (althochdeutsch ''githīhan'') entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort ''gidigan'', woraus später ''gediegen'' entstand.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schlehenbutzen BDO]
|-
|-
|Schneebutzen
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Schneegestöber
|Das Adjektiv kann ''gut und solide'', ''wertvoll'' oder ''sorgfältig bearbeitet'' bedeuten.
|3d) Wetter
 
|1. Stoß
In Norddeutschland wird ''gediegen'' umgangssprachlich auch in der Bedeutung ''seltsam'' oder ''eigenartig'' verwendet.
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schneebutzen BDO]
 
In der Bergmannssprache bezeichnet man mit ''gediegen'' Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also ''rein'' sind.
|-
|-
|Schnuckebutzi
|}
|Liebkosung
 
|1c) Kuss / Kosennamen
==Hinweise zum Wort ''gediegen''==
|3. regional/sekundär
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckebutzi BDO]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|-
|hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
|Schnuckibutz
|- style="vertical-align:top;"
|Anrede unter Verliebten
|'''Beispielsatz:'''
|1c) Kuss / Kosennamen
|''Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.''
|3. regional/sekundär
|- style="vertical-align:top;"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutz BDO]
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' ge-die-gen
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈdiːɡn̩]
|-
|-
|Schnuckibutzi
|}
|Anrede unter Verliebten
 
|1c) Kuss / Kosennamen
==Wortformen==
|3. regional/sekundär
<div style="font-size:1.2em">
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutzi BDO]
Das Wort ''gediegen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
|-
|Schnuckibutzi
!style="width: 30%"|Positiv
|Kosebezeichnung für einen Hund, der einem sehr gefällt
!style="width: 30%"|Komparativ
|1c) Kuss / Kosennamen
!style="width: 40%"|Superlativ
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnuckibutzi BDO]
|-
|-
|Schnurrebutzel
|style="width: 26%"|gediegen
|übermäßig buschiger Schnurrbart
|style="width: 37%"|gediegener
|2d) Körper Pers.
|style="width: 37%"|am gediegensten
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schnurrebutzel BDO]
|-
|-
|Schulbutzelein
|}
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
 
|3a) Personen
</br>
|3. regional/sekundär
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Schulbutzelein BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[Info - gediegen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gediegen''''']]
|Segebütze
|}
|Brotschnipsel
{{WörterABC-Tabelle}}
|2a) Kern / Rest / Klumpen
__INDEX__
|2. Kern, Klumpen
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Segebütze BDO]
----
|-
 
|Sternbutzen
=Info - gediegen=
|Sternschnuppe
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|3d) Wetter
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|3. regional/sekundär
|}
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Sternbutzen BDO]
----
|-
__TOC__
|Strohbutz
 
|Strohpuppe
==Weiterführende Informationen zum Wort ''gediegen''==
|4) Schreckgestalt
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|4. Schreckgestalt
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Strohbutz BDO]
|ahd. ''gidigan'', mhd. ''gedigen''; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. ''githīhan'', mhd. ''gedīhen'' = gedeihen
|-
 
|Strohbutzen
Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.
|Vogel (Goldammer)
|- style="vertical-align:top;"
|3b) Tier / Landwirtschaft
|'''Wortbildungen:'''
|3. regional/sekundär
|Gediegenheit, gediegenerweise
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Strohbutzen BDO]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|In der Bergmannssprache spricht man von ''gediegenem Gold'' oder ''gediegenem Silber'', wenn das Metall in reiner Form vorkommt.
 
Regional kann ''gediegen'' auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.
|}
 
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dieg'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ''ge''- im Adjektiv ''gediegen.''
|-
|-
|Tannenbutzel
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Nadelbaumzapfen
|Das Morphem ''dieg'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|3b) Tier / Landwirtschaft
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tannenbutzel BDO]
|-
|-
|Tatterbutzen
|}
|Verbotszeichen
 
|3e) Sonstiges
[[#top | Seitenanfang]]<br>
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatterbutzen BDO]
==Belege/Quellen==
 
[https://www.dwds.de/wb/gediegen DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/gediegen Wiktionary],  [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00649 Adelung], [https://ewa.saw-leipzig.de/articles/53390/de#84470 EWA], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00867 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03551 Grimm]),  [https://www.zdl.org/?q=gediegen ZDL],  [https://de.wikipedia.org/wiki/gediegen Wikipedia],  [https://www.duden.de/rechtschreibung/gediegen Duden-online]
 
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
 
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
 
=gedunsen=
{{DISPLAYTITLE:gedunsen}}
Weiterleitung einrichten #Redirekt[[aufgedunsen]]
__TOC__
 
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
|Tatzenbutzel
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|körperlich schwächstes Kind in der Klasse
|Das Adjektiv ist vom ausgestorbenen althochdeutschen Verb ''dinsan'' = ''ziehen, zerren, schleppen'' abgeleitet.
|3a) Personen
 
|3. regional/sekundär
Aus der Wortgruppe ''sich dinsen'' entwickelte sich die Bedeutung ''sich ausdehnen''. Daraus entstand später das heute selten gebrauchte Wort ''gedunsen''.
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatzenbutzel BDO]
 
Im Mittelalter lautete die Form zunächst ''githinsan''. Später entwickelte sich daraus ''gedunsen''.
 
Wenn etwas ''aufgedunsen'' ist, dann ist es geschwollen oder ausgedehnt.
|-
|-
|Tatzenbützel
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|schwächstes Kind
|Das Grundwort ''dinsen'' wird heute nicht mehr gebraucht. Man sagt auch: ''Das Wort ist ausgestorben.''
|3a) Personen
 
|3. regional/sekundär
Auch die Ableitung ''gedunsen'' kommt heute nur noch selten vor. Häufiger verwendet man das Wort ''aufgedunsen''.
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Tatzenbützel BDO]
|-
|-
|Tintenbutzen
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Tintenklecks
|Englisch: swollen, puffed up
|2b) Schmutz
 
|2. Kern, Klumpen
Französisch: gonflé
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817#0 PfWB]
 
Lateinisch: tumidus
|-
|-
|Vogelbutz
|}
|Frucht des Weißdorns
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
==Hinweise zum Wort ''gedunsen''==
|2. Kern, Klumpen
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vogelbutz BDO]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|geschwollen, ausgedehnt, aufgetrieben
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Nach dem Stich war seine Hand ganz gedunsen.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
 
'''Worttrennung:''' ge-dun-sen
 
'''Aussprache:''' [ɡəˈdʊnzən]
|-
|-
|Vogelbutzen
|}
|Frucht
 
|3b) Tier / Landwirtschaft
==Wortformen==
|2. Kern, Klumpen
<div style="font-size:1.2em">
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vogelbutzen BDO]
Das Wort ''gedunsen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden heute kaum verwendet.
</div>
 
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
|-
|Vögelbutzen
!style="width: 30%"|Positiv
|Schlehenfrucht
!style="width: 30%"|Komparativ
|3b) Tier / Landwirtschaft
!style="width: 40%"|Superlativ
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Vögelbutzen BDO]
|-
|-
|Wasenbutzen
|style="width: 26%"|gedunsen
|aus der Grasnarbe herausgestochenes ziegelförmiges Stück Erde
|style="width: 37%"|gedunsener
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|style="width: 37%"|am gedunsensten
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wasenbutzen BDO]
|-
|-
|Wegbutzig
|}
|Abfall beim Gemüseputzen
 
|2b) Schmutz
</br>
|2. Kern, Klumpen
----
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wegbutzig BDO]
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|-
|[[Info - gedunsen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gedunsen''''']]
|Wildbutz
|}
|grober Mensch
{{WörterABC-Tabelle}}
|3a) Personen
__INDEX__
|3. regional/sekundär
 
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wildbutz BDO]
----
|-
 
|Wildbutz
=Info - gedunsen=
|lebhafter Mensch
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|3a) Personen
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|3. regional/sekundär
|}
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Wildbutz BDO]
----
|-
__TOC__
|Zuckerbutzel
|Lieblingskind
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=Zuckerbutzel BDO]
|-
|butzab
|vollständig weg
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzab BDO]
|-
|bützchesnett
|zum Küssen einladend
|1c) Kuss / Kosennamen
|1. Stoß
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10333 RhWB]
|-
|butzelicht
|fein/zart
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelicht BDO]
|-
|butzelig
|klumpig
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|-
|butzelig
|klein/zart
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|-
|butzelig
|Kind von kleinem Wuchs
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzelig BDO]
|-
|butzenklein
|ganz klein
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzenklein BDO]
|-
|butzet
|astig (Holz)
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzet BDO]
|-
|butzfinster
|ganz dunkel
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzfinster BDO]
|-
|bützinackt
|ganz nackt
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=bützinackt BDO]
|-
|butzlicht
|klumpig
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butzlicht
|Gemeindediener, Amtsschimmel
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butzlicht
|fein, zart veranlagt
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butzlicht
|kleinwüchsig
|3e) Sonstiges
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzlicht BDO]
|-
|butznüchter
|vollkommen nüchtern
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butznüchter BDO]
|-
|kleinbutzelicht
|von kleinem Wuchs
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=kleinbutzelicht BDO]
|-
|kleinbutzig
|winzig
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=kleinbutzig BDO]
|-
|radibutz
|vollständig
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=radibutz BDO]
|-
|rutzundbutz
|vollständig
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=rutzundbutz BDO]
|-
|verbutzt
|im Wachstum zurückgeblieben
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=verbutzt BDO]
|-
|zusammenbutzig
|Getreidereste
|2a) Kern / Rest / Klumpen
|2. Kern, Klumpen
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzig BDO]
|-
|zusammengebutzt
|verfilzt (Haar)
|2d) Körper Pers.
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammengebutzt BDO]
|-
|abbutzen
|einen Verweis erhalten
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10337 RhWB]
|-
|aprilenbutzen
|graupeln
|3d) Wetter
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=aprilenbutzen BDO]
|-
|aufbützen
|aufhetzen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=aufbützen BDO]
|-
|ausbutzen
|Rebstock säubern
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10338 RhWB]
|-
|butzbergen
|Verstecken spielen
|1b) Spiel
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=butzbergen BDO]
|-
|derbutzeln
|im Wachstum zurückgeblieben
|3a) Personen
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=derbutzeln BDO]
|-
|derbutzen
|im Wachstum zurückgeblieben
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=derbutzen BDO]
|-
|einbutzeln
|sich warm anziehen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzeln BDO]
|-
|einbutzen
|sich warm anziehen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzen BDO]
|-
|einbutzen
|Kinderschreck
|4) Schreckgestalt
|4. Schreckgestalt
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=einbutzen BDO]
|-
|fasnachtbutzen
|maskiert gehen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=fasnachtbutzen BDO]
|-
|hineinbutzen
|eng ansetzen
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=hineinbutzen BDO]
|-
|verbutzen
|etw. vergessen
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|verbutzen
|jdmd. abkanzeln
|3e) Sonstiges
|3. regional/sekundär
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|verbutzen
|verputzen
|5) butzen II
|Abl. putzen
|[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10339 RhWB]
|-
|zusammenbutzen
|etwas eng ansetzen, z. B. beim Schreiben
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzen BDO]
|-
|zusammenbutzlen
|Papier zerknittern
|1a) Stoß / Bewegung
|1. Stoß
|[https://bdo.badw.de/suche?lemma=zusammenbutzlen BDO]
|-
|}


== Belege/Quellen ==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''gedunsen''==
Quellen für die Grundwörter (Einzelnachweise für Wortbildungen sind in den Tabellen verlinkt):
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *tens = hin und herziehen


Bayerns Dialekte Online (BDO): [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Butz&options&#x5B;exact&#x5D;=1&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;highlight&#x5D;=0 Butz], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtz&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bütz], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butze&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butze&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butze], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtze&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bütze], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=Butzen&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzen&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzen], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzer&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzer], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=butzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 butzig], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=Butzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Butzig], [https://bdo.badw.de/suche?stichwort=&options%5Bcase%5D=1&options%5Bexact%5D=1&lemma=B%C3%BCtzig&bedeutung=&beleg=&wortfamilie=&etymologie=&options%5BcreatePermalink%5D=0 Bützig],
got. ''at-þinsan'' = heranziehen


Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS): [https://www.dwds.de/wb/Butz Butz], [https://www.dwds.de/wb/Butze#2 Butze II], [https://www.dwds.de/wb/Butzen Butzen], [https://www.dwds.de/wb/B%C3%BCtzel Bützel], [https://www.dwds.de/wb/b%C3%BCtzen bützen],  
ahd. ''thinsan'', ''dinsan'', mhd. ''dinsen'' = ziehen, zerren, schleppen


Kölsch-Wörterbuch (nicht werbefrei): [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butz-buetze-auf-deutsch-7065.html#google_vignette Butz/Bütze], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butze-auf-deutsch-6985.html Butz/Butze], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/butzele-auf-deutsch-6273.html Butzel], [https://www.koelsch-woerterbuch.de/buetzjer-auf-deutsch-7071.html Bützje],  
8. Jh. ahd. ''thinsan''; 9. Jh. ''githinsan'', später ''gedunsen''


Lothringisches Wörterbuch (LothWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01310 Botze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01312 botzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01795 Butze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01797 butzen I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=LothWB&lemid=B01798 butzen II],
15. Jh. ''aufdinsen'', ''aufdunsen'', später ''aufgedunsen''
 
|- style="vertical-align:top;"
Mecklenburgisches Wörterbuch (MeckWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06224 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06228 Butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06230 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=B06231 Butzer],
|'''Wortbildungen:'''
|aufgedunsen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|Dunst, gedunsen wirken
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das ursprüngliche Verb ''dinsen'' ist ausgestorben. Erhalten blieb das alte Morphem nur noch in wenigen Wörtern wie ''gedunsen'' oder ''aufgedunsen''.
|}


Mittelhochdeutsches Wörterbuch (FindeB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=B02496 Butze],
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''duns'' beziehungsweise die ältere Form ''dins'' kommt heute nicht mehr selbstständig vor. Es erscheint fast nur noch in den Wörtern ''gedunsen'' und ''aufgedunsen''.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''duns'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Präfix ''ge-'' kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''ge-'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}


Mittelniederdeutsches Wörterbuch (MNWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MNWB&lemid=B06399 butze],
[[#top | Seitenanfang]]<br>


Pfälzisches Wörterbuch (PfWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07816 Butz I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07817 Butz II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07828 Butzel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07838 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07856 Butzer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07821 Putz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07822 Pütz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07829 Putzel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=B07839 putzen],
==Belege/Quellen==


Rheinisches Wörterbuch (RhWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B06242 Botz/Bötz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10316 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10317 Bütz(e)], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10334 Bützer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10308 butzen I], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10336 butzen II], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 butzen III], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=B10369 Butzen III],
[https://www.dwds.de/wb/gedunsen DWDS],
[https://de.wiktionary.org/wiki/gedunsen Wiktionary],
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz],
[https://www.zdl.org/?q=gedunsen ZDL],
[https://www.duden.de/rechtschreibung/gedunsen Duden-online]


Schweizerisches Idiotikon: [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42011/mode/1up Butz], [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42011/mode/1up Bützel],  [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id4.htm#!page/42009/mode/1up butzen] (putznen) und über 250 weitere Wortbildungen
gedunsen:
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00825 AWb], 
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00829 AWb-2],
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=D00448 BMZ], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00667 Adelung],   
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03660 Grimm]


Westfälisches Wörterbuch (WestWb): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07505 But], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07506 Bütteken], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07513 Buts], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07517 Buttek], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=B07518 Buttel], ...
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]


Wiktionary: [https://de.wiktionary.org/wiki/Butz Butz], [https://de.wiktionary.org/wiki/Butze Butze], [https://de.wiktionary.org/wiki/Butzen Butzen],
<br>
 
Wörterbuch der Bayerischen Mundarten in Österreich (WBÖ): [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putz_2 Putz]. [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putze_1 Putze], [https://lioe.dioe.at/articles/lieferung22-11%23Putzen Putzen]
 
Wörterbuch der elsässischen Mundart (ElsWB): [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02555 Butz], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02555 Butz II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02570 Butze], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02572 Butze II], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02583 butzen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02595 Butzer], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=ElsWB&lemid=P02614 bützlen],
 
Wörterbuch der luxemburgischen Mundart (WLM): [https://dico.uni.lu/?sigle=WLM#1 Butz], [https://dico.uni.lu/?sigle=WLM#2 butzech], ...
 
</br>
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|siehe auch die Wörterseiten '''''[[Butzemann]]'', ''[[Butzenscheibe]]''''' und '''''[[putzig]]'''''
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|-
|[[Butz (Wortgruppe)| '''zurück zur Wörterseite ''Butz (Wortgruppe)''''']]
|-
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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=Gefahr=
<div style="color:red">Frage: Autofahren ist gefährlich - Stimmt das? Was hat Gefahr / gefährlich mit fahren zu tun?</div>


= drollig =
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<div style="color:red"> ''drollig'' und ''Info - drollig'' müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch </div>
 
=Gekröse=
__TOC__
__TOC__


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{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort ''drollig'' wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:
|Das mittelhochdeutsche Wort ''gekrœse'' bedeutete ''kleines Gedärm''. Es ist vom mittelhochdeutschen Adjektiv ''krus'' = ''gedreht, gekrümmt'' abgeleitet und bedeutete ursprünglich also ''das Krause'' oder ''das Gedrehte''.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort bedeutete also ursprünglich ''kraus'' oder ''gedreht''. Deshalb konnte es später verschiedene Dinge bezeichnen:
 
a) In der Anatomie nennt man die Falten im Bauchraum ''Gekröse.'' Diese umgeben die inneren Organe und halten halten sie zusammen. Diese Falten sehen auf den ersten Eindruck ziemlich ''kraus'' und ''wirr'' aus.


* niedlich, süß, knuddelig -  ''Du hast aber sehr drollige Puppen.''
b) In der Medizin bezeichnet ''Gekröse'' die Eingeweide oder Innereien von Menschen und Tieren. Der Darm ist stark gewunden und gedreht, daher dieser Name.


* spaßig, witzig, lustig - ''Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.''
[[file:Bi-W-G Portrait Confused With Johannes Kepler 1610.jpg|right|x150px]]
c) In der Gastronomie nennt man essbare Innereien, besonders von Rindern oder Lämmern, ebenfalls ''Gekröse''.


* eigenartig, merkwürdig, seltsam - ''Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.''
d) Früher bezeichnete man auch eine kraus gefaltete Halskrause als ''Gekröse''. Auch diese sieht ''kraus'' und ''gedreht'' aussah. Dieses Kleidungsstück ist aus der Mode gekommen. Du findest es nur noch auf alten Bildern. Auf dem rechten Bild siehst du eine solche Halskrause.
|-
|-
|
|}
|
 
|-
==Hinweise zum Wort ''Gekröse''==
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen ''drollig'' = lustig, possenhaft.
 
Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche ''drolle'' zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.
 
Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort ''droll'' (= spaßig, komisch).
|-
|}
 
==Hinweise zum Wort ''drollig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
|Eingeweide, Darmgekröse oder Innereien
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.''
|''Der Arzt untersuchte das Gekröse des Patienten.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
|'''Wortart:''' Nomen


'''Worttrennung:''' drol-lig
'''Worttrennung:''' Ge-krö-se


'''Aussprache:''' [ˈdʁɔlɪç]
'''Aussprache:''' [ɡəˈkʁøːzə]
|-
|'''Adjektiv / Adverb'''
|Das Wort ''drollig'' kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im [https://klexikon.zum.de/wiki/Adverb Kinderlexikon] wird dir am Beispiel von ''drollig'' der Unterschied erklärt.
|-
|-
|}
|}
Zeile 4.726: Zeile 3.711:
==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''drollig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
Das Wort ''Gekröse'' ist ein Nomen sächlichen Geschlechts. Es wird meist nur im Singular verwendet.
</div>
</div>


{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="text-align:left"|1. Fall
!style="width: 30%"|Komparativ
!Nominativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|das Gekröse
|die Gekröse
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Gekröses
|der Gekröse
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Gekröse
|den Gekrösen
|-
|-
|drollig
!style="text-align:left"|4. Fall
|drolliger
!Akkusativ
|am drolligsten
|das Gekröse
|die Gekröse
|-
|-
|}
|}
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{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - drollig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''drollig''''']]
|[[Info - Gekröse| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Gekröse''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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= Info - drollig =
=Info - Gekröse=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
|[[Gekröse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gekröse''''']]
|}
|}
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__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''drollig''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Gekröse''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|niederländisch <abbr>nl.</abbr> drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann → nl. drollig = Spaßmacher, Knirps → mittelniederdeutsch ''drolle'' = Spaßmacher, lustige Figur → niederdeutsch ''drollig'' = lustig
|<abbr>germ.</abbr> *kruzla, <abbr>ahd.</abbr> krul, <abbr>mhd.</abbr> krol = kraus, lockig
möglicherweise verwandt mit engl. ''droll ←''  
 
mhd. ''krus'' = gedreht, gekrümmt, kraus
 
mhd. ''gekrœse'' = kleines Gedärm; ürsprünglich also ''das Gedrehte'' oder ''das Krause''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/drolligerweise drolligerweise],  
|Darmgekröse, [https://www.dwds.de/wb/Kalbsgekr%C3%B6se Kalbsgekröse]
veraltet: [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06216 gekröselt], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00992 Gekrösader], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00993 Gekrösdrüse], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02074 Gekrösentzündung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06217 Gekrösfell], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02076 Gekrösgeflecht], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02077 Gekröshaut], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06218 Gekrösmantel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06219 Gekröspulsader], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02079 Gekrösschlagader]
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Grundwort:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Drolligkeit Drolligkeit]
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Kr%C3%B6se Kröse], [https://www.dwds.de/wb/kr%C3%B6seln kröseln]; [https://www.dwds.de/wb/Kr%C3%B6selzange Kröselzange], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Kroeseeisen Kröseeisen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=K14836 Kröseldorn] (Krausbeere)
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''drollig'' gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.
|Das Wort ''Gekröse'' wurde früher auch für die gefaltelte Halskrause verwendet, weil diese stark gekräuselt war.


Im Unterschied zu ''lustig'' wirkt ''drollig'' oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.
In der heutigen Alltagssprache wird das Wort meist nur noch in der Medizin oder Fachsprache verwendet.
 
Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig).
|}
|}


==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das ursprüngliche niederländische Wort ''drol'' ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung ''drollig'' übernommen worden. Das Morphem ''droll'' kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung ''drollig'' vor (''drolligerweise, Drolligkeit'').
| colspan="2" |Das Morphem ''kröse'' kommt im heutigen Sprachgebrauch als Nomen in einigen Dialekten, als Fachbegriff (Küfer, Glaser) und als Adjektiv ''kröseln'' vor. Demnach kommt das Morphem nicht isoliert und auch in verschiedenen Wortbildungen vor.
|-
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
| colspan="2" |Es gibt keinen etymologischen- oder Bedeutungszusammenhang zum Verb [https://www.dwds.de/wb/dwb/krosen ''krosen''], dem Nomen [https://www.dwds.de/wb/dwb/kros ''Kros''/''Krös''] und dem Eigennamen [https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%B6sus ''Krösus''].
|Das Morphem ''droll'' in der Wortbildung ''drollig'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|-
| colspan="2" |Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen <abbr>frz.</abbr> drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen ''drol'' bzw. ''drollig''.
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''krös'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
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==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/drollig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/drollig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe hier [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D01140 Adelung] (Herkunft niedersächsisch ''drullig''), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D13733 Grimm-2] (nl drullig > ndd drullig), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D02289 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=drollig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/drollig Duden-online]
Gekröse: [https://www.dwds.de/wb/Gekröse DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Gekröse Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] ([https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00991 Adelung], [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gekr%C3%B6se&stichwort=&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;exact&#x5D;=1 BDO], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=K01671 BMZ], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06215 Grimm], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=K16970 RhWb], ), [https://www.zdl.org/?q=Gekröse ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Gekroese Duden-online]


Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. [https://www.etymologiebank.nl/trefwoord/drollig Etymologiedatenbank.nl], [https://www.dbnl.org/zoek/solr/index.php?zoek=drollig&prefilter=&subform_values=&f_id=&size=10&sort=relevantie&weergave=lijst Digitale Bibliothek (DBNL)], Textbeispiele: [https://www.dbnl.org/tekst/else006lacc01_01/ Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667)], [https://www.dbnl.org/tekst/hoff049ders02_01/ Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)]
Kröse: [https://www.dwds.de/wb/Kröse DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Kröse Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz],  ([https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kr%C3%B6se&stichwort=&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;exact&#x5D;=1 BDO], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=K01670 BMZ], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=K14831 Grimm]), [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id3.htm#!page/30859/mode/1up Idiotikon] (Chrȫs, Grȫsch, Chrȫsch), [https://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/k/kk07368.htm Krünitz], [https://www.zdl.org/?q=Kr%C3%B6se ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Kroese Duden-online]


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[drollig|'''zurück zur Wortgeschichte ''drollig''''']]
|[[Gekröse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gekröse''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
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= Damhirsch =
=Gelichter=
__TOC__
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Zeile 4.813: Zeile 3.816:
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
|-
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Der ''Damhirsch'' ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
|Das Wort ''Gelichter'' bezeichnet heute meistens eine Gruppe von Menschen, über die man sich ärgert oder schlecht denkt. Gemeint ist oft Gesindel oder eine unangenehme Menschengruppe.
|-
|-
|
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|-
|Das war früher ganz anders. Da hatte das Nomen ''Gelichter'' eine eher positive Bedeutung.
|'''Interessantes:'''
Im Mittelalter gab es das Wort ''lehtar''. Es bedeutete ''Lager, Bett''. Mit der Vorsilbe ''ge''- entstand hieraus ''gelihter.''
|Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im [https://klexikon.zum.de/wiki/Damhirsch Kinderlexikon] interessante Bilder und Beschreibungen.
Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im [https://www.zootier-lexikon.org/saeugetiere-mammalia/paarzeher/hirsche-hirschferkel-und-moschustiere-cervidae-tragulidae-moschidae/europaeischer-damhirsch-dama-dama Zootier-Lexikon.]
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter ''tamo'' oder ''tame''. Daraus entwickelte sich ''Dam-''.  


Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. ''Hirsch'', ''Bock'' oder ''Wild''. So entstand das zusammengesetzte Wort ''Damhirsch''.
Aus der Bedeutung ''Menschen, die aus dem gleichen Lager kommen'' entstand die Bedeutung ''Menschen mit übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht.'' Ab dem 17. Jahrhundert verschob sich die Bedeutung zunehmend ins negative. Heute bedeutete das Nomen ''Gesindel'' und wird umgangssprachlich eher als Schimpfwort und beleidigend verwendet.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama
|-
|-
|}
|}


==Hinweise zum Wort ''Damhirsch''==
==Hinweise zum Wort ''Gelichter''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
|abwertend: eine als schlecht oder unangenehm angesehene Gruppe von Menschen; Gesindel
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|'''Beispielsatz:'''
|''Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.''
|''Der alte Mann wollte mit diesem lauten Gelichter nichts zu tun haben.''
''Nachts treiben sich im Park allerlei Gelichter herum.''
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, maskulin
|'''Wortart:''' Nomen, Neutrum


'''Worttrennung:''' Dam-hirsch
'''Worttrennung:''' Ge·lich·ter


'''Aussprache:''' [ˈdamˌhɪʁʃ]
'''Aussprache:''' [ɡəˈlɪçtɐ]
|-
|-
|}
|}
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==Wortformen==
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Damhirsch'' ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.
Das Wort ''Gelichter'' wird meist nur im Singular verwendet. Es bezeichnet häufig eine Menschengruppe als Gesamtheit.
</div>
</div>


Zeile 4.862: Zeile 3.858:
!style="text-align:left"|1. Fall
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
!Nominativ
|der Damhirsch
|das Gelichter
|die Damhirsch'''<u>e</u>'''
|die Gelichter
|-
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
!Genitiv
|des Damhirsch'''<u>es</u>'''
|des Gelichters
|der Damhirsch'''<u>e</u>'''
|der Gelichter
|-
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
!Dativ
|dem Damhirsch
|dem Gelichter
|den Damhirsch'''<u>en</u>'''
|den Gelichtern
|-
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
!Akkusativ
|den Damhirsch
|das Gelichter
|die Damhirsche'''<u>e</u>'''
|die Gelichter
|-
|-
|}
|}
Zeile 4.885: Zeile 3.881:
----
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
{| style="width: 100%; text-align:center;"  
|[[Info - Damhirsch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Damhirsch''''']]
|[[Info - Gelichter| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Gelichter''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
Zeile 4.892: Zeile 3.888:
----
----


= Info - Damhirsch =
=Info - Gelichter=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|[[Gelichter|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gelichter''''']]
|}
|}
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----
__TOC__
__TOC__


==Weiterführende Informationen zum Wort ''Damhirsch''==
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Gelichter''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
| ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen → griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma → 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird ''Dam'' zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen ''Hirsch'' oder ''Bock'' = ''Damhirsch'', ''Dambock''.
|ie. *legh- = (sich) legen, liegen; lat. ''lectus'' = Lagerstatt, Bett
 
:⇒ ahd. ''lehtar'' = Lager (9. Jh.)
ahd. ''tamo'', ''tame'' = Wild → mhd. ''dam'' → nhd. ''Dam'' (Wildart)
::⇒ ahd. ''gilehtar'' = Gebärmutter, eigentlich: Ort, wo das Kind liegt (ca. 10. Jh.)
+ ''Hirsch'' (männliches Tier mit Geweih)
:::⇒ mhd. ''gelihter'' = Menschen übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht (ca. 14. Jh.)
 
::::⇒ nhd. ''Gelichter'' = Menschengruppe
''Damhirsch'' = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“
:::::⇒ später abwertend: Gesindel (ab 17. Jh.)
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|'''Wortbildungen:'''
|Dam: [https://www.dwds.de/wb/Dambock Dambock], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damleder Damleder], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damtier Damtier], [https://www.dwds.de/wb/Damwild Damwild] ([https://www.dwds.de/wb/Damwildgehege Damwildgehege]);
|[https://www.dwds.de/wb/Diebsgelichter Diebsgelichter] / [https://www.dwds.de/wb/Diebsgelichter Diebesgelichter]
Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|'''Ableitungen:'''
| -
| -
|-
|'''Rechtschreibung:'''
|Das ''a'' im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort ''Damhirsch'' fälschlich mit doppeltem ''m'' geschrieben wird (falsch: *''Dammhirsch'').
|- style="vertical-align:top;"
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|'''Interessantes:'''
|Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.
|Das Wort hatte ursprünglich keine negative Bedeutung. Erst im Laufe der Sprachgeschichte wurde daraus ein Schimpfwort für eine als unangenehm empfundene Menschengruppe.
 
Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.
 
Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (''Dam'') und genauer Bestimmung (''Hirsch'').
|}
|}
 
==Unikales Morphem ?==
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''licht(er)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor. Ein etymologischer oder Bedeutungszusammenhang zum Nomen ''Licht'' besteht nicht.
|-
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''dam'' ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|-
|Das Morphem ''licht(er)'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''dam'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|-
|}
|}
Zeile 4.941: Zeile 3.928:
==Belege/Quellen==
==Belege/Quellen==


[https://www.dwds.de/wb/Damhirsch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Damhirsch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (siehe [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=D00084 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=D00225 Goethe], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=D00306 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB2&lemid=D01329 Grimm-2]), [https://www.zdl.org/?q=Damhirsch ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Damhirsch Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Damhirsch Duden-online]
[https://www.dwds.de/wb/Gelichter DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Gelichter Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01146 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G07088 Grimm], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G01707 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=G01678 PfWb], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=L03826 RhWb]), [https://www.zdl.org/?q=Gelichter ZDL]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Gelichter Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Gelichter Duden-online] (nicht werbefrei)


[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
Zeile 4.948: Zeile 3.935:
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Damhirsch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Damhirsch''''']]
|[[Gelichter|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gelichter''''']]
|}
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
__INDEX__
----
=Dienstag=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung ''Thing''. Der germanische Gott ''Tyr'' war der Beschützer dieser Versammlung.
Der Name ''Dienstag'' geht auf das alte Wort ''thingsus'' zurück. Diese bedeutete ''Beschützer des Things''. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort ''Dienstag''.
Der Wortteil ''dien'' hat also nichts mit dem Verb ''dienen'' zu tun.
|-
|}
== Fremdsprachen ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den ''Dienstag'' vom Germanischen Gott ''Tyr'' bzw. ''thingsus'' abgeleitet. Hier einige Beispiele:
|-
|
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto"
! Sprache
! Wochentag
! Aussprache
|-
!Deutsch
|Dienstag
|[ˈdiːnstaːk]
|-
!Dänisch
|tirsdag
|[ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
|-
!Englisch
|Tuesday
|[ˈtjuːzdeɪ]
|-
!Niederländisch
|dinsdag
|[ˈdɪnz.dɑx]
|-
!Norwegisch
|tirsdag
|[ˈtiːʂdɑːɡ]
|-
!Schwedisch
|tisdag
|[ˈtiːsdaɡ]
|-
|}
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Dienstag''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|der zweite Tag der Woche
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural
'''Worttrennung:''' Diens-tag
'''Aussprache:''' [ˈdiːnstaːk]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Grundwort ''Dienstag'' wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein ''s'' angehängt.
</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 41%"|Singular
!style="width: 25%"|Plural (selten)
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|der Dienstag
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Dienstag'''<u>s</u>''', des Dienstag'''<u>es</u>'''
|der Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Dienstag
|den Dienstag'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Dienstag
|die Dienstag'''<u>e</u>'''
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Dienstag| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Dienstag''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
=Info - Dienstag=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Dienstag''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Bei den Römern hieß der Kriegsgott ''Mārs''. Danach ist auch der Planet ''Mars'' benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).
Das Wort hängt mit dem germanischen ''Thing'' zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott ''Tyr'' (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.
Daraus entwickelte sich im 12. Jh. <abbr>ahd.</abbr> ziestag, <abbr>mhd.</abbr> ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name ''dingesdach, dinstag'' am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|}
== Wochentage ==
{{Wochentage}}
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dien'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''dien'' in der Wortbildung ''Dienstag'' kann daher<span style="color:green"> '''als unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Dienstag DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Wiktionary],  [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz],  [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Dienstag OWID],  [https://www.zdl.org/?q=Dienstag ZDL]
'''Fremdsprachen:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Dienstag Dänisch], [[wikt:Tuesday|Englisch]], [https://nl.wiktionary.org/wiki/dinsdag Niederländisch], [https://no.wiktionary.org/wiki/tirsdag Norwegisch], [https://sv.wiktionary.org/wiki/tisdag Schwedisch]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Dienstag|'''zurück zur Wortgeschichte ''Dienstag''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Duckdalbe=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| colspan="2" |Vermutlich stammt das Wort ''Duckdalbe'' aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb ''duiken'' = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort ''dalbe''.
Die ''Duckdalbe'' ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens ''eingetaucht'' oder eingerammt ist.
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Herr Fremd|Herr Fremd]]
| colspan="2" |[[file:ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg | rechts | 320px]]Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort ''dukdalve'' zugrunde.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Duckdalbe''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| style="width: 55%; vertical-align:top;"|Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg|right|x150px]]
| rowspan="3" style="width: 15%; |[[file:20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg|right|x150px]]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben
'''Worttrennung:''' Duck-dal-be
'''Aussprache:''' [ˈdʊkˌdalbə]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Unterschied:'''
| colspan="3" |[[file:20260304 Dalben.jpg|right|x75px]]Meist wird ein einzelner Pfahl als ''Dalbe'' und eine Pfahlgruppe als ''Duckdalbe'' bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also ''Duckdalben''. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei ''Dalben'', also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''n'' angehängt.
</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|die Duckdalbe
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|der Duckdalbe
|der Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|der Duckdalbe
|den Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|die Duckdalbe
|die Duckdalb'''<u>en</u>'''
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Duckdalbe| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Duckdalbe''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Info - Duckdalbe=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Duckdalbe''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Die Herkunft des Wortes ''Duckdalbe'' ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
|-
|
|
# Das Wort ''Duckdalbe'' stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten '''''duiken''''' = (ein)tauchen  und '''''dalbe''''' = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die ''Duckdalbe'' ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
# Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch [https://de.wikipedia.org/wiki/Fernando_%C3%81lvarez_de_Toledo,_Herzog_von_Alba#Statthalter_der_Niederlande '''Duque de Alba''']) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand ([https://de.wikipedia.org/wiki/Reformatorischer_Bildersturm#Niederlande Bildersturm]) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben ''duque de Alba.''  Auch in Dänemark ist die Bezeichnung ''duc d’albe'' geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
# Als '''eher unwahrscheinlich''' gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben ''(an)docken'' = etwas fest verbinden oder ''ducken'' = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch ''dalle/dallen'' = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Zum Bestandteil ''dalbe'' gibt es mehrere Wortbildungen:
[https://www.dwds.de/wb/Anlegedalbe Anlegedalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Eisbrecherdalbe Eisbrecherdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/F%C3%BChrungsdalbe Führungsdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leitdalbe Leitdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Leuchtfeuerdalbe Leuchtfeuerdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Schutzdalbe Schutzdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Streichdalbe Streichdalbe], 
[https://www.dwds.de/wb/Vert%C3%A4uungsdalbe Vertäuungsdalbe]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe '''Dalbe'''].
|}
==Sprachvergleich==
In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff ''Duckdalbe'' vom niederländischen ''dukdalve'' abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff ''Dalbe'' bezeichnet.
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto;"
!style="width: 25%; |Sprache
!style="width: 25%; |Dalbe
!style="width: 35%; |Duckdalbe
!style="width: 15%; |Quellen
|-
|Deutsch
|Dalbe
|Duckdalbe
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia]
|-
|Niederländisch
|dalf
|dukdalf / dukdalve
|[https://nl.wikipedia.org/wiki/Dukdalf Wikipedia]
|-
|Norwegisch
|dalbe / pæle
|dykdalb
|[https://no.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|-
|Dänisch
|dalbe
|dukdalbe / duc d’albe
|[https://da.wikipedia.org/wiki/Duc_d%27albe Wikipedia]
|-
|Schwedisch
| colspan="2" style="text-align:center"|dykdalb
|[https://sv.wikipedia.org/wiki/Dykdalb Wikipedia]
|-
|Englisch
| colspan="2" style="text-align:center" |dolphin
|[[wikipedia:Dolphin_(structure)|Wikipedia]]
|-
|Französisch
| colspan="2" style="text-align:center" |duc-d’Albe
|[https://fr.wikipedia.org/wiki/Duc-d%27Albe Wikipedia]
|-
|Spanisch
| colspan="2" style="text-align:center" |duque de Alba
|[https://es.wikipedia.org/wiki/Duque_de_Alba_(obra_mar%C3%ADtima) Wikipedia]
|}
==Unikales Morphem ?==
Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ''ducken''.
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''duck'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung ''Duckdalbe''.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''duck'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Morphem ''dalbe'' kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''dalbe'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
'''Etymologie und Rechtschreibung:''' [https://www.dwds.de/wb/Duckdalbe DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Duckdalbe OWID], [https://www.zdl.org/?q=Duckdalbe ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Duckdalbe Duden-online]
Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]).
'''Landkarte:''' Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in [[Info - Duckdalbe#Sprachvergleich|Kap. Sprachvergleich]]) mit Hilfe von [https://chatgpt.com/ ChatGPT] erstellt.
Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von [https://de.wikipedia.org/wiki/Dalbe Wikipedia] und [http://www.elbetreff.de/Elbearchiv/elbe/flussbauwerke/f_flussbauwerke.htm elbetreff.de] (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Duckdalbe|'''zurück zur Wortgeschichte ''Duckdalbe''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=dunnemals=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet ''dunn'' so viel wie ''dann'' oder ''damals''.
Das Wort ''dunnemals'' ist eine Verkürzung von ''anno dunnemals''. 
Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: ''damals, vor langer Zeit''.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''dunnemals''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|damals
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Dunnemals gab es noch eine Volksschule.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adverb
'''Worttrennung:''' dun-ne-mals
'''Aussprache:''' [ˈdʊnəmaːls]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''dunnemals'' ist ein '''Adverb'''. 
Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.
</div>
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - dunnemals| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''dunnemals''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
= Info - dunnemals =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''dunnemals''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen ''dunn'' = dann, damals.
Es entwickelte sich aus der Redewendung ''anno dunnemals''.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das lateinische Wort ''anno'' bedeutet ''im Jahre''. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.
Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für ''vor langer Zeit'':
*''anno dazumal'' - damals, vor langer Zeit
*''anno dunnemals'' - damals
*''anno Tobak'' - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort ''Tabak'' stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel ''Tobago'', die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich ''Tobak'' und hieraus unser heutiges Wort ''Tabak'' entwickelt.)
*''anno pief'' - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
*''anno Tuck'' - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
*''anno Leipzig-einundleipzig'' - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 ([https://de.wikipedia.org/wiki/Leipzig#Trivia/Redewendung mehr])
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dunn(e)'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''dunn(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/dunnemals DWDS], 
[https://de.wiktionary.org/wiki/dunnemals Wiktionary], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz], 
[https://www.zdl.org/?q=dunnemals ZDL]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[dunnemals|'''zurück zur Wortgeschichte ''dunnemals''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Eberesche=
__TOC__
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
| Der erste Teil des Wortes (''eber'') hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort ''eburo'' bedeutete ''rötlich braun''.
Die Blätter der ''Eberesche'' ähneln den Blättern einer ''Esche.'' Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.
|-
|
|Die rohen Beeren der ''Eberesche'' sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.
Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch ''Vogelbeere'' genannt.
|-
|
|Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen.  Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der  Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
|-
|
|
<gallery mode="nolines" perrow="4" widths="200px">
file:20260212_Vogelbeere_allee.jpg|Eberesche Baum-Allee
file:20260212_Werne-12-07-08_126a.jpg|Eberesche Blatt, Früchte
file:20260212_Fraxinus-excelsior-male-leaves.jpg|Esche Blatt
file:20260212_20121021Esche_Hockenheim.jpg|Esche im Herbst
</gallery>
|-
|
|Wenn du mehr über die ''Eberesche'' wissen möchtest, dann findest du auf der [[Info - Eberesche| Infoseite]] weitere Hinweise.
|-
|}
== Hinweise zum Wort ''Eberesche'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Eber-esche
'''Aussprache:''' [ˈeːbɐˌʔɛʃə]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em"> In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) ''e'' und für die Mehrzahl (Plural) ''en'':</div>
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
!style="width: 20%"|Nominativ
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
|der Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|der Eberesch'''<u>e</u>'''
|den Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|die Eberesch'''<u>e</u>'''
|die Eberesch'''<u>en</u>'''
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| [[Info - Eberesche|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eberesche''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
=Info - Eberesche=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|}
----
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eberesche'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; <abbr>ahd.</abbr> asc, <abbr>mhd.</abbr> asch = Esche; <abbr>frühnhd.</abbr> eberboum, eberasch, hd. Eberesche
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
| Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:[https://botanikus.de/informatives/giftpflanzen/alle-giftpflanzen/eberesche Botanikus], [https://www.oekolandbau.de/umwelt-und-gesellschaft/biodiversitaet/vielfalt-der-wildtiere-und-pflanzen/wir-stellen-vor-die-wildpflanze-des-monats/pflanze-des-monats-januar-2022-eberesche/ Ökolandbau], [https://nabu-leverkusen.de/natur-in-leverkusen/pflanzen/baeume/eberesche/ NABU]
|-
|
|Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum ''Baum des Jahres''. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: [https://www.sdw.de/fileadmin/Bundesverband/01_Dateien/Baum_des_Jahres/1997_Baum_des_Jahres_Eberesche.pdf Baum des Jahres 1997: die Eberesche].
|}
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''eber'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit ''Esche'' vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem ''Eber'' (= männliches Schwein, ahd. ebur, <abbr>mhd.</abbr> eber) besteht nicht.
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''eber'' ist in dieser Bedeutung <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
[https://www.dwds.de/wb/Eberesche DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Eberesche Wiktionary], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eberesche OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eberesche ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eberesche Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eberesche wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eberesche Wortbedeutung.info]
'''Abbildungen:''' Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelbeere Eberesche]: 1 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4407020 Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2], 1 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=28748507 Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0], Wikipedia: [https://de.wikipedia.org/wiki/Gemeine_Esche Esche]: 2 a) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=22300978 Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0],  2 b) [https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=232790 CC BY-SA 3.0]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Eberesche|'''zurück zur Wortgeschichte ''Eberesche''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Eierschecke=
__TOC__
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.
|-
|
|-
|}
== Hinweise zum Wort ''Eierschecke'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Ei-er-sche-cke
'''Aussprache:''' [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]
|-
|}
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort ''Eierschecke'' und in der Mehrzahl (Plural) ''Eierschecken'' verwendet.</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 14%" |
! style="width: 20%" |
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
! style="width: 20%" |Nominativ
|die Eierschecke
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
|der Eierschecke
|der Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|der Eierschecke
|den Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|die Eierschecke
|die Eierschecke'''<u>n</u>'''
|-
|}
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
| '''[[Info - Eierschecke|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Eierschecke'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
= Info - Eierschecke =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|}
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__TOC__
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Eierschecke'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| '''Schecke:''' ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - ''eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde'' (sh. [[Eierschecke#Belege/Quellen|Quelle]]). Eierschecke: Im 14. Jh. war ''Schecke'' die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Quelle]).
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
| Kochrezepte (nicht werbefrei): [https://eierschecken.de/ Die Eierschecke], [https://www.ddr-rezepte.de/suess/dresdner-eierschecke/ Dresdener Eierschecke], [https://de.wikibooks.org/wiki/Kochbuch/_Freiberger_Eierschecke Freiberger Eierschecke],
|}
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''scheck(e)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''scheck(e)'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
[https://www.dwds.de/wb/Eierschecke DWDS], [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Eierschecke OWID], [https://www.zdl.org/?q=Eierschecke ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Eierschecke Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Eierschecke wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Eierschecke Wortbedeutung.info]
'''Entstehung:''' [https://de.wikipedia.org/wiki/Eierschecke Wikipedia], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=S00990 Mittelhochdeutsches Wörterbuch] (BMZ), [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Lexer&lemid=S01227#0 Mittelhochdeutsches Handwörterbuch] (Lexer),
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Eierschecke|zurück zur Wortgeschichte ''Eierschecke'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Elfenbein=
__TOC__
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus dem althochdeutschen Wort für ''helfant'' (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort ''helfenbein''. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das ''helfenbein'' war also ein ''Knochen des Elefanten''.
|-
|
|-
|}
== Hinweise zum Wort ''Elfenbein'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' El-fen-bein
'''Aussprache:''' [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]
|-
|}
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Elfenbein'' verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''n'' ergänzt.:</div>
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 12%" |
! style="width: 15%" |
! style="width: 40%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
! style="width: 20%" |Nominativ
|das Elfenbein
|die Elfenbein'''e'''
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
|des Elfenbein'''s''', des Elfenbein'''es'''
|der Elfenbein'''e'''
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|dem Elfenbein, dem Elfenbein'''e'''
|den Elfenbein'''en'''
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|das Elfenbein
|die Elfenbein'''e'''
|-
|}
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| '''[[Info - Elfenbein|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Elfenbein'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
= Info - Elfenbein =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|}
----
== Weiterführende Informationen zum Wort ''Elfenbein'' ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Entstehung:'''
| '''Elefant:''' griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch ''elfenbein'' (in Angleichung an  griech. und lat. ohne ''h'')
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Wortbildungen:'''
[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Elfenbein]:
|'''Adjektive:''' [https://www.dwds.de/wb/elfenbeinartig?o=Elfenbeinartig elfenbeinartig], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinern elfenbeinern], [https://de.wiktionary.org/wiki/elfenbeinfarben elfenbeinfarben]
'''Nomen:''' [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinarbeit Elfenbeinarbeit], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinbüste Elfenbeinbüste], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinexport Elfenbeinexport], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfächer Elfenbeinfächer], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinfarbe Elfenbeinfarbe], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinfigur Elfenbeinfigur], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeingegenstand Elfenbeingegenstand], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeingriff Elfenbeingriff], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhandel Elfenbeinhandel], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinhändler Elfenbeinhändler], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinimitation Elfenbeinimitation], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinjäger Elfenbeinjäger], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkamm Elfenbeinkamm], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinkästchen Elfenbeinkästchen], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinknopf Elfenbeinknopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkopf Elfenbeinkopf], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinkugel Elfenbeinkugel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinlöffel Elfenbeinlöffel],[https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinpalast Elfenbeinpalast], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinporzellan Elfenbeinporzellan], [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinschnitzerei Elfenbeinschnitzerei],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinthron Elfenbeinthron], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Redensart), [https://www.dwds.de/wb/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] , [https://de.wiktionary.org/wiki/Mammutelfenbein Mammutelfenbein], ...
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Namen:'''
|Länder: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeink%C3%BCste Elfenbeinküste] (Land in Afrika)
Pflanzen: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Mannstreu Elfenbein-Mannstreu] (Pflanze), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-R%C3%B6hrling Elfenbeinröhrling] (Pilzart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Schneckling Elfenbeinschneckling] (Pilzart),
Tiere: [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Federlibelle Elfenbein-Federlibelle] (Libellenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbein-Flechtenb%C3%A4rchen Elfenbein-Flechtenbärchen] (Schmetterling), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinm%C3%B6we Elfenbeinmöwe] (Mövenart), [https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinspecht Elfenbeinspecht] (Vogelart), ...
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''sonstiges:'''
|[https://de.wikipedia.org/wiki/Elfenbeinturm Elfenbeinturm] (Metapher), Elfenbeinmuseum in [https://www.schloesser-hessen.de/de/schloss-erbach/elfenbeinmuseum Schloss Erbach]
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Ableitungen:'''
| -
|-
|style="text-align:left;vertical-align:top" |'''Interessantes:'''
| Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon ([https://klexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://klexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]) und im Mini-Klexikon ([https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elefanten Elefant], [https://miniklexikon.zum.de/wiki/Elfenbein Elfenbein]). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe [https://www.kika.de/loewenzahn/videos/suedafrika-elefanten-zwei-100 Löwenzahn].
|}
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''elfen'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen ''bein'' bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort ''elf'' oder ''den'' ''Elfen'' (Fabelwesen) gibt es nicht.
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''elfen'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
[https://www.dwds.de/wb/Elfenbein DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Elfenbein Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01152 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01616 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E03854 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=Elfenbein OWID], [https://www.zdl.org/?q=Elfenbein ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Elfenbein Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Elfenbein wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Elfenbein Wortbedeutung.info]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Elfenbein|zurück zur Wortgeschichte ''Elfenbein'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=emsig=
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:emsig}}</nowiki>
----
__TOC__
== Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Aus dem alten Adjektiv ''emiʒ'' (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -''ig'', zunächst ''emiʒʒig'', später  ''emʒic''. in der Bedeutung ''häufig, eifrig''.
|-
| Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.
|-
|}
== Hinweise zum Wort ''emsig'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
|-style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
| ''Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.''
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
| '''Wortart:''' Adjektiv
'''Worttrennung:''' em-sig
'''Aussprache:''' [ˈɛmzɪç]
|-
|}
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> Das Adjektiv ''emsig'' wird regelhaft gesteigert.:</div>
{| class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 30%" |Grundstufe (Positiv)
! style="width: 30%" |Vergleichsstufe (Komparativ)
! style="width: 40%" |Höchststufe (Superlativ)
|-
|emsig
|emsiger
|am emsigsten
|-
|}
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| '''[[Info - emsig|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''emsig'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
= Info - emsig =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|}
----
__TOC__
== Weiterführende Informationen zum Wort ''emsig'' ==
{|style="width: 100%; vertical-align:top;"
|style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
| <abbr>ahd.</abbr> emiʒʒīg, emeʒʒīg, <abbr>mhd.</abbr> emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
|-style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|-style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| Emsigkeit
|}
== Unikales Morphem ? ==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das Morphem ''ems'' im Adjektiv ''emsig'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= ''Emsigkeit''). Die Grundlage ist die Wortbildung ''ems + ig''. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
|-
|style="width: 3%;text-align:left;"|[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''ems'' ist daher in dieser Bedeutung<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]</br>
== Belege/Quellen ==
[https://www.dwds.de/wb/emsig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/emsig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01209 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E01890 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04194 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=emsig OWID], [https://www.zdl.org/?q=emsig ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/emsig Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=emsig wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/emsig Wortbedeutung.info]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Emsig|zurück zur Wortgeschichte ''emsig'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Engerling=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Aus dem althochdeutschen Wort ''angar'' = ''Made, Larve'' wurde später ''enger'' und dann die Verkleinerungsform ''Engerling''.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Engerling''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Der ''Engerling'' ist die Larve eines Maikäfert
|
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.''
|-
| style="vertical-align:top;"|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' En-ger-ling, En-ger-lin-ge
'''Aussprache:''' [ˈɛŋɐlɪŋ]
|
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
| style="vertical-align:top;"|Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im [https://klexikon.zum.de/wiki/Maik%C3%A4fer Klexikon]. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
| rowspan="2" style="width:15%; vertical-align:top" |[[file:20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG|right|150px]]
|-
|Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.
|-
|}
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In fast allen vier Fällen wird das Grundwort ''Engerling'' verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''s'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein ''e'' angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein ''n'' ergänzt.:</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
! style="width: 14%" |
! style="width: 20%" |
! style="width: 33%" |Singular
! style="width: 33%" |Plural
|-
! style="width: 14%;text-align:left" |1. Fall
! style="width: 20%" |Nominativ
|der Engerling
|die Engerling'''<u>e</u>'''
|-
! style="text-align:left" |2. Fall
!Genitiv
|des Engerling'''<u>s</u>'''
|der Engerling'''<u>e</u>'''
|-
! style="text-align:left" |3. Fall
!Dativ
|dem Engerling
|den Engerling'''<u>en</u>'''
|-
! style="text-align:left" |4. Fall
!Akkusativ
|den Engerling
|die Engerling'''<u>e</u>'''
|-
|}
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| [[Info - Engerling|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Engerling''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
= Info - Engerling =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Engerling''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|<abbr>ie.</abbr> *angu̯(h)- = Schlange, <abbr>ahd.</abbr> angar, <abbr>mhd.</abbr> anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; <abbr>ahd.</abbr> engiring, engirling, <abbr>mhd.</abbr> engerlinc.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Scarabaeoidea], also auch die Larven [https://de.wikipedia.org/wiki/Blatthornk%C3%A4fer Blatthornkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Erdk%C3%A4fer Erdkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Hirschk%C3%A4fer Hirschkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Mistk%C3%A4fer Mistkäfer], [https://de.wikipedia.org/wiki/Rosenk%C3%A4fer Rosenkäfer] und weltweit über 35.000 weitere Arten. ([https://de.wikipedia.org/wiki/Scarabaeoidea Quelle]).
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''enger'' kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als ''Engerling'' ist nicht verwandt mit dem Adjektiv ''eng''.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''enger'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Engerling DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Engerling Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01252 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04446 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/184464 OWID], [https://www.zdl.org/?q=Engerling ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Engerling Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Engerling wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Engerling/ Wortbedeutung.info]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Engerling|zurück zur Wortgeschichte ''Engerling'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=entbehren=
<nowiki>{{DISPLAYTITLE:entbehren}}</nowiki>
entbehrlich, Entbehrung <nowiki>#REDIRECT [[entbehren]]</nowiki>
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__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Das mittelhochdeutsche Verb ''enbern'' ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs ''beran, bern = tragen.'' Die erste Silbe ''en'' ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also ''etwas'' ''nicht tragen'' oder ''etwas nicht bei sich tragen.'' Das, was man ''nicht bei sich tragen'' kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus ''enbern = nicht tragen'' die Bedeutung ''ermangeln'' und ''vermissen'' entwickelt.
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das untergegangene Verb ''beran'' (''bern'') ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
|-
|
*'''''gebären''''', mittelhochdeutsch ''gebern'' = ''zu Ende '''getragen''''', dazu gehört auch das Nomen ''[https://klexikon.zum.de/wiki/Geburt Geburt]''
*'''''Eimer''''', mittelhochdeutsch ''einber'' = ein Behälter, den man mit '''''ein'''er'' Hand '''''tragen''''' kann
*'''''Zuber''', '''zu''' ='' zwei, also ein Behälter, den man mit ''zwei'' Händen '''''tragen''''' muss
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''entbehren''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|etwas oder jemanden vermissen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispiel:'''
|''Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.''
''Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
'''Worttrennung:''' ent-beh-ren
'''Aussprache:''' [ɛntˈbeːʁən]
|-
|}
== Wortformem (Flexion) ==
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
| colspan="2" |
!Gegenwart
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
(Singular)
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 25%" |ich entbehre
| style="width: 25%" |ich entbehrte
| style="width: 25%" |ich habe entbehrt
|-
!2. Person
|du entbehrst
|du entbehrtest
|du hast entbehrt
|-
!3. Person
|er/sie/es entbehrt
|er/sie/es entbehrte
|er/sie/es hat entbehrt
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir entbehren
|wir entbehrten
|wir haben entbehrt
|-
!2. Person
|ihr entbehrt
|ihr entbehrtet
|ihr habt entbehrt
|-
!3. Person
|sie entbehren
|sie entbehrten
|sie haben entbehrt
|-
|}
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
| [[Info - entbehren|'''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''entbehren''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
= Info - entbehren =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''entbehren''==
{| style="width: 100%; "
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|Aus dem Verb ahd. ''beran'', mhd. ''bern'' = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = ''nein, nicht'' (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = ''nicht tragen'' entwickelt. Das ursprüngliche Verb (''beran, bern'') ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. ''in''- und mittelhochdeutsch ''en''- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ''ent''- angepasst worden.
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
([https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren entbehren]):
| Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Entbehrung Entbehrung], [https://www.dwds.de/wb/Entbehrlichkeit Entbehrlichkeit], [https://www.dwds.de/wb/Unentbehrlichkeit Unentbehrlichkeit]
Adjektive: [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehrlich entbehrlich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrt entbehrt], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsreich entbehrungsreich], [https://www.dwds.de/wb/entbehrungsvoll entbehrungsvoll], [https://www.dwds.de/wb/langentbehrt langentbehrt], [https://www.dwds.de/wb/unentbehrlich unentbehrlich]
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''verwandte Wörter:'''
|Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter ''gebären, Geburt, Eimer'' und ''Zuber''. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
|-
!
|
*'''Bürde''' = im übertragenen Sinn ''eine Last tragen'' -  ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
*'''Bahre''' = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
*'''Gebärde''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
*'''gebaren''' = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
*'''gebühren''' (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
|-
!
|Das mittelhochdeutsche Präfix ''en''- (ahd. ''in''-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb ''bern'' in der Bedeutung ''heben, erhaben'' auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: '''''empor''''' (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), '''''empören''''' (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter '''''Berg''''' (* bherg̑os-, <abbr>germ.</abbr> *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und '''''Burg''''' (<abbr>germ.</abbr> *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb ''beran'' verwandt, von '''''Birgit''''' (die Erhabene) und '''''Ingeborg''''' (die Hüterin) bis '''''Augsburg''''' und '''''Wittenberg'''''.
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" | Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb ''beran, ber'' ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ''ber'' nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ''ent-''. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ''ent-'' + ''behr'' abgeleitet.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''behr'' ist in dieser Bedeutung daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/entbehren DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/entbehren Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E01271 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E02069 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E04551 Grimm]), [https://www.owid.de/artikel/125066 OWID], [https://www.zdl.org/?q=entbehren ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/entbehren Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=entbehren wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/entbehren/ Wortbedeutung.info]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[entbehren|'''zurück zur Wortgeschichte ''entbehren''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=erwähnen=
__TOC__
==Wortherkunft ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| rowspan="2" style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
| Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ''ge-wähenen'' = ''sagen, berichten, gedenken'' abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
|-
| Das Verb ''erwähnen'' ist nicht verwandt mit dem Nomen ''Wahn'' und dem hiervon abgeleiteten Verb ''wähnen''.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''erwähnen'' ==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
| a) etwas beiläufig anmerken
b) etwas urkundlich nennen, anführen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.''
b) ''Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Verb
<nowiki>;</nowiki> ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt
'''Worttrennung:''' er-wäh-nen
'''Aussprache:''' [ɛɐ̯ˈvɛːnən]
|-
|}
== Wortformem (Flexion) ==
{| class="wikitable" style="width: 80%; vertical-align:top; font-size: 1.2em; margin:auto"
| colspan="2" |
!Gegenwart
(Präsens)
!1. Vergangenheit
(Präteritum)
!2. Vergangenheit
(Perfekt)
|-
! rowspan="3" style="width:12%" |Einzahl
(Singular)
! style="width: 13%" |1. Person
| style="width: 25%" |ich erwähne
| style="width: 25%" |ich erwähnte
| style="width: 25%" |ich habe erwähnt
|-
!2. Person
|du erwähnst
|du erwähntest
|du hast erwähnt
|-
!3. Person
|er/sie/es erwähnt
|er/sie/es erwähnte
|er/sie/es hat erwähnt
|-
! rowspan="3" |Mehrzahl
(Plural)
!1. Person
|wir erwähnen
|wir erwähnten
|wir haben erwähnt
|-
!2. Person
|ihr erwähnt
|ihr erwähntet
|ihr habt erwähnt
|-
!3. Person
|sie erwähnen
|sie erwähnten
|sie haben erwähnt
|-
|}
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
| '''[[Info - erwähnen|Weiterführende Informationen zum Grundwort ''erwähnen'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
=Info - erwähnen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|}
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__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''erwähnen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
|-
| style="width:15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|<abbr>ahd.</abbr> giwahanen neben giwahan, <abbr>mhd.</abbr> gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt
in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. [https://www.dwds.de/wb/Wahn#etymwb-1 DWDS]); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Bedeutungs-'''
'''Unterschied:'''
|''Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt.'' ''In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat.'' Im ersten Beispiel bedeutet ''erwähnen'', dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
|-
|  style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Wortbildungen:'''
|Adjektivbildungen: [https://www.dwds.de/wb/ersterwähnt ersterwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnenswert erwähnenswert], [https://www.dwds.de/wb/erwähntermaßen erwähntermaßen], [https://www.dwds.de/wb/obenerwähnt obenerwähnt], [https://www.dwds.de/wb/vorerwähnt vorerwähnt], [https://de.wiktionary.org/wiki/unerwähnt unerwähnt], ...
Nomenbildungen: [https://www.dwds.de/wb/Ersterwähnung Ersterwähnung],  [https://www.dwds.de/wb/Nichterwähnung Nichterwähnung], [https://www.dwds.de/wb/Obenerwähnte Obenerwähnte], ...
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen:'''
|Grundwort: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnen erwähnen], Adjektiv: [https://de.wiktionary.org/wiki/erwähnt erwähnt], Nomen: [https://de.wiktionary.org/wiki/Erwähnung Erwähnung]
|}
== Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''wähn'' kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix ''er''- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem ''wähn'' in ''erwähnen'' und ''wähn'' im Verb ''wähnen'' (Grundwort ''Wahn'').
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''wähn'' ist daher<span style="color:green"> '''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen ==
[https://www.dwds.de/wb/erwähnen DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/erw%C3%A4hnen Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=E02122 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=E03726 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=E08969 Grimm]), [https://www.owid.de/suche/wort?wort=erwähnen OWID], [https://www.zdl.org/?q=erwähnen ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/erwähnen Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=erwähnen wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/erwähnen Wortbedeutung.info]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|'''[[Erwähnen|zurück zur Wortgeschichte ''erwähnen'']]'''
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Flederwisch=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|[[file:20260226_Plumeau.jpg|right|x150px]]Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben ''vlederen'' (= flattern) und ''wischen''.
Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch ''federwisch''.
In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Flederwisch''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben
früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.
b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|a) ''Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.''
b) ''Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache:  [ˈfleːdɐˌvɪʃ]
|- style="vertical-align:top;"
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em"> Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein ''e'' ergänzt, im 3. Fall (Dativ) ''en''.</div>
{| class="wikitable" style="width: 75%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 12%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 42%"|Singular
!style="width: 26%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|der Flederwisch
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Flederwisch'''<u>s</u>''', des Flederwisch'''<u>es</u>'''
|der Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
| dem Flederwisch, dem Flederwisch<u>'''e'''</u>
|den Flederwisch'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Flederwisch
|die Flederwisch'''<u>e</u>'''
|-
|}
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Flederwisch| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Flederwisch''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Info - Flederwisch =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Flederwisch''==
{| style="width: 100%;"
|-
| style="width: 15%; text-align:left; vertical-align:top;" |'''Entstehung:'''
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch
'''[https://www.dwds.de/wb/wischen wischen]:''' ahd. ''wisken,'' mhd. wischen, wüschen
|- style="vertical-align:top;"
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Ableitungen und Wortbildungen:'''
|'''[https://www.dwds.de/wb/fledern fledern]:''' hierzu [https://www.dwds.de/wb/Flederbeer Flederbeer], [[Fledermaus]],  [https://www.dwds.de/wb/Fledertier Fledertier], [https://www.dwds.de/wb/zerfledern zerfledern]
'''[https://de.wiktionary.org/wiki/fleddern fleddern]:''' (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. ''vlederen'' abgeleitet), [https://www.dwds.de/wb/zerfleddern zerfleddern], [https://de.wiktionary.org/wiki/Leichenfledderer Leichenfledderer], ...
|-
| style="text-align:left; vertical-align:top;" |'''Interessantes:'''
|Bei [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Wikipedia] ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen ''Handfeger'' oder ''Staubwedel'' beschreibt.
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''fleder'' kommt isoliert im Verb ''fledern'' vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''fleder'' ist daher<span style="color:red"> '''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Flederwisch DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02259 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F05453 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Flederwisch OWID], [https://www.zdl.org/?q=Flederwisch ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Flederwisch Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Flederwisch wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Flederwisch/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Flederwisch Flederwisch]
'''Abbildung:''' [https://de.wiktionary.org/wiki/Flederwisch#/media/Datei:Plumeau.jpg Flederwisch]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Flederwisch|'''zurück zur Wortgeschichte ''Flederwisch''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Firlefanz=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde ''virelai''. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort ''firlifanz'' entstanden. Die Bedeutung ''überflüssiges Zeug'' und ''Unsinn'' hat sich hieraus erst später entwickelt.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Firlefanz''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.''
|- style="vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Fir-le-fanz
'''Aussprache:''' [ˈfɪʁləˌfants]
|-
|}
== Wortformen ==
<div style="font-size:1.2em"> In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein ''es'' angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein ''e'' an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird ''e'' durch ''en'' ersetzt.:</div>
{|class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size: 1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="width: 14%;text-align:left"|1. Fall
!style="width: 20%"|Nominativ
|der Firlefanz
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Firlefanz'''<u>es</u>'''
|der Firlefanz'''<u>e</u>'''
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Firlefanz
|den Firlefanz'''<u>en</u>'''
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|den Firlefanz
|die Firlefanz'''<u>e</u>'''
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Firlefanz| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Firlefanz''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Info - Firlefanz=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Firlefanz''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = ''Gedicht'' und afrz. virelai = ''Ringel-, Reigenlied'' zugrunde. Der zweite Teil des Wortes ''fanz'' könnte von mhd. ''tanz'' abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort ''alefanz'' = ''Schalk, Possen'' liegt.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
| [https://www.dwds.de/wb/Firlefanzerei Firlefanzerei], veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Die Morpheme ''firle'' und ''fanz'' sind daher<span style="color:green"> '''unikale Morpheme'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Firlefanz DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Firlefanz Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de/#0 Wörterbuchnetz] (versch. Wörterbücher, vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=F01441 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=F02013 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=F04549 Grimm]), [https://www.owid.de/service/cosmas/suche/kw?query=Firlefanz OWID], [https://www.zdl.org/?q=Firlefanz ZDL] sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: [https://www.duden.de/rechtschreibung/Firlefanz Duden Online-Wörterbuch], [https://www.wissen.de/search/all?keyword=Firlefanz wissen.de], [https://www.wortbedeutung.info/Firlefanz/ Wortbedeutung.info], [https://de.wikipedia.org/wiki/Firlefanz Wikipedia]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme | Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Firlefanz|'''zurück zur Wortgeschichte ''Firlefanz''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
= garstig =
{{DISPLAYTITLE:garstig}}
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort ''garstig'' beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort geht auf mittelhochdeutsch ''garst'' zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.
Verwandt ist althochdeutsch ''gerstī'' = Hass, Groll.
Ursprünglich bezeichnete ''garstig'' also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''garstig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|1. widerlich, ekelerregend 
2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
'''Worttrennung:''' gars-tig
'''Aussprache:''' [ˈɡaʁstɪç]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''garstig'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|garstig
|garstiger
|am garstigsten
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - garstig| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''garstig''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
= Info - garstig =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|}
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__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''garstig''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. ''gerstī'' = Hass, Groll 
→ mhd. ''garst'' = ranzig, übel riechend 
→ nhd. ''garstig''
Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Garstigkeit Garstigkeit]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
: körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)
Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:
: „faul“ (Geruch → Verhalten) 
: „stinkig“ (Geruch → Stimmung)
Das ältere Wort ''garst'' ist heute nicht mehr gebräuchlich.
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''garst'' im Wort ''garstig'' kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung ''garstig'' vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv ''garstig'' abgeleitet.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''garst'' ist daher ein<span style="color:green"> '''unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/garstig DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/garstig Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00307 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00271 Goethe]), [https://www.zdl.org/?q=garstig ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/garstig Duden-online]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[garstig|'''zurück zur Wortgeschichte ''garstig''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
= Garaus =
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv ''gar'' bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, ''aus'' bedeutete „zu Ende“.
Das Nomen ''Garaus'' entstand aus dem Ausruf ''gar aus''. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.
Die Verbindung ''gar aus'' bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen ''Garaus'' in der Bedeutung ''Ende''.
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung ''jemanden den Garaus machen vor'' und bedeutet ''jemanden töten'', also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.
Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Garaus''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, Neutrum
'''Worttrennung:''' Gar-aus
'''Aussprache:''' [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Garaus'' wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.
</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|das Garaus
|–
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Garaus
|–
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Garaus
|–
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|das Garaus
|–
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Garaus| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Garaus''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
= Info - Garaus =
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Garaus''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|germ. *garwa- → ahd. ''garo'' = fertig, vollständig → mhd. ''gar'' = bereit, vollständig, ganz ; ''gar'' + ''aus'' = zu Ende
Ausruf: ''gar aus'' = vollständig vorbei → Substantivierung: ''das Garaus''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|den Garaus machen (feste Redewendung)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Bedeutungs-'''
'''entwicklung:'''
|Das Wort ''Garaus'' ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
: eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.
Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:
: „jemandem den Garaus machen“ 
Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.
Bei dem Adjektiv ''gar'' hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von ''fertig'' ''gegart'' verengt.
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Wort ''Garaus'' ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv ''gar'' und dem Adverb ''aus''. Das Adjektiv ''gar'' wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv ''gar'' gesehen.
'''Einerseits''': Das Morphem ''gar'' (als Adjektiv ''gar'') kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem gar ist demnach <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |'''Andererseits:''' Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv ''gar'' (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem ''gar'' im Nomen ''Garaus'' gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung ''jemandem oder etwas den Garaus machen'' (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem garaus kann daher auch als <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span> betrachtet werden.
|-
| colspan="2" |Das Adjektiv ''gar'' (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = ''vollständig, gerüstet, bereit gemacht'' hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = ''fertig gekocht, gebraten, gebacken'' etc.
Auch das Morphem ''gar'' in ''Garaus'' hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung ''vollständig, vorbei'' in der Wortgruppe ''gar aus'' ist eine Redewendung entstanden, die auf ''jmdn. oder etw. töten, vernichten'' eingeschränkt ist.
|-
|[[File:Pik-Kreis-blau.jpg]]
|Wenn nur das Morphem ''gar'' isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem ''gar'' bis zur Klärung zunächst als <span style="color:blue">'''unklar'''</span> eingestuft.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Garaus DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Garaus Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] sh. [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00218 Adelung], vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G01053 Grimm-1], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Wander&lemid=G00113 Wander] ([https://de.wikipedia.org/wiki/Wanders_Deutsches_Sprichw%C3%B6rter-Lexikon Sprichwörterlexikon] Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen ''Garaus''), [https://www.zdl.org/?q=Garaus ZDL], [https://de.wikipedia.org/wiki/Garaus Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Garaus Duden-online]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Garaus|'''zurück zur Wortgeschichte ''Garaus''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=gediegen=
{{DISPLAYTITLE:gediegen}}
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort ''gedeihen'' (althochdeutsch ''githīhan'') entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort ''gidigan'', woraus später ''gediegen'' entstand.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Adjektiv kann ''gut und solide'', ''wertvoll'' oder ''sorgfältig bearbeitet'' bedeuten.
In Norddeutschland wird ''gediegen'' umgangssprachlich auch in der Bedeutung ''seltsam'' oder ''eigenartig'' verwendet.
In der Bergmannssprache bezeichnet man mit ''gediegen'' Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also ''rein'' sind.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''gediegen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
'''Worttrennung:''' ge-die-gen
'''Aussprache:''' [ɡəˈdiːɡn̩]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''gediegen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.
</div>
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|style="width: 26%"|gediegen
|style="width: 37%"|gediegener
|style="width: 37%"|am gediegensten
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - gediegen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gediegen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
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=Info - gediegen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''gediegen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ahd. ''gidigan'', mhd. ''gedigen''; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. ''githīhan'', mhd. ''gedīhen'' = gedeihen
Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Gediegenheit, gediegenerweise
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|In der Bergmannssprache spricht man von ''gediegenem Gold'' oder ''gediegenem Silber'', wenn das Metall in reiner Form vorkommt.
Regional kann ''gediegen'' auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''dieg'' kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ''ge''- im Adjektiv ''gediegen.''
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''dieg'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/gediegen DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/gediegen Wiktionary],  [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00649 Adelung], [https://ewa.saw-leipzig.de/articles/53390/de#84470 EWA], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G00867 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03551 Grimm]),  [https://www.zdl.org/?q=gediegen ZDL],  [https://de.wikipedia.org/wiki/gediegen Wikipedia],  [https://www.duden.de/rechtschreibung/gediegen Duden-online]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gediegen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gediegen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=gedunsen=
{{DISPLAYTITLE:gedunsen}}
Weiterleitung einrichten #Redirekt[[aufgedunsen]]
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv ist vom ausgestorbenen althochdeutschen Verb ''dinsan'' = ''ziehen, zerren, schleppen'' abgeleitet.
Aus der Wortgruppe ''sich dinsen'' entwickelte sich die Bedeutung ''sich ausdehnen''. Daraus entstand später das heute selten gebrauchte Wort ''gedunsen''.
Im Mittelalter lautete die Form zunächst ''githinsan''. Später entwickelte sich daraus ''gedunsen''.
Wenn etwas ''aufgedunsen'' ist, dann ist es geschwollen oder ausgedehnt.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Grundwort ''dinsen'' wird heute nicht mehr gebraucht. Man sagt auch: ''Das Wort ist ausgestorben.''
Auch die Ableitung ''gedunsen'' kommt heute nur noch selten vor. Häufiger verwendet man das Wort ''aufgedunsen''.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Fremd.jpg | 120px | link=Frau Fremd|Frau Fremd]]
|Englisch: swollen, puffed up
Französisch: gonflé
Lateinisch: tumidus
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''gedunsen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|geschwollen, ausgedehnt, aufgetrieben
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Nach dem Stich war seine Hand ganz gedunsen.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
'''Worttrennung:''' ge-dun-sen
'''Aussprache:''' [ɡəˈdʊnzən]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''gedunsen'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden heute kaum verwendet.
</div>
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 30%"|Positiv
!style="width: 30%"|Komparativ
!style="width: 40%"|Superlativ
|-
|style="width: 26%"|gedunsen
|style="width: 37%"|gedunsener
|style="width: 37%"|am gedunsensten
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - gedunsen| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''gedunsen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
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=Info - gedunsen=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''gedunsen''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *tens = hin und herziehen
got. ''at-þinsan'' = heranziehen
ahd. ''thinsan'', ''dinsan'', mhd. ''dinsen'' = ziehen, zerren, schleppen
8. Jh. ahd. ''thinsan''; 9. Jh. ''githinsan'', später ''gedunsen''
15. Jh. ''aufdinsen'', ''aufdunsen'', später ''aufgedunsen''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|aufgedunsen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|Dunst, gedunsen wirken
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das ursprüngliche Verb ''dinsen'' ist ausgestorben. Erhalten blieb das alte Morphem nur noch in wenigen Wörtern wie ''gedunsen'' oder ''aufgedunsen''.
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''duns'' beziehungsweise die ältere Form ''dins'' kommt heute nicht mehr selbstständig vor. Es erscheint fast nur noch in den Wörtern ''gedunsen'' und ''aufgedunsen''.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''duns'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
| colspan="2" |Das Präfix ''ge-'' kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''ge-'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/gedunsen DWDS], 
[https://de.wiktionary.org/wiki/gedunsen Wiktionary], 
[https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz], 
[https://www.zdl.org/?q=gedunsen ZDL], 
[https://www.duden.de/rechtschreibung/gedunsen Duden-online]
gedunsen: 
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00825 AWb], 
[https://awb.saw-leipzig.de/?sigle=AWB&lemid=D00829 AWb-2], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=D00448 BMZ], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00667 Adelung], 
[https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G03660 Grimm]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[gedunsen|'''zurück zur Wortgeschichte ''gedunsen''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Gefahr=
<div style="color:red">Frage: Autofahren ist gefährlich - Stimmt das? Was hat Gefahr / gefährlich mit fahren zu tun?</div>
----
= geheuer (Wortgruppe) =
{{DISPLAYTITLE:geheuer (Wortgruppe)}}
__TOC__
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Adjektiv ''geheuer'' geht zurück auf das althochdeutsche Wort ''hiuri'' = freundlich, lieblich. Dieses alte Adjektiv gibt es heute nicht mehr. Man sagt auch es ist ausgestorben. Dagegen ist das hiervon abgeleitete Adjektiv mit der Vorsilbe ge- (althochdeutsch ''gihiuri'') bis heute erhalten.
|-
| rowspan="2" style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Von dem Adjektiv ''geheuer'' sind die Adjektive ''ungeheuer'' und ''ungeheuerlich'' sowie das Nomen ''Ungeheuer'' abgeleitet.
|-
|Auf dieser Seite erfährst du etwas über diese vier Wörter, wie sie entstanden sind und was sie heute bedeuten.
|-
|}
== geheuer ==
===Wortherkunft===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Adjektiv ''geheuer'' bedeutet heute meist ''vertraut'' oder ''nicht bedrohlich''. Häufig verwendet man es in der Verneinung: ''Das ist mir nicht geheuer.'' Gemeint ist dann: ''Das erscheint mir unheimlich oder verdächtig.''
Von ''geheuer'' ist auch das Gegenwort ''ungeheuer'' abgeleitet.
|-
|}
=== Hinweise zum Wort ''geheuer'' ===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|vertraut, sicher, angenehm; meist in der Verneinung: unheimlich oder verdächtig
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der dunkle Keller war mir nicht geheuer.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
'''Worttrennung:''' ge-heu-er
'''Aussprache:''' [ɡəˈhɔɪ̯ɐ]
|-
|}
===Wortformen===
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort '''''geheuer''''' ist ein Adjektiv. Hiervon werden keine Vergleichsformen gebildet.
</div>
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!style="width: 33%"|Positiv
!style="width: 33%"|Komparativ
!style="width: 34%"|Superlativ
|-
|geheuer
| -
| -
|-
|}
==ungeheuer==
__TOC__
===Wortherkunft===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Adjektiv ''ungeheuer'' kann sehr verschiedene Bedeutungen haben. Es kann ''riesig'', ''außerordentlich groß'' oder ''sehr stark'' bedeuten. Früher bedeutete es auch ''unheimlich'' oder ''grauenhaft''. Diese ältere Bedeutung steckt noch im Nomen ''das Ungeheuer''.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Im Mittelater hieß das Wort ''ungihiuri''. Später entwickelte sich daraus das mittelhochdeutsche ''ungehiure'' und schließlich unser heutiges ''ungeheuer''.
Das Wort ''ungeheuer'' ist aus dem älteren Adjektiv ''geheuer'' entstanden. Dieses bedeutete ursprünglich ''vertraut'', ''freundlich'' oder ''anheimelnd''.
Durch die Vorsilbe ''un-'' entstand daraus das Gegenteil: ''nicht geheuer'', also ''unheimlich'', ''fremd'' oder ''bedrohlich''.
|-
|}
===Hinweise zum Wort ''ungeheuer''===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|sehr groß, gewaltig; früher auch: unheimlich oder schrecklich
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsätze:'''
|''Der Sturm richtete ungeheuren Schaden an.''
''Durch die Verfassungsreform hat der Präsident nun ungeheure Macht.''
''Er übte mit ungeheurem Fleiß, um am internationalen Wettbewerb teilnehmen zu können.''
''Die Schneelawine zerstörte mit ungeheurer Wucht das kleine Dorf.''
''Der neue Bahnhof verschlang eine ungeheure Menge Geld.''
|-
|
|In Verbindung mit Verben und Adjektiven hat ''ungeheuer'' auch eine verstärkende Funktion im Sinne von ''sehr''.
''Die Aufgabe ist ungeheuer schwierig.'' ''Er ist ungeheuer fleißig.''
''Über dieses Geschenk wird sie sich ungeheuer freuen.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
'''Worttrennung:''' un-ge-heu-er
'''Aussprache:''' [ˌʊnɡəˈhɔɪ̯ɐ]
|-
|}
===Wortformen===
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''ungeheuer'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelhaft gebildet.
</div>
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!Positiv
!Komparativ
!Superlativ
|-
|style="width: 26%"|ungeheuer
|style="width: 34%"|ungeheurer
|style="width: 40%"|am ungeheuersten
|-
|}
==ungeheuerlich==
===Wortherkunft===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Adjektiv ''ungeheuerlich'' bedeutet ''schrecklich'', ''empörend'' oder ''kaum vorstellbar''. Oft beschreibt man damit etwas, das Menschen als sehr schlimm oder unerhört empfinden.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das Wort ''ungeheuerlich'' ist vom älteren Adjektiv ''ungeheuer'' abgeleitet. Dieses bedeutete ursprünglich ''unheimlich'', ''fremd'' oder ''bedrohlich''.
Schon im Mittelhochdeutschen gab es die Form ''ungehiurlīche''. Daraus entwickelte sich unser heutiges Wort ''ungeheuerlich''.
Die Endung ''-lich'' bildet im Deutschen häufig Adjektive.
|-
|}
===Hinweise zum Wort ''ungeheuerlich''===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|schrecklich, empörend, unfassbar
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Das war eine ungeheuerliche Behauptung.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Adjektiv
'''Worttrennung:''' un-ge-heu-er-lich
'''Aussprache:''' [ˌʊnɡəˈhɔɪ̯ɐlɪç]
|-
|}
===Wortformen===
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''ungeheuerlich'' ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelhaft gebildet.
</div>
{|class="wikitable" style="width: 50%; vertical-align:top;font-size: 1.2em; margin:auto"
|-
!Positiv
!Komparativ
!Superlativ
|-
|style="width: 26%"|ungeheuerlich
|style="width: 34%"|ungeheuerlicher
|style="width: 40%"|am ungeheuerlichsten
|-
|}
==Ungeheuer==
===Wortherkunft===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Ein ''Ungeheuer'' ist ein schreckliches oder riesiges Wesen. In Märchen und Sagen sind Ungeheuer oft gefährliche Monster oder Drachen.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Im Mittelalter hieß das Wort ''ungihiuri''. Daraus entwickelte sich später das mittelhochdeutsche ''ungehiure'' und schließlich unser heutiges Wort ''Ungeheuer''. Das Wort ''Ungeheuer'' gehört zur Wortfamilie von ''geheuer''. Dieses alte Wort bedeutete ursprünglich ''vertraut'', ''freundlich'' oder ''anheimelnd''.
Durch die Vorsilbe ''un-'' entstand die gegenteilige Bedeutung: ''nicht geheuer'', also ''fremd'', ''unheimlich'' oder ''bedrohlich''.
|-
|}
===Hinweise zum Wort ''Ungeheuer''===
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|ein schreckliches, bedrohliches oder riesiges Wesen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Im Märchen bewachte ein Ungeheuer den Schatz.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Un-ge-heu-er
'''Aussprache:''' [ˈʊnɡəˌhɔɪ̯ɐ]
|-
|}
===Wortformen===
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Ungeheuer'' ist ein Nomen sächlichen Geschlechts.
</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|das Ungeheuer
|die Ungeheuer
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Ungeheuers
|der Ungeheuer
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Ungeheuer
|den Ungeheuern
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|das Ungeheuer
|die Ungeheuer
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - geheuer (Wortgruppe)| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''geheuer (Wortgruppe)''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
=Info - geheuer (Wortgruppe)=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[geheuer (Wortgruppe)|'''zurück zur ''Wortgruppe geheuer''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zur Wortgruppe ''geheuer''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 12%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *k̑(e)iu̯, germ. *hī̌w-, ahd. ''hīrāt'' =''Hausstand''; davon abgeleitet auch ''Heirat'' und ''Heim''.
Heirat: ahd. hīrāt, mhd. hīrāt, zuerst ''Hausstand'', danach (11. Jh.) ''Vermählung''
Heim: ahd. heima, mhd. heim = ursprünglich ''Lager'', nach dem Mittelalter in der heutigen Bedeutung: ''Wohnstätte, Haus''
heuer: ahd. ''hiuri'' = freundlich, lieblich
'''geheuer:''' mhd. ''gehiure'' = ursprünglich bedeutete das Adjektiv: ''zum Haushalt, Hauswesen gehörig''; daraus entwickelte sich dann zunächst die Bedeutung ''vertraut, angenehm'' und hieraus später ''angenehm, lieblich, trefflich''; heute wird ''geheuer'' in der Regel verneinend gebraucht, also ''nicht geheuer'' = ''nicht angenehm, nicht lieblich, nicht zutreffend''
'''ungeheuer:''' 8. Jh. ahd. ''ungihiuri'', mhd. ''ungehiure'' = unnatürlich, missgestaltet
'''ungeheuerlich:''' 11. Jh. mhd. ''ungehiurlīche'' = schrecklich, fremd, unvorstellbar
'''das Ungeheuer:''' 8. Jh. ahd. ''ungihiuri'', mhd. ''ungehiure'' = Unhold, Scheusal
|- style="vertical-align:top;"
|'''Häufigkeit'''
|Vergleicht man die Wörter in verschiedenen Textquellen, so kommt das Adjektiv ''ungeheuer'' (vor allem in seiner verstärkenden Bedeutung ''sehr'') mit Abstand am häufigsten vor. Im Textkorpus der deutschen Gegenwartssprache (DWDS) sind die Nennungen:
:* geheuer = 3 Prozent
:* geheuerlich = 0,01 Prozent
:* ungeheuer = 62 Prozent
:* ungeheuerlich = 15 Prozent
:* Ungeheuer = 20 Prozent (davon 6 Prozent Wortbildungen)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Fischungeheuer Fischungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Flugungeheuer Flugungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Kopfballungeheuer Kopfballungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Landungeheuer Landungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Luftungeheuer Luftungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Meeresungeheuer Meeresungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Meerungeheuer Meerungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Riesenungeheuer Riesenungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Satzungeheuer Satzungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Seeungeheuer Seeungeheuer], [https://de.wiktionary.org/wiki/Sumpfungeheuer Sumpfungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Tierungeheuer Tierungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Waldungeheuer Waldungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Wasserungeheuer Wasserungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/Wortungeheuer Wortungeheuer], [https://de.wiktionary.org/wiki/Ungeheuerlichkeit Ungeheuerlichkeit]
|- style="vertical-align:top;"
|-
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''heuer'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. Wortbildungen erscheinen fast nur zusammen mit dem Präfix ''ge-'' oder ''unge-''.
|-
| colspan="2" |Das zugrunde liegende Adjektiv ''hiuri'' ist nicht verwandt mit dem süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Adverb ''heuer'' = ''in diesem Jahr''.
Auch das Nomen ''Heuer'' = ''Lohn der Seeleute'' gehört nicht zu dieser Wortfamilie.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''heuer'' ist daher in der Bedeutung ''geheuer'' <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Ungeheuer Ungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/ungeheuer ungeheuer], [https://www.dwds.de/wb/ungeheuerlich ungeheuerlich]
'''geheuer:''' [https://www.dwds.de/wb/geheuer DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/geheuer Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00867 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G01189 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G04963 Grimm]), [https://fwb-online.de/lemma/geheuer.s.4adj Frühneuhochdeutsch], [https://www.zdl.org/?q=geheuer ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/geheuer Duden-online]
'''ungeheuer:''' [https://www.dwds.de/wb/ungeheuer DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/ungeheuer Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=U00801 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=U06944 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=ungeheuer ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/ungeheuer Duden-online]
'''Ungeheuer:''' [https://www.dwds.de/wb/Ungeheuer DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Ungeheuer Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=U00802 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=U06945 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=Ungeheuer ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Ungeheuer Duden-online]
'''ungeheuerlich:''' [https://www.dwds.de/wb/ungeheuerlich DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/ungeheuerlich Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=U06952 Grimm]), [https://www.zdl.org/?q=ungeheuerlich ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/ungeheuerlich Duden-online]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[geheuer (Wortgruppe)|'''zurück zur ''Wortgruppe geheuer''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Gekröse=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das mittelhochdeutsche Wort ''gekrœse'' bedeutete ''kleines Gedärm''. Es ist vom mittelhochdeutschen Adjektiv ''krus'' = ''gedreht, gekrümmt'' abgeleitet und bedeutete ursprünglich also ''das Krause'' oder ''das Gedrehte''.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort bedeutete also ursprünglich ''kraus'' oder ''gedreht''. Deshalb konnte es später verschiedene Dinge bezeichnen:
a) In der Anatomie nennt man die Falten im Bauchraum ''Gekröse.'' Diese umgeben die inneren Organe und halten halten sie zusammen. Diese Falten sehen auf den ersten Eindruck ziemlich ''kraus'' und ''wirr'' aus.
b) In der Medizin bezeichnet ''Gekröse'' die Eingeweide oder Innereien von Menschen und Tieren. Der Darm ist stark gewunden und gedreht, daher dieser Name.
[[file:Bi-W-G Portrait Confused With Johannes Kepler 1610.jpg|right|x150px]]
c) In der Gastronomie nennt man essbare Innereien, besonders von Rindern oder Lämmern, ebenfalls ''Gekröse''.
d) Früher bezeichnete man auch eine kraus gefaltete Halskrause als ''Gekröse''. Auch diese sieht ''kraus'' und ''gedreht'' aussah. Dieses Kleidungsstück ist aus der Mode gekommen. Du findest es nur noch auf alten Bildern. Auf dem rechten Bild siehst du eine solche Halskrause.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Gekröse''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|Eingeweide, Darmgekröse oder Innereien
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der Arzt untersuchte das Gekröse des Patienten.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen
'''Worttrennung:''' Ge-krö-se
'''Aussprache:''' [ɡəˈkʁøːzə]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Gekröse'' ist ein Nomen sächlichen Geschlechts. Es wird meist nur im Singular verwendet.
</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|das Gekröse
|die Gekröse
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Gekröses
|der Gekröse
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Gekröse
|den Gekrösen
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|das Gekröse
|die Gekröse
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Gekröse| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Gekröse''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Info - Gekröse=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gekröse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gekröse''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Gekröse''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|<abbr>germ.</abbr> *kruzla,  <abbr>ahd.</abbr> krul, <abbr>mhd.</abbr> krol = kraus, lockig
mhd. ''krus'' = gedreht, gekrümmt, kraus
mhd. ''gekrœse'' = kleines Gedärm; ürsprünglich also ''das Gedrehte'' oder ''das Krause''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|Darmgekröse, [https://www.dwds.de/wb/Kalbsgekr%C3%B6se Kalbsgekröse]
veraltet: [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06216 gekröselt], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00992 Gekrösader], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00993 Gekrösdrüse], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02074 Gekrösentzündung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06217 Gekrösfell], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02076 Gekrösgeflecht], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02077 Gekröshaut], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06218 Gekrösmantel], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06219 Gekröspulsader], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=Campe&lemid=G02079 Gekrösschlagader]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Grundwort:'''
|[https://de.wiktionary.org/wiki/Kr%C3%B6se Kröse], [https://www.dwds.de/wb/kr%C3%B6seln kröseln]; [https://www.dwds.de/wb/Kr%C3%B6selzange Kröselzange], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Kroeseeisen Kröseeisen], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=K14836 Kröseldorn] (Krausbeere)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''Gekröse'' wurde früher auch für die gefaltelte Halskrause verwendet, weil diese stark gekräuselt war.
In der heutigen Alltagssprache wird das Wort meist nur noch in der Medizin oder Fachsprache verwendet.
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''kröse'' kommt im heutigen Sprachgebrauch als Nomen in einigen Dialekten, als Fachbegriff (Küfer, Glaser) und als Adjektiv ''kröseln'' vor. Demnach kommt das Morphem nicht isoliert und auch in verschiedenen Wortbildungen vor.
|-
| colspan="2" |Es gibt keinen etymologischen- oder Bedeutungszusammenhang zum Verb [https://www.dwds.de/wb/dwb/krosen ''krosen''], dem Nomen [https://www.dwds.de/wb/dwb/kros ''Kros''/''Krös''] und dem Eigennamen [https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%B6sus ''Krösus''].
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-rot.jpg]]
|Das Morphem ''krös'' ist daher <span style="color:red">'''kein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
Gekröse: [https://www.dwds.de/wb/Gekröse DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Gekröse Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] ([https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G00991 Adelung], [https://bdo.badw.de/suche?lemma=Gekr%C3%B6se&stichwort=&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;exact&#x5D;=1 BDO], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=K01671 BMZ], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G06215 Grimm], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=K16970 RhWb], ), [https://www.zdl.org/?q=Gekröse ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Gekroese Duden-online]
Kröse: [https://www.dwds.de/wb/Kröse DWDS],  [https://de.wiktionary.org/wiki/Kröse Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz],  ([https://bdo.badw.de/suche?lemma=Kr%C3%B6se&stichwort=&options&#x5B;case&#x5D;=1&options&#x5B;exact&#x5D;=1 BDO], [https://woerterbuchnetz.de/?sigle=BMZ&lemid=K01670 BMZ], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=K14831 Grimm]), [https://digital.idiotikon.ch/idtkn/id3.htm#!page/30859/mode/1up Idiotikon] (Chrȫs, Grȫsch, Chrȫsch), [https://www.kruenitz1.uni-trier.de/xxx/k/kk07368.htm Krünitz], [https://www.zdl.org/?q=Kr%C3%B6se ZDL], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Kroese Duden-online]
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gekröse|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gekröse''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Gelichter=
__TOC__
==Wortherkunft==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
|-
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Wort.jpg | 120px | link=Herr Wort|Herr Wort]]
|Das Wort ''Gelichter'' bezeichnet heute meistens eine Gruppe von Menschen, über die man sich ärgert oder schlecht denkt. Gemeint ist oft Gesindel oder eine unangenehme Menschengruppe.
|-
| style="vertical-align:top;" |[[file:Bi-GO-Alt.jpg | 120px | link=Herr Alt|Herr Alt]]
|Das war früher ganz anders. Da hatte das Nomen ''Gelichter'' eine eher positive Bedeutung.
Im Mittelalter gab es das Wort ''lehtar''. Es bedeutete ''Lager, Bett''. Mit der Vorsilbe ''ge''- entstand hieraus ''gelihter.''
Aus der Bedeutung ''Menschen, die aus dem gleichen Lager kommen'' entstand die Bedeutung ''Menschen mit übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht.'' Ab dem 17. Jahrhundert verschob sich die Bedeutung zunehmend ins negative. Heute bedeutete das Nomen ''Gesindel'' und wird umgangssprachlich eher als Schimpfwort und beleidigend verwendet.
|-
|}
==Hinweise zum Wort ''Gelichter''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top; font-size: 1.2em"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" |'''Bedeutung:'''
|abwertend: eine als schlecht oder unangenehm angesehene Gruppe von Menschen; Gesindel
|- style="vertical-align:top;"
|'''Beispielsatz:'''
|''Der alte Mann wollte mit diesem lauten Gelichter nichts zu tun haben.''
''Nachts treiben sich im Park allerlei Gelichter herum.''
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortinfo:'''
|'''Wortart:''' Nomen, Neutrum
'''Worttrennung:''' Ge·lich·ter
'''Aussprache:''' [ɡəˈlɪçtɐ]
|-
|}
==Wortformen==
<div style="font-size:1.2em">
Das Wort ''Gelichter'' wird meist nur im Singular verwendet. Es bezeichnet häufig eine Menschengruppe als Gesamtheit.
</div>
{| class="wikitable" style="width: 60%; vertical-align:top;margin:auto; font-size:1.2em"
!style="width: 14%"|
!style="width: 20%"|
!style="width: 33%"|Singular
!style="width: 33%"|Plural
|-
!style="text-align:left"|1. Fall
!Nominativ
|das Gelichter
|die Gelichter
|-
!style="text-align:left"|2. Fall
!Genitiv
|des Gelichters
|der Gelichter
|-
!style="text-align:left"|3. Fall
!Dativ
|dem Gelichter
|den Gelichtern
|-
!style="text-align:left"|4. Fall
!Akkusativ
|das Gelichter
|die Gelichter
|-
|}
</br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Info - Gelichter| '''Weiterführende Informationen zum Grundwort ''Gelichter''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Info - Gelichter=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gelichter|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gelichter''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''Gelichter''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|ie. *legh- = (sich) legen, liegen; lat. ''lectus'' = Lagerstatt, Bett
:⇒ ahd. ''lehtar'' = Lager (9. Jh.)
::⇒ ahd. ''gilehtar'' = Gebärmutter, eigentlich: Ort, wo das Kind liegt (ca. 10. Jh.)
:::⇒ mhd. ''gelihter'' = Menschen übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht (ca. 14. Jh.)
::::⇒ nhd. ''Gelichter'' = Menschengruppe
:::::⇒ später abwertend: Gesindel (ab 17. Jh.)
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|[https://www.dwds.de/wb/Diebsgelichter Diebsgelichter] / [https://www.dwds.de/wb/Diebsgelichter Diebesgelichter]
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
| -
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort hatte ursprünglich keine negative Bedeutung. Erst im Laufe der Sprachgeschichte wurde daraus ein Schimpfwort für eine als unangenehm empfundene Menschengruppe.
|}
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''licht(er)'' kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor. Ein etymologischer oder Bedeutungszusammenhang zum Nomen ''Licht'' besteht nicht.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''licht(er)'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top | Seitenanfang]]<br>
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/Gelichter DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/Gelichter Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01146 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G07088 Grimm], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G01707 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=G01678 PfWb], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=L03826 RhWb]), [https://www.zdl.org/?q=Gelichter ZDL]; [https://de.wikipedia.org/wiki/Gelichter Wikipedia], [https://www.duden.de/rechtschreibung/Gelichter Duden-online] (nicht werbefrei)
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[Gelichter|'''zurück zur Wortgeschichte ''Gelichter''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__
----
=Info - genau=
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[genau|'''zurück zur Wortgeschichte ''genau''''']]
|}
----
__TOC__
==Weiterführende Informationen zum Wort ''genau''==
{| style="width: 100%; vertical-align:top;"
| style="width: 15%; vertical-align:top;" | '''Entstehung:'''
|'''Verb:''' ahd. ''hniuwan'', ''(h)nūwan'' (9. Jh.) = stoßen, glattmachen; mhd. ''niuwen'', ''nūwen'' = zerstoßen, zerreiben
:⇒ '''Adjektiv:''' mhd. ''nouwe'', ''nou'' = eng, knapp, sorgfältig
::⇒ Wortbildung mit Präfix ''ge-'': mhd. ''genou'', ''genouwe'' = genau, sorgfältig
:::⇒ '''Adverb/Partikel:''' nhd. ''genau'' = exakt, zustimmend oder als Gesprächswort
|- style="vertical-align:top;"
|'''Wortbildungen:'''
|sh. Kap. Wortbildungen
|- style="vertical-align:top;"
|'''Ableitungen:'''
|Genauigkeit, genauestens
|- style="vertical-align:top;"
|'''Interessantes:'''
|Das Wort ''genau'' hatte ursprünglich die Bedeutung ''eng'' oder ''knapp''. Daraus entwickelte sich später die heutige Bedeutung ''präzise'' oder ''sorgfältig''. Wenn etwas ganz genau passt, bleibt kein Spielraum mehr.
|}
==Wortbildungen==
<div style="font-size: 1.2em">
'''''genau'' als Erstglied'''
</div>
Als '''Bestimmungswort (Erstglied)''' kommt das Adjektiv ''genau'' nur in den Wortbildungen ''genauso'' und ''genaugenommen''. Beim Adjektiv ''genaugenommen'' ist auch die Getrenntschreibung möglich. Diese wird von vielen Wörterbüchern auch empfohlen, so z. B. vom [https://www.duden.de/rechtschreibung/genau_genommen Dudenverlag].
<div style="font-size: 1.2em">
'''''genauso'' als Mehrwortausdruck'''
</div>
Früher wurden Wortbildungen mit ''genauso'' zusammengeschrieben. Nach der Rechtschreibreform (1996) werden diese als Mehrwortausdrücke getrennt geschrieben. Dazu gehören: [https://www.dwds.de/wb/genauso_gut genauso gut], [https://www.dwds.de/wb/genauso_häufig genauso häufig], [https://www.dwds.de/wb/genauso_lang genauso lang], [https://www.dwds.de/wb/genauso_oft genauso oft], [https://www.dwds.de/wb/genauso_schnell genauso schnell], [https://www.dwds.de/wb/genauso_sehr genauso sehr], [https://www.dwds.de/wb/genauso_viel genauso viel], [https://www.dwds.de/wb/genauso_weit genauso weit], [https://www.dwds.de/wb/genauso_wenig genauso wenig]
<div style="font-size: 1.2em">
'''''genau'' als Letztglied'''
</div>
Das Adjektiv ''genau'' ist als Letztglied (Grundwort) in Wortbildungen sehr produktiv. Die Wortbildungen können verschiedenen Bedeutungsgruppen zugeordnet werden:
'''Gruppe A: Objektive Präzision:''' Hier geht es um messbare Genauigkeit.
:1. Maß- und Mengengenauigkeit - Genauigkeit bei Längen-, Gewichts-, Geld- oder Mengenangaben
:2. Zeitliche Genauigkeit - Genauigkeit bezogen auf Zeitpunkte oder Zeiträume
:3. Räumliche / technische Präzision - Genauigkeit bei Passung, Technik oder Bewegung
:4. Ziel- und Treffergenauigkeit - Genauigkeit beim Erreichen eines Zieles oder Ergebnisses
:5. Rhythmus- und Ablaufgenauigkeit - Genauigkeit bezogen auf Rhythmus, Ablauf oder Synchronität
'''Gruppe B: Subjektive oder übertragene Präzision:''' Hier beschreibt ''genau'' eher eine bewertete Genauigkeit.
:1. Inhaltliche / sprachliche Genauigkeit - Exaktheit in Sprache, Darstellung oder Beschreibung
:2. Verstärkende oder wertende Bildungen - ''genau'' im Sinne von ''übertrieben exakt'' oder ''äußerst präzise''
:3. Gegenbegriff / Negation - fehlende Präzision
Die folgende Tabelle listet einige Beispielwörter auf und ordnet sie diesen Bedeutungsgruppen zu. Zu einigen Wortbildungen gibt es auch ein Nomen mit dem Suffix ''-igkeit''. Diese sind in der spalte 3 aufgeführt. Die Wörter sind mit dem [https://www.dwds.de/wb/ Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS)] verlinkt. Dort findest du weiterführende Informationen.
{| class="wikitable sortable mw-collapsible mw-collapsed" style="width: 100%; margin:auto"
|+Wortbildungen mit ''genau'' als Grundwort
! style="width: 10%" |Gruppe
! style="width: 20%" |Grundwort
! style="width: 20%" |Nomen
! style="width: 50%" |Bedeutung
|-
|B1
|[https://www.dwds.de/wb/bildgenau bildgenau]
| -
|mit einem Bild exakt übereinstimmend; bildlich sehr präzise
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/centgenau centgenau]
| -
|auf den Cent genau
|-
|B1
|[https://www.dwds.de/wb/detailgenau detailgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Detailgenauigkeit Detailgenauigkeit]
|bis ins Einzelne genau
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/ganggenau ganggenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Ganggenauigkeit Ganggenauigkeit]
|einen gleichmäßigen, exakten Gang aufweisend
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/grammgenau grammgenau]
| -
|auf das Gramm genau
|-
|B2
|[https://www.dwds.de/wb/haargenau haargenau]
| -
|ganz genau, äußerst genau
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/hochgenau hochgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Hochgenauigkeit Hochgenauigkeit]
|sehr präzise
|-
|B2
|[https://www.dwds.de/wb/hypergenau hypergenau]
| -
|übertrieben genau; extrem präzise
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/kilometergenau kilometergenau]
| -
|auf den Kilometer genau
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/maßgenau maßgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Maßgenauigkeit Maßgenauigkeit]
|genau passend; exakt nach Maß
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/metergenau metergenau]
| -
|auf den Meter genau
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/metergenau metergenau]
| -
|auf den Meter genau
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/millimetergenau millimetergenau]
| -
|äußerst präzise; auf den Millimeter genau
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/minutengenau minutengenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Minutengenauigkeit Minutengenauigkeit]
|auf die Minute genau
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/passgenau passgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Passgenauigkeit Passgenauigkeit]
|exakt passend
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/pfenniggenau pfenniggenau]
| -
|übertrieben genau im Rechnen
|-
|A4
|[https://www.dwds.de/wb/punktgenau punktgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Punktgenauigkeit Punktgenauigkeit]
|exakt zutreffend; genau passend
|-
|A3
|[https://www.dwds.de/wb/quarzgenau quarzgenau]
| -
|so genau wie eine Quarzuhr; äußerst präzise
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/sekundengenau sekundengenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Sekundengenauigkeit Sekundengenauigkeit]
|auf die Sekunde genau
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/stundengenau stundengenau]
| -
|auf die Stunde genau
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/tagesgenau tagesgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Tagesgenauigkeit Tagesgenauigkeit]
|auf den Tag genau
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/taggenau taggenau]
| -
|auf den Tag genau
|-
|A5
|[https://www.dwds.de/wb/taktgenau taktgenau]
| -
|genau im Takt
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/termingenau termingenau]
| -
|genau zum festgesetzten Termin
|-
|A4
|[https://www.dwds.de/wb/treffgenau treffgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Treffgenauigkeit Treffgenauigkeit]
|genau zutreffend
|-
|B2
|[https://www.dwds.de/wb/übergenau übergenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Übergenauigkeit Übergenauigkeit]
|pedantisch genau
|-
|B3
|[https://www.dwds.de/wb/ungenau ungenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Ungenauigkeit Ungenauigkeit]
|nicht genau
|-
|B1
|[https://www.dwds.de/wb/wortgenau wortgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Wortgenauigkeit Wortgenauigkeit]
|genau im Wortlaut
|-
|A2
|[https://www.dwds.de/wb/zeitgenau zeitgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Zeitgenauigkeit Zeitgenauigkeit]
|zeitlich exakt
|-
|A1
|[https://www.dwds.de/wb/zentimetergenau zentimetergenau]
| -
|auf den Zentimeter genau
|-
|A4
|[https://www.dwds.de/wb/zielgenau zielgenau]
|[https://www.dwds.de/wb/Zielgenauigkeit Zielgenauigkeit]
|genau auf ein Ziel gerichtet
|-
|A4
|[https://www.dwds.de/wb/zielgruppengenau zielgruppengenau]
| -
|genau auf eine Zielgruppe abgestimmt
|-
|}
==Rechtschreibung==
<div style="font-size:1.2em">
1. ''genauso / genau so''
</div>
Das Adverb ''genauso'' wird zusammengeschrieben, wenn die Betonung auf ''genau'' liegt. Beispiel: ''Er kann genauso gut erzählen wie er schreibt. Meine Schule ist genauso weit entfernt wie das Haus meiner Großeltern.''
Man schreibt ''genau so'' getrennt, wenn die Betonung auf dem Adverb ''so'' liegt. In diesem Fall wird das ''so'' durch ''genau'' näher bestimmt. Beispiel: ''Nimm diese Tablette und dir geht es bald besser. Genau so wird es kommen. Du wirst sehen.'' ''Halte den Stift genau so, mir drei Fingern, fest.'' ''Die Spielsteine werden genau so verteilt, dass jeder gleich viele Steine von jeder Farbe erhält.''
<div style="font-size:1.2em">
2. ''genauso + Adjektiv''
</div>
Die Wortfolge von ''genauso'' und einem Adjektiv wird seit der Rechtschreibreform (1996) getrennt geschrieben. Beispiel ''genauso wenig, genauso viel, genauso oft, genauso spät'' usw.
<div style="font-size:1.2em">
3. ''genau + Verb''
</div>
Die Wortgruppen ''genau'' + Verb werden getrennt geschrieben. Beispiel: ''Du solltest die Bemerkung der Schüler nicht so genau nehmen.'' Das gilt auch für das Partizip ''genommen.'' Beispiel: ''Es handelt sich genau genommen um ein großes Missverständnis.'' Zusammen- und Getrenntschreibung ist möglich, wenn die Wortgruppe als Adjektiv ein Nomen näher bestimmt. Beispiel: ''Die vom Gutachter durchgeführten genaugenommenen / genau genommenen Berechnungen stimmen.'' Tipp: Im Zweifelsfalle schreibe getrennt, da beides möglich ist.
<div style="font-size:1.2em">
3. ''genau + Verb''
</div>
Die Substantivierung von ''genau'' wird mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben. Beispiel: ''Ich weiß nichts Genaues über die geheim gehaltenen Absprachen.''
==Unikales Morphem ?==
{| class="wikitable" style="width: 100%; background-color:#ffffcc; vertical-align:top;"
| colspan="2" |Das Morphem ''nau'' kommt in der Bedeutung von ''genau'' heute nicht isoliert und in Wortbildungen nur mit dem Präfix ''ge-'' vor. Das zugrunde liegende Adjektiv ahd. ''nouwe'' ist nach dem Mittelalter untergegangen.
|-
| colspan="2" |Das heutige Wort ''neu'' gehört nicht zu derselben Wortfamilie wie ''genau''. Die Ähnlichkeit der Wörter ist nur zufällig.
|-
| style="width: 3%;text-align:left;" |[[File:Pik-Kreis-gruen.jpg]]
|Das Morphem ''nau'' ist daher <span style="color:green">'''ein unikales Morphem'''</span>.
|-
|}
[[#top |Seitenanfang]]
==Belege/Quellen==
[https://www.dwds.de/wb/genau DWDS], [https://de.wiktionary.org/wiki/genau Wiktionary], [https://www.woerterbuchnetz.de Wörterbuchnetz] (hier vor allem [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=Adelung&lemid=G01282 Adelung], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=DWB&lemid=G07883 Grimm], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=GWB&lemid=G01906 Goethe], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=RhWB&lemid=N00981 RhWb], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=MeckWB&lemid=G01049 MeckWb], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=PfWB&lemid=G01861 PfWb], [https://www.woerterbuchnetz.de/?sigle=WWB&lemid=N00554 WestfWb]), [https://www.zdl.org/?q=genau ZDL]; [https://www.duden.de/woerterbuch Duden-online] [https://www.duden.de/rechtschreibung/genau_akkurat_gewissenhaft Adjektiv], [https://www.duden.de/rechtschreibung/genau_exakt_eben_so Adverb] (nicht werbefrei)
[[Info - Scheinwörter, unikale Morpheme |Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen]]
<br>
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----
{| style="width: 100%; text-align:center;"
|[[genau|'''zurück zur Wortgeschichte ''genau''''']]
|}
{{WörterABC-Tabelle}}
__INDEX__


----
=genesen=
=genesen=
{{DISPLAYTITLE:genesen}}
{{DISPLAYTITLE:genesen}}

Version vom 21. Mai 2026, 23:02 Uhr

Die bereits erstellen Seiten billig und putzig müssen korrigiert werden. Beide Wörter sind keine unikalen Morpheme

Zu Buchsbaum müssen noch die Seiten Buchse und Büchse erstellt werden. Siehe hierzu die Excel-Tabelle.

Die bereits erstelle Seite billig muss korrigiert werden. Das Wort ist kein unikales Morphem

Die Seiten Aschenputtel und Aschenbrödel müssen aktualisiert werden (Wörterseiten ersetzen durch neue Wörterseiten und Infoseiten).

sh. behelligen, bequem, berappen, Bernstein betütern, Bickbeere, Bingelkraut, Bollwerk, Bottich, bräsig, Bräuigam, Brombeere, Brösel, Brosame, Butzemann, Butzenscheibe


Bingelkraut

Wortherkunft

Herr Alt Der Name Bingel geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort bunge (= Knolle) zurück. Das ist ein Hinweis auf die knollenartige Wurzel der Pflanze.

Der zweite Bestandteil Kraut bezeichnet allgemein eine krautige Pflanze.

Frau Fremd Das Wort Bingelkraut kommt fast ausschließlich im deutschen Sprachraum vor. Im Niederdeutschen heißt es Büngel, in anderen Regionen auch Hundskohl, Schuttbingel oder Wintergrün. In den Niederlanden heißt diese Pflanze bingelkruid.

Hinweise zum Wort Bingelkraut

Bedeutung: Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden.
Beispielsatz: Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Bin·gel·kraut

Aussprache: [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt]

Wortformen

Das Substantiv Bingelkraut ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bingelkraut die Bingelkräuter
2. Fall Genitiv des Bingelkrauts der Bingelkräuter
3. Fall Dativ dem Bingelkraut den Bingelkräutern
4. Fall Akkusativ das Bingelkraut die Bingelkräuter



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bingelkraut
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bingelkraut

zurück zur Wortgeschichte Bingelkraut


Weiterführende Informationen zum Wort Bingelkraut

Entstehung: Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. bungo, mhd. bunge = Knolle
Wortbildungen: Waldbingelkraut
Ableitungen: -
Interessantes: Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum Bingelkraut findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B.
Botanikus, Heilkräuter.de, Mediendatenbank Biologie, Wikipedia.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bingel kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort Kraut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bing bzw. bingel kommt in dieser Bedeutung ist ein unikales Morphem.

Seitenanfang

Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung mit einer veralteten Annahme zur Herkunft), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



zurück zur Wortgeschichte Bingelkraut
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Bickbeere

Wortherkunft

Herr Alt Der erste Bestandteil Bick geht vermutlich auf das niederdeutsche Wort pik (= Pech) zurück. Damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Herr Wort Diese Beere wird je nach Region unterschiedlich benannt:
Blaubeere, Heidelbeere, Heubeere (süddeutsch), Mollbeere, Moosbeere, Schwarzbeere, Staulbeere (Pfalz), Waldbeere, Wildbeere, Zeckbeere

Hinweise zum Wort Bickbeere

Bedeutung: Heidelbeere, Schwarzbeere
Beispielsatz: Im Herbst sammeln wir Bickbeeren.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, feminin

Worttrennung: Bick·bee·re

Aussprache: [ˈbɪkˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Bickbeere ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein e angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Bickbeere die Bickbeeren
2. Fall Genitiv der Bickbeere der Bickbeeren
3. Fall Dativ der Bickbeere den Bickbeeren
4. Fall Akkusativ die Bickbeere die Bickbeeren



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bickbeere
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bickbeere

zurück zur Wortgeschichte Bickbeere


Weiterführende Informationen zum Wort Bickbeere

Entstehung: agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch bikbēre, pik = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen.
Wortbildungen: Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze
Ableitungen: -
Interessantes: Die Bickbeere ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Siehe hierzu die Beschreibung im Kinderlexion und auf der Seite essen-wissen.de.

Unikales Morphem ?

Das Wort Bickbeere besteht aus den Bestandteilen Bick und Beere. Das Morphem bick kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und auch in keiner weiteren Wortbildung vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem bick muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

Seitenanfang

Belege/Quellen

DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung) ZDL Wikipedia Duden-online

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



zurück zur Wortgeschichte Bickbeere
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Bollwerk

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort wurde zum Ende des Mittelalters aus der niederdeutschen Sprache übernommen. Es ist eine Zusammensetzung aus Bohle und Werk.

Als bole bzw. bolle bezeichnete man früher ein dickes Holzbrett bzw. einen Baumstamm. Hieraus entwickelte sich später das Wort Bohle (= sehr starkes Brett).

Das Bollwerk war also ursprünglich ein Schutzbau aus Holzbohlen.

Zunächst bezeichnete man so ein mit Erde und Holzstämmen befestigtes Ufer. Später wurde der Begriff auch im militärischen Sinne für eine Befestigungsanlage verwendet.
Heute wird das Wort auch im übertragenen Sinn gebraucht, etwa als Bollwerk gegen den Krieg oder ein Bollwerk des Friedens.
Frau Fremd Das mittelhochdeutsche Wort bollwerc findet sich auch in nordgermanischen Sprachen.
Sprache Bollwerk Aussprache
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk]
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk]
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US)
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk]
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk]
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk]

Hinweise zum Wort Bollwerk

Bedeutung: a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde

b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen

c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz

Beispielsatz: a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.

b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See.

c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit.

Wortinfo: Wortart: Substantiv, Neutrum

Worttrennung: Boll·werk

Aussprache: [ˈbɔlˌvɛʁk]

Wortformen

Das Substantiv Bollwerk ist sächlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Bollwerk die Bollwerke
2. Fall Genitiv des Bollwerks der Bollwerke
3. Fall Dativ dem Bollwerk den Bollwerken
4. Fall Akkusativ das Bollwerk die Bollwerke



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bollwerk
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Bollwerk

zurück zur Wortgeschichte Bollwerk


Weiterführende Informationen zum Wort Bollwerk

Entstehung: 13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk
Wortbildungen: Abwehrbollwerk,

Felsbollwerk, Felsenbollwerk, Festungsbollwerk, Grenzbollwerk, Inselbollwerk

Ableitungen: -
Interessantes: Das Wort Bollwerk gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.

Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie Bollwerk gegen den Extremismus, Bollwerk der Demokratie oder Bollwerk des Friedens. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint.

Fremdsprachen

Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:

Ableitungen vom ndd. bolwerc bzw. nl. bolwerk in andere Sprachen
Sprache Bollwerk Aussprache Quelle
Deutsch Bollwerk [ˈbɔlˌvɛʁk] Quelle
Dänisch bolværk [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk] Quelle
Englisch bulwark [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US) Quelley
Niederländisch bolwerk [ˈbɔlʋɛrk] Quelle
Norwegisch bolverk [ˈbuːlværk] Quelle
Schwedisch bålverk [ˈboːlværk] Quelle
Französisch boulevard [buləvaʁ] Quelle
Spanisch baluarte [baluˈaɾte] Quelle
Italienisch baluardo [baluˈardo] Quelle
Portugiesisch baluarte [baluˈaɾtɨ] Quelle
Polnisch bulwar [ˈbulvar] Quelle
Russisch бульвар (bulvar) [bʊlʲˈvar] Quelle

Unikales Morphem ?

Obwohl eine historische Verbindung zu Bohle besteht, tritt das Morphem boll heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem boll kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort werk vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem boll in der Wortbildung Bollwerk wird daher als unikales Morphem betrachtet.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe;), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Bottich

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht vermutlich auf mittellateinisch butica („Gefäß, Fass“) oder auf lateinisch apothēca („Aufbewahrungsort, Lagerraum“) zurück. Im Mittelalter entwickelte sich daraus die Form boteche, aus der schließlich das heutige Wort Bottich entstand.

Hinweise zum Wort Bottich

Bedeutung: Fass, größerer Behälter (meist aus Holz oder Kunststoff)
Beispielsatz: Wir sammeln Regenwasser in einem großen Bottich.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bot·tich

Aussprache: [ˈbɔtɪç]

Wortformen

Das Substantiv Bottich ist männlich.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bottich die Bottiche
2. Fall Genitiv des Bottichs der Bottiche
3. Fall Dativ dem Bottich den Bottichen
4. Fall Akkusativ den Bottich die Bottiche



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bottich
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Info - Bottich

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Weiterführende Informationen zum Wort Bottich

Entstehung: Die Herkunft des Wortes ist nicht eindeutig geklärt:
  1. griech. apothḗkē (ἀποθήκη) → lat. apothēca = Aufbewahrungsort, Lagerraum (vgl. Apotheke)
  2. mlat. butica = Gefäß, Behälter → ahd. botega → mhd. boteche

Aus diesen Formen entwickelte sich im Neuhochdeutschen das Wort Bottich.

Böttcher, Bütte: mnd. bȫde, bōde (= Bütte) → 13. Jh. mnd. bȫdeker, 15. Jh. frühnhd. (md.) botticher, büttiger; kein etymologischer Zusammenhang zu Bottich
Wortbildungen: -
Ableitungen:
Interessantes: Das Wort Bottich gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die ursprünglich einen Aufbewahrungsort oder Behälter bezeichneten. Dazu gehört auch das Wort Apotheke, das ursprünglich „Lagerraum“ bedeutete.

Heute bezeichnet Bottich meist einen großen offenen Behälter, häufig aus Holz oder Kunststoff.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bott im Wort Bottich kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und in keiner weiteren Wortbildung vor.

Einen etymologischen Zusammenhang zum Wort Böttcher gibt es nicht.

Pik-Kreis-gruen.jpg Der Wortbestandteil bott kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

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bräsig

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort kommt aus der niederdeutschen Sprache und bedeutete ursprünglich kräftig, wohlgenährt.
Herr Wort Das Wort bräsig galt lange Zeit als veraltet. Seit Ende des 20. Jahrhunderts wird es in Norddeutschland wieder verstärkt benutzt. Es drückt ein langweiliges, wenig flexibles und schwerfälliges Verhalten einer Person aus.
Frau Fremd Vergleichbare Bedeutungen finden sich auch in norddeutschen Dialekten, z. B. mecklenburgisch brœsig, westfälisch: bræsig. In den meisten Wörterbüchern wird bräsig mit träge übersetzt, z. B. niederländisch: traag, schwedisch trög, norwegisch: treg oder dänisch træg.

Hinweise zum Wort bräsig

Bedeutung: schwerfällig, träge; begriffsstutzig, langweilig
Beispielsatz: Sie saßen stundenlang auf der Bank und starrten bräsig auf das Treiben im Park.

Die Kinder hockten den ganzen Nachmittag bräsig auf dem Sofa und starrten auf ihr Handy.

Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: brä·sig

Aussprache: [ˈbrɛːzɪç]

Wortformen

Das Wort bräsig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
bräsig bräsiger am bräsigsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort bräsig
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Info - bräsig

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Weiterführende Informationen zum Wort bräsig

Entstehung: niederdeutsch bräsig = wohlgenährt, kräftig; vermutlich zu einem niederdeutschen Wortstamm brās/bras mit der Bedeutung „schwer, voll, massig“. Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden Eigenschaften wie „wohlgenährt“ oder „kräftig“ wurden später negativ bewertet und mit „träge“ oder „schwerfällig“ verbunden. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet. Heute wird bräsig vor allem umgangssprachlich und regional (Norddeutschland) verwendet.
Wortbildungen:
Ableitungen:
Interessantes: 1978 bis 1980 lief im NDR bzw. ARD eine Fernsehserie nach einer Romanvorlage von Fritz Reuter mit dem Namen Onkel Bräsig.

Unikales Morphem ?

Der Morphem bräs im Adjektiv bräsig kommt nicht isoliert vor. Hiervon gib es auch keine weiteren Wortbildungen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Der Bestandteil bräs kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-2, MeckWB, WWb), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Bräutigam

Wortherkunft

Herr Alt Im frühen Mittelalter hieß der zukünftige Ehemann brūtigomo. Im ersten Teil des Wortes brut kannst du unser heutiges Wort Braut wiederfinden. Der zweite Teil ist auf das althochdeutsche Wort für Mann = gomo zurückzuführen. Dieses Wort ist mit dem lateinischen Wort homo (= Mensch, Mann) verwandt.

Das alte Wort gome gibt es heute nicht mehr. Es wurde schon früh im deutschsprachigen Raum durch Mann ersetzt.

Fremdsprachen

Frau Fremd Das alte Wort brūtigomo findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder.
Sprache Wort Aussprache Quelle
Dänisch brudgom [ˈbʁuðˌkʌm] Den Danske Ordbog
Isländisch brúðgumi [ˈpruːðkʏmɪ] Íslensk orðabók
Englisch bridegroom [ˈbɹaɪdɡɹuːm] Oxford Learner’s
Niederländisch bruidegom [ˈbrœy̯dəɣɔm] Van Dale
Norwegisch brudgom [ˈbrʉːdɡʊm] Bokmålsordboka
Schwedisch brudgum [ˈbrʉːdɡɵm] Svensk Ordbok

Hinweise zum Wort Bräutigam

Bedeutung: zukünftiger Ehemann
Beispielsatz: Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar.
Wortinfo: Wortart: Nomen: der Bräutigam

Worttrennung: Bräu-ti-gam

Aussprache: [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm]

Wortformen

Das Grundwort Bräutigam bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird en ergänzt

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Bräutigam die Bräutigame
2. Fall Genitiv des Bräutigams der Bräutigame
3. Fall Dativ dem Bräutigam, dem Bräutigame den Bräutigamen
4. Fall Akkusativ den Bräutigam die Bräutigame



Weiterführende Informationen zum Grundwort Bräutigam
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Info - Bräutigam

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Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam

Entstehung:
  • Braut: germ. *brudi–, ahd. mhd. brūt
  • Mann/-gam: ie. *dhghem = Erde, germ. *guman-, ahd. gomo, mhd. gome; verwandt mit lat. homo
  • Bräutigam: germ. *brūdigumōn, ahd. brūtigomo, mhd. bruitegume
Wortbildungen: Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler,
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite Religionen entdecken.

Unikales Morphem ?

Das Morphem bräut ist eine Umlautableitung von Braut (Allomorphie). Das Morphem braut kommt isoliert und in vielen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bräut/braut ist daher kein unikales Morphem.
Das Morphem gam kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. In Wortbildungen kommt das Wort nur gemeinsam mit dem Erstglied bräut vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem gam ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe; für Regiolekte: Rheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe ), ZDL

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Brombeere

Wortherkunft

Herr Alt Die Brombeere hieß im Mittelalter brāmberi. Im ersten Teil des Wortes steckt das althochdeutsche Wort brāmo. Das bedeutete „Dornenstrauch“. Der zweite Teil des Wortes (beri) ist die Beere. Die brāmberi ist demnach die Beere, die an einem Dornenstrauch wächst.
Herr Wort Die Brombeere ist keine richtige Beere. In der Biologie gehört diese Frucht zur Gruppe der Steinfrüchte. Wenn du genau wissen willst, warum das so ist, dann findest du im Kinderlexikon eine verständliche Beschreibung.
Frau Fremd Das Wort ist auch in anderen germanischen Sprachen verbreitet, z. B. englisch bramble (Dornenstrauch) und niederländisch braam.

Hinweise zum Wort Brombeere

Bedeutung: Brombeeren sind blau-schwarze Früchte, die an einem stacheligen Strauch wachsen.
Beispielsatz: Ich esse gerne Brombeeren mit Sahne.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Femininum

Worttrennung: Brom·bee·re

Aussprache: [ˈbʁɔmˌbeːʁə]

Wortformen

Das Substantiv Brombeere ist weiblich. Alle Wortformen in der Einzahl entsprechen dem Grundwort. Alle Pluralformen haben als Zusatz am Ende den Buchstaben n.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Brombeere die Brombeeren
2. Fall Genitiv der Brombeere der Brombeeren
3. Fall Dativ der Brombeere den Brombeeren
4. Fall Akkusativ die Brombeere die Brombeeren



weitere Beeren und Früchte auf rechtschreibwiki.de: Himbeere, Moltebeere

Weiterführende Informationen zum Grundwort Brombeere

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Info - Brombeere

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Weiterführende Informationen zum Wort Brombeere

Entstehung:
ie. *bhrem-, *bhrom- = borstig, Dorn → ahd. brāmo, brāma → mhd. brāme = Dornenstrauch
ie. *bhā-, *bhō- = glänzen → ahd. beri → nhd. Beere
10. Jh. ahd. brāmberi, mhd. brāmber
Wortbildungen: sh. Wörterliste
Ableitungen:
Interessantes: Die Brombeere ist keine echte Beere, sondern – wie die Himbeere, die Kratzbeere und die Moltebeere – eine Sammelsteinfrucht.

Viele Bilder zur Brombeere findest du z. B. auf grundschulmaterial.de. Dort sind auch Unterrichtsmaterialien, Bilder und Arbeitsblätter von Beeren und Früchten

Wörterliste

Wortbildungen mit Brombeere als Erstglied (Bestimmungswort)
Pflanze und Pflanzenteile
Brombeerblatt, Brombeerbusch, Brombeergerank, Brombeergesträuch, Brombeergestrüpp, Brombeerhecke, Brombeerpflanze, Brombeerranke, Brombeerstrauch
Tiere (leben an/mit der Pflanze)
Brombeergallmilbe, Brombeerperlmuttfalter, Brombeer-Perlmuttfalter, Brombeerspinner, Brombeerzipfelfalter, Brombeer-Zipfelfalter
Lebensmittel und Produkte aus der Frucht
Brombeercreme, Brombeereis, Brombeerfruchtsaft, Brombeergelee, Brombeerkompott, Brombeerkonfitüre, Brombeerkuchen, Brombeerlikör, Brombeermarmelade, Brombeermilch, Brombeersaft, Brombeerscherbett, Brombeerschnee, Brombeersirup, Brombeerwein
sonstiges (Eigenschaften, übertragene Bedeutung)
Brombeeraroma, Brombeerton, Brombeerkoalition

Unikales Morphem ?

Das Morphem brom (aus ahd. brāmo = Dornenstrauch) kommt nicht isoliert und in Wortbildungen nur zusammen mit dem Letztglied Beere (Brombeere).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem brom muss daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-Wörterbuch) ZDL Wikipedia Duden-online (nicht werbefrei)

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Brösel

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort geht auf das althochdeutsche brōs(a)ma zurück und gehört zur gleichen Wortfamilie wie Brosame. Es bezeichnet ursprünglich etwas „Zerkrümeltes“ oder „Zerriebenes“.
Herr Wort Brösel wird vor allem umgangssprachlich verwendet und bezeichnet kleine Stückchen von Brot, Kuchen oder anderen trockenen Lebensmitteln. Häufig wird auch das Verb bröseln verwendet.

Hinweise zum Wort Brösel

Bedeutung: kleines, trockenes Stückchen von Brot, Kuchen oder Gebäck; Krümel
Beispielsatz: Auf dem Tisch lagen noch einige Brösel vom Kuchen.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Brö·sel

Aussprache: [ˈbrøːzl̩]

Wortformen

Das Substantiv Brösel ist männlich und wird häufig im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brösel die Brösel
2. Fall Genitiv des Brösels der Brösel
3. Fall Dativ dem Brösel den Bröseln
4. Fall Akkusativ den Brösel die Brösel



weitere Informationen findest du beim Stichwort Brosame
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Brosame

Wortherkunft

Herr Alt Ursprünglich bedeutete das althochdeutsche Wort brōsme „das Zerriebene, das Zerkrümelte“.

Das Wort hat geschichtlich nichts mit dem Wort Brot zu tun, auch wenn später die Bedeutung auf zerbröckeltes Brot eingeengt wurde.

Herr Wort Heute wird das Wort fast nur noch im Plural Brosamen verwendet. Es kommt häufig in festen Wendungen vor, z. B. die Brosamen aufsammeln oder mit Brosamen abgespeist werden.

Hinweise zum Wort Brosame

Bedeutung: winziges Stück von zerbröckeltem Brot oder Gebäck; Krümel

Das Wort wird meist im Plural (Brosamen) und oft im übertragenen Sinn gebraucht.

Beispielsatz: Für mich bleiben nur die Brosamen übrig.
Wortinfo: Wortart: Substantiv, Maskulinum

Worttrennung: Bro·sa·me

Aussprache: [ˈbroːzamə]

Wortformen

Das Substantiv Brosame ist männlich und wird meist im Plural verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Brosame die Brosamen
2. Fall Genitiv des Brosamens der Brosamen
3. Fall Dativ dem Brosamen den Brosamen
4. Fall Akkusativ den Brosamen die Brosamen



zur Wortgeschichte Brösel
Weiterführende Informationen zum Grundwort Brosame
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Info - Brosame

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Weiterführende Informationen zum Wort Brosame

Entstehung: ie. *bhrē̌us- = zerbrechen, zerschlagen, zerkrümeln → 8. Jh. ahd. brōs(a)ma → mhd. brosem(e), brosme → nhd. Brosame

16. Jh. Verkürzung von spätmhd. brosemlīn, frühnhd. bröslein → nhd. Brösel

Wortbildungen: Bosame -

Brösel: bröselig, Brotbrösel, Kuchenbrösel, Semmelbrösel, Speckbrösel, Tabakbrösel, Zwiebackbrösel

Ableitungen: Brösel, broseln
Interessantes: Eine gute Beschreibung zu Brösel und Brosamen findest du bei Wikipedia.

Martin Luther verwendet den Begriff Brosamen in seiner Bibelübersetzung: Neues Testament, Mathäus 15,27. In anderen Übersetzungen finden wir Brotkrumen, Brosamlein, Krümel, Brootbrocken,

Die Stelle im Matthäus Evangelium in der Luther den hebräischen Begriff mit Brosame übersetzt ist aus verschiedenen Gründen interessant und für viele unverständlich und verwirrend: Jesus, der sich nur für an sein Volk, die Juden wendet und die andern, Heiden mit Hunden vergleicht?!. Wer mehr zu dieser Bibelstelle und verschiedenen Erklärungen interessiert finden bei gutefrage.net oder auf YouTube in der Scetch-Bibel interessante Interpretationen.

-

Unikales Morphem ?

Das Wort Brosame lässt sich historisch in mehrere Bestandteile zerlegen (bros + -ame). Diese Bestandteile kommen heute nicht mehr als selbstständige Wörter vor. Das Morphem bros kommt mit Umlaut im Wort Brösel vor (Allomorphie).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem bros kommt nicht isoliert (wegen Bösel) vor. Es ist daher kein nikales Morphem.
Das Morphem ame ist Bestandteil des Wortes Brosame. Es kommt nicht isoliert und nur in diesem Wort vor. Im Wort Brösel (mhd. brosemlin) ist dieses Morphem nicht mehr enthalten.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ame kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Goethe, Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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drollig

drollig und Info - drollig müssen noch bearbeitet werden. Ebenso die Texte zum Damhirsch


Wortherkunft

Herr Wort Das Wort drollig wird ganz unterschiedlich verwendet. Es kann bedeuten:
  • niedlich, süß, knuddelig - Du hast aber sehr drollige Puppen.
  • spaßig, witzig, lustig - Er verhielt sich so drollig, dass alle lachen mussten.
  • eigenartig, merkwürdig, seltsam - Das ist schon drollig, dass du dich ausgerechnet heute "krank gemeldet" hast.
Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen drollig = lustig, possenhaft.

Dieses geht wahrscheinlich auf das mittelniederdeutsche drolle zurück, das eine lustige Figur oder einen Kobold bezeichnete.

Verwandt ist möglicherweise auch das englische Wort droll (= spaßig, komisch).

Hinweise zum Wort drollig

Bedeutung: auf eine eigenartige oder ungewöhnliche Weise lustig; komisch, possierlich
Beispielsatz: Der kleine Hund sah mit seinem schiefen Kopf ganz drollig aus.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: drol-lig

Aussprache: [ˈdʁɔlɪç]

Adjektiv / Adverb Das Wort drollig kann als Adjektiv oder Adverb verwendet werden. Im Kinderlexikon wird dir am Beispiel von drollig der Unterschied erklärt.

Wortformen

Das Wort drollig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
drollig drolliger am drolligsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort drollig
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Info - drollig

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Weiterführende Informationen zum Wort drollig

Entstehung: niederländisch nl. drol = kleiner, dicker, etwas komisch aussehender Mann → nl. drollig = Spaßmacher, Knirps → mittelniederdeutsch drolle = Spaßmacher, lustige Figur → niederdeutsch drollig = lustig

möglicherweise verwandt mit engl. droll ←

Wortbildungen: drolligerweise,
Ableitungen: Drolligkeit
Interessantes: Das Wort drollig gehört zu einer Gruppe von Wörtern, die eine Mischung aus „lustig“ und „seltsam“ ausdrücken.

Im Unterschied zu lustig wirkt drollig oft etwas ungewöhnlich oder leicht absurd.

Solche Bedeutungsnuancen entstehen häufig aus Figurenbezeichnungen (z. B. Kobold → lustig → drollig).

Unikales Morphem ?

Das ursprüngliche niederländische Wort drol ist im Niederdeutschen und der deutschen Hochsprache nur in der Ableitung drollig übernommen worden. Das Morphem droll kommt nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur in der Wortbildung drollig vor (drolligerweise, Drolligkeit).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem droll in der Wortbildung drollig kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.
Es besteht zwar eine Bedeutungsähnlichkeit zum französischen frz. drôle = Kobold, allerdings sehen Sprachwissenschaftler hier keinen etymologischen Zusammenhang zum niederländischen drol bzw. drollig.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung (Herkunft niedersächsisch drullig), Grimm-2 (nl drullig > ndd drullig), Goethe), ZDL, Duden-online

Niederländisch: drol, drollig, drrollig, 16. Jh. Etymologiedatenbank.nl, Digitale Bibliothek (DBNL), Textbeispiele: Den lacchenden Apoll, uytbarstende in drollige rymen (1667), Der Struwwelpeter oder Lustige Geschichten und drrollige Bilder (1880)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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Damhirsch

Wortherkunft

Herr Wort Der Damhirsch ist eine Hirschart mit geflecktem Fell und schaufelförmigem Geweih. Er lebt heute in vielen Teilen Europas in Wäldern und Parks.
Interessantes: Wenn du mehr über diese Damhirsche erfahren möchtest, dann findest du im Kinderlexikon interessante Bilder und Beschreibungen.

Einen umfangreicheren Text und viele Bilder findest du im Zootier-Lexikon.

Herr Alt Das alte Wort für Wild lautete im Mittelalter tamo oder tame. Daraus entwickelte sich Dam-.

Dieses Wort wurde später mit Tierbezeichnungen kombiniert, z. B. Hirsch, Bock oder Wild. So entstand das zusammengesetzte Wort Damhirsch.

Frau Fremd Englisch: fallow deer; Französisch: daim; Lateinisch: dama

Hinweise zum Wort Damhirsch

Bedeutung: mittelgroßer Hirsch mit meist geflecktem Fell und schaufelartigem Geweih
Beispielsatz: Im Wildpark konnten wir mehrere Damhirsche beobachten.
Wortinfo: Wortart: Nomen, maskulin

Worttrennung: Dam-hirsch

Aussprache: [ˈdamˌhɪʁʃ]

Wortformen

Das Wort Damhirsch ist ein Nomen und wird regelmäßig dekliniert.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Damhirsch die Damhirsche
2. Fall Genitiv des Damhirsches der Damhirsche
3. Fall Dativ dem Damhirsch den Damhirschen
4. Fall Akkusativ den Damhirsch die Damhirschee



Weiterführende Informationen zum Grundwort Damhirsch
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Damhirsch

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Weiterführende Informationen zum Wort Damhirsch

Entstehung: ie. *dem(ə)- = zähmen, bändigen → griech. damálēs (δαμάλης) = junger Stier → lat. damma, spätlat. dāma → 8. Jh. ahd. dām, tām; 9. Jh., dāmo, tāmo; 12. Jh. mhd. tāme, damme, bis ins 17. Jh. Dam = gezähmtes Horntier; ab dem 16. Jh. wird Dam zur Verdeutlichung zunehmend ergänzt mit den Domen Hirsch oder Bock = Damhirsch, Dambock.

ahd. tamo, tame = Wild → mhd. dam → nhd. Dam (Wildart) + Hirsch (männliches Tier mit Geweih)

Damhirsch = „Hirsch aus der Gruppe des Damwilds“

Wortbildungen: Dam: Dambock, Damleder, Damtier, Damwild (Damwildgehege);

Damhirsch: Damhirschgeweih, Damhirschjagd, Damhirschkalb, Damhirschragout

Ableitungen: -
Rechtschreibung: Das a im ersten Wortteil wird kurz und betont gesprochen, [ˈdam]. Das führt nicht selten dazu, dass das Wort Damhirsch fälschlich mit doppeltem m geschrieben wird (falsch: *Dammhirsch).
Interessantes: Der Damhirsch stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und wurde schon in der Antike als Jagdtier gehalten.

Typisch ist sein schaufelförmiges Geweih, das ihn von anderen Hirscharten unterscheidet.

Das Wort zeigt eine klassische Zusammensetzung aus Tiergruppe (Dam) und genauer Bestimmung (Hirsch).

Unikales Morphem ?

Das Morphem dam ist heute nur noch in Fach- oder Tierbezeichnungen gebräuchlich. im allgemeinen Sprachgebrauch kommt es nicht isoliert vor. Hiervon gibt es verschiedene Wortbildungen (sh. Tabelle oben).
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dam ist in dieser Bedeutung daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe Adelung, Goethe, Grimm-1, Grimm-2), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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Dienstag

Wortherkunft

Herr Alt Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung Thing. Der germanische Gott Tyr war der Beschützer dieser Versammlung.

Der Name Dienstag geht auf das alte Wort thingsus zurück. Diese bedeutete Beschützer des Things. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort Dienstag.

Der Wortteil dien hat also nichts mit dem Verb dienen zu tun.

Fremdsprachen

Frau Fremd In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den Dienstag vom Germanischen Gott Tyr bzw. thingsus abgeleitet. Hier einige Beispiele:
Sprache Wochentag Aussprache
Deutsch Dienstag [ˈdiːnstaːk]
Dänisch tirsdag [ˈtsʰiɐ̯sdæˀ]
Englisch Tuesday [ˈtjuːzdeɪ]
Niederländisch dinsdag [ˈdɪnz.dɑx]
Norwegisch tirsdag [ˈtiːʂdɑːɡ]
Schwedisch tisdag [ˈtiːsdaɡ]

Hinweise zum Wort Dienstag

Bedeutung: der zweite Tag der Woche
Beispielsatz: Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino.
Wortinfo: Wortart: Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural

Worttrennung: Diens-tag

Aussprache: [ˈdiːnstaːk]

Wortformen

Das Grundwort Dienstag wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein s angehängt.

Singular Plural (selten)
1. Fall Nominativ der Dienstag die Dienstage
2. Fall Genitiv des Dienstags, des Dienstages der Dienstage
3. Fall Dativ dem Dienstag den Dienstagen
4. Fall Akkusativ den Dienstag die Dienstage



Weiterführende Informationen zum Grundwort Dienstag
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Info - Dienstag

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Weiterführende Informationen zum Wort Dienstag

Entstehung: Bei den Römern hieß der Kriegsgott Mārs. Danach ist auch der Planet Mars benannt. Die Germanen übernahmen von den Römern das System der Benennung der Wochentage. Der germanische Kriegsgott hieß *Þingsaz (latinisiert Thingsus).

Das Wort hängt mit dem germanischen Thing zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott Tyr (Thingsus) galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt.

Daraus entwickelte sich im 12. Jh. ahd. ziestag, mhd. ziestac. Zunächst verbreitete sich der niederdeutsche Name dingesdach, dinstag am Niederrhein (13. Jh.) von dort verbreitete er sich bis zum 17. Jh. auf den gesamten deutschsprachigen Raum.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -

Wochentage

Die Römer nannten die Wochentage nach den damals bekannten Planeten der Erde. Die einzelnen Planeten waren für die Römer zugleich Götter. Die Germanen übernahmen dieses System. Sie änderten die Namen und benannten die Wochentage nach ihren Göttern. Als die Christen die germanischen Länder missionierten versuchten sie, diese heidnischen Namen der Wochentage umzubenennen. Dies konnten sie jedoch nur bei dem Mittwoch (Mitte der Woche) und dem Samstag (Ableitung vom hebräischen Sabbat = Ruhetag) durchsetzen.
Die Zählung der Wochentage begann bei den Römern mit dem Sonnengot (Sonntag). Erst mit Beschluss der UNO 1978 setzte sich weltweit die heute gebräuchliche Zählung mit dem Montag als ersten Tag der Woche durch.

röm. Zählung Römische Planeten Germanische Götter germanisch Mythologie seit 1978 UNO Tag Wochentag heute
2 Mond Mani Gott des Mondes 1 Montag germ. Gott
3 Mars Tyr/Tiu/ Ziu, Thingsus Gott des Krieges und des Rechts 2 Dienstag germ. Gott
4 Merkur Wodan, Odin, Futhark Hauptgott der Germanen 3 Mittwoch Mitte der Woche
5 Jupiter Donar, Thor Gott des Donners 4 Donnerstag germ. Gott
6 Venus Frija/Frigg Schutzgöttin der Ehe und des Lebens 5 Freitag germ. Gott
7 Saturn Saturn; Sabbat Gott der Aussaat; Ruhetag (Judentum) 6 Samstag hebr. Sabbat
1 Sonne Sonne, Sol Sonnengott (lat. männl. / germ. weibl.) 7 Sonntag röm./germ. Gott

Unikales Morphem ?

Das Morphem dien kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dien in der Wortbildung Dienstag kann daher als unikales Morphem betrachtet werden.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, OWID, ZDL

Fremdsprachen: Dänisch, Englisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch

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Duckdalbe

Wortherkunft

Herr Alt Vermutlich stammt das Wort Duckdalbe aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb duiken = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort dalbe.

Die Duckdalbe ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens eingetaucht oder eingerammt ist.

Herr Fremd
ChatGPT Duckdalbe 20260305.jpg
Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort dukdalve zugrunde.

Hinweise zum Wort Duckdalbe

Bedeutung: Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können.
20260304 Dalben Oberhafenkanal Hamburg 06.jpg
20260304 Dalbe 02 KMJ.jpg
Beispielsatz: Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe.
Wortinfo: Wortart: Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben

Worttrennung: Duck-dal-be

Aussprache: [ˈdʊkˌdalbə]

Unterschied:
20260304 Dalben.jpg
Meist wird ein einzelner Pfahl als Dalbe und eine Pfahlgruppe als Duckdalbe bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also Duckdalben. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei Dalben, also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können.

Wortformen

In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein n angehängt.

Singular Plural
1. Fall Nominativ die Duckdalbe die Duckdalben
2. Fall Genitiv der Duckdalbe der Duckdalben
3. Fall Dativ der Duckdalbe den Duckdalben
4. Fall Akkusativ die Duckdalbe die Duckdalben



Weiterführende Informationen zum Grundwort Duckdalbe
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Info - Duckdalbe

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Weiterführende Informationen zum Wort Duckdalbe

Entstehung: Die Herkunft des Wortes Duckdalbe ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze:
  1. Das Wort Duckdalbe stammt aus dem Niederländischen. Dort bedeuten duiken = (ein)tauchen und dalbe = eingerammter Pfahl im Wasser. Demnach ist die Duckdalbe ein Pfahl, der tief in den Boden eines Hafens eingerammt wird.
  2. Der spanische Feldherr und Herzog von Alba (spanisch Duque de Alba) war in der Mitte des 16. Jh. Stadthalter in den Niederlanden (die damals noch eine spanische Kolonie waren) und ließ dort den calvinistischen Aufstand (Bildersturm) brutal niederschlagen. Er soll in den niederländischen Häfen Pfähle anlegen lassen, damit auch größere (Kriegs)Schiffe dort anlegen konnten. In Spanien nennt man die Dalben duque de Alba. Auch in Dänemark ist die Bezeichnung duc d’albe geläufig. Möglich ist aber auch, dass diese Namensgebung eine spätere Umdeutung des niederländischen Begriffes (sh. 1.) ist.
  3. Als eher unwahrscheinlich gelten Ableitungen von niederdeutschen, westfriesischen oder englischen Wörtern, wie z. B. von engl. dock = Dock (Anlage zum Warten von Schiffen, nl. dokke). Ebenfalls unwahrscheinlich sind Ableitungen von den Verben (an)docken = etwas fest verbinden oder ducken = sich schnell nach unter beugen. Der zweite Teil (dalbe) könnte von niederländisch dalle/dallen = Balken, Schlucht, Tal abgeleitet sein. Auch dieser Erklärungsversuch wird heute eher als unwahrscheinlich angesehen.
Wortbildungen: Zum Bestandteil dalbe gibt es mehrere Wortbildungen:

Anlegedalbe, Eisbrecherdalbe, Führungsdalbe, Leitdalbe, Leuchtfeuerdalbe, Schutzdalbe, Streichdalbe, Vertäuungsdalbe

Interessantes: Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort Dalbe.

Sprachvergleich

In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff Duckdalbe vom niederländischen dukdalve abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff Dalbe bezeichnet.

Sprache Dalbe Duckdalbe Quellen
Deutsch Dalbe Duckdalbe Wikipedia
Niederländisch dalf dukdalf / dukdalve Wikipedia
Norwegisch dalbe / pæle dykdalb Wikipedia
Dänisch dalbe dukdalbe / duc d’albe Wikipedia
Schwedisch dykdalb Wikipedia
Englisch dolphin Wikipedia
Französisch duc-d’Albe Wikipedia
Spanisch duque de Alba Wikipedia

Unikales Morphem ?

Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ducken.

Das Morphem duck kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung Duckdalbe.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem duck ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem dalbe kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem dalbe ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Etymologie und Rechtschreibung: DWDS, OWID, ZDL, Wikipedia, Duden-online

Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich).

Landkarte: Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich) mit Hilfe von ChatGPT erstellt.

Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von Wikipedia und elbetreff.de (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.

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dunnemals

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet dunn so viel wie dann oder damals.

Das Wort dunnemals ist eine Verkürzung von anno dunnemals. Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: damals, vor langer Zeit.

Hinweise zum Wort dunnemals

Bedeutung: damals
Beispielsatz: Dunnemals gab es noch eine Volksschule.
Wortinfo: Wortart: Adverb

Worttrennung: dun-ne-mals

Aussprache: [ˈdʊnəmaːls]

Wortformen

Das Wort dunnemals ist ein Adverb. Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.



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Info - dunnemals

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Weiterführende Informationen zum Wort dunnemals

Entstehung: 19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen dunn = dann, damals.

Es entwickelte sich aus der Redewendung anno dunnemals.

Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Das lateinische Wort anno bedeutet im Jahre. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.

Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für vor langer Zeit:

  • anno dazumal - damals, vor langer Zeit
  • anno dunnemals - damals
  • anno Tobak - vor langer Zeit, als man zu Tabak noch Tobak sagte. (Das Wort Tabak stammt von den Ureinwohnern Nordamerikas. Sie nannten ihre Pfeifen nach der Antilleninsel Tobago, die in ihrer Form den Pfeifen ähnelt. Aus diesem Namen hat sich Tobak und hieraus unser heutiges Wort Tabak entwickelt.)
  • anno pief - vor langer Zeit, als man noch nicht Tabak in Pfeifen (ahd. fîfâ, nd. pipe) rauchte
  • anno Tuck - damals, als es noch nicht Gewohnheit war (mhd. tuc = stoßen, schlagen, Tuck = Bewegung, Gewohnheit)
  • anno Leipzig-einundleipzig - vor langer Zeit, vor dem deutsch-französischen Krieg von 1870/71 (mehr)

Unikales Morphem ?

Das Morphem dunn(e) kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dunn(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL

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Eberesche

Wortherkunft

Herr Wort Der erste Teil des Wortes (eber) hat seinen Namen von der Farbe der Blätter und Früchte. Das alte (gallische) Wort eburo bedeutete rötlich braun.

Die Blätter der Eberesche ähneln den Blättern einer Esche. Daher stammt der zweite Teil des Wortes. Beide Bäume haben außer dem Namen sonst keine Gemeinsamkeiten.

Die rohen Beeren der Eberesche sind für Menschen zwar nicht giftig, können aber durch ihren bitteren Geschmack Bauchschmerzen verursachen. Wenn sie aber gekocht werden, dann verlieren sie ihre Bitterkeit.

Die Beeren der Eberesche werden von vielen Vogelarten als Nahrung geschätzt. Daher wird dieser Baum auch Vogelbeere genannt.

Die folgenden Bilder zeigen links eine Allee mit Ebereschen. Hier kannst du schön die rötlich braune Farbe der Blätter erkennen. Danach ist der Baum im ersten Wortteil benannt: eber = rötlich braun. Daneben siehst du die Blätter und Früchte der Eberesche. Im Vergleich siehst du auf dem Bild daneben die Blätter einer Esche. Die Blätter der beiden Bäume sind sehr ähnlich. Daran kannst du erkennen, warum die Leute früher den zweiten Teil des Namens nach der Esche genannt haben.
Wenn du mehr über die Eberesche wissen möchtest, dann findest du auf der Infoseite weitere Hinweise.

Hinweise zum Wort Eberesche

Bedeutung: Laubbaum mit rötlich braunen Früchten
Beispielsatz: Die Eberesche ist ein anderer Name für die Vogelbeere.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Eber-esche

Aussprache: [ˈeːbɐˌʔɛʃə]

Wortformen

In allen vier Fällen ist die Endung für die Einzahl (Singular) e und für die Mehrzahl (Plural) en:
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eberesche die Ebereschen
2. Fall Genitiv der Eberesche der Ebereschen
3. Fall Dativ der Eberesche den Ebereschen
4. Fall Akkusativ die Eberesche die Ebereschen



Weiterführende Informationen zum Grundwort Eberesche
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Info - Eberesche

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Weiterführende Informationen zum Wort Eberesche

Entstehung: ie. *erb(h)-, *reb(h)- = dunkelrötlich, bräunlich; air. ibar = Eibe; ahd. asc, mhd. asch = Esche; frühnhd. eberboum, eberasch, hd. Eberesche
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Wenn du mehr über die Eberesche erfahren möchtest, so findest du leicht verständliche Beschreibung auf folgenden Internetseiten:Botanikus, Ökolandbau, NABU
Die Schutzgemeinschaft deutscher Wald (SDW) benennt jedes Jahr einen Baum zum Baum des Jahres. Viele Bilder und eine umfangreiche Beschreibung findest du auf der Internetseite der Schutzgemeinschaft deutscher Wald: Baum des Jahres 1997: die Eberesche.

Unikales Morphem ?

Das Morphem eber kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur in Verbindung mit Esche vor. Ein etymologischer Zusammenhang zum gleichlautenden Morphem Eber (= männliches Schwein, ahd. ebur, mhd. eber) besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem eber ist in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Abbildungen: Wikipedia: Eberesche: 1 a) Von Mbdortmund - Eigenes Werk, GFDL 1.2, 1 b) Von Straktur - Eigenes Werk, CC BY 3.0, Wikipedia: Esche: 2 a) Von AnRo0002 - Eigenes Werk, CC0, 2 b) CC BY-SA 3.0

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Eierschecke

Wortherkunft

Herr Alt Aus Eiern, Quark, Rosinen und Mandelsplittern bestehende Überzugmasse für einen Blechkuchen. In manchen Gegenden werden auch Äpfel, Quark und Mohn verwendet. Der Ursprung des Grundwortes ist unklar.

Hinweise zum Wort Eierschecke

Bedeutung: Die Eierschecke ist eine Kuchenspezialität. Diese kommt ursprünglich aus Sachsen und Thüringen.
Beispielsatz: Ich mag vor allem die Dresdener Eierschecke.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Ei-er-sche-cke

Aussprache: [ˈaɪ̯ɐˈʃɛkə]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird in der Einzahl (Singular) das Grundwort Eierschecke und in der Mehrzahl (Plural) Eierschecken verwendet.
Singular Plural
1. Fall Nominativ die Eierschecke die Eierschecken
2. Fall Genitiv der Eierschecke der Eierschecken
3. Fall Dativ der Eierschecke den Eierschecken
4. Fall Akkusativ die Eierschecke die Eierschecken



Weiterführende Informationen zum Grundwort Eierschecke
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Info - Eierschecke

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Weiterführende Informationen zum Wort Eierschecke

Entstehung: Schecke: ahd. schecho, mhd. schëcke, schëgge - eng anschliessender durchsteppter leibrock, der auch als panzer gebraucht wurde (sh. Quelle). Eierschecke: Im 14. Jh. war Schecke die Bezeichnung für einen Männerrock, der an der Taille mit einem breiten Gürtel eng geschnürt wurde. Diese Dreiteilung des Rocks war vermutlich Namensgeber für das Wort Eierschecke (sh. Quelle).
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Kochrezepte (nicht werbefrei): Die Eierschecke, Dresdener Eierschecke, Freiberger Eierschecke,

Unikales Morphem ?

Das Morphem scheck(e) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem scheck(e) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

Entstehung: Wikipedia, Mittelhochdeutsches Wörterbuch (BMZ), Mittelhochdeutsches Handwörterbuch (Lexer),

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Elfenbein

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort für helfant (= Elefant) entwickelte sich schon früh das Wort helfenbein. Das althochdeutsche Wort bein hatte früher auch die Bedeutung Knochen. Das helfenbein war also ein Knochen des Elefanten.

Hinweise zum Wort Elfenbein

Bedeutung: Material von Tierzähnen, Stoßzähne vor allem von Elefanten, Mammut und Walen
Beispielsatz: Die Stoßzähne der Elefanten sind aus Elfenbein.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: El-fen-bein

Aussprache: [ˈɛlfn̩ˌbaɪ̯n]

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Elfenbein verwendet. Im 2. und 3. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e an das Grundwort angehängt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ das Elfenbein die Elfenbeine
2. Fall Genitiv des Elfenbeins, des Elfenbeines der Elfenbeine
3. Fall Dativ dem Elfenbein, dem Elfenbeine den Elfenbeinen
4. Fall Akkusativ das Elfenbein die Elfenbeine
Weiterführende Informationen zum Grundwort Elfenbein
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


Info - Elfenbein

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Weiterführende Informationen zum Wort Elfenbein

Entstehung: Elefant: griech. ἐλέφας (eléphās) > ahd. helfant; ahd. helfantbein = Elefantenknochen, Elfenbein, mhd. helfenbein; ab 16. Jh. auch elfenbein (in Angleichung an griech. und lat. ohne h)
Wortbildungen:

Elfenbein:

Adjektive: elfenbeinartig, elfenbeinern, elfenbeinfarben

Nomen: Elfenbeinarbeit, Elfenbeinbüste, Elfenbeinexport, Elfenbeinfächer, Elfenbeinfarbe, Elfenbeinfigur, Elfenbeingegenstand, Elfenbeingriff, Elfenbeinhandel, Elfenbeinhändler, Elfenbeinimitation, Elfenbeinjäger, Elfenbeinkamm, Elfenbeinkästchen, Elfenbeinknopf, Elfenbeinkopf, Elfenbeinkugel,Elfenbeinlöffel,Elfenbeinpalast, Elfenbeinporzellan, Elfenbeinschnitzerei, Elfenbeinthron, Elfenbeinturm (Redensart), Elfenbeinturm , Mammutelfenbein, ...

Namen: Länder: Elfenbeinküste (Land in Afrika)

Pflanzen: Elfenbein-Mannstreu (Pflanze), Elfenbeinröhrling (Pilzart), Elfenbeinschneckling (Pilzart),

Tiere: Elfenbein-Federlibelle (Libellenart), Elfenbein-Flechtenbärchen (Schmetterling), Elfenbeinmöwe (Mövenart), Elfenbeinspecht (Vogelart), ...

sonstiges: Elfenbeinturm (Metapher), Elfenbeinmuseum in Schloss Erbach
Ableitungen: -
Interessantes: Interessante Artikel für Kinder findest du im Klexikon (Elefant, Elfenbein) und im Mini-Klexikon (Elefant, Elfenbein). eine interessante Sendung für Kinder über Elefanten, Elfenbein und Elfenbeinschmuggel findest du in der Sendereihe Löwenzahn.

Unikales Morphem ?

Das Morphem elfen kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen sind nur zusammen mit dem Nomen bein bekannt. Einen etymologischen Zusammenhang des Wortes mit dem Zahlwort elf oder den Elfen (Fabelwesen) gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem elfen ist daher ein unikales Morphem.

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emsig

{{DISPLAYTITLE:emsig}}


Wortherkunft

Herr Alt Aus dem alten Adjektiv emiʒ (= fortwährend, ständig, immer) entwickelte sich schon im frühen Mittelalter die Adjektivform mit der Nachsilbe (Suffix) -ig, zunächst emiʒʒig, später emʒic. in der Bedeutung häufig, eifrig.
Das Wort kommt nur im deutschsprachigen Raum vor.

Hinweise zum Wort emsig

Bedeutung: ausdauernd, mit großem Eifer und fleiß arbeiten; unermüdlich, tüchtig
Beispielsatz: Die Bienen sammeln emsig Pollen und fliegen von Blüte zu Blüte.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: em-sig

Aussprache: [ˈɛmzɪç]

Wortformen

Das Adjektiv emsig wird regelhaft gesteigert.:
Grundstufe (Positiv) Vergleichsstufe (Komparativ) Höchststufe (Superlativ)
emsig emsiger am emsigsten

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Info - emsig

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Weiterführende Informationen zum Wort emsig

Entstehung: ahd. emiʒʒīg, emeʒʒīg, mhd. emʒec, emʒic = beständig, fortwährend, beharrlich
Wortbildungen: -
Ableitungen: Emsigkeit

Unikales Morphem ?

Das Morphem ems im Adjektiv emsig kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Von diesem Morphem gibt es nur eine Ableitung/Wortbildung (= Emsigkeit). Die Grundlage ist die Wortbildung ems + ig. Einen etymologischen Zusammenhang mit anderen gleichlautenden Morphemen oder Namen gibt es nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem ems ist daher in dieser Bedeutung ein unikales Morphem.

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Engerling

Wortherkunft

Herr Alt Aus dem althochdeutschen Wort angar = Made, Larve wurde später enger und dann die Verkleinerungsform Engerling.

Hinweise zum Wort Engerling

Bedeutung: Der Engerling ist die Larve eines Maikäfert
Beispielsatz: Die Engerlinge fressen die Wurzeln von unterschiedlichen Pflanzen.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: En-ger-ling, En-ger-lin-ge

Aussprache: [ˈɛŋɐlɪŋ]

Interessantes: Zu den Maikäfern gibt es eine interessante Seite im Klexikon. Dort findest du auch eine Beschreibung der Entwicklung von der Larve (Engerling) bis zum Käfer.
20260303 Engerling Maikäfer melolontha 08.JPG
Die Engerlinge unterscheiden sich von anderen Larven unter anderem durch ihre Form. Sie sehen fast wie der Buchstabe "C" aus.

Wortformen

In fast allen vier Fällen wird das Grundwort Engerling verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein s angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird ein e angehängt und im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) zusätzlich ein n ergänzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Engerling die Engerlinge
2. Fall Genitiv des Engerlings der Engerlinge
3. Fall Dativ dem Engerling den Engerlingen
4. Fall Akkusativ den Engerling die Engerlinge

Weiterführende Informationen zum Grundwort Engerling
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Info - Engerling

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Weiterführende Informationen zum Wort Engerling

Entstehung: ie. *angu̯(h)- = Schlange, ahd. angar, mhd. anger, enger = Enger; bereits im 10. Jh. auch mit dem Suffix -ring und später -ling; ahd. engiring, engirling, mhd. engerlinc.
Wortbildungen: -
Ableitungen: -
Interessantes: Als Engerling wird nicht nur die Larve des Maikäfers genannt. In der Biologie zählen hierzu alle Larven der Familie der Scarabaeoidea, also auch die Larven Blatthornkäfer, Erdkäfer, Hirschkäfer, Mistkäfer, Rosenkäfer und weltweit über 35.000 weitere Arten. (Quelle).

Unikales Morphem ?

Das Morphem enger kommt nicht isoliert vor und hiervon gibt es auch keine Wortbildungen. Die Bezeichnung für die Maikäfer Larven als Engerling ist nicht verwandt mit dem Adjektiv eng.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem enger ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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entbehren

{{DISPLAYTITLE:entbehren}} entbehrlich, Entbehrung #REDIRECT [[entbehren]]


Wortherkunft

Herr Alt Das mittelhochdeutsche Verb enbern ist eine Verneinung des untergegangenen Verbs beran, bern = tragen. Die erste Silbe en ist die Verneinung. Ursprünglich bedeutete das Wort also etwas nicht tragen oder etwas nicht bei sich tragen. Das, was man nicht bei sich tragen kann, das braucht man auch nicht. So hat sich aus enbern = nicht tragen die Bedeutung ermangeln und vermissen entwickelt.
Herr Wort Das untergegangene Verb beran (bern) ist auch noch in anderen Wörtern zu finden, zum Beispiel:
  • gebären, mittelhochdeutsch gebern = zu Ende getragen, dazu gehört auch das Nomen Geburt
  • Eimer, mittelhochdeutsch einber = ein Behälter, den man mit einer Hand tragen kann
  • Zuber, zu = zwei, also ein Behälter, den man mit zwei Händen tragen muss

Hinweise zum Wort entbehren

Bedeutung: etwas oder jemanden vermissen
Beispiel: Ich habe als Kind früher vieles entbehren müssen.

Ich möchte dich für keinen Tag in meinem Leben entbehren.

Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ent-beh-ren

Aussprache: [ɛntˈbeːʁən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich entbehre ich entbehrte ich habe entbehrt
2. Person du entbehrst du entbehrtest du hast entbehrt
3. Person er/sie/es entbehrt er/sie/es entbehrte er/sie/es hat entbehrt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir entbehren wir entbehrten wir haben entbehrt
2. Person ihr entbehrt ihr entbehrtet ihr habt entbehrt
3. Person sie entbehren sie entbehrten sie haben entbehrt

Weiterführende Informationen zum Grundwort entbehren
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Info - entbehren

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Weiterführende Informationen zum Wort entbehren

Entstehung: Aus dem Verb ahd. beran, mhd. bern = tragen, hervorbringen hat sich mit dem altdeutschen Präfix in- = nein, nicht (als Negation ahd. inberan (9. Jh.), mhd. enbern = nicht tragen entwickelt. Das ursprüngliche Verb (beran, bern) ist schon früh untergegangen und kommt nur noch in einigen Regiolekten vor. Das Präfix ahd. in- und mittelhochdeutsch en- ist in späterer Zeit an das verbreitete Präfix ent- angepasst worden.
Wortbildungen:

(entbehren):

Nomen: Entbehrung, Entbehrlichkeit, Unentbehrlichkeit

Adjektive: entbehrlich, entbehrt, entbehrungsreich, entbehrungsvoll, langentbehrt, unentbehrlich

verwandte Wörter: Es gibt einige Wörter, die mit dem untergegangenen Verb mhd. bern (= tragen) verwandt bzw. hiervon abgeleitet sind. Dazu gehören die oben genannten Wörter gebären, Geburt, Eimer und Zuber. Hier sind weitere Wörter, denen man diesen Zusammenhang nicht auf den ersten Blick ansehen kann:
  • Bürde = im übertragenen Sinn eine Last tragen - ie. *bher(ə), germ. *burþīn, ahd. burdī, mhd. bürde
  • Bahre = Trage, Gestell, auf der ein Toter getragen wird - ie. *bher(ə), germ. *bērō, ahd. bāra (8./9. Jh.), mhd. bāre
  • Gebärde = ie. *bher(ə), ahd. gibārida, mhd. gebærde
  • gebaren = ie. *bher(ə), ahd. gibārōn, mhd. gebāren
  • gebühren (Gebühr) = sich zutragen, zufallen - * bher(ə), germ. *(gi)burjan, ahd. giburien, giburren, mhd. gebürn
Das mittelhochdeutsche Präfix en- (ahd. in-) führt zusammen mit dem mittelhochdeutschen Verb bern in der Bedeutung heben, erhaben auch zu weiteren Verwandtschaften, zum Beispiel: empor (ahd. in bore, mhd. enbore = in die Höhe), empören (ahd. irbōren, mhd. enbœ̅ren = erheben). Die gleiche germanische Wurzel haben auch die Wörter Berg (* bherg̑os-, germ. *berga-, mhd. berc = hoch erhaben) und Burg (germ. *burg-, mhd. burc = befestigte Höhe). Damit sind auch viele Vor- und Ortsnamen mit dem untergegangenen althochdeutschen Verb beran verwandt, von Birgit (die Erhabene) und Ingeborg (die Hüterin) bis Augsburg und Wittenberg.

Unikales Morphem ?

Das zugrunde liegende gemeingermanische Verb beran, ber ist ausgestorben. Erhalten geblieben ist das Morphem ber nur in der ursprünglich verneinenden Bedeutung mit dem Präfix ent-. Hiervon sind auch alle Wortbildungen mit dem Morphem ent- + behr abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem behr ist in dieser Bedeutung daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Adelung, Goethe, Grimm), OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

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erwähnen

Wortherkunft

Herr Alt Das Wort ist von dem ausgestorbenen mittelhochdeutschen Wort ge-wähenen = sagen, berichten, gedenken abgeleitet. Hieraus entwickelte sich später unsere heutige Bedeutung.
Das Verb erwähnen ist nicht verwandt mit dem Nomen Wahn und dem hiervon abgeleiteten Verb wähnen.

Hinweise zum Wort erwähnen

Bedeutung: a) etwas beiläufig anmerken

b) etwas urkundlich nennen, anführen

Beispielsatz: a) Er hat in unserem Gespräch gestern gar nicht erwähnt, dass er vor drei Wochen operiert wurde.

b) Der Name unserer Stadt wurde bereits im 12. Jahrhundert in einer Urkunde erwähnt.

Wortinfo: Wortart: Verb

; ich erwähne, du erwähnst, er/sie/es erwähnt, wir erwähnen; wir haben erwähnt

Worttrennung: er-wäh-nen

Aussprache: [ɛɐ̯ˈvɛːnən]

Wortformem (Flexion)

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich erwähne ich erwähnte ich habe erwähnt
2. Person du erwähnst du erwähntest du hast erwähnt
3. Person er/sie/es erwähnt er/sie/es erwähnte er/sie/es hat erwähnt
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir erwähnen wir erwähnten wir haben erwähnt
2. Person ihr erwähnt ihr erwähntet ihr habt erwähnt
3. Person sie erwähnen sie erwähnten sie haben erwähnt



Weiterführende Informationen zum Grundwort erwähnen
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Info - erwähnen

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Weiterführende Informationen zum Wort erwähnen

Entstehung: ahd. giwahanen neben giwahan, mhd. gewähenen, seit 16. Jh. als erwähnen im heutigen Sinne belegt

in Abgrenzung hierzu und nicht verwandt: ahd. mhd. wān, wōn = Vermutung, Meinung, Hoffnung, Erwartung, Vorstellung, Scheu (sh. DWDS); ab 16. Jh. = Selbsttäuschung, ab 18. Jh. trügerische Vorstellung, Medizin: krankhafte Erscheinung, zwanghafte Einbildung

Bedeutungs-

Unterschied:

Die Stadt Soest wurde bereits 836 urkundlich erwähnt. In einer alten Urkunde steht, dass die Stadt Lübeck bereits 1160 das Stadtrecht erhalten hat. Im ersten Beispiel bedeutet erwähnen, dass Soest möglicherweise schon sehr viel früher das Stadtrecht verlieben bekommen hat. Es bedeutet nicht, dass Soest 836 das Stadtrecht erhalten hat.
Wortbildungen: Adjektivbildungen: ersterwähnt, erwähnenswert, erwähntermaßen, obenerwähnt, vorerwähnt, unerwähnt, ...

Nomenbildungen: Ersterwähnung, Nichterwähnung, Obenerwähnte, ...

Ableitungen: Grundwort: erwähnen, Adjektiv: erwähnt, Nomen: Erwähnung

Unikales Morphem ?

Das Morphem wähn kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix er- vor. Es gibt keinen Bedeutungszusammenhang zwischen dem Morphem wähn in erwähnen und wähn im Verb wähnen (Grundwort Wahn).
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem wähn ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (versch. Wörterbücher, vor allem Adelung, Goethe, Grimm), OWID, ZDL sowie verschiedene nicht werbefreie Quellen: Duden Online-Wörterbuch, wissen.de, Wortbedeutung.info

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Flederwisch

Wortherkunft

Herr Alt
20260226 Plumeau.jpg
Das Wort ist zusammengesetzt aus den mittelhochdeutschen Verben vlederen (= flattern) und wischen.

Früher nannte man den aus Gänsefedern zusammengebundenen Staubbesen auch federwisch.

In der Abbildung rechts findest du einige Beispiele wie diese Federwische früher ausgesehen haben.

Hinweise zum Wort Flederwisch

Bedeutung: a) Wisch aus Gänsefedern zum Abstauben

früher auch Handfeger, der aus Gänseflügeln hergestellt wurde.

b) Scherzhafte Bezeichnung für ein unruhiges, lebhaftes Kind.

Beispielsatz: a) Das Stubenmädchen fegt mit dem Flederwisch den Staub vom Schrank.

b) Rita ist ein richtiger wilder Flederwisch

Wortinfo: Nomen: der Flederwisch, die Flederwische; Worttrennung: Fle-der-wisch; Aussprache: [ˈfleːdɐˌvɪʃ]

Wortformen

Das Grundwort kommt nur im 1. (Nominativ) und 4. Fall (Akkusativ) in der Einzahl (Singular) vor. Für den 2. (Genitiv) und 3. Fall (Dativ) können zwei verschiedene Formen gebildet werden. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e ergänzt, im 3. Fall (Dativ) en.
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Flederwisch die Flederwische
2. Fall Genitiv des Flederwischs, des Flederwisches der Flederwische
3. Fall Dativ dem Flederwisch, dem Flederwische den Flederwischen
4. Fall Akkusativ den Flederwisch die Flederwische

Weiterführende Informationen zum Grundwort Flederwisch
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Info - Flederwisch

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Weiterführende Informationen zum Wort Flederwisch

Entstehung: fledern: mhd. vlederen, vledern = flattern; mhd. vederwisch = Federwisch, seit 15. Jh. dann vlederwisch

wischen: ahd. wisken, mhd. wischen, wüschen

Ableitungen und Wortbildungen: fledern: hierzu Flederbeer, Fledermaus, Fledertier, zerfledern

fleddern: (rotw. fladern = waschen; vermutlich von mhd. vlederen abgeleitet), zerfleddern, Leichenfledderer, ...

Interessantes: Bei Wikipedia ist ein interessanter Artikel, der die Herstellung und Funktion der aus Gänsefedern gebundenen Handfeger oder Staubwedel beschreibt.

Unikales Morphem ?

Das Morphem fleder kommt isoliert im Verb fledern vor. Von diesem Verb gibt es weitere Wortbildungen, z. B. Flederhund, Fledermaus usw.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem fleder ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

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Abbildung: Flederwisch

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Firlefanz

Wortherkunft

Herr Alt Früher nannte man in Frankreich einen lustigen Tanz, in dem viel gehüpft und gesprungen wurde virelai. Daraus ist im späten Mittelalter das Wort firlifanz entstanden. Die Bedeutung überflüssiges Zeug und Unsinn hat sich hieraus erst später entwickelt.

Hinweise zum Wort Firlefanz

Bedeutung: überflüssiges, wertloses unnützes Zeug; törichtes Gerede; Unsinn
Beispielsatz: Nehmt keinen Firlefanz mit auf die Reise. Macht nicht so einen Firlefanz um die kleine Feier.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Fir-le-fanz

Aussprache: [ˈfɪʁləˌfants]

Wortformen

In der Einzahl (Singular) wird im 1., 3. und 4. Fall das Grundwort verwendet. Im 2. Fall Einzahl (Genetiv, Singular) wird ein es angehängt. In der Mehrzahl (Plural) wird im 1., 2. und 4. Fall ein e an das Grundwort ergänzt. Im 3. Fall Mehrzahl (Dativ, Plural) wird e durch en ersetzt.:
Singular Plural
1. Fall Nominativ der Firlefanz die Firlefanze
2. Fall Genitiv des Firlefanzes der Firlefanze
3. Fall Dativ dem Firlefanz den Firlefanzen
4. Fall Akkusativ den Firlefanz die Firlefanze



Weiterführende Informationen zum Grundwort Firlefanz
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Info - Firlefanz

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Weiterführende Informationen zum Wort Firlefanz

Entstehung: Die genaue Herkunft ist unklar. Vermutlich liegt dem Wort das  afrz. lai = Gedicht und afrz. virelai = Ringel-, Reigenlied zugrunde. Der zweite Teil des Wortes fanz könnte von mhd. tanz abgeleitet sein. Möglich ist aber auch, dass der Ursprung in dem  mhd. Wort alefanz = Schalk, Possen liegt.
Wortbildungen: Firlefanzerei, veraltet und heute nicht mehr gebräuchlich: firlefanzen, Firlefanzer
Ableitungen: -

Unikales Morphem ?

Die Morpheme firle und fanz kommen im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Die Morpheme firle und fanz sind daher unikale Morpheme.

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Belege/Quellen

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garstig

Wortherkunft

Herr Wort Das Wort garstig beschreibt etwas, das unangenehm, widerlich oder böse wirkt. Das kann sich sowohl auf das Verhalten einer Person beziehen, als auch auf Gerüche oder Situationen.
Herr Alt Das Wort geht auf mittelhochdeutsch garst zurück, das „ranzig, schlecht riechend“ bedeutete.

Verwandt ist althochdeutsch gerstī = Hass, Groll.

Ursprünglich bezeichnete garstig also etwas, das Ekel oder Abscheu hervorruft. Die Bedeutung wurde später auf Verhalten von Menschen übertragen.

Hinweise zum Wort garstig

Bedeutung: 1. widerlich, ekelerregend

2. böse, gemein, unangenehm im Verhalten

Beispielsatz: Er war heute besonders garstig zu seinen Mitschülern.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: gars-tig

Aussprache: [ˈɡaʁstɪç]

Wortformen

Das Wort garstig ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
garstig garstiger am garstigsten



Weiterführende Informationen zum Grundwort garstig
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Weiterführende Informationen zum Wort garstig

Entstehung: ie. *ghers-, *ghres- = Widerwille, Abscheu, Ekel → ahd. gerstī = Hass, Groll

→ mhd. garst = ranzig, übel riechend → nhd. garstig

Bedeutungsentwicklung: Ekel, Gestank → unangenehm → böse, gemein

Wortbildungen:
Ableitungen: Garstigkeit
Interessantes: Das Wort zeigt eine typische Bedeutungsverschiebung:
körperliche Wahrnehmung (Geruch) → moralische Bewertung (Charakter)

Ähnliche Entwicklungen gibt es bei Wörtern wie:

„faul“ (Geruch → Verhalten)
„stinkig“ (Geruch → Stimmung)

Das ältere Wort garst ist heute nicht mehr gebräuchlich.

Unikales Morphem ?

Das Morphem garst im Wort garstig kommt heute nicht mehr isoliert und nur in der Wortbildung garstig vor. Die einzige weitere Wortbildung (Garstigkeit) ist vom Adjektiv garstig abgeleitet.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garst ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, Goethe), ZDL, Duden-online

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Garaus

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv gar bedeutete im Mittelhochdeutschen „ganz, vollständig“, aus bedeutete „zu Ende“.

Das Nomen Garaus entstand aus dem Ausruf gar aus. Das riefen die Wachen Anfang des 16. Jahrhunderts in den Städten Nürnberg und Regensburg, wenn abends die Stadttore geschlossen wurden. Dieser Ausruf wurde später auf das Tagesende und den Glockenschlag übertragen, der das Ende des Tages „einläutete“.

Die Verbindung gar aus bedeutete also zunächst: „vollständig zu Ende“. Daraus entwickelte sich später das Nomen Garaus in der Bedeutung Ende.

Herr Wort Das Nomen wird heute nicht mehr isoliert verwendet. Es kommt nur noch in der Redewendung jemanden den Garaus machen vor und bedeutet jemanden töten, also das Leben eines Menschen absichtlich (mit Gewalt) beenden.

Diese Redewendung wird manchmal auch scherzhaft gemeint, z. B. „Kannst du nicht endlich der surrenden Mücke an der Fensterscheibe den Garaus machen." (freundliche Umschreibung für das Töten der Mücke).

Hinweise zum Wort Garaus

Bedeutung: Ende, vollständige Vernichtung (meist in festen Wendungen)
Beispielsatz: Der Sturm machte dem alten Baum den Garaus.
Wortinfo: Wortart: Nomen, Neutrum

Worttrennung: Gar-aus

Aussprache: [ˈɡaːɐ̯ˌʔaʊ̯s]

Wortformen

Das Wort Garaus wird meist nur im Singular verwendet und tritt überwiegend in festen Wendungen auf.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Garaus
2. Fall Genitiv des Garaus
3. Fall Dativ dem Garaus
4. Fall Akkusativ das Garaus



Weiterführende Informationen zum Grundwort Garaus
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Info - Garaus

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Weiterführende Informationen zum Wort Garaus

Entstehung: germ. *garwa- → ahd. garo = fertig, vollständig → mhd. gar = bereit, vollständig, ganz ; gar + aus = zu Ende

Ausruf: gar aus = vollständig vorbei → Substantivierung: das Garaus

Wortbildungen: den Garaus machen (feste Redewendung)
Ableitungen: -
Bedeutungs-

entwicklung:

Das Wort Garaus ist ein Beispiel für die sogenannte „Zusammenrückung“:
eine Wortgruppe („gar aus“) wird zu einem festen Wort.

Heute wird es fast ausschließlich in festen Wendungen verwendet, besonders:

„jemandem den Garaus machen“

Die ursprüngliche wörtliche Bedeutung („ganz aus“) ist im heutigen Sprachgefühl nicht mehr unmittelbar erkennbar.

Bei dem Adjektiv gar hat sich von der ursprünglichen Bedeutung ahd. garo = fertig eine Bedeutungsverengung auf den gastronomischen Bereich im Sinne von fertig gegart verengt.

Unikales Morphem ?

Das Wort Garaus ist zusammengesetzt aus dem Adjektiv gar und dem Adverb aus. Das Adjektiv gar wird heute nur in der eingeschränkten gastronomischen Bedeutung verwendet. In der Wortbildung Garaus wird heute kein Bedeutungszusammenhang zum Adjektiv gar gesehen.

Einerseits: Das Morphem gar (als Adjektiv gar) kommt auch isoliert und in anderen Wortbildungen (z. B. Garküche, Garkoch, halbgar) vor. Es handelt sich daher nicht um ein unikales Morphem.

Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem gar ist demnach kein unikales Morphem.
Andererseits: Heute wird kaum noch ein Zusammenhang zwischen dem Adjektiv gar (im gastronomischen Sinne) und dem Morphem gar im Nomen Garaus gesehen, zumal das Nomen nur noch in der Redewendung jemandem oder etwas den Garaus machen (im Sinne von töten, beenden) vorkommt. Aus diesem Grunde kann auch garaus als ein Morphem (= kleinste bedeutungstragende Einheit) betrachtet werden.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem garaus kann daher auch als ein unikales Morphem betrachtet werden.
Das Adjektiv gar (ahd. garo) hat zudem einen Bedeutungswandel erlebt, von ursprünglich ahd. garo = vollständig, gerüstet, bereit gemacht hin zur heutigen(eingeschränkten) Bedeutung gar = fertig gekocht, gebraten, gebacken etc.

Auch das Morphem gar in Garaus hat einen Bedeutungswandel vollzogen. Aus der ursprünglichen Bedeutung vollständig, vorbei in der Wortgruppe gar aus ist eine Redewendung entstanden, die auf jmdn. oder etw. töten, vernichten eingeschränkt ist.

Pik-Kreis-blau.jpg Wenn nur das Morphem gar isoliert betrachtet wird, so bleibt zunächst offen, ob es aufgrund der Bedeutungsverschiebungen als unikales Morphem betrachtet werden kann. Daher wird das Morphem gar bis zur Klärung zunächst als unklar eingestuft.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz sh. Adelung, vor allem Grimm-1, Wander (Sprichwörterlexikon Anfang 19. Jh. zeigt noch eine große Vielfalt der Redewendungen mit dem Nomen Garaus), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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gediegen

Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv hat sich bereits im Mittelalter aus dem Wort gedeihen (althochdeutsch githīhan) entwickelt. Gleichzeitig gab es schon sehr früh (8. Jahrhundert) das Wort gidigan, woraus später gediegen entstand.
Herr Wort Das Adjektiv kann gut und solide, wertvoll oder sorgfältig bearbeitet bedeuten.

In Norddeutschland wird gediegen umgangssprachlich auch in der Bedeutung seltsam oder eigenartig verwendet.

In der Bergmannssprache bezeichnet man mit gediegen Metalle, die keine fremden Bestandteile enthalten, also rein sind.

Hinweise zum Wort gediegen

Bedeutung: hochwertig, sorgfältig gemacht, geschmackvoll
Beispielsatz: Das Restaurant war sehr gediegen eingerichtet.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-die-gen

Aussprache: [ɡəˈdiːɡn̩]

Wortformen

Das Wort gediegen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden regelmäßig gebildet.

Positiv Komparativ Superlativ
gediegen gediegener am gediegensten



Weiterführende Informationen zum Grundwort gediegen
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Info - gediegen

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Weiterführende Informationen zum Wort gediegen

Entstehung: ahd. gidigan, mhd. gedigen; ursprünglich das Partizip Perfekt von ahd. githīhan, mhd. gedīhen = gedeihen

Das Adjektiv bedeutete ursprünglich „gut geraten“ oder „gut entwickelt“.

Wortbildungen: Gediegenheit, gediegenerweise
Ableitungen: -
Interessantes: In der Bergmannssprache spricht man von gediegenem Gold oder gediegenem Silber, wenn das Metall in reiner Form vorkommt.

Regional kann gediegen auch „merkwürdig“ oder „eigenartig“ bedeuten.

Unikales Morphem ?

Das Morphem dieg kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht selbstständig vor. Es erscheint nur noch mit dem Präfix ge- im Adjektiv gediegen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem dieg ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (vor allem Adelung, EWA, Goethe, Grimm), ZDL, Wikipedia, Duden-online

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gedunsen

Weiterleitung einrichten #Redirektaufgedunsen


Wortherkunft

Herr Alt Das Adjektiv ist vom ausgestorbenen althochdeutschen Verb dinsan = ziehen, zerren, schleppen abgeleitet.

Aus der Wortgruppe sich dinsen entwickelte sich die Bedeutung sich ausdehnen. Daraus entstand später das heute selten gebrauchte Wort gedunsen.

Im Mittelalter lautete die Form zunächst githinsan. Später entwickelte sich daraus gedunsen.

Wenn etwas aufgedunsen ist, dann ist es geschwollen oder ausgedehnt.

Herr Wort Das Grundwort dinsen wird heute nicht mehr gebraucht. Man sagt auch: Das Wort ist ausgestorben.

Auch die Ableitung gedunsen kommt heute nur noch selten vor. Häufiger verwendet man das Wort aufgedunsen.

Frau Fremd Englisch: swollen, puffed up

Französisch: gonflé

Lateinisch: tumidus

Hinweise zum Wort gedunsen

Bedeutung: geschwollen, ausgedehnt, aufgetrieben
Beispielsatz: Nach dem Stich war seine Hand ganz gedunsen.
Wortinfo: Wortart: Adjektiv

Worttrennung: ge-dun-sen

Aussprache: [ɡəˈdʊnzən]

Wortformen

Das Wort gedunsen ist ein Adjektiv. Die Vergleichsformen werden heute kaum verwendet.

Positiv Komparativ Superlativ
gedunsen gedunsener am gedunsensten



Weiterführende Informationen zum Grundwort gedunsen
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Info - gedunsen

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Weiterführende Informationen zum Wort gedunsen

Entstehung: ie. *tens = hin und herziehen

got. at-þinsan = heranziehen

ahd. thinsan, dinsan, mhd. dinsen = ziehen, zerren, schleppen

8. Jh. ahd. thinsan; 9. Jh. githinsan, später gedunsen

15. Jh. aufdinsen, aufdunsen, später aufgedunsen

Wortbildungen: aufgedunsen
Ableitungen: Dunst, gedunsen wirken
Interessantes: Das ursprüngliche Verb dinsen ist ausgestorben. Erhalten blieb das alte Morphem nur noch in wenigen Wörtern wie gedunsen oder aufgedunsen.

Unikales Morphem ?

Das Morphem duns beziehungsweise die ältere Form dins kommt heute nicht mehr selbstständig vor. Es erscheint fast nur noch in den Wörtern gedunsen und aufgedunsen.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem duns ist daher ein unikales Morphem.
Das Präfix ge- kommt dagegen in vielen deutschen Wörtern vor.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem ge- ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL, Duden-online

gedunsen: AWb, AWb-2, BMZ, Adelung, Grimm

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Gefahr

Frage: Autofahren ist gefährlich - Stimmt das? Was hat Gefahr / gefährlich mit fahren zu tun?

Gekröse

Wortherkunft

Herr Alt Das mittelhochdeutsche Wort gekrœse bedeutete kleines Gedärm. Es ist vom mittelhochdeutschen Adjektiv krus = gedreht, gekrümmt abgeleitet und bedeutete ursprünglich also das Krause oder das Gedrehte.
Herr Wort Das Wort bedeutete also ursprünglich kraus oder gedreht. Deshalb konnte es später verschiedene Dinge bezeichnen:

a) In der Anatomie nennt man die Falten im Bauchraum Gekröse. Diese umgeben die inneren Organe und halten halten sie zusammen. Diese Falten sehen auf den ersten Eindruck ziemlich kraus und wirr aus.

b) In der Medizin bezeichnet Gekröse die Eingeweide oder Innereien von Menschen und Tieren. Der Darm ist stark gewunden und gedreht, daher dieser Name.

Bi-W-G Portrait Confused With Johannes Kepler 1610.jpg

c) In der Gastronomie nennt man essbare Innereien, besonders von Rindern oder Lämmern, ebenfalls Gekröse.

d) Früher bezeichnete man auch eine kraus gefaltete Halskrause als Gekröse. Auch diese sieht kraus und gedreht aussah. Dieses Kleidungsstück ist aus der Mode gekommen. Du findest es nur noch auf alten Bildern. Auf dem rechten Bild siehst du eine solche Halskrause.

Hinweise zum Wort Gekröse

Bedeutung: Eingeweide, Darmgekröse oder Innereien
Beispielsatz: Der Arzt untersuchte das Gekröse des Patienten.
Wortinfo: Wortart: Nomen

Worttrennung: Ge-krö-se

Aussprache: [ɡəˈkʁøːzə]

Wortformen

Das Wort Gekröse ist ein Nomen sächlichen Geschlechts. Es wird meist nur im Singular verwendet.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Gekröse die Gekröse
2. Fall Genitiv des Gekröses der Gekröse
3. Fall Dativ dem Gekröse den Gekrösen
4. Fall Akkusativ das Gekröse die Gekröse



Weiterführende Informationen zum Grundwort Gekröse
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Info - Gekröse

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Weiterführende Informationen zum Wort Gekröse

Entstehung: germ. *kruzla, ahd. krul, mhd. krol = kraus, lockig

mhd. krus = gedreht, gekrümmt, kraus

mhd. gekrœse = kleines Gedärm; ürsprünglich also das Gedrehte oder das Krause

Wortbildungen: Darmgekröse, Kalbsgekröse

veraltet: gekröselt, Gekrösader, Gekrösdrüse, Gekrösentzündung, Gekrösfell, Gekrösgeflecht, Gekröshaut, Gekrösmantel, Gekröspulsader, Gekrösschlagader

Grundwort: Kröse, kröseln; Kröselzange, Kröseeisen, Kröseldorn (Krausbeere)
Interessantes: Das Wort Gekröse wurde früher auch für die gefaltelte Halskrause verwendet, weil diese stark gekräuselt war.

In der heutigen Alltagssprache wird das Wort meist nur noch in der Medizin oder Fachsprache verwendet.

Unikales Morphem ?

Das Morphem kröse kommt im heutigen Sprachgebrauch als Nomen in einigen Dialekten, als Fachbegriff (Küfer, Glaser) und als Adjektiv kröseln vor. Demnach kommt das Morphem nicht isoliert und auch in verschiedenen Wortbildungen vor.
Es gibt keinen etymologischen- oder Bedeutungszusammenhang zum Verb krosen, dem Nomen Kros/Krös und dem Eigennamen Krösus.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem krös ist daher kein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

Gekröse: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (Adelung, BDO, BMZ, Grimm, RhWb, ), ZDL, Duden-online

Kröse: DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, (BDO, BMZ, Grimm), Idiotikon (Chrȫs, Grȫsch, Chrȫsch), Krünitz, ZDL, Duden-online

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Gelichter

Wortherkunft

Herr Wort Das Wort Gelichter bezeichnet heute meistens eine Gruppe von Menschen, über die man sich ärgert oder schlecht denkt. Gemeint ist oft Gesindel oder eine unangenehme Menschengruppe.
Herr Alt Das war früher ganz anders. Da hatte das Nomen Gelichter eine eher positive Bedeutung.

Im Mittelalter gab es das Wort lehtar. Es bedeutete Lager, Bett. Mit der Vorsilbe ge- entstand hieraus gelihter.

Aus der Bedeutung Menschen, die aus dem gleichen Lager kommen entstand die Bedeutung Menschen mit übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht. Ab dem 17. Jahrhundert verschob sich die Bedeutung zunehmend ins negative. Heute bedeutete das Nomen Gesindel und wird umgangssprachlich eher als Schimpfwort und beleidigend verwendet.

Hinweise zum Wort Gelichter

Bedeutung: abwertend: eine als schlecht oder unangenehm angesehene Gruppe von Menschen; Gesindel
Beispielsatz: Der alte Mann wollte mit diesem lauten Gelichter nichts zu tun haben.

Nachts treiben sich im Park allerlei Gelichter herum.

Wortinfo: Wortart: Nomen, Neutrum

Worttrennung: Ge·lich·ter

Aussprache: [ɡəˈlɪçtɐ]

Wortformen

Das Wort Gelichter wird meist nur im Singular verwendet. Es bezeichnet häufig eine Menschengruppe als Gesamtheit.

Singular Plural
1. Fall Nominativ das Gelichter die Gelichter
2. Fall Genitiv des Gelichters der Gelichter
3. Fall Dativ dem Gelichter den Gelichtern
4. Fall Akkusativ das Gelichter die Gelichter



Weiterführende Informationen zum Grundwort Gelichter
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - Gelichter

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Weiterführende Informationen zum Wort Gelichter

Entstehung: ie. *legh- = (sich) legen, liegen; lat. lectus = Lagerstatt, Bett
⇒ ahd. lehtar = Lager (9. Jh.)
⇒ ahd. gilehtar = Gebärmutter, eigentlich: Ort, wo das Kind liegt (ca. 10. Jh.)
⇒ mhd. gelihter = Menschen übereinstimmender Art, Sippe, Geschlecht (ca. 14. Jh.)
⇒ nhd. Gelichter = Menschengruppe
⇒ später abwertend: Gesindel (ab 17. Jh.)
Wortbildungen: Diebsgelichter / Diebesgelichter
Ableitungen: -
Interessantes: Das Wort hatte ursprünglich keine negative Bedeutung. Erst im Laufe der Sprachgeschichte wurde daraus ein Schimpfwort für eine als unangenehm empfundene Menschengruppe.

Unikales Morphem ?

Das Morphem licht(er) kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor. Ein etymologischer oder Bedeutungszusammenhang zum Nomen Licht besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem licht(er) ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm, Goethe, PfWb, RhWb), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen



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genesen

Wortherkunft

Herr Alt Das Verb genesen ist schon sehr alt. Vor rund tausend Jahren schrieb man ginesan. Das bedeutete überleben oder gerettet werden. Mit der Zeit hat sich die Bedeutung eingeengt. Früher hatte das Verb auch die Bedeutung ein Kind gebären, zur Welt bringen. Diese Bedeutung findest du heute aber nur noch in alten gehobenen Texten.
Herr Wort Heute bedeutet genesen vor allem nach einer Krankheit wieder gesund werden.

Hinweise zum Wort genesen

Bedeutung: nach einer Krankheit wieder gesund werden
Beispielsatz: Nach einigen Wochen im Krankenhaus ist die Patientin wieder genesen.
Wortinfo: Wortart: Verb

Worttrennung: ge·ne·sen

Aussprache: [ɡəˈneːzn̩]

Wortformen

Das Verb genesen ist ein starkes Verb. Das Präteritum lautet genas. Das Partizip II heißt genesen, Hilfsverb sein.

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich genese ich genas ich bin genesen
2. Person du genest du genasest, genast du bist genesen
3. Person er/sie/es genest er/sie/es genas er/sie/es ist genesen
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir genesen wir genasen wir sind genesen
2. Person ihr genest ihr genaset ihr seid genesen
3. Person sie genesen sie genasen sie sind genesen



Weiterführende Informationen zum Grundwort genesen
Wörter: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z



Info - genesen

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Weiterführende Informationen zum Wort genesen

Entstehung: ie. *nes- wohlbehalten wohin gelangen, das sichere Heim erreichen → germ. *nazjan genesen machen
⇒ ahd. nerien → mhd. neren, nerigen = genesen machen, (er)retten, am Leben erhalten → nähren = mit Nahrung versorgen
⇒ ahd. ginesan, mhd. genesen = gesund werden
Wortbildungen: genesen: wiedergenesen
Genesung (Erstglied): Genesungsbegleiter, Genesungschance, Genesungsheim, Genesungskompanie, Genesungskur, Genesungsnachweis, Genesungsprozess, Genesungsurlaub, Genesungswunsch, Genesungszeit
Genesung (Letztglied): Müttergenesung, Müttergenesungsheim, Müttergenesungskur, Müttergenesungswerk, Wiedergenesung
Genesene: Genesenennachweis, Genesenenstatus
Ableitungen: Genesung, die/der Genesene
Interessantes:
Quelle
Während der Corona-Pandemie wurde das Wort Genesene sehr häufig verwendet. Damit bezeichnete man Menschen, die eine Corona-Erkrankung überstanden hatten. Auch Wörter wie Genesungsnachweis oder Genesenenstatus wurden damals oft benutzt.

Die rechte Grafik zeigt den Verlauf des Nomens Genesung. Nach dem zweiten Weltkrieg und vielen Verletzten Soldaten und Zivilisten ging die Verwendungskurve mit einiger Verzögerung (die für die Genesung gebraucht wurde) steil nach oben. Fast auf den gleichen Höchststand stieg die Kurve 2021 in Folge der Coronapandemie an.

Unikales Morphem ?

Das Morphem nes kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert sondern nur mit dem Präfix ge- im Wort genesen vor. Wortbildungen kommen zum Morphem nes nur zusammen mit dem Präfix ge- vor.
Auf den gleichen germanischen Worturspung kann auch das Verb nähren zurückgeführt werden. Allerdings hat sich hieraus ein Morphem mit völlig anderer Schreibung entwickelt.
Einen etymologischen und Bedeutungszusammenhang zur Wortfamilie Genese besteht nicht.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem nes ist daher ein unikales Morphem.

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Belege/Quellen

DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, zu den alten Bedeutungen sh. vor allem: Grimm, hier 2. und 3., Goethe hier 2., Krünitz, Mittelhochdeutsch Wb), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)

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Genosse

#REDIRECT [[genießen]], #REDIRECT [[Genuss]], #REDIRECT [[genüsslich]], #REDIRECT [[nutzen]], #REDIRECT [[nütze]], #REDIRECT [[nützlich]]


Wortherkunft

Herr Alt Bei den Germanen bezeichnete man mit *nauta wertvolles Vieh oder Nutzvieh. Ein *ga-nauta war ursprünglich jemand, der mit anderen dasselbe Vieh oder denselben Besitz gemeinsam hatte. Daraus entstand im Althochdeutschen ginōʒ und später mittelhochdeutsch genōʒ(e). Gemeint war also zuerst jemand, der mit anderen etwas gemeinsam nutzt oder besitzt.
Herr Wort Das Wort Genosse bedeutete ursprünglich Gefährte, Begleiter oder jemand, der mit anderen in einer Gemeinschaft verbunden ist. Später wurde es auch für Menschen verwendet, die gleiche Ziele oder gleiche politische Überzeugungen haben. Besonders in sozialdemokratischen, sozialistischen und kommunistischen Parteien wurde Genosse zu einer Anrede für Parteimitglieder.
Frau Fremd Das vom germanischen abgeleitete deutsche Wort Genosse hat sich in anderen europäischen Sprachen nicht durchgesetzt. Hier werden oft vom lateinischen camerata abgeleitete Begriffe verwendet:
Land Genosse
Englisch: comrade
Französisch: camarade
Norwegisch: kamerat
Portugiesisch: camarada
Rumänisch: camarad
Schwedisch: kamrat
Spanisch: camarada
Im 16. Jahrhundert kam der Kamerad über Frankreich (camarade) auch in den deutschen Sprachraum, ab Ende des 19. Jahrhunderts auch zunehmend die Kameradin. Zunächst war der Kamerad der Soldat in der eigenen Armee. Später wurde der Begriff allgemein auf Personen ausgeweitet, mit der man durch ein gemeinsames Interesse, Beruf usw. verbunden ist, zum Beispiel: Klassenkamerad, Schützenkamerad, Schulkamerad, Sportskamerad sowie abwerten und in übertragenem Sinn der Pappkamerad.

Hinweise zum Wort Genosse

Bedeutung: a) veraltend: Kamerad, Begleiter, Gefährte

b) Mitglied oder Anhänger einer linksgerichteten politischen Partei
c) Mitglied einer Genossenschaft

Beispielsatz: Die Genossen trafen sich am Abend zur Versammlung.
Wortinfo: Wortart: Nomen, maskulin

Worttrennung: Ge·nos·se

Aussprache: [ɡəˈnɔsə]

Wortformen

Wortformen zu Genosse

Das Wort Genosse ist ein schwach gebeugtes Nomen. Das bedeutet: In fast allen Fällen außer dem Nominativ Singular endet es auf -n.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Genosse die Genossen
2. Fall Genitiv des Genossen der Genossen
3. Fall Dativ dem Genossen den Genossen
4. Fall Akkusativ den Genossen die Genossen

Wortformen zu genießen

Das Wort genießen ist ein starkes Verb.

Gegenwart

(Präsens)

1. Vergangenheit

(Präteritum)

2. Vergangenheit

(Perfekt)

Einzahl

(Singular)

1. Person ich genieße ich genoss ich habe genossen
2. Person du genießt du genossest du hast genossen
3. Person er/sie/es genießt er/sie/es genoss er/sie/es hat genossen
Mehrzahl

(Plural)

1. Person wir genießen wir genossen wir haben genossen
2. Person ihr genießt ihr genosst ihr habt genossen
3. Person sie genießen sie genossen sie haben genossen

Wortformen zu Genuss

Das Wort Genuss ist ein Nomen.

Singular Plural
1. Fall Nominativ der Genuss die Genüsse
2. Fall Genitiv des Genusses der Genüsse
3. Fall Dativ dem Genuss den Genüssen
4. Fall Akkusativ den Genuss die Genüsse



Weiterführende Informationen zum Grundwort Genosse
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Info - genießen (Wortgruppe)

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Begriffsentwicklung

Bi-W-G genießen.jpg

ie. *neṷd- = etwas ergreifen, in Nutzung nehmen, nutzen

Von dieser indoeuropäische Wurzel *neṷd lassen sich viele verschiedene heute noch gebräuchliche Wörter zurückführen:
⇒ a) Nutz: germ. *nauta- = Vieh, wertvolle Habe, Nutzvieh
⇒ ahd., mhd. nōʒ = Nutz-, Zug-, Lasttier - später auch verallgemeinert und übertragen im Sinne von Vorteil haben, Nutzen Dieses Nomen ist ausgestorben; es wurde im 17., 18. Jh. zunehmend vom Nomen Nutzen verdrängt.
Nutzen: ahd. nuz, nuzza, mhd. nuz = Gebrauch, Ertrag, Gewinn, Vorteil
Ableitungen: nutzen, nützen, nützlich, nütze
⇒ b) genießen: germ. *neutan = etwas in Nutzung nehmen
⇒ ahd. nioʒan, ginioʒan, mhd. (ge)nieʒen = etw. benutzen, genießen
⇒ mhd. nieʒ, frühnhd. Nieß = Benutzung, Nutznießung; dieses Nomen ist ausgestorben; die Bedeutung ist noch erhalten in:
Ableitung: Nießbrauch = Recht auf Nutzung fremden Eigentums
Genuss: mhd. genieʒ, nhd. Genieß später auch Genüß (hiervon abgeleitet genüsslich);
dieses Nomen wurde im 18./19. Jh. zunehmend von der parallel Form verdrängt und ist ausgestorben:
mhd. genuʒ, hd. Genuß mit gleicher Bedeutung: zunächst Nutznießung, Gewinn, ab dem 18. Jh. dann Freude, Wohlbefinden (beim Essen etc. bei Dingen die als schön empfunden werden)
Ableitung: genüsslich
⇒ c) Genosse/Genossin: germ. *ga-nauta- = jemand, der dasselbe Vieh oder denselben Besitz gemeinsam hat
⇒ ahd. ginōʒ, ginōʒo, mhd. genōʒ(e) = jemand, der mit anderen etwas gemeinschaftlich hat (z. B. Wesen, Stand, Herkunft), Gleichgestellter, Gefährte
⇒ nhd. Genosse = Gefährte; politisch (ab Mitte 19. Jh.) = Mitglied oder Anhänger einer linksgerichteten Partei
Wortbildung: Genossenschaft, weitere Wortbildungen sh. Kap. Wortbildungen

Beispiel:

Das Wort Genosse hängt mit genießen zusammen. Früher bedeutete genießen nicht nur „Freude an etwas haben“, sondern auch „etwas nutzen“. Ein Genosse war also ursprünglich jemand, der mit anderen etwas gemeinsam nutzte.

Ein Beispiel: Eine Gemeinde an der Nordseeküste hat einen Deich gebaut. Um ihn zu schützen wurde der Deich mit einer Wildwiese bepflanzt. Diese Weide stell sie verschiedenen Bauer zur Nutzung zur Verfügung.

Diese Bauern genossen also den Vorteil, die Weide gemeinsam zu nutzen zu dürfen. Sie waren Genossen und Nutznießer der Weide. Man könnte auch sagen, dass die in den Genuss gekommen sind, die Weide benutzen zu dürfen, obwohl sie ihnen nicht gehört.

Heute ist die ursprüngliche Bedeutung des Verbs genießen (= Benutzung) noch in der Wortbildung Nießbrauch (Recht auf Nutzung fremden Eigentums) enthalten.

Wortbildungen

genießen

Wortbildungen zum Grundwort genießen
Erstglied

Nutz, nieß, nütz

Wortbildungen zum Grundwort Nutz und den hiervon abgeleiteteten Wortteilen nieß und nütz
Erstglied

Nutzen

Nutzen, Nutzer, Nutzung

Wortbildungen zum Grundwort Nutzen
-nutz-
Erstglied Nutzanwendung, Nutzbarkeit, Nutzbarmachung, Nutzbau, Nutzbaum, Nutzboden, Nutzdatum, Nutzeffekt, Nutzeiche, Nutzende, Nutzenergie, Nutzfahrzeug, Nutzfisch, Nutzfläche, Nutzgarten, Nutzgeflügel, Nutzgegenstand, Nutzhanf, Nutzholz, Nutzinhalt, Nutzinsekt, Nutzkilometer, Nutzkosten, Nutzkraftwagen, Nutzkraftwagenwerk, Nutzkunst, Nutzladefaktor, Nutzladung, Nutzland, Nutzlast, Nutzlastkapazität, Nutzlastverkleidung, Nutzleistung, Nutzlosigkeit, Nutzmüll, Nutzpflanze, Nutzraum, Nutzrecht, Nutzschicht, Nutztier, Nutztierart, Nutztierbestand, Nutztierhaltung, Nutztierrasse, Nutzvieh, Nutzwald, Nutzwärme, Nutzwasser, Nutzwert, Nutzwertanalyse, Nutzwild,
Binnenglied Benutzbarkeit, Gesamtnutzfläche, Hauptnutzfläche, Nichtsnutzigkeit, Wohnnutzfläche, ...
Letztglied Eigennutz, Gemeinnutz, Nichtsnutz, ...
nutzen
Erstglied Nutzenaufbau, Nutzenbewertung, Nutzenerwartung, Nutzenfunktion, Nutzenkalkül, Nutzen-Kosten-Analyse, Nutzenmaximierung, Nutzenniveau, Nutzenpotential, Nutzenpotenzial, Nutzentrenner, Nutzenwert, ...
Leztglied Doppelnutzen, Dreifachnutzen, Fertigungsnutzen, Gesamtnutzen, Grenznutzen, Grenznutzenschule, Hauptnutzen, Kollateralnutzen, Kosten-Nutzen-Verhältnis, Kundennutzen, Mehrfachnutzen, Mehrnutzen, Mindernutzen, Nettonutzen, Privatnutzen, Umweltnutzen, Vierfachnutzen, Zusatznutzen, Zusatznutzen , ...
Nutzer
Erstglied Nutzerbetreuung, Nutzerdaten, Nutzerdatum, Nutzererfahrung, Nutzererlebnis, Nutzerfreundlichkeit, Nutzergebühr, Nutzergemeinschaft, Nutzergruppe, Nutzerkonto, Nutzerkreis, Nutzername, Nutzerprofil, Nutzerrückgang, Nutzerschwund, Nutzerseite, Nutzerverhalten, Nutzerverwaltung, Nutzerzahl,
Leztglied Bahnnutzer, Büronutzer, Computernutzer, Dauernutzer, Eigennutzer, Endnutzer, Fernsehnutzer, Fremdnutzer, Grundstücksnutzer, Handynutzer, Hauptnutzer, Internetnutzer, Mediennutzer, Mobilfunknutzer, Nachnutzer, Naturnutzer, Netznutzer, Normalnutzer, ÖPNV-nutzer, Privatnutzer, Selbstnutzer, Smartphone-Nutzer, Telefonnutzer, Vielnutzer, Wohnungsnutzer, Zwischennutzer, ...
Benutzer Benutzer, Benutzerin
Benutzerausweis, Benutzerbeitrag, Benutzerdisk, Benutzerfreundlichkeit, Benutzerführung, Benutzergebühr, Benutzergruppe, Benutzerhandbuch, Benutzerkonto, Benutzerkreis, Benutzername, Benutzeroberfläche, Benutzerordnung, Benutzerraum, Benutzerschnittstelle, Benutzersperrung, Benutzervorteil, Benutzerzahl,
Archivbenutzer, Autobenutzer, Bahnbenutzer, Benutzer, Bibliotheksbenutzer, Busbenutzer, Computerbenutzer, Drogenbenutzer, Gelegenheitsbenutzer, Handybenutzer, Internetbenutzer, Kondombenutzer, Netzbenutzer, Postbenutzer, Postbenutzerverband, Rollstuhlbenutzer, Sprachbenutzer, Sprachbenutzerin, Straßenbenutzer, Telefonbenutzer, ...
Nutzung
Erstglied Nutzungszweck, Nutzungszone, Nutzungszeit, Nutzungswunsch, Nutzungsvorschlag, Nutzungsvertrag, Nutzungsverordnung, Nutzungsverhalten, Nutzungsvereinbarung, Nutzungsverbot, Nutzungsuntersagung, Nutzungsrecht, Nutzungsplan, Nutzungsphase, Nutzungsmöglichkeit, Nutzungsmodell, Nutzungsmenge, Nutzungskonzept, Nutzungskonflikt, Nutzungsinteresse, Nutzungsintensität, Nutzungsgrad, Nutzungsgenehmigung, Nutzungsgebühr, Nutzungsformen, Nutzungsform, Nutzungsfläche, Nutzungserlebnis, Nutzungserlaubnis, Nutzungsentschädigung, Nutzungsentgelt, Nutzungsdauer, Nutzungsbeschränkung, Nutzungsberechtigung, Nutzungsberechtigter, Nutzungsbedingung, Nutzungsausfall, Nutzungsart, Nutzungsanteil, Nutzungsanspruch, Nutzungsänderung, ...
Letztglied Baunutzungsverordnung, Bauwerknutzung, Biomassenutzung, Bodennutzung, Datennutzung, Eigennutzung, Energienutzung, Erdwärmenutzung, Erstnutzung, Fahrzeugnutzung, Fernsehnutzung, Flächennutzung, Flächennutzungsplan, Forstnutzung, Gartennutzung, Handynutzung, Internetnutzung, Kabelnutzung, Kartennutzung, Kernenergienutzung, Landnutzung, Mediennutzung, Mehrfachnutzung, Mehrnutzung, Mehrzwecknutzung, Mitnutzung, Nachnutzung, Online-Nutzung, ÖPNV-Nutzung, Parkdecknutzung, Privatnutzung, Raumnutzung, Ressourcennutzung, Rollatornutzung, Selbstnutzung, Smartphonenutzung, Sommernutzung, Sonnenenergienutzung, Straßennutzung, Straßennutzungsgebühr, TV-Nutzung, Übernutzung, Umnutzung, Vernutzung, Waldnutzung, Wärmenutzung, Wassernutzung, Wasserstoffnutzung, Weidenutzung, Weiternutzung, Zweinutzungshuhn, Zweinutzungsrasse, Zweitnutzung, Zwischennutzung, ...
Präfix ab- Abnutzung, Abnutzungsbetrag, Abnutzungserscheinung, Abnutzungsgebühr, Abnutzungskrankheit, Abnutzungskrieg, Abnutzungsspur, ...
Präfix aus- Ausnutzung, Ausnutzungsgrad, Chancenausnutzung, Energieausnutzung, Grundstücksausnutzung, Kapazitätsausnutzung, Maschinenausnutzung, Materialausnutzung, Platzausnutzung, Raumausnutzung, Stromausnutzung, Wärmeausnutzung,
Präfix be- Benutzung, Benutzungsgebühr, Benutzungsoberfläche, Benutzungsordnung, Benutzungspflicht, Benutzungsvorschrift, Benutzungszeit, Benutzungszwang, ...
Archivbenutzung, Archivbenutzung, Autobahnbenutzungsgebühr, Badbenutzung, Benutzungsentgelt, Forstbenutzung, Gartenbenutzung, Gewerbenutzung, Handybenutzung, Kanalbenutzungsgebühr, Küchenbenutzung, Mitbenutzung, Nichtbenutzung, Straßenbenutzung, Straßenbenutzungsgebühr, Toilettenbenutzung, Vorbenutzung, ...
Präfix sonder-- Sondernutzung, Sondernutzungserlaubnis, Sondernutzungsgebühr, Sondernutzungsgenehmigung, Sondernutzungsrecht, Sondernutzungssatzung,
Adjektive und Verben zum Grundwort nutz(en)
Adjektive nichtsnutzig, nutzbringend, nutzenorientiert, nutzerfreundlich, nutzergetrieben, nutzerunabhängig, nutzlos, nutzungsabhängig, nutzungsberechtigt, nutzwertig, zunutze, ...
Präfix ge- genutzt, abgenutzt, ausgenutzt, eigengenutzt, fremdgenutzt, meistgenutzt, mitgenutzt, nichtgenutzt, selbstgenutzt, umgenutzt, unausgenutzt, ungenutzt, untergenutzt, vielgenutzt, weitergenutzt, ...
Suffix -bar nutzbar, ausnutzbar, benutzbar, unbenutzbar, ...
Präfix be- benutzerdefiniert, benutzerfreundlich, benutzungspflichtig, ...
benutzt, meistbenutzt, mitbenutzt, unbenutzt, vielbenutzt,
Verben nutzen, abnutzen, ausnutzen, benutzen, mitbenutzen, mitnutzen, nachnutzen, übernutzen, umnutzen, vernutzen, vernutzen , weiterbenutzen, weiternutzen, ...

Genuss

Das Letztglied der Wortbildungen zum Grundwort Genuss beschreibt, was bei jemandem zum Genussgefühl führen kann. Diese Wortbildungen sind von Mensch zu Mensch verschieden und die Wortbildungen hierzu produktiv. Das zeigt sich auch in der Analyse verschiedener Wörterbücher und Wortschätze. So findet der Duden beispielsweise, dass Hören genussvoll sein kann (Hörgenuss). In anderen Wortschätzen (z. B. Wiktionary) finden wir den Drogengenuss, Kulturgenuss oder Lesegenuss. In der umfangreichen Gegenwartskorpora des DWDS ist der Musikgenuss ein Vollgenuss.So hat jedes Wörterverzeichnis seine eigenen Vorlieben, so wie die Macher(innen) der Wörterbücher.

Wortbildungen zum Grundwort Genuss
Erstglied Genussdroge, Genussfähigkeit, Genussforschung, Genussgier, Genussgift, Genusskapital, Genusskultur, Genussläufer, Genussmensch, Genussmittel, Genussmittelbereich, Genussmittelbranche, Genussmittelgewerbe, Genussmittelindustrie, Genussmittelkonzern, Genussrecht, Genussrechte, Genussrechtskapital, Genussregion, Genussreife, Genussschein, Genussscheinemission, Genussscheininhaber, Genussscheinkapital, Genussspecht, Genusssucht, Genusswille, ...
Letztglied Alkoholgenuss, Branntweingenuss, Drogengenuss, Fahrgenuss, Fischgenuss, Fleischgenuss, Hochgenuss, Hörgenuss, Kaffeegenuss, Kulturgenuss, Kunstgenuss, Laufgenuss, Lebensgenuss, Lesegenuss, Musikgenuss, Naturgenuss, Opiumgenuss, Ruhegenuss, Selbstgenuss, Sinnengenuss, Sinnesgenuss, Tabakgenuss, Tabaksgenuss, Übergenuss, Versorgungsgenuss, Vollgenuss, Weingenuss, Werkgenuss, Zinsgenuss, ...
Adjektive genussbetont, genussfähig, genussfertig, genussfreudig, genussfroh, genussorientiert, genussreich, genussreif, genusssüchtig, genussvoll, ...
genüss- genüsslich, Genüssling, Genüsslichkeit

Interessant ist das Wort genüsslich. Früher gab es das Nomen Genieß und dazu das Adjektiv genießlich. Ab dem 17. Jahrhundert setzte sich die schon im Mittelalter vorhandene Substantivierung Genuß (mhd. genuʒ) und vereinzelt auch Genüß durch. Zur gleichen Zeit verschwand auch genießlich zugunsten von genüßlich. Es ist die einzige Adjektivableitung, die den Umlaut aus dem Plural Genüsse übernimmt. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts standen die Nomenbildungen Genießling und Genüßling noch gleichberechtigt nebeneinander in den Wörterbüchern (Duden, Wahring).

Genosse

Fast alle Bildungen mit -genosse gehen auf dieselbe Grundbedeutung zurück, jemand, der etwas gemeinsam mit anderen hat oder erlebt. Die Unterschiede entstehen erst durch das Erstglied:

Berufsgenosse → gemeinsamer Beruf
Leidensgenosse → gemeinsames Leiden
Tischgenosse → gemeinsames Essen
Volksgenosse → Zugehörigkeit zu einem Volk

Die Wortbildungen zum Grundwort Genosse können inhaltlich fünf Bedeutungsgruppen zugeordnet werden: 1. Gemeinschaft nach sozialer Zugehörigkeit

Menschen gehören aufgrund von Herkunft, Stand, Beruf, Ausbildung oder politischer/religiöser Haltung zusammen, z. B. Eidgenosse, Parteigenosse, ...

2. Gemeinschaft durch gemeinsames Leben oder Handeln

Menschen erleben, tun oder erleiden etwas gemeinsam, z. B. Leidensgenosse, Weggenosse, ...

3. Natürliche oder biologische Zugehörigkeit

Gemeinsamkeit aufgrund natürlicher Merkmale, z. B. Artgenosse, Zeitgenosse, ...

4. Rechtlich-wirtschaftliche Gemeinschaft

Gemeinschaft durch Besitz, Schutz oder rechtliche Ordnung, z. B. Jagdgenosse, Bundesgenosse, ...

5. Sonder- und Einzelbildungen

Lexikalisierte oder historisch spezielle Bildungen, z. B. Altgenosse, Lebensgenosse, ...

In der folgenden Tabelle wird in der 1. Spalte beispielhaft diese Bedeutungsgruppe angegeben (bei einigen Wörtern sind auch verschiedene Gruppenzuordnungen möglich). Die Spalte 3 enthält die Weiblichkeitsform Genossin, wenn diese in Online-Wörterbüchern aufgeführt ist. Die Spalten 2 und 3 sind mit verschiedenen Quellen verlinkt.

Wortbildungen mit Genosse als Grundwort (Letztglied)
Bedeutung männlich weiblich Bedeutung
3 Artgenosse Artgenossin Lebewesen derselben Art
2 Bettgenosse Bettgenossin Person, mit der man ein Bett teilt
4 Bundesgenosse Bundesgenossin Verbündeter Staat oder Verbündeter
1 Eidgenosse Eidgenossin Angehöriger der Schweizer Eidgenossenschaft
3 Geschlechtsgenosse Geschlechtsgenossin Lebewesen gleichen Geschlechts
4 Gesinnungsgenosse Gesinnungsgenossin Person gleicher politischer oder weltanschaulicher Haltung
4 Glaubensgenosse Glaubensgenossin Person gleichen Glaubens
2 Hausgenosse Hausgenossin Mitbewohner
2 Leidensgenosse Leidensgenossin Person mit gleichem Leid oder Schicksal
4 Parteigenosse Parteigenossin Mitglied derselben Partei
2 Schicksalsgenosse Schicksalsgenossin Person mit gleichem Schicksal
2 Tischgenosse Tischgenossin Person, mit der man gemeinsam isst
3 Zeitgenosse Zeitgenossin Mensch derselben Zeit
2 Zellengenosse Zellengenossin Mitgefangener in derselben Zelle
2 Zimmergenosse Zimmergenossin Mitbewohner desselben Zimmers
3 Altersgenosse Altersgenossin Person gleichen Alters
5 Altgenosse Altgenossin älteres Mitglied einer Gemeinschaft oder Partei
1 Amtsgenosse Amtsgenossin Person im gleichen Amt
2 Arbeitsgenosse Arbeitsgenossin Person, mit der man zusammen arbeitet
1 Berufsgenosse Berufsgenossin Person desselben Berufs
1 Dorfgenosse Dorfgenossin Mitglied derselben Dorfgemeinschaft
1 Fachgenosse Fachgenossin Person desselben Fachgebiets
2 Fahrtgenosse Fahrtgenossin Mitreisender
4 Jagdgenosse Jagdgenossin Mitglied einer Jagdgenossenschaft
2 Kampfgenosse Kampfgenossin Mitstreiter im Kampf
1 Klassengenosse Klassengenossin Mitschüler derselben Klasse
2 Lebensgenosse Lebensgenossin Lebensgefährte
4 Markgenosse Markgenossin Mitglied einer Markgenossenschaft
2 Reisegenosse Reisegenossin Mitreisender
2 Schlafgenosse Schlafgenossin Person, die gemeinsam schläft oder ein Bett teilt
4 Schutzgenosse Schutzgenossin Person unter gemeinsamem Schutzverhältnis
4 SED-Genosse SED-Genossin Mitglied der SED
4 Sinnesgenosse Sinnesgenossin Person gleicher Gesinnung oder Einstellung
1 Stammesgenosse Stammesgenossin Mitglied desselben Stammes
1 Standesgenosse Standesgenossin Angehöriger desselben Standes
1 Studiengenosse Studiengenossin Mitstudent
1 Volksgenosse Volksgenossin Angehöriger desselben Volkes; historisch politisch belastet
2 Weggenosse Weggenossin Begleiter auf einem gemeinsamen Weg
4 Weidgenosse Weidgenossin Mitglied einer Weidegenossenschaft
2 Zechgenosse Zechgenossin Trinkgefährte
1 Zunftgenosse Zunftgenossin Mitglied derselben Zunft

Genossenschaft

Die am häufigsten vorkommende Wortbildung mit dem Grundwort Genosse ergibt sich aus der Erweiterung mit dem Suffix -schaft, also Genossenschaft. Weit über einhundertzwanzig Wortbildungen sind in den Textkorpora des DWDS aufgeführt. Die Wortbildung mit Genossenschaft als Letztglied ist produktiv, da mit einer Genossenschaftsgründung oft auch eine neue Wortbildung verbunden ist, z. B. Fleischergenossenschaft, Emschergenossenschaft, Winzergenossenschaft.

Nicht alle in der folgenden Tabelle aufgeführten Wortbildungen sind in klassischen oder Online-Wörterbüchern gelistet. Um die Produktivität des Grundwortes aufzuzeigen wurden daher die folgenden Beispielwörter mit dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache verlinkt. Dort findest du zu nicht gelisteten Wortbildungen entsprechende Textbeispiele. Hier sind durchaus überraschende Wortbildungen versteckt. So klingt beispielsweise das Wort Genossinnenschaft recht ungewöhnlich und jedes Textkorrekturprogramm wird es als falsch markieren. Wenn du allerdings das Wort in den Textbeispielen nachliest, macht es durchaus Sinn. Ein Beispiel, warum man sich auf die Textkorrekturen nicht unbedingt verlassen sollte.

Wortbildungen zum Grundwort Genossenschaft
Erstglied Genossenschaftsanteil, Genossenschaftsbank, Genossenschaftsbereich, Genossenschaftsbetrieb, Genossenschaftsbewegung, Genossenschaftsgedanke, Genossenschaftsgesetz, Genossenschaftsgründung, Genossenschaftsidee, Genossenschaftsinstitut, Genossenschaftsjagd, Genossenschaftskapital, Genossenschaftskasse, Genossenschaftslösung, Genossenschaftsmitglied, Genossenschaftsmodell, Genossenschaftsmolkerei, Genossenschaftsorganisation, Genossenschaftsprinzip, Genossenschaftsprojekt, Genossenschaftsrecht, Genossenschaftsregister, Genossenschaftssektor, Genossenschaftssystem, Genossenschaftsverband, Genossenschaftsverbund, Genossenschaftsversammlung, Genossenschaftsvorstand, Genossenschaftswesen, Genossenschaftswohnung, Genossenschaftszentralbank
Letztglied Absatzgenossenschaft, Abwassergenossenschaft, Agrargenossenschaft, Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft, Assistenzgenossenschaft, Bauerngenossenschaft, Baugenossenschaft, Berufsgenossenschaft, Brauereigenossenschaft, Bühnengenossenschaft, Bundesgenossenschaft, Darlehensgenossenschaft, Dienstleistungsgenossenschaft, Eidgenossenschaft, Einkaufsgenossenschaft, Emschergenossenschaft, Energiegenossenschaft, Entwicklungsgenossenschaft, Erzeugergenossenschaft, Fischereigenossenschaft, Fleischergenossenschaft, Flurgenossenschaft, Forstgenossenschaft, Frauengenossenschaft, Handelsgenossenschaft, Handwerkergenossenschaft, Handwerksgenossenschaft, Hauptgenossenschaft, Hausgenossenschaft, Jagdgenossenschaft, Jagdgenossenschaftsversammlung, Käsereigenossenschaft, Kleingenossenschaft, Konditorengenossenschaft, Konsumgenossenschaft, Kreditgenossenschaft, Kulturgenossenschaft, Künstlergenossenschaft, Lagerhausgenossenschaft, Landwirtschaftsgenossenschaft, Markgenossenschaft, Mietergenossenschaft, Milchgenossenschaft, Molkereigenossenschaft, Neidgenossenschaft, Produktionsgenossenschaft, Produktivgenossenschaft, Radgenossenschaft, Raiffeisengenossenschaft, Schafzuchtgenossenschaft, Seeberufsgenossenschaft, Seniorengenossenschaft, Siedlungsgenossenschaft, Taxigenossenschaft, Verbrauchergenossenschaft, Vergenossenschaftlichung, Verlagsgenossenschaft, Vermietungsgenossenschaft, Vertriebsgenossenschaft, Verwaltungsberufsgenossenschaft, Verwaltungsgenossenschaft, Verwertungsgenossenschaft, Viehzuchtgenossenschaft, Waldgenossenschaft, Warengenossenschaft, Wassergenossenschaft, Winzergenossenschaft, Wohnbaugenossenschaft, Wohngenossenschaft, Wohnungsbaugenossenschaft, Wohnungsgenossenschaft, Zeitgenossenschaft, Zentralgenossenschaft, Zentralgenossenschaft
Personen Genossenschafter, Genossenschafterin, Genossenschaftler, Genossenschaftlerin, Genossinnenschaft

Genossenschaftsbauer, Genossenschaftsbäuerin, Genossenschaftsgründer, Genossenschaftsgründerin, Genossenschaftspräsident, Genossenschaftspräsidentin

Adjektive berufsgenossenschaftlich, genossenschaftlich, genossenschaftseigen, innergenossenschaftlich, konsumgenossenschaftlich

Unikales Morphem ?

x
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem noss ist daher kein typischer Fall für ein unikales Morphem.
nutz
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem nutz ist daher kein unikales Morphem.
Das Morphem nieß in dieser Bedeutung kommt nicht isoliert vor. Es wird jedoch in unterschiedlichen Wortbildungen (z. B. Nießbrauch, genießen) verwendet.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem nieß ist daher kein unikales Morphem.
Das Morphem nuss kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur mit dem Präfix ge- vor. Eine Ablautbildung zu noss im Partizip Perfekt genossen vom Verb genießen' oder zum Nomen Genosse' liegt nicht vor, da bereits in mittelhochdeutscher Zeit genuʒ vorlag. Bei genießen ist das o in genossen bereits in ahd. nioʒan angelegt.

Ein etymologischer Zusammenhang zum Morphem nuss im Nomen Nuss besteht nicht.

Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem nuss ist daher ein unikales Morphem.
Das Morphem nüss in der Bedeutung beim Adjektiv genüsslich ist eine Ablautbildung zum u in Genuss.
Pik-Kreis-rot.jpg Das Morphem nüss ist daher kein unikales Morphem.
Das Morphem noss kommt in der Form genossen als Partizip Perfekt des Verbs genießen vor. Demzufolge sind hiervon die flektieren Formen des Präteritums und Perfekts abgeleitet. Allerdings gibt es nur einen etymologischen Zusammenhang im germanischen *neutan (genießen) und *nauta- (Genosse). Bereits in althochdeutscher Zeit liegen verschiedene Entwicklungen vor ahd. nioʒan und ahd. ginōʒ, die dann auch auf der Bedeutungsebene sich auseinander entwickelt haben.
Das Morphem noss kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert vor. Wortbildungen kommen nur gemeinsam mit dem Präfix ge- vor.
Pik-Kreis-gruen.jpg Das Morphem noss kann daher als ein unikales Morphem betrachtet werden.

|- | colspan="2" |Das Morphem noss kommt nicht isoliert, sondern nur gemeinsam mit dem Präfix ge- vor. In dieser Form kommt genossen als Partizip Perfekt des Verbs genießen und als Nomen in Genosse (uns seinen vielen Wortbildungen) vor. |- | style="text-align:left;" |Pik-Kreis-rot.jpg |Das Morphem noss ist daher kein unikales Morphem.


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