NoSoSt Entwicklung 2
Beffchen, begehren, behagen, behelligen, bequem, berappen, Bernstein betütern, Bickbeere, Bingelkraut, Bollwerk, Bräuigam, Dienstag, Duckdalbe, dunnemals, hell,
Beffchen
Wortherkunft
Hinweise zum Wort Beffchen
| Bedeutung: | Zwei rechteckige Stoffstreifen, die am Halsausschnitt von Amtstrachten getragen werden. |
| Beispielsatz: | Der Pfarrer hat einen Talar mit einem weißen Beffchen. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Neutrum
Worttrennung: Beff·chen Aussprache: [ˈbɛfçən] |
Wortformen
Das Substantiv Beffchen ist sächlich. Mit Ausnahme der 2. Person Einzahl (Genitiv, Singular) entsprechen alle Wortformen dem Grundwort.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | das Beffchen | die Beffchen |
| 2. Fall | Genitiv | des Beffchens | der Beffchen |
| 3. Fall | Dativ | dem Beffchen | den Beffchen |
| 4. Fall | Akkusativ | das Beffchen | die Beffchen |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Beffchen |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Beffchen
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Weiterführende Informationen zum Wort Beffchen
| Entstehung: | mlat. biffa → afrz. bif(f)e → mnl. beffe → nl. bef → mnd. beffe → 17. Jh. hd. Beffe, Pl. Beffen → 18. Jh. Verkleinerungsform: Beffchen
Zunächst war die Beffe ab dem 17. Jahrhundert Teil der bürgerlichen Kleidung. Seit dem 19. Jahrhundert gehört sie zur Amtstracht evangelischer Geistlicher. |
| Wortbildungen: | – |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Bilder von Beffchen findest du bei Wikipedia. Eine kindgerechte Beschreibung findest du auf den Internetseiten Religionen entdecken und Kirche entdecken. Bilder von ehemaligen EKD-Präsidenten mit Beffchen und Talar: Heinrich Bedford-Strohm, Nikolaus Schneider, Margot Käßmann |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Abbildungen: evangelisch.de Religionen entdecken, Wikipedia
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begehren
Wortherkunft
Hinweise zum Wort begehren
| Bedeutung: |
|
| Beispielsatz: | Sie begehren Einlass in das vornehme Restaurant. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·geh·ren Aussprache: [bəˈɡeːʁən] |
Wortformen
Die Wortformen des Verbs begehren werden regelhaft gebildet. Grundwort: begehren, Hilfsverb: haben
Das Verb wird häufig in gehobener Sprache verwendet.
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich begehre | ich begehrte | ich habe begehrt |
| 2. Person | du begehrst | du begehrtest | du hast begehrt | |
| 3. Person | er/sie/es begehrt | er/sie/es begehrte | er/sie/es hat begehrt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir begehren | wir begehrten | wir haben begehrt |
| 2. Person | ihr begehrt | ihr begehrtet | ihr habt begehrt | |
| 3. Person | sie begehren | sie begehrten | sie haben begehrt | |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort begehren |
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Info - begehren
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Weiterführende Informationen zum Wort begehren
| Entstehung: | ie. *g̑her- = begehren, wünschen → germ. *gerōn → ahd. gerōn → ahd. bigerōn und mhd. gern → mhd. begern, begirn → nhd. begehren |
| Wortbildungen: | sh. Wörterliste begehrlich, Begehrlichkeit; aufbegehren, selten: abbegehren, fortbegehren, heimbegehren, zurückbegehren |
| Ableitungen: | Begehren, Begehr |
| Interessantes: | Die Wortfamilie zeigt eine interessante Bedeutungsentwicklung: Aus einem ursprünglichen Verb für „verlangen“ entstanden verschiedene Wörter wie gern (etwas bereitwillig tun) und Gier (starkes Verlangen).
Das heutige Verb begehren wird meist in gehobener oder formeller Sprache verwendet. Am häufigsten wird begehren im erotischen Sinn (erotisches Verlangen, nach Berührung, Vereinigung) |
Wörterliste
| Verben |
|---|
| begehren, aufbegehren (Aufbegehren), selten: abbegehren, fortbegehren, heimbegehren, zurückbegehren |
| Adjektive |
| begehrt, begehrlich (Begehrlichkeit), begehrenswert, heißbegehrt (heiß begehrt), vielbegehrt |
| Nomen |
| Abrissbegehren, Abwahlbegehren, Asylbegehren, Aufnahmebegehren, Auskunftsbegehren, Auslieferungsbegehren, Ausreisebegehren, Beitrittsbegehren, Bürgerbegehren, Freiheitsbegehren, Initiativbegehren, Klagebegehren, Kreditbegehren, Kündigungsbegehren, Mitgliederbegehren, Räumungsbegehren, Referendumsbegehren, Reformbegehren, Revisionsbegehren, Scheidungsbegehren, Subventionsbegehren, Unterlassungsbegehren, Volksbegehren, |
Unikales Morphem ?
| Aus dem ie. *g̑her- sind das Verb begehren (ahd. gerōn), das Nomen Gier (ahd. girīn) und das Adjektiv gern (ahd. gerno) entstanden. Trotz dieser gemeinsamen indogermanischen Wurzel haben sich hieraus bereits in althochdeutscher Zeit verschiedene Wörter mit verschiedenen Bedeutungen und Schreibungen entwickelt.
Es besteht kein etymologischer Zusammenhang zum Nomen Gehrung (germ. *gaiza-) = Verbindung zweier Holzteile. Das Morphem gehr in begehren kommt nicht isoliert vor. (Das zugehörige Verb ist bereits zum Ende der mittelhochdeutschen Zeit untergegangen.) Wortbildungen kommen nur zusammen mit dem Präfix be- vor. | |
| Das Morphem gehr im Verb begehren muss daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, FWb, Goethe, Grimm-2), ZDL, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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behagen
Wortherkunft
| Bereits im Mittelalter gab es das Wort behagen. Es bedeutete ursprünglich gut tun oder frisch und angenehm wirken.
Das Wort gehört zur Wortfamilie des germanischen Verbs hagan (= hegen, pflegen, schützen). Dieses Verb wurde bereits im Mittelalter nicht mehr verwendet. | |
| Wenn etwas gut gepflegt oder gut versorgt ist, dann fühlt es sich angenehm an. Wir können dann auch sagen: Es behagt mir. | |
| Aus derselben Wortfamilie stammen auch Wörter wie behaglich, Behaglichkeit und unbehaglich. Sie beschreiben ein Gefühl von Wohlsein oder angenehmer Atmosphäre. | |
| In einigen nordischen Ländern hat sich das germanische hagen erhalten. Zwei Beispiele: In Schweden gibt es behaga (= behagen) und behaglig (= behaglich). Dieses Adjektiv gibt es auch in Norwegen behagelig (= behaglich). |
Hinweise zum Wort behagen
| Bedeutung: | gefallen, sich wohlfühlen |
| Beispielsatz: | Die Aufgaben behagen mir nicht. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·ha·gen Aussprache: [bəˈhaːɡn̩] |
Wortformen
Das Verb wird meist unpersönlich verwendet (es behagt mir). Infinitiv: behagen, Partizip II: behagt, Hilfsverb: haben
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich behage | ich behagte | ich habe behagt |
| 2. Person | du behagst | du behagtest | du hast behagt | |
| 3. Person | er/sie/es behagt | er/sie/es behagte | er/sie/es hat behagt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir behagen | wir behagten | wir haben behagt |
| 2. Person | ihr behagt | ihr behagtet | ihr habt behagt | |
| 3. Person | sie behagen | sie behagten | sie haben behagt | |
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Info - behagen
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Weiterführende Informationen zum Wort behagen
| Entstehung: | germ. *hagan = schützen, hegen > ahd. gihagan = gepflegt, genährt < mhd. behagen = frisch, freudig |
| Wortbildungen: | behaglich, Behaglichkeit, unbehaglich, Unbehaglichkeit, urbehaglich; anbehagen, missbehagen |
| Ableitungen: | Behagen |
| Interessantes: | Das Verb behagen wird heute meist unpersönlich verwendet, etwa in der Wendung Es behagt mir. Damit wird ausgedrückt, dass etwas angenehm oder passend erscheint.
Im modernen Sprachgebrauch wird das Verb seltener verwendet als die verwandten Wörter behaglich oder Behaglichkeit. |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem hag kommt in der Wortbildung und Bedeutung behagen nicht isoliert und in Wortbildungen nur mit dem Präfix be- vor.
Ein etymologischer Zusammenhang zu dem Nomen Hag (im Sinne von Hecke, ahd. hag < ie. *kagh-) besteht nicht. | |
| Daher kann hag in dieser Bedeutung als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe, FWB) ZDL Wikipedia Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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hell/behelligen
| Mein Onkel war zu Besuch. Er hat zu mir gesagt, ich sei ein heller Junge. Ich habe das nicht ganz verstanden. Meint er, weil ich immer so lustig bin? Hell ist doch das Gegenteil von dunkel. |
| Ulli, Klasse 2, Regensburg |
| Was hat das Wort behelligen mit dem Adjektiv hell zu tun? |
| Lehrerin, Klasse 4, Magdeburg |
| Wir haben im Kunstunterricht über hell und dunkel gesprochen. Was bedeutet hell, welche Farben verbinden wir mit diesem Adjektiv usw. Ein Schüler hat gemeint, dass hell auch stören kann. Fragende Blicke der anderen Kinder. Er hat dann erzählt, dass seine Oma häufig gesagt hat: Junge, du sollst deinen Vater nicht ständig mit deinem Quatsch behelligen. Damit hat sie gemeint, dass ich meinen Papa nicht ständig stören soll. Ich war ziemlich ratlos. Wie kommt das Adjektiv hell in das Verb behelligen? |
Wortherkunft
heller Junge
behelligen
Hinweise zum Wort behelligen
| Bedeutung: | stören, belästigen |
| Beispielsatz: | Dein Papa muss arbeiten. Du sollst ihn nicht ständig behelligen. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·hel·li·gen Aussprache: [bəˈhɛlɪɡn̩] |
Wortformen
hell
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| hell | heller | am hellsten |
behelligen
Das Verb behelligen wird in den verschiedenen Zeiten regelhaft gebildet. Die zweite Vergangenheitsform (Perfekt) wird mit dem Hilfsverb haben gebildet.
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich behellige | ich behelligte | ich habe behelligt |
| 2. Person | du behelligst | du behelligtest | du hast behelligt | |
| 3. Person | er/sie/es behelligt | er/sie/es behelligte | er/sie/es hat behelligt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir behelligen | wir behelligten | wir haben behelligt |
| 2. Person | ihr behelligt | ihr behelligtet | ihr habt behelligt | |
| 3. Person | sie behelligen | sie behelligten | sie haben behelligt | |
Modellwortschatz
Das Wort hell gehört zum Modellwortschatz.
Du kannst dir auch einige Fremdsprachen anhören.
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Info - hell/behelligen
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Weiterführende Informationen zum Wort behelligen
| Entstehung: | behelligen: ie. *(s)kel-, germ. *halla-, ca. 14. Jh. hellegen, helligen = durch Verfolgung ermüden, plagen, quälen; 16. Jh. behelligen = stören, belästigen, lästig fallen
hell: ie. *kel(ə)- = rufen, schreien, lärmen, klingen; ahd. hel = tönend, mhd. hel = tönend, laut, glänzend, licht; zum gleichen Ursprung gehören auch: hallen, einhellig, misshellig |
| Wortbildungen: | Behelligung, unbehellitgt |
| hell | |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Das Verb behelligen wird heute meist in der Bedeutung „jemanden stören oder belästigen“ verwendet. Es gehört zur gehobenen oder formellen Sprache und kommt besonders in offiziellen Texten oder in der Schriftsprache vor.
Ursprünglich bedeutete das zugrunde liegende Verb helligen „ermüden, quälen oder bedrängen“. Diese Bedeutung hat sich im Laufe der Zeit zu „stören“ oder „belästigen“ abgeschwächt. |
Wörterliste zum Adjektiv hell
| Adjektive | |
|---|---|
| Farbadjektive | hellen, hell, helle, Helle, [1], hellbeige, hellblau, hellblond, hellbraun, hellfarbig, hellgelb, hellglänzend, hellgrau, hellgrün, helllila, hellrosa, hellrot, hellviolett, hellweiß |
| so hell wie ... | ... die Dämmerung: dämmerhell, ... Glas: glashell, glockenhell, kristallhell, mondhell, neonhell, schneehell, silberhell, sonnenhell, sternenhell, tageshell, wasserhell |
| sonstige (Erstglied) | hellauf, helläugig, helldunkel, hellerleuchtet, hellerlicht, hellhaarig, hellhäutig, hellleuchtend, helllicht, helllodernd, hellstrahlend, hellwach |
| sonstige (Letztglied) | überhell, geisteshell, |
| Nomen | |
| Erstglied | Hellraumprojektor, Hellriegel, Hellung, Hellwerden [https://www.dwds.de/wb/Helldunkelmalerei Helldunkelmalerei, |
| Letztglied | Stimmungsaufheller, Stimmungsaufhellung, Tageshelle, Taghelle |
| Wortgruppen | |
| hellhörig, Hellhörigkeit,
hellsichtig, Hellsicht, Hellsichtigkeit, hellsehen, Hellsehen, Hellseher, Hellseherei, Hellseherin, hellseherisch, | |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Grimm-Wörterbuch) ZDL Wikipedia Duden-online
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bequem
Wortherkunft
| Das Adjektiv bequem war schon im Mittelalter bekannt. Es bedeutete ursprünglich passen, angemessen oder einrichten. Dieses Adjektiv ist vom Verb bequemen abgeleitet. Das bedeutete früher etwas passend machen, einrichten oder etwas anpassen.
geht auf mittelhochdeutsch bequeme zurück und bedeutete ursprünglich „passend“, „geeignet“ oder „angemessen“. Es gehört zum Verb bequemen im Sinne von „passend machen“, „einrichten“ oder „anpassen“. | |
| Das Adjektiv bequem bedeutet heute angenehm, komfortabel. Etwas, das gut passt oder gut eingerichtet ist, wird als angenehm = bequem empfunden wird. Das Verb bequemen wird heute nur noch sehr selten, meist abwertend gebraucht. | |
| Besonders interessant finde ich den Ursprung von bequem und bequemen. Hierin steckt das althochdeutsche Verb queman. Im Mittelalter hat sich dieses Wort verändert. Aus dem qu am Wortanfang wurde zunächst ein k, also kemen. Aus dem e wurde dann ein o, also komen. Und hieraus ist das Verb kommen in seiner heutigen Bedeutung entstanden. | |
| In den meisten europäischen Sprachen hat sich für unser bequem das französische Wort confortable, englisch = comfortable und bei uns als Fremdwort komfortabel durchgesetzt.
Nur in Schweden finden wir noch den Zusammenhang zu dem alten germanischen Wort queman. Dort heißt bequem = bekväm. |
Hinweise zum Wort bequem
| Bedeutung: | gemütlich, angenehm |
| Beispielsatz: | Das ist ein sehr bequemer Sessel. |
| Wortinfo: | Wortart: Adjektiv
Worttrennung: be·quem Aussprache: [bəˈkveːm] |
Wortformen
Das Wort bequem ist ein Adjektiv.
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| bequem | bequemer | am bequemsten |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort bequem |
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Info - bequem
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Weiterführende Informationen zum Wort bequem
| Entstehung: | 9. Jh. ahd. biquāmi, mhd. bequæme = angemessen, passend, tauglich < ahd. queman = kommen < ie. *gu̯em- = gehen, kommen |
| Wortbildungen: | bequemlich, Bequemlichkeit, superbequem, unbequem, Unbequemlichkeit |
| Ableitungen: | bequemen |
| Interessantes: | Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes bequem war „passend“ oder „angemessen“. Erst später entwickelte sich daraus die heutige Bedeutung „angenehm“, „komfortabel“ oder „leicht zu benutzen“.
Wenn etwas gut „passt“, ist es oft auch angenehm zu benutzen. Auf diese Weise entstand im Laufe der Sprachgeschichte die heutige Bedeutung des Wortes. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-Wörterbuch, Goethe-Wörterbuch), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Etymologie: DWDS - bequem, kommen, bekommen; Wiktionary: bequem, bequemen, kommen, bekommen; ZDL - bequem, kommen, bekommen
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Bräutigam
Wortherkunft
Fremdsprachen
| Das alte Wort brūtigomo findest du auch in anderen germanischen Sprachen wieder. | ||||||||||||||||||||||||||||
|
Hinweise zum Wort Bräutigam
| Bedeutung: | zukünftiger Ehemann |
| Beispielsatz: | Die Braut und der Bräutigam gehen gemeinsam zum Altar. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen: der Bräutigam
Worttrennung: Bräu-ti-gam Aussprache: [ˈbʁɔʏ̯tɪɡaːm] |
Wortformen
Das Grundwort Bräutigam bezeichnet einen Mann kurz vor oder während der Hochzeit. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein e angehängt. Für den Dativ sind im Singular zwei Varianten möglich. Im Plural wird en ergänzt
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Bräutigam | die Bräutigame |
| 2. Fall | Genitiv | des Bräutigams | der Bräutigame |
| 3. Fall | Dativ | dem Bräutigam, dem Bräutigame | den Bräutigamen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Bräutigam | die Bräutigame |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bräutigam |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Bräutigam
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Weiterführende Informationen zum Wort Bräutigam
| Entstehung: |
|
| Wortbildungen: | Jubelbräutigam, Seelenbräutigam, Silberbräutigam; veraltet: Bräutigamsabend, Bräutigamsgabe, Bräutigamsliebe, Bräutigamsprobe, Bräutigamsthaler, |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Wenn du mehr über die Heirat erfahren möchtest, wie die Hochzeitszeremonie in den verschiedenen Religionen abläuft? Viele Antworten auf diese Fragen findest du auf der Internetseite Religionen entdecken. |
Unikales Morphem ?
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe; für Regiolekte: Rheinisches WB, Mecklenburgisches WB, Pfälzisches WB, Südhessisches WB; veraltete Wörter: Campe ), ZDL
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Bollwerk
Wortherkunft
Hinweise zum Wort Bollwerk
| Bedeutung: | a) Festung, Bauwerk zum Schutz gegen Feinde
b) Schutzbarriere, Landeplatz im Hafen c) übertragen: Einrichtung oder Maßnahme zum Schutz |
| Beispielsatz: | a) Die Fundamente des mittelalterlichen Bollwerks sind noch immer gut zu erkennen.
b) Die Holzpfosten vor der Hafeneinfahrt sind ein guter Schutz bei stürmischer See. c) Die große Demonstration war wie ein Bollwerk gegen die aufkeimende Ausländerfeindlichkeit. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Neutrum
Worttrennung: Boll·werk Aussprache: [ˈbɔlˌvɛʁk] |
Wortformen
Das Substantiv Bollwerk ist sächlich.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | das Bollwerk | die Bollwerke |
| 2. Fall | Genitiv | des Bollwerks | der Bollwerke |
| 3. Fall | Dativ | dem Bollwerk | den Bollwerken |
| 4. Fall | Akkusativ | das Bollwerk | die Bollwerke |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bollwerk |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Bollwerk
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Weiterführende Informationen zum Wort Bollwerk
| Entstehung: | 13. Jh. mhd. bollwerc, 14. Jh. mnd. bolwerk |
| Wortbildungen: | Abwehrbollwerk,
Felsbollwerk, Felsenbollwerk, Festungsbollwerk, Grenzbollwerk, Inselbollwerk |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Das Wort Bollwerk gehört ursprünglich zur Sprache des Festungsbaus. Es bezeichnete eine starke Befestigungsanlage aus Erde, Holz oder Stein zum Schutz gegen Angriffe.
Heute wird das Wort häufig auch im übertragenen Sinn verwendet, etwa in Wendungen wie Bollwerk gegen den Extremismus, Bollwerk der Demokratie oder Bollwerk des Friedens. Damit ist eine starke Schutzfunktion gegen eine Bedrohung gemeint. |
Fremdsprachen
Das niederdeutsche bzw. niederländische Wort wurde in mehreren Fremdsprachen übernommen. Hier einige Beispiele:
| Sprache | Bollwerk | Aussprache | Quelle |
|---|---|---|---|
| Deutsch | Bollwerk | [ˈbɔlˌvɛʁk] | Quelle |
| Dänisch | bolværk | [ˈpʌlˌvɛɐ̯ˀk] | Quelle |
| Englisch | bulwark | [ˈbʊlwɜːk] (UK) / [ˈbʊlwɝːk] (US) | Quelley |
| Niederländisch | bolwerk | [ˈbɔlʋɛrk] | Quelle |
| Norwegisch | bolverk | [ˈbuːlværk] | Quelle |
| Schwedisch | bålverk | [ˈboːlværk] | Quelle |
| Französisch | boulevard | [buləvaʁ] | Quelle |
| Spanisch | baluarte | [baluˈaɾte] | Quelle |
| Italienisch | baluardo | [baluˈardo] | Quelle |
| Portugiesisch | baluarte | [baluˈaɾtɨ] | Quelle |
| Polnisch | bulwar | [ˈbulvar] | Quelle |
| Russisch | бульвар (bulvar) | [bʊlʲˈvar] | Quelle |
Unikales Morphem ?
| Obwohl eine historische Verbindung zu Bohle besteht, tritt das Morphem boll heute nicht mehr als eigenständiges Wort auf. Das Morphem boll kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort werk vor. | |
| Das Morphem boll in der Wortbildung Bollwerk wird daher als unikales Morphem betrachtet. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung, Grimm-2, Goethe;), ZDL; Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
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Bingelkraut
Wortherkunft
| Der Name Bingel geht vermutlich auf das althochdeutsche Wort bunge (= Knolle) zurück. Das ist ein Hinweis auf die knollenartige Wurzel der Pflanze.
Der zweite Bestandteil Kraut bezeichnet allgemein eine krautige Pflanze. | |
| Das Wort Bingelkraut kommt fast ausschließlich im deutschen Sprachraum vor. Im Niederdeutschen heißt es Büngel, in anderen Regionen auch Hundskohl, Schuttbingel oder Wintergrün. In den Niederlanden heißt diese Pflanze bingelkruid. |
Hinweise zum Wort Bingelkraut
| Bedeutung: | Bingelkräuter sind krautige Pflanzen, die häufig auf Äckern, in Gärten und an Wegrändern wachsen und von vielen Menschen als Unkraut betrachtet werden. |
| Beispielsatz: | Vater rupft das Bingelkraut im Garten aus. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, Neutrum
Worttrennung: Bin·gel·kraut Aussprache: [ˈbɪŋəlˌkʁaʊt] |
Wortformen
Das Substantiv Bingelkraut ist sächlich.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | das Bingelkraut | die Bingelkräuter |
| 2. Fall | Genitiv | des Bingelkrauts | der Bingelkräuter |
| 3. Fall | Dativ | dem Bingelkraut | den Bingelkräutern |
| 4. Fall | Akkusativ | das Bingelkraut | die Bingelkräuter |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Bingelkraut |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Bingelkraut
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Weiterführende Informationen zum Wort Bingelkraut
| Entstehung: | Das Bingelkraut gehört zur Pflanzengruppe der Wolfsmilchgewächse; ahd. bungo, mhd. bunge = Knolle |
| Wortbildungen: | Waldbingelkraut |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Die frischen Blätter der Pflanze sind giftig. Getrocknet hingegen werden den Blättern heilende Wirkungen bei verschiedenen Krankheiten zugesprochen. Mehr zum Bingelkraut findest du auf verschiedenen Biologie-Seiten im Internet, so z. B. |
| Botanikus, Heilkräuter.de, Mediendatenbank Biologie, Wikipedia. |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem bingel kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen sondern nur in Verbindung mit dem Grundwort Kraut vor. | |
| Das Morphem bing bzw. bingel kommt in dieser Bedeutung ist ein unikales Morphem. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (siehe hier Adelung mit einer veralteten Annahme zur Herkunft), ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Bickbeere
Wortherkunft
| Der erste Bestandteil Bick geht vermutlich auf das niederdeutsche Wort pik (= Pech) zurück. Damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen. | |
| Diese Beere wird je nach Region unterschiedlich benannt: | |
| Blaubeere, Heidelbeere, Heubeere (süddeutsch), Mollbeere, Moosbeere, Schwarzbeere, Staulbeere (Pfalz), Waldbeere, Wildbeere, Zeckbeere |
Hinweise zum Wort Bickbeere
| Bedeutung: | Heidelbeere, Schwarzbeere |
| Beispielsatz: | Im Herbst sammeln wir Bickbeeren. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv, feminin
Worttrennung: Bick·bee·re Aussprache: [ˈbɪkˌbeːʁə] |
Wortformen
Das Substantiv Bickbeere ist feminin. Alle Fälle in der Einzahl (Singular) entsprechen dem Grundwort. In allen Fällen der Mehrzahl (Plural) wird an die Grundform ein e angehängt.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | die Bickbeere | die Bickbeeren |
| 2. Fall | Genitiv | der Bickbeere | der Bickbeeren |
| 3. Fall | Dativ | der Bickbeere | den Bickbeeren |
| 4. Fall | Akkusativ | die Bickbeere | die Bickbeeren |
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Info - Bickbeere
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Weiterführende Informationen zum Wort Bickbeere
| Entstehung: | agr. πίσσα (pissa), lat. pix, 8. Jh. ahd. peh, mhd. pech, bech = Pech; niederdeutsch bikbēre, pik = Pech; damit wird auf die dunkle, fast schwarze Farbe der Beeren hingewiesen. |
| Wortbildungen: | Bickbeerenstrauch, Bickbeerenpflanze |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Die Bickbeere ist eine regionale Bezeichnung für die bekannte Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Siehe hierzu die Beschreibung im Kinderlexion und auf der Seite essen-wissen.de. |
Unikales Morphem ?
| Das Wort Bickbeere besteht aus den Bestandteilen Bick und Beere. Das Morphem bick kommt in dieser Bedeutung nicht isoliert und auch in keiner weiteren Wortbildung vor. | |
| Das Morphem bick muss daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS Wiktionary Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung) ZDL Wikipedia Duden-online
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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betütern
Wortherkunft
| Das Verb stammt von dem norddeutschen Wort Tüder (Seil zum Anbinden eines weidenden Tiers). Ein Tier wurde mit einem solchen Seil festgebunden, damit es sich beim Weiden nicht zu weit entfernen konnte.
Übertragen entwickelte sich daraus die Bedeutung, jemanden besonders eng zu betreuen oder zu umsorgen – oft so sehr, dass es als übertrieben empfunden wird. |
Hinweise zum Wort betütern
| Bedeutung: | jemanden besonders oder übertrieben umsorgen |
| Beispielsatz: | Wir lassen uns gern von unserer Mama betütern. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·tü·tern Aussprache: [bəˈtyːtɐn] |
Wortformen
Das Verb betütern wird regelmäßig konjugiert. Infinitiv: betütern Partizip II: betütert Hilfsverb: haben
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich betütere | ich betüterte | ich habe betütert |
| 2. Person | du betüterst | du betütertest | du hast betütert | |
| 3. Person | er/sie/es betütert | er/sie/es betüterte | er/sie/es hat betütert | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir betütern | wir betüterten | wir haben betütert |
| 2. Person | ihr betütert | ihr betütertet | ihr habt betütert | |
| 3. Person | sie betütern | sie betüterten | sie haben betütert | |
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Info - betütern
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| Entstehung: | norddeutsch Tüder = Strick, Seil zum Anbinden von Tieren |
| verwandt: | Tüter, vertütern, betütert |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Umgangssprachlich wird das Verb auch im Sinne von sich einen Schwips antrinken(Herkunft unklar). |
Unikales Morphem ?
| Das Verb tüdern ist eine regionale Variante zum Verb tütern. Dieses Verb kommt ebenfalls nur noch als Regiolekt vor. Im der hochdeutschen Sprache kann es demgegenüber als ausgestorben bzw. veraltet angesehen werden. Daraus folgt: Als Dialektvariante gehört tüdern zur Wortfamilie tütern. Das Morphem tüd bzw. tüt kommt in dieser Bedeutung mit der Verbendung -ern isoliert vor. Das Verb betütern ist demnach eine Wortbildung zu tütern | |
| Das Morphem tüt(ern) ist daher kein unikales Morpheme. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, ZDL; Duden-online (nicht werbefrei)
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Bernstein
Wortherkunft
| Da Bernstein brennbar ist, nannte man ihn früher auch Brennstein. Das niederdeutsche Wort für brennen ist bernen. Hieraus ist das Wort Bernstein entstanden. | |
| Das Wort Bernstein wird fast nur im deutschsprachigen Raum verwendet. Ebenfalls vom niederdeutschen bernen abgeleitet sind: | |
| niederländisch: barnsteen, polnisch: bursztyn, schwedisch: bärnsten, ukrainisch: бурштин (burštyn) |
Hinweise zum Wort Bernstein
| Bedeutung: | fossiles Pflanzenharz von gelber bis dunkelbrauner Farbe (brennbar) |
| Beispielsatz: | Bernstein findet man vor allem an der Ostseeküste. |
| Wortinfo: | Wortart: Substantiv (männlich)
Worttrennung: Bern·stein Aussprache: [ˈbɛʁnʃtaɪ̯n] |
Wortformen
Das Wort Bernstein wird meist als Stoffname verwendet und steht deshalb gewöhnlich im Singular.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Bernstein | die Bernsteine |
| 2. Fall | Genitiv | des Bernsteins | der Bernsteine |
| 3. Fall | Dativ | dem Bernstein | den Bernsteinen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Bernstein | die Bernsteine |
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Info - Bernstein
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Weiterführende Informationen zum Wort Bernstein
| Entstehung: | ndd. bernen = brennen; bern(e)stein = Bernstein |
| International: | nl. barnsteen, pl. bursztyn, sv. bärnsten, uk. бурштин (burštyn), fy. barnstien |
| In den meisten europäischen Sprachen ist der Name für Bernstein vom alten arabischen Wort عنبر (`anbar) (= gelb) abgeleitet, z. B.: en. amber, fr. ambre jaune, it. /ambra, es./el./tr./pt. ambar | |
| In den slavischen Sprachen wird das Wort meist vom litauischen gintãras abgeleitet, so z. B. lv. dzintars, be./ru. янтарь (jantarʹ), cs./sb./sk./sl./uk = jantár | |
| Wortbildungen: | Erstglied: Bernsteinanhänger, Bernsteinarmband, Bernsteinauge, Bernsteineinschluss, Bernsteinfischerei, Bernsteingehänge, Bernsteinkette, Bernsteinküste, Bernsteinland, Bernsteinöl, Bernsteinperle, Bernsteinregal, Bernsteinsäure, Bernsteinschmuck, Bernsteinschnecke, Bernsteinspitze, Bernsteinstraße, Bernsteinzimmer
Letztglied: Naturbernstein, Pressbernstein, Rohbernstein Adjektive: bernsteinfarben, bernsteinfarbig, bernsteingelb |
| Ableitungen: | bernsteinern |
| Interessantes: | Für Kinder interessante Seiten: KLexikon, MiniKlexikon, logo, Bloggerbande, Schutzstation Wattenmeer, Planet Wissen, Wikipedia |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem bern kommt nicht isoliert vor und in dieser Bedeutung nur in Wortbildungen zusammen mit dem Wort Stein. Nicht berücksichtigt werden bei der Bestimmung der Unikalität dieses Morphems das Vorkommen des Morphems in Eigennamen. | |
| Das Morphem bern muss daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz (Adelung, Grimm, Goethe), ZDL, Wikipedia, Duden-online
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berappen
Wortherkunft
| Die Herkunft des Verbs ist nicht vollständig geklärt. Das Wort stammt aus der Studentensprache und ist seit dem 19. Jahrhundert belegt. Wahrscheinlich gehört es zu dem rotwelschen Wort rabbes = Zins, Gewinn, Geldbetrag. Daraus könnte sich die Bedeutung Geld zahlen, etwas abgeben entwickelt haben. | |
| Duden und andere etymologische Wörterbücher geben als wahrscheinlichste Erklärung eine Herkunft aus der Studenten- und Gaunersprache an. Das Wort ist also ein gutes Beispiel dafür, dass sich umgangssprachliche Ausdrücke aus Sondersprachen in der Alltagssprache festsetzen können. |
Hinweise zum Wort berappen
| Bedeutung: | etwas (widerwillig) bezahlen |
| Beispielsatz: | Er musste für die Reparatur am Fahrrad viel zu viel berappen. |
| Wortinfo: | Wortart: Verb
Worttrennung: be·rap·pen Aussprache: [bəˈʁapn̩] |
Wortformen
Das Verb berappen wird regelmäßig konjugiert.
| Gegenwart
(Präsens) |
1. Vergangenheit
(Präteritum) |
2. Vergangenheit
(Perfekt) | ||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl
(Singular) |
1. Person | ich berappe | ich berappte | ich habe berappt |
| 2. Person | du berappst | du berapptest | du hast berappt | |
| 3. Person | er/sie/es berappt | er/sie/es berappte | er/sie/es hat berappt | |
| Mehrzahl
(Plural) |
1. Person | wir berappen | wir berappten | wir haben berappt |
| 2. Person | ihr berappt | ihr berapptet | ihr habt berappt | |
| 3. Person | sie berappen | sie berappten | sie haben berappt | |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort berappen |
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Info - berappen
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Weiterführende Informationen zum Wort berappen
| Entstehung: | Die Herkunft des Wortes ist unklar.
Die meisten Sprachwissenschaftler halten nur die erste Erklärung als plausibel. |
| Wortbildungen: | - |
| Ableitungen: | - |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem rapp kommt im heutigen Deutsch in dieser Bedeutung nicht als selbstständiges Wort vor und erscheint nur in der Wortbildung berappen. Historisch könnte es auf das heute nicht mehr gebräuchliche rotwelsche Wort rabbes („Zins, Geldbetrag“) zurückgehen. | |
| Das Morphem rapp in der Wortbildung berappen kann daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, ZDL, Wikipedia, Duden-online (nicht werbefrei)
Etymologie: Duden-Online, Wikipedia, Baustoff Putz, Entrinden eines Baumstammes, Studentensprache, Lutherbibel Exodus 21,19, Wörterbuchnetz (hier vor allem Adelung)
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Dienstag
Wortherkunft
| Bei den Germanen nannte man eine Volksversammlung Thing. Der germanische Gott Tyr war der Beschützer dieser Versammlung.
Der Name Dienstag geht auf eine alte Form thingsus zurück. Diese bedeutete Beschützer des Things. Aus dieser Form entwickelte sich später das heutige Wort Dienstag. Der Wortteil dien hat also nichts mit dem Verb dienen zu tun. |
Fremdsprachen
| In allen nordgermanischen Sprachen ist die Bezeichnung für den Dienstag vom Germanischen Gott Tyr bzw. thingsus abgeleitet. Hier einige Beispiele: | ||||||||||||||||||||||||||||
|
Hinweise zum Wort Dienstag
| Bedeutung: | der zweite Tag der Woche |
| Beispielsatz: | Am Dienstag gehe ich mit meiner Freundin ins Kino. |
| Wortinfo: | Wortart: Nomen, der Dienstag; meist ohne Plural
Worttrennung: Diens-tag Aussprache: [ˈdiːnstaːk] |
Wortformen
Das Grundwort Dienstag wird fast immer nur in der Einzahl (Singular) verwendet. Eine Mehrzahl (Plural) kommt nur selten vor. Im 2. Fall (Genitiv) wird häufig ein s angehängt.
| Singular | Plural (selten) | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | der Dienstag | die Dienstage |
| 2. Fall | Genitiv | des Dienstags, des Dienstages | der Dienstage |
| 3. Fall | Dativ | dem Dienstag | den Dienstagen |
| 4. Fall | Akkusativ | den Dienstag | die Dienstage |
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Info - Dienstag
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Weiterführende Informationen zum Wort Dienstag
| Entstehung: | Der Name des Wochentages geht auf den germanischen Gott Tyr zurück.
Im Althochdeutschen lautete der Name Ziestag oder Thingstag. Das Wort hängt mit dem germanischen Thing zusammen. So nannte man früher eine Volksversammlung oder ein Gericht. Der Gott Tyr galt als Beschützer solcher Versammlungen. Der Tag wurde deshalb nach ihm benannt. |
| Wortbildungen: | - |
| Ableitungen: | - |
Wochentage
Die Römer nannten die Wochentage nach den damals bekannten Planeten der Erde. Die einzelnen Planeten waren für die Römer zugleich Götter. Die Germanen übernahmen dieses System. Sie änderten die Namen und benannten die Wochentage nach ihren Göttern. Als die Christen die germanischen Länder missionierten versuchten sie, diese heidnischen Namen der Wochentage umzubenennen. Dies konnten sie jedoch nur bei dem Mittwoch (Mitte der Woche) und dem Samstag (Ableitung vom hebräischen Sabbat = Ruhetag) durchsetzen.
Die Zählung der Wochentage begann bei den Römern mit dem Sonnengot (Sonntag). Erst mit Beschluss der UNO 1978 setzte sich weltweit die heute gebräuchliche Zählung mit dem Montag als ersten Tag der Woche durch.
| röm. Zählung | Römische Planeten | Germanische Götter | germanisch Mythologie | seit 1978 UNO | Tag | Wochentag heute |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | Mond | Mani | Gott des Mondes | 1 | Montag | germ. Gott |
| 3 | Mars | Tyr/Tiu/ Ziu, Thingsus | Gott des Krieges und des Rechts | 2 | Dienstag | germ. Gott |
| 4 | Merkur | Wodan, Odin, Futhark | Hauptgott der Germanen | 3 | Mittwoch | Mitte der Woche |
| 5 | Jupiter | Donar, Thor | Gott des Donners | 4 | Donnerstag | germ. Gott |
| 6 | Venus | Frija/Frigg | Schutzgöttin der Ehe und des Lebens | 5 | Freitag | germ. Gott |
| 7 | Saturn | Saturn; Sabbat | Gott der Aussaat; Ruhetag (Judentum) | 6 | Samstag | hebr. Sabbat |
| 1 | Sonne | Sonne, Sol | Sonnengott (lat. männl. / germ. weibl.) | 7 | Sonntag | röm./germ. Gott |
Unikales Morphem ?
| Das Morphem dien kommt in dieser Bedeutung im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor. | |
| Das Morphem dien in der Wortbildung Dienstag kann daher als unikales Morphem betrachtet werden. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, OWID, ZDL
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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Duckdalbe
Wortherkunft
| Vermutlich stammt das Wort Duckdalbe aus den Niederlanden. Dort bedeutet das Verb duiken = tauchen. Einen Pfahl oder eingerammten Pfosten nennt man dort dalbe.
Die Duckdalbe ist also ein Pfahl, der tief in den Boden des Hafens eingetaucht oder eingerammt ist. | ||
| Auch in anderen Sprachen rund um die Nordsee findet man ähnliche Wörter. Allen liegt das niederländische Wort dukdalve zugrunde. | ||
Hinweise zum Wort Duckdalbe
| Bedeutung: | Im Hafenboden eingerammte Pfähle, die der Markierung der Fahrrinne dienen oder an denen Schiffe festgemacht werden können. | ||
| Beispielsatz: | Die Duckdalben markieren die Fahrrinne für die Schiffe. | ||
| Wortinfo: | Wortart: Nomen: die Duckdalbe, die Duckdalben
Worttrennung: Duck-dal-be Aussprache: [ˈdʊkˌdalbə] | ||
| Unterschied: | Meist wird ein einzelner Pfahl als Dalbe und eine Pfahlgruppe als Duckdalbe bezeichnet. Die oberen Bilder zeigen also Duckdalben. Hier sind jeweils drei Pfähle miteinander verbunden. Das rechte Bild zeigt in der Mitte drei Dalben, also einzelne Pfähle, an denen längere Schiffe festmachen können. | ||
Wortformen
In der Einzahl (Singular) übernehmen alle vier Fälle das Grundwort. In der Mehrzahl (Plural) wird an das Grundwort ein n angehängt.
| Singular | Plural | ||
|---|---|---|---|
| 1. Fall | Nominativ | die Duckdalbe | die Duckdalben |
| 2. Fall | Genitiv | der Duckdalbe | der Duckdalben |
| 3. Fall | Dativ | der Duckdalbe | den Duckdalben |
| 4. Fall | Akkusativ | die Duckdalbe | die Duckdalben |
| Weiterführende Informationen zum Grundwort Duckdalbe |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - Duckdalbe
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Weiterführende Informationen zum Wort Duckdalbe
| Entstehung: | Die Herkunft des Wortes Duckdalbe ist unklar. Es gibt drei verschiedene Erklärungsansätze: |
| |
| Wortbildungen: | Zum Bestandteil dalbe gibt es mehrere Wortbildungen:
Anlegedalbe, Eisbrecherdalbe, Führungsdalbe, Leitdalbe, Leuchtfeuerdalbe, Schutzdalbe, Streichdalbe, Vertäuungsdalbe |
| Interessantes: | Eine anschauliche Beschreibung von Dalben und ihrer Funktion in Häfen findest du bei Wikipedia zum Stichwort Dalbe. |
Sprachvergleich
In fast allen europäischen Ländern wird der Begriff Duckdalbe vom niederländischen dukdalve abgeleitet. In einigen Ländern (z. B. Dänemark, Spanien) wird auch auf den Herzog von Alba Bezug genommen. Die genaue Bedeutung (Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen oder Abweisen von Schiffen) ist überall ähnlich. In einigen Ländern werden auch die Markierungen einer Fahrrinne mit dem Begriff Dalbe bezeichnet.
| Sprache | Dalbe | Duckdalbe | Quellen |
|---|---|---|---|
| Deutsch | Dalbe | Duckdalbe | Wikipedia |
| Niederländisch | dalf | dukdalf / dukdalve | Wikipedia |
| Norwegisch | dalbe / pæle | dykdalb | Wikipedia |
| Dänisch | dalbe | dukdalbe / duc d’albe | Wikipedia |
| Schwedisch | dykdalb | Wikipedia | |
| Englisch | dolphin | Wikipedia | |
| Französisch | duc-d’Albe | Wikipedia | |
| Spanisch | duque de Alba | Wikipedia | |
Unikales Morphem ?
Da das niederländische Wort an die deutsche Schreibung angepasst wurde (Lehnwort) wird es nicht als Fremdwort behandelt. Es gibt keinen etymologischen Zusammenhang zum Verb ducken.
| Das Morphem duck kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert vor und nur in der Wortbildung Duckdalbe. | |
| Das Morphem duck ist daher ein unikales Morphem. | |
| Das Morphem dalbe kommt isoliert und in mehreren Wortbildungen vor. | |
| Das Morphem dalbe ist daher kein unikales Morphem. | |
Belege/Quellen
Etymologie und Rechtschreibung: DWDS, OWID, ZDL, Wikipedia, Duden-online
Weitere Quellen wurden im Text verlinkt (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich).
Landkarte: Die Landkarte wurde aus den Daten der Übersetzungen (sh. Tabelle in Kap. Sprachvergleich) mit Hilfe von ChatGPT erstellt.
Abbildungen: Die Abbildungen von Dalben wurden von Wikipedia und elbetreff.de (Herzlichen Dank an Andreas Glock für die Genehmigung für die Verwendung der Abbildung.) entnommen.
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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dunnemals
Wortherkunft
| Das Wort stammt aus dem Niederdeutschen. Dort bedeutet dunn so viel wie dann oder damals.
Das Wort dunnemals ist eine Verkürzung von anno dunnemals. Diese Redewendung bedeutete ursprünglich: damals, vor langer Zeit. |
Hinweise zum Wort dunnemals
| Bedeutung: | damals |
| Beispielsatz: | Dunnemals gab es noch eine Volksschule. |
| Wortinfo: | Wortart: Adverb
Worttrennung: dun-ne-mals Aussprache: [ˈdʊnəmaːls] |
Wortformen
Das Wort dunnemals ist ein Adverb. Adverbien haben keine verschiedenen Wortformen.
| Weiterführende Informationen zum Grundwort dunnemals |
| Wörter: | A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z |
Info - dunnemals
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Weiterführende Informationen zum Wort dunnemals
| Entstehung: | 19. Jh. Das Wort stammt aus dem niederdeutschen dunn = dann, damals.
Es entwickelte sich aus der Redewendung anno dunnemals. |
| Wortbildungen: | - |
| Ableitungen: | - |
| Interessantes: | Das lateinische Wort anno bedeutet im Jahre. Seit dem 15. Jahrhundert stellte man es häufig vor Datierungen.
Daraus entstanden später verschiedene scherzhafte Redewendungen für vor langer Zeit:
|
Unikales Morphem ?
| Das Morphem dunn(e) kommt im heutigen Sprachgebrauch nicht isoliert und auch in keinen anderen Wortbildungen vor. | |
| Das Morphem dunn(e) ist daher ein unikales Morphem. | |
Belege/Quellen
DWDS, Wiktionary, Wörterbuchnetz, ZDL
Weiterführende Informationen zu den Scheinwörtern/unikalen Morphemen
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